Alpha-Liponsäure
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Weitere Stoffe
Thioctsäure · Liponsäure · Thioctic acid · R-Alpha-Liponsäure
Auf einen Blick
- Was es ist
- Eine schwefelhaltige Fettsäure mit acht Kohlenstoffatomen, auch Thioctsäure genannt. Der Körper bildet sie in kleinen Mengen selbst, in den Mitochondrien arbeitet sie als Helfermolekül von Enzymen des Energiestoffwechsels
- Formen
- Es gibt zwei spiegelbildliche Formen. Die R-Form ist die natürlich vorkommende, die S-Form entsteht bei der chemischen Herstellung. Die meisten Studien und Präparate verwenden das Gemisch beider Formen (Racemat)
- Vorkommen
- In Lebensmitteln nur in Spuren, am meisten in stoffwechselaktiven tierischen Geweben wie Herz. Mengen wie in Kapseln sind über die Ernährung nicht erreichbar
- Wirkform in Studien
- Überwiegend das Gemisch als Tablette oder Kapsel. Ein Teil der Studien zu Nervenbeschwerden gab den Stoff als Infusion, das ist ein Arzneimittelweg und mit einer Kapsel nicht gleichzusetzen, siehe Abgrenzung unten
- Übliche Studiendosis
- 300 bis 1800 mg täglich, am häufigsten 600 mg, über 3 Wochen bis 4 Jahre
- Aufnahme
- Rasch, aber unvollständig. Nach dem Schlucken kommen rund 30 Prozent der Dosis im Blut an, nach etwa einer halben Stunde ist die Hälfte davon wieder aus dem Blut verschwunden
- Bekannt geworden durch
- Die Verwendung als Arzneimittel bei Nervenbeschwerden von Menschen mit dauerhaft erhöhtem Blutzucker, unter anderem in Deutschland, und den Ruf als Antioxidans
- Sicherheitshinweis
- Die europäische Lebensmittelbehörde hält es für wahrscheinlich, dass Alpha-Liponsäure bei Menschen mit bestimmten Erbanlagen das Risiko für schwere Unterzuckerungen durch ein Insulin-Autoimmunsyndrom erhöht. Einzelheiten siehe Sicherheit und Wechselwirkungen
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Missempfindungen in Füßen und Beinen (Brennen, Kribbeln, Taubheit, stechender Schmerz) bei Erwachsenen mit dauerhaft erhöhtem Blutzucker, Einnahme über sechs Monate und länger, ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In zwei großen Studien über 6 und 24 Monate unterschieden sich die Beschwerden nicht von Placebo, die Cochrane-Übersicht von 2024 hält einen spürbaren Vorteil für unwahrscheinlich. Eine weitere Studie über sechs Monate berichtet bessere Werte, die Übersicht konnte sie nicht auswerten, weil die Autoren ihre Daten nicht herausgaben.
Ausführlicher Nachweis
Die Cochrane-Übersicht von 2024 schloss nur randomisierte Studien ein, die Alpha-Liponsäure mindestens sechs Monate lang gegen Placebo prüften, und fand drei mit zusammen 816 ausgewerteten Erwachsenen [1]. Alle Teilnehmenden hatten Typ-1- oder Typ-2-Diabetes und eine klinisch und elektrophysiologisch gesicherte Nervenschädigung an den Beinen, die Tagesdosen lagen bei 600 bis 1800 mg [1]. Gemessen wurde der Symptomsummenwert TSS, der Brennen, Kribbeln, Taubheit und stechenden Schmerz zusammenfasst und von 0 bis 14,64 Punkten reicht, als kleinster spürbarer Unterschied gelten 0,97 Punkte [1]. Nach sechs Monaten betrug der Unterschied zu Placebo minus 0,16 Punkte bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von minus 0,83 bis plus 0,51, aus einer Studie mit 330 ausgewerteten Personen, Sicherheit der Evidenz mittel [1]. In dieser Studie (ALADIN III) hatte die Verumgruppe zuerst drei Wochen lang täglich 600 mg als Infusion und danach sechs Monate lang 1800 mg täglich als Tablette erhalten, die Zahl gilt also für die Abfolge beider Wege [1]. Nach 24 Monaten betrug der Unterschied minus 0,23 Punkte bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von minus 0,67 bis plus 0,21, aus einer Studie mit 421 ausgewerteten Personen und 600 mg täglich als Tablette, Sicherheit der Evidenz ebenfalls mittel [1]. Beide Intervalle enthalten den kleinsten spürbaren Unterschied von 0,97 Punkten nicht, das Ausbleiben ist damit gezeigt und nicht nur nicht gefunden [1]. Beim ärztlich erhobenen Befundwert NIS-LL blieb nach sechs Monaten dagegen eine Unschärfe, minus 1,02 Punkte bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von minus 2,93 bis plus 0,89 aus 245 Personen, Sicherheit niedrig, das Intervall schließt einen bedeutsamen Vorteil nicht aus [1]. Nach 24 Monaten lag der standardisierte Unterschied beim Befund bei minus 0,07 mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von minus 0,24 bis plus 0,11 aus zwei Studien mit 486 Personen [1]. Die Übersicht stuft alle drei Studien wegen hoher Abbruchraten als insgesamt hoch verzerrungsanfällig ein, zwischen 25 und 43 Prozent der Teilnehmenden schieden aus [1]. Für die Vierjahresstudie merkt sie an, dass die hohen Abbruchraten einen möglichen Nutzen eher verdünnt und die statistische Aussagekraft gemindert haben dürften, an ihrem Urteil mit mittlerer Sicherheit hält sie dennoch fest [1]. Alle drei Studien wurden von Arzneimittelherstellern getragen, ASTA Medica beziehungsweise MEDA Pharma, was die Übersicht nennt und nicht als Verzerrungsquelle wertet [1]. Die Vierjahresstudie NATHAN 1 ist die 24-Monats-Studie der Übersicht und kein zusätzlicher Bestand [1][2]. Ihre Teilnehmenden hatten eine leichte bis mittlere Nervenschädigung und zu Beginn nur wenige Beschwerden, der Symptomsummenwert lag im Mittel bei 2,4 und 2,6 von 14,64 Punkten, der Spielraum für eine Besserung der Beschwerden war dort klein [2]. In der Sechs-Monats-Studie war ein Symptomsummenwert von mindestens 4 Punkten Einschlussbedingung [1]. Die Aussage für Menschen mit ausgeprägten Beschwerden stützt sich deshalb vor allem auf die Sechs-Monats-Studie mit ihrer Abfolge aus Infusion und Tablette. In der Vierjahresstudie wurden 460 Personen randomisiert, der vorab festgelegte Hauptendpunkt, ein Summenwert aus Befund und sieben Nervenmessungen, unterschied sich nach vier Jahren nicht zwischen den Gruppen, Unterschied 0,78 Punkte bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von minus 0,16 bis plus 1,73 (p gleich 0,105) [2]. Einzelne Nebenendpunkte wie der Befundwert NIS fielen nach vier Jahren zugunsten von Alpha-Liponsäure aus (p gleich 0,028) [2]. Drei der Autoren waren Angestellte des Herstellers MEDA Pharma, ein vierter war es bis 2006, fünf weitere erhielten Honorare oder Zuwendungen von ihm, und die Randomisierungsliste erstellte die Statistikabteilung des Herstellers [1][2]. Eine weitere Studie über sechs Monate mit zweimal täglich 600 mg als Tablette an 200 Personen berichtet bessere Werte bei Schmerz, Befund und Vibrationsempfinden als unter Placebo, den Symptomsummenwert TSS maß sie nicht [6]. Die Cochrane-Übersicht hat sie nicht ausgewertet, weil ihr Volltext bis auf den angegebenen Studienzeitraum mit einem früheren Kongressbeitrag übereinstimmte und die Autoren die Daten nicht herausgaben [1]. Geprüft wurden zugelassene Arzneimittel an Menschen mit gesicherter Nervenschädigung, über gesunde Erwachsene sagt die Zeile nichts.
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02
Missempfindungen in Füßen und Beinen bei Erwachsenen mit dauerhaft erhöhtem Blutzucker, Einnahme als Tablette über drei bis fünf Wochen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Zwei Studien über 3 und 5 Wochen fanden weniger Beschwerden als unter Placebo. Über sechs Monate und länger zeigte sich dieser Vorteil nicht mehr, siehe eigene Zeile.
Ausführlicher Nachweis
In der Studie SYDNEY 2 erhielten 181 Personen mit Diabetes und symmetrischer Nervenschädigung an den Füßen nach einer Woche Placebo-Vorlauf fünf Wochen lang einmal täglich 600, 1200 oder 1800 mg Alpha-Liponsäure als Tablette oder Placebo [3]. Der Symptomsummenwert TSS sank im Mittel um 4,9 Punkte unter 600 mg, um 4,5 Punkte unter 1200 mg und um 4,7 Punkte unter 1800 mg gegenüber 2,9 Punkten unter Placebo, jeder Dosisarm unterschied sich von Placebo (je p kleiner 0,05) [3]. Mindestens eine Halbierung des Werts erreichten 62, 50 und 56 Prozent gegenüber 26 Prozent unter Placebo [3]. Das ist ein Vergleich zwischen den Gruppen, ein Effektmaß mit Intervall nennt das Abstract nicht [3]. Übelkeit, Erbrechen und Schwindel nahmen mit der Dosis zu [3]. In einer zweiten, kleinen Studie mit 24 Personen sank der Symptomsummenwert nach drei Wochen mit dreimal täglich 600 mg um 3,75 Punkte gegenüber 1,94 Punkten unter Placebo (p gleich 0,021) [4]. Von beiden Arbeiten lag uns nur das Abstract vor [3][4]. Die Herstellerbindung ist trotzdem belegt. Eine unabhängige Meta-Analyse aus den Niederlanden hält fest, dass alle vier von ihr ausgewerteten Studien, darunter diese beiden, von einem Hersteller von Alpha-Liponsäure finanziert wurden, dass mehrere Autoren Gehälter von ihm bezogen und dass er in Beiräten der Studien vertreten war [49]. Drei Mitautoren von SYDNEY 2 und ein Mitautor der Drei-Wochen-Studie sind in der Interessenerklärung der Vierjahresstudie als heutige oder frühere Angestellte von MEDA Pharma geführt [2]. Dieselbe Meta-Analyse errechnet für die Einnahme aus beiden Studien einen um 1,78 Punkte niedrigeren Symptomsummenwert als unter Placebo, 95-Prozent-Intervall 1,10 bis 2,45, und hält diesen Vorteil für wahrscheinlich nicht bedeutsam, weil er unter ihrer Schwelle von 30 Prozent bleibt [49]. Eine Meta-Analyse von 2023 zur Einnahme als Tablette fasst zehn randomisierte Studien mit 1242 Personen zusammen und berichtet für den Symptomsummenwert aus sechs davon einen Vorteil [5]. Ihr Volltext trägt diese Aussage nur eingeschränkt. Der gepoolte Wert ist mit minus 1,69 angegeben und das zugehörige 95-Prozent-Intervall mit minus 1,57 bis minus 1,08, der Schätzwert liegt also außerhalb des eigenen Intervalls [5]. Gepoolt wurden Studien von 3 bis 104 Wochen Dauer in einem Modell mit festen Effekten trotz ausgewiesener Heterogenität (p kleiner 0,01), als Grenzen nennen die Autoren selbst die geringe Zahl an Studien, kleine Stichproben und uneinheitliche Endpunkte [5]. Unter den sechs Studien führt die Arbeit die SYDNEY-Studie mit 60 gegenüber 60 Personen [5], die laut ihrem eigenen Abstract 14 Infusionen und keine Tabletten prüfte [45]. SYDNEY 2 und die Vierjahresstudie NATHAN 1 sind ebenfalls darunter, die Meta-Analyse ist damit kein eigener Bestand neben den Einzelstudien [5]. Für Schmerzskala (minus 0,32 bei minus 0,82 bis plus 0,19), Vibrationsempfinden (minus 2,51 bei minus 7,40 bis plus 2,38) und den Befundwert NIS-LL (minus 0,58 bei minus 1,27 bis plus 0,1) fand dieselbe Arbeit keinen Unterschied [5]. Abzugrenzen ist die Gabe als Infusion. Eine Meta-Analyse aus vier Studien mit 1258 Personen fand nach drei Wochen mit täglich 600 mg als Infusion einen um 24,1 Prozent besseren Symptomsummenwert als unter Placebo, 95-Prozent-Intervall 13,5 bis 33,4, ihre Studien stammen aus der Datenbank des Herstellers VIATRIS [7]. Eine zweite Meta-Analyse aus 15 Studien mit Infusionen von 300 bis 600 mg über zwei bis vier Wochen berichtet schnellere Nervenleitgeschwindigkeiten und nennt die eigene Evidenz wegen der schwachen Methodik der meisten Studien nicht stark [8]. Nach der Beschreibung in der Cochrane-Übersicht erschienen alle 15 Studien auf Chinesisch und gaben Alpha-Liponsäure zusammen mit einem weiteren Wirkstoff [1]. Befunde aus Infusionen lassen sich nicht auf Kapseln übertragen, weil von einer geschluckten Dosis von 200 mg nur 29,1 Prozent im Blut ankommen [40]. Die beiden Studien sind nicht die einzigen zur Einnahme gegen Placebo über kurze Zeit. Eine als Volltext gelesene Netzwerk-Meta-Analyse von 2026 führt zwei weitere, eine offene Studie über 5 Wochen mit 600 mg an 110 Personen und eine offene Absetzstudie über 16 Wochen mit 600 mg an 33 Personen, die zuvor auf Alpha-Liponsäure angesprochen hatten, und stuft beide als hoch verzerrungsanfällig ein [59]. Wir haben beide nicht selbst gelesen. Stufe Hinweise, weil die beiden doppelblinden placebokontrollierten Studien zur Einnahme nur drei und fünf Wochen dauerten, beide vom Hersteller getragen und mitverfasst wurden, uns nur als Abstract vorlagen und der Vorteil in den längeren Studien nicht wiederkehrte.
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03
Nüchternblutzucker, Langzeitwert HbA1c, Nüchterninsulin und Insulinresistenz (HOMA-IR), in mehreren Meta-Analysen desselben Studienfelds uneinheitlich
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Die größte Auswertung findet kleine Senkungen aller vier Werte, zwei andere finden bei Blutzucker und HbA1c keine. Bei Erwachsenen mit Übergewicht, überwiegend ohne Begleiterkrankung, unterschieden sich Blutzucker und HOMA-IR nicht von Placebo.
Ausführlicher Nachweis
Fünf Meta-Analysen randomisierter Studien haben dieselbe Frage mit Suchschluss zwischen Oktober 2017 und Mai 2025 ausgewertet [9][10][11][12][13]. Sie sind kein fünffacher Beleg, sondern ein wachsender Studienbestand in fünf Auswertungen. Die Einschlüsse konnten wir nur bei einer im Volltext nachlesen, die übrigen vier lagen uns als Abstract vor [12]. Die erste wertete 24 Studien allein an Menschen mit Stoffwechselerkrankungen aus und fand Senkungen in standardisierten Einheiten, beim Nüchternblutzucker minus 0,54 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 0,89 bis minus 0,19, bei HbA1c minus 1,22 (minus 2,01 bis minus 0,44), bei Insulin minus 1,01 (minus 1,70 bis minus 0,31) und bei HOMA-IR minus 0,76 (minus 1,15 bis minus 0,36) [9]. Die zweite wertete 41 Arbeiten aus, von denen sie selbst 16 als schwach einstuft, und fand Senkungen beim Nüchternblutzucker um 6,57 (95-Prozent-Intervall 11,91 bis 1,23, Einheit im Abstract nicht genannt) und bei HbA1c um 0,35 (0,55 bis 0,15), aber keinen Effekt auf Insulin und HOMA-IR [10]. Die dritte mit 28 Studien und 1016 Personen fand das umgekehrte Muster, keine Veränderung bei Blutzucker und HbA1c, dafür eine Senkung von HOMA-IR um 0,48 (0,79 bis 0,16) und von Insulin um 0,64, wobei das dazu angegebene Intervall von minus 1,287 bis plus 0,004 die Null einschließt [11]. Die vierte beschränkte sich auf Erwachsene mit einem BMI ab 25, überwiegend ohne Begleiterkrankung, und fand weder beim Nüchternblutzucker (7 Studien, 284 Personen, standardisierter Unterschied plus 0,13 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 0,16 bis plus 0,41) noch bei HOMA-IR (5 Studien, 162 Personen, minus 0,23 bei minus 0,60 bis plus 0,15) einen Unterschied [12]. Ihr Volltext nennt Tagesdosen von 300 bis 1800 mg über 2 Wochen bis 6 Monate, eine der elf Studien gab Infusionen, acht bewertet er als wenig und drei als mäßig verzerrungsanfällig [12]. Die fünfte und größte mit 63 Studien fand wieder Senkungen, Nüchternblutzucker minus 5,28 mg/dl (minus 7,21 bis minus 3,35), HbA1c minus 0,40 Prozentpunkte (minus 0,66 bis minus 0,14), Insulin minus 1,70 (minus 2,88 bis minus 0,53) und HOMA-IR minus 0,74 (minus 1,17 bis minus 0,31) [13]. Zwei Befunde aus gelesenen Volltexten stützen die Lesart, dass der Effekt an der Ausgangslage hängt. In einer Meta-Analyse an Erwachsenen mit Leberverfettung, die sieben Veröffentlichungen aus fünf Studien auswertet, unterschieden sich Nüchternblutzucker (plus 0,07 bei minus 3,08 bis plus 3,21) und HOMA-IR (minus 0,18 bei minus 1,24 bis plus 0,88) nicht von Placebo [15]. In einer 24-Wochen-Studie mit 600 mg der R-Form an 64 ausgewerteten Erwachsenen mit Übergewicht und erhöhten Triglyzeriden unterschied sich der Nüchternblutzucker ebenfalls nicht [14]. In der Vierjahresstudie mit 600 mg täglich an 460 Erwachsenen mit Diabetes sank der HbA1c in beiden Gruppen gleich, um 0,62 gegenüber 0,60 Prozentpunkte (p gleich 0,93) [2]. Eine als Volltext gelesene Meta-Analyse allein zur Einnahme bei Typ-2-Diabetes, 16 Studien mit 1035 Personen, fand je 500 mg täglich einen um 0,17 Prozentpunkte niedrigeren HbA1c (95-Prozent-Intervall 0,05 bis 0,30, 11 Studien, 782 Personen, I-Quadrat 91,5 Prozent) und einen um 6,08 mg/dl niedrigeren Nüchternblutzucker (2,42 bis 9,74, 9 Studien, 620 Personen) [50]. Beide Werte liegen unter den Schwellen, die die Arbeit für einen bedeutsamen Unterschied ansetzt, 0,5 Prozentpunkte und 29 mg/dl, die Autoren nennen die Effekte deshalb klinisch nicht bedeutsam [50]. Eine weitere, als Volltext gelesene Meta-Analyse aus 10 Studien mit 553 Personen, in der Einnahme und Infusion gemischt sind, fand bei Typ-2-Diabetes ohne Folgeerkrankungen weder beim HbA1c (standardisierter Unterschied plus 0,01 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 0,32 bis plus 0,35, 6 Studien, 287 Personen) noch beim Nüchternblutzucker (minus 0,06 bei minus 0,44 bis plus 0,33, 6 Studien, 289 Personen) einen Unterschied zu Placebo [53]. Die Autoren der vierten Arbeit deuten den Gegensatz selbst so, dass ein Nutzen auf Menschen mit ausgeprägter Stoffwechselstörung beschränkt sein könnte [12]. Dagegen stehen der Nullbefund dieser Meta-Analyse an Menschen mit Diabetes [53] und der gleich verlaufende HbA1c in der Vierjahresstudie [2], gesichert ist die Lesart also nicht. Nicht auf widersprüchlich gesetzt, weil die fünf Auswertungen aus einem gemeinsamen Bestand schöpfen und verschiedene Populationen einschließen. Welche Zubereitung und welcher Verabreichungsweg in den gepoolten Studien steckt, ist aus den vier Abstracts nicht abzulesen.
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04
Blutfette (Triglyzeride, Gesamtcholesterin, LDL- und HDL-Cholesterin), kleine Senkungen in mehreren Meta-Analysen, beim LDL-Cholesterin in der größten ohne Unterschied
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Drei kleinere Auswertungen fanden niedrigere Gesamt- und LDL-Werte, zwei von ihnen auch niedrigere Triglyzeride, die größte nur noch sehr kleine Senkungen und beim LDL-Cholesterin keine. Beim HDL-Cholesterin fand keine einen gesicherten Unterschied, und bei Erwachsenen mit Übergewicht zeigte sich in einer weiteren Auswertung bei keinem der vier Werte einer.
Ausführlicher Nachweis
Drei Meta-Analysen mit Suchschluss zwischen April 2017 und November 2020 werteten 11 Studien mit 452 Personen [16], 12 Arbeiten [17] und 12 Studien mit 548 Personen [18] aus und sind damit im Kern derselbe Bestand. Die erste fand niedrigere Triglyzeride (minus 29,185 mg/dl bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 51,454 bis minus 6,916), niedrigeres Gesamtcholesterin (minus 10,683 mg/dl, minus 19,816 bis minus 1,550) und niedrigeres LDL-Cholesterin (minus 12,906 mg/dl, minus 22,133 bis minus 3,679), aber kein verändertes HDL-Cholesterin (minus 0,092 mg/dl, minus 3,014 bis plus 2,831) [16]. Die zweite fand niedrigeres Gesamtcholesterin (minus 10,18 mg/dl, minus 16,16 bis minus 4,20) und LDL-Cholesterin (minus 9,22 mg/dl, minus 18,28 bis minus 0,16), bei den Triglyzeriden insgesamt keinen Unterschied und beim HDL-Cholesterin plus 3,02 mg/dl bei einem Intervall von minus 0,39 bis plus 6,43 [17]. Die dritte, mit Dosen von 300 bis 1200 mg über 2 bis 16 Wochen, fand Senkungen bei Gesamtcholesterin (minus 10,78 mg/dl, minus 20,81 bis minus 0,74), LDL-Cholesterin (minus 10,88 mg/dl, minus 19,52 bis minus 2,24) und Triglyzeriden (minus 31,02 mg/dl, minus 49,63 bis minus 12,42) [18]. Eine vierte, auf Menschen mit Stoffwechselerkrankungen begrenzte Arbeit berichtet dieselbe Richtung in standardisierten Einheiten, Triglyzeride minus 0,58 (minus 1,00 bis minus 0,16), Gesamtcholesterin minus 0,64 (minus 1,01 bis minus 0,27) und LDL-Cholesterin minus 0,44 (minus 0,76 bis minus 0,11) [9]. Die größte Auswertung mit 63 Studien fand deutlich kleinere Werte, Gesamtcholesterin minus 3,91 mg/dl (minus 7,35 bis minus 0,46) und Triglyzeride minus 2,90 mg/dl (minus 5,21 bis minus 0,59), und keinen nennenswerten Effekt auf LDL- und HDL-Cholesterin [13]. Wie viele der 63 Studien in die Blutfettwerte eingingen, nennt das Abstract nicht [13]. Bei Erwachsenen mit einem BMI ab 25 fand die als Volltext gelesene Meta-Analyse bei keinem der vier Werte einen Unterschied, jeweils als standardisierter Unterschied Triglyzeride minus 0,078 (minus 0,24 bis plus 0,09, 8 Studien, 567 Personen), Gesamtcholesterin plus 0,083 (minus 0,55 bis plus 0,71, 6 Studien, 411 Personen), LDL-Cholesterin minus 0,126 (minus 0,40 bis plus 0,15, 6 Studien, 206 Personen) und HDL-Cholesterin minus 0,054 (minus 0,22 bis plus 0,11, 8 Studien, 567 Personen) [12]. In der 24-Wochen-Studie mit 600 mg der R-Form waren die Triglyzeride der vorab festgelegte Hauptendpunkt, und sie unterschieden sich nicht von Placebo, ebenso wenig Gesamt-, LDL- und HDL-Cholesterin [14]. Die erste Auswertung nennt selbst Dosis und BMI als Quellen der Uneinheitlichkeit [16]. Stufe Hinweise, weil die größeren und jüngeren Auswertungen die Effekte der kleinen nicht in derselben Höhe wiederfinden und uns bis auf zwei Arbeiten nur Abstracts vorlagen [12][14].
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05
Körpergewicht und BMI bei Erwachsenen, überwiegend mit Übergewicht, kleine Abnahme gegenüber Placebo über 8 bis 52 Wochen
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Mehrere Meta-Analysen desselben Studienbestands finden über 8 bis 52 Wochen eine kleine zusätzliche Abnahme von rund 0,6 bis 1,3 kg gegenüber Placebo, die größte Abnehmstudie darunter nur bei 1800 mg täglich. Über vier Jahre zeigte sich in einer Studie mit 600 mg täglich kein Unterschied zu Placebo.
Ausführlicher Nachweis
Eine als Volltext gelesene Meta-Analyse schloss 11 randomisierte, placebokontrollierte Studien mit 12 Behandlungsarmen ein, 534 Personen unter Alpha-Liponsäure und 413 unter Placebo, mit 300 bis 1800 mg täglich über 8 bis 52 Wochen [19]. In die Auswertung des Gewichts gingen davon nur acht Studien mit neun Vergleichen ein, die Zahl von 947 Personen gilt also nicht für diesen Endpunkt [19]. Der Gewichtsverlust war unter Alpha-Liponsäure um 1,27 kg größer als unter Placebo, 95-Prozent-Intervall 0,25 bis 2,29, die Arbeit wertet das als signifikanten Unterschied bei deutlicher Heterogenität (I-Quadrat 68,12 Prozent) [19]. In den Untergruppen war der Unterschied in den drei Abnehmstudien (1,27 kg bei 0,53 bis 2,04) und in den Studien mit Diätvorgabe (1,26 kg bei 0,37 bis 2,14) gesichert, in den Studien mit anderer Fragestellung (1,14 kg bei minus 0,69 bis plus 2,99) und ohne Diätvorgabe (1,29 kg bei minus 0,44 bis plus 3,03) nicht, die Untergruppen unterschieden sich untereinander aber nicht [19]. Der BMI sank um 0,40 kg/m² stärker (0,03 bis 0,76), das Abstract derselben Arbeit nennt 0,43 (0,03 bis 0,82) [19]. Nur drei der Studien waren als Abnehmstudien an Menschen mit Übergewicht angelegt, die übrigen prüften andere Fragen, unter anderem an Menschen mit Diabetes, Rheuma oder Rückenmarksverletzung [19]. Gefördert von den US-amerikanischen National Institutes of Health, die Autoren erklären keine Interessenkonflikte [19]. Drei weitere Meta-Analysen desselben Felds kommen zur selben Richtung. Eine mit 12 Studien fand minus 0,69 kg (minus 1,27 bis minus 0,10) und beim BMI minus 0,38 kg/m² (minus 0,53 bis minus 0,24), beim Taillenumfang keinen Unterschied (minus 0,30 cm, minus 1,18 bis plus 0,58) [20]. Eine mit 18 Studien zum Gewicht nennt minus 2,29 kg, das im Abstract angegebene Intervall von minus 2,98 bis 1,60 passt nicht zum berichteten p-Wert unter 0,01 und enthält vermutlich einen Vorzeichenfehler, wir verwenden die Zahl deshalb nicht als Effektgröße [21]. Die größte mit 63 Studien fand minus 0,64 kg (minus 1,04 bis minus 0,24), BMI minus 0,27 kg/m² (minus 0,44 bis minus 0,10), Taillenumfang minus 1,10 cm (minus 1,66 bis minus 0,54) und Fettmasse minus 1,42 kg (minus 2,53 bis minus 0,31) [13]. Die vier Auswertungen überschneiden sich und zählen als ein Bestand. Dessen größte Einzelstudie randomisierte 360 Erwachsene mit einem BMI ab 30, oder von 27 bis 30 mit Begleitbefund, auf 1200 mg, 1800 mg oder Placebo über 20 Wochen [22]. Nur die Gruppe mit 1800 mg verlor mehr Gewicht als die Placebogruppe (p kleiner 0,05), das Abstract nennt dazu 2,1 Prozent bei einem 95-Prozent-Intervall von 1,4 bis 2,8 und lässt offen, ob das der Unterschied zu Placebo oder der Verlust innerhalb der Gruppe ist [22]. Nach der Einschlusstabelle der gelesenen Meta-Analyse verlor die Gruppe mit 1800 mg im Mittel 2,76 kg, die mit 1200 mg 1,49 kg und die Placebogruppe 0,94 kg, alle bei kalorienreduzierter Kost [19]. Häufigste Nebenwirkungen waren Nesselsucht und Juckreiz [22]. Förderung und Interessenlage dieser Studie konnten wir nicht prüfen, PubMed macht dazu keine Angabe, der Volltext lag uns nicht vor, Europe PMC nennt als Förderer das Korea Health Industry Development Institute [22]. Sie ist in der gelesenen Meta-Analyse enthalten und kein unabhängiger Zusatzbeleg [19]. Hinzu kommt eine 24-Wochen-Studie mit 600 mg der R-Form ohne Diätvorgabe, 81 Personen eingeschlossen und 64 ausgewertet [14]. Der BMI sank dort stärker als unter Placebo (Unterschied 0,8, p gleich 0,04), der Gewichtsverlust zeigte sich in explorativ ausgewerteten Untergruppen bei Frauen und bei einem BMI ab 35, bei Männern nicht [14]. Gegenläufig ist eine Meta-Analyse an Erwachsenen mit Leberverfettung, in der sich BMI (minus 0,36 bei minus 0,99 bis plus 0,27, 4 Studien) und Taillenumfang (minus 0,11 bei minus 2,19 bis plus 1,96, 3 Studien) nicht von Placebo unterschieden, eine der Studien prüfte dabei ein Kombinationspräparat mit Mariendistel [15]. Eine Meta-Analyse zur Einnahme bei Typ-2-Diabetes fand je 500 mg täglich 0,68 kg weniger Gewicht aus 5 Studien mit 349 Personen, der Befund hing an einer einzelnen Studie, der Untergruppe mit Diabetes aus der größten Einzelstudie [22], fiel ohne sie weg und liegt weit unter der dort angesetzten Schwelle von 4,4 kg [50]. Der Effekt ist klein, die Autoren der gelesenen Meta-Analyse stufen ihn selbst als geringer ein als den zugelassener Abnehmmedikamente [19]. Über ein Jahr hinaus haben wir zum Gewicht eine einzige Studie gefunden, und sie zeigt keinen Effekt. In der Vierjahresstudie mit 600 mg täglich an 460 Erwachsenen mit Diabetes, in der das Gewicht als Sicherheitsgröße mitlief, nahm es in beiden Gruppen gleich zu, um 1,3 gegenüber 0,9 kg (p gleich 0,62) [2]. Die Stufe belegt gilt damit für eine kleine Abnahme über 8 bis 52 Wochen, gesichert vor allem in Abnehmstudien und mit Diätvorgabe und in der größten Einzelstudie nur bei 1800 mg täglich. Sie stützt sich auf eine Meta-Analyse und vier weitere Arbeiten im Volltext, die übrigen vier Arbeiten lagen nur als Abstract vor.
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06
Entzündungsmarker im Blut (CRP, Interleukin-6, TNF-alpha)
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Mehrere Meta-Analysen finden etwas niedrigere Werte, bei sehr uneinheitlichen Einzelstudien. In einer Studie mit der R-Form an Erwachsenen mit unauffälligen Ausgangswerten stieg TNF-alpha dagegen stärker als unter Placebo.
Ausführlicher Nachweis
Vier Meta-Analysen mit Suchschluss zwischen November 2017 und Februar 2020 werten dasselbe Feld aus [23][24][10][25]. Für CRP nennt die erste eine Senkung um 0,72 mg/l (95-Prozent-Intervall 1,4 bis 0,04) aus 11 Studien mit 264 gegenüber 287 Personen [23]. Die zweite nennt aus 19 Arbeiten für CRP minus 0,29 (minus 0,46 bis minus 0,12), für Interleukin-6 minus 3,02 (minus 4,03 bis minus 2,01) und für TNF-alpha minus 1,71 (minus 2,30 bis minus 1,13) [24]. Die dritte nennt für CRP minus 0,31 (minus 0,47 bis minus 0,16), für Interleukin-6 minus 1,15 (minus 1,58 bis minus 0,72) und für TNF-alpha minus 1,57 (minus 2,29 bis minus 0,85) [10]. Die vierte nennt aus 20 Studien mit 947 Personen für CRP minus 0,69 mg/l (minus 1,13 bis minus 0,26), für Interleukin-6 minus 1,83 pg/ml (minus 2,90 bis minus 0,76) und für TNF-alpha minus 0,45 pg/ml (minus 0,85 bis minus 0,04) [25]. Die Heterogenität ist außergewöhnlich hoch, die zweite Arbeit nennt I-Quadrat-Werte von 97,6 bis 99,7 Prozent, die gepoolten Zahlen beschreiben also keinen einheitlichen Effekt [24]. In der ersten Arbeit zeigte sich die CRP-Senkung in den Untergruppen nur bei einem Ausgangswert über 3 mg/l und bei mehr als 8 Wochen Dauer [23]. Diese vier lagen uns nur als Abstract vor. Zwei weitere Meta-Analysen desselben Felds sind als Volltext gelesen und zeigen, was in solchen Pools steckt. Die eine wertet 18 Studien an Menschen mit Stoffwechselerkrankungen aus, Suchschluss November 2017, mit 300 bis 600 mg täglich über 2 Wochen bis 12 Monate, und berichtet Senkungen in standardisierten Einheiten für CRP (minus 1,52 bei minus 2,25 bis minus 0,80), Interleukin-6 (minus 1,96 bei minus 2,60 bis minus 1,32) und TNF-alpha (minus 2,62 bei minus 3,70 bis minus 1,55) bei I-Quadrat-Werten von 90,6 bis 94,3 Prozent [55]. In 4 der 13 Vergleiche zu CRP, 7 der 15 zu Interleukin-6 und 4 der 10 zu TNF-alpha wurde Alpha-Liponsäure zusammen mit anderen Nährstoffen gegeben, für Interleukin-6 und TNF-alpha zeigt der Egger-Test eine Schieflage der veröffentlichten Studien [55]. Die andere wertet 16 doppelblinde placebokontrollierte Studien mit 1040 Personen aus und nennt für CRP minus 3,95 (minus 7,09 bis minus 0,81, Einheit im Ergebnisteil nicht genannt) bei einem I-Quadrat von 99,97 Prozent [56]. Beide sind weitere Auswertungen desselben Bestands und kein zusätzlicher Beleg. Aus einem gelesenen Volltext stammt ein gegenläufiger Einzelbefund. In der 24-Wochen-Studie mit 600 mg der R-Form an 64 ausgewerteten Erwachsenen mit Übergewicht und von vornherein niedrigen Entzündungswerten blieben die meisten Marker unverändert, TNF-alpha stieg unter Alpha-Liponsäure stärker als unter Placebo (p gleich 0,003), blieb aber im Normbereich [14]. In der Meta-Analyse an Erwachsenen mit Leberverfettung unterschied sich TNF-alpha nicht von Placebo, minus 1,17 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 3,45 bis plus 1,12 aus 2 Studien [15]. Gemessen wurden Blutwerte, kein Krankheitsverlauf.
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07
Gefäßweitung nach Durchblutungsreiz (flussvermittelte Dilatation) als Maß der Gefäßfunktion
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse aus fünf Studien fand eine bessere Gefäßweitung. Eine Studie mit 114 Personen fand nach vier Wochen insgesamt keinen Unterschied zu Placebo, und bei gesunden Männern veränderte eine Einzeldosis die Gefäßwerte nicht.
Ausführlicher Nachweis
Eine Meta-Analyse aus fünf randomisierten Studien mit sechs Vergleichen und 300 Personen fand unter Alpha-Liponsäure eine um 2,36 Prozentpunkte höhere flussvermittelte Dilatation als in der Kontrolle, 95-Prozent-Intervall 1,21 bis 3,51 [26]. Alter und Gesundheitszustand der Teilnehmenden veränderten den Effekt [26]. Eine systematische Übersicht ohne Pooling fand 12 Studien, in 10 von 11, die die Funktion der Gefäßinnenwand maßen, besserte sie sich, die vom Endothel unabhängige Gefäßweitung dagegen in keiner von 6 [27]. Beide Arbeiten durchsuchen dasselbe Feld bis April beziehungsweise Juli 2020 und sind ein Bestand [26][27]. Sie lagen uns nur als Abstract vor. Ob die gepoolten Studien Tabletten oder Infusionen gaben und wer sie finanzierte, steht dort nicht. Eine Nachsuche in PubMed mit den Suchbegriffen lipoic acid und flow-mediated, ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp (27 Treffer), fand eine placebokontrollierte Studie mit täglicher Einnahme ohne Gesamteffekt. 114 Erwachsene mit Typ-2-Diabetes erhielten doppelblind vier Wochen lang täglich 960 oder 1920 mg des Trometamolsalzes der R-Form oder Placebo, die flussvermittelte Dilatation unterschied sich zwischen den Gruppen nicht, gesichert höher fiel sie nur in Untergruppen aus, etwa bei schlechterer Blutzuckereinstellung [60]. Zwei Mitautoren sind in der Interessenerklärung der Vierjahresstudie als früherer und heutiger Angestellter des Herstellers MEDA Pharma geführt [2]. Von der Arbeit lag nur das Abstract vor, ob sie in den beiden Übersichten enthalten ist, lässt sich aus deren Abstracts nicht ablesen [26][27]. Bei Gesunden liegt ein gelesener Nullbefund vor. 16 gesunde Männer im Mittel von 58 Jahren erhielten im Cross-over im Abstand von einer Woche einmalig 600 mg als Tablette oder Placebo, über 90 Minuten änderten sich weder zentraler und peripherer Blutdruck noch Augmentationsindex und geschätzte Pulswellengeschwindigkeit, bei nachgewiesenem Wirkstoffspiegel im Plasma von im Mittel 612 ng/ml [28]. Im zweiten Teil derselben Arbeit veränderte auch die direkte Gabe in die Armarterie bei 8 Gesunden den Unterarmblutfluss nicht [28]. Das war eine Einmalgabe, über eine tägliche Einnahme sagt die Studie nichts. Ob eine bessere Gefäßweitung zu weniger Herz-Kreislauf-Ereignissen führt, hat keine dieser Arbeiten untersucht.
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08
Blutdruck, zwischen drei Meta-Analysen uneinheitlich, in den meisten Einzelstudien ohne Unterschied zu Placebo
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse aus 11 Studien fand eine Senkung um rund 5 mmHg beim oberen und 3 mmHg beim unteren Wert, die größte aus 63 Studien keinen Effekt. In 7 der 11 Einzelstudien und in der Vierjahresstudie unterschied sich der Blutdruck nicht von Placebo.
Ausführlicher Nachweis
Die Meta-Analyse aus 63 randomisierten Studien fand nach eigener Angabe keinen nennenswerten Effekt auf den Blutdruck [13]. Das Abstract nennt dazu weder Effektmaß noch Intervall noch die Zahl der eingegangenen Studien, der Volltext lag uns nicht vor [13]. Ohne Intervall ist das Ausbleiben nur berichtet und nicht gezeigt, deshalb Hinweise und nicht die Stufe nicht bestätigt. In der 24-Wochen-Studie mit 600 mg der R-Form an 64 ausgewerteten Erwachsenen mit Übergewicht unterschieden sich Blutdruck und Herzfrequenz nicht zwischen den Gruppen [14]. Bei 16 gesunden Männern veränderte eine Einzeldosis von 600 mg den Blutdruck über 90 Minuten nicht [28]. Eine eigene Suche (PubMed-Suchbegriffe "alpha-lipoic acid" "blood pressure", 20 Treffer) fand mit einem Filter auf Studientypen keine Meta-Analyse, die den Blutdruck als eigene Hauptfrage auswertet, weil PubMed die einschlägigen Arbeiten nur als Review führt. Die Nachsuche (PubMed-Suchbegriffe lipoic systolic, ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, 44 Treffer) fand eine solche Meta-Analyse [46]. Sie wertet 11 randomisierte Studien mit 13 Vergleichen aus, 346 Personen unter Alpha-Liponsäure und 328 in der Kontrolle, mit 600 bis 1800 mg täglich über bis zu 48 Wochen, und findet eine Senkung des oberen Werts um 5,46 mmHg (95-Prozent-Intervall 1,65 bis 9,27) und des unteren um 3,36 mmHg (1,74 bis 4,99) [46]. Die Heterogenität ist mit I-Quadrat 95,3 und 96,5 Prozent außergewöhnlich hoch, und für den oberen Wert zeigt der Egger-Test eine Schieflage zugunsten positiver Studien (p gleich 0,023) [46]. Nach der Einschlusstabelle fanden 7 der 11 Studien keinen Unterschied zwischen den Gruppen, darunter die Studie mit der R-Form [14] und die größte Abnehmstudie mit 1800 mg [22]. Die vier Studien mit Senkung stammen alle aus dem Iran, umfassten 42 bis 67 Personen, und eine von ihnen gab Alpha-Liponsäure zusammen mit einem Probiotikum [46]. In der Vierjahresstudie mit 600 mg täglich an 460 Erwachsenen mit Diabetes veränderte sich der Blutdruck in beiden Gruppen gleich, oberer Wert minus 0,1 gegenüber minus 0,2 mmHg (p gleich 0,98), unterer Wert minus 3,5 gegenüber minus 2,7 mmHg (p gleich 0,51) [2]. Eine dritte, als Volltext gelesene Meta-Analyse zur Einnahme bei Typ-2-Diabetes fand je 500 mg täglich beim oberen Wert keinen Unterschied (minus 1,71 mmHg bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 5,48 bis plus 2,07, 5 Studien, 388 Personen) und beim unteren Wert einen um 1,03 mmHg höheren als unter Placebo (0,05 bis 2,02), beide Schätzwerte liegen unter der dort angesetzten Schwelle von 2 mmHg [50]. Eine systematische Übersicht ohne Pooling mit Suchschluss Dezember 2015 fand neun doppelblinde placebokontrollierte Studien, in sieben davon änderte sich der Blutdruck nicht, darunter die einzige an gesunden Frauen, und in einer der beiden übrigen war nur die Veränderung innerhalb der Verumgruppe belegt [52]. Eine frühere Meta-Analyse zur selben Frage hat die Zeitschrift zurückgezogen (PMID 30745578). Stufe Hinweise und nicht widersprüchlich, weil die drei Meta-Analysen aus demselben Studienbestand schöpfen und der gepoolte Effekt der einen mit Senkung an vier kleinen Studien hängt.
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09
Marker für oxidativen Stress in Blut und Urin bei Erwachsenen ohne Grunderkrankung, uneinheitlich je nach Marker und Studie
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Einzelne Marker sanken in kleinen Studien, andere blieben unverändert. Eine Einzeldosis bewirkte bei gesunden Männern nichts.
Ausführlicher Nachweis
Die antioxidative Wirkung ist eine der bekanntesten Zuschreibungen und beim Menschen schmal belegt. Eine eigene Suche (PubMed-Suchbegriffe "alpha-lipoic acid" "oxidative stress", 101 Treffer) fand keine Meta-Analyse, die Marker für oxidativen Stress bei Erwachsenen ohne Grunderkrankung über Studien hinweg zusammenfasst, die Treffer sind überwiegend kleine Einzelstudien an Menschen mit verschiedenen Erkrankungen. An Menschen mit Typ-2-Diabetes fasst eine Meta-Analyse zwei Studien mit 147 Personen zusammen und findet eine höhere Aktivität des Enzyms Glutathionperoxidase als unter Placebo, standardisierter Unterschied 0,43 bei einem 95-Prozent-Intervall von 0,07 bis 0,8 [53]. Bei 16 gesunden Männern veränderte eine Einzeldosis von 600 mg weder Malondialdehyd im Plasma noch die Aktivität der antioxidativen Enzyme Glutathionperoxidase, Superoxiddismutase und Katalase in den roten Blutkörperchen [28]. In der 24-Wochen-Studie mit 600 mg der R-Form an 64 ausgewerteten Erwachsenen mit Übergewicht blieben die antioxidative Kapazität des Plasmas sowie Vitamin C, Glutathion und Harnsäure unverändert (je p größer 0,1), die F2-Isoprostane im Urin, ein Marker für oxidierte Fette, lagen nach 24 Wochen um 25 Prozent niedriger als unter Placebo (p gleich 0,005) [14]. Die Autoren schreiben selbst, ihre Studie stütze eine bessere antioxidative Kapazität nur am Rand [14]. In einer doppelblinden Cross-over-Studie an 13 krafttrainierten Männern lagen Marker für oxidierte Fette und Proteine nach 8 Tagen mit 600 mg täglich um mehr als 30 Prozent niedriger als nach 8 Tagen Placebo, in Ruhe wie nach Belastung, bei drei Wochen Abstand zwischen beiden Phasen [29]. In einer Cross-over-Studie an 17 trainierten Männern mit 300 mg täglich über sechs Trainingstage fanden die Autoren dagegen keine antioxidative Wirkung [30]. In einer weiteren Studie ohne Placebogruppe erhielten 16 gesunde Erwachsene zwei Monate lang 600 mg täglich, F2-Isoprostane im Urin (p kleiner 0,05) und ein Marker für oxidierte Proteine im Plasma nach einem Oxidationsreiz im Labor (p kleiner 0,001) lagen danach niedriger, verglichen wurde mit 15 Personen unter Vitamin E, das ist ein Vorher-Nachher-Befund und kein Unterschied zu Placebo [54]. Die fünf Arbeiten messen verschiedene Marker nach verschiedenen Dosen und Zeiträumen, ein einheitliches Bild ergibt sich nicht. Gemessen wurden Laborwerte, kein gesundheitlicher Endpunkt.
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10
Leberwerte ALT und AST bei Erwachsenen mit vermehrter Fetteinlagerung in der Leber, in einer Meta-Analyse aus fünf kleinen Studien ohne Unterschied zu Placebo
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse fand bei ALT und AST keinen Unterschied zu Placebo. Sie steht auf fünf kleinen Studien mit rund 320 Personen, teils offen oder mit Begleitstoffen, und eine zweite Übersicht liest die Humanstudien als leichte Besserung.
Ausführlicher Nachweis
Eine als Volltext gelesene Meta-Analyse von 2026 wertete sieben randomisierte, placebokontrollierte Studien mit 414 Erwachsenen aus, 217 unter Alpha-Liponsäure und 197 unter Placebo, bei denen eine nicht alkoholbedingte Leberverfettung per Ultraschall, Elastografie oder Gewebeprobe festgestellt war [15]. Gegeben wurden 300 bis 1200 mg täglich zum Einnehmen über 8 bis 48 Wochen, fünf der sieben Studien untersuchten Menschen mit einem BMI über 30 [15]. Die Zahl von sieben Studien und 414 Personen überzeichnet den Bestand. Drei der sieben Veröffentlichungen stammen von derselben Arbeitsgruppe und nennen dieselbe Dosis von 1200 mg, dieselbe Dauer von 12 Wochen, Gruppen von 23 oder 24 gegenüber 22 Personen und nahezu dieselben Ausgangswerte, die Meta-Analyse hält selbst fest, dass alle drei aus derselben Studie mit rund 45 ausgewerteten Personen stammen und sich überschneiden, und hat je Endpunkt nur eine von ihnen ausgewertet [15]. Unabhängig sind damit fünf Studien mit rund 320 Personen. In die Auswertung von ALT gingen fünf Veröffentlichungen aus fünf verschiedenen Studien ein, in die von AST vier [15]. Eine der fünf Studien prüfte laut ihrem Titel Alpha-Liponsäure zusammen mit Mariendistel, drei weitere führen im Titel neben Alpha-Liponsäure andere Wirkstoffe, was die Meta-Analyse nicht erörtert [15]. Gegenüber Placebo unterschieden sich weder ALT (gewichteter Unterschied plus 1,43 bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von minus 1,43 bis plus 4,28, 5 Studien) noch AST (minus 0,49 bei minus 1,61 bis plus 0,64, 4 Studien) noch das Verhältnis beider (plus 0,03 bei minus 0,10 bis plus 0,17, 3 Studien) [15]. Für alkalische Phosphatase und GGT, je aus 2 Studien, waren die Intervalle sehr breit (plus 21,13 bei minus 24,53 bis plus 66,78 und minus 32,40 bei minus 99,07 bis plus 34,27), hier ist das Ausbleiben nicht gezeigt [15]. Untergruppen nach Alter, Stichprobengröße, BMI, Diagnoseweg, Dosis und Dauer ergaben in keinem Fall einen Vorteil [15]. Drei Studien bewertet die Arbeit als wenig verzerrungsanfällig, drei mit Bedenken und eine, eine offene Studie ohne Verblindung, als hoch [15]. Gefördert aus chinesischen Forschungsprogrammen, die Autoren erklären keine Interessenkonflikte [15]. Die gepoolten Intervalle von ALT und AST sind eng und schließen rechnerisch einen Abfall um mehr als 1,4 beziehungsweise 1,6 Einheiten aus. Tragfähig ist das nur eingeschränkt. Das enge Intervall hängt an einer einzelnen Studie, die die Meta-Analyse mit 54 gegenüber 47 Personen und für ALT mit 0,00 bei minus 1,39 bis plus 1,39 führt [15]. Laut ihrem Abstract verteilte diese Studie 120 Personen auf vier parallele Gruppen und fand niedrigere Werte für ALT, AST und GGT unter der Kombination aus Alpha-Liponsäure und Ursodeoxycholsäure als in den drei übrigen Gruppen [58]. Bei vier Gruppen aus 120 Personen lassen sich 54 gegenüber 47 nicht als ein einzelner Arm mit Alpha-Liponsäure gegen die Placebogruppe lesen, welche Arme zusammengefasst wurden, erklärt die Meta-Analyse nicht [15][58]. Ihre Autoren nennen selbst die Möglichkeit falsch negativer Ergebnisse wegen weniger und kleiner Studien, ein vorab registriertes Protokoll gab es nicht [15]. Eine zweite systematische Übersicht von 2026 ohne Pooling zählt sechs Humanstudien und liest sie als uneinheitlich mit im Ganzen leichten Besserungen bei Leberwerten und Verfettung, hält die Daten aber für unzureichend [57]. Von ihr lag nur das Abstract vor, ob die Besserungen Gruppenvergleiche oder Vorher-Nachher-Werte sind, steht dort nicht [57]. Deshalb Hinweise mit der Richtung kein Unterschied zu Placebo und nicht die Stufe nicht bestätigt. Zum Fettgehalt der Leber selbst im Bild oder in der Gewebeprobe macht die Arbeit keine gepoolte Aussage.
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Maximalkraft und Muskelerholung in einer intensiven Trainingswoche bei trainierten Männern, Vorteil nur in einer kleinen Studie und dort allein im Verlauf
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer kleinen Studie hielten 17 Sportler unter Alpha-Liponsäure ihre Maximalkraft, während sie unter Placebo sank. Ein Mittel mit Acetyl-L-Carnitin brachte Radsportlern keinen Leistungsvorteil.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten, doppelblinden Cross-over-Studie absolvierten 17 kraft- und ausdauertrainierte Männer ein einzelnes Training und eine intensive Trainingswoche, jeweils unter Alpha-Liponsäure und unter Placebo [30]. Die Dosis war niedrig, einmalig 150 mg im ersten Teil und zweimal 150 mg, zusammen 300 mg, an den Trainingstagen der Woche [30]. Nach der Trainingswoche bestand für die Maximalkraft in der Kniebeuge eine Wechselwirkung zwischen Zeit und Gruppe (p gleich 0,028, Effektstärke d gleich 0,164), unter Placebo lag sie mit 125,6 kg unter dem Ausgangswert (p gleich 0,032), unter Alpha-Liponsäure blieb sie bei 130,0 kg (p gleich 0,320) [30]. Einen Unterschied zwischen den Gruppen zum Messzeitpunkt selbst fanden die Autoren nicht, belegt ist also der unterschiedliche Verlauf und kein Kraftvorsprung [30]. Interleukin-6 stieg nur unter Placebo gegenüber dem Ausgangswert (p gleich 0,005), unter Alpha-Liponsäure nicht (p gleich 0,249) [30]. Eine Wechselwirkung zwischen Zeit und Gruppe bestand dabei nicht (p gleich 0,107), das ist ein Vorher-Nachher-Befund und kein gesicherter Unterschied zwischen den Gruppen [30]. Ohne externe Förderung, die Autoren erklären keine Interessenkonflikte [30]. In einer zweiten randomisierten, doppelblinden Studie erhielten 41 trainierte Radsportler vier Wochen lang ein Kombinationspräparat aus 1200 mg Acetyl-L-Carnitin, 300 mg Alpha-Liponsäure und zwei B-Vitaminen (19 Personen) oder Placebo (22 Personen) [31]. Maximale aerobe Leistung und Spitzenleistung im Wingate-Test entwickelten sich in beiden Gruppen gleich (Wechselwirkung p gleich 0,457 und p gleich 0,676), allein das Laktat nach dem zweiten Wingate-Test lag unter dem Präparat um 1,5 mmol/l niedriger (p gleich 0,049) [31]. Diese Studie prüfte ein Gemisch, der Anteil der Alpha-Liponsäure am Befund lässt sich nicht bestimmen. Beide Studien sind klein und liefern kein Effektmaß mit Intervall für den Gruppenunterschied.
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Häufigkeit anfallsartiger Kopfschmerzattacken bei Erwachsenen mit wiederkehrenden Attacken
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Studie an 92 Frauen fand weniger und schwächere Attacken als unter Placebo. Eine ältere, vorzeitig beendete Studie fand keinen Unterschied in der Ansprechrate.
Ausführlicher Nachweis
Eine Meta-Analyse zu Nahrungsergänzungen und Migräne-Attacken aus 22 Studien berichtet für Alpha-Liponsäure eine geringere Attackenhäufigkeit (mittlerer Unterschied minus 1,24) und eine geringere Stärke (minus 0,38) als in der Kontrolle [32]. Das Abstract nennt dafür weder Intervalle noch die Zahl der Studien zu Alpha-Liponsäure, die 22 Studien verteilen sich auf sieben verschiedene Stoffe [32]. Zwei placebokontrollierte Einzelstudien liegen dem zugrunde oder daneben. In der jüngeren wurden 92 Frauen mit episodischer Migräne randomisiert, 47 auf Alpha-Liponsäure und 45 auf Placebo, und 79 nach 12 Wochen ausgewertet [34]. Die Dosis nennt der Methodenteil als 300 mg pro Tag zweimal täglich, die Diskussion derselben Arbeit spricht von 600 mg am Tag [34]. Stärke (p kleiner 0,001) und Häufigkeit der Attacken (p gleich 0,001) sanken stärker als unter Placebo, die Dauer der Attacken nicht (p gleich 0,303) [34]. Gefördert von der Medizinischen Universität Isfahan, die Autoren erklären keine Interessenkonflikte [34]. In der älteren, von der Belgischen Kopfschmerzgesellschaft gesteuerten Studie erhielten 44 Personen drei Monate lang 600 mg täglich (26 Personen) oder Placebo (18 Personen) [33]. Der Anteil mit mindestens halbierter Attackenzahl unterschied sich nicht (30,8 gegenüber 27,8 Prozent), die Attackenhäufigkeit sank im Gruppenvergleich nur in der Tendenz (p gleich 0,06), belegt waren allein Vorher-Nachher-Veränderungen innerhalb der Verumgruppe [33]. Die Studie wurde aus organisatorischen Gründen vor Erreichen der geplanten 80 Personen beendet und war nach eigener Angabe zu klein [33]. Stufe Hinweise, weil eine einzelne Studie mit Gruppenunterschied einer zweiten ohne gegenübersteht, kein Effektmaß mit Intervall vorliegt und die Meta-Analyse nur als Abstract vorlag.
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Brennen der Mundschleimhaut ohne erkennbare Ursache, Studienlage laut Cochrane-Übersicht uneinheitlich und ohne belastbares Urteil
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Die Cochrane-Übersicht nennt die Studienlage unzureichend oder widersprüchlich. Über drei bis sechs Monate zeigte sich kein Unterschied zu Placebo, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden waren häufiger.
Ausführlicher Nachweis
Die Cochrane-Übersicht von 2016 schloss 23 randomisierte Studien zu allen Mitteln bei Mundbrennen ohne erkennbare Ursache ein, 12 davon mit 628 Personen prüften Nahrungsergänzungen gegen Placebo [35]. Alpha-Liponsäure wurde allein, zusammen mit Vitaminen oder zusammen mit Lycopin und Grüntee-Extrakt geprüft, in Tagesdosen von 600 bis 800 mg [35]. Für den Zeitraum bis drei Monate urteilen die Autoren, die Evidenz für einen Nutzen irgendeiner der geprüften Nahrungsergänzungen sei unzureichend oder widersprüchlich [35]. Dahinter stehen zwei gegenläufige Teilbefunde für Alpha-Liponsäure mit Vitaminen. Auf der Schmerzskala von 0 bis 10 fand sich in zwei Studien mit 66 Personen kein Unterschied, minus 0,49 Punkte bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 1,79 bis plus 0,81 [35]. In drei Studien mit 142 Personen, alle mit demselben Erstautor, war eine Besserung dagegen deutlich häufiger als unter Placebo, relatives Risiko 4,10 bei einem 95-Prozent-Intervall von 2,63 bis 6,38 und einem I-Quadrat von 75 Prozent [35]. Über mehr als drei bis sechs Monate fand sich kein Unterschied, minus 0,89 Punkte bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 2,37 bis plus 0,59 aus zwei Studien mit 94 Personen [35]. Die Übersicht bewertet die Qualität der Evidenz für alle Mittel als sehr niedrig und 18 der 23 Studien als hoch verzerrungsanfällig [35]. Unter Alpha-Liponsäure waren Kopfschmerzen (relatives Risiko 10,87 bei 1,36 bis 87,03, 2 Studien, 118 Personen) und Magen-Darm-Beschwerden (relatives Risiko 4,00 bei 1,21 bis 13,27, 3 Studien, 138 Personen) häufiger als unter Placebo [35]. Wo die Autoren kein Urteil fällen, fällen wir auch keines, deshalb Hinweise mit ausdrücklicher Unschärfe.
Quellen: 35
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Beweglichkeit und Form der Spermien bei Männern mit auffälligem Spermiogramm und unerfülltem Kinderwunsch
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse aus fünf kleinen Studien mit zusammen 250 Männern fand nach rund drei Monaten im Mittel beweglichere Spermien als unter Placebo, bei sehr stark streuenden Einzelstudien. Auf die Schwangerschaftsrate zeigte sich kein gesicherter Effekt.
Ausführlicher Nachweis
Eine als Volltext gelesene Meta-Analyse von 2025 wertete fünf randomisierte, placebokontrollierte Studien aus den Jahren 2012 bis 2023 mit 250 Männern im mittleren Alter von 28 bis 40 Jahren aus, alle mit 600 mg täglich über 80 Tage bis 3 Monate [36]. Gegenüber Placebo lag die Gesamtbeweglichkeit höher (mittlerer Unterschied 13,49 bei einem 95-Prozent-Intervall von 3,52 bis 23,46), ebenso die fortschreitende Beweglichkeit (12,43 bei 2,89 bis 21,97), der Anteil fehlgeformter Spermien lag niedriger (minus 0,89 bei minus 1,48 bis minus 0,29) [36]. Bei der Beweglichkeit streuen die Einzelstudien sehr stark, I-Quadrat 93 Prozent für die Gesamt- und 96 Prozent für die fortschreitende Beweglichkeit, die gepoolten Zahlen beschreiben also keinen einheitlichen Effekt [36]. Volumen (plus 0,14 bei minus 0,54 bis plus 0,83), Konzentration (plus 11,99 bei minus 0,67 bis plus 24,66) und Anteil lebender Spermien (plus 4,42 bei minus 3,17 bis plus 12,02) unterschieden sich nicht belegt [36]. Die Schwangerschaftsrate, von nur zwei Studien berichtet, unterschied sich in der gepoolten Auswertung nicht, relatives Risiko 2,28 bei einem 95-Prozent-Intervall von 0,66 bis 7,85, das Intervall lässt Nutzen wie Gleichstand zu [36]. In einer der fünf Studien wurden alle Männer zusätzlich an einer Krampfader des Hodens operiert, vier weitere Arbeiten schloss die Meta-Analyse aus, weil deren Volltext nicht zugänglich war [36]. Drei Studien bewertet sie als wenig, zwei als mäßig verzerrungsanfällig, alle Stichproben nennt sie selbst klein und das Ergebnis deshalb womöglich nicht verallgemeinerbar [36]. Die Autoren erklären keine Interessenkonflikte [36]. Der entscheidende Endpunkt, eine Schwangerschaft, ist damit offen.
Quellen: 36
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Gedächtnis und geistige Leistungsfähigkeit, in zwei Studien an Erkrankten ohne Vorteil gegenüber Placebo, an Gesunden keine Studie gefunden
Studienlage offenEinordnung und Einschränkungen
Zwei placebokontrollierte Studien an Erkrankten fanden keinen Vorteil bei Denkleistung oder Gedächtnis. An Gesunden haben wir keine Studie gefunden, die den Stoff allein geprüft hat.
Ausführlicher Nachweis
Die Cochrane-Übersicht zu Alpha-Liponsäure bei Demenz fand keine einzige randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, die ihre Einschlusskriterien erfüllte [37]. Unsere eigene Suche (PubMed-Suchbegriffe "alpha-lipoic acid" "cognition" mit 4 Treffern, dasselbe mit "cognitive" mit 17 Treffern und mit "memory" mit 0 Treffern) fand keine Studie mit Alpha-Liponsäure als Einzelstoff und einem Denk- oder Gedächtnistest als Endpunkt, weil sie nur unter dem Namen alpha-lipoic acid lief. Die Nachsuche unter dem Namen thioctic acid mit dem Stichwort cognitive (PubMed, ohne Beschränkung auf Humanstudien, 16 Treffer) fand zwei placebokontrollierte Studien mit Alpha-Liponsäure als einzigem Prüfstoff, beide an Erkrankten und beide nur als Abstract gelesen. In einer doppelblinden Studie im 2-mal-2-Design mit Deprenyl an 36 Menschen mit HIV-bedingter Denkstörung besserte Thioctsäure die Denkleistung nicht, die Autoren schließen, sie habe keinen Nutzen [47]. In einer doppelblinden Studie über 16 Wochen an Menschen mit Schizophrenie, die 100 mg täglich zusätzlich zu ihrer Medikation erhielten, besserten sich weder Denkleistung noch Beschwerden stärker als unter Placebo, unter Alpha-Liponsäure sanken dagegen rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen [48]. Die erste Studie ist mit 36 Personen klein, die zweite nennt im Abstract keine Teilnehmerzahl, beide nennen dort kein Effektmaß mit Intervall und sagen nichts über Gesunde, deshalb Studienlage offen und nicht die Stufe nicht bestätigt. Hinzu kommen zwei Studien mit Kombinationen an Menschen mit Alzheimer-Erkrankung. In der einen wurden 78 Personen für 16 Wochen auf Vitamin E, Vitamin C und 900 mg Alpha-Liponsäure zusammen, auf Coenzym Q oder auf Placebo randomisiert, in der Kombinationsgruppe fiel der Wert im Kurztest MMSE schneller ab, was die Autoren als mögliches Sicherheitssignal werten [38]. In der anderen erhielten 39 Personen 12 Monate lang Omega-3-Fettsäuren, Omega-3-Fettsäuren mit Alpha-Liponsäure oder Placebo, in der Kombinationsgruppe fiel der MMSE-Wert langsamer ab als unter Placebo (p kleiner 0,01), ein zweiter Test (ADAS-cog) zeigte keinen Unterschied (p gleich 0,98) [39]. Die beiden Befunde weisen in entgegengesetzte Richtungen, und keiner lässt sich der Alpha-Liponsäure zuordnen, weil sie in diesen beiden Studien nie allein gegeben wurde.
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Hautalterung und Hautbild bei Einnahme
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gesucht und keine Studie gefunden, die Alpha-Liponsäure allein zum Einnehmen an der Haut geprüft hat. Unter den Treffern waren eine Studie mit einer Creme und eine mit einem Mehrstoffpräparat zum Einnehmen.
Ausführlicher Nachweis
Unsere Suche (PubMed-Suchbegriffe "alpha-lipoic acid" "skin" mit 8 Treffern, dasselbe mit "skin aging" mit 3 Treffern und mit "wrinkles" mit 1 Treffer) fand keine randomisierte Studie, die Alpha-Liponsäure als Einzelstoff zum Einnehmen an einem Hautendpunkt geprüft hat. Unter den Treffern sind eine Studie mit einer auf die Haut aufgetragenen Creme und eine mit einem Präparat zum Einnehmen, das neben Alpha-Liponsäure Meeresproteine, Pinienrindenextrakt, Vitamine und Mineralstoffe enthielt. Die erste sagt nichts über die Einnahme, die zweite nichts über den Einzelstoff. Die übrigen Treffer betreffen andere Fragen.
Studien im Detail
Nervenbeschwerden an Füßen und Beinen
Das ist eine der bekanntesten Zuschreibungen, und sie stammt aus der Arzneimittelforschung. Geprüft wurde Alpha-Liponsäure an Menschen mit Diabetes, deren Nerven an den Beinen nachweislich geschädigt waren und die über Brennen, Kribbeln, Taubheit oder stechende Schmerzen klagten. Entscheidend sind zwei Fragen, die in der Werbung meist verschwimmen: wie lange eingenommen wurde, und ob als Tablette oder als Infusion.
Für die kurze Dauer stützt sich die Einordnung auf zwei doppelblinde placebokontrollierte Studien mit Tabletten, zwei weitere sind offen und klein [59]. In SYDNEY 2 sank der Symptomsummenwert nach fünf Wochen unter 600, 1200 und 1800 mg täglich um 4,5 bis 4,9 Punkte, unter Placebo um 2,9 Punkte, bei 181 Teilnehmenden [3]. Eine höhere Dosis brachte keinen größeren Vorteil, aber mehr Übelkeit, Erbrechen und Schwindel [3]. Eine kleine Studie mit 24 Personen fand nach drei Wochen dieselbe Richtung [4].
Für die lange Dauer ist das Bild ein anderes. Die Cochrane-Übersicht von 2024 ließ nur Studien mit mindestens sechs Monaten Einnahme zu und fand drei mit zusammen 816 ausgewerteten Personen [1]. Nach sechs Monaten betrug der Unterschied im Symptomsummenwert minus 0,16 Punkte, nach 24 Monaten minus 0,23 Punkte, beides weit unter den 0,97 Punkten, ab denen ein Unterschied als spürbar gilt, und beide Male schließt das Intervall einen spürbaren Vorteil aus [1]. Die Autoren halten einen Effekt auf die Beschwerden deshalb für wenig wahrscheinlich, weisen aber auf hohe Abbruchraten in allen drei Studien hin [1]. Die Studie über 24 Monate ist die Vierjahresstudie NATHAN 1 mit 460 Personen. Die Teilnehmenden hatten dort zu Beginn zudem nur wenige Beschwerden, im Mittel 2,4 und 2,6 von 14,64 Punkten, der Spielraum für eine Besserung war klein [2]. Nach vier Jahren blieb auch der vorab festgelegte Hauptendpunkt dieser Studie ohne Unterschied, einzelne ärztlich erhobene Befundwerte fielen dagegen zugunsten von Alpha-Liponsäure aus [2]. Eine weitere Studie über sechs Monate mit 200 Personen berichtet bessere Werte bei Schmerz und Befund als unter Placebo, die Cochrane-Übersicht konnte sie nicht auswerten, weil die Autoren ihre Daten nicht herausgaben [1][6].
Eine Meta-Analyse von 2023 kommt für die Einnahme als Tablette zu einem günstigeren Urteil, hält der Prüfung im Volltext aber nicht stand [5]. Ihr gepoolter Wert liegt außerhalb des eigenen Intervalls, sie fasst Studien von 3 bis 104 Wochen in einer Zahl zusammen, und eine der sechs Studien, aus denen dieser Wert stammt, prüfte laut eigenem Abstract Infusionen [5][45].
Einordnung: Kurzfristig gibt es Hinweise auf weniger Beschwerden, über sechs Monate und länger zeigte sich dieser Vorteil in den größeren Studien nicht. Soweit wir die Förderung prüfen konnten, wurden die Studien dieses Felds von Herstellern des Arzneimittels getragen oder mitverfasst, das gilt für die drei Langzeitstudien der Cochrane-Übersicht und für die beiden Kurzzeitstudien [1][2][49]. Geprüft wurden Menschen mit gesicherter Nervenschädigung, keine Gesunden.
Blutzucker, Insulin und Blutfette
Hier liegen viele Meta-Analysen vor, und sie widersprechen sich auf den ersten Blick. Zwei frühe Auswertungen fanden niedrigere Werte bei Nüchternblutzucker und HbA1c [9][10], eine dritte keine Veränderung bei beiden, dafür einen niedrigeren HOMA-IR-Wert und nach eigener Angabe niedrigere Insulinwerte, deren Intervall die Null aber einschließt [11]. Die größte, 2026 veröffentlichte Auswertung mit 63 Studien fand wieder kleine Senkungen, beim Nüchternblutzucker um 5,28 mg/dl und beim HbA1c um 0,40 Prozentpunkte [13].
Der Gegensatz löst sich zum Teil auf, wenn man auf die Teilnehmenden schaut. Die Auswertung, die sich auf Erwachsene mit einem BMI ab 25 und überwiegend ohne Begleiterkrankung beschränkte, fand bei keinem Zucker- und keinem Blutfettwert einen Unterschied, aus 11 Studien mit 704 Personen [12]. Dasselbe gilt für fünf Studien an rund 320 Erwachsenen mit Leberverfettung [15] und für eine 24-Wochen-Studie mit 600 mg der R-Form [14]. Die Autoren der Auswertung an Erwachsenen mit Übergewicht vermuten selbst, dass ein Nutzen auf Menschen mit ausgeprägter Stoffwechselstörung beschränkt sein könnte [12].
Bei den Blutfetten wiederholt sich das Muster. Drei kleinere Meta-Analysen fanden Senkungen um rund 10 mg/dl bei Gesamt- und LDL-Cholesterin [16][17][18], zwei von ihnen auch um rund 30 mg/dl bei den Triglyzeriden [16][18], die dritte fand bei den Triglyzeriden insgesamt keinen Unterschied [17]. Die größte fand nur noch minus 3,91 mg/dl beim Gesamtcholesterin, minus 2,90 mg/dl bei den Triglyzeriden und keinen Effekt auf das LDL-Cholesterin [13]. Beim HDL-Cholesterin fand keine Auswertung einen gesicherten Unterschied.
Einordnung: Diese Meta-Analysen sind keine voneinander unabhängigen Belege, sie werten denselben wachsenden Studienbestand aus. In der Vierjahresstudie an 460 Erwachsenen mit Diabetes sank der HbA1c unter 600 mg täglich nicht stärker als unter Placebo [2]. Eine Meta-Analyse allein zur Einnahme bei Typ-2-Diabetes fand zwar niedrigere Werte bei HbA1c und Nüchternblutzucker, stuft beide Effekte aber als zu klein ein, um klinisch bedeutsam zu sein [50]. Eine weitere Meta-Analyse an Menschen mit Typ-2-Diabetes ohne Folgeerkrankungen fand bei HbA1c und Nüchternblutzucker keinen Unterschied zu Placebo [53]. Vier der fünf zuerst genannten Arbeiten zu den Zuckerwerten lagen uns nur als Abstract vor. Bei Erwachsenen ohne Stoffwechselerkrankung spricht die gelesene Evidenz gegen einen Effekt.
Körpergewicht
Die Studienlage zum Gewicht ist die einheitlichste. Vier Meta-Analysen desselben Studienbestands finden unter Alpha-Liponsäure über 8 bis 52 Wochen eine etwas größere Abnahme als unter Placebo, in den drei mit verwertbarer Zahl zwischen 0,64 und 1,27 kg [13][19][20][21]. Die größte Abnehmstudie darunter, mit 360 Erwachsenen, sah den Vorteil nur unter 1800 mg täglich und nicht unter 1200 mg, bei gleichzeitiger kalorienreduzierter Kost [19][22]. In einer Studie mit 600 mg der R-Form ohne Diätvorgabe sank der BMI über 24 Wochen stärker als unter Placebo, der Gewichtsverlust zeigte sich bei Frauen und bei einem BMI ab 35, bei Männern nicht [14].
Einordnung: Der Effekt ist belegt und klein. Die Autoren der gelesenen Meta-Analyse ordnen ihn selbst unterhalb zugelassener Abnehmmedikamente ein [19]. Bei Erwachsenen mit Leberverfettung zeigte sich in vier beziehungsweise drei Studien kein Unterschied bei BMI und Taillenumfang [15]. Über ein Jahr hinaus haben wir zum Gewicht nur die Vierjahresstudie an Erwachsenen mit Diabetes gefunden, in der es sich unter 600 mg täglich nicht anders entwickelte als unter Placebo [2].
Entzündungsmarker, Gefäßfunktion, Blutdruck und oxidativer Stress
Vier Meta-Analysen berichten etwas niedrigere CRP-Werte, drei von ihnen auch niedrigere Werte für Interleukin-6 und TNF-alpha [10][23][24][25]. Die Einzelstudien streuen dabei so stark, dass die gepoolten Zahlen keinen einheitlichen Effekt beschreiben, eine Arbeit nennt Heterogenitätswerte von 97,6 bis 99,7 Prozent [24]. In der Studie mit der R-Form an Erwachsenen mit unauffälligen Ausgangswerten stieg TNF-alpha unter Alpha-Liponsäure sogar stärker als unter Placebo [14].
Für die Gefäßfunktion fand eine Meta-Analyse aus fünf Studien mit 300 Personen eine um 2,36 Prozentpunkte bessere Gefäßweitung nach einem Durchblutungsreiz [26]. In einer Studie an 114 Erwachsenen mit Diabetes unterschied sich die Gefäßweitung nach vier Wochen mit einem Salz der R-Form insgesamt nicht von Placebo, besser fiel sie nur in Untergruppen aus [60]. Bei 16 gesunden Männern veränderte eine einzelne Dosis von 600 mg weder Blutdruck noch Gefäßsteifigkeit [28]. Auf den Blutdruck fand die größte Meta-Analyse keinen Effekt [13], eine kleinere allein zum Blutdruck dagegen eine Senkung um rund 5 mmHg beim oberen und 3 mmHg beim unteren Wert, bei sehr uneinheitlichen Einzelstudien [46]. In der Vierjahresstudie blieb der Blutdruck ohne Unterschied zu Placebo [2].
Beim oxidativen Stress, dem Kern des Rufs als Antioxidans, ist die Lage am Menschen dünn. Bei gesunden Männern veränderte eine Einzeldosis keinen der gemessenen Marker [28]. Über 24 Wochen blieben die antioxidative Kapazität des Plasmas, Vitamin C und Glutathion unverändert, ein Marker für oxidierte Fette im Urin lag um 25 Prozent niedriger [14]. Bei trainierten Männern fand eine Studie niedrigere Marker [29], eine andere keine antioxidative Wirkung [30].
Einordnung: Alle diese Arbeiten messen Laborwerte. Ob sich daraus ein gesundheitlicher Vorteil ergibt, hat keine von ihnen untersucht.
Leberwerte
Eine Meta-Analyse von 2026 fasste sieben Veröffentlichungen aus fünf placebokontrollierten Studien mit rund 320 Erwachsenen mit nicht alkoholbedingter Leberverfettung zusammen, 300 bis 1200 mg täglich über 8 bis 48 Wochen [15]. Weder die Leberwerte ALT und AST noch Körpermaße wie BMI und Taillenumfang, Blutfette oder Zuckerwerte unterschieden sich von Placebo, auch in keiner Untergruppe [15]. Die Aussage steht auf fünf kleinen Studien, von denen eine offen war und mehrere Begleitstoffe mitprüften, die Autoren schließen falsch negative Ergebnisse nicht aus [15]. Eine zweite Übersicht von 2026 liest die Humanstudien als uneinheitlich mit leichten Besserungen und hält die Daten für unzureichend [57].
Sport, Kopfschmerzattacken, Mundbrennen und Spermien
Zur Erholung nach Belastung gibt es eine kleine Cross-over-Studie an 17 trainierten Männern. Nach einer intensiven Trainingswoche war die Maximalkraft in der Kniebeuge unter Placebo gesunken und unter 300 mg Alpha-Liponsäure täglich nicht, ein Unterschied zwischen den Gruppen zum Messzeitpunkt selbst war nicht belegt [30]. Ein Kombinationspräparat mit Acetyl-L-Carnitin brachte 41 Radsportlern in vier Wochen keinen Leistungsvorteil [31].
Bei Menschen mit Migräne fand eine Studie an 92 Frauen über 12 Wochen weniger und schwächere Attacken als unter Placebo [34]. Eine ältere Studie mit 44 Personen fand keinen Unterschied im Anteil derer, die ansprachen, und wurde vorzeitig beendet [33].
Beim Brennen der Mundschleimhaut ohne erkennbare Ursache urteilt die Cochrane-Übersicht von 2016, die Evidenz für Nahrungsergänzungen sei unzureichend oder widersprüchlich [35]. Über drei bis sechs Monate fand sich kein Unterschied zu Placebo, und Kopfschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden waren unter Alpha-Liponsäure häufiger [35].
Bei Männern mit auffälligem Spermiogramm fand eine Meta-Analyse aus fünf kleinen Studien mit zusammen 250 Teilnehmern nach rund drei Monaten mit 600 mg täglich im Mittel beweglichere Spermien als unter Placebo, die Einzelstudien streuen dabei sehr stark [36]. Ein Effekt auf die Schwangerschaftsrate ist nicht gezeigt [36].
Gedächtnis und Haut
Zu Gedächtnis und Denkleistung haben wir zwei placebokontrollierte Studien an Erkrankten ausgewertet, eine an Menschen mit HIV-bedingter Denkstörung und eine an Menschen mit Schizophrenie, beide ohne Vorteil gegenüber Placebo [47][48]. An Gesunden haben wir keine Studie gefunden, die den Stoff allein geprüft hat. Die Cochrane-Übersicht zu Demenz fand keine einzige geeignete Studie [37]. Zwei spätere Studien prüften Kombinationen und kamen zu entgegengesetzten Ergebnissen, in einer davon fiel der Wert in einem Kurztest unter der Kombination mit den Vitaminen E und C schneller ab als unter Placebo [38][39]. Zur Haut haben wir gesucht und keine Studie gefunden, die Alpha-Liponsäure allein und zum Einnehmen geprüft hat. Unter den Treffern waren eine Studie mit einer Creme und eine mit einem Mehrstoffpräparat zum Einnehmen.
Aufnahme und Form, R-Form gegenüber Gemisch
Alpha-Liponsäure wird nach dem Schlucken rasch aufgenommen und ebenso rasch wieder aus dem Blut entfernt. Bei 12 gesunden Freiwilligen kamen nach 200 mg als Tablette 29,1 Prozent der Dosis im Blut an, die Halbwertszeit lag bei 25,3 bis 32,7 Minuten [40]. Auch bei täglicher Einnahme von 600 mg über vier Tage reicherte sich bei 9 Freiwilligen nichts an [41]. Als Grund für die begrenzte Verfügbarkeit nennen die Autoren den Abbau bei der ersten Leberpassage [41].
Das Molekül kommt in zwei spiegelbildlichen Formen vor. Die R-Form ist die, die der Körper selbst bildet und die in Lebensmitteln vorkommt, die S-Form entsteht erst bei der chemischen Herstellung [44]. Verkauft und geprüft wird meist das Gemisch beider Formen, das Racemat. Die Autoren einer Meta-Analyse halten fest, dass die Mehrzahl ihrer Studien dieses Gemisch geprüft hat [12], bei den nur als Abstract gelesenen Auswertungen konnten wir die Zubereitung nicht nachlesen. Die R-Form allein prüften unter anderem die 24-Wochen-Studie mit 600 mg [14] und die Vier- Wochen-Studie mit einem Salz der R-Form [60].
Innerhalb des Gemischs erreicht die R-Form nach mehreren Studien höhere Blutspiegel als die S-Form, das Gutachten der europäischen Lebensmittelbehörde nennt um 40 bis 50 Prozent bis doppelt so hohe Spitzenspiegel [44]. Ob ein Präparat aus reiner R-Form bei gleicher Gesamtmenge besser aufgenommen wird als das Gemisch, ist dagegen weniger klar als oft behauptet. In einer Pilotstudie nahmen 9 ältere und 10 jüngere Erwachsene je einmal 500 mg der R-Form und des Gemischs ein [42]. Die meisten erreichten nach dem Gemisch höhere Spitzenspiegel, bei den älteren Männern lag der Mittelwert nach der R-Form höher, was auf zwei von sechs Personen mit sehr hohen Werten zurückging [42]. Die Autoren betonen, dass niemand geprüft hat, ob sich die beiden Formen in ihrer Wirkung unterscheiden [42]. Die Studie wurde von einem Hersteller von Nahrungsergänzungen mitfinanziert, bei dem einer der Autoren später beschäftigt war [42].
Die reine R-Form ist weniger stabil als das Gemisch [44] und empfindlich gegen Wärme und Säure [43]. In einer offenen Studie an 6 gesunden Männern führte ein Komplex der R-Form mit Gamma-Cyclodextrin zu einer 2,5-fach größeren Fläche unter der Blutspiegelkurve als dieselbe Menge der freien R-Form [43]. Mehrere Autoren dieser Arbeit sind beim Hersteller des Komplexes beschäftigt [43].
Einordnung: Gemessen sind Blutspiegel. Eine Studie, die R-Form und Gemisch bei gleicher Dosis an einem Wirkungsendpunkt vergleicht, haben wir nicht gefunden.
Abgrenzung, Tablette gegenüber Infusion und ein Namensvetter
Ein großer Teil des guten Rufs bei Nervenbeschwerden stammt aus Studien mit Infusionen. Eine Meta-Analyse aus vier Studien mit 1258 Personen fand nach drei Wochen mit täglich 600 mg als Infusion einen um 24,1 Prozent besseren Symptomsummenwert als unter Placebo, alle vier Studien stammen aus der Datenbank des Herstellers [7]. Eine weitere Meta-Analyse aus 15 Studien mit Infusionen nennt ihre eigene Evidenz wegen der Methodik der Studien nicht stark [8]. Eine Infusion umgeht Darm und Leber, von einer Kapsel kommt nur ein knappes Drittel im Blut an [40]. Was für die Infusion gezeigt ist, gilt deshalb nicht für die Kapsel.
In Deutschland ist Alpha-Liponsäure auch als Arzneimittel im Handel, daneben wird sie als Nahrungsergänzung verkauft, üblicherweise mit empfohlenen 300 bis 600 mg pro Tag [44]. Die großen Studien zu Nervenbeschwerden wurden mit dem Arzneimittel und an Erkrankten durchgeführt [1].
Die Abkürzung ALA steht in der englischsprachigen Literatur sowohl für Alpha-Liponsäure als auch für Alpha-Linolensäure, eine Omega-3-Fettsäure aus Pflanzenölen. Die beiden Stoffe haben nichts miteinander zu tun.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Das wichtigste Sicherheitsthema ist das Insulin-Autoimmunsyndrom. Dabei bildet der Körper Antikörper gegen das eigene Insulin, was zu schweren Unterzuckerungen führen kann. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat 2021 dazu 49 veröffentlichte Fallberichte ausgewertet, in denen das Syndrom nach Einnahme von Alpha-Liponsäure als Arzneimittel oder Nahrungsergänzung auftrat [44]. 20 der Fälle stammen aus Europa, 14 davon aus Italien [44]. Wo die Dosis angegeben war, lag sie zwischen 200 und 800 mg täglich, die Beschwerden begannen eine Woche bis vier Monate nach Beginn der Einnahme [44]. In 12 der 27 Fälle mit beschriebenen Beschwerden kam es zu Bewusstlosigkeit oder einem Unterzuckerungskoma [44]. Nach dem Absetzen bildete sich das Syndrom in allen ausgewerteten Fällen innerhalb von Wochen bis Monaten zurück [44].
Die Behörde kommt zu dem Schluss, dass Alpha-Liponsäure als Zusatz zu Lebensmitteln und in Nahrungsergänzungen das Risiko für dieses Syndrom bei Menschen mit bestimmten Erbanlagen wahrscheinlich erhöht [44]. Betroffen sind Träger bestimmter Varianten des Gewebemerkmals HLA-DRB1, die ohne Gentest nicht zu erkennen sind [44]. Eine Dosis, unterhalb derer das Syndrom nicht auftritt, lässt sich aus den Daten nicht ableiten, die niedrigste berichtete lag bei 200 mg täglich [44]. Wie häufig das Syndrom ist, lässt sich nicht beziffern, es gilt als selten [44]. Für Alpha-Liponsäure, die natürlich in Lebensmitteln vorkommt, fand die Behörde keinen einzigen Bericht, Schweineherz enthält 1,1 bis 1,6 mg pro Kilogramm [44]. Wenn Du nach Beginn der Einnahme Schweißausbrüche, Zittern, Heißhunger, Schwindel oder Verwirrtheit bemerkst, vor allem einige Stunden nach dem Essen oder nachts, setz das Präparat ab und lass das ärztlich abklären.
Häufiger und harmloser sind Beschwerden im Verdauungstrakt. In der 24-Wochen-Studie mit 600 mg der R-Form berichteten 33 Prozent der Teilnehmenden Sodbrennen gegenüber 5 Prozent unter Placebo, 18 Prozent einen auffälligen Uringeruch gegenüber 0 Prozent [14]. Übelkeit, Erbrechen und Schwindel nahmen in einer Studie mit der Dosis zu [3]. Unter 1200 bis 1800 mg täglich waren Nesselsucht und Juckreiz die häufigsten Nebenwirkungen [22]. In den Studien zum Mundbrennen traten Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden häufiger auf als unter Placebo [35]. In der 24-Wochen-Studie mit der R-Form sanken außerdem weiße Blutkörperchen und Blutplättchen stärker als unter Placebo, um 10,1 und 5,1 Prozent, die weißen Blutkörperchen blieben im Normbereich [14]. Eine Studie mit 100 mg täglich an Menschen mit Schizophrenie berichtet ebenfalls sinkende Blutzellzahlen unter Alpha-Liponsäure [48].
In der Vierjahresstudie NATHAN 1 traten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse unter 600 mg täglich bei 38,1 Prozent der Teilnehmenden auf, unter Placebo bei 28,0 Prozent [2]. Die Autoren haben dafür nach eigener Aussage keine sichere Erklärung, Todesfälle gab es 3 unter Alpha-Liponsäure und 6 unter Placebo [2]. Die Teilnehmenden waren Menschen mit langjährigem Diabetes, auf Gesunde lässt sich die Zahl nicht übertragen. Eine Meta-Analyse aus 71 placebokontrollierten Studien zur Einnahme mit nach eigener Angabe 4749 Personen fand für keine Gruppe unerwünschter Ereignisse ein belegt höheres Risiko als unter Placebo [51]. Die Intervalle sind dabei weit. Für Magen-Darm-Beschwerden lag das Chancenverhältnis bei 1,32 (95-Prozent-Intervall 0,97 bis 1,78), für neurologische Beschwerden wie Kopfschmerzen bei 1,53 (0,88 bis 2,63), für Hautreaktionen bei 1,13 (0,82 bis 1,56) und für Krankenhausaufnahmen bei 5,66 (0,64 bis 49,85), ein höheres Risiko ist damit nicht gefunden, aber auch nicht ausgeschlossen [51]. Ausgewertet wurden nur die Personen, die ihre Studie regulär beendeten, Studien mit Infusionen und mit Mehrstoffpräparaten blieben außen vor [51]. Seltene Ereignisse wie das Insulin-Autoimmunsyndrom kann eine Auswertung dieser Größe nicht erfassen. Die Arbeit entstand ohne externe Förderung, einer der Autoren ist bei einem Arzneimittelhersteller beschäftigt [51].
Weil Alpha-Liponsäure in einem Teil der Studien Zucker- und Insulinwerte veränderte, ist ärztliche Rücksprache sinnvoll, wenn Du blutzuckersenkende Medikamente oder Insulin nimmst. Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten und zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor.
Quellen zum Nachlesen
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Oral treatment with alpha-lipoic acid improves symptomatic diabetic polyneuropathy: the SYDNEY 2 trial
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Alpha-lipoic acid supplementation significantly reduces the risk of obesity in an updated systematic review and dose response meta-analysis of randomised placebo-controlled clinical trials
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Meta-Analyse, 71 randomisierte placebokontrollierte Studien zur Einnahme, nach eigener Angabe 4749 Personen, Suchschluss August 2020 · 2020
Safety Evaluation of α-Lipoic Acid Supplementation: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Placebo-Controlled Clinical Studies
Fogacci F, et al. Antioxidants (Basel)
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Systematische Übersichtsarbeit ohne Pooling, 9 randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studien, 300 bis 1800 mg täglich, Suchschluss Dezember 2015 · 2017
Does Alpha-lipoic Acid Supplement Regulate Blood Pressure? A Systematic Review of Randomized, Double-blind Placebo-controlled Clinical Trials
Mohammadi V, Dehghani S, Askari G. Int J Prev Med
Zur Zuschreibung: 08
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Meta-Analyse, 10 randomisierte placebokontrollierte Studien bei Diabetes, n gleich 553, Einnahme oder Infusion, 3 Wochen bis 6 Monate · 2019
Efficacy of Alpha-lipoic Acid in The Management of Diabetes Mellitus: A Systematic Review and Meta-analysis
Ebada MA, et al. Iran J Pharm Res
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RCT ohne Placebogruppe, n gleich 31 gesunde Erwachsene, 600 mg Alpha-Liponsäure (16 Personen) oder 400 IE Vitamin E (15 Personen) über 2 Monate, danach beides zusammen über 2 Monate · 1999
Comparison of the effect of alpha-lipoic acid and alpha-tocopherol supplementation on measures of oxidative stress
Marangon K, et al. Free Radic Biol Med
Zur Zuschreibung: 09
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Meta-Analyse, 18 randomisierte Studien an Menschen mit Stoffwechselerkrankungen, 300 bis 600 mg täglich, Suchschluss November 2017 · 2018
The effects of alpha-lipoic acid supplementation on inflammatory markers among patients with metabolic syndrome and related disorders: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials
Akbari M, et al. Nutr Metab (Lond)
Zur Zuschreibung: 06
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Meta-Analyse, 16 randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studien mit 19 Armen, n gleich 1040 (515 vs 525) · 2022
The Effect of α-lipoic Acid on C-Reactive Protein Level: A Meta-analysis of Randomized, Double-Blind, and Placebo-Controlled Studies
Đukić L, et al. Dose Response
Zur Zuschreibung: 06
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Systematische Übersichtsarbeit ohne Pooling, 6 Humanstudien neben 6 Labor- und 15 Tierstudien, Suchschluss Dezember 2025 · 2026
Effects of alpha-lipoic acid in non-alcoholic fatty liver disease (NAFLD): a systematic review of literature
Saeed TN, et al. J Diabetes Metab Disord
Zur Zuschreibung: 10
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RCT, doppelblind, placebokontrolliert, vier parallele Gruppen, n gleich 120, 400 mg Alpha-Liponsäure mit 300 mg Ursodeoxycholsäure als Kombination, 12 Monate · 2013
Impact of combined therapy with alpha-lipoic and ursodeoxycolic acid on nonalcoholic fatty liver disease: double-blind, randomized clinical trial of efficacy and safety
Gianturco V, et al. Hepatol Int
Zur Zuschreibung: 10
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Meta-Analyse im Netzwerk-Verfahren, 9 randomisierte Studien zu Einnahme, Infusion und Abfolge beider, 2 Wochen bis 4 Jahre · 2026
Oral, intravenous, or sequential alpha-lipoic acid for diabetic peripheral neuropathy? A Bayesian network meta-analysis of randomized controlled trials
Shen J, et al. Front Neurol
Zur Zuschreibung: 02
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RCT, doppelblind, placebokontrolliert, drei parallele Gruppen, n gleich 114 Erwachsene mit Typ-2-Diabetes, 960 oder 1920 mg Trometamolsalz der R-Alpha-Liponsäure (Dexlipotam) täglich, 4 Wochen · 2007
Pharmacodynamic effects of orally administered dexlipotam on endothelial function in type 2-diabetic patients
Vossler S, et al. Int J Clin Pharmacol Ther
Zur Zuschreibung: 07
Bei H.P.N
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