Curcumin (CureIt)
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Curcuma longa · Kurkumin · Curcuminoide · Diferuloylmethan · CureIt · Kurkuma-Vollspektrum-Extrakt
Auf einen Blick
- Was es ist
- Ein Polyphenol aus dem Rhizom der Kurkumapflanze (Curcuma longa). CureIt ist eine patentierte Vollspektrum-Extraktform, die mit einer sogenannten Polar-Nonpolar-Sandwich-Technologie die komplette natürliche Kurkuma-Matrix erhält, nicht nur isoliertes Curcumin
- Wirkform in Studien
- Die meisten Humanstudien zu Curcumin nutzen andere bioverfügbarkeitsoptimierte Formen, etwa in Kombination mit Piperin, als Phospholipid-Komplex oder als Nanopartikel-Formulierung wie Theracurmin. CureIt-spezifische Humanstudien liegen nur vereinzelt vor, siehe die ersten drei Wirkungszeilen
- Übliche Studiendosis
- 80 bis 1500 mg Curcumin beziehungsweise Curcuminoide pro Tag, abhängig von Formulierung und geprüftem Endpunkt
- Bioverfügbarkeit
- Freies, nicht optimiertes Curcumin wird oral kaum aufgenommen, wegen geringer Wasserlöslichkeit und schnellem First-Pass-Stoffwechsel in Leber und Darm. Verschiedene Markenformulierungen sollen das ausgleichen, CureIt ist eine davon, siehe die erste Wirkungszeile
- Verträglichkeit
- In den zitierten Studien überwiegend gut vertragen, sehr hohe Dosen können Magen-Darm-Beschwerden auslösen
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Plasmanachweis von Curcuminoiden und Metaboliten nach einer Einzeldosis CureIt, ohne direkten Vergleich zu freiem Curcumin
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Freies Curcumin gilt wegen geringer Wasserlöslichkeit und schneller Verstoffwechselung in Leber und Darm als oral kaum bioverfügbar [1]. Eine offene Pharmakokinetikstudie gab 15 gesunden Erwachsenen einmalig 500 mg CureIt und wies Curcumin sowie mehrere Curcuminoide und Metaboliten im Plasma nach. Curcumin erreichte nach vier Stunden eine maximale Plasmakonzentration von 74,31 ng/ml und eine Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve von 527,10 ng mal h/ml. Die Studie enthielt weder freies Curcumin noch eine andere Formulierung als Kontrollarm. Aussagen der Autoren zu einer höheren Bioverfügbarkeit gegenüber anderen Formulierungen verweisen auf frühere eigene Arbeiten und sind kein Ergebnis dieses Versuchs [2]. Drei der sechs Autoren waren Angestellte von Aurea Biolabs, dem Hersteller von CureIt. Die Studie erhielt laut Volltext keine externe Finanzierung, CureIt wurde von Aurea Biolabs bereitgestellt
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02
Muskelkater und Erholung nach exzentrischem Ausdauertraining unter CureIt
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine randomisierte, plazebokontrollierte, doppelblinde Studie von Mitarbeitenden des Herstellers Aurea Biolabs prüfte CureIt bei verzögert auftretendem Muskelkater nach kontinuierlicher exzentrischer Belastung. Die orale Einnahme von CureIt senkte den Muskelkater gegenüber Placebo, senkte die Kreatinkinase-Konzentration leicht und erhöhte den VO2max-Wert leicht, ohne berichtete Nebenwirkungen [3]. Teilnehmerzahl und exakte Tagesdosis werden im verfügbaren Abstract nicht genannt. Alle Autoren sind laut Affiliation bei Aurea Biolabs beziehungsweise der Partnerfirma BioAgile Therapeutics beschäftigt, eine gesonderte Interessenkonflikt-Erklärung führt der Datensatz nicht
Quellen: 3
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03
Handgriffstärke und Gewichthebe-Kapazität bei gesunden älteren Erwachsenen unter CureIt
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine randomisierte, plazebokontrollierte, doppelblinde Studie von Mitarbeitenden des Herstellers Aurea Biolabs an 30 gesunden älteren Erwachsenen mit alterstypischem Muskelabbau prüfte CureIt gegenüber Placebo, die Tagesdosis nennt das verfügbare Abstract nicht. Die Handgriffstärke stieg unter CureIt gegenüber Placebo um 1,43 Prozent (p kleiner 0,001), die Gewichthebe-Kapazität um 6,08 Prozent gegenüber einem Rückgang von 4,54 Prozent unter Placebo. Die Gehstrecke bis zur subjektiven Erschöpfung nahm unter CureIt um 5,51 Prozent zu, unter Placebo um 2,29 Prozent, ohne dass dieser Unterschied statistische Signifikanz erreichte (p gleich 0,09) [4]. Alle Autoren sind laut Affiliation beim Hersteller Aurea Biolabs beziehungsweise der Partnerfirma BioAgile Therapeutics beschäftigt, die Studie ist mit 30 Teilnehmenden klein, und die gemessenen Effekte sind trotz statistischer Signifikanz zahlenmäßig gering
Quellen: 4
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04
Entzündungsmarker im Blut (CRP, TNF-alpha, IL-6) bei Erwachsenen
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Eine GRADE-bewertete Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse aus 66 randomisierten kontrollierten Studien an Erwachsenen fand unter Kurkuma- beziehungsweise Curcumin-Supplementierung gegenüber Placebo eine signifikante Senkung von CRP (gewichtete Mitteldifferenz minus 0,58 mg/l, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,74 bis minus 0,41), von TNF-alpha (minus 3,48 pg/ml, minus 4,38 bis minus 2,58) und von IL-6 (minus 1,31 pg/ml, minus 1,58 bis minus 0,67); bei IL-1beta zeigte sich kein signifikanter Unterschied [5]. Die Übersicht bündelt sehr unterschiedliche Curcumin-Formulierungen und Dosen zwischen den 66 eingeschlossenen Studien, CureIt ist im Abstract nicht gesondert ausgewiesen, die Aussage gilt für Curcumin beziehungsweise Kurkuma allgemein, nicht CureIt-spezifisch
Quellen: 5
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05
Marker des oxidativen Stresses (Gesamtantioxidanskapazität, Malondialdehyd, Superoxiddismutase) bei Erwachsenen
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Dieselbe Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse aus 66 randomisierten kontrollierten Studien [5] fand unter Kurkuma- beziehungsweise Curcumin-Supplementierung gegenüber Placebo eine signifikante Steigerung der Gesamtantioxidanskapazität TAC (gewichtete Mitteldifferenz 0,21 mmol/l, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,08 bis 0,33), eine Senkung von Malondialdehyd MDA (minus 0,33 µmol/l, minus 0,53 bis minus 0,12) und eine Steigerung der Superoxiddismutase-Aktivität SOD (20,51 U/l, 7,35 bis 33,67). Auch hier bündelt die Übersicht unterschiedliche Formulierungen, keine CureIt-spezifische Auswertung
Quellen: 5
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06
Blutdruck und Endothelfunktion (flussvermittelte Dilatation) bei Erwachsenen
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Eine GRADE-bewertete Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse aus 35 randomisierten kontrollierten Studien fand unter Kurkuma- beziehungsweise Curcumin-Supplementierung gegenüber Placebo eine signifikante Senkung des systolischen Blutdrucks (gewichtete Mitteldifferenz minus 2,02 mmHg, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 2,85 bis minus 1,18) und des diastolischen Blutdrucks (minus 0,82 mmHg, minus 1,46 bis minus 0,18), eine Senkung des Adhäsionsmoleküls VCAM-1 (minus 39,19 ng/ml, minus 66,15 bis minus 12,23) und eine Verbesserung der flussvermittelten Dilatation FMD (plus 2,00 Prozentpunkte, 1,07 bis 2,94); bei ICAM-1 und der Pulswellengeschwindigkeit zeigte sich kein signifikanter Unterschied [6]. Zwei ältere, kleinere Meta-Analysen zur flussvermittelten Dilatation mit 10 beziehungsweise 5 eingeschlossenen Studien kommen zu einem qualitativ ähnlichen Bild, ihr Studienbestand überschneidet sich wahrscheinlich mit dem hier zitierten größeren und neueren Datensatz, deshalb wird nur dieser als Beleg gezählt. Auch diese Übersicht bündelt unterschiedliche Curcumin-Formulierungen, keine CureIt-spezifische Auswertung
Quellen: 6
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07
Gelenkschmerz und Entzündungswerte bei Menschen mit ärztlich festgestellten Gelenkbeschwerden aus fünf rheumatischen und degenerativen Krankheitsbildern
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse aus 29 randomisierten kontrollierten Studien mit 2396 Teilnehmenden und fünf unterschiedlichen Gelenkerkrankungen prüfte Dosen von 120 bis 1500 mg Curcumin beziehungsweise Curcuma-longa-Extrakt über 4 bis 36 Wochen. Im Volltext lagen für den WOMAC-Schmerzvergleich gegen Placebo vier Studien mit 315 Teilnehmenden vor (standardisierte Mitteldifferenz minus 0,66, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,88 bis minus 0,43). Der breitere VAS-Schmerzpool fiel ebenfalls zugunsten von Curcumin aus, war aber stark heterogen. Zehn eingeschlossene Studien wurden wegen Herstellerfinanzierung oder Beschäftigung von Autoren beim Hersteller als hohes sonstiges Verzerrungsrisiko eingestuft. Die Autoren bewerteten mehrere weitere Verzerrungsbereiche als unklar oder hoch und verlangen wegen kleiner Teilbestände und niedriger Qualität eine vorsichtige Auslegung [7]. Keine CureIt-spezifische Auswertung
Quellen: 7
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08
Blutfettwerte (Gesamt-, LDL- und HDL-Cholesterin, Triglyzeride), unterschiedliche Ergebnisse in nicht vergleichbaren Populationen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine aktualisierte Meta-Analyse randomisierter Studien in verschiedenen metabolischen Populationen fand gegenüber Placebo keine statistisch gesicherten Unterschiede bei HDL (standardisierte Mitteldifferenz minus 0,04, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,36 bis 0,29), LDL (minus 0,17, minus 0,43 bis 0,09), Gesamtcholesterin (minus 0,21, minus 0,55 bis 0,13) oder Triglyzeriden (minus 0,05, minus 0,20 bis 0,11) [8]. Bei Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung umfasste die Übersicht insgesamt 9 Studien, der Pool für Gesamtcholesterin beruhte jedoch nur auf 5 Publikationen mit 276 Teilnehmenden und ergab minus 13,77 mg/dl (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 26,77 bis minus 0,77) [9]. Triglyzeride, LDL und HDL blieben ungesichert. Bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom beruhten die Blutfettpools trotz drei eingeschlossener Studien nur auf zwei Studien. Gesamtcholesterin sank, LDL und Triglyzeride blieben mit weiten Intervallen unbestimmt [10]. Diese Populationen und Studienbestände sind nicht vergleichbar und bilden deshalb keinen direkten Widerspruchssatz. Keine CureIt-spezifische Auswertung
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09
Kognitive Gesamtleistung ohne Effekt, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit in Teilgruppenanalyse verbessert
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse aus 10 Veröffentlichungen mit zusammen 531 Teilnehmenden fand für Curcumin gegenüber Placebo keinen signifikanten Effekt auf die kognitive Gesamtleistung (standardisierte Mitteldifferenz 0,14, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,78 bis 1,07, I² gleich 90,8 Prozent). Zwei der zehn Veröffentlichungen werteten dieselbe 16-wöchige Kohorte aus, damit liegen höchstens neun unabhängige Humanbestände vor. In Teilgruppenanalysen zeigten sich Verbesserungen beim Arbeitsgedächtnis (1,01, 0,15 bis 1,87, I² gleich 88,3 Prozent) und bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit (0,37, 0,07 bis 0,67, I² gleich 37,5 Prozent). Einige Studien hatten fehlende Ergebnisdaten oder ein Berichtsrisiko, Formulierungen, Dosen, Populationen und Tests variierten stark. Unerwünschte Ereignisse waren im Curcumin-Pool häufiger als unter Kontrolle, wobei eine einzelne Studie die Heterogenität wesentlich trug [11]. Keine CureIt-spezifische Auswertung
Quellen: 11
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10
Depressive Symptome bei Erwachsenen mit klinisch erhobener depressiver Symptomatik, meist als Zusatz zur laufenden Behandlung
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse aus 10 Studien mit 531 Teilnehmenden, überwiegend Erwachsene mit anhand standardisierter Skalen erhobener depressiver Symptomatik, fand für Curcumin gegenüber Placebo eine signifikante Verringerung depressiver Symptome (Hedges g minus 0,75, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 1,11 bis minus 0,39) und von Angstsymptomen (5 Studien, 284 Teilnehmende, minus 2,62, minus 4,06 bis minus 1,17); die Autoren selbst mahnen wegen der kleinen Stichproben zur vorsichtigen Interpretation [12]. Eine ältere, kleinere Meta-Analyse aus 6 Studien mit 377 Teilnehmenden kommt mit einem kleineren Effekt zum selben Ergebnis (standardisierte Mitteldifferenz minus 0,34, minus 0,558 bis minus 0,129) [13], ihr Studienbestand überschneidet sich wahrscheinlich mit der größeren, neueren Übersicht. In den meisten eingeschlossenen Studien wurde Curcumin zusätzlich zu einer laufenden Behandlung gegeben, nicht als alleinige Einnahme. Keine CureIt-spezifische Auswertung
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11
Tage mit Erkältungssymptomen und Immun- beziehungsweise Entzündungsmarker bei gesunden Erwachsenen, unter einer anderen bioverfügbarkeitsoptimierten Formulierung
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine randomisierte, plazebokontrollierte, doppelblinde Studie an 99 gesunden japanischen Erwachsenen prüfte über 12 Wochen zwei Varianten einer hochbioverfügbaren Curcumin-Formulierung namens Theracurmin mit jeweils 150 mg pro Tag. Die kumulierte Zahl an Tagen mit Erkältungssymptomen war in beiden Theracurmin-Gruppen niedriger als unter Placebo, unerwünschte Wirkungen traten nicht auf [14]. Autoren waren bei Theravalues Corporation, ORTHOMEDICO und der durchführenden medizinischen Einrichtung beschäftigt, eine Interessenerklärung enthält der PubMed-Datensatz nicht. Theracurmin ist die Formulierung eines anderen Herstellers, nicht CureIt, und es handelt sich um eine einzelne, nicht wiederholte Studie
Quellen: 14
Der wichtigste Punkt vorweg: Fast der gesamte Nachweis für Curcumin als Wirkstoff stammt aus Studien mit anderen bioverfügbarkeitsoptimierten Formen, nicht mit CureIt. CureIt ist eine von rund einem Dutzend Markenformulierungen, die das Bioverfügbarkeitsproblem von freiem Curcumin lösen sollen, und für CureIt selbst werden hier drei kleine Humanstudien vorgestellt, jeweils unter Beteiligung von Personen, die beim Hersteller beschäftigt sind. Wo eine Zeile "keine CureIt-spezifische Auswertung" vermerkt, bezieht sich der Nachweis auf Curcumin beziehungsweise Kurkuma allgemein und lässt sich nicht ohne Weiteres auf CureIt übertragen.
Studien im Detail
Bioverfügbarkeit und CureIt-spezifische Studien
Die zentrale Zuschreibung an CureIt ist die verbesserte Aufnahme gegenüber freiem Curcumin. Eine Arbeit mit Beteiligung von Mitarbeitenden des Herstellers Aurea Biolabs [2] weist Curcumin-Metaboliten im menschlichen Blutplasma nach oraler CureIt-Einnahme nach und beschreibt qualitativ eine höhere Metabolitenkonzentration durch die komplette Kurkuma-Matrix, liefert aber keinen zahlenmäßigen Vergleich zu einer nicht optimierten Kontrollgruppe. Zwei weitere kleine, randomisierte, plazebokontrollierte Studien derselben Autorengruppe [3, 4] prüfen CureIt bei Muskelkater nach exzentrischem Training und bei Handgriffstärke im höheren Lebensalter, beide mit positivem, aber zahlenmäßig eher kleinem Ergebnis. Alle drei Arbeiten stammen von Personen, die beim Hersteller beziehungsweise einer Partnerfirma angestellt sind, das ist bei der Einordnung mitzudenken.
Entzündung, oxidativer Stress, Blutdruck und Gefäßfunktion
Die breiteste und am besten belegte Studienlage betrifft Entzündungs- und Oxidationsmarker sowie Blutdruck und Gefäßfunktion. Eine große, GRADE-bewertete Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse aus 66 randomisierten Studien [5] zeigt eine signifikante Senkung von CRP, TNF-alpha und IL-6 sowie eine Verbesserung von TAC, MDA und SOD. Eine zweite, methodisch ähnliche Meta-Analyse derselben Arbeitsgruppe aus 35 randomisierten Studien [6] zeigt eine Senkung von systolischem und diastolischem Blutdruck sowie eine Verbesserung der flussvermittelten Dilatation. Beide Übersichten bündeln sehr unterschiedliche Curcumin-Formulierungen und Dosen, keine davon ist CureIt-spezifisch ausgewiesen.
Gelenkbeschwerden, Blutfette, Kognition und Stimmung
Bei Gelenkbeschwerden aus fünf unterschiedlichen rheumatischen und degenerativen Krankheitsbildern berichtet eine Meta-Analyse aus 29 Studien [7] eine Verbesserung von Schmerz und Entzündung, mahnt aber selbst wegen niedriger Studienqualität zur vorsichtigen Interpretation. Bei Blutfetten ist das Bild uneinheitlich: In einer allgemeinen Meta-Analyse [8] zeigte sich kein signifikanter Effekt, in Meta-Analysen an Menschen mit chronischer Nierenerkrankung [9] beziehungsweise mit polyzystischem Ovarialsyndrom [10] jeweils ein signifikanter Effekt auf einzelne, aber nicht alle Blutfettwerte. Bei der kognitiven Gesamtleistung zeigt die größte verfügbare Meta-Analyse [11] keinen signifikanten Effekt, wohl aber in Teilgruppenanalysen bei Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Bei depressiven Symptomen, meist als Zusatz zu einer laufenden Behandlung geprüft, finden zwei sich wahrscheinlich überschneidende Meta-Analysen [12, 13] übereinstimmend einen signifikanten Effekt.
Tier- und Laborstudien
Für CureIt liegen zwei präklinische Arbeiten im Mausmodell der Kollagen-induzierten Arthritis vor, beide von derselben Autorengruppe. Die eine zeigt, dass die tägliche orale Gabe von CureIt erhöhte Spiegel der antimikrobiellen Peptide Cathelicidin und Calprotectin in den Gelenken auf den Ausgangswert senkte, mit einem linearen Zusammenhang zu den Serum-Zytokinen TNF-alpha, IFN-gamma und MCP-1 [15]. Die andere zeigt, dass CureIt allein den Krankheitsschweregrad um rund 60 Prozent senkte, in Kombination mit einer Vitamin-D- und Omega-3-angereicherten Diät um über 80 Prozent [16]. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich an Mäusen statt, nicht an Menschen, und tragen keine Aussage für die Wirkung beim Menschen. Beide Arbeiten wurden durch kanadische öffentliche Forschungsförderung finanziert. Aurea Biolabs stellte das verwendete CureIt bereit [15, 16].
Für die Kombination aus Curcumin und Sulforaphan liegen ebenfalls ausschließlich präklinische Daten vor: Eine Übersichtsarbeit beschreibt beide Stoffe als bestätigte Aktivatoren des Nrf2/KEAP1/ARE-Signalwegs [17], eine weitere fasst präklinische Kombinationsstudien in Zell- und Tiermodellen zusammen, unter anderem zusammen mit zwei konventionellen Chemotherapeutika [18]. Eine placebokontrollierte Humanstudie zu dieser Kombination wurde trotz gezielter Suche nicht gefunden.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Curcumin ist in den zitierten Studien überwiegend gut verträglich. Sehr hohe Dosen können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Curcumin wird eine theoretisch blutverdünnende Wirkung sowie eine Beeinflussung von CYP-Enzymen zugeschrieben, eine eigene, geprüfte Quelle für eine konkrete Wechselwirkung mit Gerinnungshemmern liegt uns nicht vor. Wegen einer choleretischen, gallenflussfördernden Wirkung wird bei Gallensteinen oder einem Verschluss der Gallenwege zur Vorsicht geraten. In der Meta-Analyse zur kognitiven Leistung [11] traten unter Curcumin mehr unerwünschte Ereignisse auf als unter Kontrolle, ohne dass das Abstract diese näher beschreibt.
Quellen zum Nachlesen
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02
Pharmakokinetische Methodenstudie am Menschen · 2018
Development of Validated Methods and Quantification of Curcuminoids and Curcumin Metabolites and Their Pharmacokinetic Study of Oral Administration of Complete Natural Turmeric Formulation (Cureit™) in Human Plasma via UPLC/ESI-Q-TOF-MS Spectrometry.
Jude S, et al. Molecules
Zur Zuschreibung: 01
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03
Randomisierte, plazebokontrollierte, doppelblinde Studie · 2020
The Effects of Bioavailable Curcumin (Cureit) on Delayed Onset Muscle Soreness Induced By Eccentric Continuous Exercise: A Randomized, Placebo-Controlled, Double-Blind Clinical Study.
Amalraj A, Divya C, Gopi S. J Med Food
Zur Zuschreibung: 02
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04
Randomisierte, plazebokontrollierte, doppelblinde Studie, n=30 · 2021
The Efficacy of the Novel Bioavailable Curcumin (Cureit) in the Management of Sarcopenia in Healthy Elderly Subjects: A Randomized, Placebo-Controlled, Double-Blind Clinical Study.
Varma K, et al. J Med Food
Zur Zuschreibung: 03
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05
GRADE-bewertete Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse aus 66 RCTs · 2023
Antioxidant and anti-inflammatory effects of curcumin/turmeric supplementation in adults: A GRADE-assessed systematic review and dose-response meta-analysis of randomized controlled trials.
Dehzad MJ, Ghalandari H, Nouri M, Askarpour M. Cytokine
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06
GRADE-bewertete Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse aus 35 RCTs · 2024
Curcumin/turmeric supplementation could improve blood pressure and endothelial function: A grade-assessed systematic review and dose-response meta-analysis of randomized controlled trials.
Dehzad MJ, Ghalandari H, Askarpour M. Clin Nutr ESPEN
Zur Zuschreibung: 06
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09
Meta-Analyse aus 9 RCTs · 2022
The effects of curcumin-containing supplementations on inflammatory markers and lipid profiles in patients with chronic kidney diseases: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials.
Futuhi F, Naghibzadeh Tahami A, Azmandian J, Saber A. J Complement Integr Med
Zur Zuschreibung: 08
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11
Meta-Analyse aus 10 Humanstudien, n=531 (zusätzlich präklinische Tierdaten) · 2025
Targeting cognitive aging with curcumin supplementation: A systematic review and meta-analysis.
Yu L, Li N, Li B, Ye KX, Guo J, Shan J, Cao L, Song M, Wang Y, Lee TS, Maier AB, Feng L. J Prev Alzheimers Dis
Zur Zuschreibung: 09
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14
Randomisierte, plazebokontrollierte, doppelblinde Studie, n=99 · 2024
Effects of Highly Bioavailable Curcumin Supplementation on Common Cold Symptoms and Immune and Inflammatory Functions in Healthy Japanese Subjects: A Randomized Controlled Study.
Kuwabara Y, Hirose A, Lee H, Kakinuma T, Baba A, Takara T. J Diet Suppl
Zur Zuschreibung: 11
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- 16
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- 18
Bei H.P.N
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