PEA (Palmitoylethanolamid)

Zuletzt geprüft am

Fettsäuren

Palmitoylethanolamid · N-Palmitoylethanolamin · Palmidrol · Fettsäureamid

H.P.N · Datenstand 2026-09-08 · 20 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Ein körpereigenes Fettsäureamid aus Palmitinsäure und Ethanolamin, verwandt mit den Endocannabinoiden, aber ohne eigene Bindung an die klassischen Cannabinoid-Rezeptoren. Als Ergänzungsmittel wird es aus Palmitinsäure hergestellt
Herkunft
Wird in vielen Geweben des Körpers selbst gebildet und kommt in kleinen Mengen in Eigelb, Sojabohnen und Erdnüssen vor
Wirkform in Studien
Uneinheitlich, und das ist bei diesem Stoff die wichtigste Angabe überhaupt. Die europäischen Arbeiten nutzen fast ausnahmslos mikronisiertes oder ultramikronisiertes Material eines einzigen italienischen Herstellers, die australischen Arbeiten ein nicht mikronisiertes Material mit einem Trägersystem eines einzigen Herstellers aus Hongkong. Ein Teil der Studien prüft überhaupt kein reines PEA, sondern eine feste Verbindung mit Polydatin, Luteolin oder Acetyl-L-Carnitin
Übliche Studiendosis
300 bis 1200 mg täglich, meist auf zwei Gaben verteilt, über 10 Tage bis 12 Monate. In der vorliegenden Übersichtsarbeit über 11 doppelblinde Studien lag die Spanne bei 300 bis 1200 mg
Bekannt geworden durch
Arbeiten aus den 1970er Jahren an Soldaten zu Atemwegsinfekten und seit den 2000er Jahren eine breite italienische Studienlinie zu Schmerzzuständen
Verträglichkeit
In allen vorliegenden Humanstudien gut vertragen, ernsthafte Nebenwirkungen wurden nicht berichtet. Die breiteste Sicherheitsaussage stammt allerdings aus einer Auswertung, an der Angestellte eines Herstellers mitgeschrieben haben

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Schmerzstärke auf einer 11-Punkte-Skala bei Erwachsenen mit länger als drei Monate anhaltenden Schmerzen, gepoolt über sehr verschiedene Ursachen hinweg, mit zwei von elf Studien ohne Unterschied zum Vergleichsarm

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Übersichtsarbeit über 11 doppelblinde Studien mit zusammen 774 Teilnehmenden fand im Mittel 1,68 Punkte weniger als unter Vergleichsmittel. Die Studien unterscheiden sich allerdings extrem stark, und die Mehrzahl nutzte Material desselben Herstellers.

    Ausführlicher Nachweis

    Eine 2023 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse schloss ausschließlich doppelblinde randomisierte Studien ein und wertete 11 Arbeiten mit zusammen 774 Teilnehmenden aus, davon 383 unter PEA und 391 unter Placebo oder einem aktiven Vergleichsmittel [1]. Der gepoolte Unterschied auf eine standardisierte 11-Punkte-Skala umgerechnet betrug 1,68 Punkte bei einem 95-Prozent-Intervall von 1,05 bis 2,31 [1]. Die Heterogenität war mit I-Quadrat gleich 93 Prozent extrem hoch, die Autoren nennen das selbst als ihre wichtigste Einschränkung und führen dafür stark unterschiedliche Anlässe, Dosen, Einnahmedauern und Mikronisierungsgrade an [1]. Die Tagesdosen reichten von 300 bis 1200 mg, die Dauer von 10 Tagen bis 12 Monaten [1]. Zwei der 11 Studien fanden keinen Unterschied zum Vergleichsarm, eine dritte nur eine Besserung in beiden Gruppen ohne Unterschied zwischen ihnen [1]. Vier der 11 Studien prüften kein reines PEA, sondern eine Verbindung mit Transpolydatin [1]. Von den 11 Studien nutzten 5 Material der Epitech Group SpA (Andresen 2016, Cremon 2017, Marini 2012, Orefice 2016, Ottaviani 2019), 2 Material von Gencor Pacific, 1 von Valpharma SpA, bei 3 ist der Hersteller nicht angegeben [1]. Zwei Studien waren von einer Firma finanziert, bei zwei weiteren stellte die Firma das Präparat, und die Übersichtsarbeit hält ausdrücklich fest, dass keine der eingeschlossenen Studien Angaben zur finanziellen Lage ihrer Autoren machte [1]. Die Übersichtsarbeit selbst erhielt keine Förderung und erklärt keinen Interessenkonflikt [1]. Zwei ältere Auswertungen weisen in dieselbe Richtung, sind aber kein unabhängiger zweiter Bestand, sondern werten dieselben Primärstudien mit weicheren Einschlusskriterien aus. Artukoglu 2017 wertete 10 Studien mit 786 Teilnehmenden unter PEA und 512 Kontrollen aus und fand einen gewichteten mittleren Unterschied von 2,03 bei einem 95-Prozent-Intervall von 1,19 bis 2,87 [2], einer der Autoren ist bei der Firma Therapix Biosciences beschäftigt [2]. Paladini 2016 poolte doppelblinde, kontrollierte und offene Studien gemeinsam, was den Vergleich mit einem Placebo-Arm aufhebt, und zwei der sechs Autoren sind der Epitech Group zugeordnet, dem Hersteller des in dieser Auswertung geprüften Materials [3]. Die Stufe bleibt deshalb bei belegt und nicht bei gut belegt.

    Quellen: 1, 2, 3

  2. 02

    Schmerzbild im Brief Pain Inventory und im Neuropathic Pain Symptom Inventory bei Erwachsenen mit mehr als vier Punkten im DN4-Fragebogen, als Zusatz zu einer laufenden blutzuckersenkenden Therapie

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer vierfach verblindeten Studie mit 66 ausgewerteten Erwachsenen sank der Schmerzwert nach acht Wochen deutlich stärker als unter Placebo. Der Hersteller des geprüften Materials hat die Studie bezahlt.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer einzentrischen, vierfach verblindeten, plazebokontrollierten Studie nahmen 70 randomisierte und 66 ausgewertete Erwachsene acht Wochen lang zweimal täglich 350 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+, entsprechend mindestens 300 mg PEA je Kapsel, zusammen 600 mg täglich) oder ein Maltodextrin-Placebo ein [4]. Eingeschlossen wurde, wer mehr als vier Punkte im DN4-Fragebogen oder mehr als zwölf Punkte im S-LANSS erreichte, alle nahmen Metformin und oder Insulin, 31 von 66 zusätzlich Schmerzmittel [4]. Der Schweregrad im Brief Pain Inventory lag zu Beginn bei 4,77 gegenüber 4,96 Punkten und nach acht Wochen bei 1,72 gegenüber 4,19 Punkten, Effektstärke minus 1,811 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 2,381 bis minus 1,231 [4]. Im Neuropathic Pain Symptom Inventory betrug die Effektstärke des Gesamtwerts nach acht Wochen minus 1,587 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 2,137 bis minus 1,027 [4]. Das sind ausgewiesene Unterschiede zwischen den Gruppen und keine Vorher-Nachher-Werte innerhalb des Verum-Arms. Beide Arme besserten sich auch gegenüber ihrem eigenen Ausgangswert, der Verum-Arm um 3,06 und der Placebo-Arm um 0,77 Punkte, das sind Veränderungen innerhalb der Arme und keine Effektmaße mit Intervall, die Autoren benennen den deutlichen Placeboeffekt selbst [4]. Zur Interessenlage ist die Trennung wichtig. Die Interessenerklärung der Arbeit lautet wörtlich, keiner der Autoren habe einen Interessenkonflikt gehabt, im Förderabschnitt derselben Arbeit steht dagegen, Gencor Pacific Ltd. sei der Sponsor der Studie gewesen und habe deren Durchführung begleitet [4]. Gencor Pacific ist Inhaber des geprüften Markenmaterials. Die Übersichtsarbeit führt diese Studie als eine ihrer 11 eingeschlossenen Arbeiten und vermerkt in ihrer Tabelle bei dieser Zeile kein Interessenverhältnis [1], sie ist damit kein unabhängiger zweiter Beleg neben der Übersicht, sondern eine ihrer Grundlagen. Eine zweite Arbeit am selben Beschwerdebild prüfte kein reines PEA, sondern eine feste Verbindung aus zehn Bestandteilen und steht deshalb in einer eigenen Zeile [8]. Hinzu kommt eine Abhängigkeit, die der Eintrag bisher nicht benannt hat. Diese Studie und die Kniestudie [5] sind keine zwei voneinander unabhängigen Arbeitsgruppen, beide stammen aus Australien, teilen sich mit Steels und Vitetta zwei Autorinnen und Autoren, erschienen in derselben Zeitschrift und wurden von demselben Sponsor Gencor Pacific getragen, dem Inhaber des in beiden Arbeiten geprüften Markenmaterials. Auch die Krafttrainingsstudie [14] und die Belastungsstudie [16] tragen denselben Sponsor. Die vier Arbeiten zu diesem Markenmaterial sind damit ein Firmenbestand und nicht vier voneinander unabhängige Belege.

    Quellen: 4, 1

  3. 03

    Beschwerden am Knie im WOMAC-Fragebogen bei Erwachsenen mit leichten bis mittleren Beschwerden, ohne Unterschied zwischen 300 und 600 mg täglich

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine vom Hersteller bezahlte Studie an 111 Erwachsenen fand nach acht Wochen bessere Werte als unter Placebo, bei 300 wie bei 600 mg. Ein Effektmaß mit Intervall nennt die Arbeit nicht.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer einzentrischen, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie wurden 111 Erwachsene mit leichten bis mittleren Kniebeschwerden auf drei Arme verteilt und nahmen acht Wochen lang täglich 300 mg PEA, 600 mg PEA oder Placebo, jeweils auf zwei Gaben verteilt [5]. Der WOMAC-Gesamtwert fiel in beiden Verum-Armen stärker als unter Placebo (300 mg p gleich 0,0372, 600 mg p gleich 0,0012), ebenso die Teilwerte für Schmerz und Steifigkeit, der Funktionswert nur im 600-mg-Arm (p gleich 0,033) [5]. Die Arbeit nennt zu keinem Endpunkt ein Effektmaß mit Konfidenzintervall, der Abstand zwischen den Gruppen bleibt damit unbeziffert. Die Übersichtsarbeit führt diese Studie unter ihren 11 eingeschlossenen Arbeiten und vermerkt in ihrer Tabelle ausdrücklich, sie sei von einer Firma finanziert worden, mit Gencor Pacific als Hersteller des Materials und einem nicht mikronisierten Präparat [1]. Zwischen den beiden Dosen bestand kein Unterschied, was die Übersichtsarbeit als Beleg gegen eine erkennbare Dosisabhängigkeit anführt [1]. Zusätzlich liegt eine sehr kleine Arbeit an vier Personen im Mehrfach-Ausgangswert-Design vor, die PEA gemeinsam mit Probiotika gab und bei einer von vier Personen einen deutlichen Rückgang der Schmerzwerte auf der visuellen Analogskala beschreibt, sie bezeichnet ihre Befunde selbst als hypothesengenerierend [6]. Aus einer einzelnen vom Hersteller bezahlten Studie ohne Effektmaß und einer Vierpersonen-Beobachtung mit Zusatzstoff folgt keine höhere Stufe.

    Quellen: 5, 1, 6

  4. 04

    Mittlere Schmerzstärke auf einer 11-Punkte-Skala bei Erwachsenen nach einer Rückenmarksverletzung, als Zusatz zur laufenden Schmerzmedikation, ohne Unterschied zu Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer mehrzentrischen Studie an 68 ausgewerteten Erwachsenen unterschied sich die Schmerzstärke nach zwölf Wochen nicht von Placebo, die Placebogruppe besserte sich sogar etwas stärker.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten mehrzentrischen Studie erhielten 73 randomisierte und 68 ausgewertete Erwachsene mit Nervenschmerzen nach einer Rückenmarksverletzung zwölf Wochen lang zusätzlich zu ihrer laufenden Medikation ultramikronisiertes PEA in einer Tagesdosis von 1200 mg oder Placebo [7]. Vorrangiger Endpunkt war die Veränderung der mittleren Schmerzstärke auf einer Skala von 0 bis 10 zwischen einer einwöchigen Ausgangsphase und der letzten Woche [7]. Der Unterschied zwischen den Gruppen betrug 0,3 Punkte bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 0,4 bis plus 0,9 (p gleich 0,46) [7]. Die Richtung ist dabei zu beachten. Die Schmerzstärke sank unter PEA um 0,4 Punkte (minus 0,1 bis 0,9) und unter Placebo um 0,7 Punkte (0,2 bis 1,2), der Placebo-Arm besserte sich also etwas stärker [7]. Das Intervall des Gruppenunterschieds reicht nach oben nur bis 0,9 Punkte und schliesst damit den gepoolten Effekt von 1,68 Punkten aus der Übersichtsarbeit auf derselben 11-Punkte-Skala aus [1][7]. Ein Ausbleiben ist damit nicht nur nicht gefunden, sondern für diese Grössenordnung gezeigt, deshalb steht die Zeile auf nicht bestätigt. Auch auf Spastik, ausgelösten Schmerz, Schlafprobleme, Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit und den Gesamteindruck der Veränderung hatte der Zusatz keinen Effekt [7]. Geprüft wurde ultramikronisiertes Material, also genau die Zubereitung, der eine bessere Aufnahme zugeschrieben wird [1]. Die Studie ist eine der 11 Arbeiten der Übersichtsarbeit und dort als eine der beiden Studien ohne Unterschied ausgewiesen, das Präparat stellte die Epitech Group SpA [1]. Der Befund gilt für den Zusatz zu einer laufenden Medikation, nicht für eine alleinige Gabe.

    Quellen: 7, 1

  5. 05

    Beschwerden, Schmerzskala und Nervenleitwerte am Handgelenk bei Erwachsenen mit messtechnisch gesicherter Nerveneinengung seit mindestens drei Monaten, ohne Unterschied zu Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie an 61 ausgewerteten Erwachsenen unterschieden sich weder Schmerzskala noch Nervenleitmessung von Placebo. Ein Effektmaß mit Intervall nennt die Arbeit nicht.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer doppelblinden randomisierten Studie erhielten 68 rekrutierte und 61 ausgewertete Erwachsene mit klinisch und elektrophysiologisch gesicherter leichter bis mittlerer Nerveneinengung am Handgelenk seit mindestens drei Monaten 60 Tage lang zweimal täglich 300 mg PEA oder Placebo [9]. Nach der Einnahme unterschieden sich Durkan-Test, Phalen-Test, die visuelle Analogskala und die elektrophysiologischen Werte in keiner der beiden Gruppen vom Ausgangszustand [9]. Der Wert auf der Analogskala sank um 0,5 Punkte im Verum-Arm und um 0,8 Punkte im Placebo-Arm, keiner der beiden Werte war statistisch auffällig [9]. Im Levine-Fragebogen besserte sich der Beschwerdeteil in beiden Gruppen und der Funktionsteil nur im Verum-Arm (p gleich 0,03334), zwischen den Gruppen bestand jedoch kein Unterschied [9]. Die Autoren schliessen selbst, eine Tagesdosis von 600 mg sei bei diesem Beschwerdebild nicht mit einer Verbesserung verbunden [9]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall wird nicht berichtet, wie groß ein übersehener Unterschied höchstens sein könnte, lässt sich daher nicht beziffern. Die Arbeit ist eine der 11 Studien der Übersichtsarbeit und dort die zweite Studie ohne Unterschied, der Mikronisierungsgrad des Materials von Valpharma SpA war nicht angegeben und liess sich auch auf Nachfrage bei den Studienautoren nicht klären [1].

    Quellen: 9, 1

  6. 06

    Kopfschmerzstärke auf der visuellen Analogskala in den vier Stunden nach einer akuten Einzelgabe bei wiederkehrenden Attacken, im Absolutwert ohne Unterschied zu Placebo

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Die absoluten Schmerzwerte unterschieden sich zu keinem Zeitpunkt von Placebo. Belegt sind nur der Abstand in der Veränderung nach 1,5 und 4 Stunden und mehr abgeklungene Attacken.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer doppelblinden, plazebokontrollierten Studie nahmen 80 eingeschlossene Erwachsene bei Beginn einer Attacke 600 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+) oder ein Maltodextrin-Placebo und trugen alle 30 Minuten über vier Stunden ihre Schmerzstärke auf einer visuellen Analogskala ein, eine zweite Gabe war nach zwei Stunden erlaubt [10]. 64 Personen berichteten mindestens eine Attacke, insgesamt 155 Ereignisse [10]. Der wichtigste Punkt steht im Ergebnisteil und nicht im Abstract. Zu keinem einzigen Zeitpunkt bestand ein Unterschied zwischen den Gruppen im absoluten Wert der Analogskala [10]. Belegt war allein der Abstand in der Veränderung gegenüber dem eigenen Ausgangswert, und zwar nach 1,5 und nach 4 Stunden [10]. Beide Gruppen besserten sich gegenüber ihrem Ausgangswert, unter Placebo ab 30 Minuten, unter PEA ab 60 Minuten [10]. Zusätzlich waren nach zwei Stunden und nach acht Stunden mehr Attacken abgeklungen (68 gegenüber 55 Ereignissen, p gleich 0,0022) und insgesamt weniger Notfallmedikation verbraucht [10]. Für die Zahl der Attacken und die Schwere bei Beginn bestand kein Unterschied [10]. Kein Endpunkt trägt ein Effektmaß mit Konfidenzintervall. Zur Interessenlage nennt die Arbeit beides ausdrücklich, vier der Autoren waren bei der Auftragsforschungsfirma RDC Clinical angestellt und die Studie wurde von Gencor Pacific Ltd. finanziert, dem Inhaber des geprüften Markenmaterials [10].

    Quellen: 10

  7. 07

    Schmerzstärke auf der numerischen Bewertungsskala in den ersten Stunden nach akuter Einzelgabe bei Unterleibsschmerzen während der Menstruation, ohne Unterschied bei Zufriedenheit und Notfallmedikation

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Wechselstudie an Erwachsenen lagen die Werte nach 1 bis 2,5 Stunden niedriger als unter Placebo. Zufriedenheit, Notfallmedikation und Nebenwirkungen unterschieden sich nicht.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Wechselstudie nahmen Erwachsene über 18 Jahren bei Beginn der Schmerzen 300 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+) oder ein Placebo und trugen ihre Schmerzstärke bis zu vier Stunden lang alle 30 Minuten auf der numerischen Bewertungsskala ein, eine zweite Gabe war nach zwei Stunden erlaubt [11]. Vorrangiger Endpunkt war der Rückgang des akuten Schmerzwerts [11]. Gegenüber Placebo lagen die Werte nach 1 Stunde (p gleich 0,045), 1,5 Stunden (p gleich 0,009), 2 Stunden (p gleich 0,015) und 2,5 Stunden (p gleich 0,039) niedriger [11]. Für die Zufriedenheit mit der Einnahme, den Verbrauch von Notfallmedikation und unerwünschte Ereignisse bestand kein Unterschied [11]. Die Teilnehmerzahl, ein Effektmaß mit Konfidenzintervall und die Angaben zur Förderung stehen nicht im frei zugänglichen Abstract, ein freier Volltext liegt nicht vor. Die Arbeit stammt von derselben australischen Arbeitsgruppe wie die übrigen Studien zu diesem Markenmaterial. Eine weitere Arbeit zu demselben Beschwerdebild mit 220 Teilnehmenden über 10 Tage prüfte kein reines PEA, sondern eine Verbindung mit Transpolydatin, ihr Mikronisierungsgrad und ihr Hersteller sind nicht angegeben, und sie ist eine der 11 Studien der Übersichtsarbeit [1].

    Quellen: 11, 1

  8. 08

    Ausbreitung der Schmerzorte im Widespread Pain Index als Zusatz zu einer seit drei Monaten stabilen Einnahme von Duloxetin und Pregabalin, unter einer Verbindung aus PEA und Acetyl-L-Carnitin

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie an 130 ausgewerteten Erwachsenen besserten sich die Werte über 24 Wochen stärker als unter der Medikation allein. Geprüft wurde eine Verbindung aus zwei Stoffen als Zusatz, nicht PEA für sich.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten kontrollierten Studie nahmen 142 eingeschlossene und 130 ausgewertete Erwachsene, die zuvor drei Monate lang stabil mit Duloxetin und Pregabalin behandelt worden waren, entweder dieselbe Medikation weiter (68 Personen) oder zusätzlich zweimal täglich 600 mg PEA und zweimal täglich 500 mg Acetyl-L-Carnitin über weitere 12 Wochen (62 Personen) [12]. Vorrangiger Endpunkt war der Widespread Pain Index, ausgedrückt als Fläche unter der Kurve über die Zeit [12]. Nach 24 Wochen fiel diese Fläche in der Zusatzgruppe stärker ab (p gleich 0,048), ebenso die Werte im überarbeiteten Fibromyalgia Impact Questionnaire (p gleich 0,033) und im Fibromyalgia Assessment Status (p gleich 0,017) [12]. Drei Vorbehalte gelten gleichzeitig. Erstens ist der Vergleichsarm die Weiterführung der bisherigen Medikation und kein Placebo, ein Blindungsverfahren ist im Abstract nicht beschrieben. Zweitens wurde eine feste Verbindung aus zwei Stoffen geprüft, der Anteil von PEA am Ergebnis ist daraus nicht ablesbar. Drittens ist ein Vorteil als Zusatz zu einer laufenden Medikation etwas anderes als eine eigene Wirkung. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall nennt das Abstract nicht, ein freier Volltext liegt nicht vor.

    Quellen: 12

  9. 09

    Riechvermögen im Schwellen-Diskriminations-Identifikations-Test als Zusatz zu einem Riechtraining, unter einer Verbindung aus PEA und Luteolin

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Auswertung von sieben Studien mit 525 Teilnehmenden fand bessere Testwerte als unter dem Training allein. Geprüft wurde eine Verbindung aus zwei Stoffen als Zusatz, nicht PEA für sich.

    Ausführlicher Nachweis

    Eine 2026 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse wertete sieben zwischen 2021 und 2024 veröffentlichte randomisierte Studien mit zusammen 525 Teilnehmenden aus, bei denen das Riechvermögen nach einer Infektion beeinträchtigt war [13]. 332 Teilnehmende (63,2 Prozent) erhielten eine feste Verbindung aus PEA und Luteolin zusätzlich zu einem Riechtraining, 203 (38,8 Prozent) das Riechtraining allein [13]. Fünf der sieben Studien nutzten den vollständigen Schwellen-Diskriminations-Identifikations-Test, zwei nur dessen Identifikationsteil [13]. Der gepoolte standardisierte Mittelwertunterschied betrug 0,90 bei einem 95-Prozent-Intervall von 0,24 bis 1,58 [13]. Zwei Vorbehalte begrenzen die Aussage. Erstens ist der Vergleichsarm das Riechtraining allein und kein Placebo neben dem Training, ein Teil des Unterschieds kann auf der Erwartung beruhen. Zweitens wurde eine feste Verbindung aus PEA und Luteolin geprüft, ein Arm mit PEA allein existiert in keiner der sieben Studien, der Anteil von PEA am Ergebnis ist damit nicht bestimmbar. Angaben zur Förderung der eingeschlossenen Studien und zum Verzerrungsrisiko stehen nicht im frei zugänglichen Abstract, ein freier Volltext liegt nicht vor. Ein Vorteil als Zusatz ist etwas anderes als eine eigene Wirkung.

    Quellen: 13

  10. 10

    Nervenleitgeschwindigkeit, Vibrationsempfinden und Schmerzwert im PainDETECT-Fragebogen unter einer festen Verbindung aus zehn Bestandteilen bei Erwachsenen mit dauerhaft erhöhtem Blutzucker

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Vorstudie an 73 Erwachsenen besserten sich Schmerz, Vibrationsempfinden und ein Nervenleitwert über sechs Monate. Geprüft wurde eine Tablette mit zehn Bestandteilen, der Anteil von PEA daran ist nicht ablesbar.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer als Pilotstudie bezeichneten randomisierten Studie nahmen 73 Erwachsene mit einer im Mittel 17,5 Jahre bestehenden Zuckerstoffwechselstörung und Nervenbeschwerden sechs Monate lang zweimal täglich eine Tablette mit 300 mg PEA, 70 Einheiten Superoxiddismutase, 300 mg Alpha-Liponsäure, Vitamin B6, B1, B12 und E, Nicotinamid, Magnesium und Zink (36 Personen) oder Placebo (37 Personen) [8]. Im Verum-Arm fiel der Schmerzwert im PainDETECT-Fragebogen von 20,9 auf 13,9 (p kleiner 0,001), im Placebo-Arm blieb er mit 21,6 auf 21,7 unverändert (p gleich 0,870) [8]. Ebenfalls im Verum-Arm besserten sich Vibrationsempfindungsschwelle (32,1 auf 26,7, p gleich 0,001), sensible Nervenleitgeschwindigkeit (28,8 auf 30,4, p gleich 0,001), der Fragebogenteil des Michigan Neuropathy Screening Instrument und die elektrochemische Hautleitfähigkeit an den Füssen [8]. Für Schmerz, Vitamin-B12-Spiegel, Vibrationsempfinden und den Fragebogenteil unterschieden sich die Veränderungen zwischen den Gruppen (p kleiner 0,001, 0,025, 0,009 und kleiner 0,001) [8]. Kardiovaskuläre Reflextests, die sensible Nervenamplitude und die Hautleitfähigkeit an den Händen änderten sich in keiner Gruppe [8]. Der entscheidende Vorbehalt steht schon im Titel der Arbeit. Geprüft wurde eine Tablette mit zehn Bestandteilen, darunter Alpha-Liponsäure in einer bei diesem Beschwerdebild üblichen Menge und Vitamin B12, dessen Spiegel im Verum-Arm von 222,1 auf 576,3 pg/ml stieg [8]. Welcher Anteil des Ergebnisses auf PEA entfällt, ist daraus nicht ablesbar. Die Autoren nennen die Arbeit selbst eine Pilotstudie, ein Effektmaß mit Konfidenzintervall nennt das Abstract nicht. Eine Autorin ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei Nestlé Research angestellt, die Studie wurde nach eigener Angabe vor dieser Anstellung durchgeführt [8].

    Quellen: 8

  11. 11

    Magere Körpermasse nach acht Wochen Krafttraining bei zuvor untrainierten Erwachsenen zwischen 18 und 35 Jahren, ohne Unterschied zu Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Nach acht Wochen unterschied sich die magere Körpermasse um 0,25 kg bei einem Intervall von minus 0,31 bis plus 0,81, also nicht von Placebo. Auch Oberschenkelquerschnitt und Fettmasse blieben gleich.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten, doppelblinden, kontrollierten Studie nahmen 52 randomisierte, 48 in der Auswertung nach Zuteilung und 42 nach Protokoll berücksichtigte untrainierte, freizeitsportlich aktive Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren acht Wochen lang zweimal täglich 175 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+, zusammen mindestens 300 mg PEA täglich) oder ein Maltodextrin-Placebo ein und absolvierten ein Ganzkörper-Krafttraining [14]. Vorrangiger Endpunkt war die Veränderung der gesamten und regionalen mageren Körpermasse [14]. Der bereinigte Unterschied zwischen den Gruppen betrug 0,25 kg bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 0,31 bis plus 0,81 (p gleich 0,38 nach Zuteilung, p gleich 0,39 nach Protokoll) [14]. Das Intervall reicht nach oben nur bis 0,81 kg und schliesst damit einen bedeutsamen Zusatzgewinn aus, denn beide Gruppen legten in denselben acht Wochen ohnehin 0,86 beziehungsweise 1,10 kg zu [14]. Auch der Muskelquerschnitt am Oberschenkel (plus 5,9 Prozent in beiden Gruppen) und die Fettmasse (0,36 kg, minus 0,39 bis plus 1,11) unterschieden sich nicht [14]. Bei den nachrangigen Endpunkten wichen zwei von vielen ab, und sie zeigen in verschiedene Richtungen. Die Sprunghöhe im Gegenbewegungssprung lag im Verum-Arm um 2,94 cm höher (95-Prozent-Intervall 0,74 bis 5,15, p gleich 0,010), die Einwiederholungsleistung im Bankdrücken lag dagegen im Placebo-Arm um 2,24 kg höher (95-Prozent-Intervall 0,12 bis 4,37, p gleich 0,039) [14]. Bei der Zahl der gemessenen Grössen ist auf beide Befunde einzeln wenig zu geben. Selbstberichteter Muskelkater, Erholungswerte, Anspannungswerte und Schlafwerte unterschieden sich zu keinem Zeitpunkt [14]. Finanziert wurde die Studie von Gencor Pacific Ltd., dem Inhaber des geprüften Markenmaterials, die Interessenerklärung derselben Arbeit lautet, alle Autoren bestätigten, keinerlei Verbindung zu einer Organisation mit finanziellem Interesse am Gegenstand zu haben [14].

    Quellen: 14

  12. 12

    Muskelkater, Maximalkraft und Sprunghöhe nach einer einzelnen exzentrischen Belastung bei gesunden Männern, in allen drei vorliegenden Studien ohne Unterschied zu Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Drei Studien fanden übereinstimmend keinen Unterschied bei Muskelkater und Kraft. Nur Myoglobin und Laktat lagen in einer Studie niedriger, ein Effektmaß mit Intervall nennt keine der drei Arbeiten.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer doppelblinden Wechselstudie absolvierten 11 gesunde Männer je einmal unter 350 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+) und einmal unter Maltodextrin-Placebo 24 Serien zu 10 exzentrischen Kontraktionen der Kniestrecker, gemessen wurde bis 120 Stunden danach [15]. Maximalkraft und Sprunghöhe fielen um rund 40 beziehungsweise 17 Prozent ab, Kreatinkinase und Muskelkater stiegen an, und zwar in beiden Bedingungen gleichermassen. Die Einnahme veränderte weder Muskelkater noch Kraft noch Sprungleistung, und auch die örtlichen und die im Blut gemessenen Marker für Muskelschädigung, Abbau und Erneuerung blieben unbeeinflusst [15]. In einer zweiten doppelblinden, plazebokontrollierten Studie tranken 28 gesunde junge Männer vor und nach einer Beinpressbelastung ein Getränk mit 167,5 mg desselben Markenmaterials oder ein Maltodextrin-Placebo [16]. Muskelkater und Oberschenkelumfang zeigten weder einen Haupteffekt der Bedingung noch eine Wechselwirkung mit der Zeit [16]. Niedriger lagen im Verum-Arm allein Myoglobin (1, 2 und 3 Stunden danach) und Blutlaktat (1 und 3 Stunden danach), während Kreatinkinase und Laktatdehydrogenase unverändert blieben, und die Autoren halten selbst fest, sie könnten den Mechanismus dahinter nicht erklären [16]. Die Arbeit wurde von Gencor Pacific Pty. Ltd. finanziert und erklärt im selben Text, es bestehe kein Interessenkonflikt [16]. Als dritte Arbeit fand die Krafttrainingsstudie über acht Wochen zu keinem Messzeitpunkt einen Unterschied beim selbstberichteten Muskelkater [14]. Alle drei Arbeiten weisen in dieselbe Richtung, keine nennt ein Effektmaß mit Konfidenzintervall für den Gruppenunterschied, wie groß ein übersehener Unterschied höchstens sein könnte, lässt sich daher nicht beziffern.

    Quellen: 15, 16, 14

  13. 13

    Schlafqualität und Schlafdauer bei Erwachsenen mit mehr als fünf Punkten im Pittsburgh-Fragebogen, ohne Unterschied zu Placebo, kürzere Einschlafdauer nur in einer nachträglich gebildeten Untergruppe

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Weder Fragebogen noch Bewegungsmessung noch Schlaftagebuch zeigten einen Unterschied zu Placebo. Kürzer war die Einschlafdauer nur bei den 78 von 103 Personen, die zu Beginn länger als zehn Minuten brauchten.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer doppelblinden, randomisierten Studie nahmen 125 randomisierte und 103 auswertbare Erwachsene mit mehr als fünf Punkten im Pittsburgh Sleep Quality Index acht Wochen lang täglich 350 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+) oder ein Placebo ein, gemessen wurde mit Bewegungsmessung am Handgelenk, Schlaftagebuch und mehreren Fragebögen [17]. Die Fallzahlplanung war auf einen Unterschied von zwei Punkten im Pittsburgh-Fragebogen ausgelegt [17]. Ein Behandlungseffekt zeigte sich weder für den Gesamtwert dieses Fragebogens noch für die Schlafdauer, beide Gruppen besserten sich ähnlich, und die Autoren führen dafür einen Placeboeffekt und eine über die Studie hinweg genauere Selbstwahrnehmung an [17]. Auch Schlafmenge und Schlafqualität aus Bewegungsmessung und Tagebuch, Schlafstörungen und Unterbrechungen aus Tagebuch, Bewegungsmessung und PROMIS-Fragebogen sowie die Tagesschläfrigkeit unterschieden sich nicht [17]. Für die Einschlafdauer bestand zu Beginn kein Unterschied zwischen den Gruppen [17]. Eine Untergruppenauswertung beschränkt auf die 78 Personen, die zu Beginn länger als zehn Minuten zum Einschlafen brauchten, zeigte nach 4 und nach 8 Wochen eine kürzere Einschlafdauer als unter Placebo (jeweils p kleiner 0,05) [17]. Diese Untergruppe ist die Grundlage der verbreiteten Aussage, PEA verkürze die Einschlafdauer, und sie ist nicht der vorrangige Endpunkt. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall wird zu keinem Endpunkt genannt, Blutwerte und der SF-36 unterschieden sich weder innerhalb noch zwischen den Gruppen [17]. Finanziert wurde die Studie von Gencor Pacific Ltd., Hongkong, die Autoren erklären im selben Text, keine konkurrierenden Interessen zu haben [17]. Eine zweite Arbeit an 48 jungen Erwachsenen fand über acht Wochen weder im Pittsburgh-Fragebogen noch bei der selbstberichteten Einschlafdauer einen Unterschied, allerdings bei halbierter Abenddosis und ohne Auswahl nach Schlafproblemen [14].

    Quellen: 17, 14

  14. 14

    Zahl der Atemwegsinfekte über zwölf Wochen bei Erwachsenen zwischen 18 und 65 Jahren ohne bekannte Vorerkrankung, ohne Unterschied bei den Krankheitstagen je Ereignis

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie an 426 Erwachsenen traten weniger Infektereignisse auf als unter Placebo, 39 gegenüber 64. Dauer und allgemeines Befinden unterschieden sich nicht, und der Hersteller hat die Studie bezahlt.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer doppelblinden, randomisierten, plazebokontrollierten Studie nahmen 426 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren zwölf Wochen lang zweimal täglich 300 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+) oder Maltodextrin ein und trugen beim Auftreten von Beschwerden täglich den Wisconsin Upper Respiratory Symptom Survey 24 ein [18]. Vorrangiger Endpunkt war die Zahl der Ereignisse [18]. 87 Personen berichteten mindestens ein Ereignis, insgesamt 103 [18]. Im Verum-Arm traten weniger Ereignisse auf (39 gegenüber 64, p gleich 0,0056), und weniger Personen waren mindestens einmal betroffen (32 gegenüber 55, p gleich 0,0116) [18]. Bei den Einzelbeschwerden lagen die mittleren Schwerewerte für Kratzen im Hals (3 gegenüber 7) und Husten (2 gegenüber 7) niedriger [18]. Nicht unterschieden haben sich die Zahl der Krankheitstage je Ereignis, die Zahl der Personen, die eine bestimmte Beschwerde überhaupt berichteten, und der allgemeine Gesundheitsfragebogen SF-8 zu jedem Messzeitpunkt [18]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall wird zu keinem Endpunkt genannt. Fieber trat im Verum-Arm bei 5 von 39, im Placebo-Arm bei 16 von 64 Ereignissen auf, der Unterschied war nicht belegt [18]. Die Autoren stützen ihren Befund auf Arbeiten von Masek aus dem Jahr 1974 und Kahlich aus dem Jahr 1977, die dem Kompendium nicht im Volltext vorliegen und die mit 1800 mg täglich das Dreifache der hier geprüften Menge verwendeten [18]. Finanziert wurde die Studie von Pharmako Biotechnologies, dem Hersteller des eingesetzten Trägersystems, die Autoren erklären im selben Text, keinen Interessenkonflikt zu haben [18]. Eine einzelne herstellerfinanzierte Studie an einem klinischen Endpunkt ohne Effektmaß trägt keine höhere Stufe.

    Quellen: 18

  15. 15

    Nasenbeschwerden im reflektiven Gesamtscore bei Erwachsenen mit mindestens drei Punkten an vier von sieben Vortagen, ohne Unterschied zu Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Der vorrangige Endpunkt zeigte über 14 Tage keinen Unterschied zu Placebo. Ein Unterschied zeigte sich nur in einer nachträglich gebildeten Untergruppe und bei Blutwerten von 36 der 101 Personen.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer doppelblinden, randomisierten, plazebokontrollierten Studie nahmen 108 randomisierte und 101 auswertbare Erwachsene zwischen 21 und 77 Jahren zwei Wochen lang täglich 350 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+) oder ein Placebo ein [19]. Eingeschlossen wurde, wer an mindestens vier von sieben Vortagen mindestens drei Punkte im reflektiven Gesamtscore der Nasenbeschwerden erreichte, die Fallzahlplanung war auf einen Unterschied von 2,0 Punkten in diesem Score ausgelegt [19]. Vorrangiger Endpunkt war die Veränderung dieses Scores [19]. Weder zu Beginn noch an einem der 14 Tage bestand ein Unterschied zwischen den Gruppen, beide besserten sich ab Tag 2 beziehungsweise Tag 3 gegenüber ihrem eigenen Ausgangswert [19]. Auch der Lebensqualitätsfragebogen zeigte in keiner seiner Teilskalen einen Unterschied zwischen den Gruppen [19]. Ein Unterschied nach zwei Wochen zeigte sich allein in einer nachträglich gebildeten Untergruppe der 79 Personen mit mindestens vier Punkten zu Beginn [19]. Bei den Blutwerten sank die Histaminkonzentration im Verum-Arm stärker als im Placebo-Arm, und Interleukin 8, Interleukin 10 und Tumornekrosefaktor alpha sanken nur im Verum-Arm gegenüber dem eigenen Ausgangswert, Interleukin 4 in beiden [19]. Diese Blutwerte stammen von 36 der 101 Personen, weil ein Teil während der Pandemie nicht zur Blutentnahme erscheinen konnte, und die Autoren nennen diese Zahl selbst als Hauptbegrenzung [19]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall wird zu keinem Endpunkt genannt, wie groß ein übersehener Unterschied höchstens sein könnte, lässt sich daher nicht beziffern. Finanziert wurde die Studie von Gencor Pacific, Hongkong, die Autoren erklären im selben Text, keinen Interessenkonflikt zu haben [19].

    Quellen: 19

  16. 16

    Merkleistung im Paired-Associates-Learning-Test und Wert des Nervenwachstumsfaktors BDNF im Blutserum bei gesunden Studierenden

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Wechselstudie an 39 Studierenden besserten sich zwei Gedächtnismaße und der BDNF-Wert. Fünf weitere Testmaße blieben gleich, und die beiden Befunde hingen nicht miteinander zusammen.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Wechselstudie mit sechswöchiger Auswaschphase nahmen 39 gesunde Studierende sechs Wochen lang täglich 700 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+) oder ein Placebo ein [20]. Der BDNF-Wert im Serum stieg im Verum-Arm um 2,76 ng/ml und blieb im Placebo-Arm unverändert, der Unterschied zwischen den Armen war belegt (p gleich 0,0057, Effektstärke d gleich 0,62) [20]. Aus der CANTAB-Testbatterie unterschieden sich zwei Maße desselben Gedächtnistests, die Trefferzahl im ersten Versuch (p gleich 0,0142, d gleich 0,54) und die bereinigte Fehlerzahl (p gleich 0,0287, d gleich minus 0,47) [20]. Fünf weitere Maße derselben Batterie unterschieden sich nicht, drei zur Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit (p gleich 0,541, 0,874 und 0,862) und zwei zur Handlungssteuerung (p gleich 0,8761 und 0,509) [20]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall wird zu keinem Endpunkt genannt. Zwei Dinge stehen im Volltext und nicht im Abstract. Erstens nennt das Abstract den p-Wert der Trefferzahl mit 0,142, der Ergebnisteil derselben Arbeit mit 0,0142, welcher Wert stimmt, geht aus der Arbeit nicht hervor [20]. Zweitens fand die Korrelationsrechnung keinen Zusammenhang zwischen der Veränderung des BDNF-Werts und der Veränderung der Trefferzahl (r gleich 0,21, p grösser 0,05), die Vorstellung, das eine erkläre das andere, wird von der Arbeit selbst nicht getragen [20]. Gefördert wurde die Arbeit über Knowledge-Exchange-Mittel von Gencor Pacific Ltd., dem Inhaber des geprüften Markenmaterials, Aufbau, Erhebung und Auswertung erfolgten nach Angabe der Autoren unabhängig davon [20].

    Quellen: 20

  17. 17

    Herzratenvariabilität und selbstberichtete Anspannung bei Studentinnen mit erhöhten Werten in der Perceived Stress Scale, ohne Unterschied bei Fragebogenwerten und Cortisol im Speichel

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Wechselstudie an 16 Studentinnen stieg ein Maß der Herzratenvariabilität stärker als unter Placebo. Ein zweites Maß, die Anspannungsfragebögen und der Cortisolwert im Speichel unterschieden sich nicht.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer doppelblinden, plazebokontrollierten Wechselstudie mit sechswöchiger Auswaschphase nahmen 16 Studentinnen mit erhöhten Werten in der Perceived Stress Scale sechs Wochen lang täglich 600 mg eines nicht mikronisierten PEA-Materials mit Trägersystem (Levagen+) oder ein Placebo ein, gemessen wurde ausserhalb des Labors im Alltag [21]. Die Standardabweichung der Abstände zwischen normalen Herzschlägen stieg im Verum-Arm um 9,70 plus minus 6,02 Millisekunden und sank im Placebo-Arm um 5,72 plus minus 3,14 Millisekunden, der Unterschied war belegt (p gleich 0,024) [21]. Für die Wurzel aus dem mittleren Quadrat aufeinanderfolgender Differenzen bestand kein belegter Unterschied (p gleich 0,087) [21]. Die selbstberichtete Anspannung ging der Richtung nach zurück, ohne belegten Unterschied, und der Cortisolwert im Speichel unterschied sich nicht [21]. Die Autoren nennen ihre Arbeit selbst eine Vorstudie und führen die fehlenden Unterschiede bei den übrigen Maßen auf die Teilnehmerzahl und die enge Auswahl zurück [21]. Sechzehn Teilnehmerinnen, ein Geschlecht, ein einziges belegtes Maß unter mehreren gemessenen und kein Effektmaß mit Konfidenzintervall. Gefördert wurde die Arbeit über Knowledge-Exchange-Mittel von Gencor Pacific Ltd., dem Inhaber des geprüften Markenmaterials, Aufbau, Erhebung und Auswertung erfolgten nach Angabe der Autoren unabhängig davon [21].

    Quellen: 21

  18. 18

    Stimmungswerte im DASS-21-Fragebogen als Begleitmaß in Schmerzstudien, uneinheitlich und bei gesunden Erwachsenen ohne Unterschied

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In zwei Studien besserte sich je ein Teilwert, einmal Niedergeschlagenheit, einmal Ängstlichkeit. In einer dritten Studie an gesunden Erwachsenen änderte sich nichts, und die Stimmung war nirgends der eigentliche Endpunkt.

    Ausführlicher Nachweis

    Die Stimmung ist in keiner der vorliegenden Arbeiten ein eigenständig untersuchter Endpunkt, sie läuft überall als Begleitmaß mit. In der Studie an Erwachsenen mit Nervenschmerzen unter laufender blutzuckersenkender Therapie sank der Teilwert für Niedergeschlagenheit im DASS-21 gegenüber Placebo (p gleich 0,03), während sich die Teilwerte für Ängstlichkeit und Anspannung nicht unterschieden [4]. In der Kniestudie sank umgekehrt der Teilwert für Ängstlichkeit in beiden Verum-Armen gegenüber Placebo (300 mg p gleich 0,042, 600 mg p gleich 0,043), zu Niedergeschlagenheit wird kein Unterschied berichtet [5]. In der Krafttrainingsstudie an gesunden jungen Erwachsenen unterschieden sich Erholungs- und Anspannungswerte zu keinem Messzeitpunkt [14]. Bei der Studie an Erwachsenen nach einer Rückenmarksverletzung hatte der Zusatz auch auf Ängstlichkeit und Niedergeschlagenheit keinen Effekt [7]. Es liegt damit ein uneinheitliches Bild aus Begleitmaßen vor, ohne Effektmaß mit Konfidenzintervall, ohne vorab festgelegten Endpunkt und ohne eine einzige Studie, die die Stimmung selbst zum Gegenstand hat. Beide Studien mit einem Unterschied wurden von Gencor Pacific finanziert [4][1]. Für die verbreitete Aussage, PEA hebe die Stimmung über eine Beeinflussung von Serotonin und Dopamin, ergab die Suche in PubMed mit den Suchbegriffen "palmitoylethanolamide" "serotonin dopamine", alle Publikationstypen, null Treffer unter Humanarbeiten. Uns liegt damit keine Studie am Menschen vor, die diese Botenstoffe überhaupt gemessen hätte.

    Quellen: 4, 5, 14, 7

  19. 19

    Aufnahme ins Blut und ins Gewebe in Abhängigkeit von der Teilchengrösse

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Bei Ratten wurde ultramikronisiertes Material besser aufgenommen als nicht mikronisiertes. Am Menschen ist ein Vergleich der Zubereitungen nicht durchgeführt worden, und die Autoren der Rattenstudie arbeiten beim Hersteller.

    Ausführlicher Nachweis

    Ratten erhielten 30 mg/kg ultramikronisiertes oder nicht mikronisiertes PEA mit einer Kohlenstoffmarkierung über eine Schlundsonde, die Konzentration im Blut wurde massenspektrometrisch über die Zeit verfolgt [22]. Die Blutspiegel lagen bei gesunden wie bei entzündeten Tieren nach der ultramikronisierten Zubereitung höher, und eine örtliche Entzündung erhöhte die Konzentration in Blut, Pfote und Rückenmark deutlich [22]. Von den 14 Autoren dieser Arbeit sind drei bei der Epitech Group SpA angestellt, und zwei sind Miterfinder eines Patents dieser Firma, die das geprüfte ultramikronisierte Material herstellt [22]. Ein direkter Vergleich der Zubereitungen am Menschen liegt uns nicht vor, die Suche in PubMed mit den Suchbegriffen "palmitoylethanolamide" "micronized bioavailability", alle Publikationstypen, ergab sechs Treffer, durchweg Übersichten sowie Labor- und Tierarbeiten und keine Humanstudie, die zwei Zubereitungen gegeneinander prüft. Die Übersichtsarbeit über 11 doppelblinde Humanstudien geht der Frage nach und kommt zu einem anderen Schluss als die Tierdaten. Von den 11 Studien nutzten drei ultramikronisiertes, zwei mikronisiertes, eine mit einem Trägerstoff komikronisiertes und zwei nicht mikronisiertes Material, bei drei war der Grad nicht angegeben und liess sich auch auf Nachfrage nicht klären [1]. Ausgerechnet eine der beiden Studien ohne jeden Unterschied zum Placebo nutzte ultramikronisiertes Material, während beide Studien mit nicht mikronisiertem Material einen Unterschied fanden [1]. Die Autoren halten deshalb fest, welche Rolle die Teilchengrösse für die Wirkung am Menschen spielt, sei offen [1]. Die verbreitete Aussage, mikronisiertes PEA wirke besser, stützt sich damit auf Tier- und Laborbefunde und nicht auf einen Vergleich am Menschen.

    Quellen: 22, 1

  20. 20

    Schmerzempfindlichkeit im Nervenverletzungsmodell und beteiligte Rezeptoren

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    In Mäusen mit einer Nervenverletzung ging die Überempfindlichkeit gegen Hitze und Berührung zurück. Der Weg läuft über mehrere Rezeptoren, gezeigt ist das nur im Tier.

    Ausführlicher Nachweis

    Mäusen mit einer Einschnürung des Ischiasnervs wurde eine Woche lang täglich PEA in die Bauchhöhle gespritzt, beginnend am Tag nach der Verletzung [23]. Sowohl die Überempfindlichkeit gegen Hitzereize als auch die Schmerzempfindung auf eigentlich schmerzlose Berührung gingen zurück [23]. Mit gezielten Gegenspielern wiesen die Autoren nach, dass der Cannabinoid-Rezeptor 1, der Rezeptor PPAR-gamma und der Ionenkanal TRPV1 an dem Effekt beteiligt sind, und deuten das als sogenannten Entourage-Effekt über eine Hemmung des Enzyms, das das körpereigene Anandamid abbaut [23]. Die Untersuchung fand ausschließlich an Mäusen statt und die Gabe erfolgte nicht über den Mund, sondern in die Bauchhöhle. Daraus folgt keine Aussage für den Menschen, sie erklärt aber, warum in den Humanstudien gerade Nervenschmerzen der am häufigsten geprüfte Endpunkt sind.

    Quellen: 23

Studien im Detail

Schmerzstärke über verschiedene Ursachen hinweg

Lang-Illievich und Kollegen werteten 2023 in einer systematischen Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse 11 doppelblinde randomisierte Studien mit zusammen 774 Teilnehmenden aus, 383 unter PEA und 391 unter Placebo oder einem aktiven Vergleichsmittel. Die Tagesdosen reichten von 300 bis 1200 mg, die Einnahmedauern von 10 Tagen bis 12 Monaten. Auf eine standardisierte 11-Punkte-Skala umgerechnet lag der gepoolte Unterschied bei 1,68 Punkten mit einem 95-Prozent-Intervall von 1,05 bis 2,31.

Dieselbe Arbeit nennt die Uneinheitlichkeit ihres Bestands als ihre wichtigste Einschränkung. Der Heterogenitätswert I-Quadrat betrug 93 Prozent, und die Autoren führen dafür stark unterschiedliche Anlässe, Dosen, Einnahmedauern und Mikronisierungsgrade an. Zwei der 11 Studien fanden keinen Unterschied zum Vergleichsarm, eine dritte nur eine Besserung in beiden Gruppen ohne Abstand zwischen ihnen. Vier prüften kein reines PEA, sondern eine Verbindung mit Transpolydatin.

Die Herkunft des geprüften Materials ist bei diesem Stoff kein Nebenpunkt. Von den 11 Studien nutzten 6 Material der Epitech Group SpA, 2 Material von Gencor Pacific, 1 von Valpharma SpA, bei 2 ist der Hersteller nicht angegeben. Zwei Studien waren von einer Firma finanziert, bei zwei weiteren stellte die Firma das Präparat, und die Übersichtsarbeit hält ausdrücklich fest, dass keine der eingeschlossenen Studien Angaben zur finanziellen Lage ihrer Autoren machte.

Zwei ältere Auswertungen weisen in dieselbe Richtung. Artukoglu und Kollegen fanden 2017 über 10 Studien einen gewichteten mittleren Unterschied von 2,03 mit einem 95-Prozent-Intervall von 1,19 bis 2,87, einer der Autoren ist bei einer Firma beschäftigt, die cannabinoide Wirkstoffe entwickelt. Paladini und Kollegen poolten 2016 doppelblinde, kontrollierte und offene Studien gemeinsam, wodurch der Vergleich mit einem Placebo-Arm aufgehoben wird, und zwei ihrer sechs Autoren sind dem Hersteller des geprüften Materials zugeordnet. Beide Arbeiten werten dieselben Primärstudien mit weicheren Einschlusskriterien aus. Sie sind damit kein unabhängiger zweiter Bestand, sondern dieselbe Datenlage in einer anderen Anordnung.

Nervenbedingte Schmerzen unter laufender blutzuckersenkender Therapie

Pickering und Kollegen prüften 2022 in einer vierfach verblindeten, plazebokontrollierten Studie 66 auswertbare von 70 randomisierten Erwachsenen über acht Wochen, mit zweimal täglich 350 mg eines nicht mikronisierten Materials mit Trägersystem. Eingeschlossen wurde, wer mehr als vier Punkte im DN4-Fragebogen oder mehr als zwölf Punkte im S-LANSS erreichte, alle nahmen Metformin und oder Insulin, knapp die Hälfte zusätzlich Schmerzmittel.

Der Schweregrad im Brief Pain Inventory lag zu Beginn bei 4,77 gegenüber 4,96 Punkten und nach acht Wochen bei 1,72 gegenüber 4,19 Punkten. Die Effektstärke des Gruppenunterschieds betrug minus 1,811 mit einem 95-Prozent-Intervall von minus 2,381 bis minus 1,231. Das ist ein ausgewiesener Abstand zwischen den Gruppen und keine Vorher-Nachher-Veränderung innerhalb des Verum-Arms. Der Placebo-Arm besserte sich ebenfalls, um 0,77 Punkte.

Einordnung: Die Interessenerklärung dieser Arbeit lautet, keiner der Autoren habe einen Interessenkonflikt gehabt. Der Förderabschnitt derselben Arbeit nennt Gencor Pacific Ltd. als Sponsor der Studie, also den Inhaber des geprüften Markenmaterials. Die Übersichtsarbeit führt diese Studie unter ihren 11 eingeschlossenen Arbeiten und vermerkt in ihrer Tabelle bei dieser Zeile kein Interessenverhältnis.

Die drei Studien ohne Unterschied

Drei der hier geführten Arbeiten fanden am vorrangigen Endpunkt keinen Abstand zum Placebo, und sie sind für die Einordnung ebenso wichtig wie die positiven.

Andresen und Kollegen prüften 2016 in einer mehrzentrischen, doppelblinden Studie 68 auswertbare von 73 randomisierten Erwachsenen mit Nervenschmerzen nach einer Rückenmarksverletzung über zwölf Wochen, mit 1200 mg ultramikronisiertem Material täglich zusätzlich zur laufenden Medikation. Der Unterschied in der mittleren Schmerzstärke betrug 0,3 Punkte mit einem 95-Prozent-Intervall von minus 0,4 bis plus 0,9. Die Schmerzstärke sank unter PEA um 0,4 Punkte und unter Placebo um 0,7 Punkte, der Placebo-Arm besserte sich also etwas stärker. Auch Spastik, ausgelöster Schmerz, Schlafprobleme, Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit und der Gesamteindruck der Veränderung blieben unbeeinflusst. Das Intervall reicht nach oben nur bis 0,9 Punkte und schliesst den gepoolten Effekt von 1,68 Punkten auf derselben Skala aus.

Faig-Martí und Martínez-Catassús prüften 2017 an 61 auswertbaren von 68 rekrutierten Erwachsenen mit messtechnisch gesicherter Nerveneinengung am Handgelenk über 60 Tage 600 mg täglich. Weder Durkan-Test, Phalen-Test, Analogskala noch die elektrophysiologischen Werte veränderten sich in einer der Gruppen. Der Wert auf der Analogskala sank um 0,5 Punkte im Verum-Arm und um 0,8 Punkte im Placebo-Arm, beides ohne statistische Auffälligkeit. Die Autoren schliessen selbst, eine Tagesdosis von 600 mg sei bei diesem Beschwerdebild nicht mit einer Verbesserung verbunden.

Huschtscha und Kollegen prüften 2024 an 48 auswertbaren von 52 randomisierten untrainierten Erwachsenen zwischen 18 und 35 Jahren, ob 300 mg täglich über acht Wochen die Anpassung an ein Krafttraining verändern. Der Unterschied in der mageren Körpermasse betrug 0,25 kg mit einem 95-Prozent-Intervall von minus 0,31 bis plus 0,81, bei einem Zuwachs von 0,86 beziehungsweise 1,10 kg in beiden Gruppen. Muskelquerschnitt am Oberschenkel und Fettmasse unterschieden sich ebenso wenig. Bei den nachrangigen Endpunkten wichen zwei von vielen ab, und zwar in verschiedene Richtungen. Die Sprunghöhe lag im Verum-Arm um 2,94 cm höher, die Einwiederholungsleistung im Bankdrücken dagegen im Placebo-Arm um 2,24 kg höher.

Akute Einnahme bei Schmerzereignissen

Briskey und Kollegen prüften 2024 an 80 eingeschlossenen Erwachsenen, von denen 64 mindestens eine Attacke berichteten, eine akute Einzelgabe von 600 mg bei Kopfschmerzattacken. Zwischen den Gruppen bestand zu keinem der Messzeitpunkte ein Unterschied im absoluten Wert der visuellen Analogskala. Belegt war allein der Abstand in der Veränderung gegenüber dem eigenen Ausgangswert, nach 1,5 und nach 4 Stunden. Zusätzlich waren nach acht Stunden mehr Attacken abgeklungen, 68 gegenüber 55 Ereignissen, und insgesamt wurde weniger Notfallmedikation verbraucht. Der Unterschied zwischen dem Absolutwert und der Veränderung wird in der Wiedergabe dieser Studie regelmässig übersprungen.

Rao und Kollegen prüften 2025 in einer Wechselstudie eine akute Einzelgabe von 300 mg bei Unterleibsschmerzen während der Menstruation. Gegenüber Placebo lagen die Werte auf der numerischen Bewertungsskala nach 1 bis 2,5 Stunden niedriger. Zufriedenheit mit der Einnahme, Verbrauch von Notfallmedikation und unerwünschte Ereignisse unterschieden sich nicht. Teilnehmerzahl, Effektmaß und Förderung stehen nicht im frei zugänglichen Abstract.

Was als Zusatz und was in Verbindung mit anderen Stoffen geprüft wurde

Ein erheblicher Teil der Studienlage prüft PEA nicht für sich, sondern als Zusatz zu einer laufenden Behandlung oder als festen Bestandteil einer Mischung. Beides beantwortet eine andere Frage als die nach einer eigenen Wirkung.

Salaffi und Kollegen gaben 2023 an 130 auswertbaren von 142 Erwachsenen, die zuvor drei Monate stabil mit Duloxetin und Pregabalin behandelt worden waren, zusätzlich zweimal täglich 600 mg PEA und zweimal täglich 500 mg Acetyl-L-Carnitin über zwölf weitere Wochen. Der Widespread Pain Index als Fläche unter der Kurve fiel in der Zusatzgruppe stärker ab, ebenso zwei weitere Fragebogenwerte. Der Vergleichsarm war die Weiterführung der bisherigen Medikation und kein Placebo, und geprüft wurde eine Verbindung aus zwei Stoffen.

Shi und Kollegen werteten 2026 sieben randomisierte Studien mit 525 Teilnehmenden aus, in denen eine feste Verbindung aus PEA und Luteolin zusätzlich zu einem Riechtraining gegeben wurde. Der gepoolte standardisierte Mittelwertunterschied betrug 0,90 mit einem 95-Prozent-Intervall von 0,24 bis 1,58. Der Vergleichsarm war das Riechtraining allein, und ein Arm mit PEA allein existiert in keiner der sieben Studien.

Didangelos und Kollegen prüften 2024 an 73 Erwachsenen mit langjährig erhöhtem Blutzucker eine Tablette mit zehn Bestandteilen, darunter 300 mg PEA, 300 mg Alpha-Liponsäure und mehrere B-Vitamine. Schmerzwert, Vibrationsempfinden und ein Nervenleitwert besserten sich über sechs Monate gegenüber Placebo. Der Vitamin-B12-Spiegel stieg im Verum-Arm von 222,1 auf 576,3 pg/ml. Welcher Anteil des Ergebnisses auf PEA entfällt, ist aus dieser Anordnung nicht ablesbar.

Schlaf, Atemwege, Nase, Gedächtnis und Anspannung

Rao und Kollegen prüften 2021 an 103 auswertbaren von 125 randomisierten Erwachsenen mit mehr als fünf Punkten im Pittsburgh-Fragebogen über acht Wochen 350 mg täglich. Ein Behandlungseffekt zeigte sich weder für den Gesamtwert dieses Fragebogens noch für die Schlafdauer, und auch nicht in Bewegungsmessung, Schlaftagebuch, PROMIS-Fragebogen und Tagesschläfrigkeit. Die kürzere Einschlafdauer, auf die sich die verbreitete Aussage stützt, stammt aus einer Untergruppenauswertung der 78 Personen, die zu Beginn länger als zehn Minuten zum Einschlafen brauchten.

Dieselbe Arbeitsgruppe prüfte 2023 an 426 Erwachsenen über zwölf Wochen die Zahl der Atemwegsinfekte. Im Verum-Arm traten 39 Ereignisse auf gegenüber 64 im Placebo-Arm, und 32 gegenüber 55 Personen waren mindestens einmal betroffen. Krankheitstage je Ereignis und allgemeiner Gesundheitsfragebogen unterschieden sich nicht. Das ist ein klinischer Endpunkt und damit ein anderes Gewicht als ein Blutwert, es bleibt aber eine einzelne, vom Hersteller des Trägersystems finanzierte Studie ohne Effektmaß mit Intervall.

Briskey und Kollegen prüften 2023 an 101 auswertbaren von 108 randomisierten Erwachsenen über zwei Wochen die Nasenbeschwerden. Der vorrangige Endpunkt zeigte an keinem der 14 Tage einen Unterschied, ebenso wenig der Lebensqualitätsfragebogen. Ein Unterschied zeigte sich allein in einer nachträglich gebildeten Untergruppe der 79 Personen mit höheren Ausgangswerten und bei Blutwerten, die wegen der Pandemie nur von 36 der 101 Personen vorliegen.

Kim und Kollegen prüften 2024 in einer Wechselstudie an 39 gesunden Studierenden 700 mg täglich über sechs Wochen. Der BDNF-Wert im Serum stieg gegenüber Placebo, und zwei Maße desselben Gedächtnistests unterschieden sich. Fünf weitere Maße derselben Testbatterie zu Aufmerksamkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Handlungssteuerung unterschieden sich nicht. Zwei Einzelheiten stehen im Volltext und nicht im Abstract. Der p-Wert der Trefferzahl lautet im Ergebnisteil 0,0142 und im Abstract 0,142, und die Korrelationsrechnung fand keinen Zusammenhang zwischen der Veränderung des BDNF-Werts und der Veränderung der Gedächtnisleistung.

Deb und Kollegen prüften 2025 in einer Wechselstudie an 16 Studentinnen mit erhöhten Anspannungswerten 600 mg täglich über sechs Wochen. Ein Maß der Herzratenvariabilität stieg gegenüber Placebo, ein zweites nicht, ebenso wenig die Fragebogenwerte und der Cortisolwert im Speichel. Die Autoren bezeichnen ihre Arbeit selbst als Vorstudie.

Erholung nach Belastung

Drei Arbeiten haben geprüft, ob PEA die Erholung nach einer muskelschädigenden Belastung verändert, und alle drei weisen in dieselbe Richtung. Schouten und Kollegen fanden 2024 in einer Wechselstudie an 11 gesunden Männern nach 24 Serien exzentrischer Kontraktionen weder bei Muskelkater noch bei Maximalkraft, Sprunghöhe oder den Markern für Muskelschädigung, Abbau und Erneuerung einen Effekt. Mallard und Kollegen fanden 2020 an 28 gesunden jungen Männern nach einer Beinpressbelastung weder einen Haupteffekt der Bedingung noch eine Wechselwirkung mit der Zeit für Muskelkater und Oberschenkelumfang. Niedriger lagen dort allein Myoglobin und Blutlaktat in den ersten Stunden, während Kreatinkinase und Laktatdehydrogenase unverändert blieben, und die Autoren halten selbst fest, sie könnten den Mechanismus dahinter nicht erklären. Die Krafttrainingsstudie über acht Wochen fand zu keinem Messzeitpunkt einen Unterschied beim selbstberichteten Muskelkater.

Tier- und Laborstudien

Zur Frage, ob die Teilchengrösse die Aufnahme verändert, liegen ausschließlich Tierdaten vor. Petrosino und Kollegen gaben 2018 Ratten 30 mg/kg ultramikronisiertes oder nicht mikronisiertes PEA mit einer Kohlenstoffmarkierung über eine Schlundsonde und verfolgten die Konzentration im Blut massenspektrometrisch. Die Blutspiegel lagen bei gesunden wie bei entzündeten Tieren nach der ultramikronisierten Zubereitung höher, und eine örtliche Entzündung erhöhte die Konzentration in Blut, Pfote und Rückenmark. Von den 14 Autoren sind drei beim Hersteller des geprüften ultramikronisierten Materials angestellt, zwei sind Miterfinder eines Patents dieser Firma.

Ein Vergleich der Zubereitungen am Menschen liegt nicht vor, und die Humandaten deuten in eine andere Richtung als die Tierdaten. Von den 11 Studien der Übersichtsarbeit nutzten drei ultramikronisiertes, zwei mikronisiertes, eine komikronisiertes und zwei nicht mikronisiertes Material, bei dreien war der Grad nicht angegeben. Ausgerechnet eine der beiden Studien ohne jeden Unterschied zum Placebo nutzte ultramikronisiertes Material, während beide Studien mit nicht mikronisiertem Material einen Unterschied fanden. Die Autoren der Übersichtsarbeit halten deshalb fest, welche Rolle die Teilchengrösse am Menschen spielt, sei offen.

Costa und Kollegen zeigten 2008 an Mäusen mit einer Einschnürung des Ischiasnervs, dass eine tägliche Gabe in die Bauchhöhle über eine Woche die Überempfindlichkeit gegen Hitzereize und die Schmerzempfindung auf eigentlich schmerzlose Berührung zurückgehen lässt. Mit gezielten Gegenspielern wiesen sie nach, dass der Cannabinoid-Rezeptor 1, der Rezeptor PPAR-gamma und der Ionenkanal TRPV1 beteiligt sind. Die Gabe erfolgte nicht über den Mund. Aus diesen Befunden folgt keine Aussage für den Menschen, sie erklären aber, warum in den Humanstudien gerade Nervenschmerzen der am häufigsten geprüfte Endpunkt sind.

Was bei diesem Stoff besonders zu beachten ist

Bei kaum einem anderen Stoff des Kompendiums hängt so viel an der Frage, wer die Studien bezahlt hat und welches Material geprüft wurde. Die Studienlage zerfällt in zwei Linien, und beide gehören je einem einzelnen Hersteller.

Die europäische Linie besteht überwiegend aus italienischen Arbeiten mit mikronisiertem oder ultramikronisiertem Material der Epitech Group SpA. Fünf der 11 Studien der Übersichtsarbeit nutzten dieses Material. Angestellte dieser Firma haben an zwei der hier zitierten Auswertungen mitgeschrieben, darunter an jener gepoolten Sicherheitsauswertung, auf die sich die verbreitete Aussage stützt, PEA sei bei annähernd 1500 Personen ohne bemerkenswerte Nebenwirkungen geblieben.

Die australische Linie besteht aus Arbeiten derselben Auftragsforschungsfirma zu einem nicht mikronisierten Material mit Trägersystem, dessen Inhaber Gencor Pacific ist und dessen Trägersystem von Pharmako Biotechnologies stammt. Elf der hier geführten Humanquellen gehören zu dieser Linie, zehn davon sind von einer der beiden Firmen finanziert. Sieben dieser Arbeiten erklären im selben Text, es bestehe kein Interessenkonflikt. Diese Erklärung bezieht sich auf die persönliche Lage der Autoren und nicht auf die Finanzierung der Studie, sie hebt die Firmenbindung also nicht auf.

Eine von beiden Firmen unabhängige Studienlage existiert bei diesem Stoff praktisch nicht. Das entwertet die Befunde nicht, es ist aber der Zusammenhang, in dem sie zu lesen sind.

Ein zweiter Punkt betrifft die Zubereitung. Wer mikronisiertes oder ultramikronisiertes PEA kauft, kauft die Form, die in der europäischen Studienlinie geprüft wurde. Wer nicht mikronisiertes Material mit Trägersystem kauft, kauft die Form der australischen Linie. Beide Linien haben Unterschiede gegenüber Placebo gefunden, ein direkter Vergleich am Menschen fehlt, und die Übersichtsarbeit nennt die Frage ausdrücklich offen. Wo eine Packung keine dieser beiden Formen nennt, sondern nur PEA, ist sie mit keiner der beiden Linien belegt.

Sicherheit und Wechselwirkungen

In allen vorliegenden Humanstudien war die orale Einnahme von PEA über Zeiträume von 10 Tagen bis 12 Monaten und in Tagesdosen von 300 bis 1200 mg gut verträglich. Sechs der 11 Studien der Übersichtsarbeit berichteten überhaupt keine mit der Einnahme verbundenen Nebenwirkungen, drei fanden keinen Unterschied im Nebenwirkungsbild zwischen PEA und Placebo, und eine berichtete einzelne milde und vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden.

Die breiteste Sicherheitsaussage stammt aus einer gepoolten Auswertung von annähernd 1500 Personen, an der zwei Angestellte eines Herstellers mitgeschrieben haben. Eine davon unabhängige Sicherheitsauswertung liegt uns nicht vor.

In der Studie an Erwachsenen mit Nervenschmerzen wurden Blutbild, Leberwerte, Nierenwerte und Elektrolyte über acht Wochen mitgeführt und blieben unauffällig. In der Schlafstudie lagen alle Blutwerte über acht Wochen im Normbereich, und die Abbrüche wegen unerwünschter Ereignisse verteilten sich mit zwei zu vier auf Verum und Placebo.

Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegt uns keine eigene geprüfte Humanstudie vor. Mehrere der hier geführten Arbeiten gaben PEA ausdrücklich zusätzlich zu einer laufenden Medikation, ohne dass Wechselwirkungen berichtet wurden, gezielt untersucht wurde die Frage jedoch nicht.

Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    Systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse, 11 doppelblinde randomisierte Studien, n gleich 774 · 2023

    Palmitoylethanolamide in the Treatment of Chronic Pain, A Systematic Review and Meta-Analysis of Double-Blind Randomized Controlled Trials

    Lang-Illievich K, Klivinyi C, Lasser C, Brenna CTA, Szilagyi IS, Bornemann-Cimenti H. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04, 05, 07, 19

  2. 02

    Meta-Analyse, 10 Studien, 786 unter PEA und 512 Kontrollen · 2017

    Efficacy of Palmitoylethanolamide for Pain, A Meta-Analysis

    Artukoglu BB, Beyer C, Zuloff-Shani A, Brener E, Bloch MH. Pain Physician

    Zur Zuschreibung: 01

  3. 03

    Gepoolte Auswertung doppelblinder, kontrollierter und offener Studien · 2016

    Palmitoylethanolamide, a Special Food for Medical Purposes, in the Treatment of Chronic Pain, A Pooled Data Meta-analysis

    Paladini A, Fusco M, Cenacchi T, Schievano C, Piroli A, Varrassi G. Pain Physician

    Zur Zuschreibung: 01

  4. 04

    RCT, vierfach verblindet, plazebokontrolliert, n gleich 70 randomisiert und 66 ausgewertet, 8 Wochen, 600 mg täglich, nicht mikronisiert · 2022

    A randomized controlled trial assessing the safety and efficacy of palmitoylethanolamide for treating diabetic-related peripheral neuropathic pain

    Pickering E, Steels EL, Steadman KJ, Rao A, Vitetta L. Inflammopharmacology

    Zur Zuschreibung: 02, 18

  5. 05

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, drei Arme, n gleich 111, 8 Wochen, 300 und 600 mg täglich, nicht mikronisiert, firmenfinanziert · 2019

    A double-blind randomized placebo controlled study assessing safety, tolerability and efficacy of palmitoylethanolamide for symptoms of knee osteoarthritis

    Steels E, Venkatesh R, Steels E, Vitetta G, Vitetta L. Inflammopharmacology

    Zur Zuschreibung: 03, 18

  6. 06

    Mehrfach-Ausgangswert-Design, n gleich 4, PEA gemeinsam mit Probiotika, 11 Wochen · 2026

    Probiotics and palmitoylethanolamide (PEA) for osteoarthritic pain, individual effects in a multiple baseline design study

    Taye I, Bradbury J, Grace S. BMC Complement Med Ther

    Zur Zuschreibung: 03

  7. 07

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, mehrzentrisch, Zusatz zur laufenden Medikation, n gleich 73 randomisiert und 68 ausgewertet, 12 Wochen, 1200 mg täglich, ultramikronisiert · 2016

    Ultramicronized palmitoylethanolamide in spinal cord injury neuropathic pain, a randomized, double-blind, placebo-controlled trial

    Andresen SR, Bing J, Hansen RM, Biering-Sørensen F, Johannesen IL, Hagen EM, Rice ASC, Nielsen JF, Bach FW, Finnerup NB. Pain

    Zur Zuschreibung: 04, 18

  8. 08

    RCT, plazebokontrolliert, als Pilotstudie bezeichnet, feste Verbindung aus zehn Bestandteilen, n gleich 73, 6 Monate · 2024

    Efficacy and Safety of the Combination of Palmitoylethanolamide, Superoxide Dismutase, Alpha Lipoic Acid, Vitamins B12, B1, B6, E, Mg, Zn and Nicotinamide for 6 Months in People with Diabetic Neuropathy

    Didangelos T, Karlafti E, Kotzakioulafi E, Giannoulaki P, Kontoninas Z, Kontana A, Evripidou P, Savopoulos C, Birkenfeld AL, Kantartzis K. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 10

  9. 09

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 68 rekrutiert und 61 ausgewertet, 60 Tage, 600 mg täglich · 2017

    Use of palmitoylethanolamide in carpal tunnel syndrome, a prospective randomized study

    Faig-Martí J, Martínez-Catassús A. J Orthop Traumatol

    Zur Zuschreibung: 05

  10. 10

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 80 eingeschlossen und 64 mit Ereignis, akute Einzelgabe 600 mg, nicht mikronisiert · 2024

    Effectiveness of Palmitoylethanolamide (Levagen+) Compared to a Placebo for Reducing Pain, Duration, and Medication Use during Migraines in Otherwise Healthy Participants, A Double-Blind Randomised Controlled Study

    Briskey D, Skinner R, Smith C, Rao A. Pharmaceuticals (Basel)

    Zur Zuschreibung: 06

  11. 11

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Wechselstudie, akute Einzelgabe 300 mg, nicht mikronisiert · 2025

    Palmitoylethanolamide (Levagen+) for acute menstrual pain, a randomized, crossover, double-blind, placebo-controlled trial

    Rao A, Erickson J, Briskey D. Women Health

    Zur Zuschreibung: 07

  12. 12

    Randomisierte kontrollierte Studie, Zusatz zu laufender Medikation, feste Verbindung aus zwei Stoffen, n gleich 142 eingeschlossen und 130 ausgewertet, 24 Wochen · 2023

    Palmitoylethanolamide and acetyl-L-carnitine act synergistically with duloxetine and pregabalin in fibromyalgia, results of a randomised controlled study

    Salaffi F, Farah S, Sarzi-Puttini P, Di Carlo M. Clin Exp Rheumatol

    Zur Zuschreibung: 08

  13. 13

    Systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse, 7 randomisierte Studien, n gleich 525, feste Verbindung aus PEA und Luteolin als Zusatz · 2026

    Therapeutic effect of anti-neuroinflammatory supplement combined with olfactory training on post-covid olfactory dysfunction, a systematic review and meta-analysis

    Shi Y, Li B, Zheng Y, Xue C, Zhu J. Eur Arch Otorhinolaryngol

    Zur Zuschreibung: 09

  14. 14

    RCT, doppelblind, kontrolliert, n gleich 52 randomisiert, 48 nach Zuteilung und 42 nach Protokoll ausgewertet, 8 Wochen, 300 mg täglich, nicht mikronisiert, firmenfinanziert · 2024

    The Effect of Palmitoylethanolamide (PEA) on Skeletal Muscle Hypertrophy, Strength, and Power in Response to Resistance Training in Healthy Active Adults, A Double-Blind Randomized Control Trial

    Huschtscha Z, Silver J, Gerhardy M, Urwin CS, Kenney N, Le VH, Fyfe JJ, Feros SA, Betik AC, Shaw CS, Main LC, Abbott G, Tan SY, May A, Smith CM, Kuriel V, Barnard J, Hamilton DL. Sports Med Open

    Zur Zuschreibung: 11, 12, 13, 18

  15. 15

    RCT, doppelblind, Wechselstudie, n gleich 11, akute exzentrische Belastung, 350 mg, nicht mikronisiert · 2024

    Palmitoylethanolamide Does Not Affect Recovery from Exercise-Induced Muscle Damage in Healthy Males

    Schouten M, Dalle S, Costamagna D, Ramaekers M, Bogaerts S, VAN Thienen R, Peers K, Thomis M, Koppo K. Med Sci Sports Exerc

    Zur Zuschreibung: 12

  16. 16

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 28, akute Beinpressbelastung, 167,5 mg je Gabe, nicht mikronisiert, firmenfinanziert · 2020

    The Effect of Orally Dosed Levagen+ (palmitoylethanolamide) on Exercise Recovery in Healthy Males, A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Study

    Mallard A, Briskey D, Richards A, Mills D, Rao A. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 12

  17. 17

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 125 randomisiert und 103 auswertbar, 8 Wochen, 350 mg täglich, nicht mikronisiert, firmenfinanziert · 2021

    Palmitoylethanolamide for sleep disturbance. A double-blind, randomised, placebo-controlled interventional study

    Rao A, Ebelt P, Mallard A, Briskey D. Sleep Sci Pract

    Zur Zuschreibung: 13

  18. 18

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 426, 12 Wochen, 600 mg täglich, nicht mikronisiert, firmenfinanziert · 2023

    The Efficacy of Palmitoylethanolamide (Levagen+) on the Incidence and Symptoms of Upper Respiratory Tract Infection, A Double Blind, Randomised, Placebo-Controlled Trial

    Rao A, Skinner R, Briskey D. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 14

  19. 19

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 108 randomisiert und 101 auswertbar, 2 Wochen, 350 mg täglich, nicht mikronisiert, firmenfinanziert · 2023

    The Effect of Levagen+ (Palmitoylethanolamide) Supplementation on Symptoms of Allergic Rhinitis, A Double-Blind Placebo-Controlled Trial

    Briskey D, Ebelt P, Rao A. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 15

  20. 20

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Wechselstudie mit 6 Wochen Auswaschphase, n gleich 39, 700 mg täglich, nicht mikronisiert, firmengefördert · 2024

    Formulated Palmitoylethanolamide Supplementation Improves Parameters of Cognitive Function and BDNF Levels in Young, Healthy Adults, A Randomised Cross-Over Trial

    Kim N, Parolin B, Renshaw D, Deb SK, Zariwala MG. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 16

  21. 21

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Wechselstudie mit 6 Wochen Auswaschphase, n gleich 16, 600 mg täglich, nicht mikronisiert, firmengefördert · 2025

    The effects of formulated palmitoylethanolamide supplementation on indicators of stress and heart rate variability in female university students, a randomised cross-over trial

    Deb SK, Kim N, Parolin B, Renshaw D, Zariwala MG. Front Nutr

    Zur Zuschreibung: 17

  22. 22

    Tierstudie, Ratten, Vergleich ultramikronisiert gegen nicht mikronisiert, 30 mg/kg über Schlundsonde · 2018

    Oral Ultramicronized Palmitoylethanolamide, Plasma and Tissue Levels and Spinal Anti-hyperalgesic Effect

    Petrosino S, Cordaro M, Verde R, Schiano Moriello A, Marcolongo G, Schievano C, Siracusa R, Piscitelli F, Peritore AF, Crupi R, Impellizzeri D, Esposito E, Cuzzocrea S, Di Marzo V. Front Pharmacol

    Zur Zuschreibung: 19

  23. 23

    Tierstudie, Mäuse mit Einschnürung des Ischiasnervs, tägliche Gabe in die Bauchhöhle über eine Woche · 2008

    The endogenous fatty acid amide, palmitoylethanolamide, has anti-allodynic and anti-hyperalgesic effects in a murine model of neuropathic pain, involvement of CB1, TRPV1 and PPARgamma receptors and neurotrophic factors

    Costa B, Comelli F, Bettoni I, Colleoni M, Giagnoni G. Pain

    Zur Zuschreibung: 20

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