AstraGin®-Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Astragalus membranaceus + Panax notoginseng · AstraGin · APS · Astragalus-Panax-notoginseng-Extrakt
Auf einen Blick
- Was es ist
- Eine markenrechtlich geschützte Kombination aus zwei Pflanzenwurzelextrakten, Astragalus membranaceus und Panax notoginseng. AstraGin wird nicht wegen einer eigenen Wirkung zugesetzt, sondern als Absorptionsverstärker, der die Aufnahme anderer Nährstoffe im Darm verbessern soll
- Zusammensetzung
- Laut dem EFSA-Sicherheitsgutachten zu diesem Extrakt eine Kombination aus einem Ethanol-Extrakt der Wurzel von Astragalus membranaceus und einem Heißwasser-Extrakt der Wurzel von Panax notoginseng, mit 1,5 bis 5 Prozent Gesamtsaponinen, 0,1 bis 0,5 Prozent Ginsenosid Rb1 und 0,01 bis 0,1 Prozent Astragalosid I. Die hier ausgewertete Humanstudie [1] beschreibt die verwendete Kapsel als Astragalus membranaceus Saponine (10:1-hydroethanolischer Extrakt) plus Panax notoginseng Saponine (50:1-wässriger Extrakt), Gesamtsaponingehalt mindestens 1,5 Prozent, das deckt sich mit der EFSA-Beschreibung
- Abgrenzung
- Panax notoginseng ist eine andere Art als Panax ginseng. Für Panax ginseng führt das Kompendium einen eigenen Eintrag (Ginseng-Extrakt), der nicht mit diesem hier verwechselt werden sollte. Für den reinen Astragalus membranaceus-Extrakt ohne Panax notoginseng, in anderer Zubereitung, anderer Dosis und mit anderen geprüften Wirkungen wie Blutzucker oder Nierenwerten, führt das Kompendium ebenfalls einen eigenen Eintrag (Astragalus-Extrakt). Dieser Eintrag hier behandelt ausschließlich die markenrechtlich geschützte Kombination AstraGin
- Wirkform in Studien
- Die einzige in PubMed geführte placebokontrollierte Humanstudie zu AstraGin nutzte exakt die Markenform in einer 50-mg-Kapsel mit Astragalus membranaceus (10:1-hydroethanolischer Extrakt) und Panax notoginseng (50:1-wässriger Extrakt), Gesamtsaponingehalt mindestens 1,5 Prozent
- Übliche Studiendosis
- 50 mg AstraGin pro Tag in der hier ausgewerteten Humanstudie [1]
- Verträglichkeit
- In der einzigen vierwöchigen Humanstudie mit 50 mg pro Tag keine auffälligen Veränderungen bei Leber- und Nierenwerten (Harnstoff-Stickstoff, Kreatinin, AST, ALT) und keine berichteten Nebenwirkungen. Ein separates, tierexperimentell gestütztes Sicherheitsgutachten der EFSA setzt die als sicher bewertete tägliche Aufnahmemenge niedriger an als diese Studiendosis, Einzelheiten unter Sicherheit
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Blutspiegel (AUC) von Valin und Leucin nach akuter und nach vierwöchiger Einnahme mit Molkenprotein, Laborwert
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Einzige in PubMed geführte placebokontrollierte Humanstudie zu AstraGin (Zhuang und Kollegen 2026, randomisierte, doppelblinde Cross-over-Pilotstudie, n=30 gesunde Erwachsene in drei Altersgruppen 18 bis 25, 26 bis 59 und 60 bis 80 Jahre, je 10 pro Gruppe, 50 mg AstraGin-Kapsel gegen eine Placebo-Kapsel mit Maltodextrin, kombiniert mit 25 g Molkenproteinisolat, eine Akutmessung plus vier Wochen Dauereinnahme mit täglichem Krafttraining, vierwöchige Auswaschphase zwischen den beiden Studienarmen). In der zweifaktoriellen Varianzanalyse (Behandlung mal Zeit) war die Blutspiegel-Fläche unter der Kurve (AUC) für Valin unter AstraGin gegenüber Placebo höher (Haupteffekt Behandlung, p kleiner 0,001) und für Leucin ebenfalls (p kleiner 0,001), für Isoleucin zeigte sich dagegen kein signifikanter Behandlungseffekt (p=0,172). Nach vier Wochen Dauereinnahme war die Valin-AUC gegenüber Placebo um 14,07 Prozent höher (p kleiner 0,05) und die Leucin-AUC um 8,34 Prozent höher (p kleiner 0,05), die Isoleucin-AUC stieg deskriptiv um 6,33 Prozent, ohne eigens berichteten Signifikanzwert für diesen Einzelvergleich. Der Text nennt für keinen dieser Werte ein Konfidenzintervall, nur p-Werte. Finanzierung akademisch (Chung Shan Medical University, Taiwan), Studien- und Placebokapseln wurden vom Markeninhaber NuLiv Science kostenlos zur Verfügung gestellt, die Autoren erklären keinen Interessenkonflikt. Weil es sich um eine einzelne kleine Pilotstudie handelt, steht diese Zeile auf Hinweise, nicht höher. Hinzu kommt, dass die gesamte Humandatenlage zu AstraGin an eine einzige Arbeitsgruppe und einen einzigen Anbieter gebunden ist, alle bekannten Humanstudien stammen von der Gruppe um Shen an der Chung Shan Medical University in Taiwan und wurden mit kostenlos von NuLiv Science gestelltem Prüf- und Placebopräparat durchgeführt
Quellen: 1
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02
Blutspiegel (AUC) von Arginin und der Gesamtmenge essenzieller Aminosäuren nach vierwöchiger Einnahme mit Molkenprotein, Laborwert
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In derselben Studie [1] stieg nach vier Wochen die Arginin-AUC unter AstraGin gegenüber Placebo um 5,05 Prozent, für diesen Wert nennt der zugängliche Text keinen p-Wert. In der Altersgruppe 60 bis 80 Jahre war die AUC der Summe aller essenziellen Aminosäuren unter AstraGin um 12,74 Prozent höher als unter Placebo, berichtet als Anzahl Teilnehmender mit Anstieg je Einzel-Aminosäure und nicht als Gruppenmittelwert-Vergleich mit Signifikanztest. Schwächer belegt als die Valin- und Leucin-Befunde in der Zeile darüber, weil hier kein eigener Signifikanztest berichtet wird
Quellen: 1
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03
Griffstärke und Muskelmasse nach vierwöchiger Einnahme in Kombination mit Krafttraining, ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In derselben Studie [1] absolvierten alle Teilnehmenden während der vierwöchigen Phase zusätzlich ein tägliches Krafttrainingsprogramm. Die im Erstlauf nicht abrufbare Ergänzungstabelle S1 ist über die Supplementary-Files-Schnittstelle von Europe PMC zugänglich und enthält die fehlenden Werte. Für die Griffstärke fand die zweifaktorielle Varianzanalyse keinen signifikanten Behandlungseffekt (F(1,29)=3,559, p=0,069) und keine Wechselwirkung Behandlung mal Zeit (p=0,161), signifikant war allein der Zeiteffekt (p=0,002), also der Zuwachs in beiden Gruppen unter dem täglichen Krafttraining. Für die Muskelmasse war weder der Behandlungseffekt (p=0,142) noch der Zeiteffekt (p=0,863) noch die Wechselwirkung (p=0,264) signifikant. Die in Zusammenfassung und Diskussion betonten Zahlen (Griffstärke plus 5,20 Prozent unter AstraGin gegenüber plus 2,44 Prozent unter Placebo, Muskelmasse plus 0,85 gegenüber plus 0,68 Prozent) sind Veränderungen innerhalb der Gruppen ohne signifikanten Gruppenunterschied, die Autoren räumen in der Diskussion selbst ein, dass der Unterschied nicht signifikant war. Ein signifikanter Gruppenunterschied wurde damit nicht gefunden. Die kleine Stichprobe (n=30) schließt einen kleineren Gruppenunterschied nicht aus
Quellen: 1
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04
Darmpermeabilität (Blutspiegel des Markers Zonulin) nach vierwöchiger Einnahme, ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In derselben Studie [1] sank der Blutspiegel des Darmpermeabilitäts-Markers Zonulin unter AstraGin über vier Wochen deskriptiv von 4,38 auf 3,81 Nanogramm pro Milliliter (minus 13,01 Prozent), unter Placebo von 4,46 auf 4,42 Nanogramm pro Milliliter (minus 0,90 Prozent). Die zweifaktorielle Varianzanalyse fand dafür weder einen signifikanten Behandlungseffekt (p=0,174) noch einen Zeiteffekt (p=0,498) noch eine Wechselwirkung (p=0,552), die Autoren schreiben selbst, der Unterschied sei statistisch nicht signifikant. Die im Erstlauf nicht abrufbare Ergänzungstabelle S2 bestätigt diese drei Werte (F(1,29) für Behandlung 1,962, für Zeit 0,472, für die Wechselwirkung 0,364). Ein signifikanter Effekt auf diesen Marker der Darmbarriere wurde damit nicht gefunden. Die kleine Stichprobe und die von Beginn an normalen Zonulin-Ausgangswerte gesunder Teilnehmender lassen offen, wie das Ergebnis bei vorgeschädigter Darmbarriere ausfiele
Quellen: 1
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05
Allgemein gesteigerte Aufnahme weiterer Nährstoffe wie Glucosamin, Folsäure oder Kreatin, teils mit der Angabe einer bis zu 66 Prozent höheren Aminosäure-Aufnahme, wie in der Vermarktung verbreitet behauptet
Studienlage offenEinordnung und Einschränkungen
In der Vermarktung wird AstraGin verbreitet eine allgemeine Steigerung der Nährstoffaufnahme zugeschrieben, mit konkreten Zahlen unter anderem zu Glucosamin, Folsäure und einer bis zu 66-prozentigen Steigerung der Aufnahme einzelner Aminosäuren wie Arginin. Gezielt gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "AstraGin glucosamine" (alle Publikationstypen, ohne Beschränkung auf Humanstudien) (0 Treffer), PubMed-Suche nach "AstraGin folic acid" (alle Publikationstypen, ohne Beschränkung auf Humanstudien) (0 Treffer), PubMed-Suche nach "AstraGin creatine" (alle Publikationstypen, ohne Beschränkung auf Humanstudien) (0 Treffer), PubMed-Suche nach "AstraGin arginine" (alle Publikationstypen, ohne Beschränkung auf Humanstudien) (0 Treffer) und PubMed-Suche nach "AstraGin Caco-2" (alle Publikationstypen, ohne Beschränkung auf Humanstudien) (0 Treffer). Die einzigen beiden in PubMed geführten Arbeiten, die den Namen AstraGin überhaupt nennen, sind das Sicherheitsgutachten [2] und die BCAA- und Arginin-Studie [1] oben, letztere prüft weder Glucosamin noch Folsäure noch Kreatin und nennt keine 66-Prozent-Zahl. Diese konkrete, verbreitet zitierte Zahl lässt sich in der von uns durchsuchten Literatur nicht auf eine registrierte Studie zurückführen. PubMed ist hier aber nicht die ganze Literatur. Das Literaturverzeichnis von [1] führt zwei weitere, nicht in PubMed geführte Humanarbeiten derselben Arbeitsgruppe, eine randomisierte doppelblinde Cross-over-Studie zur Arginin-Aufnahme an gesunden Erwachsenen (Lin und Kollegen 2023, Functional Foods in Health and Disease, NCT05024123, 5 g Arginin plus AstraGin gegen Placebo, Arginin-AUC um 17,3 Prozent höher als unter Placebo, p=0,041, dabei 6 von 30 Teilnehmenden nachträglich wegen großer Einzelunterschiede aus der Auswertung genommen, gefördert von der Chung Shan Medical University, Kapseln kostenlos von NuLiv Science) sowie eine Pilotarbeit bei Colitis ulcerosa, deren DOI sich nicht auflösen lässt. Auch diese beiden Arbeiten prüfen weder Glucosamin noch Folsäure noch Kreatin und nennen keine 66-Prozent-Zahl
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06
Unterstützung des Immunsystems und entzündungshemmende Wirkung, wie in der Vermarktung verbreitet behauptet
Studienlage offenEinordnung und Einschränkungen
Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "AstraGin immune" (alle Publikationstypen, ohne Beschränkung auf Humanstudien) (0 Treffer) und PubMed-Suche nach "AstraGin inflammation" (alle Publikationstypen, ohne Beschränkung auf Humanstudien) (0 Treffer). Für den reinen Astragalus-Extrakt führt der gesonderte Kompendium-Eintrag Astragalus-Extrakt Zell- und Tierdaten zu Immunmarkern, diese wurden dort in anderer Zubereitung und anderer Dosis erhoben und sind nicht auf die Markenkombination AstraGin übertragbar. Für Panax notoginseng allein wurde zu Immunfunktion und Entzündung im Rahmen dieses Eintrags nicht gesondert gesucht. Das Literaturverzeichnis von [1] nennt eine Pilotarbeit derselben Arbeitsgruppe an Menschen mit Colitis ulcerosa, die neben der Arginin-Aufnahme auch Immunaktivierung erhoben haben soll (Lin und Kollegen 2023, Journal of Biochemistry and Biotechnology). Ihr DOI löst sich nicht auf und der Volltext war über keinen der geprüften Wege erreichbar, sie taugt in diesem Zustand nicht als Beleg
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07
Regulierung des Blutzuckerspiegels, wie in der Vermarktung verbreitet behauptet
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "AstraGin blood glucose" (alle Publikationstypen, ohne Beschränkung auf Humanstudien) (0 Treffer) sowie mit den PubMed-Suchbegriffen "Astragalus Panax notoginseng extract blood glucose" (alle Publikationstypen, ohne Beschränkung auf Humanstudien) (1 Treffer). Dieser eine Treffer ist eine Meta-Analyse zu chinesischen Kombinationsrezepturen bei diabetischer Retinopathie, die Astragalus membranaceus und Panax notoginseng nur als zwei von 69 verschiedenen, unterschiedlich kombinierten Kräutern nennt, ohne die Kombination AstraGin selbst oder auch nur beide Pflanzen gemeinsam als eigenständige Rezeptur zu prüfen, deshalb hier nicht als Beleg verwendet. Für den reinen Astragalus-Extrakt führt der gesonderte Kompendium-Eintrag Astragalus-Extrakt Blutzuckerdaten aus Dekokt- und Injektionsstudien, die wegen der abweichenden Zubereitung nicht auf AstraGin übertragbar sind
Studien im Detail
Aminosäure-Blutspiegel nach Molkenprotein-Einnahme
Die einzige in PubMed geführte placebokontrollierte Humanstudie zu AstraGin (Zhuang und Kollegen 2026 [1]) prüfte an 30 gesunden Erwachsenen, gleichmäßig verteilt auf drei Altersgruppen (18 bis 25, 26 bis 59, 60 bis 80 Jahre), in einem Cross-over-Design mit vierwöchiger Auswaschphase die Wirkung einer 50-mg-AstraGin-Kapsel gegenüber einer Placebo-Kapsel, jeweils zusammen mit 25 g Molkenproteinisolat eingenommen.
In der gemeinsamen Auswertung der Akutmessung und der Messung nach vier Wochen war die Blutspiegel-Fläche unter der Kurve (AUC) für Valin und Leucin unter AstraGin gegenüber Placebo signifikant höher (jeweils p kleiner 0,001 im Haupteffekt Behandlung), für Isoleucin ergab sich kein signifikanter Behandlungseffekt (p=0,172). Nach vier Wochen Dauereinnahme, kombiniert mit täglichem Krafttraining, war die Valin-AUC um 14,07 Prozent und die Leucin-AUC um 8,34 Prozent höher als unter Placebo (jeweils p kleiner 0,05). Die Arginin-AUC stieg nach vier Wochen um 5,05 Prozent gegenüber Placebo, ohne im Text genannten p-Wert. In der ältesten Teilgruppe (60 bis 80 Jahre) war die AUC der Summe aller essenziellen Aminosäuren nach vier Wochen um 12,74 Prozent höher als unter Placebo.
Einschränkung: Einzelne kleine Pilotstudie, akademisch finanziert, mit vom Markeninhaber NuLiv Science kostenlos bereitgestelltem Prüf- und Placebopräparat. Für mehrere der berichteten Prozentwerte, darunter Arginin und die Gesamt-EAA-Auswertung der ältesten Gruppe, nennt der zugängliche Text keinen eigenen Signifikanztest.
Griffstärke, Muskelmasse und Darmpermeabilität
In derselben Studie [1] verbesserte sich die Griffstärke über die vier Wochen in beiden Gruppen signifikant (Zeiteffekt p=0,002), deskriptiv stärker unter AstraGin (plus 5,20 Prozent) als unter Placebo (plus 2,44 Prozent). Ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen wurde dabei nicht gefunden, die Ergänzungstabelle S1 nennt für den Behandlungseffekt auf die Griffstärke p=0,069 und für die Wechselwirkung Behandlung mal Zeit p=0,161. Für die Muskelmasse (plus 0,85 Prozent unter AstraGin gegenüber plus 0,68 Prozent unter Placebo) war ebenfalls nichts signifikant (Behandlung p=0,142, Zeit p=0,863, Wechselwirkung p=0,264). Der Blutspiegel des Darmpermeabilitäts-Markers Zonulin sank unter AstraGin deskriptiv stärker (minus 13,01 Prozent) als unter Placebo (minus 0,90 Prozent), die Varianzanalyse fand dafür aber weder einen signifikanten Behandlungs- noch Zeit- noch Wechselwirkungseffekt.
Einschränkung: Für Griffstärke, Muskelmasse und Zonulin wurde der Gruppenunterschied jeweils geprüft und war in keinem Fall signifikant. Die Studie selbst deutet die Griffstärken-Zahlen im Diskussionsteil positiver, als es die im Ergebnisteil berichteten Signifikanzwerte hergeben.
Tier- und Laborstudien
Für diesen Eintrag wurden keine eigenständigen Zell- oder Tierstudien speziell zur Markenkombination AstraGin identifiziert und ausgewertet. Zell- und Tierdaten zum reinen Astragalus-Extrakt stehen im gesonderten Kompendium-Eintrag Astragalus-Extrakt, sie betreffen eine andere Zubereitung und sind hier nicht als Beleg für AstraGin herangezogen.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Die EFSA hat 2020 im Rahmen eines Novel-Food-Verfahrens ein Sicherheitsgutachten zu genau dieser Extraktkombination veröffentlicht [2]. Grundlage waren unter anderem Genotoxizitäts- sowie subakute und subchronische Toxizitätsstudien im Tiermodell. Die Behörde ermittelte daraus einen NOAEL (die höchste im Tierversuch geprüfte Dosis ohne beobachtete Nebenwirkung) von 100 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Mit einem Unsicherheitsfaktor von 200 stufte die EFSA eine tägliche Aufnahme von 0,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht als sicher ein, was für die Zielbevölkerung (Erwachsene ohne Schwangere) einer maximalen Tagesmenge von 35 mg des Extrakts entspricht. Die in der einzigen Humanstudie [1] geprüfte Tagesdosis von 50 mg liegt oberhalb dieser von der EFSA in diesem Verfahren als sicher bewerteten Menge. Das ist kein Beleg für ein konkretes Risiko bei 50 mg, denn 50 mg liegen weiterhin weit unter dem im Tierversuch ermittelten NOAEL von umgerechnet mehreren Gramm für einen erwachsenen Menschen, aber die 35-mg-Grenze aus diesem behördlichen Verfahren wird bei dieser Dosis überschritten.
In der einzigen vierwöchigen Humanstudie mit 50 mg täglich [1] blieben Kreatinin, AST und ALT unverändert und im Normbereich, es werden keine unerwünschten Ereignisse berichtet. Der Harnstoff-Stickstoff stieg über die vier Wochen in beiden Armen signifikant an (unter AstraGin von 12,87 auf 15,90 mg pro Deziliter, unter Placebo von 11,90 auf 15,37 mg pro Deziliter, jeweils p kleiner 0,01), blieb aber im Normbereich von 7 bis 20 mg pro Deziliter. Der Anstieg in beiden Gruppen spricht nicht für einen spezifischen AstraGin-Effekt. Ob er auf Molkenprotein, Krafttraining oder andere Einflüsse zurückgeht, lässt sich ohne entsprechende Vergleichsarme nicht trennen.
Weder für Astragalus membranaceus noch für Panax notoginseng noch für die Kombination AstraGin ist derzeit eine gesundheitsbezogene Angabe nach der EU-Verordnung 1924/2006 zugelassen. Angaben zu pflanzlichen Stoffen (Botanicals) befinden sich in der EU seit 2010 in einem sogenannten On-Hold-Status, weder endgültig zugelassen noch abgelehnt. Das hier zitierte EFSA-Gutachten [2] ist ausdrücklich ein Sicherheitsgutachten für ein Novel-Food-Zulassungsverfahren, keine Bewertung einer Wirkung.
Zu Wechselwirkungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten liegt uns keine eigene Quelle zu AstraGin vor. Für Astragalus membranaceus als Reinstoff wird in der Fachliteratur bei gleichzeitiger Einnahme von Immunsuppressiva zur Vorsicht geraten, siehe der gesonderte Kompendium-Eintrag Astragalus-Extrakt, das lässt sich wegen der abweichenden Dosis nicht ohne Weiteres auf die deutlich niedriger dosierte Kombination AstraGin übertragen.
Quellen zum Nachlesen
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01
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Cross-over-Pilotstudie, n=30 · 2026
Effects of Astragalus membranaceus and Panax notoginseng Saponins Extract on the Pharmacokinetics of Whey Protein Absorption, Intestinal Permeability, and Muscle Function, A Pilot Study.
Zhuang SR, Yen CH, Lin KY, Shen YC. Nutrients
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02
Behördliches Sicherheitsgutachten im Rahmen eines Novel-Food-Verfahrens · 2020
Safety of a botanical extract derived from Panax notoginseng and Astragalus membranaceus (AstraGin) as a novel food pursuant to Regulation (EU) 2015/2283.
EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA), et al. EFSA J
Bei H.P.N
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