Katuka-Extrakt

Zuletzt geprüft am

Pflanzenextrakte

Picrorhiza kurroa · Kutki · Kutaki · Katuki · Picrorhiza

H.P.N · Datenstand 2026-08-20 · 10 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Extrakt aus Wurzel und Rhizom der Pflanze Picrorhiza kurroa
Herkunft
Himalaya-Region auf 3000 bis 5000 Metern Höhe. In der ayurvedischen Medizin seit Jahrhunderten gebräuchlich, die Pflanze gilt wegen Übersammlung als gefährdet
Wirkform in Studien
Sehr uneinheitlich. Die einzige placebokontrollierte Studie zur Leberfunktion arbeitete mit Wurzelpulver, das per HPLC auf Picrosid I und II standardisiert war, die Studie zu Entzündungsmarkern mit einem patentierten, auf Picroside standardisierten Spezialextrakt (AEV01). Ein Teil der Laborarbeiten zu Picrosid II verwendet zudem nicht Picrorhiza kurroa, sondern die nah verwandte, im Handel als Ersatz geführte Art Picrorhiza scrophulariiflora. Die meisten Tierdaten stammen von der Fraktion Picroliv, einem auf Picrosid I und II standardisierten Iridoidglykosid-Gemisch. Diese drei Zubereitungen sind nicht ohne Weiteres austauschbar
Übliche Studiendosis
375 mg Wurzelpulver dreimal täglich (Hepatitis-Studie) beziehungsweise 100 mg Spezialextrakt dreimal täglich (Studie zu Atemwegsmarkern)
Verträglichkeit
In der AEV01-Studie traten bei 3 von 35 Personen Unterzuckerungsereignisse auf, unter Placebo bei keiner von 35. Magen-Darm-Beschwerden wurden bei 7 beziehungsweise 11 Personen berichtet. In begleitender ayurvedischer Anwendungsbeobachtung werden vermehrter Stuhlgang, Durchfall, Bauchgrummeln und krampfartige Bauchschmerzen berichtet

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Leberwerte bei akuter Virushepatitis (Bilirubin, Transaminasen)

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an Menschen mit akuter Virushepatitis (HBsAg negativ), auf Picrosid I und II standardisiertes Picrorhiza-Wurzelpulver 375 mg dreimal täglich über 2 Wochen (n=15) gegen Placebo (n=18). Bilirubin, SGOT und SGPT unterschieden sich signifikant zwischen den Gruppen, die Zeit bis zum Abfall des Gesamtbilirubins auf durchschnittlich 2,5 mg Prozent betrug 27,4 Tage unter Picrorhiza gegenüber 75,9 Tagen unter Placebo. Klein, aus 1996, kein Konfidenzintervall im Abstract genannt, die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract. Die Arbeit stammt aus dem Forschungszentrum des Pharmaunternehmens Ciba in Bombay, eine Interessenerklärung enthält die Veröffentlichung nicht. Nach unserer Suche die einzige placebokontrollierte Studie mit dem Reinstoff, zwei Übersichtsarbeiten von 2022 und 2023 bestätigen, dass keine neuere Wiederholung vorliegt, die Übersicht von 2023 stammt allerdings von derselben Arbeitsgruppe, die auch die Studie von 1996 durchgeführt hat, und ist damit keine unabhängige Bestätigung

    Quellen: 1

  2. 02

    Erholungszeit und Sauerstoffsättigung bei akuter Atemwegsvirusinfektion, Entzündungsmarker ohne Gruppenvergleich

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an Erwachsenen über 50 Jahren mit milder Symptomatik einer akuten Atemwegsvirusinfektion (ungeimpft, während einer Infektionswelle 2021), Picrorhiza-Spezialextrakt (AEV01) 100 mg dreimal täglich zusätzlich zur Standardbehandlung (n=70, 35 je Gruppe). Im Gruppenvergleich belegt sind die Sauerstoffsättigung über 94 Prozent an Tag 5 bei 94,3 Prozent der Verumgruppe gegenüber 71,4 Prozent unter Placebo, die Hustenlinderung bei 80 gegenüber 45,7 Prozent und die mittlere Zeit bis zur klinischen Erholung von 4,5 gegenüber 9,1 Tagen (p=0,0001). Die Entzündungs- und Immunmarker tragen diese Stufe nicht. Der Volltext vergleicht sie ausschließlich innerhalb jeder Gruppe von Tag 0 auf Tag 29 und stellt die Gruppen an keiner Stelle gegeneinander. Beim Neutrophilen-Lymphozyten-Verhältnis, bei LDH und bei Ferritin veränderte sich dabei auch die Placebogruppe signifikant, bei CRP und bei der CD4-Zellzahl erreichte sogar nur die Placebogruppe das Signifikanzniveau. Die Normalisierung erhöhter Körpertemperatur, des Körperschmerzes und der Atemfrequenz unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen. Einzige Studie zu diesem Endpunkt, Prüfpräparat und Untersuchungskosten wurden vom Pharmaunternehmen Mylan (Viatris) getragen, zwei der sieben Autoren tragen die Anschrift der Firma Astrel Genome Ltd, deren Beteiligung die Interessenerklärung ausdrücklich nennt

    Quellen: 2

  3. 03

    Leberschutz gegenüber experimenteller toxischer Belastung

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    An Ratten schwächte die standardisierte Fraktion Picroliv Leberschäden durch Aflatoxin B1, Alkohol und das Pilzgift der Amanita phalloides ab, gemessen an Leberenzymen und Histologie. Am Menschen wurde dieser Mechanismus nicht geprüft

    Quellen: 3, 4, 5

  4. 04

    Gallenproduktion und Schutz vor experimenteller Cholestase

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Bei Ratten, Meerschweinchen und Katzen erhöhte Picroliv den Gallefluss und wirkte einer durch Paracetamol, Ethinylestradiol oder Tetrachlorkohlenstoff ausgelösten Cholestase entgegen. Humandaten zur Verdauungsfunktion liegen uns nicht vor

    Quellen: 6, 7

  5. 05

    Oxidative Marker unter experimenteller Schwermetallbelastung

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Bei Ratten senkte Picroliv unter chronischer Cadmiumbelastung die Lipidperoxidation in Leber und Niere und besserte weitere oxidative Marker. Am Menschen wurde die antioxidative Wirkung nicht geprüft

    Quellen: 8, 9

  6. 06

    Immunmodulation (Antikörper- und Zellantwort)

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Im Tiermodell besserte ein wässriger und ethanolischer Wurzelextrakt eine durch Cyclophosphamid ausgelöste Immunsuppression bei Mäusen, eine isolierte Fraktion wirkte im Tierversuch als Impfstoff-Adjuvans. In einer weiteren Arbeit steigerte die Fraktion Picroliv im Reagenzglas die Vermehrung menschlicher T-Zellen aus dem Blut von mit Tuberkulose-Erregern in Kontakt gekommenen Personen, ohne dass jemand den Stoff eingenommen hätte. Eine Einnahme durch Menschen wurde in keiner dieser Arbeiten geprüft

    Quellen: 10, 11, 12

  7. 07

    Entzündungshemmende und antiallergische Wirkung, einschließlich bronchialer Schutzreaktion im Tiermodell

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    In Tiermodellen (Mäuse, Ratten, Meerschweinchen) hemmten Extrakt und die Fraktion Picroliv anaphylaktische Reaktionen und Mastzelldegranulation, senkten die Histaminempfindlichkeit von Meerschweinchen und verhinderten allergen- sowie PAF-ausgelöste Bronchialverengung. Humanstudien zur Atemwegsfunktion liegen uns nicht vor

    Quellen: 13, 14, 15, 16

  8. 08

    Antimikrobielle und antivirale Wirkung im Labor

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    In Reagenzglasversuchen hemmten Extrakte das Wachstum des Bakteriums Yersinia enterocolitica sowie im Zellmodell die Aktivierung des Epstein-Barr-Virus. Eine Wirkung bei einer Infektion am Menschen wurde nicht geprüft

    Quellen: 17, 18

  9. 09

    Herzmuskelschutz im Zellmodell bei Sauerstoffmangel, geprüft mit Picrosid II aus der Schwesterart Picrorhiza scrophulariiflora

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    An neonatalen Ratten-Herzmuskelzellen reduzierte der Inhaltsstoff Picrosid II die Apoptose nach Sauerstoffmangel und Wiederbelüftung über die PI3K/Akt- und CREB-Signalwege. Beide Arbeiten geben ausdrücklich an, das Picrosid II nicht aus Picrorhiza kurroa zu gewinnen, sondern aus der nah verwandten Art Picrorhiza scrophulariiflora. Ob der Befund für Picrorhiza kurroa gilt, ist offen. Humandaten zur Herzfunktion liegen uns nicht vor

    Quellen: 19, 20

  10. 10

    Fiebersenkende Wirkung (Antipyrese)

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wird in der ayurvedischen Tradition verbreitet als Anwendungsgebiet genannt. Wir haben mit den Suchbegriffen fever und antipyretic gesucht und dabei keine einzige tierexperimentelle oder klinische Arbeit gefunden, die eine fiebersenkende Wirkung tatsächlich misst. Alle Treffer nennen den traditionellen Gebrauch nur einleitend, ohne ihn zu prüfen

Studien im Detail

Leberwerte bei akuter Virushepatitis

Vaidya und Kollegen prüften 1996 Picrorhiza-Wurzelpulver, das per HPLC auf Picrosid I und II standardisiert war (375 mg dreimal täglich, 2 Wochen), gegen Placebo an Menschen mit akuter, HBsAg-negativer Virushepatitis. In der Verumgruppe (n=15) sank das Gesamtbilirubin im Mittel nach 27,4 Tagen auf 2,5 mg Prozent, in der Placebogruppe (n=18) erst nach 75,9 Tagen. Auch die Leberenzyme SGOT und SGPT unterschieden sich signifikant zwischen den Gruppen. Ein begleitendes Tiermodell an Ratten mit Galactosamin-induzierter Leberschädigung zeigte in dieselbe Richtung.

Was die Studie nicht zeigt: ein Konfidenzintervall oder eine exakte Effektgröße für den Gruppenunterschied, das Abstract nennt nur, dass der Unterschied signifikant war. Die Studie ist außerdem klein und fast 30 Jahre alt, ihr Volltext lag für diese Recherche nicht vor, und sie stammt aus dem Forschungszentrum des Pharmaunternehmens Ciba in Bombay, ohne dass die Veröffentlichung eine Interessenerklärung enthält. Wir haben mit den PubMed-Suchbegriffen "Picrorhiza kurroa" "clinical trial" (ohne Beschränkung auf Humanstudien, alle Publikationstypen) sowie mit mehreren weiteren Suchbegriffen nach neueren placebokontrollierten Studien mit dem Reinstoff gesucht und keine gefunden. Zwei Übersichtsarbeiten von 2022 [21] und 2023 [22] listen dieselbe Arbeit als die einzige placebokontrollierte klinische Prüfung des Reinstoffs bei Lebererkrankung. Unabhängig ist davon nur die Übersicht von 2022. Die Übersicht von 2023 stammt von derselben Arbeitsgruppe wie die Studie von 1996 und führt sie im Text ausdrücklich als eigene Arbeit auf. Beide Übersichten führen daneben mehrere Studien zu Ayurveda-Mischformeln auf, die Picrorhiza neben fünf bis sechs weiteren Pflanzen enthalten, etwa Arogyavardhini oder Livwin [24]. Diese Kombinationsstudien sind kein Beleg für Picrorhiza allein, weil der Anteil des Katuka an der Mischung gering ist: In Livwin etwa stecken 50 mg Kutki in einer 500-mg-Kapsel mit sechs weiteren Pflanzen [24]. Eine weitere randomisierte Studie prüfte die Dreierkombination AKL1 aus Picrorhiza kurroa, Ginkgo biloba und Ingwer als Zusatztherapie bei chronischem Husten, ebenfalls ohne dass der Anteil von Picrorhiza allein auswertbar wäre [25].

Entzündungs- und Immunmarker bei akuter Atemwegsvirusinfektion

Balan und Kollegen prüften 2024 einen patentierten, auf Picroside standardisierten Wurzelextrakt (AEV01, 100 mg dreimal täglich, bis zu 30 Tage) zusätzlich zur Standardbehandlung bei Erwachsenen über 50 Jahren mit milder Symptomatik einer akuten Atemwegsvirusinfektion, randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert (n=70, 35 je Gruppe). Am fünften Tag hatten 94,3 Prozent der Verumgruppe eine Sauerstoffsättigung über 94 Prozent erreicht gegenüber 71,4 Prozent unter Placebo, und 80 Prozent hatten eine Linderung des Hustens gegenüber 45,7 Prozent. Die mittlere Zeit bis zur klinischen Erholung betrug 4,5 Tage (Standardabweichung 1,96) unter Verum gegenüber 9,1 Tagen (Standardabweichung 4,36) unter Placebo (p=0,0001). Die Entzündungs- und Immunmarker (ESR, LDH, Ferritin, Neutrophilen- Lymphozyten-Verhältnis, TNF-alpha, IL-6, CD4-Zellzahl) tragen diesen Befund dagegen nicht. Die zugehörige Tabelle im Volltext vergleicht jeden Marker nur innerhalb der jeweiligen Gruppe von Tag 0 auf Tag 29 und stellt die beiden Gruppen an keiner Stelle gegeneinander. Beim Neutrophilen-Lymphozyten- Verhältnis, bei LDH und bei Ferritin veränderte sich auch die Placebogruppe signifikant, bei CRP und bei der CD4-Zellzahl erreichte sogar nur die Placebogruppe das Signifikanzniveau. Der Satz im Ergebnistext, diese Marker hätten sich gegenüber Placebo gebessert, ist durch die Tabelle nicht gedeckt.

Was die Studie nicht zeigt: Bei der Normalisierung erhöhter Körpertemperatur, des Körperschmerzes und der Atemfrequenz gab es zwischen den Gruppen keinen signifikanten Unterschied. Die Studie war Investigator-initiiert, Prüfpräparat und Untersuchungskosten wurden laut Volltext von Mylan (Viatris) getragen. Zwei der sieben Autoren tragen die Anschrift der Firma Astrel Genome Ltd, und die Interessenerklärung nennt die Beteiligung dieser Firma über ihr Wissen zum Produkt AEV01. Es handelt sich um die einzige uns bekannte placebokontrollierte Studie zu diesem Endpunkt mit dem Reinstoff, eine unabhängige Wiederholung liegt nicht vor.

Tier- und Laborstudien

Der überwiegende Teil der Datenlage zu Katuka stammt aus Tiermodellen und Zellversuchen, meist mit der standardisierten Fraktion Picroliv statt mit Wurzelpulver oder Ganzextrakt. Picroliv ist ein auf Picrosid I und II standardisiertes Iridoidglykosid- Gemisch aus Wurzel und Rhizom und nicht mit dem Wurzelpulver oder dem patentierten Spezialextrakt AEV01 aus den beiden Humanstudien identisch [23]. Hinzu kommt eine Artenfrage. Die beiden Arbeiten zum Herzmuskelschutz [19], [20] gewinnen ihr Picrosid II nach eigener Angabe aus Picrorhiza scrophulariiflora, einer nah verwandten Art, die im Handel als Ersatz für Picrorhiza kurroa geführt wird. Ob ihre Befunde für Picrorhiza kurroa gelten, ist damit offen. Die Tierdaten betreffen Leberschutz gegenüber Aflatoxin, Alkohol, Cadmium und Pilzgift, choleretische und anticholestatische Wirkung, Immunmodulation, antiallergische und bronchialschützende Wirkung sowie antimikrobielle, antivirale und herzzellschützende Effekte. Aus keiner dieser Arbeiten folgt eine Aussage über die Wirkung beim Menschen, auch wenn einzelne davon mit isolierten menschlichen Blutzellen im Reagenzglas arbeiteten und nicht mit einer Einnahme.

Sicherheit und Wechselwirkungen

In der AEV01-Studie wurden unter dem Spezialextrakt bei 3 von 35 Personen Unterzuckerungsereignisse berichtet, unter Placebo bei keiner von 35. Magen-Darm-Beschwerden traten bei 7 Personen unter AEV01 und bei 11 unter Placebo auf. Alle Teilnehmenden erhielten zusätzlich die Standardbehandlung; eine ursächliche Zuordnung der Ereignisse zum Extrakt ist damit nicht belegt. Unabhängig davon beschreiben Übersichtsarbeiten aus der klinischen Anwendung traditioneller Katuka-Zubereitungen wiederkehrend Magen-Darm-Beschwerden: vermehrten Stuhlgang, Durchfall, Bauchgrummeln und krampfartige Bauchschmerzen [22]. Dieselben Übersichten weisen darauf hin, dass Katuka bei falscher Dosierung oder falscher Anwendung als toxisch gelten kann [22], eine genaue Schwelle nennen sie nicht.

Wir haben gezielt nach Fallberichten zu Leberschäden durch Katuka gesucht, weil der Stoff traditionell selbst zum Schutz der Leber eingesetzt wird und pflanzliche Lebermittel in Einzelfällen ihrerseits Leberschäden verursacht haben. Bei dieser Suche haben wir keinen Fallbericht zu Leberschäden durch Katuka gefunden. Das ist keine Entwarnung, sondern der Befund einer bestimmten Suche: Case Reports zu Ayurveda-Präparaten werden selten unter dem botanischen Namen der Einzelpflanze indexiert, sondern unter dem Namen der oft mehrere Pflanzen enthaltenden Fertigrezeptur.

Der Vorbehalt zur uneinheitlichen Zubereitung (Wurzelpulver, Picroliv-Fraktion, patentierter Spezialextrakt) aus dem Steckbrief gilt für Nutzen- und Risikoaussagen gleichermaßen: So wie die beiden Humanstudien mit unterschiedlichen Zubereitungen arbeiteten, beziehen sich auch die Angaben zu Magen-Darm-Beschwerden auf traditionelle Zubereitungen, die mit keiner der beiden Studienformen identisch sein müssen.

Eine belastbare Aussage zu Wechselwirkungen mit Medikamenten, insbesondere mit anderen leberwirksamen Stoffen, liegt uns nicht vor. Dafür ist eine eigene Recherche nötig.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    Randomisierte, placebokontrollierte Studie (n=33 ausgewertet) plus begleitendes Tiermodell · 1996

    Picrorhiza kurroa (Kutaki) Royle ex Benth as a hepatoprotective agent--experimental & clinical studies.

    Vaidya AB, et al. J Postgrad Med

    Zur Zuschreibung: 01

  2. 02

    Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n=70 · 2024

    A randomized, placebo controlled, double blinded, parallel group clinical study to evaluate the efficacy and safety of AEV01 along with standard care for elderly patients with mild COVID-19.

    Balan AK, et al. J Ayurveda Integr Med

    Zur Zuschreibung: 02

  3. 03

    Tierstudie (Ratte) · 1993

    Picroliv protects against aflatoxin B1 acute hepatotoxicity in rats.

    Dwivedi Y, et al. Pharmacol Res

    Zur Zuschreibung: 03

  4. 04

    Tierstudie (Ratte) · 1996

    Picroliv protects against alcohol-induced chronic hepatotoxicity in rats.

    Rastogi R, et al. Planta Med

    Zur Zuschreibung: 03

  5. 05

    Tierstudie (Ratte) · 1992

    Effects of picroliv, the active principle of Picrorhiza kurroa, on biochemical changes in rat liver poisoned by Amanita phalloides.

    Dwivedi Y, et al. Zhongguo Yao Li Xue Bao

    Zur Zuschreibung: 03

  6. 06

    Tierstudie (Ratte, Meerschweinchen) · 1991

    Choleretic effect of picroliv, the hepatoprotective principle of Picrorhiza kurroa.

    Shukla B, et al. Planta Med

    Zur Zuschreibung: 04

  7. 07

    Tierstudie (Ratte, Meerschweinchen, Katze) · 1993

    Anticholestatic effect of picroliv, active hepatoprotective principle of Picrorhiza kurrooa, against carbon tetrachloride induced cholestasis.

    Saraswat B, et al. Indian J Exp Biol

    Zur Zuschreibung: 04

  8. 08

    Tierstudie (Ratte) · 2009

    Therapeutic efficacy of Picroliv in chronic cadmium toxicity.

    Yadav N, Khandelwal S. Food Chem Toxicol

    Zur Zuschreibung: 05

  9. 09

    Tierstudie (Ratte) · 2006

    Effect of Picroliv on cadmium-induced hepatic and renal damage in the rat.

    Yadav N, Khandelwal S. Hum Exp Toxicol

    Zur Zuschreibung: 05

  10. 10

    Tierstudie (Maus) · 2013

    Protective effects of Picrorhiza kurroa on cyclophosphamide-induced immunosuppression in mice.

    Hussain A, et al. Pharmacognosy Res

    Zur Zuschreibung: 06

  11. 11

    Tierstudie · 2007

    RLJ-NE-299A. a new plant based vaccine adjuvant.

    Khajuria A, et al. Vaccine

    Zur Zuschreibung: 06

  12. 12

    In-vitro-Versuch mit menschlichen Blutzellen · 1998

    Picroliv, the iridoid glycoside fraction of Picrorhiza kurroa, selectively augments human T cell response to mycobacterial protein antigens.

    Sinha S, et al. Immunopharmacol Immunotoxicol

    Zur Zuschreibung: 06

  13. 13

    Tierstudie (Maus, Ratte, Meerschweinchen) · 1998

    Anti-allergic and anti-anaphylactic activity of picroliv--a standardised iridoid glycoside fraction of Picrorhiza kurroa.

    Baruah CC, et al. Pharmacol Res

    Zur Zuschreibung: 07

  14. 14

    Tierstudie (Ratte, Zellmodell) · 1989

    Immunopharmacological studies on Picrorhiza kurroa Royle ex Benth. Part VI. Effect on anaphylactic activation events in rat peritoneal mast cells.

    Pandey BL, Das PK, Gambhir SS. Indian J Physiol Pharmacol

    Zur Zuschreibung: 07

  15. 15

    Tierstudie (Meerschweinchen) · 1977

    Effect of disodium cromoglycate and Picrorhiza kurroa root powder on sensitivity of guinea pigs to histamine and sympathomimetic amines.

    Mahajani SS, Kulkarni RD. Int Arch Allergy Appl Immunol

    Zur Zuschreibung: 07

  16. 16

    Tierstudie (Meerschweinchen) · 1991

    Antiasthmatic effects of Picrorhiza kurroa. androsin prevents allergen- and PAF-induced bronchial obstruction in guinea pigs.

    Dorsch W, et al. Int Arch Allergy Appl Immunol

    Zur Zuschreibung: 07

  17. 17

    In-vitro-Versuch · 2022

    Biological Activity of Picrorhiza kurroa. A Source of Potential Antimicrobial Compounds against Yersinia enterocolitica.

    Thapa A, et al. Int J Mol Sci

    Zur Zuschreibung: 08

  18. 18

    In-vitro-Versuch (Zellmodell) · 1996

    Inhibitory effect of iridoids on Epstein-Barr virus activation by a short-term in vitro assay for anti-tumor promoters.

    Kapadia GJ, et al. Cancer Lett

    Zur Zuschreibung: 08

  19. 19

    Zellmodell (Herzmuskelzellen der Ratte) · 2012

    Picroside II protects cardiomyocytes from hypoxia/reoxygenation-induced apoptosis by activating the PI3K/Akt and CREB pathways.

    Meng FJ, Jiao SM, Yu B. Int J Mol Med

    Zur Zuschreibung: 09

  20. 20

    Zellmodell (Herzmuskelzellen der Ratte) · 2012

    The protective effect of picroside II against hypoxia/reoxygenation injury in neonatal rat cardiomyocytes.

    Meng FJ, et al. Pharm Biol

    Zur Zuschreibung: 09

  21. 21

    Übersichtsarbeit · 2022

    Pharmacological and Clinical Efficacy of Picrorhiza kurroa and Its Secondary Metabolites. A Comprehensive Review.

    Almeleebia TM, Alsayari A, Wahab S. Molecules

  22. 22

    Übersichtsarbeit · 2023

    Picrorhiza Kurroa, Royle Ex Benth. Traditional Uses, Phytopharmacology, and Translational Potential in Therapy of Fatty Liver Disease.

    Raut A, et al. J Ayurveda Integr Med

  23. 23

    Übersichtsarbeit · 2009

    Pharmacology and chemistry of a potent hepatoprotective compound Picroliv isolated from the roots and rhizomes of Picrorhiza kurroa royle ex benth. (kutki).

    Verma PC, et al. Curr Pharm Biotechnol

  24. 24

    Randomisierte Studie, polyherbale Mischung (n=58) · 2010

    Efficacy and safety of livwin (polyherbal formulation) in patients with acute viral hepatitis. A randomized double-blind placebo-controlled clinical trial.

    Keche Y, Badar V, Hardas M. Int J Ayurveda Res

  25. 25

    Randomisierte Studie, polyherbale Mischung · 2014

    Adjunctive treatment with oral AKL1, a botanical nutraceutical, in chronic obstructive pulmonary disease.

    Brockwell C, et al. Int J Chron Obstruct Pulmon Dis

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