Katuka-Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Picrorhiza kurroa · Kutki · Kutaki · Katuki · Picrorhiza
Auf einen Blick
- Was es ist
- Extrakt aus Wurzel und Rhizom der Pflanze Picrorhiza kurroa
- Herkunft
- Himalaya-Region auf 3000 bis 5000 Metern Höhe. In der ayurvedischen Medizin seit Jahrhunderten gebräuchlich, die Pflanze gilt wegen Übersammlung als gefährdet
- Wirkform in Studien
- Sehr uneinheitlich. Die einzige placebokontrollierte Studie zur Leberfunktion arbeitete mit Wurzelpulver, das per HPLC auf Picrosid I und II standardisiert war, die Studie zu Entzündungsmarkern mit einem patentierten, auf Picroside standardisierten Spezialextrakt (AEV01). Ein Teil der Laborarbeiten zu Picrosid II verwendet zudem nicht Picrorhiza kurroa, sondern die nah verwandte, im Handel als Ersatz geführte Art Picrorhiza scrophulariiflora. Die meisten Tierdaten stammen von der Fraktion Picroliv, einem auf Picrosid I und II standardisierten Iridoidglykosid-Gemisch. Diese drei Zubereitungen sind nicht ohne Weiteres austauschbar
- Übliche Studiendosis
- 375 mg Wurzelpulver dreimal täglich (Hepatitis-Studie) beziehungsweise 100 mg Spezialextrakt dreimal täglich (Studie zu Atemwegsmarkern)
- Verträglichkeit
- In der AEV01-Studie traten bei 3 von 35 Personen Unterzuckerungsereignisse auf, unter Placebo bei keiner von 35. Magen-Darm-Beschwerden wurden bei 7 beziehungsweise 11 Personen berichtet. In begleitender ayurvedischer Anwendungsbeobachtung werden vermehrter Stuhlgang, Durchfall, Bauchgrummeln und krampfartige Bauchschmerzen berichtet
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Leberwerte bei akuter Virushepatitis (Bilirubin, Transaminasen)
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an Menschen mit akuter Virushepatitis (HBsAg negativ), auf Picrosid I und II standardisiertes Picrorhiza-Wurzelpulver 375 mg dreimal täglich über 2 Wochen (n=15) gegen Placebo (n=18). Bilirubin, SGOT und SGPT unterschieden sich signifikant zwischen den Gruppen, die Zeit bis zum Abfall des Gesamtbilirubins auf durchschnittlich 2,5 mg Prozent betrug 27,4 Tage unter Picrorhiza gegenüber 75,9 Tagen unter Placebo. Klein, aus 1996, kein Konfidenzintervall im Abstract genannt, die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract. Die Arbeit stammt aus dem Forschungszentrum des Pharmaunternehmens Ciba in Bombay, eine Interessenerklärung enthält die Veröffentlichung nicht. Nach unserer Suche die einzige placebokontrollierte Studie mit dem Reinstoff, zwei Übersichtsarbeiten von 2022 und 2023 bestätigen, dass keine neuere Wiederholung vorliegt, die Übersicht von 2023 stammt allerdings von derselben Arbeitsgruppe, die auch die Studie von 1996 durchgeführt hat, und ist damit keine unabhängige Bestätigung
Quellen: 1
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02
Erholungszeit und Sauerstoffsättigung bei akuter Atemwegsvirusinfektion, Entzündungsmarker ohne Gruppenvergleich
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an Erwachsenen über 50 Jahren mit milder Symptomatik einer akuten Atemwegsvirusinfektion (ungeimpft, während einer Infektionswelle 2021), Picrorhiza-Spezialextrakt (AEV01) 100 mg dreimal täglich zusätzlich zur Standardbehandlung (n=70, 35 je Gruppe). Im Gruppenvergleich belegt sind die Sauerstoffsättigung über 94 Prozent an Tag 5 bei 94,3 Prozent der Verumgruppe gegenüber 71,4 Prozent unter Placebo, die Hustenlinderung bei 80 gegenüber 45,7 Prozent und die mittlere Zeit bis zur klinischen Erholung von 4,5 gegenüber 9,1 Tagen (p=0,0001). Die Entzündungs- und Immunmarker tragen diese Stufe nicht. Der Volltext vergleicht sie ausschließlich innerhalb jeder Gruppe von Tag 0 auf Tag 29 und stellt die Gruppen an keiner Stelle gegeneinander. Beim Neutrophilen-Lymphozyten-Verhältnis, bei LDH und bei Ferritin veränderte sich dabei auch die Placebogruppe signifikant, bei CRP und bei der CD4-Zellzahl erreichte sogar nur die Placebogruppe das Signifikanzniveau. Die Normalisierung erhöhter Körpertemperatur, des Körperschmerzes und der Atemfrequenz unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen. Einzige Studie zu diesem Endpunkt, Prüfpräparat und Untersuchungskosten wurden vom Pharmaunternehmen Mylan (Viatris) getragen, zwei der sieben Autoren tragen die Anschrift der Firma Astrel Genome Ltd, deren Beteiligung die Interessenerklärung ausdrücklich nennt
Quellen: 2
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03
Leberschutz gegenüber experimenteller toxischer Belastung
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
An Ratten schwächte die standardisierte Fraktion Picroliv Leberschäden durch Aflatoxin B1, Alkohol und das Pilzgift der Amanita phalloides ab, gemessen an Leberenzymen und Histologie. Am Menschen wurde dieser Mechanismus nicht geprüft
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04
Gallenproduktion und Schutz vor experimenteller Cholestase
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Bei Ratten, Meerschweinchen und Katzen erhöhte Picroliv den Gallefluss und wirkte einer durch Paracetamol, Ethinylestradiol oder Tetrachlorkohlenstoff ausgelösten Cholestase entgegen. Humandaten zur Verdauungsfunktion liegen uns nicht vor
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05
Oxidative Marker unter experimenteller Schwermetallbelastung
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Bei Ratten senkte Picroliv unter chronischer Cadmiumbelastung die Lipidperoxidation in Leber und Niere und besserte weitere oxidative Marker. Am Menschen wurde die antioxidative Wirkung nicht geprüft
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06
Immunmodulation (Antikörper- und Zellantwort)
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Im Tiermodell besserte ein wässriger und ethanolischer Wurzelextrakt eine durch Cyclophosphamid ausgelöste Immunsuppression bei Mäusen, eine isolierte Fraktion wirkte im Tierversuch als Impfstoff-Adjuvans. In einer weiteren Arbeit steigerte die Fraktion Picroliv im Reagenzglas die Vermehrung menschlicher T-Zellen aus dem Blut von mit Tuberkulose-Erregern in Kontakt gekommenen Personen, ohne dass jemand den Stoff eingenommen hätte. Eine Einnahme durch Menschen wurde in keiner dieser Arbeiten geprüft
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07
Entzündungshemmende und antiallergische Wirkung, einschließlich bronchialer Schutzreaktion im Tiermodell
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In Tiermodellen (Mäuse, Ratten, Meerschweinchen) hemmten Extrakt und die Fraktion Picroliv anaphylaktische Reaktionen und Mastzelldegranulation, senkten die Histaminempfindlichkeit von Meerschweinchen und verhinderten allergen- sowie PAF-ausgelöste Bronchialverengung. Humanstudien zur Atemwegsfunktion liegen uns nicht vor
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08
Antimikrobielle und antivirale Wirkung im Labor
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In Reagenzglasversuchen hemmten Extrakte das Wachstum des Bakteriums Yersinia enterocolitica sowie im Zellmodell die Aktivierung des Epstein-Barr-Virus. Eine Wirkung bei einer Infektion am Menschen wurde nicht geprüft
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09
Herzmuskelschutz im Zellmodell bei Sauerstoffmangel, geprüft mit Picrosid II aus der Schwesterart Picrorhiza scrophulariiflora
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
An neonatalen Ratten-Herzmuskelzellen reduzierte der Inhaltsstoff Picrosid II die Apoptose nach Sauerstoffmangel und Wiederbelüftung über die PI3K/Akt- und CREB-Signalwege. Beide Arbeiten geben ausdrücklich an, das Picrosid II nicht aus Picrorhiza kurroa zu gewinnen, sondern aus der nah verwandten Art Picrorhiza scrophulariiflora. Ob der Befund für Picrorhiza kurroa gilt, ist offen. Humandaten zur Herzfunktion liegen uns nicht vor
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10
Fiebersenkende Wirkung (Antipyrese)
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wird in der ayurvedischen Tradition verbreitet als Anwendungsgebiet genannt. Wir haben mit den Suchbegriffen fever und antipyretic gesucht und dabei keine einzige tierexperimentelle oder klinische Arbeit gefunden, die eine fiebersenkende Wirkung tatsächlich misst. Alle Treffer nennen den traditionellen Gebrauch nur einleitend, ohne ihn zu prüfen
Studien im Detail
Leberwerte bei akuter Virushepatitis
Vaidya und Kollegen prüften 1996 Picrorhiza-Wurzelpulver, das per HPLC auf Picrosid I und II standardisiert war (375 mg dreimal täglich, 2 Wochen), gegen Placebo an Menschen mit akuter, HBsAg-negativer Virushepatitis. In der Verumgruppe (n=15) sank das Gesamtbilirubin im Mittel nach 27,4 Tagen auf 2,5 mg Prozent, in der Placebogruppe (n=18) erst nach 75,9 Tagen. Auch die Leberenzyme SGOT und SGPT unterschieden sich signifikant zwischen den Gruppen. Ein begleitendes Tiermodell an Ratten mit Galactosamin-induzierter Leberschädigung zeigte in dieselbe Richtung.
Was die Studie nicht zeigt: ein Konfidenzintervall oder eine exakte Effektgröße für den Gruppenunterschied, das Abstract nennt nur, dass der Unterschied signifikant war. Die Studie ist außerdem klein und fast 30 Jahre alt, ihr Volltext lag für diese Recherche nicht vor, und sie stammt aus dem Forschungszentrum des Pharmaunternehmens Ciba in Bombay, ohne dass die Veröffentlichung eine Interessenerklärung enthält. Wir haben mit den PubMed-Suchbegriffen "Picrorhiza kurroa" "clinical trial" (ohne Beschränkung auf Humanstudien, alle Publikationstypen) sowie mit mehreren weiteren Suchbegriffen nach neueren placebokontrollierten Studien mit dem Reinstoff gesucht und keine gefunden. Zwei Übersichtsarbeiten von 2022 [21] und 2023 [22] listen dieselbe Arbeit als die einzige placebokontrollierte klinische Prüfung des Reinstoffs bei Lebererkrankung. Unabhängig ist davon nur die Übersicht von 2022. Die Übersicht von 2023 stammt von derselben Arbeitsgruppe wie die Studie von 1996 und führt sie im Text ausdrücklich als eigene Arbeit auf. Beide Übersichten führen daneben mehrere Studien zu Ayurveda-Mischformeln auf, die Picrorhiza neben fünf bis sechs weiteren Pflanzen enthalten, etwa Arogyavardhini oder Livwin [24]. Diese Kombinationsstudien sind kein Beleg für Picrorhiza allein, weil der Anteil des Katuka an der Mischung gering ist: In Livwin etwa stecken 50 mg Kutki in einer 500-mg-Kapsel mit sechs weiteren Pflanzen [24]. Eine weitere randomisierte Studie prüfte die Dreierkombination AKL1 aus Picrorhiza kurroa, Ginkgo biloba und Ingwer als Zusatztherapie bei chronischem Husten, ebenfalls ohne dass der Anteil von Picrorhiza allein auswertbar wäre [25].
Entzündungs- und Immunmarker bei akuter Atemwegsvirusinfektion
Balan und Kollegen prüften 2024 einen patentierten, auf Picroside standardisierten Wurzelextrakt (AEV01, 100 mg dreimal täglich, bis zu 30 Tage) zusätzlich zur Standardbehandlung bei Erwachsenen über 50 Jahren mit milder Symptomatik einer akuten Atemwegsvirusinfektion, randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert (n=70, 35 je Gruppe). Am fünften Tag hatten 94,3 Prozent der Verumgruppe eine Sauerstoffsättigung über 94 Prozent erreicht gegenüber 71,4 Prozent unter Placebo, und 80 Prozent hatten eine Linderung des Hustens gegenüber 45,7 Prozent. Die mittlere Zeit bis zur klinischen Erholung betrug 4,5 Tage (Standardabweichung 1,96) unter Verum gegenüber 9,1 Tagen (Standardabweichung 4,36) unter Placebo (p=0,0001). Die Entzündungs- und Immunmarker (ESR, LDH, Ferritin, Neutrophilen- Lymphozyten-Verhältnis, TNF-alpha, IL-6, CD4-Zellzahl) tragen diesen Befund dagegen nicht. Die zugehörige Tabelle im Volltext vergleicht jeden Marker nur innerhalb der jeweiligen Gruppe von Tag 0 auf Tag 29 und stellt die beiden Gruppen an keiner Stelle gegeneinander. Beim Neutrophilen-Lymphozyten- Verhältnis, bei LDH und bei Ferritin veränderte sich auch die Placebogruppe signifikant, bei CRP und bei der CD4-Zellzahl erreichte sogar nur die Placebogruppe das Signifikanzniveau. Der Satz im Ergebnistext, diese Marker hätten sich gegenüber Placebo gebessert, ist durch die Tabelle nicht gedeckt.
Was die Studie nicht zeigt: Bei der Normalisierung erhöhter Körpertemperatur, des Körperschmerzes und der Atemfrequenz gab es zwischen den Gruppen keinen signifikanten Unterschied. Die Studie war Investigator-initiiert, Prüfpräparat und Untersuchungskosten wurden laut Volltext von Mylan (Viatris) getragen. Zwei der sieben Autoren tragen die Anschrift der Firma Astrel Genome Ltd, und die Interessenerklärung nennt die Beteiligung dieser Firma über ihr Wissen zum Produkt AEV01. Es handelt sich um die einzige uns bekannte placebokontrollierte Studie zu diesem Endpunkt mit dem Reinstoff, eine unabhängige Wiederholung liegt nicht vor.
Tier- und Laborstudien
Der überwiegende Teil der Datenlage zu Katuka stammt aus Tiermodellen und Zellversuchen, meist mit der standardisierten Fraktion Picroliv statt mit Wurzelpulver oder Ganzextrakt. Picroliv ist ein auf Picrosid I und II standardisiertes Iridoidglykosid- Gemisch aus Wurzel und Rhizom und nicht mit dem Wurzelpulver oder dem patentierten Spezialextrakt AEV01 aus den beiden Humanstudien identisch [23]. Hinzu kommt eine Artenfrage. Die beiden Arbeiten zum Herzmuskelschutz [19], [20] gewinnen ihr Picrosid II nach eigener Angabe aus Picrorhiza scrophulariiflora, einer nah verwandten Art, die im Handel als Ersatz für Picrorhiza kurroa geführt wird. Ob ihre Befunde für Picrorhiza kurroa gelten, ist damit offen. Die Tierdaten betreffen Leberschutz gegenüber Aflatoxin, Alkohol, Cadmium und Pilzgift, choleretische und anticholestatische Wirkung, Immunmodulation, antiallergische und bronchialschützende Wirkung sowie antimikrobielle, antivirale und herzzellschützende Effekte. Aus keiner dieser Arbeiten folgt eine Aussage über die Wirkung beim Menschen, auch wenn einzelne davon mit isolierten menschlichen Blutzellen im Reagenzglas arbeiteten und nicht mit einer Einnahme.
Sicherheit und Wechselwirkungen
In der AEV01-Studie wurden unter dem Spezialextrakt bei 3 von 35 Personen Unterzuckerungsereignisse berichtet, unter Placebo bei keiner von 35. Magen-Darm-Beschwerden traten bei 7 Personen unter AEV01 und bei 11 unter Placebo auf. Alle Teilnehmenden erhielten zusätzlich die Standardbehandlung; eine ursächliche Zuordnung der Ereignisse zum Extrakt ist damit nicht belegt. Unabhängig davon beschreiben Übersichtsarbeiten aus der klinischen Anwendung traditioneller Katuka-Zubereitungen wiederkehrend Magen-Darm-Beschwerden: vermehrten Stuhlgang, Durchfall, Bauchgrummeln und krampfartige Bauchschmerzen [22]. Dieselben Übersichten weisen darauf hin, dass Katuka bei falscher Dosierung oder falscher Anwendung als toxisch gelten kann [22], eine genaue Schwelle nennen sie nicht.
Wir haben gezielt nach Fallberichten zu Leberschäden durch Katuka gesucht, weil der Stoff traditionell selbst zum Schutz der Leber eingesetzt wird und pflanzliche Lebermittel in Einzelfällen ihrerseits Leberschäden verursacht haben. Bei dieser Suche haben wir keinen Fallbericht zu Leberschäden durch Katuka gefunden. Das ist keine Entwarnung, sondern der Befund einer bestimmten Suche: Case Reports zu Ayurveda-Präparaten werden selten unter dem botanischen Namen der Einzelpflanze indexiert, sondern unter dem Namen der oft mehrere Pflanzen enthaltenden Fertigrezeptur.
Der Vorbehalt zur uneinheitlichen Zubereitung (Wurzelpulver, Picroliv-Fraktion, patentierter Spezialextrakt) aus dem Steckbrief gilt für Nutzen- und Risikoaussagen gleichermaßen: So wie die beiden Humanstudien mit unterschiedlichen Zubereitungen arbeiteten, beziehen sich auch die Angaben zu Magen-Darm-Beschwerden auf traditionelle Zubereitungen, die mit keiner der beiden Studienformen identisch sein müssen.
Eine belastbare Aussage zu Wechselwirkungen mit Medikamenten, insbesondere mit anderen leberwirksamen Stoffen, liegt uns nicht vor. Dafür ist eine eigene Recherche nötig.
Quellen zum Nachlesen
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Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n=70 · 2024
A randomized, placebo controlled, double blinded, parallel group clinical study to evaluate the efficacy and safety of AEV01 along with standard care for elderly patients with mild COVID-19.
Balan AK, et al. J Ayurveda Integr Med
Zur Zuschreibung: 02
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