Triphala-Extrakt

Zuletzt geprüft am

Pflanzenextrakte

Mischung aus Phyllanthus emblica (Amalaki), Terminalia bellirica (Bibhitaki) und Terminalia chebula (Haritaki) · Triphala · Triphala Churna · Dreifruchtmischung · Drei-Früchte-Mischung

H.P.N · Datenstand 2026-08-19 · 12 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Traditionelle ayurvedische Mischung aus den getrockneten Früchten dreier Pflanzen, Amalaki (Phyllanthus emblica), Bibhitaki (Terminalia bellirica) und Haritaki (Terminalia chebula), meist als Pulver oder Extrakt. Amalaki gehört zur Gattung Phyllanthus, nicht zu Terminalia. Bibhitaki und Haritaki gehören zur selben Gattung wie die eigenständig verwendete Terminalia arjuna, sind mit ihr aber nicht identisch, sie steht in einem eigenen Kompendium-Eintrag
Herkunft
Indischer Subkontinent, seit Jahrhunderten fester Bestandteil der ayurvedischen Medizin. Sanskrit "tri" (drei) und "phala" (Frucht)
Wirkform in Studien
Meist wässriger Extrakt oder feines Pulver der drei Früchte, oral als Kapsel, Tablette oder in Wasser aufgelöst. Das klassische Mischungsverhältnis gilt oft als gleichteilig, einzelne Rezepturen weichen davon ab, etwa im Verhältnis 1,2 zu 1,5 zu 1 für Amalaki, Haritaki und Bibhitaki in einer chinesisch-tibetischen Zubereitung, oder im Verhältnis 12 zu 4 zu 8 (vereinfacht 3 zu 1 zu 2) in einer thailändischen Studie zu Langzeitfolgen von Covid-19. Die meisten Humanstudien nennen ihr eigenes Mischungsverhältnis gar nicht
Übliche Studiendosis
Sehr uneinheitlich. In den ausgewerteten placebokontrollierten Studien reicht die Tagesdosis von 250 mg bis zu 48 g, mit sehr unterschiedlichen Darreichungsformen (Pulver oder Extrakt) und Einnahmehäufigkeiten. Es gibt keine einheitliche Standarddosis, und die meisten Studien liegen nicht in einem engen Korridor
Verträglichkeit
In den ausgewerteten placebokontrollierten Studien überwiegend gut verträglich, keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet. Am häufigsten wurden Magen-Darm-Beschwerden genannt, in einer Studie zusätzlich eine Hautreaktion unter Verum, siehe Sicherheit

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Zusammensetzung der Darmflora

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Placebokontrollierte Pilotstudie mit 31 gesunden Teilnehmenden (9 unter Triphala, 9 unter dem ayurvedischen Kraut Manjistha, 11 unter Placebo), 2000 mg Triphala täglich über 4 Wochen. Die mikrobielle Zusammensetzung veränderte sich individuell sehr unterschiedlich, keine Bakteriengruppe wurde bei allen Teilnehmenden einheitlich verändert. Ein Rückgang von Rikenellaceae zeigte sich unter beiden pflanzlichen Präparaten häufiger als unter Placebo. Bei nur 9 ausgewerteten Personen je Gruppe ist die Studie klein. Die Auswertung stützt sich hier auf die Studienzusammenfassung (Abstract), und PubMed führt für diese Arbeit keine Interessenkonflikt-Erklärung, ein möglicher Interessenkonflikt der Autorenschaft ließ sich deshalb nicht überprüfen und wird hier nicht behauptet

    Quellen: 1

  2. 02

    Stuhlgang und Darmtätigkeit, traditionell als Abführmittel beworben

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine offene, unkontrollierte Studie an 34 Personen mit funktioneller Verstopfung prüfte über 14 Tage ein ayurvedisches Kombinationspräparat aus Flohsamenschalen, Sennesextrakt und Triphala-Extrakt. Unter der Einnahme stiegen die wöchentlichen Stuhlgänge von 10,2 auf 18,3 (p kleiner 0,05), auch mehrere Begleitsymptome besserten sich. Flohsamenschalen und Sennesextrakt sind für sich genommen etablierte Abführmittel, die Studie hatte keine Kontrollgruppe und war nicht verblindet, deshalb lässt sich der eigene Beitrag von Triphala an diesem Ergebnis nicht bestimmen. Eine eigene kontrollierte Humanstudie zu Triphala allein wurde trotz gezielter Suche (Begriffe unter anderem constipation, bowel frequency, stool, gastrointestinal transit, laxative) nicht gefunden, nur Übersichtsartikel, die eine abführende Wirkung als etabliert beschreiben, ohne eine prüfbare Primärstudie zu benennen

    Quellen: 15

  3. 03

    Cholesterin- und Blutfettwerte, uneinheitlich

    Widersprüchlich
    Einordnung und Einschränkungen

    Systematische Übersicht aus 12 randomisierten Studien mit 749 Teilnehmenden insgesamt, laut Volltext (Abschnitt Antihyperlipidemia) werteten davon 9 Studien mit 551 Teilnehmenden das Lipidprofil aus, 7 mit Triphala allein und 2 in Kombination mit einem weiteren Kraut. Nach den im Volltext einzeln berichteten Ergebnissen zeigten 7 der 9 Studien einen signifikant verbesserten Lipidwert (LDL, Gesamtcholesterin oder Triglyceride) gegenüber Placebo oder dem Ausgangswert, das Abstract des Reviews selbst nennt dafür 6 Studien, ein Widerspruch innerhalb derselben Arbeit. Die größte Einzelstudie (Ekanayaka 2017, 198 Teilnehmende, Zusatz zu einer bestehenden Statin-Therapie) hat in der Qualitätstabelle des Reviews einen Jadad-Wert von 4 und ist damit nicht die methodisch hochwertigste, 3 andere der 9 Studien erreichen dort den Höchstwert 5. In der unabhängig gelesenen Originalarbeit zu dieser größten Studie sank das Gesamtcholesterin, das Cholesterin-HDL-Verhältnis und das Nicht-HDL-Cholesterin gegenüber Placebo signifikant (je p kleiner 0,0001), während sich bei LDL, Triglyceriden und HDL kein Unterschied zeigte, der Review selbst erwähnt nur den negativen Teil dieses Befunds. Eine der beiden Kombinationsstudien setzte Guggul als weiteres Kraut ein, dieselbe Wirkstoffpaarung wie in der separaten Studie zu Guggulu plus Triphala. Nach Endpunkten getrennt ergibt sich aus den 3 placebokontrollierten Primärstudien, deren Originalarbeit zugänglich war, folgendes Bild. Beim Gesamtcholesterin sanken 2 Studien signifikant gegenüber Placebo, 1 nicht, bei LDL-Cholesterin und Triglyceriden zeigte keine der 3 einen Unterschied zu Placebo. Der Widerspruch betrifft also vor allem das Gesamtcholesterin. In einer der beiden positiven Studien sank neben dem Gesamtcholesterin auch das HDL-Cholesterin signifikant, also der Wert in die ungünstige Richtung, und ihre Originalarbeit nennt als Prüfsubstanz nur 2160 mg Guggul täglich, ein Triphala-Anteil ist dort nicht dokumentiert, allein der Review führt sie als Triphala-Studie

    Quellen: 2, 3, 11, 12

  4. 04

    Nüchternblutzucker und HbA1c, bei nicht diabetischen Teilnehmenden überwiegend ohne Unterschied zu Placebo

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In 4 von 6 in der systematischen Übersicht ausgewerteten Studien, darunter die größte (nur Nüchternblutzucker gemessen) und eine der beiden Studien mit dem höchsten Qualitätswert, zeigte sich bei Menschen mit normalem oder erhöhtem, aber nicht diabetischem Blutzucker kein Unterschied zu Placebo. Eine dieser 4 Studien ist eine Kombination von Triphala mit einem nicht näher benannten weiteren Kraut bei Menschen mit Bluthochdruck, keine Triphala-Monotherapie, und nicht in PubMed auffindbar. Eine einzelne, methodisch schwache Studie (niedrigster Qualitätswert der Übersicht) ohne Angaben zu Verblindung oder Verdeckung der Randomisierung an Menschen mit Typ-2-Diabetes berichtete nach 12 Monaten eine Senkung des Nüchternblutzuckers um 20,96 Prozent

    Quellen: 2

  5. 05

    Körpergewicht, Body-Mass-Index und Taillenumfang bei adipösen Teilnehmenden, uneinheitlich

    Widersprüchlich
    Einordnung und Einschränkungen

    6 Studien mit 357 Teilnehmenden aus der systematischen Übersicht, alle mit Triphala als Einzelmittel. In 5 der 6 Studien sanken Körpergewicht, BMI und Taillenumfang, die Vergleichsgruppen waren dabei uneinheitlich, meist Placebo, einmal eine Lebensstiländerung statt Placebo. Unter den positiven Studien ist eine Honigzubereitung statt einer Kapsel oder eines Pulvers, eine weitere eine äußerliche Puderanwendung (Udvartana) statt oraler Einnahme, und die größte der 6 Studien fasst laut Einschlusstabelle 2 Dosisgruppen (Übergewicht und Adipositas) zu einem gemeinsamen Ergebnis zusammen. 3 der 6 Studien erreichen den höchsten Qualitätswert der Übersicht, 2 davon positiv (darunter die größte), 1 davon negativ. Diese negative, placebokontrollierte Studie (adipöse Teilnehmende, 8 Wochen) fand keinen Unterschied gegenüber der Ausgangslage. Bis auf die Studie mit Statin-Kombination sind die meisten der zugrundeliegenden Primärarbeiten nicht in PubMed auffindbar, die Einordnung stützt sich hier auf die Angaben der Übersicht

    Quellen: 2

  6. 06

    Zahnbelag und Zahnfleischentzündung bei Anwendung als Mundspülung

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    Meta-Analyse aus 7 randomisierten Studien vergleicht Triphala-Mundspülung mit Chlorhexidin-Spülung. Im Ergebnisteil des Abstracts wird Triphala als signifikant wirksamer beschrieben, in der Schlussfolgerung dagegen als gleichwertig wirksam, ein Widerspruch innerhalb desselben Abstracts. Die mittlere Differenz fiel für den Gingivaindex um 0,29 Punkte (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,40 bis minus 0,17) und für den Plaqueindex um 0,43 Punkte (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,54 bis minus 0,31) zugunsten von Triphala aus (je p kleiner 0,001), bei sehr hoher Heterogenität zwischen den Studien (I-Quadrat 91,8 Prozent beim Gingivaindex, 96,1 Prozent beim Plaqueindex). Verglichen wurde in dieser Meta-Analyse ausschließlich gegen Chlorhexidin, nicht gegen Placebo. Der einzige Placebovergleich stammt aus einer dreiarmigen Studie (90 Teilnehmende, Placebo gegen Triphala gegen Chlorhexidin), in der sowohl Triphala als auch Chlorhexidin Plaque- und Gingivaindex gegenüber Placebo signifikant stärker senkten, ohne Unterschied zwischen Triphala und Chlorhexidin. Diese dreiarmige Studie steht im Literaturverzeichnis der Meta-Analyse und ist deshalb kein zusätzlicher Bestand neben ihr. Eine systematische Übersicht speziell bei Kindern (5 Studien) fand keinen signifikanten Unterschied zwischen Triphala- und Chlorhexidin-Spülung, sie führt dieselbe dreiarmige Studie und dieselbe Schulkinder-Studie im Literaturverzeichnis wie die größere Meta-Analyse. Die 3 Quellen sind damit ein Bestand und kein dreifacher Beleg. Die Anwendung als Spülung ist nicht auf eine geschluckte Kapsel übertragbar

    Quellen: 4, 13, 14

  7. 07

    Entzündungsmarker im Blut, Interferon-gamma und TNF-alpha, bei zusätzlicher Einnahme neben hochintensivem Intervalltraining ohne bestätigten Zusatznutzen

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Randomisierte Studie an 104 Erwachsenen (18 bis 59 Jahre, BMI 18,5 bis 24,9) mit anhaltenden Symptomen mindestens 4 Wochen nach einer Atemwegsinfektion, 3 Gruppen über 8 Wochen, Kontrolle ohne Training mit Placebo-Kapsel (37 Personen), hochintensives Intervalltraining (HIIT, Radfahren, 38 Personen), oder dasselbe Training plus 1000 mg Triphala täglich (29 Personen). Eine Gruppe mit Triphala ohne Training gab es nicht, ein eigenständiger Vergleich von Triphala gegen Placebo lässt sich aus dieser Studie also nicht ableiten. IFN-gamma und TNF-alpha sanken innerhalb der Trainings- und der Trainings-plus-Triphala-Gruppe gegenüber dem Ausgangswert, der Zusatz von Triphala veränderte den Verlauf im Gruppenvergleich nicht signifikant, für IFN-gamma F(2,36) gleich 0,179, partielles Eta-Quadrat 0,010, p gleich 0,837. Für TNF-alpha ergab sich dagegen ein großes Effektmaß, F(2,8) gleich 2,189, partielles Eta-Quadrat 0,354, bei p gleich 0,175 rechnerisch nicht signifikant, die kleinen Freiheitsgrade deuten auf nur etwa 11 für diesen Marker ausgewertete Personen hin. Die Autoren selbst nennen als Limitation einen möglichen Fehler zweiter Art und merken an, dass die gewählte Dosis am unteren Ende des von ihnen genannten Bereichs lag. Die Methodenüberschrift der Arbeit bezeichnet das Design als nicht verblindet, der Fließtext beschreibt es dagegen als doppelt verblindet, ein Widerspruch innerhalb derselben Publikation

    Quellen: 5

  8. 08

    Oxidative Stressmarker im Blut, Malondialdehyd, Proteincarbonyle und Superoxiddismutase, bei zusätzlicher Einnahme neben hochintensivem Intervalltraining ohne bestätigten Zusatznutzen

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Dieselbe Studie wie bei den Entzündungsmarkern, mit denselben Einschränkungen (3 Gruppen, Verumarm nur 29 von 104 Personen, kein eigenständiger Vergleich von Triphala gegen Placebo, widersprüchliche Angaben zur Verblindung). Malondialdehyd und Proteincarbonyle sanken innerhalb der Trainings- und der Trainings-plus-Triphala-Gruppe, die Superoxiddismutase-Aktivität stieg dagegen in allen 3 Gruppen einschließlich der Kontrollgruppe. Der Gruppenvergleich zeigte für keinen der 3 Marker eine zusätzliche Wirkung von Triphala, Malondialdehyd F(2,56) gleich 0,345, partielles Eta-Quadrat 0,012, p gleich 0,710, Proteincarbonyle F(2,38) gleich 0,032, partielles Eta-Quadrat 0,002, p gleich 0,968, Superoxiddismutase F(2,62) gleich 0,610, partielles Eta-Quadrat 0,019, p gleich 0,546

    Quellen: 5

  9. 09

    Leberfunktion und Entgiftung

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Am Menschen nicht geprüft. In 3 Tierstudien senkte oral verabreichter Triphala-Extrakt die Leberenzymwerte (ALT, AST) nach chemisch ausgelöster Leberschädigung bei Mäusen (Tetrachlorkohlenstoff, Paracetamol) und bei fettreich ernährten Ratten (Modell einer Fettlebererkrankung) im Vergleich zu unbehandelten Tieren. Eine der drei Studien wurde teilweise von einem Hersteller traditioneller chinesischer Arzneimittel mitgetragen, ein Autor war dort angestellt

    Quellen: 6, 7, 8

  10. 10

    Allgemeine Immunfunktion und Infektanfälligkeit

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wird verbreitet als immunstärkend beworben. Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Infektanfälligkeit oder einer eigenständigen Messung der Immunfunktion ergab keinen Treffer, die einzige gefundene Arbeit zum Suchbegriff Immun war eine Studie an schlafentzogenen Mäusen. Einzelne Immunmarker im Blut, Interferon-gamma und TNF-alpha, wurden allerdings am Menschen gemessen, siehe die Zeile zu Entzündungsmarkern, dort ohne zusätzlichen Effekt gegenüber Training allein

  11. 11

    Talgproduktion der Kopfhaut bei seborrhoischer Kopfhaut, orale Einnahme

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Randomisierte, placebokontrollierte Studie an Personen mit seborrhoischer Kopfhaut (14 bis 50 Jahre), 8 Wochen, 1 g Triphala oder Placebo (Weizenmehl) zweimal täglich oral, 80 Personen beendeten die Studie, 40 je Gruppe. Die mit einem Sebumeter gemessene Talgproduktion der Kopfhaut verbesserte sich unter Triphala um 25,3 Punkte mehr als unter Placebo (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,4 bis 50,3, p gleich 0,047), auch die Teilnehmerzufriedenheit war höher (p gleich 0,001). Einzelne Studie mit knapper statistischer Signifikanz

    Quellen: 16

  12. 12

    Augengesundheit bei oraler Einnahme, traditionell auch äußerlich als Augenspülung verwendet

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Traditionell wird Triphala auch äußerlich als Augenspülung verwendet. Eine gezielte Suche nach Humanstudien zur oralen Einnahme von Triphala und Effekten auf die Augengesundheit ergab keinen Treffer. Gefunden wurden ausschließlich offene oder nur einfach verblindete Studien zur äußerlichen Anwendung als Augenspülung oder ghee-basierte Zubereitung, die sich nicht auf eine geschluckte Kapsel übertragen lassen

Studien im Detail

Darmflora

Die einzige placebokontrollierte Humanstudie zur Darmflora ist eine Pilotstudie mit 31 gesunden Teilnehmenden, randomisiert auf Triphala (2000 mg täglich), das ayurvedische Kraut Manjistha oder Placebo, über 4 Wochen. Die Analyse der Stuhlproben zeigte, dass sich die bakterielle Zusammensetzung individuell sehr unterschiedlich veränderte. Keine einzelne Bakteriengruppe wurde bei allen Teilnehmenden einheitlich verändert. Ein Rückgang von Rikenellaceae zeigte sich unter beiden pflanzlichen Präparaten häufiger als unter Placebo. Bei nur 9 ausgewerteten Teilnehmenden je Gruppe ist die Studie zu klein für eine belastbare Aussage. Der Volltext dieser Arbeit lag für diese Recherche nicht vor, und der PubMed-Datensatz führt für sie keine Interessenkonflikt-Erklärung. Ein möglicher Interessenkonflikt der Autorenschaft lässt sich aus den verfügbaren Angaben nicht feststellen.

Stuhlgang und Darmtätigkeit

Die traditionelle Hauptanwendung von Triphala ist die abführende Wirkung. Eine eigene kontrollierte Humanstudie zu Triphala als alleinigem Mittel wurde trotz gezielter Suche nicht gefunden. Gefunden wurde eine offene, unkontrollierte Studie [15] an 34 Personen mit funktioneller Verstopfung, die über 14 Tage ein Kombinationspräparat aus Flohsamenschalen (Isabgol), Sennesextrakt und Triphala-Extrakt prüfte. Die wöchentliche Stuhlgangfrequenz stieg von durchschnittlich 10,2 auf 18,3 (p kleiner 0,05), die mittlere Zeit auf der Toilette sank, und auch Begleitsymptome wie Pressen beim Stuhlgang besserten sich. Da Flohsamenschalen und Sennesextrakt für sich genommen bereits etablierte, gut untersuchte Abführmittel sind und die Studie weder eine Kontrollgruppe noch eine Verblindung hatte, lässt sich aus diesem Ergebnis kein eigenständiger Beitrag von Triphala ableiten.

Cholesterin- und Blutfettwerte

Die systematische Übersicht [2] fasst 12 randomisierte Studien mit 749 Teilnehmenden zusammen, laut Volltext (Abschnitt Antihyperlipidemia) werteten davon 9 Studien mit insgesamt 551 Teilnehmenden das Lipidprofil aus, 7 mit Triphala als alleinigem Mittel und 2 in Kombination mit einem weiteren Kraut. Im Volltext einzeln nachgelesen zeigten 7 dieser 9 Studien einen signifikant verbesserten Lipidwert (LDL-Cholesterin, Gesamtcholesterin oder Triglyceride) gegenüber Placebo oder dem Ausgangswert, nur 2 Studien fanden keinen Effekt. Das Abstract der Übersicht selbst spricht dagegen von 6 Studien mit signifikanter Senkung, ein Widerspruch zwischen Abstract und Volltext derselben Arbeit.

Die größte Einzelstudie in dieser Gruppe (198 Teilnehmende) prüfte Triphala als Zusatz zu einer bestehenden Statin-Therapie über 12 Wochen. In der Qualitätstabelle des Reviews trägt sie einen Jadad-Wert von 4, drei kleinere Studien derselben Gruppe erreichen den Höchstwert 5, sie ist also die größte, aber nicht die methodisch hochwertigste Studie. Die eigenständig gelesene Originalarbeit [11] zu dieser Studie zeigt ein differenzierteres Bild, als der Review es wiedergibt: Gegenüber Placebo sank das mittlere Gesamtcholesterin, das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL und das Nicht-HDL-Cholesterin jeweils signifikant (p kleiner 0,0001). Bei LDL-Cholesterin, Triglyceriden und HDL-Cholesterin zeigte sich dagegen kein signifikanter Unterschied. Der Review erwähnt in seiner Diskussion nur den negativen Teil dieses Befunds (kein Effekt auf LDL, Triglyceride, HDL) und lässt den positiven Befund zum Gesamtcholesterin an dieser Stelle unerwähnt.

Eine eigenständige, placebokontrollierte Studie [3] zur Kombination Guggulu plus Triphala (keine Triphala-Monotherapie) an 90 Personen mit erhöhtem Cholesterin über 3 Monate fand ebenfalls keinen Unterschied zu Placebo bei Gesamt- und LDL-Cholesterin (Placebo minus 1,9 Prozent, Verum minus 3,3 Prozent, kein statistisch bedeutsamer Gruppenunterschied). Eine der beiden im Review als "Triphala plus weiteres Kraut" geführten Kombinationsstudien [12] prüfte 2160 mg einer guggulbasierten Zubereitung täglich über 12 Wochen an 43 randomisierten Personen mit mäßig erhöhtem Cholesterin (34 mit vollständigen Laborwerten). Der Volltext dieser Arbeit lag für diese Recherche nicht vor, im Abstract wird als Prüfsubstanz ausschließlich Guggul (Commiphora mukul) genannt, ein Triphala-Anteil der Kapseln ist dort nicht ausgewiesen. Dass diese Studie im Review als Triphala-Studie mitgezählt wird, stützt sich also allein auf die Angabe des Reviews. Nach 12 Wochen waren Gesamtcholesterin und HDL-Cholesterin in der Verumgruppe signifikant stärker reduziert als unter Placebo, LDL, Triglyceride und das Cholesterin-HDL-Verhältnis unterschieden sich dagegen nicht signifikant zwischen den Gruppen. Beide Kombinationsstudien betreffen damit dieselbe Wirkstoffpaarung Guggul und Triphala, nicht zwei unabhängige Kombinationen.

Nüchternblutzucker und HbA1c

In 4 der 6 in der systematischen Übersicht ausgewerteten Studien zum Blutzucker, darunter die größte placebokontrollierte Studie (die nur den Nüchternblutzucker maß) und eine weitere mit dem höchsten Qualitätswert der Übersicht, zeigte sich bei Menschen mit normalem oder erhöhtem, aber nicht diabetischem Blutzucker kein Unterschied zu Placebo. Eine dieser 4 Studien prüfte keine Triphala-Monotherapie, sondern eine Kombination von Triphala mit einem im Review nicht näher benannten weiteren Kraut an Menschen mit Bluthochdruck, diese Originalarbeit ist nicht in PubMed auffindbar und lag uns nicht vor. Eine einzelne Studie an Menschen mit Typ-2-Diabetes über 12 Monate berichtete eine Senkung des Nüchternblutzuckers um 20,96 Prozent. Diese Studie hat in der Qualitätstabelle des Reviews den niedrigsten Wert der gesamten Übersicht und machte keine Angaben zu Verblindung oder Verdeckung der Gruppenzuteilung, das Verzerrungsrisiko ist entsprechend hoch einzuschätzen.

Körpergewicht, Body-Mass-Index und Taillenumfang

6 Studien mit insgesamt 357 Teilnehmenden prüften Triphala als Einzelmittel bei Menschen mit erhöhtem Körpergewicht. In 5 Studien sanken Körpergewicht, Body-Mass-Index und Taillenumfang. Die Vergleichsgruppen waren dabei uneinheitlich, die meisten Studien verglichen gegen Placebo, eine gegen eine Lebensstiländerung statt Placebo. Bei genauerem Blick in die Einschlusstabelle des Reviews zeigen sich weitere Einschränkungen: Eine der positiven Studien prüfte keine Kapsel oder kein Pulver, sondern eine verarbeitete Honigzubereitung, eine weitere eine äußerliche Anwendung als Puder-Einreibung (Udvartana) im Vergleich zu einer anderen Kräutermischung, nicht zu Placebo, und die größte der 6 Studien (130 Teilnehmende) fasst laut Tabelle 2 unterschiedlich dosierte Untergruppen (Übergewicht und Adipositas) zu einem gemeinsamen Ergebnis zusammen. 3 der 6 Studien erreichen den höchsten Qualitätswert der Übersicht, davon 2 mit positivem Ergebnis, darunter die größte Studie der Gruppe. Die dritte Studie mit diesem Qualitätswert, mit adipösen Teilnehmenden über 8 Wochen, fand dagegen keinen Unterschied gegenüber der Ausgangslage. Bis auf die Statin-Kombinationsstudie sind die zugrundeliegenden Primärarbeiten dieser Gruppe nach eigener Prüfung nicht in PubMed auffindbar, die Einordnung stützt sich deshalb auf die Angaben der Übersicht selbst.

Zahnbelag und Zahnfleischentzündung als Mundspülung

Eine Meta-Analyse aus 7 randomisierten Studien [4] verglich eine Triphala-Mundspülung mit einer Chlorhexidin-Spülung, dem etablierten Standardmittel gegen Plaque-induzierte Zahnfleischentzündung. Der Ergebnisteil des Abstracts beschreibt Triphala als "signifikant wirksamer" als Chlorhexidin, die Schlussfolgerung desselben Abstracts spricht dagegen von "gleichwertiger klinischer Wirksamkeit", ein Widerspruch innerhalb derselben Zusammenfassung. Über alle Studien hinweg fiel die mittlere Differenz zugunsten von Triphala aus, um 0,29 Punkte beim Gingivaindex und um 0,43 Punkte beim Plaqueindex (je p kleiner 0,001), bei sehr hoher Heterogenität zwischen den Studien (I-Quadrat 91,8 Prozent beim Gingivaindex, 96,1 Prozent beim Plaqueindex). Die Auswertung stützt sich hier auf die Studienzusammenfassung (Abstract), die Einordnung stützt sich auf das Abstract.

Verglichen wurde in dieser Meta-Analyse ausschließlich gegen Chlorhexidin, nicht gegen Placebo oder unbehandelte Kontrollen. Der einzige Placebovergleich stammt aus einer dreiarmigen Studie [13] an 90 Personen mit Zahnfleischentzündung (Placebo-Spülung gegen Triphala-Spülung gegen Chlorhexidin-Spülung, 60 Tage). Dort senkten sowohl Triphala als auch Chlorhexidin Plaqueindex, Gingivaindex und Keimzahlen gegenüber Placebo signifikant stärker, ohne einen Unterschied zwischen Triphala und Chlorhexidin. Diese Studie ist kein von der Meta-Analyse unabhängiger Bestand, sie steht in deren Literaturverzeichnis (nachgeprüft über die bei Crossref hinterlegte Referenzliste der Meta-Analyse). Der Volltext der Meta-Analyse lag für diese Recherche nicht vor, ihre Einschlusstabelle ließ sich deshalb nicht einsehen. Eine neuere systematische Übersicht speziell bei Kindern [14] (5 Studien) fand keinen signifikanten Unterschied zwischen Triphala- und Chlorhexidin-Spülung bei Plaque- und Gingivaindex. Auch sie führt die dreiarmige Studie [13] und dieselbe Schulkinder-Studie im Literaturverzeichnis wie die größere Meta-Analyse [4], die 3 Quellen decken also dasselbe Studienfeld ab und zählen nicht als 3 unabhängige Belege. Insgesamt sprechen die Daten eher für eine Gleichwertigkeit mit Chlorhexidin als für eine Überlegenheit von Triphala. Die Anwendung als Mundspülung lässt zudem keine Aussage über eine geschluckte Kapsel zu.

Entzündungs- und oxidative Stressmarker im Blut

Eine Studie mit 3 Gruppen prüfte an 104 Erwachsenen (18 bis 59 Jahre, Body-Mass-Index 18,5 bis 24,9), die mindestens 4 Wochen nach einer Atemwegsinfektion anhaltende Symptome wie Erschöpfung, Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit zeigten und keine bestehenden Vorerkrankungen hatten, ob 8 Wochen hochintensives Intervalltraining (HIIT, Radfahren) plus 1000 mg Triphala täglich (500 mg zweimal täglich) einen zusätzlichen Effekt auf Entzündungs- und oxidative Stressmarker im Blut hat, verglichen mit Training allein und mit einer Kontrollgruppe ohne Training, die eine Placebo-Kapsel erhielt. Eine Gruppe, die Triphala ohne Training bekam, gab es nicht, ein eigenständiger Vergleich von Triphala gegen Placebo ist aus dieser Studie deshalb nicht ableitbar, beurteilbar ist nur der Zusatznutzen von Triphala neben Training. Die 3 Gruppen waren mit 37 (Kontrolle), 38 (Training) und 29 (Training plus Triphala) Personen unterschiedlich groß, der Verumarm war der kleinste. Die verwendeten Kapseln enthielten Amalaki, Haritaki und Bibhitaki im Verhältnis 12 zu 4 zu 8.

Interferon-gamma, TNF-alpha, Malondialdehyd und Proteincarbonyle sanken innerhalb der Trainingsgruppe und der Trainings-plus-Triphala-Gruppe gegenüber dem jeweiligen Ausgangswert, in der Placebogruppe nicht. Die Superoxiddismutase-Aktivität stieg dagegen in allen 3 Gruppen an, auch in der Placebogruppe. Für keinen der 5 gemessenen Marker fand sich im Gruppenvergleich eine statistisch signifikante zusätzliche Wirkung von Triphala. Bei 4 der 5 Marker war das Effektmaß dabei klein bis sehr klein (partielles Eta-Quadrat zwischen 0,002 und 0,019). Bei TNF-alpha ergab sich dagegen rechnerisch ein großes Effektmaß (partielles Eta-Quadrat 0,354) bei p gleich 0,175, also ohne statistische Signifikanz. Die zugehörigen Freiheitsgrade, F(2,8), deuten darauf hin, dass für diesen einzelnen Marker nur etwa 11 Personen ausgewertet werden konnten, deutlich weniger als die 104 eingeschlossenen Teilnehmenden insgesamt. Ein großes, aber nicht signifikantes Effektmaß bei so kleiner Stichprobe ist eher ein Hinweis auf zu geringe statistische Power als ein Beleg für einen fehlenden Effekt. Die Autoren selbst benennen in den Limitationen einen möglichen Fehler zweiter Art, weil die Fallzahlplanung auf Werten aus einer anderen Untersuchung beruhte, und merken an, dass die gewählte Dosis (1000 mg täglich) bewusst am unteren Ende des von ihnen genannten Bereichs von 1000 bis 2000 mg lag, was das Ausmaß eines möglichen Effekts begrenzt haben könnte.

Ein methodischer Widerspruch fällt zusätzlich auf: Die Methodenüberschrift der Arbeit lautet "Randomized and Non-Blinded", der zugehörige Fließtext beschreibt das Design dagegen ausdrücklich als doppelt verblindet, mit verblindeten Teilnehmenden und verblindetem Laborpersonal. Welche der beiden Angaben zutrifft, lässt sich aus der Publikation selbst nicht auflösen. Die Studie ist akademisch finanziert (Burapha University), die Autorenschaft gibt keine Interessenkonflikte an.

Tier- und Laborstudien

Zur Leberfunktion liegen ausschließlich Tierdaten vor. In 3 Studien an Mäusen und Ratten senkte oral verabreichter Triphala-Extrakt die Leberenzymwerte (ALT, AST) nach einer chemisch ausgelösten Leberschädigung (Tetrachlorkohlenstoff, Paracetamol) beziehungsweise bei einer fettreichen Ernährung als Modell einer Fettlebererkrankung, jeweils im Vergleich zu unbehandelten Tieren. Eine dieser Studien wurde teilweise von einem Hersteller traditioneller chinesischer Arzneimittel mitgetragen, ein Autor war dort angestellt. Aus diesen Tierdaten folgt keine Aussage über die Wirkung beim Menschen.

Zur Hemmung von Cytochrom-P450-Enzymen liegen zwei Laborarbeiten vor, siehe Sicherheit und Wechselwirkungen.

Sicherheit und Wechselwirkungen

In den 12 Studien der systematischen Übersicht mit insgesamt 749 Teilnehmenden wurden laut Review keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet, und in 5 Studien mit 388 Teilnehmenden veränderten sich Nieren- und Leberwerte nicht. Für die einzige Studie mit im Review dokumentierten Nebenwirkungen (die Guggul-plus-Triphala-Kombination [12], im Review als "Triphala plus weiteres Kraut" geführt) nennt der Review 5 Ereignisse unter Verum, weicher Stuhl bei 4 Personen, Verstopfung bei 1 Person, veränderter Geschmackssinn bei 1 Person, eine Hautreaktion bei 1 Person und Müdigkeit bei 1 Person. Die eigenständig gelesene Originalarbeit [12] nennt dazu abweichende Zahlen: 10 von 18 Personen in der Verumgruppe berichteten Nebenwirkungen gegenüber 4 von 16 unter Placebo, am häufigsten leichte Magen-Darm-Beschwerden (7 Personen), mögliche Schilddrüsenprobleme (2 Personen) und ein generalisierter Hautausschlag (1 Person), der zum Studienabbruch führte. Diese Diskrepanz zwischen der Zusammenfassung im Review und der Originalarbeit ließ sich aus den verfügbaren Angaben nicht auflösen. Der Hautausschlag trat, so die Originalarbeit, ausschließlich in der Verumgruppe auf und ist die einzige in den hier ausgewerteten Studien dokumentierte Überempfindlichkeitsreaktion mit einem klaren Placebo-Vergleich zuungunsten des Verums.

Eine Laborstudie [10] an humanen Lebermikrosomen zeigt, dass Triphala-Extrakt in vitro mehrere Cytochrom-P450-Enzyme hemmt, in absteigender Stärke CYP1A2, CYP3A4, CYP2C9 und CYP2D6, ohne dabei den Transporter P-Glykoprotein zu beeinflussen. Eine zweite, unabhängige Laborstudie [9] an Rattenlebermikrosomen prüfte die Hemmung von CYP3A4 und CYP2D6 gesondert und fand dabei 2 zusätzliche, in dieser Übersicht bisher nicht genannte Befunde, die komplette Triphala-Zubereitung hemmte insgesamt schwächer als ihre einzelnen Bestandteile für sich genommen (23 Prozent Hemmung der Zubereitung gegenüber stärkerer Hemmung durch die Einzelkomponenten), und sowohl die Zubereitung als auch ihre Einzelbestandteile zeigten gegenüber einer pharmakologischen Positivkontrolle eine deutlich geringere Hemmwirkung (p kleiner 0,001).

Bei gleichzeitiger oraler Gabe an Ratten (500 mg Triphala pro Kilogramm Körpergewicht) erhöhte sich laut [10] die Bioverfügbarkeit zweier Testarzneistoffe, die über diese Enzyme abgebaut werden, um 61,2 Prozent (Phenacetin, über CYP1A2) und 40,7 Prozent (Midazolam, über CYP3A4). Umgerechnet auf den Menschen nach dem in der Toxikologie üblichen Verfahren über die Körperoberfläche (Umrechnungsfaktor Ratte zu Mensch 6 zu 37) entspricht die verwendete Rattendosis einer humanäquivalenten Dosis von rund 81 mg pro Kilogramm Körpergewicht, bei 60 bis 70 Kilogramm Körpergewicht also etwa 4,9 bis 5,7 Gramm täglich. Eine Wechselwirkung an diesen Enzymen wurde auch bei niedrigeren Dosen am Menschen bislang nicht geprüft. Beide Laborarbeiten betonen selbst, dass bislang kein direkter Beleg für eine solche Wechselwirkung am Menschen vorliegt. Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die über diese Enzyme verstoffwechselt werden, ist das dennoch ein Grund zur Vorsicht und ärztlichen Rücksprache.

Ein großer Teil der hier ausgewerteten Studien stammt aus Indien, Thailand und angrenzenden Ländern sowie aus dem Umfeld ayurvedischer Forschungseinrichtungen. Das begrenzt, wie gut sich die Ergebnisse auf andere Bevölkerungsgruppen übertragen lassen.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    RCT-Pilotstudie, 3 Arme, 31 ausgewertete Teilnehmende · 2020

    Modulatory Effects of Triphala and Manjistha Dietary Supplementation on Human Gut Microbiota, A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Pilot Study

    Peterson CT, Pourang A, Dhaliwal S, Kohn JN, Uchitel S, Singh H, Mills PJ, Peterson SN, Sivamani RK. J Altern Complement Med

    Zur Zuschreibung: 01

  2. 02

    Systematische Uebersicht aus 12 RCTs, 749 Teilnehmende · 2021

    Effects of Triphala on Lipid and Glucose Profiles and Anthropometric Parameters, A Systematic Review

    Phimarn W, Sungthong B, Itabe H. J Evid Based Integr Med

    Zur Zuschreibung: 03, 04, 05

  3. 03

    RCT, Kombinationspräparat Guggulu plus Triphala, 90 Teilnehmende · 2021

    Guggulu and Triphala for the Treatment of Hypercholesterolaemia, A Placebo-Controlled, Double-Blind, Randomised Trial

    Donato F, et al. Complement Med Res

    Zur Zuschreibung: 03

  4. 04

    Systematische Uebersicht und Meta-Analyse aus 7 RCTs · 2020

    Effect of triphala mouthrinse on plaque and gingival inflammation, A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials

    AlJameel AH, Almalki SA. Int J Dent Hyg

    Zur Zuschreibung: 06

  5. 05

    RCT, 3 Arme, 104 ausgewertete Teilnehmende · 2025

    Anti-Inflammatory and Antioxidant Effects of HIIT in Individuals with Long COVID, Insights into the Potential Role of Triphala

    Padkao T, Intakhiao S, Prakobkaew N, Buddhisa S, Teethaisong Y, Boonla O, Prasertsri P. Int J Mol Sci

    Zur Zuschreibung: 07, 08

  6. 06

    Tierstudie, Maus · 2021

    Hepatoprotective Effects of Different Extracts From Triphala Against CCl4-Induced Acute Liver Injury in Mice

    Wei X, Luo C, He Y, Huang H, Ran F, Liao W, Tan P, Fan S, Cheng Y, Zhang D, Lin J, Han L. Front Pharmacol

    Zur Zuschreibung: 09

  7. 07

    Tierstudie, Ratte · 2024

    Preventive mechanisms of Chinese Tibetan medicine Triphala against nonalcoholic fatty liver disease

    Jiang Y, Zhao L, Ma J, Yang Y, Zhang B, Xu J, Dhondrup R, Wong TW, Zhang D. Phytomedicine

    Zur Zuschreibung: 09

  8. 08

    Tierstudie, Maus · 2015

    Protective effect of Triphala Rasayana against paracetamol-induced hepato-renal toxicity in mice

    Singh DP, Mani D. J Ayurveda Integr Med

    Zur Zuschreibung: 09

  9. 09

    In-vitro-Studie, Rattenlebermikrosomen und humane CYP-Isoformen · 2011

    Cytochrome P450 inhibitory potential of Triphala, a Rasayana from Ayurveda

    Ponnusankar S, Pandit S, Babu R, Bandyopadhyay A, Mukherjee PK. J Ethnopharmacol

  10. 10

    In-vitro-Studie an humanen Lebermikrosomen plus Tierstudie, Ratte · 2022

    Inhibitory effects of Triphala on CYP isoforms in vitro and its pharmacokinetic interactions with phenacetin and midazolam in rats

    Nontakham J, Siripong P, Sato H, Chewchinda S, Arunrungvichian K, Yahuafai J, Goli AS, Sato VH. Heliyon

  11. 11

    RCT, placebokontrolliert, 198 Teilnehmende, Zusatz zu Atorvastatin · 2017

    The effect of thriphala, a herbal Ayurveda formulation, on serum lipids, in patients on a maintenance dose of atorvastatin for hyperlipidaemia, a randomized controlled trial

    Ekanayaka RA, Rupasinha AD, Sooriyarachchi MR, Goonaratna C. Ceylon Med J

    Zur Zuschreibung: 03

  12. 12

    RCT, doppelblind, placebokontrolliert, 43 randomisiert, 34 mit vollstaendigen Laborwerten · 2009

    Resin from the mukul myrrh tree, guggul, can it be used for treating hypercholesterolemia? A randomized, controlled study

    Nohr LA, Rasmussen LB, Straand J. Complement Ther Med

    Zur Zuschreibung: 03

  13. 13

    RCT, 3 Arme, 90 Teilnehmende · 2016

    Triphala, a New Herbal Mouthwash for the Treatment of Gingivitis, A Randomized Controlled Clinical Trial

    Pradeep AR, Suke DK, Martande SS, Singh SP, Nagpal K, Naik SB. J Periodontol

    Zur Zuschreibung: 06

  14. 14

    Systematische Uebersicht und Meta-Analyse aus 5 Studien, Kinder · 2024

    Comparative anti-plaque and anti-gingivitis efficiency of Triphala versus chlorhexidine mouthwashes in children, a systematic review and meta-analysis

    Minervini G, Marrapodi MM, Tirupathi S, Afnan L, Di Blasio M, Cervino G, Isola G, Cicciù M. J Clin Pediatr Dent

    Zur Zuschreibung: 06

  15. 15

    Offene, unkontrollierte Studie, Kombinationspraeparat, 34 Teilnehmende · 2011

    An open-label, prospective clinical study to evaluate the efficacy and safety of TLPL/AY/01/2008 in the management of functional constipation

    Munshi R, Bhalerao S, Rathi P, Kuber VV, Nipanikar SU, Kadbhane KP. J Ayurveda Integr Med

    Zur Zuschreibung: 02

  16. 16

    RCT, placebokontrolliert, 80 ausgewertete Teilnehmende · 2022

    Effect of oral administration of Triphala, a polyphenol-rich prebiotic, on scalp sebum in patients with scalp seborrhea, a randomized clinical trial

    Zareie E, Mansouri P, Hosseini H, Sadeghpour O, Shirbeigi L, Hejazi S, Emtiazy M. J Dermatolog Treat

    Zur Zuschreibung: 11

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