Banaba-Extrakt

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Pflanzenextrakte

Lagerstroemia speciosa · Banaba · Banaba-Blattextrakt · Lagerstroemia speciosa-Extrakt

H.P.N · Datenstand 2026-10-07 · 14 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Extrakt aus den Blättern des Baums Lagerstroemia speciosa. Als Leitstoff gilt die Corosolsäure, ein Triterpen. Daneben enthält das Blatt Gerbstoffe aus den Gruppen der Ellagitannine und Gallotannine
Herkunft
Ein Baum der Tropen, verbreitet unter anderem auf den Philippinen, in Indien, Malaysia und Südchina. Banaba ist der Name der Pflanze auf Tagalog, auf den Philippinen wird aus den Blättern traditionell Tee bereitet
Wirkform in Studien
Uneinheitlich. Extrakte mit 0,3 Prozent oder 1 Prozent Corosolsäure, nach einer Übersicht in einer Studie mit 1,13 Prozent, dazu ein wässriger Blattextrakt ohne Standardisierung und ein Extrakt mit 18 Prozent Corosolsäure in zwei Studien, die nur aus Übersichten bekannt sind, und in zwei Studien die isolierte Corosolsäure, in einer davon nach zwei Übersichten zu 99 Prozent rein, die andere ist nur aus einer herstellernahen Übersicht bekannt. Corosolsäure löst sich schlecht in Wasser, ein wässriger Extrakt enthält deshalb nach Einschätzung einer Übersicht vermutlich wenig davon, seine Wirkung schreibt sie eher wasserlöslichen Gerbstoffen zu
Übliche Studiendosis
32 bis 48 mg eines Extrakts mit 1 Prozent Corosolsäure, 300 mg eines Extrakts mit 0,3 Prozent Corosolsäure oder zweimal 500 mg Extrakt, nach einer Übersicht auf 1,13 Prozent Corosolsäure standardisiert, täglich über 2 bis 12 Wochen. Reine Corosolsäure in einer Studie einmalig 10 mg, in einer zweiten, nur aus einer herstellernahen Übersicht bekannten Studie 1 mg täglich über 2 Wochen
Welcher Bestandteil wirkt
Nicht geklärt. Die Forschung nennt Corosolsäure, Ellagitannine und Gallotannine, und die Arbeitsgruppen widersprechen einander. Die Angabe eines Corosolsäure-Gehalts sagt deshalb nichts über den Gehalt an Gerbstoffen
Bekannt geworden durch
Die Verwendung der Blätter als Tee in der philippinischen Volksmedizin, dort vor allem im Zusammenhang mit dem Blutzucker. Die erste Forschungsarbeit dazu stammt nach Angabe zweier Übersichten von 1940
Verträglichkeit
Zwei Übersichtsarbeiten berichten aus den kontrollierten Humanstudien keine Nebenwirkungen. Die Abstracts der drei in PubMed als randomisiert geführten Studien mit dem Extrakt allein nennen allerdings gar keine Daten zur Verträglichkeit. Ein Fallbericht zu Corosolsäure bei eingeschränkter Nierenfunktion liegt vor, siehe Sicherheit

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Blutzucker nach einer Zuckerbelastung, einmalig 10 mg reine Corosolsäure, Unterschied zu Placebo nur an einem von vier Messzeitpunkten belegt

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Cross-over-Studie mit 31 Personen lag der Blutzucker 90 Minuten nach der Zuckerlösung niedriger als unter Placebo, zu den übrigen Zeitpunkten war das nicht belegt. Geprüft wurde der isolierte Leitstoff als Einmalgabe, kein Blattextrakt.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer doppelblinden Cross-over-Studie erhielten 31 Personen an zwei getrennten Terminen 10 mg Corosolsäure oder Placebo als Kapsel, jeweils 5 Minuten vor einem oralen Glukosetoleranztest mit 75 g Glukose [1]. Nach den WHO-Kriterien von 1998 hatten 19 von ihnen Diabetes, 7 eine gestörte Glukosetoleranz, 1 einen erhöhten Nüchternwert und 4 eine normale Glukosetoleranz [1]. Vor der Gabe und nach 30 Minuten unterschieden sich die Blutzuckerwerte nicht, von 60 bis 120 Minuten lagen sie unter Corosolsäure niedriger, statistisch belegt war der Unterschied allein nach 90 Minuten [1]. Das Abstract nennt weder die Größe des Unterschieds noch ein Konfidenzintervall, und es bezeichnet die Zuteilung der Reihenfolge nicht als randomisiert, PubMed führt die Arbeit als kontrollierte klinische Studie und nicht als randomisierte [1]. Eine herstellernahe Übersicht führt die Studie in ihrer Tabelle dagegen als randomisiert und nennt aus ihr zusätzlich einen höheren Insulinspiegel 30 Minuten nach der Zuckerlösung, beides steht nicht im Abstract und ist ohne den Volltext nicht zu prüfen [9]. Eine Übersicht aus einem anderen Labor, deren Volltext uns vorlag, liest das Ergebnis genauso, belegt sei allein der Messpunkt nach 90 Minuten und kein anderer Zeitpunkt des Tests [8]. Zwei weitere Übersichten ergänzen aus dem Volltext, die verwendete Corosolsäure sei zu 99 Prozent rein gewesen, und eine davon nennt 7 Tage Abstand zwischen den beiden Terminen [5][6]. Alle drei Übersichten geben dieselbe eine Studie wieder und sind kein zusätzlicher Beleg neben ihr [8][5][6]. Eine zweite Humanstudie mit isolierter Corosolsäure führt PubMed nicht, sie ist hier allein aus einer Übersicht bekannt, deren Volltext uns vorlag [9]. Danach erhielten 14 Männer mittleren Alters mit erhöhtem Nüchternblutzucker in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Cross-over-Studie 2 Wochen lang täglich 1 mg Corosolsäure, und im Glukosetoleranztest lagen die Zuwachsfläche unter der Blutzuckerkurve sowie die Flächen unter der Insulin- und der C-Peptid-Kurve niedriger als unter Placebo (Hibi und Kollegen 2022, J Funct Foods) [9]. Die Übersicht nennt den Effekt selbst bescheiden und auf einzelne Messzeitpunkte beschränkt, Zahlenwerte gibt sie nicht wieder, und drei ihrer Autoren sind Angestellte eines Herstellers [9]. Die Originalarbeit ist nicht ausgewertet. Vier ihrer sieben Autoren heißen nach dem Literaturverzeichnis der Übersicht Hibi M, Matsui Y, Yanagimoto A und Yamaguchi T, und Autoren dieser Namen erklären sich in einer Arbeit desselben Jahres als Angestellte des Unternehmens Kao Corporation (Nutrients 2022, PMID 36501092). Ob das Unternehmen die Studie getragen hat, ist ohne die Originalarbeit offen, als firmenunabhängig ist sie bis dahin nicht zu lesen. Die folgenden Angaben betreffen wieder die Belastungsstudie mit 31 Personen [1]. Sie prüfte den isolierten Leitstoff als Einmalgabe und keinen Blattextrakt, eine Aussage über die tägliche Einnahme eines Extrakts über Wochen trägt sie nicht. Ihr Volltext lag uns nicht vor, ausgewertet wurde das Abstract. PubMed nennt zum Interessenkonflikt keine Angabe, die Erstadresse ist die Universität Kyoto, und PubMed führt den Publikationstyp Research Support, Non-U.S. Gov't, also eine Förderung, die nicht von der US-Regierung stammt und staatlich oder privat sein kann, ohne den Geldgeber zu nennen [1]. An zweiter und dritter Stelle der Autorenliste stehen Matsuyama F und Ueda N [1]. Autoren dieser Namen tragen in einer Mäusestudie derselben Arbeitsgruppe aus demselben Jahr die Adresse des Unternehmens Use Techno Corporation in Fukuchiyama, das dort die Corosolsäure gestellt hat (Biol Pharm Bull 2006, PMID 16508174, Volltext lag uns vor). Ein Autor mit dem Namen eines weiteren Mitautors, Kaneko T, trägt dieselbe Firmenadresse in einer Arbeit von 2004 (PMID 15256748). Die Studie ist deshalb nicht als herstellerunabhängig zu lesen, auch wenn ihr eigener Förderhinweis ohne Volltext offen bleibt. In der Autorenliste der Studie steht ein Miura T, derselbe Name wie der Erstautor einer der beiden Übersichten, die deshalb keine unabhängige Bestätigung ist [1][6].

    Quellen: 1, 8, 5, 6, 9

  2. 02

    Nüchternblutzucker bei Erwachsenen mit Ausgangswerten von 100 bis 125 mg/dl, 12 Wochen Blattextrakt, Unterschied zu Placebo nur in einer von zwei randomisierten Studien berichtet

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer dreiarmigen Studie lag der Nüchternwert nach 12 Wochen niedriger als unter Placebo. Eine zweite Studie mit 24 Personen berichtet nur die Veränderung innerhalb der Banaba-Gruppe, und beide sind nur als Abstract zugänglich.

    Ausführlicher Nachweis

    Die einzige zugängliche Arbeit mit einem berichteten Vergleich gegen Placebo ist eine randomisierte dreiarmige Studie an übergewichtigen Erwachsenen mit einem Nüchternblutzucker von 100 bis 125 mg/dl [3]. Die Gruppen erhielten 12 Wochen lang täglich vier Kapseln zu den Mahlzeiten, mit 2 g Stärke als Placebo, mit 300 mg Banaba-Extrakt (0,3 Prozent Corosolsäure) oder mit 2 g Sojablattextrakt [3]. Der auf den Ausgangswert adjustierte Endwert des Blutzuckers lag in der Banaba-Gruppe signifikant niedriger als in der Placebogruppe [3]. Das Abstract nennt dazu weder die Zahl der Teilnehmenden noch einen Zahlenwert, ein Konfidenzintervall oder eine Verblindung, und der Volltext lag uns nicht vor [3]. Eine Übersichtsarbeit beziffert die Studie auf 45 Personen in drei Armen und den Banaba-Arm auf minus 17,70 mg/dl, entsprechend minus 14,40 Prozent, und bezeichnet das ausdrücklich als Abstand zu Placebo [5]. Eine spätere Übersicht desselben Erstautors nennt für denselben Arm einen Rückgang von 114,6 auf 106,6 mg/dl, also 8,0 mg/dl gegenüber dem eigenen Ausgangswert [9]. Beide Angaben stammen aus zweiter Hand und lassen sich ohne den Volltext nicht gegeneinander prüfen, die Größe des Abstands zu Placebo ist damit nicht gesichert. Banaba war in dieser Studie der Vergleichsarm, ihr eigentlicher Gegenstand war der Sojablattextrakt [3]. Die zweite randomisierte Studie ist doppelblind und placebokontrolliert und umfasst 24 Erwachsene mit metabolischem Syndrom nach den Kriterien der International Diabetes Federation, je 12 pro Gruppe, die 12 Wochen lang zweimal täglich 500 mg Banaba oder Placebo vor Frühstück und Abendessen einnahmen [4]. Ihr Abstract berichtet einen Rückgang des Nüchternblutzuckers von 5,9 auf 5,7 mmol/l innerhalb der Banaba-Gruppe (p gleich 0,034) und keinen Vergleich zwischen den Gruppen [4]. Das ist eine Vorher-nachher-Veränderung und kein ausgewiesener Unterschied zu Placebo. Standardisierung und Hersteller des Extrakts nennt das Abstract nicht, registriert ist die Studie unter NCT02767869 [4]. Eine Übersicht nennt darüber hinaus einen auf 1,13 Prozent Corosolsäure standardisierten Extrakt und Teilnehmende ohne Medikamente [9]. Als zweite Adresse der Autoren steht eine Kapitalgesellschaft, das Centro de Investigación Biomédica para la Salud SA de CV, PubMed nennt zum Interessenkonflikt keine Angabe, und Förderung sowie Interessenerklärung sind ohne Volltext nicht prüfbar [4]. Eine dritte Arbeit prüfte den Markenrohstoff Glucosol, einen auf 1 Prozent Corosolsäure standardisierten Blattextrakt, an Personen mit Typ-2-Diabetes und damit außerhalb des Wertebereichs dieser Zeile, in Tagesdosen von 32 und 48 mg über 2 Wochen und berichtet einen um 30 Prozent niedrigeren Blutzucker mit der Weichkapsel gegenüber 20 Prozent mit der Hartkapsel (p kleiner 0,001) [2]. Das Abstract nennt weder die Zahl der Teilnehmenden noch einen Placeboarm, der einzige berichtete Vergleich ist der zwischen den beiden Kapselformen [2]. Zwei Übersichten nennen 10 Personen und beschreiben die Senkung als Veränderung gegenüber dem Ausgangswert [5][6]. Eine dritte nennt dagegen 56 Personen, die auf drei Tagesdosen von 16, 32 und 48 mg verteilt wurden [9]. Die Teilnehmerzahl ist damit zwischen den Übersichten strittig und ohne den Volltext nicht zu klären, einen Placeboarm nennt keine der drei [5][6][9]. PubMed führt die Arbeit als randomisierte Studie, worauf randomisiert wurde, geht aus dem Abstract nicht hervor [2]. Die beiden Dosen entsprechen 0,32 und 0,48 mg Corosolsäure am Tag und damit rund einem Dreißigstel bis einem Zwanzigstel der 10 mg, die in der Belastungsstudie als Einmalgabe geprüft wurden [6][1]. Die Erstadresse der Arbeit ist ein Unternehmen, SIBR Inc. in Bradenton, Florida, Förderung und Interessenerklärung sind über das Abstract nicht prüfbar [2]. Der zweite Autor heißt Hari SP, und ein Hari Siva P ist neben einem zweiten Erfinder für ein Patent auf eine Weichkapsel mit Corosolsäure aus Lagerstroemia speciosa eingetragen, dessen Zusammenfassung Glucosol als Marke des Unternehmens Soft Gel Technologies nennt und das in der Fassung von 2010 unter dem Namen dieses Unternehmens eingetragen ist (US 6784206 von 2004 und US 7713546 von 2010, Patenteinträge in Europe PMC). Das ist ein Namensgleichstand und kein Beleg, die Arbeit ist damit aber nicht als herstellerunabhängig zu lesen, zumal ihr einziger berichteter Vergleich die Weichkapsel besser abschneiden lässt. Zwei ältere japanische Arbeiten führt PubMed nicht, sie sind hier allein aus der Wiedergabe in zwei Übersichten bekannt und damit nicht prüfbar. Ikeda und Kollegen gaben 2002 demnach 15 Personen ein Jahr lang offen 100 mg eines nicht standardisierten wässrigen Extrakts, berichtet wird ein um 16,6 Prozent niedrigerer Nüchternwert bei Ausgangswerten über 110 mg/dl [6][5]. Tsuchibe und Kollegen gaben 2006 demnach 12 Personen mit einem Ausgangswert von 104 mg/dl zwei Wochen lang eine Weichkapsel mit 10 mg Corosolsäure aus einem auf 18 Prozent standardisierten Extrakt, berichtet werden um 12 Prozent niedrigere Nüchtern- und Einstundenwerte [6][5]. Eine Vergleichsgruppe nennt die Wiedergabe in beiden Fällen nicht [6][5]. Eine weitere placebokontrollierte Untersuchung an 100 Personen über 30 Tage ist nach derselben Übersicht unveröffentlicht [6]. Die vier Übersichtsarbeiten zu Banaba stützen sich auf denselben kleinen Bestand an Humanstudien und sind kein unabhängiger Beleg nebeneinander [5][6][7][9]. Zwei davon enthalten eine Studientabelle. Die ältere führt für Banaba oder Corosolsäure allein fünf Humanstudien mit nach ihrer Zählung zusammen 113 Teilnehmenden, von denen zwei gegen Placebo verglichen, die Belastungsstudie und die dreiarmige Studie [5]. Die doppelblinde Studie an 24 Personen ist nach dem Suchzeitraum dieser Übersicht erschienen und in ihrer Tabelle nicht enthalten [4][5]. Die jüngere führt sieben Humanstudien, dieselben fünf, die doppelblinde Studie an 24 Personen und eine in PubMed nicht geführte Cross-over-Studie mit 1 mg Corosolsäure am Tag, siehe die Zeile zur Zuckerbelastung [9]. Der Volltext dieser jüngsten Übersicht lag uns vor, drei ihrer acht Autoren sind Angestellte des Unternehmens Italfarmaco, das auch die redaktionelle Unterstützung bezahlt hat, und ihr Gegenstand ist die Kombination von Banaba mit Chrompicolinat [9]. Die Abstracts von zwei davon stimmen Satz für Satz nahezu wörtlich überein, obwohl sie von verschiedenen Autorengruppen stammen [6][7]. Eine Meta-Analyse liegt nicht vor, die Suche mit den PubMed-Suchbegriffen "Lagerstroemia speciosa" "meta-analysis", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, ergab keinen Treffer. Ein Kombinationspräparat mit 40 mg Banaba-Extrakt neben Berberin, Curcumin, Inosit und Chrompicolinat senkte in einer vom Hersteller unterstützten Studie an 148 Personen den Nüchternblutzucker gegenüber Placebo, dem Banaba-Anteil ist das nicht zurechenbar [10].

    Quellen: 3, 4, 2, 5, 6, 7, 9, 1, 10

  3. 03

    Langzeit-Blutzuckerwert HbA1c bei Erwachsenen mit einem Nüchternblutzucker von 100 bis 125 mg/dl, 12 Wochen Blattextrakt, Unterschied zu Placebo nur aus einer einzigen Studie berichtet

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer dreiarmigen Studie lag der HbA1c nach 12 Wochen niedriger als unter Placebo. Für den HbA1c ist es der einzige Vergleich gegen Placebo mit dem Extrakt allein, den wir gefunden haben, und zugänglich ist nur das Abstract ohne Zahlenwert.

    Ausführlicher Nachweis

    In der dreiarmigen Studie an übergewichtigen Erwachsenen mit einem Nüchternblutzucker von 100 bis 125 mg/dl lag der auf den Ausgangswert adjustierte Endwert des HbA1c nach 12 Wochen mit täglich 300 mg Banaba-Extrakt (0,3 Prozent Corosolsäure) signifikant niedriger als unter Placebo [3]. Das Abstract nennt weder einen Zahlenwert noch ein Konfidenzintervall noch die Zahl der Teilnehmenden [3]. Eine Übersichtsarbeit beziffert die Studie auf 45 Personen und den Banaba-Arm auf minus 0,58 Prozentpunkte und bezeichnet das als Abstand zu Placebo [5]. Eine spätere Übersicht desselben Erstautors nennt für denselben Arm einen Rückgang von 6,32 auf 6,15 Prozent, also 0,17 Prozentpunkte gegenüber dem eigenen Ausgangswert [9]. Beide Angaben stammen aus zweiter Hand, die Größe des Abstands zu Placebo ist damit nicht gesichert. Die zweite randomisierte Studie mit dem Extrakt allein nennt HbA1c in ihrem Abstract nicht [4]. Für eine offene Beobachtung ohne Vergleichsgruppe an 15 Personen über ein Jahr mit täglich 100 mg eines wässrigen Extrakts nennt die Tabelle einer herstellernahen Übersicht eine Besserung des HbA1c, eine ältere Übersicht beschreibt für dieselbe Arbeit stattdessen eine Besserung des glykierten Albumins [9][6]. PubMed führt diese Arbeit nicht, welcher Wert gemessen wurde, ist ohne die Originalarbeit nicht zu klären. Alle weiteren Humandaten zu HbA1c stammen von Kombinationspräparaten und sind dem Banaba-Anteil nicht zurechenbar. Ein Präparat mit 40 mg Banaba-Extrakt neben Berberin, Curcumin, Inosit und Chrompicolinat senkte HbA1c über 3 Monate bei 148 Personen gegenüber Placebo, unterstützt vom Hersteller Nutrilinea, bei dem eine Autorin angestellt war [10]. Eine offene Studie ohne Vergleichsgruppe mit täglich 100 mg einer kombinierten Fraktion aus Zimtrinde und Lagerstroemia speciosa berichtet minus 0,65 Prozentpunkte gegenüber einem Ausgangswert von 9,67 Prozent (p gleich 0,001) [14]. Der dritte Autor dieser Arbeit, Tjandrawinata RR, trägt in der placebokontrollierten Studie mit derselben Fraktion aus demselben Jahr die Adresse des Forschungslabors des Herstellers Dexa Medica [13]. Eine Mischung aus Banaba-Blattextrakt, Maulbeerblattextrakt und Rotem Ginseng veränderte HbA1c bei 62 Personen über 6 Monate nach der Wiedergabe in einer Übersicht weder gegenüber dem Ausgangswert noch gegenüber Placebo [5]. Im Tierversuch lag HbA1c bei Mäusen nach 12 Wochen mit 5 Prozent Heißwasserextrakt im Futter niedriger, während der Blutzucker selbst nicht gesenkt war [24]. Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "banaba" "HbA1c" (ein Treffer, die genannte Studie), mit "banaba" "glycated hemoglobin", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp (fünf Treffer, davon zwei Kombinationspräparate, ein Studienprotokoll und eine Mäusestudie) sowie mit Lagerstroemia speciosa und corosolic acid anstelle von banaba, ohne weitere Humanstudie mit dem Extrakt allein.

    Quellen: 3, 5, 4, 10, 14, 24, 9, 13, 6

  4. 04

    Insulinresistenz (HOMA-IR) und Insulinausschüttung nach Zuckerbelastung, 12 Wochen Blattextrakt, Unterschied zu Placebo nur in einer von zwei randomisierten Studien berichtet

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie lag der Insulinresistenz-Index nach 12 Wochen niedriger als unter Placebo. Die zweite berichtet eine geringere Insulinausschüttung nur im Vergleich zum eigenen Ausgangswert.

    Ausführlicher Nachweis

    In der dreiarmigen Studie an übergewichtigen Erwachsenen mit einem Nüchternblutzucker von 100 bis 125 mg/dl lag der auf den Ausgangswert adjustierte Endwert des HOMA-IR nach 12 Wochen mit täglich 300 mg Banaba-Extrakt signifikant niedriger als unter Placebo, ohne Zahlenwert und ohne Intervall im Abstract [3]. Eine Übersichtsarbeit nennt für den Banaba-Arm minus 0,32 beziehungsweise minus 27,10 Prozent und bezeichnet das als Abstand zu Placebo, eine spätere desselben Erstautors gibt die 27 Prozent ohne Bezugsgröße wieder [5][9]. Für isolierte Corosolsäure führt dieselbe spätere Übersicht eine in PubMed nicht geführte Cross-over-Studie an 14 Männern, in der nach 2 Wochen mit täglich 1 mg die Flächen unter der Insulin- und der C-Peptid-Kurve im Glukosetoleranztest niedriger lagen als unter Placebo, ohne Zahlenwerte und allein aus dieser Wiedergabe bekannt [9]. In der doppelblinden Studie an 24 Personen mit zweimal täglich 500 mg über 12 Wochen sank innerhalb der Banaba-Gruppe die Fläche unter der Insulinkurve von 50675 auf 37983 (p gleich 0,017) und der Insulinogenic Index von 0,4 auf 0,3 (p gleich 0,047) [4]. Beides sind Vorher-nachher-Werte innerhalb der Banaba-Gruppe, einen Vergleich mit der Placebogruppe berichtet das Abstract nicht [4]. Die Studie führt die Insulinempfindlichkeit im Titel, ihr Abstract nennt dafür unter den signifikanten Veränderungen der Banaba-Gruppe keinen Wert [4]. In der Placebogruppe sank der Stumvoll-Index von 910,3 auf 651,0 mit einem Trend (p gleich 0,062) [4]. Die Autoren deuten die geringere Insulinausschüttung als günstig, gemessen ist allein der Rückgang. Die übrigen Humandaten stammen von Kombinationspräparaten. Eine kombinierte Fraktion aus Zimtrinde und Lagerstroemia speciosa in einer Tagesdosis von 50 bis 100 mg senkte bei 80 aufgenommenen und 74 ausgewerteten Personen über 12 Wochen den HOMA-IR um 27,04 Prozent gegenüber 4,90 Prozent unter Placebo (p gleich 0,013) [13]. Finanziert wurde diese Studie von Dexa Medica, und einer der drei Autoren gehört zu den Dexa Laboratories of Biomolecular Sciences [13]. Ein Präparat mit zweimal täglich 250 mg Lagerstroemia-speciosa-Extrakt (1 Prozent Corosolsäure) neben Berberin, Curcuma, Alpha-Liponsäure, Chrompicolinat und Folsäure senkte bei 40 Erwachsenen über 8 Wochen das Nüchterninsulin um 13,4 Prozent und den HOMA-Index um 25 Prozent, beides gegenüber dem Ausgangswert, nach der Ergebnistabelle des Volltexts unterschieden sich beide Werte auch signifikant von Placebo, das Prüfpräparat stellte die Firma Pegaso [11]. Eine rückblickende Beobachtung ohne Vergleichsgruppe an 31 Frauen nach den Wechseljahren mit täglich 2 g Myo-Inosit und 48 mg Banaba-Extrakt (1 Prozent Corosolsäure) über 12 Wochen berichtet niedrigere Werte für Nüchterninsulin und HOMA-IR [17]. Keiner dieser drei Befunde ist dem Banaba-Anteil zurechenbar.

    Quellen: 3, 5, 4, 13, 11, 17, 9

  5. 05

    Triglyzeride im Blut über 12 Wochen, Unterschied zu Placebo nur in einer von zwei randomisierten Studien berichtet

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie lagen die Triglyzeride nach 12 Wochen niedriger als unter Placebo. Die zweite berichtet einen Rückgang nur innerhalb der Banaba-Gruppe.

    Ausführlicher Nachweis

    In der dreiarmigen Studie lag der auf den Ausgangswert adjustierte Endwert der Triglyzeride im Plasma nach 12 Wochen mit täglich 300 mg Banaba-Extrakt (0,3 Prozent Corosolsäure) signifikant niedriger als unter Placebo, ohne Zahlenwert und ohne Intervall im Abstract [3]. In der doppelblinden Studie an 24 Personen mit zweimal täglich 500 mg über 12 Wochen sanken innerhalb der Banaba-Gruppe die Triglyzeride von 2,3 auf 1,7 mmol/l (p gleich 0,021) und das VLDL von 0,5 auf 0,3 mmol/l (p gleich 0,021) [4]. Das sind Vorher-nachher-Werte, einen Vergleich mit der Placebogruppe berichtet das Abstract nicht [4]. Zwei Kombinationspräparate mit Banaba-Anteil berichten ebenfalls niedrigere Triglyzeride, in einer Studie an 40 Erwachsenen um 34,7 Prozent gegenüber dem Ausgangswert und signifikant stärker als unter Placebo [11] und in einer Studie an 148 Personen gegenüber Placebo ohne Zahlenangabe im Abstract [10]. Dem Banaba-Anteil ist das in beiden Fällen nicht zurechenbar. Bei Mäusen unter fettreichem Futter lagen die Triglyzeride nach 9 Wochen mit 0,023 Prozent Corosolsäure im Futter um 22 Prozent niedriger als bei Kontrolltieren [25]. Beide Humanstudien sind nur als Abstract zugänglich, Angaben zu Förderung und Interessenlage wie in der Zeile zum Nüchternblutzucker.

    Quellen: 3, 4, 11, 10, 25

  6. 06

    Gesamtcholesterin, LDL- und HDL-Cholesterin über 12 Wochen, in der einzigen Studie mit berichtetem Gruppenvergleich ohne Unterschied zu Placebo

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Die einzige Studie mit berichtetem Gruppenvergleich fand nach 12 Wochen keinen Unterschied zu Placebo. Sie umfasst nach einer Übersicht 45 Personen in drei Armen und ist nur als Abstract zugänglich, ein Ausbleiben der Wirkung ist damit nicht gezeigt.

    Ausführlicher Nachweis

    In der dreiarmigen Studie an übergewichtigen Erwachsenen mit einem Nüchternblutzucker von 100 bis 125 mg/dl blieben Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin im Plasma nach 12 Wochen ohne Unterschied zwischen den Gruppen [3]. Das HDL-Cholesterin und sein Anteil am Gesamtcholesterin stiegen gegenüber Placebo mit dem Sojablattextrakt, mit täglich 300 mg Banaba-Extrakt dagegen nicht [3]. Das Abstract nennt dazu keine Zahlenwerte und kein Konfidenzintervall, ein Ausbleiben der Wirkung ist damit berichtet und nicht belegt, weshalb die Stufe nicht auf nicht bestätigt gesetzt wird [3]. Die doppelblinde Studie an 24 Personen bestimmte das Lipidprofil vor und nach 12 Wochen und nennt in ihrem Abstract unter den signifikanten Veränderungen der Banaba-Gruppe Triglyzeride und VLDL, Gesamt-, LDL- und HDL-Cholesterin dagegen nicht [4]. Ein Kombinationspräparat aus Artischockenextrakt, Rotem Reis, 75 mg Banaba-Extrakt und Coenzym Q10 senkte in einer Cross-over-Studie über zweimal 6 Wochen an laut Abstract 30 Erwachsenen das Gesamtcholesterin um 13,6 Prozent und das LDL-Cholesterin um 18,2 Prozent gegenüber Placebo [12]. Das Präparat enthielt mit dem Roten Reis 10 mg Monacolin K, einen für sich cholesterinsenkenden Stoff, der Befund ist dem Banaba-Anteil nicht zurechenbar [12]. Im Tierversuch ist das Bild uneinheitlich, bei Mäusen sank das Gesamtcholesterin im Plasma mit Heißwasserextrakt im Futter in einer Arbeit [22], in einer zweiten Arbeit derselben Firma blieben die Blutfette unverändert [24].

    Quellen: 3, 4, 12, 22, 24

  7. 07

    Körpergewicht, Body-Mass-Index und Taille-Hüft-Verhältnis über 12 Wochen, in der einzigen Studie mit berichtetem Gruppenvergleich ohne Unterschied zu Placebo

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Die einzige Studie mit berichtetem Gruppenvergleich fand nach 12 Wochen keinen Unterschied zu Placebo. Eine Gewichtsabnahme gegenüber Placebo ist unter den ausgewerteten Studien nur für ein Mischpräparat mit weiteren Pflanzenextrakten berichtet.

    Ausführlicher Nachweis

    In der dreiarmigen Studie an übergewichtigen Erwachsenen blieben Körpergewicht, Body-Mass-Index und Taille-Hüft-Verhältnis nach 12 Wochen mit täglich 300 mg Banaba-Extrakt (0,3 Prozent Corosolsäure) ohne Unterschied zur Placebogruppe [3]. Zahlenwerte und ein Konfidenzintervall nennt das Abstract nicht, ein Ausbleiben der Wirkung ist damit berichtet und nicht belegt, weshalb die Stufe nicht auf nicht bestätigt gesetzt wird [3]. Die doppelblinde Studie an 24 Personen erfasste Körpergewicht und Taillenumfang über 12 Wochen mit zweimal täglich 500 mg und nennt in ihrem Abstract unter den signifikanten Veränderungen keines von beiden [4]. Eine Gewichtsabnahme gegenüber einer Vergleichsgruppe berichtet unter den ausgewerteten Arbeiten allein eine Studie mit einem Mischpräparat. Nicht ausgewertet sind eine Studie mit Probiotika, Vitamin D und Banaba, deren Abstract eine Gewichtsabnahme erwähnt (PMID 33167849), und zwei nur aus einer herstellernahen Übersicht bekannte Kurzzeitstudien mit Banaba und Chrompicolinat, für die dort ein niedrigeres Körpergewicht genannt wird, ohne dass die Vergleichsgröße klar wird (Setnikar und Kollegen 2017) [9]. Ein Präparat aus Garcinia cambogia, Grüntee, Rohkaffee und Lagerstroemia speciosa, zweimal täglich drei Tabletten, führte bei 91 Personen über 12 Wochen unter einer um 500 kcal reduzierten Kost zu 2,26 kg Gewichtsverlust gegenüber 0,56 kg unter Placebo (p gleich 0,002) [15]. Sponsor war der Hersteller InQpharm, bei dem zwei der Autoren angestellt waren [15]. Ein Präparat aus Banaba-Blatt, Rohkaffee, Moringa-Blatt und Vitamin D3, zweimal täglich eine Tablette, wurde über 60 Tage an 30 Personen ohne eigene Placebogruppe geprüft, der Vergleich erfolgte gegen eine historische Placebogruppe [16]. Das Körpergewicht blieb in dieser Studie mit minus 0,2 Pfund ohne signifikante Veränderung, und die historische Placebogruppe nahm nach dem Volltext mit 3,6 Pfund signifikant mehr ab [16]. Berichtet werden stattdessen eine um 1,8 Pfund geringere Fettmasse (p gleich 0,004) und eine um 1,6 Pfund höhere fettfreie Masse (p gleich 0,009) gegenüber dem Ausgangswert, gemessen mit DXA [16]. Diese Studie wurde vom Vertreiber AdvoCare finanziert, für den zwei der drei Autoren als Berater tätig waren [16]. Keiner dieser Befunde ist dem Banaba-Anteil zurechenbar. Eine nur aus einer Übersicht bekannte, nicht in PubMed geführte japanische Arbeit ohne Vergleichsgruppe nennt bei 12 Personen eine Abnahme von im Mittel drei Pfund in zwei Wochen [6]. Im Tierversuch nahmen Mäuse mit 5 Prozent Heißwasserextrakt im Futter über 12 Wochen weniger zu [24], und mit 0,023 Prozent Corosolsäure im Futter lag das Körpergewicht nach 9 Wochen um 10 Prozent niedriger [25]. Bei Ratten veränderte Corosolsäure die Gewichtszunahme über 14 Wochen dagegen nicht [26], und 200 mg Extrakt je kg über 28 Tage ließen das Körpergewicht von Ratten unverändert [28].

    Quellen: 3, 4, 15, 16, 6, 24, 25, 26, 28, 9

  8. 08

    Körperfettanteil und Taillenumfang bei übergewichtigen Erwachsenen über 12 Wochen, Unterschied zu Placebo nur in einer Studie berichtet

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie lagen Körperfettanteil und Taillenumfang nach 12 Wochen niedriger als unter Placebo, bei unverändertem Körpergewicht. Eine zweite Studie erfasste den Taillenumfang und nennt ihn nicht unter den signifikanten Veränderungen. Von beiden ist nur das Abstract zugänglich.

    Ausführlicher Nachweis

    In der dreiarmigen Studie an übergewichtigen Erwachsenen mit einem Nüchternblutzucker von 100 bis 125 mg/dl lagen die auf den Ausgangswert adjustierten Endwerte von Körperfettanteil und Taillenumfang nach 12 Wochen mit täglich 300 mg Banaba-Extrakt (0,3 Prozent Corosolsäure) signifikant niedriger als in der Placebogruppe [3]. Im selben Abstract unterschieden sich Körpergewicht, Body-Mass-Index und Taille-Hüft-Verhältnis nicht zwischen den Gruppen, siehe eigene Zeile [3]. Wie der Körperfettanteil gemessen wurde, wie groß der Unterschied war und wie viele Personen ausgewertet wurden, nennt das Abstract nicht, der Volltext lag uns nicht vor [3]. Banaba war der Vergleichsarm der Studie, deren Gegenstand der Sojablattextrakt war, und bei mehreren Endpunkten ohne erkennbare Rangfolge ist ein einzelner Befund dieser Art entsprechend vorsichtig zu lesen [3]. Die zweite randomisierte Studie mit dem Extrakt allein erfasste den Taillenumfang über 12 Wochen und nennt ihn in ihrem Abstract nicht unter den signifikanten Veränderungen [4]. Die Befunde zu Körperfett aus Mischpräparaten stehen in der Zeile zum Körpergewicht und sind dem Banaba-Anteil nicht zurechenbar.

    Quellen: 3, 4

  9. 09

    Systolischer Blutdruck, bisher nur als Veränderung innerhalb der Banaba-Gruppe berichtet, ohne Vergleich mit Placebo

    Studienlage offen
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Studie mit 24 Personen berichtet nach 12 Wochen einen niedrigeren Wert, aber nur im Vergleich zum eigenen Ausgangswert. Ob sich die Gruppe von Placebo unterschied, geht aus dem zugänglichen Abstract nicht hervor.

    Ausführlicher Nachweis

    In der doppelblinden, placebokontrollierten Studie an 24 Personen mit zweimal täglich 500 mg Banaba über 12 Wochen sank der systolische Blutdruck innerhalb der Banaba-Gruppe von 121,5 auf 116,3 mmHg (p gleich 0,050) [4]. Der p-Wert liegt genau auf der Schwelle, und das Abstract berichtet weder den Verlauf in der Placebogruppe noch einen Vergleich zwischen den Gruppen [4]. Das ist eine Vorher-nachher-Veränderung und kein ausgewiesener Unterschied zu Placebo. Die Studie liegt damit vor, beantwortet die Frage in der zugänglichen Form aber nicht, der Volltext lag uns nicht vor. Die dreiarmige Studie mit 300 mg Extrakt am Tag ist in PubMed unter dem Suchbegriff blood pressure verschlagwortet, ihr Abstract nennt zum Blutdruck kein Ergebnis [3]. Im Tierversuch lag der Blutdruck von Ratten eines Stammes mit erblich erhöhtem Blutdruck und Übergewicht nach 8 Wochen mit 0,072 Prozent Corosolsäure im fettreichen Futter um 10 Prozent niedriger als bei Kontrolltieren [26]. Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "banaba" "blood pressure", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp (vier Treffer, die beiden genannten Humanstudien, ein Mischpräparat und die Rattenstudie), mit Lagerstroemia speciosa anstelle von banaba (fünf Treffer, darunter eine zurückgezogene Rattenstudie samt Rückzugsvermerk und zwei Arbeiten zu Mischpräparaten) und mit corosolic acid (drei Treffer, darunter eine narrative Übersicht von 2026 zu Mechanismen).

    Quellen: 4, 3, 26

  10. 10

    Fetteinlagerung in der Leber

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Nur Tier- und Zellversuche, vor allem an Mäusen und Ratten. Am Menschen liegt uns kein Messwert zum Fettgehalt der Leber vor.

    Ausführlicher Nachweis

    Bei weiblichen Mäusen eines zu Übergewicht neigenden Stammes lag der Gesamtfettgehalt der Leber nach 12 Wochen mit 5 Prozent Heißwasserextrakt aus Banaba-Blättern im Futter bei 65 Prozent des Kontrollwerts, bedingt durch eine geringere Einlagerung von Triglyzeriden [24]. Die Autoren dieser Arbeit gehören zum Forschungsinstitut des Getränkeherstellers Itoen [24]. Bei Mäusen desselben Stammes unter fettreichem Futter beschreibt eine zweite Arbeit nach 9 Wochen mit 0,023 Prozent Corosolsäure im Futter eine geringere Leberverfettung, zusammen mit 15 Prozent weniger Gesamtfettmasse [25]. Die Corosolsäure dieser Arbeit stellte das Unternehmen Use Techno Corporation [25]. Ihr Erstautor heißt Kotaro Yamada, und ein Koutaro Yamada trägt in einer Mäusestudie derselben Arbeitsgruppe von 2006 die Adresse dieses Unternehmens (PMID 16508174, Volltext lag uns vor). Die Schreibweise weicht ab, die Übereinstimmung ist ein Hinweis auf dieselbe Person und kein Beleg. Beide Untersuchungen fanden an Mäusen statt. Eine dritte Arbeit fand bei Ratten unter fruktose- und glukosereichem Futter nach 5 Wochen mit 1 Prozent Banaba-Blattextrakt im Futter im Gewebebild und im Triglyzeridgehalt der Leber eine geringere Verfettung als bei Kontrolltieren mit demselben Futter, bei 7 Tieren in der Banaba-Gruppe (Biomed Res Int 2015, PMID 26000287, Volltext lag uns vor). Zwei ihrer Autoren sind Angestellte des Unternehmens Nagaoka Perfumery, ein dritter erhielt von dort Fördermittel, gefördert wurde die Arbeit mit staatlichen japanischen Forschungsmitteln. Hinzu kommen Zellversuche, in Leberzellen der Linie HepG2 verminderte eine Fraktion aus den Blättern die durch Ölsäure ausgelöste Fetteinlagerung um 51 Prozent, die Arbeit stammt aus dem Forschungslabor des Herstellers Dexa Medica (PMID 34328120, nur das Abstract ausgewertet). Weitere Arbeiten mit isolierter Corosolsäure zur Leberverfettung an Mäusen und Leberzellen führt PubMed ebenfalls, sie sind hier nicht ausgewertet (PMID 20834178, 34213784 und 32329643). Am Menschen liegt kein Messwert zum Leberfett vor, die dreiarmige Humanstudie berichtet allein niedrigere Transaminasen gegenüber Placebo nach 12 Wochen mit 300 mg Extrakt am Tag, ohne Zahlenwert im Abstract [3]. Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "banaba" "triglycerides", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp (zehn Treffer), und mit "Lagerstroemia speciosa" "lipid", alle Publikationstypen (zehn Treffer), darunter keine Humanstudie mit einer Messung des Leberfetts.

    Quellen: 24, 25, 3

  11. 11

    Zuckeraufnahme in Zellen und Hemmung zuckerspaltender Enzyme im Darm

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Zell-, Enzym- und Mäuseversuche zeigen mehrere mögliche Wirkwege. Welcher Bestandteil des Blatts dafür verantwortlich ist, beantworten die Arbeitsgruppen unterschiedlich.

    Ausführlicher Nachweis

    Ein Heißwasserextrakt aus Banaba-Blättern steigerte in Fettzellen der Linie 3T3-L1 die Glukoseaufnahme ähnlich wie Insulin und hemmte zugleich die Ausreifung von Vorläuferzellen zu Fettzellen (p kleiner 0,01) [19]. Dieselbe Arbeitsgruppe führt diese Wirkung in ihrer Übersicht auf Gallotannine zurück, mit Penta-O-galloyl-glucopyranose als wirksamstem Vertreter, und ausdrücklich nicht auf Corosolsäure, die in ihrem Testsystem keine insulinähnliche Wirkung auf den Glukosetransport zeigte [8]. Auch der Markenrohstoff Glucosol aktivierte in diesem Testsystem den Glukosetransport, was die Autoren anderen Bestandteilen als der Corosolsäure zuschreiben [8]. Eine andere Arbeitsgruppe fand dagegen, dass Corosolsäure die Glukoseaufnahme in Muskelzellen der Linie L6 steigert und mehrere Tyrosinphosphatasen hemmt, darunter PTP1B [18]. Eine Übersicht merkt dazu an, andere Arbeiten hätten die dort gezeigte Phosphorylierung des Insulinrezeptors nicht wiederholen können [6]. Bei Mäusen verminderten 10 mg Corosolsäure je kg Körpergewicht die Spaltung von Saccharose im Dünndarm und den Blutzuckeranstieg nach Saccharose [20]. Im Enzymversuch hemmte Corosolsäure die Alpha-Glukosidase mit einer halbmaximalen Hemmkonzentration von 1,35 mal 10 hoch minus 5 mol pro Liter [21]. Bei erblich diabetischen Mäusen unterdrückten 5 Prozent Heißwasserextrakt im Futter über 5 Wochen den Anstieg des Blutzuckers fast vollständig [22]. Ein Vergleich von acht verschieden hergestellten Blattextrakten an Mäusen mit durch Alloxan ausgelöstem Diabetes fand je nach Herstellungsverfahren deutliche, mäßige oder nur geringe Wirkungen bei Dosen von 0,25 bis 4,0 g je kg über 21 Tage, unter den Autorenadressen stehen der Hersteller Herbalife und mit zwei Adressen das Extraktunternehmen Naturex [23]. Nicht alle Tierversuche zeigen eine Wirkung, bei Ratten blieb der Blutzucker unter Corosolsäure über 14 Wochen unverändert [26], und bei Mäusen war er nach 12 Wochen Heißwasserextrakt nicht gesenkt [24]. Alle genannten Befunde stammen aus Zell-, Enzym- oder Tierversuchen und tragen keine Aussage für den Menschen. Was am Menschen gemessen wurde, steht in den Zeilen zum Blutzucker.

    Quellen: 19, 8, 18, 6, 20, 21, 22, 23, 26, 24

  12. 12

    Harnsäurespiegel, mit dem Extrakt allein bisher nur als Hemmung des Enzyms Xanthinoxidase im Reagenzglas untersucht

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Mit dem Extrakt allein liegen nur Enzymversuche aus einem Firmenlabor vor. Am Menschen blieb der Harnsäurespiegel in einer Studie mit einem Mischpräparat unverändert, eine Messung am Tier haben wir nicht gefunden.

    Ausführlicher Nachweis

    Aus einem wässrigen Extrakt der Blätter wurden zwei Hemmstoffe der Xanthinoxidase isoliert, Valoneasäure-Dilacton und Ellagsäure, das Enzym bildet im Körper Harnsäure [27]. Valoneasäure-Dilacton hemmte das Enzym im Reagenzglas stärker als das Vergleichsmedikament Allopurinol [27]. Die Arbeit stammt aus dem Forschungsinstitut des Getränkeherstellers Ito En und prüfte allein die Enzymhemmung, weder ein Tier noch ein Mensch erhielt den Extrakt [27]. Eine frühere Arbeit derselben Gruppe zur Hemmung der Xanthinoxidase durch einen wässrigen Blattextrakt führt PubMed nicht, sie ist hier nur aus dem Literaturverzeichnis der Rattenstudie in Quelle 28 bekannt (Unno und Kollegen 2000, Nippon Shokuhin Kagaku Kogaku Kaishi, Band 47). Am Menschen wurde der Harnsäurespiegel in einer Cross-over-Studie mit einem Kombinationspräparat aus Artischockenextrakt, Rotem Reis, 75 mg Banaba-Extrakt und Coenzym Q10 mitgemessen und blieb nach 6 Wochen mit dem Präparat wie mit Placebo ohne signifikante Veränderung (Tabelle 2 des Volltexts, p gleich 0,432 und p gleich 0,883) [12]. Dem Banaba-Anteil ist auch dieser Befund nicht zurechenbar. Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "Lagerstroemia speciosa" "uric acid", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp (ein Treffer, die genannte Arbeit), und mit "Lagerstroemia speciosa" "xanthine oxidase", beschränkt auf Labor- und Tierstudien (kein Treffer).

    Quellen: 27, 12

  13. 13

    Oxidativer Stress und Entzündungsmarker

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Nur Tier- und Zellversuche, überwiegend an Ratten und Mäusen. Die meisten berichten niedrigere Werte für oxidativen Stress oder Entzündung, eine Prüfung an gesunden Ratten fand keine Veränderung. Am Menschen liegen nur Befunde aus Mischpräparaten vor.

    Ausführlicher Nachweis

    Bei männlichen Ratten eines Stammes mit erblich erhöhtem Blutdruck und Übergewicht senkte fettreiches Futter mit 0,072 Prozent Corosolsäure über 14 Wochen zwei Marker für oxidativen Stress, die Thiobarbitursäure-reaktiven Substanzen um 27 Prozent und 8-Hydroxydesoxyguanosin um 59 Prozent, jeweils nach 2 Wochen [26]. Die Marker 3-Nitrotyrosin und 3-Chlortyrosin lagen nach 10 Wochen um 38 und 39 Prozent niedriger, das hochsensitive C-reaktive Protein zeigte nur eine Tendenz [26]. Geprüft wurde der isolierte Leitstoff an Ratten, kein Blattextrakt und kein Mensch. Der Zweitautor dieser Arbeit heißt Yamada K, und ein Autor dieses Namens trägt in einer Mäusestudie aus demselben Jahr die Adresse des Unternehmens Use Techno Corporation, das dort die Corosolsäure gestellt hat (PMID 16508174). Ob es dieselbe Person ist und woher die Corosolsäure dieser Arbeit stammt, ist ohne den Volltext offen. Mit dem Blattextrakt sind hier zwei weitere Rattenstudien ausgewertet. Darüber hinaus führt PubMed weitere Tier- und Zellarbeiten, die hier nur nach dem Abstract gesichtet sind, darunter drei Rattenstudien mit einem alkoholischen Blattextrakt nach arzneimittelbedingter Leberschädigung (PMID 34225555, 38313882 und 40699454), Mäusestudien nach künstlich ausgelöster Herzmuskelschädigung, Darmentzündung und künstlich ausgelöstem Diabetes (PMID 24853613, 28469784 und 21428214) sowie Zellversuche mit einem Heißwasserextrakt (PMID 23545843 und 20045454). Mit isolierter Corosolsäure kommt unter anderem eine Mäusestudie zur Entzündung im Fettgewebe unter fettreichem Futter hinzu (PMID 26926180). Ihre Abstracts berichten durchweg niedrigere Marker für oxidativen Stress oder Entzündung, geprüft wurden überwiegend Schädigungsmodelle und keine gesunden Tiere. Gefunden mit den Suchen oxidative stress und inflammation unter banaba, Lagerstroemia speciosa und corosolic acid, beschränkt auf Labor- und Tierstudien. In einer Verträglichkeitsprüfung an gesunden Ratten veränderten 200 mg Extrakt je kg über 28 Tage die Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen nicht [28]. Bei Ratten unter fruktose- und glukosereichem Futter lagen die Thiobarbitursäure-reaktiven Substanzen in der Leber nach 5 Wochen mit 1 Prozent Banaba-Blattextrakt im Futter niedriger als bei Kontrolltieren mit demselben Futter, zwei Autoren dieser Arbeit sind Angestellte des Unternehmens Nagaoka Perfumery (PMID 26000287, Volltext lag uns vor). Am Menschen liegen nur Befunde aus Kombinationspräparaten vor, und sie sind uneinheitlich. Ein Präparat aus fünf Stoffen senkte bei 148 Personen das hochsensitive C-reaktive Protein gegenüber Placebo [10], ein Präparat mit Rotem Reis senkte es um 18,2 Prozent gegenüber Placebo [12], ein Präparat aus sechs Stoffen veränderte es bei 40 Erwachsenen nicht [11]. Eine Mischung aus Banaba-Blattextrakt, Maulbeerblattextrakt und Rotem Ginseng senkte über 24 Wochen den Marker ICAM-1 gegenüber Placebo (p gleich 0,037), bei 94 zugeteilten und 62 ausgewerteten Personen (PMID 22474520, Volltext lag uns vor). Keiner dieser Befunde ist dem Banaba-Anteil zurechenbar. Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "Lagerstroemia speciosa" "antioxidant", alle Publikationstypen (acht Treffer, darunter keine Humanstudie mit dem Extrakt allein).

    Quellen: 26, 10, 12, 11, 28

  14. 14

    Sportliche Leistung, Glykogenspeicherung im Muskel und Muskelaufbau

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gesucht und weder am Menschen noch am Tier eine Studie zu Training, Leistung oder Muskelglykogen gefunden.

    Ausführlicher Nachweis

    Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "banaba" "exercise" (kein Treffer), mit "corosolic acid" "exercise" (kein Treffer) und mit "corosolic acid" "athletes" (kein Treffer), jeweils ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp. Die Suche mit "banaba" "muscle", ebenfalls ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, ergab vier Treffer, zwei allgemeine Übersichten zu Naturstoffen, eine Zellstudie an Fettzellen und eine Tierstudie zu Lungengefäßen, darunter keine Arbeit zu Training oder Muskelaufbau. Die Suche mit "corosolic acid" "glycogen", ebenfalls ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, ergab sechs Treffer, durchweg Laborarbeiten zur Hemmung des Enzyms Glykogenphosphorylase oder zu Leberzellen, Zebrafischen und Ratten, keine zur Glykogenspeicherung im Muskel nach Belastung. Unter dem englischen Pflanzennamen crape myrtle, den die Suchen oben nicht abdecken, führt PubMed eine randomisierte, doppelblinde Cross-over-Studie an 10 trainierten Männern [32]. Sie erhielten einmalig 750 mg einer Mischung aus Phellodendron-Rinde und Stängelmaterial von Lagerstroemia speciosa oder Placebo, jeweils 15 Minuten vor einer Zuckerlösung mit 75 g, und der Blutzucker lag über 75 Minuten im Haupteffekt niedriger als unter Placebo (p gleich 0,01), das Insulin nur der Tendenz nach (p gleich 0,06), die Flächen unter beiden Kurven unterschieden sich dagegen nicht signifikant (p gleich 0,23 und p gleich 0,29) [32]. Gemessen wurden weder Leistung noch Muskelglykogen noch Muskelaufbau, geprüft wurde eine Mischung mit dem berberinhaltigen Phellodendron und kein Blattextrakt, und mitfinanziert hat die Studie der Hersteller des Präparats, USPlabs [32]. Die Frage dieser Zeile beantwortet sie nicht. Die verbreitete Zuschreibung, Banaba lenke Kohlenhydrate bevorzugt in den Muskel, stützt sich auf die Zellversuche zur Glukoseaufnahme und eine Mäusestudie zum Glukosetransporter GLUT4 im Muskel (PMID 15256748) und ist weder am Menschen noch am Tier unter Training geprüft.

    Quellen: 32

Studien im Detail

Zu Banaba gibt es keine Meta-Analyse und nur vier in PubMed geführte Humanstudien, die den Extrakt oder seinen Leitstoff allein prüfen [1][2][3][4]. Zu keiner davon lag uns der Volltext vor. Eine fünfte, placebokontrollierte Studie mit 1 mg Corosolsäure am Tag führt PubMed nicht, sie ist hier nur aus einer Übersicht bekannt, an der Angestellte eines Herstellers mitgeschrieben haben [9]. Was hier steht, stammt aus den Abstracts und, wo ausdrücklich genannt, aus Übersichtsarbeiten, die die Volltexte auswerten.

Blutzucker nach einer Zuckerbelastung

Fukushima und Kollegen gaben 2006 in einer doppelblinden Cross-over-Studie 31 Personen an zwei Terminen 10 mg Corosolsäure oder Placebo, jeweils 5 Minuten vor einem Glukosetoleranztest mit 75 g Glukose [1]. Die meisten Teilnehmenden hatten erhöhte Blutzuckerwerte, 4 von ihnen eine normale Glukosetoleranz [1]. Bis 30 Minuten nach der Gabe unterschieden sich die Werte nicht, von 60 bis 120 Minuten lagen sie unter Corosolsäure niedriger, statistisch belegt war das allein nach 90 Minuten [1].

Einordnung: Geprüft wurde der isolierte Leitstoff als Einmalgabe, nach zwei Übersichten in einer Reinheit von 99 Prozent [5][6]. Die Studie sagt nichts über die tägliche Einnahme über Wochen, und das Abstract nennt weder die Größe des Unterschieds noch ein Konfidenzintervall [1]. Autoren mit den Namen zweier Mitautoren tragen in einer Tierarbeit derselben Gruppe aus demselben Jahr die Adresse des Unternehmens, das dort die Corosolsäure gestellt hat, die Studie ist deshalb nicht als herstellerunabhängig zu lesen. Eine zweite Studie im Cross-over-Design, die PubMed nicht führt, gab 14 Männern 2 Wochen lang täglich 1 mg Corosolsäure und fand nach einer herstellernahen Übersicht im Glukosetoleranztest niedrigere Flächen unter den Kurven von Blutzucker, Insulin und C-Peptid als unter Placebo, ohne dass die Übersicht Zahlen nennt [9]. Vier der sieben Autoren dieser Studie tragen Namen, unter denen sich Autoren in einer anderen Arbeit desselben Jahres als Angestellte des Unternehmens Kao Corporation erklären. Die Originalarbeit haben wir nicht gelesen.

Nüchternblutzucker, HbA1c und Insulin über 12 Wochen

Choi und Kollegen verglichen 2014 in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie einen Sojablattextrakt mit Banaba-Extrakt und Placebo [3]. Teilgenommen haben übergewichtige Erwachsene mit einem Nüchternblutzucker von 100 bis 125 mg/dl, die 12 Wochen lang täglich 300 mg Banaba-Extrakt mit 0,3 Prozent Corosolsäure, 2 g Sojablattextrakt oder 2 g Stärke zu den Mahlzeiten einnahmen [3]. Gegenüber Placebo lagen in der Banaba-Gruppe die auf den Ausgangswert adjustierten Endwerte von Blutzucker, HbA1c, HOMA-IR, Transaminasen, Körperfettanteil, Taillenumfang und Triglyzeriden niedriger [3]. Körpergewicht, Body-Mass-Index, Taille-Hüft-Verhältnis sowie Gesamt- und LDL-Cholesterin unterschieden sich nicht [3]. Das Abstract nennt zu den Ergebnissen keinen einzigen Zahlenwert und keine Teilnehmerzahl, eine Übersicht nennt 45 Personen [5].

López-Murillo und Kollegen prüften 2022 in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie an 24 Erwachsenen zweimal täglich 500 mg Banaba über 12 Wochen, je 12 Personen pro Gruppe [4]. Innerhalb der Banaba-Gruppe sanken der Nüchternblutzucker von 5,9 auf 5,7 mmol/l, die Triglyzeride von 2,3 auf 1,7 mmol/l und der systolische Blutdruck von 121,5 auf 116,3 mmHg [4]. Auch die Insulinausschüttung nach einer Zuckerbelastung ging zurück [4].

Das ist die wichtigste Einzelheit dieser Arbeit. Alle im Abstract genannten Messwerte sind Vergleiche einer Gruppe mit ihrem eigenen Ausgangswert, bis auf einen Wert aus der Placebogruppe stammen sie aus der Banaba-Gruppe. Einen Vergleich mit der Placebogruppe berichtet das Abstract an keiner Stelle [4]. Ob die Studie einen Unterschied zu Placebo gefunden hat, lässt sich ohne den Volltext nicht sagen.

Judy und Kollegen berichteten 2003 für den Markenrohstoff Glucosol, einen Extrakt mit 1 Prozent Corosolsäure, nach 2 Wochen mit 32 und 48 mg täglich einen niedrigeren Blutzucker, 30 Prozent mit einer Weichkapsel gegenüber 20 Prozent mit einer Hartkapsel [2]. Das Abstract nennt weder die Zahl der Teilnehmenden noch einen Placeboarm [2]. Nach zwei Übersichten waren es 10 Personen, nach einer dritten 56, und verglichen wurde mit dem Ausgangswert [5][6][9]. Die Erstadresse der Arbeit ist ein Unternehmen, und ein Erfinder gleichen Namens wie der zweite Autor steht auf einem Patent für eine Weichkapsel mit Corosolsäure, das unter dem Namen des Anbieters des Markenrohstoffs eingetragen ist. Das ist ein Hinweis und kein Beleg, als herstellerunabhängig ist die Arbeit damit nicht zu lesen [2].

Einordnung: In den zugänglichen Abstracts ist ein Unterschied zu Placebo für den Extrakt allein aus genau einer Studie berichtet, und dort war Banaba der Vergleichsarm und nicht der Gegenstand [3]. Eine Übersicht gibt daneben eine unveröffentlichte Untersuchung an 100 Personen über 30 Tage wieder, in der der Blutzucker nüchtern und zwei Stunden nach dem Essen gegenüber der Placebogruppe um 10 Prozent gesunken sei, prüfen lässt sich das nicht [6]. Die Übersichtsarbeiten zu Banaba werten denselben kleinen Bestand aus und sind kein zusätzlicher Beleg [5][6][7][9]. Zwei ältere japanische Arbeiten, die in den Übersichten genannt werden, führt PubMed nicht, sie sind dort ohne Vergleichsgruppe beschrieben [5][6].

Körpergewicht und Körperzusammensetzung

In der Studie von Choi und Kollegen blieb das Körpergewicht nach 12 Wochen ohne Unterschied zu Placebo, während Körperfettanteil und Taillenumfang in der Banaba-Gruppe niedriger lagen [3]. Wie der Körperfettanteil gemessen wurde, nennt das Abstract nicht [3]. Die Studie von López-Murillo und Kollegen erfasste Gewicht und Taillenumfang und nennt beide nicht unter den signifikanten Veränderungen [4].

Kombinationspräparate

Die meisten Humanstudien, in denen Banaba vorkommt, prüfen Mischungen. Dazu gehören ein Präparat aus fünf Stoffen mit 40 mg Banaba-Extrakt an 148 Personen [10], ein Präparat aus sechs Stoffen an 40 Erwachsenen [11], ein Präparat mit Rotem Reis an 30 Erwachsenen [12], eine kombinierte Fraktion aus Zimtrinde und Lagerstroemia speciosa an 80 Personen [13] und in einer offenen Studie ohne Vergleichsgruppe [14], ein Abnehmpräparat aus vier Pflanzenextrakten an 91 Personen [15], ein weiteres aus drei Pflanzenextrakten und Vitamin D3 an 30 Personen [16] sowie eine Kombination mit Myo-Inosit an 31 Frauen [17]. Eine neunte Arbeit gab 10 trainierten Männern vor einer Zuckerlösung einmalig eine Mischung aus der Rinde von Phellodendron und dem Stängel von Lagerstroemia speciosa [32]. Sieben dieser neun Arbeiten wurden vom Hersteller oder Vertreiber finanziert, unterstützt oder mit dem Prüfpräparat beliefert [10][11][12][13][15][16][32]. Bei einer achten trägt ein Autor in einer anderen Arbeit desselben Jahres die Adresse des Forschungslabors des Herstellers [14][13].

Einordnung: Keine dieser Studien enthält einen Arm mit Banaba allein. Was sie zeigen, gilt für die jeweilige Mischung und lässt sich dem Banaba-Anteil nicht zurechnen. In der Wirkungstabelle tragen sie deshalb keine eigene Stufe.

Tier- und Laborstudien

Zur Frage, wie Banaba wirken könnte, gibt es deutlich mehr Labor- als Humandaten. Ein Heißwasserextrakt steigerte in Fettzellen die Aufnahme von Glukose ähnlich wie Insulin [19]. Isolierte Corosolsäure steigerte die Glukoseaufnahme in Muskelzellen [18], verminderte bei Mäusen die Spaltung von Saccharose im Dünndarm [20] und hemmte im Enzymversuch die Alpha-Glukosidase [21]. Bei erblich diabetischen Mäusen blieb der Anstieg des Blutzuckers mit 5 Prozent Heißwasserextrakt im Futter über 5 Wochen weitgehend aus [22].

Nicht alle Tierversuche zeigen in dieselbe Richtung. Bei Ratten blieb der Blutzucker unter Corosolsäure über 14 Wochen unverändert, während Blutdruck und Marker für oxidativen Stress niedriger lagen [26]. Bei Mäusen war der Blutzucker nach 12 Wochen Heißwasserextrakt nicht gesenkt, wohl aber HbA1c, Gewichtszunahme und der Fettgehalt der Leber [24]. Unter fettreichem Futter mit Corosolsäure lagen bei Mäusen Körpergewicht, Fettmasse und Triglyzeride niedriger [25].

Ein Enzymversuch fand in einem wässrigen Blattextrakt zwei Hemmstoffe der Xanthinoxidase, des Enzyms, das Harnsäure bildet [27]. Weder ein Tier noch ein Mensch hat in dieser Arbeit den Extrakt erhalten.

Diese Befunde begründen keine Wirkungsaussage für Menschen.

Abgrenzung, Blattextrakt gegenüber Corosolsäure und Gerbstoffen

Banaba-Extrakte werden meist auf Corosolsäure standardisiert. Von den zwei Humanstudien mit dem isolierten Stoff verwendete die eine einmalig 10 mg, nach Angabe von Übersichten in einer Reinheit von 99 Prozent, die andere nach der genannten herstellernahen Übersicht 2 Wochen lang täglich 1 mg [1][5][9]. Ob Corosolsäure die Wirkung eines Blattextrakts trägt, ist aber umstritten. Eine Arbeitsgruppe führt die insulinähnliche Wirkung in ihren Zellversuchen auf Gallotannine zurück und ausdrücklich nicht auf Corosolsäure [8]. Andere nennen Ellagitannine wie Lagerstroemin, die Übersicht, die das berichtet, hält es selbst allerdings für nicht plausibel, die Wirkung gerade diesem Stoff zuzuschreiben [6]. Ein Vergleich von acht verschieden hergestellten Blattextrakten fand an Mäusen je nach Herstellungsverfahren sehr unterschiedliche Wirkungen [23].

Für die Einordnung der Humanstudien heißt das zweierlei. Die Studien verwenden Extrakte mit 0,3 Prozent, 1 Prozent, 1,13 Prozent und 18 Prozent Corosolsäure sowie den reinen Stoff, sie prüfen also nicht dasselbe [3][2][9][6][1]. Und weil Corosolsäure sich schlecht in Wasser löst, enthält ein wässriger Extrakt nach Einschätzung einer Übersicht vermutlich wenig davon, seine Wirkung schreibt sie eher wasserlöslichen Gerbstoffen zu [6]. Ein Ergebnis mit dem einen Extrakt lässt sich deshalb nicht ohne Weiteres auf einen anders hergestellten übertragen.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Zwei Übersichtsarbeiten berichten aus den kontrollierten Humanstudien keine Nebenwirkungen [6][7]. Ihre Zusammenfassungen stimmen fast wörtlich überein, sie sind kein doppelter Beleg, und für beide gibt es Hinweise auf Nähe zu Herstellern. Der Erstautor der einen trägt Namen und Institutsadresse des Erstautors zweier Mäusestudien, an denen Mitarbeiter eines Unternehmens mitgeschrieben haben, das in einer davon die Corosolsäure gestellt hat, und Autoren mit den Namen zweier Autoren der anderen sind in einer Arbeit aus dem Vorjahr als Angestellter und als Berater eines Rohstoffanbieters für Nahrungsergänzungsmittel ausgewiesen. Eine davon nennt zusätzlich eine offene Beobachtung an 15 Personen über ein Jahr ohne auffällige Blutwerte [6]. Die Abstracts der drei in PubMed als randomisiert geführten Studien mit dem Extrakt allein nennen allerdings keine Daten zur Verträglichkeit [2][3][4]. Die Grundlage ist damit schmal und stammt aus kleinen, kurzen Studien.

Ein Fallbericht von 2010 trägt den Titel, Corosolsäure habe bei einer Person mit eingeschränkter Nierenfunktion eine akute Nierenschädigung und eine Laktatazidose ausgelöst. PubMed führt dazu kein Abstract, der Volltext des Briefs lag uns aber vor [31]. Berichtet wird ein 55-jähriger Mann mit Typ-2-Diabetes, Gicht und bereits eingeschränkter Nierenfunktion, der einen Monat lang täglich Corosolsäure und in der letzten Woche zusätzlich täglich das Schmerzmittel Diclofenac eingenommen hatte, einen Stoff, der selbst die Niere schädigen kann [31]. Bei der Aufnahme lagen eine akute Nierenschädigung, eine schwere Übersäuerung des Blutes durch Laktat und ein Blutzucker von 53 mg/dl vor, nach mehreren Dialysen besserten sich die Werte [31]. Präparat und Dosis der Corosolsäure nennt der Brief nicht [31]. Seine Autoren vermuten, dass Diclofenac die Durchblutung der Niere gedrosselt und sich die Corosolsäure dadurch angereichert hat, und folgern, sie könne eine schwere Laktatazidose auslösen und sei bei eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht zu verwenden [31]. Eine Übersichtsarbeit hält den Beitrag der Corosolsäure dagegen für ungeklärt und das Nierenversagen durch Diclofenac allein für erklärbar, räumt aber ein, dass ihre hemmende Wirkung auf die Zuckerneubildung die Bildung von Laktat begünstigen könnte [6]. Ein einzelner Fall belegt keinen ursächlichen Zusammenhang, er ist aber der einzige uns bekannte veröffentlichte Fallbericht. Wenn Deine Nierenfunktion eingeschränkt ist oder Du regelmäßig Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika nimmst, sprich vor der Einnahme mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.

Banaba wurde in mehreren Studien auf eine Senkung des Blutzuckers hin untersucht. Wenn Du blutzuckersenkende Medikamente nimmst, ist eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme sinnvoll. Eine Humanstudie zur gleichzeitigen Einnahme von Banaba allein liegt uns nicht vor. Eine offene Studie ohne Vergleichsgruppe gab eine Mischfraktion aus Zimtrinde und Lagerstroemia speciosa 12 Wochen lang zusätzlich zu Metformin und weiteren Blutzuckermedikamenten, ihr Abstract nennt überwiegend leichte Nebenwirkungen, die bis zum Studienende abgeklungen waren, und macht keine Angabe zu Unterzuckerungen [14]. Auf Banaba allein lässt sich das nicht übertragen.

Im Zellversuch hemmte ein Banaba-Extrakt das Transportprotein OATP-B, das im Darm an der Aufnahme mancher Arzneistoffe beteiligt ist, um 61,1 Prozent [29]. In einem Enzymversuch hemmte er das Darmenzym SULT1A3, das manche Arzneistoffe abbaut [30]. Beides sind Laborbefunde mit je einem von 15 beziehungsweise 18 geprüften Pflanzenextrakten, ob sich die Aufnahme von Medikamenten beim Menschen dadurch ändert, ist nicht untersucht [29][30].

An Ratten zeigte ein Extrakt aus Lagerstroemia speciosa weder nach einer Einzelgabe von 2000 mg je kg Körpergewicht noch nach 200 mg je kg täglich über 28 Tage Zeichen einer Giftwirkung, bei 6 Tieren je Gruppe [28]. Blutwerte, Organgewichte und das Lebergewebe unterschieden sich nicht von den Kontrolltieren [28]. Der Methodenteil dieser Arbeit beschreibt nicht, wie der Extrakt hergestellt wurde [28].

In einem Laborversuch an einem Lebermodell aus menschlichen Leberzellen senkten Blattextrakte aus Lagerstroemia speciosa in mittleren bis hohen Konzentrationen nach 24 Stunden die Lebensfähigkeit der Zellen, und die Bildung des Eiweißes Albumin war schon bei niedrigen Konzentrationen vermindert [33]. Nach sieben Tagen fielen beide Werte weiter [33]. Die Autoren sprechen von einer möglichen leberschädigenden Wirkung und regen an, in Studien am Menschen die Leberfunktion mitzuprüfen [33]. Das ist ein Zellversuch, eine Aussage für den Menschen folgt daraus nicht, und der Rattenversuch oben fand am Lebergewebe keine Veränderung [28]. Ausgewertet haben wir das Abstract dieser Arbeit.

Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    Kontrollierte klinische Studie, doppelblind, Cross-over, n gleich 31, einmalig 10 mg Corosolsäure vor einem Glukosetoleranztest · 2006

    Effect of corosolic acid on postchallenge plasma glucose levels.

    Fukushima M, et al. Diabetes Res Clin Pract

    Zur Zuschreibung: 01, 02

  2. 02

    Klinische Studie mit dem Markenrohstoff Glucosol, laut PubMed randomisiert, 2 Wochen, im Abstract ohne Teilnehmerzahl und ohne Placeboarm, nach den Quellen 5 und 6 n gleich 10, nach Quelle 9 n gleich 56 · 2003

    Antidiabetic activity of a standardized extract (Glucosol) from Lagerstroemia speciosa leaves in Type II diabetics. A dose-dependence study.

    Judy WV, et al. J Ethnopharmacol

    Zur Zuschreibung: 02

  3. 03

    Randomisierte, placebokontrollierte Studie mit drei Armen, Banaba-Extrakt als Vergleichsarm, 12 Wochen, im Abstract ohne Teilnehmerzahl, nach Quelle 5 n gleich 45 · 2014

    The beneficial effect of soybean (Glycine max (L.) Merr.) leaf extracts in adults with prediabetes: a randomized placebo controlled trial.

    Choi MS, et al. Food Funct

    Zur Zuschreibung: 02, 03, 04, 05, 06, 07, 08, 09, 10

  4. 04

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, n gleich 24 (12 gegen 12), zweimal täglich 500 mg, 12 Wochen, im Abstract nur Vorher-nachher-Werte · 2022

    Effect of Banaba (Lagerstroemia speciosa) on Metabolic Syndrome, Insulin Sensitivity, and Insulin Secretion.

    López-Murillo LD, et al. J Med Food

    Zur Zuschreibung: 02, 03, 04, 05, 06, 07, 08, 09

  5. 05

    Übersichtsarbeit zu mehreren Pflanzenstoffen mit systematischer Suche bis Juli 2021, ohne Meta-Analyse, zu Banaba allein fünf Humanstudien und vier zu Mischpräparaten · 2022

    The role of selected nutraceuticals in management of prediabetes and diabetes: An updated review of the literature.

    Derosa G, D'Angelo A, Maffioli P. Phytother Res

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04

  6. 06

    Narrative Übersichtsarbeit, Humanstudien, Tierstudien und Zellversuche, ohne Angabe einer Suchstrategie · 2012

    Management of Diabetes and Its Complications with Banaba (Lagerstroemia speciosa L.) and Corosolic Acid.

    Miura T, Takagi S, Ishida T. Evid Based Complement Alternat Med

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 07, 11

  7. 07

    Narrative Übersichtsarbeit · 2012

    A review of the efficacy and safety of banaba (Lagerstroemia speciosa L.) and corosolic acid.

    Stohs SJ, Miller H, Kaats GR. Phytother Res

    Zur Zuschreibung: 02

  8. 08

    Übersichtsarbeit mit eigenen Zellversuchen, Schwerpunkt Gallotannine · 2007

    Antidiabetes and Anti-obesity Activity of Lagerstroemia speciosa.

    Klein G, et al. Evid Based Complement Alternat Med

    Zur Zuschreibung: 01, 11

  9. 09

    Narrative Übersichtsarbeit zu Banaba und Chrompicolinat, drei der acht Autoren sind Angestellte eines Herstellers · 2025

    Exploring nutraceutical solutions for prediabetes: a narrative review on the effects of banaba and chromium picolinate.

    Derosa G, et al. Eur Rev Med Pharmacol Sci

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04, 07

  10. 10

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einem Kombinationspräparat aus fünf Stoffen, kein Banaba allein, n gleich 148, 3 Monate, vom Hersteller unterstützt · 2020

    An Evaluation of a Nutraceutical with Berberine, Curcumin, Inositol, Banaba and Chromium Picolinate in Patients with Fasting Dysglycemia.

    Derosa G, et al. Diabetes Metab Syndr Obes

    Zur Zuschreibung: 02, 03, 05, 13

  11. 11

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie an einem Kombinationspräparat aus sechs Stoffen, kein Banaba allein, n gleich 40, 8 Wochen · 2017

    Nutraceutical Effects on Glucose and Lipid Metabolism in Patients with Impaired Fasting Glucose: A Pilot, Double-Blind, Placebo-Controlled, Randomized Clinical Trial on a Combined Product.

    Cicero AFG, et al. High Blood Press Cardiovasc Prev

    Zur Zuschreibung: 04, 05, 13

  12. 12

    Randomisierte, doppelblinde Cross-over-Studie an einem Kombinationspräparat mit Rotem Reis, kein Banaba allein, n gleich 30, zweimal 6 Wochen · 2017

    Effects of a Combined Nutraceutical on Lipid Pattern, Glucose Metabolism and Inflammatory Parameters in Moderately Hypercholesterolemic Subjects: A Double-blind, Cross-over, Randomized Clinical Trial.

    Cicero AF, et al. High Blood Press Cardiovasc Prev

    Zur Zuschreibung: 06, 12, 13

  13. 13

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einer kombinierten Fraktion aus Zimtrinde und Lagerstroemia speciosa, kein Banaba allein, n gleich 80, 12 Wochen, vom Hersteller finanziert · 2016

    Insulin sensitizer in prediabetes: a clinical study with DLBS3233, a combined bioactive fraction of Cinnamomum burmanii and Lagerstroemia speciosa.

    Manaf A, Tjandrawinata RR, Malinda D. Drug Des Devel Ther

    Zur Zuschreibung: 03, 04

  14. 14

    Offene Studie ohne Vergleichsgruppe an derselben kombinierten Fraktion, zusätzlich zu bestehender Medikation, kein Banaba allein, 12 Wochen · 2016

    DLBS3233, a combined bioactive fraction of Cinnamomum burmanii and Lagerstroemia speciosa, in type-2 diabetes mellitus patients inadequately controlled by metformin and other oral antidiabetic agents.

    Tjokroprawiro A, Murtiwi S, Tjandrawinata RR. J Complement Integr Med

    Zur Zuschreibung: 03

  15. 15

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an einem Mischpräparat aus vier Pflanzenextrakten, kein Banaba allein, n gleich 91 ausgewertet, 12 Wochen, Sponsor ist der Hersteller · 2014

    IQP-GC-101 reduces body weight and body fat mass: a randomized, double-blind, placebo-controlled study.

    Chong PW, et al. Phytother Res

    Zur Zuschreibung: 07

  16. 16

    Pilotstudie an einem Mischpräparat, kein Banaba allein, n gleich 30, 60 Tage, Vergleich gegen eine historische Placebogruppe, vom Vertreiber finanziert · 2016

    Safety and Efficacy of Banaba-Moringa oleifera-Green Coffee Bean Extracts and Vitamin D3 in a Sustained Release Weight Management Supplement.

    Stohs SJ, Kaats GR, Preuss HG. Phytother Res

    Zur Zuschreibung: 07

  17. 17

    Rückblickende Beobachtungsstudie ohne Vergleichsgruppe an einer Kombination aus Myo-Inosit und Banaba-Extrakt, kein Banaba allein, n gleich 31, 12 Wochen · 2025

    Combined myo-inositol and Banaba (1% Corosolic Acid) improve HOMA-IR and hepatic insulin extraction index in overweight and obese postmenopausal women.

    Battipaglia C, et al. Gynecol Endocrinol

    Zur Zuschreibung: 04

  18. 18

    Laborstudie, Zellkulturen und Enzymversuche mit isolierter Corosolsäure · 2008

    Corosolic acid stimulates glucose uptake via enhancing insulin receptor phosphorylation.

    Shi L, et al. Eur J Pharmacol

    Zur Zuschreibung: 11

  19. 19

    Laborstudie, Zellkultur mit Heißwasserextrakt · 2001

    An extract of Lagerstroemia speciosa L. has insulin-like glucose uptake-stimulatory and adipocyte differentiation-inhibitory activities in 3T3-L1 cells.

    Liu F, et al. J Nutr

    Zur Zuschreibung: 11

  20. 20

    Tierstudie (Maus) mit isolierter Corosolsäure · 2008

    Effect of corosolic acid on the hydrolysis of disaccharides.

    Takagi S, et al. J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo)

    Zur Zuschreibung: 11

  21. 21

    Laborstudie, Enzymkinetik und Computersimulation, kein Tier- oder Humanmodell · 2019

    Inhibitory effect of corosolic acid on α-glucosidase: kinetics, interaction mechanism, and molecular simulation.

    Ni M, et al. J Sci Food Agric

    Zur Zuschreibung: 11

  22. 22

    Tierstudie (Maus), Heißwasserextrakt im Futter über 5 Wochen, Autoren aus dem Forschungsinstitut eines Getränkeherstellers · 1996

    Hypoglycemic effect of extracts from Lagerstroemia speciosa L. leaves in genetically diabetic KK-AY mice.

    Kakuda T, et al. Biosci Biotechnol Biochem

    Zur Zuschreibung: 06, 11

  23. 23

    Laborstudie und Tierstudie (Maus), Vergleich von acht Blattextrakten, eine Autorenadresse ist ein Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln · 2020

    The anti-diabetic effect of eight Lagerstroemia speciosa leaf extracts based on the contents of ellagitannins and ellagic acid derivatives.

    Guo S, et al. Food Funct

    Zur Zuschreibung: 11

  24. 24

    Tierstudie (Maus), Heißwasserextrakt im Futter über 12 Wochen, Autoren aus dem Forschungsinstitut eines Getränkeherstellers · 1999

    Antiobesity activity of extracts from Lagerstroemia speciosa L. leaves on female KK-Ay mice.

    Suzuki Y, et al. J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo)

    Zur Zuschreibung: 03, 06, 07, 10, 11

  25. 25

    Tierstudie (Maus), isolierte Corosolsäure im fettreichen Futter über 9 Wochen · 2008

    Dietary corosolic acid ameliorates obesity and hepatic steatosis in KK-Ay mice.

    Yamada K, et al. Biol Pharm Bull

    Zur Zuschreibung: 05, 07, 10

  26. 26

    Tierstudie (Ratte), isolierte Corosolsäure im fettreichen Futter über 14 Wochen · 2006

    Corosolic acid prevents oxidative stress, inflammation and hypertension in SHR/NDmcr-cp rats, a model of metabolic syndrome.

    Yamaguchi Y, et al. Life Sci

    Zur Zuschreibung: 07, 09, 11, 13

  27. 27

    Laborstudie, Enzymhemmung im Reagenzglas, Autoren aus dem Forschungsinstitut eines Getränkeherstellers · 2004

    Xanthine oxidase inhibitors from the leaves of Lagerstroemia speciosa (L.) Pers.

    Unno T, Sugimoto A, Kakuda T. J Ethnopharmacol

    Zur Zuschreibung: 12

  28. 28

    Tierstudie (Ratte), akute und 28-tägige Verträglichkeitsprüfung, 6 Tiere je Gruppe · 2022

    Acute and sub-acute oral toxicity Lagerstroemia speciosa in Sprague-Dawley rats.

    Alkahtani S, et al. Saudi J Biol Sci

    Zur Zuschreibung: 07, 13

  29. 29

    Laborstudie, Zellkultur mit dem menschlichen Transportprotein OATP-B, 15 Pflanzenextrakte im Vergleich · 2006

    Effects of herbal extracts on the function of human organic anion-transporting polypeptide OATP-B.

    Fuchikami H, et al. Drug Metab Dispos

  30. 30

    Laborstudie, Enzymversuch mit dem menschlichen Enzym SULT1A3, 18 Pflanzenextrakte im Vergleich · 2009

    Inhibitory effects of herbal extracts on the activity of human sulfotransferase isoform sulfotransferase 1A3 (SULT1A3).

    Nagai M, et al. Biol Pharm Bull

  31. 31

    Fallbericht in einem Leserbrief, eine Person, Corosolsäure über einen Monat zusammen mit Diclofenac, Präparat und Dosis nicht genannt · 2010

    Corosolic acid-induced acute kidney injury and lactic acidosis in a patient with impaired kidney function.

    Zheng JQ, Zheng CM, Lu KC. Am J Kidney Dis

  32. 32

    Randomisierte, doppelblinde Cross-over-Studie an einer Mischung aus Phellodendron-Rinde und Stängelmaterial von Lagerstroemia speciosa, kein Banaba-Blattextrakt allein, n gleich 10 trainierte Männer, Einmalgabe vor einem Glukosetoleranztest, vom Hersteller mitfinanziert · 2011

    A blend of phellodendron and crape myrtle improves glucose tolerance in exercise-trained men.

    Canale RE, et al. Nutr Metab Insights

    Zur Zuschreibung: 14

  33. 33

    Laborstudie an einem Lebermodell aus menschlichen HepG2-Zellen und in gewöhnlicher Zellkultur, Blattextrakte aus Lagerstroemia speciosa und Lagerstroemia tomentosa, kein Versuch an Mensch oder Tier · 2026

    Toxicological evaluation of Lagerstroemia speciosa (L.) Martyn and Lagerstroemia tomentosa C.Presl extracts using a liver organ-on-a-chip system.

    Thirapanmethee K, et al. Sci Rep

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