Kollagen

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Proteine

Kollagenpeptide · Kollagenhydrolysat · hydrolysiertes Kollagen · bioaktive Kollagenpeptide

H.P.N · Datenstand 2026-08-20 · 11 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Kollagen ist das mengenmäßig häufigste Strukturprotein des menschlichen Körpers und Hauptbestandteil von Haut, Knochen, Knorpel, Sehnen und Bändern. Als Nahrungsergänzung wird es fast ausschließlich als hydrolysiertes Kollagen (Kollagenpeptide, Kollagenhydrolysat) eingesetzt, enzymatisch in kurze Peptidketten aufgespalten. Dieser Eintrag behandelt ausschließlich diese hydrolysierte, in Grammmengen dosierte Form. Undenaturiertes, natives Kollagen Typ II in Milligrammmengen ist ein anderer Rohstoff mit anderem angenommenem Wirkweg und wird im eigenen Eintrag Hühnerkollagen Typ 2 behandelt
Herkunft
Meist aus Rinderhaut oder Rinderknochen (bovine Gelatine), daneben aus Schweinehaut oder Fischhaut und Fischschuppen (marines Kollagen) gewonnen, durch enzymatische Hydrolyse in kurze Peptide aufgespalten, die glycin, prolin und hydroxyprolinreiche Fragmente wie das Dipeptid Pro Hyp enthalten
Wirkform in Studien
Hydrolysiertes Kollagen beziehungsweise Kollagenpeptide in Grammmengen, angenommen wirksam als Aminosäure und Peptidbaustein Lieferant für die körpereigene Kollagenbildung in Haut, Knorpel, Knochen und Sehnen, teils auch über direkte Signalwirkung einzelner Peptide auf Fibroblasten. Das ist ein anderer angenommener Wirkweg als bei der undenaturierten 40 mg Kollagen Typ II Form (orale Toleranz im Darm, siehe Hühnerkollagen Typ 2)
Übliche Studiendosis
Meist 2,5 bis 20 g pro Tag, häufig 5 bis 15 g; eine der zitierten Muskelstudien prüfte 40 g pro Tag. Hautstudien nutzen meist 2,5 bis 10 g, Studien zu Knie und Gelenkbeschwerden meist 10 g, Studien zu Muskelaufbau und Schlaf meist 15 bis 20 g
Verträglichkeit
In den ausgewerteten Humanstudien insgesamt gut vertragen, in keiner der zitierten Studien wurden schwerwiegende unerwünschte Ereignisse berichtet. Kollagenhydrolysat ist stets tierischer Herkunft, meist aus Rind, daneben aus Schwein oder Fisch, relevant bei einer entsprechenden Lebensmittelunverträglichkeit oder -allergie sowie aus religiösen oder ethischen Gründen

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Hautfeuchtigkeit und Hautelastizität bei Frauen und gemischten Erwachsenengruppen, hydrolysiertes Kollagen

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Meta-Analyse aus 26 randomisierten, plazebokontrollierten Humanstudien mit 1721 Teilnehmenden fand für orales hydrolysiertes Kollagen eine statistisch signifikante Verbesserung von Hautfeuchtigkeit (18 gepoolte Studien, SMD 0,63, 95-Prozent-KI 0,38 bis 0,88, Z gleich 4,94, p kleiner 0,00001) und Hautelastizität (19 gepoolte Studien, SMD 0,72, 95-Prozent-KI 0,40 bis 1,03, Z gleich 4,49, p kleiner 0,00001) gegenüber Placebo [1]. Im Volltext zeigt die Subgruppenanalyse dieser Arbeit, dass der Effekt auf die Hautfeuchtigkeit nach Kollagenquelle schwankte, wobei Kollagen aus Hühnerknorpel als einzige geprüfte Quelle keinen signifikanten Effekt (SMD minus 0,03, 95-Prozent-KI minus 0,40 bis 0,34, ein einzelner Studienarm), während Fisch-, Rind- und Schweinekollagen signifikant wirkten; bei der Hautelastizität unterschieden sich die Quellen dagegen nicht signifikant voneinander (p gleich 0,21). Nach nur 6 Wochen Einnahme verfehlte der Elastizitätseffekt in der Untergruppenanalyse knapp die Signifikanzschwelle, ohne dass die Arbeit dafür ein eigenes Effektmaß mit Intervall angibt, erst ab 8 Wochen wurde der Effekt durchgehend signifikant, mit einem etwas stärkeren Effekt bei mehr als 8 Wochen (SMD 0,73, 95-Prozent-KI 0,41 bis 1,06) als bei weniger als 8 Wochen (SMD 0,67, 95-Prozent-KI 0,33 bis 1,00). Die Studie selbst ist akademisch finanziert (Taipei Municipal Wanfang Hospital), die Autoren geben keinen Interessenkonflikt an. Eine frühere, kleinere Meta-Analyse aus 19 Studien mit 1125 Teilnehmenden (95 Prozent Frauen, 20 bis 70 Jahre) fand ebenfalls signifikante Verbesserungen bei Feuchtigkeit und Elastizität gegenüber Placebo nach mindestens 90 Tagen Einnahme [2]. Die Überschneidung beider Übersichtsarbeiten ist nachgeschlagen und nicht bloß vermutet, die neuere Arbeit führt die ältere im eigenen Literaturverzeichnis und schließt dieselben tragenden Einzelstudien ein, darunter Proksch 2014, Choi 2014, Yoon 2014, Asserin 2015, Koizumi 2017 und Bolke 2019. Es sind damit eine große und eine kleinere, ältere Auswertung desselben Feldes und nicht zwei unabhängige Bestätigungen. In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 85 Frauen (43 bis 65 Jahre, ostasiatische Population) stieg mit 5 g Kollagenpeptiden pro Tag nach 84 Tagen die Hautfeuchtigkeit und Dermisdichte gegenüber Placebo signifikant [3]; alle Autoren dieser Studie waren beim Kollagenpeptid-Hersteller Rousselot angestellt. In einer weiteren randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 70 gesunden Erwachsenen (1,65 g eines niedermolekularen Kollagenpeptids pro Tag, davon 74,25 mg des als wirksam angenommenen Dipeptids Gly-Pro, 8 Wochen plus 2 Wochen Nachbeobachtung ohne weitere Einnahme) besserten sich Hautelastizität, Feuchtigkeit und Dermisdichte gegenüber Placebo signifikant, der Effekt blieb auch 2 Wochen nach Absetzen bestehen [4]. Zwei der sieben Autoren dieser Studie waren direkt beim Hersteller des Testprodukts, dem Lebensmittelkonzern Nongshim, angestellt, die übrigen an einem beauftragten Hautforschungsinstitut; die Danksagung im Volltext nennt Nongshim zusätzlich als Geldgeber der Studie, während die Autoren im selben Artikel erklären, keinen finanziellen Interessenkonflikt zu haben. Die Stufe belegt ruht damit nicht auf diesen beiden herstellergebundenen Einzelstudien, sondern auf der von einem Krankenhaus akademisch finanzierten Meta-Analyse [1], deren Effektmaße für Feuchtigkeit und Elastizität im Volltext ausdrücklich als gepoolter Gruppenvergleich gegen Placebo ausgewiesen sind

    Quellen: 1, 2, 3, 4

  2. 02

    Faltentiefe im Gesicht bei Frauen und gemischten Erwachsenengruppen, hydrolysiertes Kollagen, tragende Meta-Analyse hat Falten entgegen ihrem Titel gar nicht gepoolt ausgewertet

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    Im Volltext der 26-Studien-Meta-Analyse zeigt sich, dass trotz des Titels "Effects of Oral Collagen for Skin Anti-Aging" tatsächlich nur Hautfeuchtigkeit (18 Studien) und Hautelastizität (19 Studien) gepoolt ausgewertet wurden; ein eigener Abschnitt mit gepoolter Faltentiefe fehlt, mehrere der eingeschlossenen Einzelstudien maßen zwar Falten, ein gemeinsames Effektmaß dafür wird aber weder im Ergebnisteil noch in der Diskussion berichtet. Auch das Abstract berichtet keine Verbesserung der Faltentiefe, weshalb Quelle [1] hier nicht als Beleg zählt. Die frühere, kleinere Meta-Analyse aus 19 Studien mit 1125 Teilnehmenden fand dagegen tatsächlich eine gepoolte, signifikante Reduktion der Faltentiefe nach mindestens 90 Tagen Einnahme, laut Abstract bestätigt durch eine separate Untergruppenauswertung [2]; der Volltext dieser Arbeit lag für diese Recherche nicht vor, eine genaue Effektstärke lässt sich daher nicht nachprüfen. In der Studie an 85 Frauen (5 g pro Tag, Quelle 3) berichtet der Abstract zur sichtbaren Faltenausprägung keinen Gruppenvergleich, sondern einen Zeitverlauf innerhalb der Gruppen, die Besserung trat in der Kollagengruppe nach 28 Tagen ein und in der Placebogruppe nach 84 Tagen [3]; ein Unterschied zu Placebo zum Zeitpunkt 28 Tage ist daraus nicht abzulesen. In der Studie an 70 Erwachsenen (1,65 g pro Tag, Quelle 4) sanken Faltentiefe und -höhe an den meisten geprüften Gesichtsregionen (Krähenfüße, Nasolabialfalten, Nacken) signifikant gegenüber Placebo, beim visuell beurteilten Faltenschweregrad zusätzlich mit sehr guter Beurteilerübereinstimmung (ICC über 0,9); bei der maximalen Faltenhöhe im Bereich der Nasolabialfalten fand sich dagegen kein signifikanter Gruppenunterschied [4]. Für die Faltentiefe trägt als einzige herstellerunabhängige Arbeit die Meta-Analyse [2], deren drei Verfasser ausschließlich an brasilianischen Hochschulen sitzen und die einen gepoolten Vorteil gegenüber Placebo berichtet, deren Effektmaß sich mangels freiem Volltext aber nicht nachrechnen lässt. Daneben steht eine einzelne herstellerfinanzierte Studie mit ausgewiesenem Gruppenvergleich [4], während [1] die Faltentiefe gar nicht poolt und [3] zu diesem Endpunkt keinen Gruppenvergleich liefert

    Quellen: 1, 2, 3, 4

  3. 03

    Nagelwachstum und Nägelbrüchigkeit, hydrolysiertes Kollagen, einzige Studie ohne Placebo- oder Kontrollgruppe

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer offenen Studie ohne Placebo- oder Kontrollgruppe an 25 Teilnehmenden mit brüchigen Nägeln erhöhte die tägliche Einnahme von 2,5 g eines Markenrohstoffs aus bioaktiven Kollagenpeptiden (VERISOL) über 24 Wochen die Nagelwachstumsrate um 12 Prozent und senkte die Häufigkeit gebrochener oder abgesplitterter Nägel um 42 Prozent, 64 Prozent der Teilnehmenden erreichten eine vom Arzt beurteilte globale klinische Besserung [5]. Ein Autor dieser Studie war beim Collagen Research Institute angestellt, das dem Kollagenpeptid-Hersteller GELITA nahesteht. Da die Studie offen und ohne Vergleichsgruppe lief, lässt sich der beobachtete Effekt nicht von einem Erwartungs- oder Zeitverlaufseffekt trennen. In der oben beschriebenen plazebokontrollierten Studie an 85 Frauen (5 g pro Tag, Quelle 3) besserte sich die Nagelfarbe in der Kollagengruppe nach 28 Tagen und in der Placebogruppe nach 84 Tagen; auch das ist ein Verlauf innerhalb der Gruppen und kein Gruppenvergleich zu diesem Zeitpunkt [3]. Ein plazebokontrolliertes Ergebnis speziell zur Nagelwachstumsrate oder Nagelbrüchigkeit liegt aus dieser Studie nicht vor

    Quellen: 5, 3

  4. 04

    Haarwachstum und Haardichte, Kollagenpeptide, bislang nur an Zellkulturen und Mäusen untersucht

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Gezielt nach Humanstudien zu oralem Kollagen und Haarwachstum gesucht, mit und ohne Studientyp-Filter und zusätzlich ohne Humanfilter, dabei ließ sich keine placebokontrollierte oder unkontrollierte Interventionsstudie am Menschen finden. Eine Untersuchung an menschlichen Haarpapillenzellen in Zellkultur und an C57BL/6-Mäusen (orale Gabe von 500 oder 1000 mg pro Kilogramm Körpergewicht über 6 Wochen) fand unter einem Kollagenpeptid aus Tilapia-Fischschuppen eine verstärkte Zellproliferation und ein verbessertes Haarwachstum gegenüber unbehandelten Tieren, bei der höheren Dosis vergleichbar mit dem Referenzwirkstoff Finasterid, begleitet von einer veränderten Expression mehrerer Wachstumsfaktoren [6]. Dies ist eine reine Zell- und Tierstudie mit einem spezifischen Fischkollagenpeptid, keine Untersuchung am Menschen, eine Übertragung auf Menschen oder auf allgemeines Kollagenhydrolysat aus Rindergelatine ist daraus nicht abzuleiten

    Quellen: 6

  5. 05

    Gelenkschmerzen und Funktionseinschränkung, hydrolysiertes Kollagen, bei ärztlich festgestellter Kniearthrose durchweg Besserung gegenüber Placebo, dort aber jede Studie herstellergebunden oder ein Sechs-Wirkstoff-Kombipräparat, bei körperlich aktiven Erwachsenen ohne Arthrosediagnose kein Unterschied zu Placebo in der einzigen unabhängigen Studie

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Fünf placebokontrollierte Humanstudien prüfen hydrolysiertes Kollagen bei Erwachsenen mit Kniearthrose oder selbstberichteten Knieschmerzen gegen Placebo auf Schmerz- und Funktionswerte, mit uneinheitlichem Ergebnis. Im Volltext einer doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an körperlich aktiven Erwachsenen mittleren Alters ohne Arthrosediagnose, von denen zu Studienbeginn nur 19 Prozent überhaupt gezielte Gelenkschmerzen angaben (86 eingeschlossen, 59 Teilnehmende schlossen den 6-Monats-Arm ab, 19 pro 20-g-Gruppe, 19 pro 10-g-Gruppe, 21 unter Placebo, 35 Prozent Abbruchquote; 10 oder 20 g pro Tag, 3 bis 9 Monate) besserten sich Alltagsfunktion und Schmerz nur unter 10 g nach 6 Monaten und dort nur bei Teilnehmenden mit hoher Trainingsfrequenz signifikant (p gleich 0,037), während die körperliche Summenskala unter 20 g nur bei Frauen signifikant zunahm (p gleich 0,013); mehrere weitere Teilgruppenauswertungen verfehlten die Signifikanzschwelle knapp (p zwischen 0,06 und 0,09) [7]. Das im Abstract als akademisch erscheinende Projekt ist laut Funding-Statement im Volltext tatsächlich vom Kollagenpeptid-Hersteller PB Leiner (Tessenderlo Group, Markenname SOLUGEL) finanziert worden, der auch das Testprodukt stellte, ein Interessenkonflikt wird in den PubMed-Metadaten nicht separat ausgewiesen. In einer multizentrischen, aktiv- und plazebokontrollierten 5-Arm-Studie an 100 Erwachsenen mit Kniearthrose (2,5, 5 oder 10 g eines Markenkollagenpeptids, 10 g eines konventionellen Kollagenpeptids oder Placebo, 90 Tage) verbesserten sich WOMAC, Lebensqualität und der Knorpelabbaumarker CTX-II unter allen aktiven Dosen signifikant gegenüber Placebo, im Volltext mit einer CTX-II-Reduktion von 22,8 bis 34,35 Prozent in den Markenkollagen-Gruppen gegenüber 3,1 Prozent unter Placebo, die 7 Prozent gehören im Volltext zum bildgebenden MOAKS-Wert [8]; die Studie stammt vom Rohstoffhersteller Nitta Gelatin, mehrere Autoren sind dessen Angestellte. In einer plazebokontrollierten Studie mit Kollagenpeptiden aus Schweinehaut oder Rinderknochen bei Kniearthrose (Teilnehmerzahl und genaue Dosis im Abstract nicht genannt, 13 Wochen) sanken WOMAC, Schmerz-VAS und Lebensqualitätswert gegenüber Placebo signifikant (p kleiner 0,01) [9]; auch diese Studie stammt vom Rohstoffhersteller Nitta Gelatin. In einer kleinen, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 31 Erwachsenen mit Kniearthrose (Kellgren-Lawrence-Grad 2 bis 3, 8 Wochen) besserten sich Schmerz-VAS, WOMAC, KOOS und mehrere weitere Fragebogenwerte signifikant gegenüber Placebo (p kleiner 0,05), bei den Funktionstests Timed-Up-and-Go, Sit-to-Stand und Treppensteigen zeigte sich dagegen kein signifikanter Unterschied [10]. Im Volltext zeigt sich, dass das geprüfte Präparat kein reines Kollagenprodukt ist, sondern pro Sachet 2000 mg Kollagenpeptide Typ 1 und 3 (Markenrohstoff PROFIN, aus Rinderhaut) und zusätzlich 40 mg hydrolysiertes Kollagen Typ 2 (aus Huhn) mit 1500 mg Glukosaminsulfat, 750 mg Chondroitinsulfat, 500 mg Methylsulfonylmethan, 100 mg Hyaluronsäure, 50 mg Weihrauchextrakt und 100 mg Vitamin C kombiniert; ein eigenständiger Effekt des Kollagenanteils lässt sich aus diesem Kombipräparat nicht isolieren, da Glukosamin- und Chondroitinsulfat eine eigene, unabhängige Studienlage zu Gelenkbeschwerden haben. Die Studie selbst ist herstellerfinanziert (Naturagen İlaç Kozmetik AŞ stellte das Produkt), akademisch durchgeführt, ohne separate Förderangabe. Dem stehen als größte und einzige unabhängige Arbeit mit einem reinen Kollagenpräparat 167 gesunde, körperlich aktive Erwachsene mit selbstberichteten Knieschmerzen gegenüber (10 g pro Tag, 12 Wochen, niederländische Universitäts- und Forschungseinrichtungen ohne erkennbare Herstellerbeteiligung), bei denen sich Schmerz-VAS, KOOS und Lysholm-Score zwar gegenüber dem Ausgangswert besserten, aber in Kollagen- und Placebogruppe gleich stark (VAS minus 1,6 gegenüber minus 1,9 Punkte, p gleich 0,42), auch Entzündungs-, Knorpel- und Knochenmarker im Blut unterschieden sich nicht [11]. Ausgezählt und nach Bevölkerungsgruppen getrennt heißt das zweierlei. Bei Erwachsenen mit ärztlich festgestellter Kniearthrose fanden alle drei vorliegenden Studien eine Besserung von Schmerz und Funktion gegenüber Placebo [8, 9, 10], zwei davon stammen vom Rohstoffhersteller Nitta Gelatin, die dritte prüft kein reines Kollagenpräparat, sondern ein Sechs-Wirkstoff-Kombipräparat mit Glukosamin- und Chondroitinsulfat, deren eigene Studienlage den Kollagenanteil nicht isolierbar macht. Bei körperlich aktiven Erwachsenen ohne Arthrosediagnose steht dem die größte und einzige herstellerunabhängige Arbeit mit reinem Kollagenhydrolysat gegenüber, die keinen Unterschied zu Placebo fand [11], und die herstellerfinanzierte Arbeit an einer ähnlichen Gruppe erreichte die Signifikanz nur in einzelnen Teilgruppen [7]. Das sind zwei verschiedene Bevölkerungsgruppen und nicht zwei gegensätzliche Antworten auf dieselbe Frage, weshalb die Zeile nicht mehr als widersprüchlich geführt wird. Für die Arthrosegruppe bleibt es bei hinweise, weil dort keine einzige herstellerunabhängige Studie mit einem reinen Kollagenpräparat vorliegt, für die Gruppe ohne Arthrosediagnose ist der beste vorliegende Befund ein ausbleibender Unterschied zu Placebo. Vier der fünf Studien prüften 10 g Kollagenhydrolysat pro Tag

    Quellen: 7, 8, 9, 10, 11

  6. 06

    Schmerz und Funktion bei chronischer Achillessehnen-Tendinopathie in Kombination mit einem Wadenmuskel-Kräftigungsprogramm, spezifische Kollagenpeptide (TENDOFORTE), 5 g pro Tag

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer plazebokontrollierten Crossover-Pilotstudie an 20 Erwachsenen mit chronischer Achillessehnen-Tendinopathie (Markenrohstoff TENDOFORTE, 2,5 g zweimal täglich, insgesamt 5 g pro Tag, jeweils 3 Monate pro Studienarm plus ein bi-täglich durchgeführtes Wadenmuskel-Kräftigungsprogramm über 6 Monate) stieg der VISA-A-Funktionsscore in der Gruppe, die zuerst Kollagenpeptide erhielt, nach 3 Monaten um geschätzt 12,6 Punkte (95-Prozent-KI 9,7 bis 15,5) gegenüber 5,3 Punkten (95-Prozent-KI 2,3 bis 8,3) in der zuerst placebobehandelten Gruppe, ein gemischtes lineares Modell zeigte eine statistisch signifikante Wechselwirkung zwischen Einnahmereihenfolge und VISA-A-Verlauf (p kleiner 0,0001) [12]. Nach dem Cross-over glichen sich beide Gruppen im Gesamtverlauf an (Zunahme über die volle Studiendauer 18,5 beziehungsweise 23,0 Punkte in den beiden Gruppen). Die Gefäßdichte der Sehne nahm in beiden Gruppen statistisch signifikant und ähnlich stark ab, ohne erkennbaren Zusatznutzen der Kollagenpeptide auf diesen Marker. Die Studie ist klein (n gleich 20), ein Pilotprojekt, und praktisch immer in Kombination mit einem Übungsprogramm gegeben, ein eigenständiger Effekt von Kollagenpeptiden ohne begleitendes Training lässt sich daraus nicht ableiten. Die Autoren gehören akademischen und nationalen Sportinstituten an, im PubMed-Abstract ist eine Finanzierung durch den Hersteller nicht angegeben; im Funding-Statement des Volltexts steht dagegen, dass die Studie finanziell vom Hersteller des Markenrohstoffs, GELITA AG, getragen wurde

    Quellen: 12

  7. 07

    Knochendichte bei postmenopausalen Frauen mit altersbedingt verringerter Knochendichte, spezifische Kollagenpeptide, alle drei verfügbaren Studien prüfen denselben Markenrohstoff eines einzigen Herstellers

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 131 postmenopausalen Frauen mit altersbedingt verringerter Knochendichte (5 g spezifische Kollagenpeptide pro Tag, Markenrohstoff FORTIBONE, 12 Monate, T-Score Wirbelsäule minus 2,4, Schenkelhals minus 1,4 im Mittel) stieg die Knochendichte an Wirbelsäule und Schenkelhals gegenüber Placebo signifikant stärker (T-Score Wirbelsäule plus 0,1 gegenüber minus 0,03, p gleich 0,030; Schenkelhals plus 0,09 gegenüber minus 0,01, p gleich 0,003), der Knochenaufbaumarker P1NP stieg nur in der Kollagengruppe signifikant [13]. Ein Autor dieser Studie war beim Collagen Research Institute angestellt, das dem Kollagenpeptid-Hersteller GELITA nahesteht, im Volltext dankt die Danksagung zusätzlich ausdrücklich GELITA AG für die finanzielle Unterstützung eines Teils der Studie, zwei weitere Autoren gehörten der Universität Freiburg an. In einer weiteren Arbeit an 51 postmenopausalen Frauen mit Osteopenie, die zusätzlich zu Kalzium und Vitamin D entweder 5 g Kollagenpeptide (Gruppe A) oder kein Kollagen (Gruppe B, kein echtes Placebo) erhielten, fiel der Knochenaufbaumarker P1NP nach 3 Monaten in Gruppe A um 13,1 Prozent, in Gruppe B blieb er unverändert [14]. Das ist ein Vorher-Nachher-Wert innerhalb der Gruppe und kein Gruppenvergleich, die Autoren deuten den Rückgang als gedämpften Knochenumsatz. P1NP lief in dieser Arbeit damit in die Gegenrichtung wie in Quelle 13, wo derselbe Marker in der Kollagengruppe anstieg; P1NP ist ein Marker der Knochenbildung. Nach 12 Monaten zeigte dieselbe Kohorte in Gruppe A eine größere prozentuale Zunahme von trabekulärem Knochenmineralgehalt und volumetrischer Knochendichte am Schienbein sowie eine höhere Knochendichte an der Wirbelsäule als in Gruppe B [15]. Zur zweiten und dritten Arbeit zeigt der Volltext von Quelle 14, dass auch diese Studie vom Vertriebspartner des Rohstoffs, Vivapharm SA, finanziert und mit dessen Produkt Colabone durchgeführt wurde, das denselben Markenrohstoff FORTIBONE enthält wie Quelle 13, nur unter griechischem Markennamen vertrieben. Für Quelle 15 ist die Förderung nicht nachschlagbar, die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract und der Abstract nennt keinen Geldgeber; sie wird deshalb nicht als eigene Förderquelle geführt, sondern als Zwölfmonatsauswertung derselben Kohorte mit demselben Produkt wie Quelle 14. Sämtliche drei verfügbaren Humanstudien zur Knochendichte prüfen damit denselben spezifischen Kollagenpeptid-Rohstoff eines einzigen Herstellers, zwei davon direkt oder über dessen Vertriebspartner finanziert, keine davon unabhängig vom Hersteller. Zusätzlich vergleichen die zweite und dritte Arbeit Kollagen als Zusatz zu Kalzium und Vitamin D gegen Kalzium und Vitamin D allein und nicht gegen ein echtes Placebo. Für Kalzium- und Vitamin-D-Zusatzstudien ist damit nur eine einzige echt plazebokontrollierte Studie vorhanden, ohne unabhängige Zweitquelle mit einem anderen Rohstoff oder Hersteller; das reicht nach dem hier verwendeten Maßstab nicht für die Stufe belegt. Alle drei Arbeiten prüften 5 g Kollagenhydrolysat pro Tag

    Quellen: 13, 14, 15

  8. 08

    Muskelmasse und Muskelkraft in Kombination mit Krafttraining, Kollagenpeptide, in direkten Vergleichen mit Molkenprotein-basierten Präparaten unterlegen

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 53 älteren Männern mit Sarkopenie (15 g Kollagenpeptide oder Silica-Placebo pro Tag, begleitend 12 Wochen angeleitetes Krafttraining) nahm die fettfreie Masse unter Kollagen stärker zu als unter Placebo (plus 4,2 gegenüber plus 2,9 kg, p kleiner 0,05), ebenso die isokinetische Oberschenkelkraft (plus 16,5 gegenüber plus 7,3 Nm, p kleiner 0,05) und der Fettmasseverlust (minus 5,4 gegenüber minus 3,5 kg, p kleiner 0,05) [16]. Zwei Autoren dieser Studie waren beim Collagen Research Institute angestellt, das dem Kollagenpeptid-Hersteller GELITA nahesteht. Zu dieser Studie liegt eine 2025 veröffentlichte Berichtigung vor [22], die klarstellt, dass die Studie kein reguläres Forschungsstipendium erhielt, GELITA AG stellte aber die Testpräparate und übernahm die Kosten für Teilnehmerentschädigung und Probenanalyse; zusätzlich ist einer der Autoren, Dr. Steffen Oesser, Mitinhaber einer Patentanmeldung zu dem in der Arbeit geprüften Wirkstoff, ohne Lizenzzahlungen aus dieser Anmeldung zu erhalten. In einer randomisierten, doppelblinden Studie an 26 gesunden jungen Erwachsenen wurden während eines 10-wöchigen Krafttrainings ein molkenproteinbasiertes Präparat (20 g Molkenprotein, Leucin, Kreatin, Kalzium, Vitamin D) gegen ein stickstoffgleiches Vergleichspräparat aus 20 g Kollagenpeptiden mit Alanin und Glycin getestet, ohne echte Placebogruppe ohne jedes Präparat; die fettfreie Masse nahm unter dem molkenproteinbasierten Präparat stärker zu als unter dem Kollagenpräparat (plus 4,1 gegenüber plus 2,8 kg, p kleiner 0,05) [17]. In einer retrospektiven Untergruppenanalyse an übergewichtigen oder adipösen älteren Männern mit metabolischem Risiko (Gesamtstudie randomisiert, doppelblind, plazebokontrolliert an 32 älteren Männern, hier eine Teilgruppe von 20) erzielte ein molkenprotein-, kreatin- und fischölbasiertes Präparat (Muscle 5, n gleich 12, 24 g Molken- und 16 g Kaseinprotein pro Tag) größere Zunahmen bei Muskelmasse, Kraft und Leistung als ein Kollagenpeptid- und Distelölpräparat (n gleich 8, 40 g Kollagenpeptide pro Tag, Markenrohstoff Peptiplus, GELITA) im Vergleich der Veränderungen zwischen den Gruppen (p kleiner 0,05) [18]; der Knochenaufbaumarker P1NP stieg nur in der Molkenprotein-Gruppe signifikant (p gleich 0,036). Bemerkenswert ist, dass auch das in dieser dritten Studie unterlegene Kollagenpräparat von GELITA stammt, ohne dass die Studie selbst von GELITA finanziert wurde; die Studie wurde über ein kanadisches Forschungsförderungsprogramm finanziert, zwei Autoren beziehungsweise deren Vorgesetzter sind bei der Exerkine Corporation angestellt beziehungsweise deren Geschäftsführer, einem Nahrungsergänzungsmittelunternehmen am selben Forschungsinstitut, das aber nicht Hersteller eines der beiden Vergleichspräparate ist. Insgesamt liegt für den Muskelaufbau nur eine einzelne, herstellernahe, echt plazebokontrollierte Studie vor, die zudem stets mit Krafttraining kombiniert war, während zwei unabhängig finanzierte Vergleichsstudien Kollagenpeptide gegenüber molkenproteinbasierten Präparaten selbst in deutlich höherer Dosierung als unterlegen zeigen, ohne dass diese beiden Studien Kollagen gegen ein echtes Nichts-Präparat testeten. Die hier zitierten Studien setzten 15 bis 40 g Kollagenpeptide pro Tag ein, mit der höchsten Dosis in der Studie, die den größten Nachteil gegenüber Molkenprotein zeigte

    Quellen: 16, 17, 18, 22

  9. 09

    Schlaffragmentierung bei sportlich aktiven Männern mit Schlafbeschwerden, glycinreiche Kollagenpeptide, ohne Effekt auf Schlafdauer, -effizienz oder subjektive Schlafqualität

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer randomisierten, plazebokontrollierten Crossover-Studie an 13 sportlich aktiven Männern mit selbstberichteten Schlafbeschwerden (15 g glycinreiche Kollagenpeptide oder Placebo, jeweils eine Stunde vor dem Schlafengehen über 7 Nächte) zeigte die Polysomnographie in der letzten Nacht weniger Aufwachereignisse unter Kollagen als unter Placebo (21,3 gegenüber 29,3, p gleich 0,028), auch die subjektiv erfassten Aufwachereignisse waren im 7-Tage-Mittel geringer (1,3 gegenüber 1,9, p gleich 0,023) [19]. Ein Anteil richtiger Antworten im morgendlichen Stroop-Test war unter Kollagen höher (p gleich 0,009), bei allen anderen erfassten Größen, darunter Kernkörpertemperatur, Hormonwerte, Entzündungsmarker, subjektive Schläfrigkeit und Müdigkeit sowie Schlafdauer, Einschlaflatenz, Schlafeffizienz und weitere Kognitionsmaße, zeigte sich kein signifikanter Unterschied zu Placebo (p größer 0,05) [19]. Zwei der zwölf Autoren waren beim Kollagenpeptid-Hersteller Rousselot angestellt. Die Studie ist mit 13 Teilnehmenden, ausschließlich sportlich aktiven Männern mit Schlafbeschwerden und einer Dosis von 15 g pro Tag klein und eng umgrenzt

    Quellen: 19

  10. 10

    Gefäßsteifigkeit und Herz-Kreislauf-Marker, Kollagentripeptide in einer offenen Humanstudie sowie ein isoliertes Peptid im Mausmodell

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine offene Humanstudie prüfte 16 g Kollagentripeptide pro Tag über sechs Monate. Der Gefäßsteifigkeitsindex CAVI sank gegenüber dem Ausgangswert; ohne Kontrollgruppe lässt sich daraus kein gesicherter Behandlungseffekt ableiten (Tomosugi et al., 2017). In ApoE-defizienten Mäusen, einem Modell für Atherosklerose, hemmte ein aus Lachs-Kollagenhydrolysat isoliertes Oligopeptid (OG-5) über eine Blockade des P2Y12-Rezeptors die Thrombozytenaggregation, verringerte die Thrombusbildung am Schwanz dosisabhängig um bis zu 30 Prozent und verringerte bei längerer Gabe die Bildung atherosklerotischer Plaques in einem mit Acetylsalicylsäure vergleichbaren Ausmaß, ohne erkennbare Nebenwirkungen [20]. Es handelt sich um ein einzelnes, isoliertes Peptid aus einer bestimmten Fischquelle, nicht um allgemeines Kollagenhydrolysat, und ausschließlich um eine Tierstudie, eine Übertragung auf Menschen ist daraus nicht abzuleiten

    Quellen: 20

  11. 11

    Darmbarriere und Darmschleimhaut, spezifische Kollagenpeptide im Zellmodell

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Zellstudie untersuchte Kollagenpeptidfraktionen aus der Haut von Alaska-Seelachs an einer durch TNF-alpha geschädigten Caco-2-Darmbarriere. Bestimmte Fraktionen und isolierte Peptidsequenzen zeigten schützende Effekte (Chen et al., 2019). Das ist kein Nachweis, dass oral eingenommenes Kollagenhydrolysat beim Menschen die Darmbarriere verbessert.

Kollagen ist im Körper kein einzelner Stoff, sondern eine Familie von Strukturproteinen, und als Nahrungsergänzung gibt es zwei grundverschiedene Formen mit eigener Studienlage. Undenaturiertes, natives Kollagen Typ II wird in Milligrammmengen (meist 40 mg) gegeben, der angenommene Wirkweg läuft über orale Toleranz im Darm, dazu der eigene Eintrag Hühnerkollagen Typ 2. Dieser Eintrag behandelt die andere, deutlich häufigere Form: hydrolysiertes Kollagen beziehungsweise Kollagenpeptide, in Grammmengen dosiert und als Baustein- und Signalpeptid-Lieferant für die körpereigene Kollagenbildung diskutiert.

Die Studienlage zu hydrolysiertem Kollagen ist breiter als bei den meisten Einzelstoffen in diesem Kompendium, aber auch auffällig herstellernah: Von den 22 hier zitierten Quellen sind mindestens sieben direkt oder über einen Vertriebspartner von einem Kollagenpeptid-Hersteller finanziert oder mit dessen Produkt durchgeführt. Nach dem Öffnen der frei zugänglichen Volltexte zeigte sich das deutlich ausgeprägter, als es die PubMed-Abstracts allein erkennen lassen: Bei drei Studien (Gelenkschmerz-Quelle 7, Achillessehnen-Quelle 12, Knochendichte-Quelle 13) steht die Herstellerfinanzierung nur im Funding-Statement des Volltextes, nicht im Abstract oder in den sonstigen PubMed-Feldern. Ein Großteil der positiven Arbeiten stammt vom Kollagenpeptid-Hersteller GELITA AG oder dem ihm nahestehenden Collagen Research Institute (direkt als Geldgeber oder Rohstofflieferant bei den Quellen 12, 13, 16 und 18), von dessen Vertriebspartner Vivapharm SA (Quelle 14, für die Zwölfmonatsauswertung derselben Kohorte in Quelle 15 ist keine Förderangabe zugänglich), von PB Leiner/Tessenderlo (Quelle 7), von Nitta Gelatin (Quellen 8 und 9), von Rousselot (Quelle 3) oder von Nongshim (Quelle 4). Eine Übersichtsarbeit zu Marketingaussagen bei oralem Kollagen kommt zu dem Schluss, dass die auf Herstellerseiten und in sozialen Medien verbreiteten Aussagen zu Haut, Nägeln und Haaren über das hinausgehen, was die bisherige Literatur trägt [21]. Am deutlichsten zeigt sich das Muster bei Gelenkschmerzen: Drei der vier positiven Studien sind herstellergebunden, die vierte prüft kein reines Kollagenpräparat, sondern ein Sechs-Wirkstoff-Kombipräparat mit den eigenständig wirksamen Gelenkstoffen Glukosamin- und Chondroitinsulfat; die einzige unabhängige, unkonfundierte Studie mit 167 Teilnehmenden fand keinen Unterschied zu Placebo. Bei der Knochendichte prüfen sogar alle drei verfügbaren Studien denselben Markenrohstoff (FORTIBONE) eines einzigen Herstellers, weshalb die Stufe dort in dieser Fassung von belegt auf hinweise gesenkt wurde.

Studien im Detail

Haut, Feuchtigkeit, Elastizität und Faltentiefe

Pu und Kollegen werteten 2023 in einer Meta-Analyse 26 randomisierte, plazebokontrollierte Studien mit 1721 Teilnehmenden aus und fanden für orales, hydrolysiertes Kollagen signifikante Verbesserungen bei Hautfeuchtigkeit (18 gepoolte Studien, SMD 0,63) und Hautelastizität (19 gepoolte Studien, SMD 0,72) gegenüber Placebo [1]. Trotz des Titels der Arbeit ("Effects of Oral Collagen for Skin Anti-Aging") wurde die Faltentiefe darin entgegen einer früheren Lesart dieses Eintrags nicht als eigenes gepooltes Ergebnis ausgewertet, ein entsprechender Abschnitt fehlt im Ergebnisteil und in der Diskussion. Im Volltext zeigt sich außerdem, dass der Feuchtigkeitseffekt je nach Kollagenquelle schwankte: Kollagen aus Hühnerknorpel zeigte als einzige Quelle keinen signifikanten Effekt, anders als Fisch-, Rind- und Schweinekollagen. Eine frühere Meta-Analyse aus 19 Studien mit 1125 Teilnehmenden von de Miranda und Kollegen (2021) fand dagegen tatsächlich eine gepoolte, signifikante Reduktion der Faltentiefe neben Feuchtigkeit und Elastizität nach mindestens 90 Tagen [2], ihr Volltext lag für diese Recherche nicht vor, weshalb sich die zugrundeliegende Effektstärke hier nicht nachprüfen ließ.

Zwei neuere Einzelstudien stützen das Bild mit konkreten Dosen: Vleminckx und Kollegen (2024) fanden an 85 Frauen unter 5 g Kollagenpeptiden pro Tag nach 84 Tagen eine signifikant höhere Hautfeuchtigkeit und Dermisdichte gegenüber Placebo, während die Angaben zu Elastizität und Faltenwahrnehmung nach 28 Tagen den Verlauf innerhalb der Gruppen beschreiben und keinen Vergleich gegenüber Placebo zu diesem Zeitpunkt [3]. Lee und Kollegen (2025) fanden an 70 Erwachsenen unter 1,65 g eines niedermolekularen Kollagenpeptids pro Tag über 8 Wochen signifikante Verbesserungen bei Elastizität, Feuchtigkeit, Dermisdichte und den meisten Faltenwerten, mit anhaltendem Effekt noch 2 Wochen nach Absetzen; bei der maximalen Faltenhöhe im Bereich der Nasolabialfalten fand sich dagegen kein signifikanter Gruppenunterschied [4]. Beide Studien wurden von den jeweiligen Kollagenpeptid-Herstellern mitgetragen: Bei Vleminckx und Kollegen waren alle Autoren bei Rousselot angestellt, bei Lee und Kollegen zwei der sieben Autoren direkt bei Nongshim, ohne dass im jeweiligen Artikel ein Interessenkonflikt angegeben wird.

Nägel und Haare

Zu Nägeln liegt nur eine offene Studie ohne Kontrollgruppe vor: Hexsel und Kollegen (2017) fanden an 25 Teilnehmenden mit brüchigen Nägeln unter 2,5 g eines Markenkollagenpeptids über 24 Wochen eine höhere Nagelwachstumsrate und weniger gebrochene Nägel [5], ohne Placebo lässt sich der Effekt aber nicht von einem Zeitverlaufseffekt trennen. Zu Haaren fand sich trotz gezielter Suche keine einzige Humanstudie, nur eine Zell- und Tierstudie mit einem Fischkollagenpeptid [6], siehe den Abschnitt Tier- und Laborstudien.

Gelenkschmerzen bei Kniearthrose und Knieschmerzen

Fünf placebokontrollierte Studien zu diesem Endpunkt zeigen kein einheitliches Bild. Kviatkovsky und Kollegen (2023) fanden bei körperlich aktiven Erwachsenen mittleren Alters (86 eingeschlossen, 59 schlossen den 6-Monats-Arm ab) nur unter 10 g pro Tag und nur bei häufig Trainierenden eine signifikante Schmerzbesserung nach 6 Monaten [7]. Im Abstract wirkt diese Studie akademisch, ihr Volltext zeigt jedoch, dass sie vom Kollagenpeptid-Hersteller PB Leiner (Tessenderlo Group, Markenname SOLUGEL) finanziert wurde, der auch das Testprodukt lieferte. Devasia und Kollegen (2024) und Kumar und Kollegen (2015), beide vom Rohstoffhersteller Nitta Gelatin, fanden an insgesamt rund 100 beziehungsweise einer nicht näher bezifferten Zahl von Erwachsenen mit Kniearthrose signifikante Verbesserungen von WOMAC- und Schmerzwerten gegenüber Placebo, mit einer im Volltext berichteten CTX-II-Reduktion von bis zu 34,35 Prozent gegenüber 3,1 Prozent unter Placebo [8, 9]. Genç und Kollegen (2025) fanden an 31 Erwachsenen mit Kellgren-Lawrence-Grad-2-bis-3-Kniearthrose signifikante Verbesserungen bei den meisten Fragebogenwerten, nicht aber bei den körperlichen Funktionstests [10]; der Volltext deckt auf, dass das geprüfte Produkt kein reines Kollagenpräparat ist, sondern pro Tag 2 g Kollagenpeptide Typ 1 und 3 sowie 40 mg Kollagen Typ 2 zusammen mit 1,5 g Glukosaminsulfat, 750 mg Chondroitinsulfat, Methylsulfonylmethan, Hyaluronsäure, Weihrauchextrakt und Vitamin C kombiniert, ein eigenständiger Kollageneffekt lässt sich daraus wegen der beiden etablierten Gelenkwirkstoffe Glukosamin und Chondroitin nicht isolieren. Dem gegenüber steht die größte und einzige unabhängige Arbeit mit einem reinen Kollagenpräparat: Bongers und Kollegen (2020) fanden an 167 gesunden, aktiven Erwachsenen mit selbstberichteten Knieschmerzen unter 10 g pro Tag über 12 Wochen keinen Unterschied zu Placebo, weder bei Schmerz noch bei Entzündungs-, Knorpel- oder Knochenmarkern im Blut [11]. Ausgezählt heißt das: Drei der vier positiven Studien sind herstellerfinanziert oder mit dem Herstellerprodukt durchgeführt, die vierte ist durch fünf weitere Wirkstoffe konfundiert, und die einzige unabhängige, unkonfundierte, zugleich größte Studie fand keinen Effekt. Die positiven Studien und die Negativstudie prüfen dabei verschiedene Bevölkerungsgruppen, ärztlich festgestellte Kniearthrose auf der einen, körperlich aktive Erwachsene ohne Arthrosediagnose auf der anderen Seite. Das ist kein Widerspruch am selben Endpunkt, weshalb die Zeile als hinweise geführt wird und der Zeilenname beide Richtungen nennt.

Sehnen, Knochen, Muskeln und Schlaf

Bei der Achillessehne fand eine kleine Pilotstudie (n gleich 20) unter spezifischen Kollagenpeptiden (TENDOFORTE, 2,5 g zweimal täglich) in Kombination mit einem Wadenmuskel-Kräftigungsprogramm eine schnellere Funktionsbesserung als unter Placebo plus demselben Programm [12], mit einer statistisch signifikanten Wechselwirkung zwischen Einnahmereihenfolge und VISA-A-Verlauf im gemischten linearen Modell. Ein eigenständiger Effekt ohne Training lässt sich daraus nicht ableiten, die Studie wurde laut Funding-Statement des Volltexts vom Rohstoffhersteller GELITA AG finanziert, im PubMed-Abstract ist das nicht erkennbar.

Bei der Knochendichte postmenopausaler Frauen zeigte die tragende Studie von König und Kollegen (2018, n gleich 131, 5 g pro Tag, 12 Monate) eine signifikant stärkere Zunahme der Knochendichte an Wirbelsäule und Schenkelhals gegenüber Placebo [13], laut Danksagung im Volltext anteilig finanziert von GELITA AG, ein Mitautor war zudem beim GELITA-nahen Collagen Research Institute angestellt. Eine griechische Arbeitsgruppe fand in derselben Kohorte von 51 Frauen mit Osteopenie günstigere Knochenumbau- und Dichtewerte unter Kollagen zusätzlich zu Kalzium und Vitamin D als unter Kalzium und Vitamin D allein, sowohl nach 3 [14] als auch nach 12 Monaten [15], allerdings ohne echte Placebogruppe für die Kollagenkomponente. Der Volltext von Quelle 14 zeigt aber, dass auch sie vom Vertriebspartner des Rohstoffs, Vivapharm SA, finanziert wurde und mit dessen Produkt Colabone lief, das denselben Markenrohstoff FORTIBONE enthält wie König und Kollegen verwendeten. Alle drei verfügbaren Studien zur Knochendichte prüfen damit denselben Markenrohstoff eines einzigen Herstellers, keine ist von diesem unabhängig, weshalb die Zeile inzwischen als hinweise statt als belegt geführt wird.

Bei Muskelmasse und -kraft zeigte die einzige echt plazebokontrollierte Studie (Zdzieblik und Kollegen 2015, n gleich 53, ältere sarkopenische Männer, 15 g pro Tag plus Krafttraining) einen Vorteil gegenüber Placebo [16], deren nahestehendes Collagen Research Institute zwei Autoren beschäftigte. Eine 2025 veröffentlichte Berichtigung zu dieser Studie stellt klar, dass kein reguläres Forschungsstipendium floss, GELITA AG aber die Testpräparate stellte und die Kosten für Teilnehmerentschädigung und Probenanalyse übernahm, und dass ein Autor Mitinhaber einer Patentanmeldung zum geprüften Wirkstoff ist [22]. Zwei unabhängig finanzierte Vergleichsstudien fanden dagegen, dass Kollagenpeptid-basierte Präparate im direkten Vergleich weniger Muskelmasse aufbauen als molkenproteinbasierte Präparate [17, 18], allerdings ohne echte Placebogruppe ohne jedes Präparat. Bemerkenswert an der zweiten dieser Vergleichsstudien: Auch das dort unterlegene Kollagenpräparat (40 g pro Tag, deutlich mehr als in den anderen Muskelstudien) stammt von GELITA (Markenrohstoff Peptiplus), ohne dass GELITA diese Studie finanziert hätte, was den Befund gegen einen naheliegenden Bias-Einwand absichert.

Beim Schlaf fanden Thomas und Kollegen (2024) an 13 sportlich aktiven Männern mit Schlafbeschwerden unter 15 g glycinreichen Kollagenpeptiden vor dem Schlafengehen weniger nächtliche Aufwachereignisse und eine bessere Leistung in einem einzelnen Kognitionstest, aber keinen Effekt auf Schlafdauer, -latenz, -effizienz oder die subjektiv empfundene Schlafqualität [19].

Tier- und Laborstudien

Die folgenden Arbeiten zu Haarwachstum und Gefäßgesundheit liefern Tier- oder Zellkulturdaten. Zur Gefäßsteifigkeit liegt zusätzlich die oben genannte offene Humanstudie mit Kollagentripeptiden vor. Zum Haarwachstum förderte ein Kollagenpeptid aus Tilapia-Fischschuppen die Proliferation menschlicher Haarpapillenzellen in der Zellkultur und das Haarwachstum bei C57BL/6-Mäusen nach oraler Gabe über 6 Wochen, bei der höheren Dosis vergleichbar mit dem Referenzwirkstoff Finasterid [6]. Zur Gefäßgesundheit hemmte ein aus Lachs-Kollagenhydrolysat isoliertes Oligopeptid in ApoE-defizienten Mäusen, einem Atherosklerose-Modell, die Thrombozytenaggregation und die Bildung atherosklerotischer Plaques in einem mit Acetylsalicylsäure vergleichbaren Ausmaß [20]. Beide Arbeiten prüfen spezifische, isolierte Peptidfraktionen aus bestimmten Rohstoffquellen, nicht allgemeines Kollagenhydrolysat aus Rindergelatine, und keine von beiden wurde am Menschen untersucht.

Sicherheit und Wechselwirkungen

In den hier ausgewerteten Humanstudien wurde hydrolysiertes Kollagen durchgehend gut vertragen, in keiner der zitierten Arbeiten wurden schwerwiegende unerwünschte Ereignisse berichtet [1] bis [4], [7], [8], [11], [13], [16], [19]. Je nach Rohstoffquelle des jeweiligen Präparats (Rinderhaut oder Rinderknochen, Schweinehaut, Fischhaut oder Fischschuppen) kann eine entsprechende Fleisch-, Fisch- oder Gelatineallergie relevant sein. Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegen uns keine belastbaren Daten vor.

Der Cofaktor-Mechanismus von Vitamin C bei der Kollagenbildung ist bereits im Eintrag Hühnerkollagen Typ 2 dargestellt (Shaw und Kollegen, PMID 27852613).

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    Meta-Analyse aus 26 RCTs mit 1721 Teilnehmenden, orales hydrolysiertes Kollagen, Hautfeuchtigkeit und Elastizität · 2023

    Effects of Oral Collagen for Skin Anti-Aging, A Systematic Review and Meta-Analysis.

    Pu SY, et al. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 01, 02

  2. 02

    Meta-Analyse aus 19 RCTs mit 1125 Teilnehmenden (95 Prozent Frauen, 20 bis 70 Jahre), orales hydrolysiertes Kollagen, mindestens 90 Tage · 2021

    Effects of hydrolyzed collagen supplementation on skin aging, a systematic review and meta-analysis.

    de Miranda RB, Weimer P, Rossi RC. Int J Dermatol

    Zur Zuschreibung: 01, 02

  3. 03

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 85, Frauen 43 bis 65 Jahre, 5 g pro Tag, 84 Tage · 2024

    Influence of collagen peptide supplementation on visible signs of skin and nail health and-aging in an East Asian population, A double blind, randomized, placebo-controlled trial.

    Vleminckx S, et al. J Cosmet Dermatol

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03

  4. 04

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 70, gesunde Erwachsene, 1,65 g pro Tag, 8 Wochen · 2025

    Skin Anti-Aging and Moisturizing Effects of Low-Molecular-Weight Collagen Peptide Supplementation in Healthy Adults, A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Clinical Trial.

    Lee E, et al. J Microbiol Biotechnol

    Zur Zuschreibung: 01, 02

  5. 05

    Offene Studie ohne Placebo- oder Kontrollgruppe, n gleich 25, brüchige Nägel, 2,5 g pro Tag, 24 Wochen · 2017

    Oral supplementation with specific bioactive collagen peptides improves nail growth and reduces symptoms of brittle nails.

    Hexsel D, et al. J Cosmet Dermatol

    Zur Zuschreibung: 03

  6. 06

    Zellkultur (menschliche Haarpapillenzellen) und Tierstudie, C57BL/6-Mäuse · 2022

    Hair-Growth-Promoting Effects of the Fish Collagen Peptide in Human Dermal Papilla Cells and C57BL/6 Mice Modulating Wnt/β-Catenin and BMP Signaling Pathways.

    Hwang SB, Park HJ, Lee BH. Int J Mol Sci

    Zur Zuschreibung: 04

  7. 07

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, 3 Arme (Placebo, 10 g pro Tag, 20 g pro Tag), körperlich aktive Erwachsene mittleren Alters, 3 bis 9 Monate, 86 eingeschlossen, 59 schlossen den 6-Monats-Arm ab, finanziert vom Kollagenpeptid-Hersteller PB Leiner (Tessenderlo Group, Markenname SOLUGEL), im Abstract nicht als Herstellerstudie erkennbar · 2023

    Collagen peptides supplementation improves function, pain, and physical and mental outcomes in active adults.

    Kviatkovsky SA, et al. J Int Soc Sports Nutr

    Zur Zuschreibung: 05

  8. 08

    RCT, doppelblind, multizentrisch, 5 Arme, n gleich 100, Kniearthrose, 2,5 bis 10 g Markenkollagenpeptid oder 10 g konventionelles Kollagenpeptid gegen Placebo, 90 Tage · 2024

    Management and Amelioration of Knee Joint Osteoarthritis in Adults Using a Novel High-Functional Bovine Collagen Peptide as a Nutritional Therapy, A Double-Blind, Prospective, Multicentric, Randomized, Active and Placebo Controlled, Five-Arm, Clinical Study to Evaluate the Efficacy, Safety, and Tolerability.

    Devasia S, et al. Cartilage

    Zur Zuschreibung: 05

  9. 09

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Kniearthrose, Kollagenpeptid aus Schweinehaut oder Rinderknochen, 13 Wochen, Teilnehmerzahl und genaue Dosis im Abstract nicht genannt · 2015

    A double-blind, placebo-controlled, randomised, clinical study on the effectiveness of collagen peptide on osteoarthritis.

    Kumar S, et al. J Sci Food Agric

    Zur Zuschreibung: 05

  10. 10

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 31, Kniearthrose Kellgren-Lawrence-Grad 2 bis 3, Sechs-Wirkstoff-Kombipräparat (2000 mg Kollagenpeptide Typ 1 und 3, 40 mg Kollagen Typ 2, plus Glukosaminsulfat, Chondroitinsulfat, Methylsulfonylmethan, Hyaluronsäure, Weihrauchextrakt, Vitamin C), 8 Wochen, Produkt vom Hersteller Naturagen İlaç Kozmetik gestellt · 2025

    Effect of supplementation with type 1 and type 3 collagen peptide and type 2 hydrolyzed collagen on osteoarthritis-related pain, quality of life, and physical function, A double-blind, randomized, placebo-controlled study.

    Genç AS, et al. Jt Dis Relat Surg

    Zur Zuschreibung: 05

  11. 11

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 167, gesunde körperlich aktive Erwachsene mit selbstberichteten Knieschmerzen, 10 g pro Tag, 12 Wochen · 2020

    Effectiveness of collagen supplementation on pain scores in healthy individuals with self-reported knee pain, a randomized controlled trial.

    Bongers CCWG, et al. Appl Physiol Nutr Metab

    Zur Zuschreibung: 05

  12. 12

    RCT, plazebokontrolliert, Crossover-Pilotstudie, n gleich 20, chronische Achillessehnen-Tendinopathie, kombiniert mit Wadenmuskel-Kräftigungsprogramm, 2,5 g TENDOFORTE zweimal täglich (5 g pro Tag), insgesamt 6 Monate, finanziert vom Rohstoffhersteller GELITA AG (laut Volltext, im Abstract nicht angegeben) · 2019

    Oral Supplementation of Specific Collagen Peptides Combined with Calf-Strengthening Exercises Enhances Function and Reduces Pain in Achilles Tendinopathy Patients.

    Praet SFE, et al. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 06

  13. 13

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 131, postmenopausale Frauen mit verringerter Knochendichte, 5 g pro Tag, Markenrohstoff FORTIBONE, 12 Monate, laut Danksagung im Volltext anteilig finanziert von GELITA AG · 2018

    Specific Collagen Peptides Improve Bone Mineral Density and Bone Markers in Postmenopausal Women-A Randomized Controlled Study.

    König D, et al. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 07

  14. 14

    RCT, n gleich 51, postmenopausale Frauen mit Osteopenie, Kalzium und Vitamin D mit oder ohne 5 g Kollagenpeptide pro Tag (kein echtes Placebo), Produkt Colabone (enthält denselben Markenrohstoff FORTIBONE wie Quelle 13), 3 Monate, finanziert und mit Produkt beliefert vom Vertriebspartner Vivapharm SA · 2020

    Effect of calcium and vitamin D supplementation with and without collagen peptides on bone turnover in postmenopausal women with osteopenia.

    Argyrou C, et al. J Musculoskelet Neuronal Interact

    Zur Zuschreibung: 07

  15. 15

    RCT, dieselbe Kohorte von 51 postmenopausalen Frauen wie Quelle 14, dasselbe Produkt Colabone mit Markenrohstoff FORTIBONE, Nachbeobachtung nach 12 Monaten, eigenes PubMed-Interessenkonfliktfeld leer, Auswertung anhand des Abstracts, dort keine Förderangabe, wird als Zwölfmonatsauswertung derselben Kohorte mit demselben Produkt wie Quelle 14 geführt · 2022

    Effect of Calcium and Vitamin D Supplementation With and Without Collagen Peptides on Volumetric and Areal Bone Mineral Density, Bone Geometry and Bone Turnover in Postmenopausal Women With Osteopenia.

    Lampropoulou-Adamidou K, et al. J Clin Densitom

    Zur Zuschreibung: 07

  16. 16

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert (Silica), n gleich 53, ältere Männer mit Sarkopenie, 15 g pro Tag plus 12 Wochen Krafttraining, laut Danksagung im Volltext anteilig finanziert von GELITA AG (Markenprodukt BODYBALANCE) · 2015

    Collagen peptide supplementation in combination with resistance training improves body composition and increases muscle strength in elderly sarcopenic men, a randomised controlled trial.

    Zdzieblik D, et al. Br J Nutr

    Zur Zuschreibung: 08

  17. 17

    RCT, doppelblind, n gleich 26, gesunde junge Erwachsene, molkenproteinbasiertes Präparat gegen stickstoffgleiches Kollagenpeptid-Präparat (20 g), beide plus 10 Wochen Krafttraining, kein Placebo ohne Präparat · 2021

    The Effect of a Multi-ingredient Supplement on Resistance Training-induced Adaptations.

    Wageh M, et al. Med Sci Sports Exerc

    Zur Zuschreibung: 08

  18. 18

    Retrospektive Untergruppenanalyse einer randomisierten, doppelblinden RCT (n gleich 32 in der Gesamtstudie), übergewichtige oder adipöse ältere Männer mit metabolischem Risiko, 40 g Kollagenpeptid-Distelöl-Präparat pro Tag (n gleich 8, Markenrohstoff Peptiplus von GELITA) gegen molkenprotein-, kasein- und kreatinbasiertes Präparat (n gleich 12), 3 Monate, finanziert über eine kanadische Forschungsförderung, zwei Autoren bei der Exerkine Corporation angestellt · 2024

    Obesity and Metabolic Disease Impair the Anabolic Response to Protein Supplementation and Resistance Exercise, A Retrospective Analysis of a Randomized Clinical Trial with Implications for Aging, Sarcopenic Obesity, and Weight Management.

    Nilsson MI, et al. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 08

  19. 19

    RCT, plazebokontrolliert, Crossover, n gleich 13, sportlich aktive Männer mit Schlafbeschwerden, 15 g pro Tag, 7 Nächte · 2024

    Collagen peptide supplementation before bedtime reduces sleep fragmentation and improves cognitive function in physically active males with sleep complaints.

    Thomas C, et al. Eur J Nutr

    Zur Zuschreibung: 09

  20. 20

    Tierstudie, ApoE-defiziente Mäuse, isoliertes Oligopeptid aus Lachs-Kollagenhydrolysat · 2022

    A Collagen-Derived Oligopeptide from Salmo salar Collagen Hydrolysates Restrains Atherogenesis in ApoE-/- Mice via Targeting P2Y12 Receptor.

    Yang Y, et al. Mol Nutr Food Res

    Zur Zuschreibung: 10

  21. 21

    Narrative Übersichtsarbeit zu Marketingaussagen und Studienlage bei oralem Kollagen · 2022

    Myths and media in oral collagen supplementation for the skin, nails, and hair, A review.

    Rustad AM, et al. J Cosmet Dermatol

  22. 22

    Berichtigung zu Quelle 16 (PMID 26353786), ergänzt Kostenübernahme durch GELITA AG (Testpräparate, Teilnehmerentschädigung, Probenanalyse, kein reguläres Forschungsstipendium) und einen zuvor nicht offengelegten Patentbezug eines Autors · 2025

    Collagen peptide supplementation in combination with resistance training improves body composition and increases muscle strength in elderly sarcopenic men, a randomised controlled trial, Corrigendum.

    Zdzieblik D, et al. Br J Nutr

    Zur Zuschreibung: 08

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