Arjuna-Extrakt

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Pflanzenextrakte

Terminalia arjuna · Arjuna · Arjun-Rinde · Terminalia-arjuna-Rindenextrakt

H.P.N · Datenstand 2026-08-19 · 11 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Extrakt aus der Stammrinde des Arjuna-Baums, wirkbestimmend werden Triterpenoide (unter anderem Arjunolsäure), Flavonoide und Tannine diskutiert
Herkunft
Indischer Subkontinent, sommergrüner Baum aus der Familie der Flügelsamengewächse, wächst bevorzugt an Flussufern, verwendet wird die Stammrinde. In der ayurvedischen Medizin traditionell als Herztonikum genutzt
Wirkform in Studien
In den meisten Humanstudien fein vermahlenes Rindenpulver oder ein einfacher Rindenextrakt, oral, meist 500 mg alle 8 Stunden. Die methodisch beste Studie nutzte einen standardisierten wässrigen Extrakt, eine Studie zu Blutdruck und Blutfettwerten ein deutlich höher dosiertes Rindenpulver
Übliche Studiendosis
Überwiegend 1500 mg pro Tag als Rindenpulver oder Rindenextrakt, verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben, über 2 Wochen bis 6 Monate. Eine Studie nutzte 10 g Rindenpulver pro Tag. Bei einer älteren Studie nennt das Abstract keine Dosis, die Einschlusstabelle der Übersichtsarbeit [4] gibt für sie 500 mg zweimal täglich an
Verträglichkeit
In den vorliegenden Studien über Wochen bis Monate gut vertragen, keine schwerwiegenden Ereignisse berichtet. Eine Studie prüfte gezielt Nieren, Leber und Blutbild über 3 Monate und fand keine Auffälligkeiten. Da mehrere Studien Effekte auf Blutdruck und Gefäßfunktion zeigen, ist bei bestehender Herz-Kreislauf-Medikation ärztliche Rücksprache sinnvoll

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Auswurfleistung (Ejektionsfraktion) in Ruhe bei Erwachsenen mit einer Ejektionsfraktion von höchstens 40 Prozent, Arjuna zusätzlich zur Standardtherapie, in der kleinen Studie an schwer Betroffenen höher als unter Placebo, in der größeren Studie ohne Unterschied zu Placebo

    Widersprüchlich
    Einordnung und Einschränkungen

    Zwei kontrollierte Studien mit identischem Endpunkt (Ejektionsfraktion) und identischem Vergleichstyp (Arjuna zusätzlich zur Standardtherapie gegen Placebo zusätzlich zur Standardtherapie) kommen zu gegenläufigen Ergebnissen. Bharani und Kollegen prüften 1995 in einer doppelblinden, plazebokontrollierten Cross over Studie an 12 Erwachsenen mit einer Ausgangs-Ejektionsfraktion von rund 30 Prozent (Funktionsklasse NYHA IV, unter maximal verträglicher Standardtherapie) Arjuna Rindenextrakt (500 mg alle 8 Stunden, je 2 Wochen). Die Ejektionsfraktion war unter Arjuna höher als unter Placebo (35,3 gegenüber 30,2 Prozent, p kleiner 0,005). Maulik und Kollegen prüften 2016 in der größeren, doppelblinden, plazebokontrollierten Parallelgruppenstudie an 100 Erwachsenen mit einer Ejektionsfraktion von höchstens 40 Prozent (Funktionsklasse NYHA II, unter laufender Standardtherapie) einen standardisierten Arjuna Wasserextrakt (750 mg zweimal täglich, 12 Wochen). Die Ejektionsfraktion unterschied sich am Ende nicht von Placebo (24,3 gegenüber 25,5 Prozent, p gleich 0,4). Drei Unterschiede zwischen den Studien, Bharani prüfte eine deutlich schwerer betroffene Gruppe (Funktionsklasse IV statt II), nutzte einen einfachen Rindenextrakt statt eines standardisierten Wasserextrakts, und war mit 12 Teilnehmenden im Cross over Design erheblich kleiner als die 100 Teilnehmenden der Parallelgruppenstudie. Eine dritte, ähnlich angelegte, aber nicht randomisierte und nicht verblindete Vergleichsstudie an 12 gegen 12 Personen (Dwivedi und Jauhari, 1997) wird hier nicht als Beleg für den Widerspruch gewertet, weil ihre Kontrollgruppe mit einer Ausgangs-Ejektionsfraktion von 51,8 Prozent bereits zu Studienbeginn rund 9 Prozentpunkte höher lag als die Arjuna-Gruppe mit 42,3 Prozent. Der beobachtete Anstieg in der Arjuna-Gruppe dieser dritten Studie ist damit zu einem erheblichen Teil auch als Regression zur Mitte erklärbar, nicht allein als Arjuna-Effekt. Zur Förderlage der ausschlaggebenden Negativstudie, bei Maulik und Kollegen 2016 tragen Koautoren die Anschriften der Hersteller Dabur India Limited und Emami Limited, das PubMed-Feld zum Interessenkonflikt ist leer und der Volltext wurde nicht ausgewertet. Die Firmenbindung weist hier gegen das eigene Produktinteresse und entwertet den Negativbefund deshalb nicht, die vorsichtig positive Schlusszeile des Abstracts zur nachträglichen Teilgruppe ist mit ihr aber im Blick zu lesen

    Quellen: 1, 3

  2. 02

    Häufigkeit belastungsabhängiger Brustbeschwerden bei Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung, in der einzigen plazebokontrollierten Studie zu diesem Endpunkt seltener als unter Placebo, in einer nicht randomisierten Vergleichsstudie ohne Zusatznutzen gegenüber der Kontrollgruppe

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Zu diesem Endpunkt liegt eine plazebokontrollierte Studie vor, die ihn direkt geprüft hat, und sie fand einen Unterschied. Bharani und Kollegen prüften 2002 in einer randomisierten, doppelblinden Cross over Studie an 58 Männern mit belastungsabhängigen Brustbeschwerden (Funktionsklasse NYHA II bis III, nachgewiesene Belastungsischämie) Arjuna Rindenextrakt (500 mg alle 8 Stunden), Isosorbidmononitrat und Placebo über je eine Woche im Wechsel [15]. Unter Arjuna war die Häufigkeit der Beschwerden signifikant geringer als unter Placebo, der Bedarf an Notfallmedikation sank von 18,22 plus minus 9,29 auf 5,69 plus minus 6,91 mg pro Woche (p kleiner 0,005), für die Beschwerdehäufigkeit selbst nennt das Abstract keinen eigenen Zahlenwert. Diese Studie ist die größte und die einzige plazebokontrollierte Arbeit zu diesem Endpunkt und steht als erste Zeile in der Einschlusstabelle der Übersichtsarbeit [4]. Die bisher drei gezählten Belege sind ein Bestand und nicht drei, denn dieselbe Übersichtsarbeit [4] führt die Vergleichsstudie [2] und die unkontrollierte Studie [5] als eigene Einschlussarbeiten. Den hier genannten Endpunkt konnte sie nach eigener Angabe nicht poolen, gepoolt wurden nur Belastungsdauer, maximale ST-Senkung, Erholungszeit und Doppelprodukt, und zwar gegen die aktive Vergleichssubstanz, nicht gegen Placebo. Ihr Fazit, die Evidenz reiche derzeit nicht aus, um für oder gegen Arjuna zu urteilen, bleibt gültig, ist aber kein Negativbefund für diesen Endpunkt. Dagegen steht die nicht randomisierte, unverblindete Vergleichsstudie an 12 gegen 12 Personen [2], in der die Beschwerdehäufigkeit in beiden Gruppen ähnlich stark abnahm (von 3,5 auf 1,1 pro Tag gegenüber 3,1 auf 1,2 pro Tag), und eine unkontrollierte Studie an 15 Personen [5] mit einer Halbierung des eigenen Ausgangswerts (p kleiner 0,01), die ohne Kontrollgruppe nichts belegen kann. Eine einzelne plazebokontrollierte Studie mit nur einer Woche Behandlung je Phase trägt hinweise, nicht mehr

    Quellen: 15, 4, 2, 5

  3. 03

    Gehstrecke im 6-Minuten-Gehtest und symptombezogene Lebensqualität bei Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung mit eingeschränkter Pumpfunktion, nur in nachträglicher Teilgruppenanalyse verbessert

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    In der einzigen doppelblinden, plazebokontrollierten Parallelgruppenstudie zu diesem Endpunkt (100 Erwachsene mit einer Ejektionsfraktion von höchstens 40 Prozent, Funktionsklasse NYHA II, Arjuna Wasserextrakt 750 mg zweimal täglich zusätzlich zur Standardtherapie, 12 Wochen) unterschied sich die Gehstrecke im 6-Minuten-Test in der vorab geplanten Gesamtauswertung nicht signifikant von Placebo, ebenso wenig der Symptom-Teilscore eines Lebensqualitäts-Fragebogens, das Abstract beschreibt diesen vorab geplanten Vergleich ausdrücklich als ohne Unterschied zu Placebo. Ein Zuwachs zeigte sich erst in einer nachträglichen Analyse, die ausschließlich die Teilnehmenden verglich, die sich in diesen Werten überhaupt verbesserten, ein methodisch zirkulärer Vergleich ohne unabhängigen Beleg. Von rund 12 in dieser Studie erhobenen Sekundärendpunkten (Gehstrecke, Lebensqualitäts-Teilscores, mehrere Blutmarker für oxidativen Stress) wurde in der vorab geplanten Gesamtauswertung nur ein einziger signifikant, die Katalase-Aktivität in roten Blutkörperchen (p gleich 0,01), ohne dass eine Korrektur für Mehrfachtestung berichtet wird. Ein einzelner signifikanter Wert unter rund zwölf geprüften Endpunkten ist mit dem Zufall vereinbar und trägt für sich allein keine eigenständige Wirkaussage

    Quellen: 3

  4. 04

    Lipidperoxid-Marker (TBARS) im Blut bei Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine randomisierte, plazebokontrollierte Studie im Latin-Square-Design an 105 Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung (3 Gruppen zu je 35, Placebo, Vitamin E 400 Einheiten täglich, Arjuna Rindenpulver 500 mg täglich, 30 Tage, keine der Personen nahm begleitend lipidsenkende Medikamente) fand für den Lipidperoxid-Marker TBARS im Blut unter Arjuna eine signifikante Abnahme gegenüber dem eigenen Ausgangswert (minus 29,3 plus minus 18,9 Prozent, p kleiner 0,01), während sich unter Placebo keine signifikante Änderung zeigte. Unter Vitamin E fiel die Abnahme mit minus 36,4 plus minus 17,7 Prozent stärker aus, die Studienautoren werten beide Effekte selbst als vergleichbar. Ein direkter statistischer Vergleich zwischen den drei Gruppen wird im verfügbaren Abstract nicht berichtet, und es handelt sich um eine einzelne Studie

    Quellen: 6

  5. 05

    Blutfettwerte (Gesamt- und LDL-Cholesterin, Triglyzeride) bei Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In derselben Latin-Square-Studie (105 Erwachsene unter kardiologischer Betreuung, keine Person nahm begleitend lipidsenkende Medikamente) sank unter Arjuna Rindenpulver (500 mg täglich, 30 Tage) das Gesamtcholesterin gegenüber dem eigenen Ausgangswert signifikant (minus 9,7 plus minus 12,7 Prozent) und ebenso das LDL-Cholesterin (minus 15,8 plus minus 25,6 Prozent, jeweils p kleiner 0,01), während sich in der Placebo- und der Vitamin-E-Gruppe keine signifikante Änderung zeigte. Ein direkter statistischer Vergleich zwischen den Gruppen wird im verfügbaren Abstract nicht berichtet. Eine doppelblinde, plazebokontrollierte Studie an 116 Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung (Arjuna Rindenextrakt 500 mg zweimal täglich zusätzlich zur laufenden Medikation, 6 Monate) fand eine gegenüber Placebo signifikant stärkere Senkung von Triglyzeriden und VLDL-Cholesterin, ohne dass das Abstract genaue Zahlenwerte je Fettwert nennt

    Quellen: 6, 7

  6. 06

    Entzündungs- und Immunmarker im Blut bei Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung, Arjuna zusätzlich zur Standardtherapie

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Dieselbe doppelblinde, plazebokontrollierte Studie an 116 Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung (Arjuna Rindenextrakt 500 mg zweimal täglich zusätzlich zur laufenden Medikation, 6 Monate) untersuchte Entzündungs- und Immun-Botenstoffe per Genexpressionsanalyse, in einer Teilstichprobe von 50 Personen zusätzlich per Echtzeit-PCR bestätigt. Gegenüber Placebo sank eine Reihe entzündungs- und immunbezogener Marker unter Arjuna signifikant stärker. Konkrete Effektstärken oder Konfidenzintervalle je Marker nennt das verfügbare Abstract nicht, sodass sich die Größe des Effekts nicht eigenständig einordnen lässt

    Quellen: 7

  7. 07

    Systolischer Blutdruck bei Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung beziehungsweise mit erhöhten Herz-Kreislauf-Risikowerten

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine unkontrollierte Studie ohne Placebo-Arm an 15 Erwachsenen mit stabilerem Verlauf belastungsabhängiger Brustbeschwerden (von insgesamt 20 eingeschlossenen Personen) fand nach 3 Monaten Arjuna Rindenpulver (das Abstract nennt keine Dosis, die Einschlusstabelle der Übersichtsarbeit [4] gibt 500 mg zweimal täglich an) eine signifikante Senkung des systolischen Blutdrucks (p kleiner 0,05) gegenüber dem eigenen Ausgangswert. Eine randomisierte Studie an 48 Erwachsenen mit erhöhten Herz-Kreislauf-Risikowerten (40 abgeschlossen) verglich Arjuna Rindenpulver (5 g zweimal täglich, 8 Wochen), offen und ohne Placebo-Arm, direkt gegen die Kombination aus Amlodipin und Atorvastatin. Der Blutdruck sank in beiden Gruppen gegenüber dem Ausgangswert statistisch hoch signifikant, der Unterschied zwischen den beiden Gruppen war jedoch nicht signifikant (p größer 0,05). Beide Studien erlauben mangels Placebo-Kontrolle keine sichere Aussage, welcher Anteil der Blutdrucksenkung auf Arjuna selbst zurückgeht

    Quellen: 5, 8

  8. 08

    Gefäßfunktion (flussvermittelte Dilatation der Armarterie) bei gesunden männlichen Rauchern

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine doppelblinde, plazebokontrollierte Cross over Studie an 18 gesunden männlichen Rauchern (Altersdurchschnitt rund 28 Jahre) maß die flussvermittelte Dilatation der Armarterie per hochauflösendem Ultraschall vor und nach je 2 Wochen Arjuna Rindenextrakt (500 mg alle 8 Stunden) beziehungsweise Placebo. Die Gefäßerweiterung nach Manschettenverschluss verbesserte sich unter Arjuna gegenüber dem Ausgangswert deutlich (von 5,2 auf 9,3 Prozent, p kleiner 0,005), unter Placebo nicht. Zu Studienbeginn war diese flussvermittelte, endothelabhängige Dilatation bei den Rauchern gegenüber einer gleich großen Gruppe altersgleicher Nichtraucher deutlich vermindert (4,7 gegenüber 11,8 Prozent), während die endothelunabhängige Reaktion auf Nitroglyzerin zwischen Rauchern und Nichtrauchern zu Studienbeginn ähnlich war (20,4 gegenüber 19,7 Prozent). Ob sich die Nitroglyzerin-Reaktion auch zwischen den beiden Therapiephasen unterschied, berichtet das Abstract nicht

    Quellen: 9

  9. 09

    Wundheilung im Tiermodell (Ratten)

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Zwei Tierstudien an Ratten prüften die Wundheilung nach Arjuna Rindenextrakt. In der einen erhöhten topisch aufgetragene Fraktionen eines Hydroalkohol-Extrakts der Arjuna Rinde die Reißfestigkeit von Schnittwunden und beschleunigten die Epithelisierung von Exzisionswunden gegenüber unbehandelten Kontrolltieren signifikant (p kleiner 0,05), am stärksten wirkte die Gerbstoff-reiche Fraktion. In der anderen erhöhten sowohl orale als auch topische Gabe eines ethanolischen Arjuna Rindenextrakts sowie isolierter Tannine die Reißfestigkeit von Schnittwunden und die Wundschrumpfung von Exzisionswunden gegenüber Kontrolltieren signifikant, auch hier zeigte die topische Tannin-Gabe die stärkste Wirkung. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich an Ratten statt, nicht an Menschen

    Quellen: 10, 11

  10. 10

    Leberwerte im Tiermodell einer ernährungsbedingten Fettleber, isolierte Arjunolsäure

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Untersuchung an Leberzellen (HepG2) und an Ratten mit einer durch fettreiche Ernährung ausgelösten Verfettung der Leber prüfte nicht den Gesamtextrakt, sondern die daraus isolierte Arjunolsäure. In der Zellkultur senkte Arjunolsäure die Fetteinlagerung und die Freisetzung der Leberenzyme ALT und AST signifikant (p kleiner 0,005), bei den Ratten sanken unter Arjunolsäure (25 und 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht) mehrere Leberwerte signifikant und die Leberhistologie zeigte weniger Fetteinlagerung. Die Untersuchung fand ausschließlich an Zellkulturen und Ratten statt, nicht an Menschen, und prüfte den isolierten Einzelstoff, nicht den Rindenextrakt wie in den Humanstudien

    Quellen: 12

  11. 11

    Hustenreflex im Tiermodell (Meerschweinchen)

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Untersuchung an gesunden Meerschweinchen prüfte einen wässrigen Extrakt aus Arjuna Rinde und zwei daraus gewonnene Fraktionen auf ihre Wirkung auf den durch Zitronensäure-Inhalation ausgelösten Hustenreflex. Nach oraler Gabe (50 mg pro Kilogramm Körpergewicht) senkte der Gesamtextrakt die Zahl der Hustenstöße um 64,2 Prozent, eine der Fraktionen um 54,8 Prozent, in einer Größenordnung vergleichbar mit Codein-Phosphat als Vergleichssubstanz. Der Atemwegswiderstand veränderte sich dabei nicht. Die Untersuchung fand ausschließlich an Tieren statt, nicht an Menschen

    Quellen: 13

Arjuna-Extrakt stammt aus der Stammrinde eines in Indien beheimateten Baums, die dort seit Jahrhunderten als Herztonikum verwendet wird. Passend dazu stammt praktisch die gesamte kontrollierte Humanstudienlage von Erwachsenen, die wegen einer eingeschränkten Pumpfunktion, wegen belastungsabhängiger Brustbeschwerden oder wegen erhöhter Herz-Kreislauf-Risikowerte in kardiologischer Betreuung waren, meist zusätzlich zu einer laufenden Standardtherapie. Wo möglich, nennt dieser Eintrag statt einer Diagnose die tatsächliche Einschlussgröße der jeweiligen Studie, etwa die Ejektionsfraktion oder die NYHA-Funktionsklasse, weil das Messgrößen sind und keine Diagnosen. Eine Übersichtsarbeit fasst zusammen, dass in Tiermodellen durchgehend eine positiv inotrope, gefäßerweiternde, blutfettsenkende und antioxidative Wirkung beschrieben wurde, mahnt für die Übertragung auf den Menschen aber fehlende Standardisierung der Extrakte und zu kleine, methodisch schwache klinische Studien an [14]. Genau dieses Bild zeigt auch die Tabelle oben, uneinheitliche, teils gegenläufige Befunde bei einem zentralen Funktionswert wie der Ejektionsfraktion, ein Endpunkt, bei dem die Datenlage bei genauerem Hinsehen keinen Zusatznutzen zeigt, und für mehrere traditionell behauptete Wirkungen, etwa auf Lunge, Leber und Wundheilung, liegen beim Menschen gar keine kontrollierten Daten vor, sondern nur vereinzelte Tier- und Zellversuche.

Studien im Detail

Auswurfleistung (Ejektionsfraktion)

Bharani und Kollegen prüften 1995 an 12 Erwachsenen mit einer Ausgangs-Ejektionsfraktion von rund 30 Prozent und Funktionsklasse NYHA IV Arjuna-Rindenextrakt (500 mg alle 8 Stunden) gegen Placebo in einem doppelblinden Cross-over-Design, je 2 Wochen, zusätzlich zur bestmöglich vertragenen konventionellen Therapie. Die Ejektionsfraktion war unter Arjuna höher als unter Placebo (35,3 gegenüber 30,2 Prozent, p kleiner 0,005), ebenso besserten sich NYHA-Klasse und Symptome. In einer offenen Verlängerung über weitere 20 bis 28 Monate hielt die Besserung an.

Dwivedi und Jauhari prüften 1997 an 12 Erwachsenen mit einer Ausgangs-Ejektionsfraktion von rund 42 Prozent Arjuna-Rindenpulver (500 mg alle 8 Stunden, zusätzlich zur konventionellen Therapie) über 3 Monate gegen 12 nach Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index und EKG-Befund, nicht aber nach Ejektionsfraktion, abgeglichene Kontrollpersonen ohne Arjuna. Die Kontrollgruppe startete mit einer rund 9 Prozentpunkte höheren Ausgangs-Ejektionsfraktion (51,8 gegenüber 42,3 Prozent). Die Ejektionsfraktion stieg in der Arjuna-Gruppe deutlich (42,3 auf 52,7 Prozent), in der Kontrollgruppe blieb sie nahezu unverändert (51,8 auf 49,8 Prozent). Die Beschwerdehäufigkeit nahm dagegen in beiden Gruppen ähnlich stark ab, ein Zusatznutzen zeigte sich hier also nur bei der Ejektionsfraktion, nicht bei den Beschwerden selbst. Die Studie war nicht randomisiert und nicht verblindet, und wegen der ungleichen Ausgangswerte bei der Ejektionsfraktion ist der beobachtete Anstieg in der Arjuna-Gruppe auch als Regression zur Mitte erklärbar. Diese Studie wird deshalb nicht als eigenständiger Beleg für den unten beschriebenen Widerspruch gezählt, sondern nur ergänzend eingeordnet.

Maulik und Kollegen prüften 2016 in der bislang größten und methodisch besten Studie an 100 Erwachsenen mit einer Ejektionsfraktion von höchstens 40 Prozent und Funktionsklasse NYHA II unter laufender Standardtherapie einen standardisierten Arjuna-Wasserextrakt (750 mg zweimal täglich) doppelblind gegen Placebo über 12 Wochen. Die Ejektionsfraktion unterschied sich am Ende nicht signifikant von der Placebo-Gruppe (24,3 gegenüber 25,5 Prozent, p gleich 0,4), ebenso wenig die meisten weiteren vorab festgelegten Endpunkte, mit Ausnahme eines einzelnen von rund 12 erhobenen Sekundärmarkern.

Einordnung: Bei genau demselben Endpunkt, der Ejektionsfraktion, und demselben Vergleichstyp (Arjuna zusätzlich zur Standardtherapie gegen Placebo zusätzlich zur Standardtherapie) stehen sich eine kleine, positive Cross-over-Studie (Bharani, 1995, Funktionsklasse IV) und eine deutlich größere, doppelblinde, plazebokontrollierte Negativstudie (Maulik, 2016, Funktionsklasse II) gegenüber. Die dritte, unkontrolliert vergleichende Studie (Dwivedi und Jauhari, 1997) zeigt zwar ebenfalls einen positiven Unterschied, ihr Ausgangswert-Ungleichgewicht bei der Ejektionsfraktion macht sie aber nicht zu einer unabhängigen Bestätigung. Die Datenlage ist damit nicht einheitlich positiv, wie sie in älteren Übersichten oft dargestellt wird, sondern uneinheitlich.

Belastungsabhängige Brustbeschwerden

Kaur und Kollegen fassten 2014 in der bislang einzigen systematischen Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zu diesem Themenfeld randomisierte, quasi-randomisierte und unkontrollierte Vorher-Nachher-Studien zusammen. Die eingeschlossenen Arbeiten waren durchgehend methodisch schwach, in den poolbaren Endpunkten fand sich kein signifikanter Unterschied zur Vergleichsgruppe. Die Autoren formulieren ihr Fazit wörtlich als "currently, the evidence is insufficient to draw any definite conclusions in favour of or against Terminalia arjuna".

Bei Dwivedi und Jauhari (1997, oben beschrieben) nahm die Beschwerdehäufigkeit in der Arjuna-Gruppe und in der unbehandelten Kontrollgruppe ähnlich stark ab (von 3,5 auf 1,1 pro Tag gegenüber 3,1 auf 1,2 pro Tag), ein Zusatznutzen bei der Beschwerdehäufigkeit selbst zeigte sich also nicht, anders als bei der Ejektionsfraktion.

Dwivedi und Agarwal prüften 1994 an 20 Erwachsenen mit belastungsabhängigen Brustbeschwerden (15 mit stabilerem, 5 mit instabilerem Verlauf) Arjuna-Rindenpulver über 3 Monate ohne Placebo-Arm und ohne Kontrollgruppe, das Abstract nennt für diese Studie keine Dosis, die Einschlusstabelle der Übersichtsarbeit von Kaur und Kollegen gibt 500 mg zweimal täglich an. In der Gruppe mit stabilerem Verlauf halbierte sich die Beschwerdehäufigkeit gegenüber dem Ausgangswert (p kleiner 0,01), die Zeit bis zum Auftreten belastungsabhängiger EKG-Veränderungen im Belastungstest verlängerte sich. In der Gruppe mit instabilerem Verlauf, die zusätzlich weitere Medikamente benötigte, war die Abnahme nicht signifikant. Ohne Placebo-Arm und ohne Kontrollgruppe lässt sich aus diesen Zahlen kein Zusatznutzen gegenüber dem natürlichen Verlauf ableiten.

Einordnung: Die einzige plazebokontrollierte Arbeit zu diesem Endpunkt, Bharani und Kollegen 2002 an 58 Männern, fand die Beschwerden unter Arjuna signifikant seltener als unter Placebo und senkte den Bedarf an Notfallmedikation von 18,22 auf 5,69 mg pro Woche (p kleiner 0,005) [15]. Sie ist die erste Zeile der Einschlusstabelle der Übersichtsarbeit. Die beiden übrigen Untersuchungen, die nicht randomisierte Vergleichsstudie und die unkontrollierte Studie, sind selbst Einschlussarbeiten derselben Übersichtsarbeit und damit kein unabhängiger zweiter Bestand. Sie zeigen keinen Zusatznutzen, können ihn mangels Placebo- Kontrolle aber auch nicht widerlegen. Die Übersichtsarbeit poolte diesen Endpunkt nach eigener Angabe nicht, gepoolt wurden Belastungsdauer, maximale ST-Senkung, Erholungszeit und Doppelprodukt, und zwar gegen die aktive Vergleichssubstanz, nicht gegen Placebo. Ihr Fazit, die Evidenz reiche derzeit nicht aus, um für oder gegen Arjuna zu urteilen, bleibt bestehen.

Gehstrecke, Lebensqualität und oxidativer Stress bei eingeschränkter Pumpfunktion

In der bereits beschriebenen Studie von Maulik und Kollegen (2016) war die Ejektionsfraktion der primäre Endpunkt, daneben wurden auch die Gehstrecke im 6-Minuten-Test, ein Lebensqualitäts-Fragebogen und mehrere Blutmarker für oxidativen Stress erhoben, zusammen rund 12 Sekundärendpunkte. In der vorab geplanten Gesamtauswertung unterschied sich keiner dieser Werte signifikant von Placebo, mit einer einzigen Ausnahme, die Katalase-Aktivität in roten Blutkörperchen blieb unter Arjuna signifikant besser erhalten (p gleich 0,01). Bei einem einzelnen signifikanten Wert unter rund 12 geprüften Endpunkten, ohne berichtete Korrektur für Mehrfachtestung, ist ein Zufallsbefund nicht auszuschließen. Bei den übrigen Werten, darunter die Gehstrecke, weitere antioxidative Enzyme und der Symptom-Teilscore der Lebensqualität, zeigte sich ein Unterschied erst in einer nachträglichen Analyse, die nur die Teilnehmenden betrachtete, die sich in diesen Werten überhaupt verbesserten, ein methodisch zirkulärer Vergleich. Die Studienautoren fassen das entsprechend vorsichtig zusammen, eine Ejektionsfraktions-Wirkung habe sich nicht gezeigt, wohl aber bei einem Teil der Behandelten eine Verbesserung von Belastbarkeit, antioxidativen Reserven und symptombezogener Lebensqualität, eine Aussage, die sich auf die nachträgliche Teilgruppe bezieht, nicht auf die Gesamtgruppe.

Ergänzend fand die Latin-Square-Studie von Gupta und Kollegen (2001) an 105 Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung, von denen keine Person begleitend lipidsenkende Medikamente einnahm, dass Arjuna-Rindenpulver (500 mg täglich, 30 Tage) den Lipidperoxid-Marker TBARS im Blut gegenüber dem eigenen Ausgangswert signifikant senkte (minus 29,3 Prozent, p kleiner 0,01). Die Vergleichsgruppe mit Vitamin E 400 Einheiten täglich zeigte einen etwas stärkeren Rückgang (minus 36,4 Prozent), die Studienautoren werten beide Effekte selbst als vergleichbar, während sich unter Placebo nichts änderte. Ein direkter statistischer Vergleich zwischen den drei Gruppen wird im verfügbaren Abstract nicht berichtet.

Blutfettwerte

In derselben Studie von Gupta und Kollegen sank unter Arjuna-Rindenpulver auch das Gesamtcholesterin (minus 9,7 Prozent) und das LDL-Cholesterin (minus 15,8 Prozent) gegenüber dem eigenen Ausgangswert signifikant (jeweils p kleiner 0,01), während sich in der Placebo- und der Vitamin-E-Gruppe keine signifikante Änderung zeigte.

Kapoor und Kollegen prüften 2015 an 116 Erwachsenen unter kardiologischer Betreuung Arjuna-Rindenextrakt (500 mg zweimal täglich, zusätzlich zur laufenden Medikation) doppelblind gegen Placebo über 6 Monate. Gegenüber Placebo sanken Triglyzeride und VLDL-Cholesterin signifikant stärker, ohne dass das Abstract genaue Zahlenwerte nennt. Dieselbe Studie untersuchte in einer Genexpressionsanalyse, in einer Teilstichprobe von 50 Personen mittels Echtzeit-PCR bestätigt, auch Entzündungs- und Immun-Botenstoffe im Blut, die unter Arjuna gegenüber Placebo ebenfalls signifikant stärker zurückgingen. Auch hier bleibt das Abstract bei den einzelnen Markern ohne konkrete Effektstärken.

Blutdruck

Zwei Studien berichten eine Senkung des systolischen Blutdrucks, beide ohne echten Placebo-Vergleich. Dwivedi und Agarwal (1994, oben beschrieben) beobachteten bei den 15 Erwachsenen mit stabilerem Verlauf unter Arjuna-Rindenpulver eine signifikante Blutdrucksenkung gegenüber dem eigenen Ausgangswert. Saleem und Kollegen prüften 2021 an 48 randomisierten (40 abgeschlossenen) Erwachsenen mit erhöhten Herz-Kreislauf-Risikowerten Arjuna-Rindenpulver in ungewöhnlich hoher Dosis (5 g zweimal täglich, also 10 g pro Tag) über 8 Wochen, offen und ohne Placebo, direkt gegen die Kombination aus Amlodipin und Atorvastatin. Blutdruck, Body-Mass-Index und Blutfettwerte besserten sich in beiden Gruppen statistisch hoch signifikant, der Unterschied zwischen den Gruppen war jedoch nicht signifikant. Ohne Placebo-Arm lässt sich in keiner der beiden Studien sauber trennen, welcher Teil der Besserung auf Arjuna selbst zurückgeht.

Gefäßfunktion bei Rauchern

Bharani und Kollegen prüften 2004 an 18 gesunden männlichen Rauchern (Altersdurchschnitt rund 28 Jahre), nicht an Herz-Kreislauf-Patienten, in einem doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Design (je 2 Wochen Arjuna-Rindenextrakt 500 mg alle 8 Stunden beziehungsweise Placebo) die flussvermittelte Dilatation der Armarterie per hochauflösendem Ultraschall. Die Gefäßerweiterung nach Manschettenverschluss verbesserte sich unter Arjuna gegenüber dem Ausgangswert deutlich (von 5,2 auf 9,3 Prozent, p kleiner 0,005), unter Placebo nicht. Zu Studienbeginn war die flussvermittelte, endothelabhängige Dilatation bei den Rauchern gegenüber einer gleich großen Gruppe altersgleicher Nichtraucher deutlich vermindert (4,7 gegenüber 11,8 Prozent), während die endothelunabhängige Reaktion auf Nitroglyzerin zwischen Rauchern und Nichtrauchern zu Studienbeginn ähnlich war (20,4 gegenüber 19,7 Prozent). Ob und wie sich die Nitroglyzerin-Reaktion zwischen den beiden Therapiephasen unterschied, berichtet das Abstract nicht.

Tier- und Laborstudien

Zu mehreren traditionell behaupteten Wirkungen liegen ausschließlich Tier- und Zelldaten vor, keine kontrollierten Humanstudien.

Zur Wundheilung zeigten zwei Untersuchungen an Ratten, dass sowohl topisch aufgetragene Fraktionen eines Hydroalkohol-Extrakts der Arjuna-Rinde (Chaudhari und Mengi, 2006) als auch ein oral oder topisch gegebener ethanolischer Rindenextrakt und daraus isolierte Tannine (Rane und Mengi, 2003) die Reißfestigkeit von Schnittwunden und die Epithelisierung beziehungsweise Schrumpfung von Exzisionswunden gegenüber unbehandelten Kontrolltieren signifikant beschleunigten. In beiden Arbeiten zeigte die Gerbstoff-Fraktion die stärkste Wirkung.

Zur Leberfunktion liegt eine Untersuchung an Leberzellen (HepG2) und an Ratten mit einer durch fettreiche Ernährung ausgelösten Verfettung der Leber vor (Toppo und Kollegen, 2018), die allerdings nicht den Gesamtextrakt, sondern die daraus isolierte Arjunolsäure prüfte. In der Zellkultur senkte Arjunolsäure Fetteinlagerung und die Freisetzung der Leberenzyme ALT und AST signifikant, bei den Ratten sanken mehrere Leberwerte und die Leberhistologie zeigte weniger Fetteinlagerung.

Zum traditionell behaupteten Nutzen bei Atemwegsbeschwerden liegt eine Untersuchung an gesunden Meerschweinchen vor (Sivová und Kollegen, 2016), die den durch Zitronensäure-Inhalation ausgelösten Hustenreflex prüfte. Ein wässriger Arjuna-Rindenextrakt senkte nach oraler Gabe die Zahl der Hustenstöße um 64,2 Prozent, in einer Größenordnung vergleichbar mit Codein Phosphat als Vergleichssubstanz, der Atemwegswiderstand veränderte sich dabei nicht.

Alle in diesem Abschnitt beschriebenen Untersuchungen fanden an Zellkulturen oder lebenden Tieren statt, nicht an Menschen. Daraus folgt keine Aussage darüber, ob und in welchem Ausmaß sich ein vergleichbarer Effekt bei oraler Einnahme beim Menschen einstellt.

Sicherheit und Wechselwirkungen

In den beschriebenen Humanstudien wurde Arjuna-Extrakt über Zeiträume von 2 Wochen bis 6 Monaten eingenommen, ohne dass schwerwiegende Nebenwirkungen berichtet wurden. Dwivedi und Jauhari (1997) untersuchten gezielt Nieren-, Leber- und Blutbildwerte über 3 Monate und fanden keine Auffälligkeiten.

Da mehrere der oben beschriebenen Arjuna-Studien selbst Effekte auf Blutdruck und Gefäßfunktion zeigen, ist bei bestehender Herz-Kreislauf-Medikation, insbesondere bei blutdrucksenkenden Wirkstoffen, ärztliche Rücksprache sinnvoll. Eine eigene, Arjuna-spezifische Quelle zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegt uns nicht vor.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Cross over, n gleich 12 · 1995

    Salutary effect of Terminalia Arjuna in patients with severe refractory heart failure.

    Bharani A, Ganguly A, Bhargava KD. Int J Cardiol

    Zur Zuschreibung: 01

  2. 02

    Kontrollierte, nicht randomisierte Vergleichsstudie, n gleich 12 gegen 12, Kontrollgruppe bei Ejektionsfraktion nicht abgeglichen · 1997

    Beneficial effects of Terminalia arjuna in coronary artery disease.

    Dwivedi S, Jauhari R. Indian Heart J

    Zur Zuschreibung: 02

  3. 03

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Parallelgruppen, n gleich 100, Einschluss Ejektionsfraktion 40 Prozent oder weniger, NYHA II · 2016

    Clinical efficacy of water extract of stem bark of Terminalia arjuna (Roxb. ex DC.) Wight & Arn. in patients of chronic heart failure, a double-blind, randomized controlled trial.

    Maulik SK, et al. Phytomedicine

    Zur Zuschreibung: 01, 03

  4. 04

    Systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse · 2014

    Terminalia arjuna in Chronic Stable Angina, Systematic Review and Meta-Analysis.

    Kaur N, et al. Cardiol Res Pract

    Zur Zuschreibung: 02

  5. 05

    Unkontrollierte Studie ohne Placebo-Arm, n gleich 20 (15 stabilerer, 5 instabilerer Verlauf), Dosis im Abstract nicht genannt, laut Einschlusstabelle der Übersichtsarbeit [4] 500 mg zweimal täglich · 1994

    Antianginal and cardioprotective effects of Terminalia arjuna, an indigenous drug, in coronary artery disease.

    Dwivedi S, Agarwal MP. J Assoc Physicians India

    Zur Zuschreibung: 02, 07

  6. 06

    RCT, plazebokontrolliert, Latin-Square-Design, 3 Gruppen zu je 35, keine lipidsenkende Begleitmedikation · 2001

    Antioxidant and hypocholesterolaemic effects of Terminalia arjuna tree-bark powder, a randomised placebo-controlled trial.

    Gupta R, et al. J Assoc Physicians India

    Zur Zuschreibung: 04, 05

  7. 07

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 116 · 2015

    Short-Term Adjuvant Therapy with Terminalia arjuna Attenuates Ongoing Inflammation and Immune Imbalance in Patients with Stable Coronary Artery Disease, In Vitro and In Vivo Evidence.

    Kapoor D, et al. J Cardiovasc Transl Res

    Zur Zuschreibung: 05, 06

  8. 08

    RCT, offen, aktive Vergleichssubstanz statt Placebo, n gleich 48 randomisiert, 40 abgeschlossen · 2021

    Effect of Arjun Chāl on cardiovascular risk factors, a randomized controlled clinical trial.

    Saleem S, Ansari AH, Ansari A. J Complement Integr Med

    Zur Zuschreibung: 07

  9. 09

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Cross over, n gleich 18, gesunde männliche Raucher · 2004

    Terminalia arjuna reverses impaired endothelial function in chronic smokers.

    Bharani A, Ahirwar LK, Jain N. Indian Heart J

    Zur Zuschreibung: 08

  10. 10

    Tierstudie, Ratten · 2006

    Evaluation of phytoconstituents of Terminalia arjuna for wound healing activity in rats.

    Chaudhari M, Mengi S. Phytother Res

    Zur Zuschreibung: 09

  11. 11

    Tierstudie, Ratten · 2003

    Comparative effect of oral administration and topical application of alcoholic extract of Terminalia arjuna bark on incision and excision wounds in rats.

    Rane MM, Mengi SA. Fitoterapia

    Zur Zuschreibung: 09

  12. 12

    Zell- und Tierstudie, HepG2-Zellen und Ratten, isolierte Arjunolsäure · 2018

    Curative effect of arjunolic acid from Terminalia arjuna in non-alcoholic fatty liver disease models.

    Toppo E, et al. Biomed Pharmacother

    Zur Zuschreibung: 10

  13. 13

    Tierstudie, Meerschweinchen · 2016

    Cough and Arabinogalactan Polysaccharide from the Bark of Terminalia Arjuna.

    Sivová V, et al. Adv Exp Med Biol

    Zur Zuschreibung: 11

  14. 14

    Übersichtsarbeit · 2010

    Terminalia arjuna in cardiovascular diseases, making the transition from traditional to modern medicine in India.

    Maulik SK, Katiyar CK. Curr Pharm Biotechnol

  15. 15

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Cross over, n gleich 58, Vergleich gegen Placebo und gegen Isosorbidmononitrat · 2002

    Efficacy of Terminalia arjuna in chronic stable angina, a double-blind, placebo-controlled, crossover study comparing Terminalia arjuna with isosorbide mononitrate.

    Bharani A, Ganguli A, Mathur LK, Jamra Y, Raman PG. Indian Heart J

    Zur Zuschreibung: 02

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