Harvard COSMOS‑Studien – tägliches Multivitamin & Gehirn
- COSMOS‑Mind – 3 Jahre Multivitamin vs. Placebo (Alzheimer’s & Dementia, 2022)
Design: Große, pragmatische, randomisierte, doppelblinde Studie (COcoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study for the Mind). 2.262 Frauen und Männer ≥65 Jahre, 2×2‑faktorielles Design: Kakao‑Extrakt vs. Placebo und Multivitamin‑Mineralpräparat (Centrum Silver) vs. Placebo, 3 Jahre Follow‑up.
Ergebnis:Kakao‑Extrakt: kein Effekt auf Kognition.Tägliches Multivitamin: signifikant bessere globale Kognition (Δz≈0,07; p=0,007), sowie Vorteile bei episodischem Gedächtnis und Exekutivfunktionen vs. Placebo; Effekt besonders ausgeprägt bei Teilnehmenden mit kardiovaskulären Vorerkrankungen.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10011015 - COSMOS‑Web – Online‑Gedächtnisstudie über 3 Jahre (AJCN, 2023)
Design: 3.562 Frauen und Männer ≥60 Jahre, randomisiert zu täglichem Multivitamin (Centrum Silver) oder Placebo, 3 Jahre, jährliche webbasierte Gedächtnistests.
Ergebnis:Bereits nach 1 Jahr: signifikant bessere unmittelbare Erinnerungsleistung (ModRey immediate recall) in der Multivitamin‑Gruppe.Der Effekt blieb über 3 Jahre erhalten und entsprach etwa 3,1 Jahren „weniger kognitivem Altern“ im Vergleich zur Placebogruppe.
URL (Studie): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37244291/
URL (Harvard‑Artikel): https://news.harvard.edu/gazette/story/2023/06/your-memory-might-benefit-from-a-multivitamin/ - COSMOS‑Clinic & Meta‑Analyse – drittes kognitives Subprojekt (AJCN, 2024)
Design: 573 Teilnehmende der COSMOS‑Clinic‑Substudie mit detaillierten In‑Person‑Tests über 2 Jahre; zusätzlich Meta‑Analyse aller drei COSMOS‑Kognitionsstudien (COSMOS‑Mind, COSMOS‑Web, COSMOS‑Clinic; >5.000 Personen).
Ergebnis:In COSMOS‑Clinic: tägliches Multivitamin führte zu einer signifikant günstigeren 2‑Jahres‑Veränderung der episodischen Gedächtnisleistung vs. Placebo.Meta‑Analyse: konsistente, statistisch signifikante Vorteile eines täglichen Multivitamins für globale Kognition und episodisches Gedächtnis; geschätzte Verlangsamung der globalen kognitiven Alterung um ca. 2 Jahre im Vergleich zu Placebo.
URL (Studie): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38244989/
URL (Pressemitteilung Mass General Brigham): https://www.massgeneralbrigham.org/en/about/newsroom/press-releases/multivitamins-improve-memory-and-slow-cognitive-aging
Drei unabhängige, von Harvard/Brigham & Women’s geleitete COSMOS‑Studien mit über 5.000 älteren Erwachsenen zeigen, dass ein täglich eingenommenes Multivitamin (aber deutlich niedriger Nährstoffumfang wie Multi Core!) Gedächtnis und globale Kognition messbar verbessert und das kognitive Altern um etwa 2–3 Jahre verlangsamt, verglichen mit Placebo.
Weitere Studien zu den verwendeten Inhaltsstoffen:
HESPERIDIN – 200 mg im Multi Core
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie bei übergewichtigen Erwachsenen mit fettreicher Testmahlzeit.
Dosis: 500 mg Hesperidin‑2S einmalig.
Ergebnis: Signifikant bessere Endothelfunktion (Flow‑mediated Dilation) und niedrigere Entzündungsmarker (sVCAM‑1, sICAM‑1) vs. Placebo.
URL: https://cris.maastrichtuniversity.nl/en/publications/randomized-clinical-trial-on-the-efficacy-of-hesperidin-2s-on-val - Doppelblinde RCT bei 64 Menschen mit Typ‑2‑Diabetes.
Dosis: 500 mg Hesperidin/Tag über 6 Wochen.
Ergebnis: Systolischer und diastolischer Blutdruck sowie hs‑CRP, IL‑6 und TNF‑α sanken signifikant; Gesamt‑Antioxidationskapazität stieg.
URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ptr.6046
QUERCETIN – 200 mg im Multi Core
- Blutdruck & oxidiertes LDL bei Übergewichtigen
Doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Cross‑Over‑Studie mit 93 übergewichtigen/obesen Erwachsenen mit hohem kardiovaskulärem Risiko.
Dosis: 150 mg Quercetin/Tag (Onion‑Skin‑Extrakt) für 6 Wochen.
Ergebnis: Systolischer Blutdruck sank im Vergleich zu Placebo im Mittel um 2,6 mmHg; zusätzlich sanken oxidiertes LDL‑Cholesterin und Plasma‑Urat signifikant – Hinweise auf einen leichten kardioprotektiven Effekt.
URL: https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/quercetin-reduces-systolic-blood-pressure-and-plasma-oxidised-lowdensity-lipoprotein-concentrations-in-overweight-subjects-with-a-highcardiovascular-disease-risk-phenotype/1481FC25601F463397F52E3A399A5CD8 - Ambulante 24‑h‑Blutdruckmessung bei Hypertonie‑Patienten
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelstudie mit 70 Patient:innen mit unbehandelter Hypertonie (Stadium 1).
Dosis: 162 mg Quercetin/Tag aus Zwiebelschalen‑Extrakt für 6 Wochen.
Ergebnis: 24‑h‑Systolenblutdruck sank im Mittel um etwa 3–4 mmHg vs. Placebo; Autoren werten das als klinisch relevante Zusatzsenkung bei leichten Hypertonikern.
URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26328470/ - Oxidativer Stress & Entzündung bei Gesunden (Quercetin + Vitamin C)
Randomisierte, placebokontrollierte Studie bei gesunden Erwachsenen.
Dosis: 500 mg Quercetin + 250 mg Vitamin C/Tag über 8 Wochen.
Ergebnis: Deutliche Senkung von hs‑CRP und IL‑6 sowie F2‑Isoprostanen (Lipidperoxidationsmarker) im Vergleich zu Placebo – spricht für eine spürbare antiinflammatorische und antioxidative Wirkung in dieser Kombination.
URL: https://pdfs.semanticscholar.org/2619/a15866e8fee4d622004f3193a27c2729a8a7.pdf - Allergische Rhinitis – Symptomverbesserung als Add‑on
Systematischer Review zu Quercetin bei allergischer Rhinitis, inkl. 4 Humanstudien.
Dosen: meist 500–1000 mg Quercetin/Tag (oft in Kombi‑Nutraceuticals) über mehrere Wochen.
Ergebnis: Wenn Quercetin‑haltige Präparate zur Standardtherapie (Antihistaminika) addiert wurden, verbesserten sich Nasensymptome und Lebensqualität deutlich stärker als unter Standardtherapie allein; oxidativer Stressmarker (MDA) sanken konsistent.
URL: https://www.otolaryngrhinojournal.com/journals/hor/hor-aid1032.php
MYO‑INOSITOL – 200 mg im Multi Core
- Randomisierte, placebokontrollierte Studie bei 48 Patient:innen mit nicht‑alkoholischer Fettleber (NAFLD).
Dosis: 4 g Myo‑Inositol/Tag über 8 Wochen.
Ergebnis: Deutlich bessere Insulinsensitivität (HOMA‑IR, FIRI, HOMA‑S) und Aktivierung von AMPK/PI3K/AKT‑Signalwegen.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11521746 - Meta‑Analyse von 9 RCTs mit insgesamt 247 Frauen mit PCOS.
Dosen: meist 2–4 g Myo‑Inositol/Tag (teils plus Folsäure) über ≥12–24 Wochen.
Ergebnis: Nüchterninsulin und HOMA‑Index sanken signifikant, teils auch Androgene; Myo‑Inositol verbessert Insulinsensitivität und Zyklusparameter.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5655679
COENZYM Q10 – 200 mg im Multi Core
- Systematic Review & Meta‑Analyse von 13 RCTs (n=1126) zu CoQ10 vs. Placebo bei verschiedenen Fatigue‑Formen.
Dosen: 100–500 mg/Tag über 4–24 Wochen.
Ergebnis: Signifikante Reduktion der Fatigue‑Scores (Hedges’ g ≈ −0,40); stärkere Effekte bei höherer Dosis und längerer Dauer.
URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36091835 - Q‑SYMBIO‑Studie bei 420 Patient:innen mit Herzinsuffizienz.
Dosis: 100 mg CoQ10 dreimal täglich (300 mg/Tag), 2 Jahre vs. Placebo.
Ergebnis: Weniger schwere Herzinsuffizienz‑Ereignisse, niedrigere kardiovaskuläre Mortalität und bessere NYHA‑Klasse in der CoQ10‑Gruppe.
URL: https://www.springermedizin.de/coenzyme-q10-in-the-treatment-of-heart-failure-with-preserved-ej/24126442 - Einzelne RCTs zu CoQ10 bei Müdigkeit (z. B. post‑virale oder post‑polio Erschöpfung).
Typische Dosis: 100–300 mg/Tag über 8–12 Wochen.
Ergebnis: Signifikante Verbesserung subjektiver Fatigue‑Skalen im Vergleich zu Placebo.
URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0965229915300042
INGWER‑EXTRAKT – 100 mg im Multi Core (davon 5 mg Gingerole)
- Randomisierte Crossover‑Studie zu Muskelkater (DOMS) nach exzentrischer Belastung.
Dosis: 2 g Ingwer‑Extrakt einmalig vor Step‑Test.
Ergebnis: Geringere Muskelschmerzen und niedrigere IL‑6‑Anstiege nach Belastung vs. Placebo.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4715415 - Narrativer Review aller Human‑RCTs zu Ingwer bei Schmerzen (Dysmenorrhoe, Arthrose, Muskelkater).
Dosen: meist 1–3 g/Tag, 2 Tage bis 12 Wochen.
Ergebnis: Mehrere qualitativ gute RCTs zeigen signifikante Schmerzreduktion vs. Placebo bzw. vergleichbare Wirkung zu NSAIDs bei Dysmenorrhoe und Arthrose.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7754412 - Neue RCT (2026) zu niedrig dosiertem Ingwer‑Extrakt bei Gelenk‑/Muskelschmerzen (40–75 Jahre).
Dosis: 125 mg Ingwer‑Extrakt/Tag (10% Gingerole) über 8 Wochen.
Ergebnis: Reduktion von Gelenkschmerz und Steifigkeit sowie Senkung mehrerer Entzündungsmarker (z. B. IL‑1β, GM‑CSF, IL‑5) vs. Placebo.
URL: https://naturalhealthresearch.org/low-dose-ginger-extract-reduces-joint-pain-improves-functional-capacity-and-lowers-inflammatory-markers
STAUDENKNÖTERICH‑EXTRAKT – 98 mg Trans‑Resveratrol im Multi Core
- Randomisierte, doppelblinde Crossover‑Studie bei Patient:innen mit CKD Stadium 3 und Diabetes.
Dosis: Resveratrol (typischerweise 150–300 mg/Tag) über 6 Wochen vs. Placebo.
Ergebnis: Signifikante Verbesserung der Endothelfunktion (Flow‑mediated Dilation); Effekte unabhängig von Blutdruck oder HbA1c.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10861109 - RCT bei gut eingestellten Typ‑2‑Diabetikern (Add‑on zu Standardtherapie).
Dosis: 150 mg Resveratrol/Tag für 30 Tage, Crossover‑Design.
Ergebnis: Keine signifikanten Verbesserungen der peripheren oder hepatischen Insulinsensitivität – wichtig für eine nüchterne Einordnung.
URL: https://diabetesjournals.org/care/article/39/12/2211/31874/Resveratrol-as-Add-on-Therapy-in-Subjects-With
GINSENG‑EXTRAKT – 100 mg im Multi Core
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie bei 90 Koreaner:innen mit Mild Cognitive Impairment.
Dosis: 3 g Panax‑Ginseng‑Pulver/Tag über 6 Monate.
Ergebnis: Signifikante Verbesserungen in visuellen Gedächtnistests (Rey Complex Figure Test, Sofort‑ und Späterinnerung) gegenüber Placebo.
URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32055589 - Akute Crossover‑Studie mit 32 gesunden jungen Erwachsenen (American Ginseng).
Dosis: 100, 200 oder 400 mg Panax‑quinquefolius‑Extrakt (Cereboost®); Tests 1–6 h nach Einnahme.
Ergebnis: Verbesserte Arbeitsgedächtnis‑Leistung und sekundäre Aufmerksamkeitsmaße, dosisabhängig.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2952762
PIPERIN – 2 mg im Multi Core
- Klassische Humanstudie zur Curcumin‑Bioverfügbarkeit.
Stichprobe: 8–10 gesunde Probanden.
Dosis: 2 g Curcumin mit oder ohne 20 mg Piperin.
Ergebnis: Piperin erhöhte die relative Bioverfügbarkeit von Curcumin um etwa 2000% (≈20‑fach) gegenüber Curcumin allein.
URL: https://bioperine.com/studies - Humanstudie zur β‑Carotin‑Bioverfügbarkeit.
Stichprobe: 10 gesunde Männer, 15 mg β‑Carotin/Tag mit oder ohne 5 mg Piperin über 14 Tage.
Ergebnis: Piperin steigerte den Anstieg der Serum‑β‑Carotin‑Spiegel signifikant (höhere AUC) gegenüber β‑Carotin allein.
URL: https://bioperine.com/studies - Aktuelle Übersichtsarbeit zu Curcumin + Piperin (inkl. Humanstudien zur Resorption).
Ergebnis: Mehrere Humanstudien zeigen, dass 2 g Curcumin kombiniert mit 5–20 mg Piperin die systemische Verfügbarkeit je nach Studie etwa 2‑ bis 20‑fach erhöhen.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10838102
VITAMIN C – 120 mg (150% NRV)
- Randomisierte, kontrollierte 5‑Jahres‑Studie zu Erkältungen bei Erwachsenen.
Dosis: 50 mg vs. 500 mg Vitamin C/Tag über 5 Jahre.
Ergebnis: In der 500‑mg‑Gruppe traten signifikant weniger Erkältungen auf; Dauer und Schwere der Erkältungen änderten sich kaum (Nutzen v. a. bei Häufigkeit).
URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16118650/
NIACIN (VITAMIN B3) – 44 mg (275% NRV)
- Systematic Review & Meta‑Analyse von 119 klinischen Studien (17 mit harten CVD‑Endpunkten, n=35.760).
Dosis: meist 1–3 g/Tag (Retard‑Niacin), häufig zusätzlich zu Statinen.
Ergebnis: Niacin verbessert das Lipidprofil (HDL↑, LDL/TG↓), zeigte in der modernen Statin‑Ära aber keinen konsistenten Zusatznutzen auf kardiovaskuläre Ereignisse; Flush‑Nebenwirkungen häufig.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6481429/
PANTOTHENSÄURE (VITAMIN B5) – 24 mg (400% NRV)
- Vitamin B5 ist als Bestandteil von Coenzym A essenziell für Kohlenhydrat‑, Fett‑ und Steroidstoffwechsel; gravierende Mangelzustände sind beim Menschen selten.
- Es gibt nur wenige hochwertige RCTs mit isoliertem B5 auf harte klinische Endpunkte; die Dosierung im Multi Core orientiert sich an EFSA‑Health‑Claims zu normalem Energiestoffwechsel.
VITAMIN E – 8 mg (66% NRV)
- Große RCTs mit hohen Dosen (z. B. 400–800 IU/Tag) zeigten keinen klaren Vorteil auf Gesamtmortalität und teils sogar Hinweise auf leicht erhöhtes Risiko bei sehr hohen Dosen, weshalb heutige Formulierungen eher moderat dosieren.
URL (Übersicht): https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2695278/ - In Multi Core wird Vitamin E in einer moderaten, physiologischen Dosis eingesetzt, primär zur Unterstützung des antioxidativen Schutzsystems zusammen mit Vitamin C, Selen, Quercetin und Hesperidin.
VITAMIN B6 – 5,6 mg (400% NRV)
- B‑Vitamin‑Kombinationen (inkl. B6) senken in vielen RCTs erhöhtes Homocystein, was mit langsamerer Gehirnatrophie bei älteren Menschen mit MCI assoziiert ist (VITACOG‑Studie mit 0,8 mg Folsäure, 0,5 mg B12, 20 mg B6/Tag).
URL: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0012244 - Neuere Meta‑Analysen zu B‑Vitamin‑Supplementation und globaler Kognition zeigen kleine, teils populationsabhängige Effekte; besonders profitieren Personen mit erhöhtem Homocystein und niedrigen Ausgangswerten.
URL: https://academic.oup.com/nutritionreviews/article/83/12/2256/8251946
VITAMIN B2 (RIBOFLAVIN) – 5,6 mg (400% NRV)
- Riboflavin ist Cofaktor in Redox‑Enzymen (FAD/FMN) und trägt zur Energieproduktion und zum antioxidativen System bei; EFSA‑Health‑Claims umfassen Beitrag zu Energiestoffwechsel, Nervensystem, Haut/Schleimhaut und Verringerung von Müdigkeit.
- RCTs mit hochdosiertem Riboflavin (z. B. 400 mg/Tag) zeigen Migräne‑prophylaktische Effekte; Multi Core nutzt eine deutlich niedrigere, aber über NRV liegende Dosis als Teil des B‑Komplexes.
VITAMIN B1 (THIAMIN) – 4 mg (360% NRV)
- Thiamin ist essenziell für Kohlenhydrat‑Metabolismus und Nervenfunktion; Mangel führt zu Beriberi und Wernicke‑Enzephalopathie (v. a. bei Alkoholismus oder starkem Erbrechen, z. B. auch unter GLP‑1‑Therapie beschrieben).
- Klinische Praxis und Leitlinien setzen Thiamin hochdosiert therapeutisch ein; im Multi Core deckt die 4‑mg‑Dosis ein Vielfaches des Bedarfs zur präventiven Absicherung.
VITAMIN A – 600 µg (75% NRV)
- Vitamin A (Retinol) ist für Sehvorgang, Immunfunktion und Epithelgesundheit essenziell; ODS‑Faktenblatt nennt ein UL von 3.000 µg/Tag präformiertes Retinol für Erwachsene.
- Die 600‑µg‑Dosis in Multi Core liegt deutlich unterhalb dieses UL und nutzt den Bereich, in dem EFSA‑Health‑Claims („normale Sehkraft“, „normale Funktion des Immunsystems“) gelten.
FOLSÄURE (ALS METHYLFOLAT) – 280 µg (140% NRV)
- VITACOG‑Studie: 0,8 mg Folsäure + 0,5 mg B12 + 20 mg B6/Tag bei MCI‑Patienten.
Ergebnis: Signifikant verlangsamte Gehirnatrophie und in Subgruppen geringerer kognitiver Abbau; Effekt basiert u. a. auf Homocystein‑Senkung.
URL: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0012244 - L‑Methylfolat (aktive Form, wie in Multi Core) als Zusatz zu SSRI‑Therapie bei Depression.
Dosis: 15 mg/Tag L‑Methylfolat; randomisierte, doppelblinde Studie zeigte höhere Ansprech‑ und Remissionsraten vs. Placebo; weitere Real‑World‑Daten bestätigen Symptomverbesserung.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3869616/
BIOTIN (VITAMIN B7) – 140 µg (280% NRV)
- Biotin ist Cofaktor für Carboxylasen im Fett‑ und Glukosestoffwechsel; EFSA‑Health‑Claims umfassen „Erhaltung normaler Haare und Haut“ und normalen Energiestoffwechsel.
- Therapeutische Hochdosis‑Studien (z. B. 100–300 mg/Tag) bei progressiver MS zeigten gemischte Resultate; solche Pharmakodosen liegen weit über der präventiven 140‑µg‑Versorgung in Multi Core.
VITAMIN K2 (ALS K2VITAL® MK‑7) – 100 µg (133% NRV)
Hinweis: K2VITAL® ist ein all‑trans Menaquinon‑7 (MK‑7)–Markenrohstoff von Kappa Bioscience, der u. a. als Referenzstandard der United States Pharmacopeia dient. Die klinische Outcome‑Evidenz zu MK‑7 stammt vor allem aus Studien mit dem strukturgleichen Markenrohstoff MenaQ7® – die Molekülform ist identisch (all‑trans MK‑7), weshalb diese Daten für MK‑7 generell relevant sind.
- 3‑Jahres‑RCT bei 244 gesunden postmenopausalen Frauen (MenaQ7®).
Dosis: 180 µg Vitamin K2 (MK‑7)/Tag vs. Placebo, 3 Jahre.
Ergebnis: Signifikant langsamere Abnahme der Knochendichte an LWS und Schenkelhals; Verbesserung von Knochenmineralgehalt und ‑stabilität; starker Rückgang uncarboxylierten Osteocalcins (ucOC) → bessere Vitamin‑K‑Status und Knochengesundheit.
URL (Zusammenfassung): https://drkumardiscovery.com/posts/vitamin-k2-mk7-bone-loss-study/ - RCT zu arterieller Steifigkeit bei gesunden Frauen (MenaQ7®).
Dosis: 180 µg MK‑7/Tag, 3 Jahre.
Ergebnis: Im MK‑7‑Arm blieb die arterielle Elastizität erhalten bzw. verbesserte sich leicht, während die Placebogruppe signifikant steifer wurde (Pulse Wave Velocity ↑); Hinweis auf Gefäßschutz durch K2.
URL (Übersicht): https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8483258/ - Dosisfindungs‑Studie MK‑7 bei gesunden Freiwilligen.
Design: Doppelblind, randomisiert; verschiedene Dosen MK‑7 (bis 360 µg/Tag).
Ergebnis: Dosisabhängige Verbesserung der Carboxylierung von Osteocalcin und Matrix‑Gla‑Protein; Sättigung der Effekte bei etwa 90–180 µg/Tag → genau in dem Bereich, in dem Multi Core mit 100 µg dosiert ist.
URL: https://clinicaltrials.gov/study/NCT00483431 - K2VITAL® als Qualitäts‑Benchmark.
2022 wurde K2VITAL® von Kappa Bioscience als USP‑Referenzstandard für MK‑7‑Bioaktivität und Cis/Trans‑Reinheit gewählt – damit dient dieser Markenrohstoff als analytischer Benchmark für Reinheit und Stabilität, auch in Kombination mit Vitamin D.
URL: https://www.nutritioninsight.com/news/kappa-biosciences-k2vital-becomes-global-benchmark-for-mk-7-bioactivity.html
VITAMIN D3 – 25 µg (1000 IU, 500% NRV)
- Meta‑Analyse von 18 RCTs (n=57.311) zu Vitamin D‑Supplementation und Gesamtmortalität.
Dosen: meist 300–2000 IU/Tag (durchschnittlich 528 IU), Follow‑up ≈5,7 Jahre.
Ergebnis: Vitamin‑D‑Supplementation senkte Gesamtmortalität leicht (RR 0,93; 95‑%‑KI 0,87–0,99); Effekt stärker in D3‑ als in D2‑Studien.
URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17846391/ - Neuere Meta‑Analyse (50 RCTs, n=74.655) zu Vitamin D und Mortalität.
Ergebnis: Kein signifikanter Effekt auf Gesamtmortalität, aber 15‑%‑Reduktion der Krebssterblichkeit; Subgruppenanalyse deutet erneut auf Vorteile von Vitamin D3 gegenüber D2 hin.
URL: https://www.bmj.com/content/366/bmj.l4673
VITAMIN B12 – 11,2 µg (448% NRV)
- Meta‑Analyse (2024) isolierter B12‑Supplementation auf Homocystein.
Einschluss: RCTs mit oralem B12 vs. Placebo oder ohne Supplement; Laufzeiten meist ≥3 Monate.
Ergebnis: B12‑Supplemente senken Homocystein signifikant, insbesondere bei längerer Einnahme und höheren Dosen; Homocystein ist ein etablierter Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse und Hirnatrophie.
URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37495210/ - In Kombination mit Folsäure und B6 (VITACOG‑Trial) verlangsamt B12‑haltige Supplementation Gehirnatrophie bei MCI um ~30% und verbessert kognitive Parameter, besonders bei hohen Ausgangs‑Homocysteinwerten.
URL: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0012244
MAGNESIUM – 200 mg (53% NRV)
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 155 Erwachsenen mit Schlafproblemen (Magnesium‑Bisglycinat).
Dosis: 250 mg elementares Magnesium/Tag (als Bisglycinat) über 4 Wochen.
Ergebnis: Signifikante, wenn auch moderate Verbesserung des Insomnia Severity Index (Cohen’s d≈0,2); gute Verträglichkeit.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12412596/ - RCT bei 46 älteren Menschen mit primärer Insomnie.
Dosis: 500 mg Magnesium/Tag (als Mischung aus oxid/organisch) über 8 Wochen.
Ergebnis: Längere Schlafzeit, höhere Schlafeffizienz, kürzere Einschlafzeit; Anstieg von Melatonin/Renin, Abfall von Cortisol.
URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23853635/
ZINK – 14 mg (140% NRV)
- Umfassender Review (2025) zu Zink und Infektionen mit Auswertung zahlreicher Humanstudien.
Ergebnis: Zinkmangel schwächt angeborene und adaptive Immunantwort; Zinksupplementation verkürzt Dauer und Schwere v. a. respiratorischer Infektionen und verbessert Impfantworten, besonders in Kombination mit Vitamin C und D.
URL: https://apcz.umk.pl/QS/article/view/58153 - Mehrere RCTs (z. B. bei älteren Personen oder Patienten mit Infektionen) zeigen, dass 10–30 mg elementares Zink/Tag Infektanfälligkeit reduzieren und Immunmarker verbessern; hohe Dosen (≥75 mg/Tag) werden eher therapeutisch und kurzfristig eingesetzt.
MANGAN – 2,8 mg (140% NRV)
- Mangan ist Cofaktor der mitochondrialen Superoxid‑Dismutase (MnSOD) und damit zentral für den endogenen antioxidativen Schutz.
- Klinische RCTs mit isolierter Mangan‑Supplementierung sind begrenzt; verfügbare Human‑Daten stammen primär aus Sicherheits‑ und Spurenelement‑Balancestudien. Die 2,8‑mg‑Dosis im Multi Core liegt im üblichen Bereich hochwertiger Multivitamine zur Deckung des Bedarfs ohne toxikologische Risiken.
- Review zu MnSOD betont, dass ausreichende Versorgung mit Mn ein Schutzfaktor gegen oxidativen Stress und Karzinogenese sein kann, evidenzbasiert aber überwiegend aus mechanistischen und Tierdaten.
URL: https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/ars.2013.5297
JOD – 150 µg (132% NRV)
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie bei 112 leicht jodmangeligen Erwachsenen (18–40 Jahre, Neuseeland).
Dosis: 150 µg Jod/Tag (als Kaliumiodat) vs. Placebo über 24 Wochen.
Ergebnis: Median der Urin‑Jod‑Konzentration stieg von 65 auf 168 µg/L in der Supplement‑Gruppe (vs. 79 µg/L Placebo); Thyreoglobulinspiegel sanken signifikant – Zeichen einer normalisierten Schilddrüsen‑Jodversorgung.
URL: https://academic.oup.com/jcem/article/101/4/1737/2804557
CHROM – 200 µg (500% NRV)
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Crossover‑Studie zu Chrompicolinat bei Erwachsenen mit gestörter Glukosetoleranz/Metabolischem Syndrom.
Dosis: 500 µg oder 1000 µg Chrompicolinat/Tag vs. Placebo, jeweils 6 Monate.
Ergebnis: Insgesamt keine konsistenten Verbesserungen bei HOMA‑IR, Nüchternglukose oder OGTT‑Werten in der Gesamtpopulation; frühere kleinere Studien zeigten Effekte v. a. bei stark Insulinresistenten.
URL: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4169208/ - Fazit aus Übersichtsarbeiten: Chrom kann bei bestimmten Subgruppen mit ausgeprägter Insulinresistenz Glukosestoffwechselparameter verbessern, die Evidenz ist aber heterogen. Die 200‑µg‑Dosis im Multi Core liegt im üblichen präventiven Bereich deutlich unter therapeutischen 1000 µg/Tag.
SELEN – 76 µg (140% NRV)
- KiSel‑10‑Studie (Schweden): 443 ältere Personen (Ø 78 Jahre) mit niedrigem Selenspiegel wurden 4–5 Jahre lang randomisiert zu 200 µg Selen + 200 mg CoQ10/Tag vs. Placebo.
Ergebnis: Signifikant geringere kardiovaskuläre Mortalität (−53% relativ), bessere Herzfunktion (Echokardiographie) und niedrigere Marker für oxidativen Stress und systemische Entzündung in der Supplement‑Gruppe.
URL: https://www.pharmanord.co.uk/news/kisel-10-heart-health-study - Review zum Zusammenspiel Selen + CoQ10 zeigt, dass Selen als Cofaktor der Glutathionperoxidase fungiert und CoQ10‑abhängige Mitochondrienfunktionen unterstützt – mechanistische Grundlage für die Synergie in KiSel‑10.
MOLYBDÄN – 68 µg (136% NRV)
- Molybdän ist Cofaktor für Enzyme wie Sulfitoxidase, Xanthinoxidase und Aldehydoxidase und damit relevant für Schwefel‑, Purin‑ und Alkoholmetabolismus.
- Hochwertige RCTs mit isolierter Molybdän‑Supplementierung gibt es kaum; Human‑Daten stammen vor allem aus Beobachtungsstudien:Eine große Studie (2024) fand, dass höhere urinäre Molybdänwerte mit niedrigeren Harnsäurespiegeln und geringerer Gicht‑Prävalenz assoziiert waren, bei gleichzeitig niedrigeren CRP‑Werten und höherer MnSOD‑Aktivität.
- Die 68‑µg‑Dosis in Multi Core liegt nahe dem oberen Bereich üblicher Aufnahmewerte (UL liegt deutlich höher) und zielt auf eine sichere Versorgung ohne Risiko für Überdosierung.