Bergamotten-Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Citrus bergamia · Bergamotten-Polyphenolfraktion · BPF
Auf einen Blick
- Was es ist
- Ein Fruchtextrakt aus der Bergamotte, reich an Polyphenolen, darunter die statinähnlichen Flavonoide Brutieridin und Melitidin
- Herkunft
- Frucht von Citrus bergamia, einer Kreuzung aus Bitterorange und Zitrone, vor allem aus Kalabrien
- Wirkform in Studien
- Fast immer eine benannte, weiterverarbeitete Zubereitung (Bergamotten-Polyphenolfraktion BPF, ein Bergamotten-Phytosom, oder Extrakte mit Markennamen wie Brumex oder Bergavit40), meist auf einzelne Flavonoide statt auf den Gesamtpolyphenolgehalt standardisiert
- Übliche Studiendosis
- 400 bis 1000 mg Extrakt pro Tag beziehungsweise 500 bis 1000 mg einer Phytosom-Zubereitung, über 4 bis 16 Wochen
- Bekannt geworden durch
- Die angenommene statinähnliche Hemmung der HMG-CoA-Reduktase durch Brutieridin und Melitidin, publik geworden vor allem durch Cholesterinstudien einer kalabrischen Arbeitsgruppe seit 2011
- EU-Bewertung
- Keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe nach der EU-Verordnung 432/2012, weder für Bergamotte noch für Citrus bergamia. Ob ein eigener Antrag gestellt und abgelehnt wurde, ließ sich in dieser Recherche nicht abschließend klären
- Verträglichkeit
- In den meisten Studien gut vertragen, vereinzelt Magen-Darm-Beschwerden. Die zitierten Sicherheitsquellen betreffen isoliertes Bergapten beziehungsweise Bergamottin aus Grapefruit. Sie belegen weder einen relevanten Gehalt im oral verwendeten Bergamotten-Extrakt noch eine entsprechende Wirkung dieses Extrakts
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Gesamt- und LDL-Cholesterin
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Eine Netzwerk-Meta-Analyse aus 131 randomisierten Studien zu zehn Nutrazeutika ordnet Bergamotte beim LDL-Cholesterin günstig ein. Das Abstract nennt für den Bergamotte-Vergleich kein Konfidenzintervall und keine Zahl der zugrunde liegenden Bergamotte-Studien, zudem bezeichnen die Autoren diese Teilmenge als klein [2]. Eine stoffspezifische Übersicht über 12 Humanstudien berichtet in 75 Prozent der Studien signifikante Senkungen von Gesamt- und LDL-Cholesterin, bewertet Designs und Qualität aber als heterogen beziehungsweise begrenzt [3]. Beide Übersichten können überlappende Primärstudien enthalten und gelten deshalb nicht als zwei unabhängige Bestätigungen. Mehrere randomisierte Einzelstudien mit Bergamotten-Zubereitungen berichten positive Befunde [4, 5, 6, 7]. In der vollständig gelesenen Studie mit Bergamotten-Phytosom sank LDL gegenüber Placebo um geschätzt 6,34 mg/dl, Standardfehler 2,16, daraus errechnetes CI95% minus 10,57 bis minus 2,11 mg/dl, p gleich 0,004. Drei Autorinnen und Autoren waren beim Hersteller Indena angestellt [4]. Die Brumex-Studie war ebenfalls positiv, ein Koautor arbeitete beim Hersteller Esserre Pharma [5]. Die ältere Studie an 237 Personen war eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Mehrarmstudie und keine Beobachtungsstudie [6]. Zwei unabhängig beziehungsweise öffentlich finanzierte Studien mit Kombinationspräparaten fanden dagegen keinen LDL-Effekt [8, 9], lassen aber wegen der Mehrstoffzusammensetzung keine isolierte Aussage zu Bergamotte zu. Ein Getränk mit Bergamottsaft zeigte bei gesunden Personen keinen eigenständigen Effekt gegenüber der Kontrolle [10]. Untersucht wurden BPF, Phytosom-Zubereitungen, Markenextrakte, Kombinationen und ein Getränk. Die Übertragbarkeit zwischen diesen Zubereitungen ist nicht belegt
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02
Triglyzeride
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Die Übersicht über 12 Bergamotte-Studien berichtet, dass Bergamotte in mehreren Studien die Triglyzeride senkte, jedoch ohne gepoolten Schätzwert [3]. Auch die BPF-Studie an 237 Personen berichtet eine Senkung, im Abstract ohne Zahlen [6]. Das Bergamotten-Phytosom veränderte die Triglyzeride gegenüber Placebo nicht, Zeit-mal-Gruppe-Schätzwert minus 0,60 mg/dl, Standardfehler 1,56, p gleich 0,70 [4]. Auch zwei Kombinationspräparate zeigten keinen Effekt [8, 9]. Wegen uneinheitlicher Befunde, fehlender vergleichbarer Intervalle und unterschiedlicher Zubereitungen bleibt es bei Hinweisen
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03
HDL-Cholesterin
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Laut Übersicht verbesserte sich HDL in 8 von 12 Studien, ohne gepoolte Zahl [3]. Zwei BPF-Studien berichten ebenfalls Anstiege, im Abstract ohne vergleichbare Schätzer [6, 11]. Das Bergamotten-Phytosom zeigte dagegen keinen Gruppenunterschied, p gleich 0,94 [4]. Auch die beiden Kombinationspräparate blieben ohne Effekt [8, 9]. Die Richtung ist uneinheitlich und die Übertragbarkeit zwischen den Zubereitungen ungeklärt
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04
Körpergewicht
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse fand in 7 Studien mit 729 Personen eine Abnahme des Körpergewichts, SMD minus 0,64, CI95% minus 1,15 bis minus 0,13. Die Heterogenität war mit I-Quadrat 90 Prozent sehr hoch [14]. Von den 11 insgesamt eingeschlossenen RCTs prüften nur 3 Bergamotte allein, 8 prüften Mehrstoffpräparate. Eine getrennte Auswertung der reinen Bergamotte-Studien fehlt. Kleine Studien und mögliche Publikationsverzerrung begrenzen die Aussage zusätzlich. Das trägt Hinweise, aber keine abgesicherte Wirkung des Extrakts allein
Quellen: 14
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05
BMI
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse fand in 9 Studien mit 657 Personen eine Abnahme des BMI, SMD minus 0,85, CI95% minus 1,35 bis minus 0,35. Die Heterogenität betrug I-Quadrat 90 Prozent [14]. Acht der 11 insgesamt eingeschlossenen RCTs verwendeten Mehrstoffpräparate, eine reine Bergamotte-Untergruppe wurde nicht berichtet. Deshalb lässt sich der gepoolte Befund nicht dem Einzelstoff sicher zuordnen
Quellen: 14
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06
Taillenumfang
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse fand in 7 Studien mit 541 Personen eine Abnahme des Taillenumfangs, SMD minus 0,41, CI95% minus 0,65 bis minus 0,16, I-Quadrat 49 Prozent [14]. Die Aussage, ein Effekt sei nur bis 600 mg/Tag aufgetreten, hält der Volltextprüfung nicht stand. Auch die Untergruppe ab 1000 mg/Tag war signifikant, SMD minus 0,31, CI95% minus 0,56 bis minus 0,05. Wegen der überwiegend verwendeten Mehrstoffpräparate und fehlender reiner Bergamotte-Untergruppe bleibt die Zuordnung zum Einzelstoff offen
Quellen: 14
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07
Viszerales Fettgewebe bei Übergewicht oder Adipositas mit leicht erhöhtem Cholesterin
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer einzelnen randomisierten Studie mit 64 Personen sank das viszerale Fettgewebe unter einem Bergamotten-Phytosom gegenüber Placebo um geschätzt 51,49 Gramm, Standardfehler 17,99, daraus errechnetes CI95% minus 86,75 bis minus 16,23 Gramm, p gleich 0,005 [4]. Drei Autorinnen und Autoren waren beim Hersteller Indena angestellt. Ein einzelner herstellernaher Befund trägt nur Hinweise
Quellen: 4
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08
Nüchternglukose
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Zwei Studien derselben Arbeitsgruppe berichten, dass BPF bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und erhöhten Blutfetten die Nüchternglukose senkte, im Abstract ohne Zahlen [6, 11]. Bei Personen ohne bekannte Blutzuckererhöhung zeigte ein Bergamotten-Phytosom keinen Effekt auf Glukose, Insulin oder HOMA [4]. Auch ein Getränk mit Bergamottsaft zeigte bei Gesunden keinen eigenständigen Effekt gegenüber der Kontrolle [10]. Die unterschiedlichen Populationen und Zubereitungen belegen keine Abhängigkeit vom Ausgangswert, sondern lassen sie lediglich als offene Erklärung erscheinen
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09
Blutdruck
Studienlage offenEinordnung und Einschränkungen
Für oral eingenommenen Bergamotten-Extrakt allein fand die Suche keine passende randomisierte Blutdruckstudie. Eine Studie maß Blutdruck unter einem Mehrstoffpräparat ohne Unterschied zu Placebo [8]. Eine weitere verwendete ein Getränk mit Bergamottsaft und berichtete den Blutdruck nicht getrennt [10]. Beides lässt sich nicht dem Extrakt allein zuordnen
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10
Oxidative Gefäßmarker
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer kleinen Studie sank unter BPF allein bei 15 Personen gegenüber 15 Personen unter Placebo neben den Blutfetten auch Malondialdehyd sowie LOX-1 und die Phosphorylierung von Proteinkinase B in weißen Blutkörperchen. Das Abstract nennt keine Zahlen [7]. Ein einzelner kleiner Befund trägt Hinweise, aber keine gesicherte Wirkung
Quellen: 7
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11
Entzündungsmarker
Studienlage offenEinordnung und Einschränkungen
Zwei Studien untersuchten ausschließlich Mehrstoffpräparate. In der herstellerfinanzierten ANEMONE-Studie sank hsCRP nur innerhalb der Verumgruppe gegenüber dem Ausgangswert. Ein signifikanter Unterschied zu Placebo ist in Tabelle 3 nicht ausgewiesen [13]. Eine öffentlich finanzierte Kombinationsstudie fand keinen Effekt auf hsCRP oder mehrere Entzündungs-microRNA [9]. Für Bergamotten-Extrakt allein fehlt damit eine geeignete Humanstudie
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12
Antibakterielle Eigenschaften von ätherischem Bergamotteöl im Labor
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Eine In-vitro-Studie verglich fünf ätherische Zitrusöle. Bergamotteöl hemmte ausgewählte Bakterien, war aber nicht das wirksamste der geprüften Öle [17]. Untersucht wurde ätherisches Öl, nicht ein oral verwendeter Polyphenolextrakt. Der Laborbefund ist deshalb eine getrennte Zubereitungsform ohne Wirksamkeitsbeleg am Menschen
Quellen: 17
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13
Antivirale Eigenschaften des oralen Polyphenolextrakts
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Die Suche fand keine geeignete Studie zu antiviralen Wirkungen eines oral eingenommenen Bergamotten-Polyphenolextrakts. Die antibakterielle Laborstudie zu ätherischem Öl [17] untersucht weder Viren noch die hier betrachtete Extraktform
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14
Hautgesundheit
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Für eine Wirkung des oral eingenommenen Bergamotten-Extrakts auf die Hautgesundheit fand die Suche keine passende Studie. Die vorhandenen Humanstudien zu Bergamotte und Haut betreffen ausschließlich eine völlig andere Darreichungsform, ätherisches Bergamotteöl, entweder als Duft-Aromatherapie auf der Haut appliziert und inhaliert (bei Wechseljahresbeschwerden, pflegenden Angehörigen, Krebspatienten unter Infusionstherapie) oder als photosensibilisierendes Mittel bei Vitiligo in Kombination mit UV-Bestrahlung, das gezielt die Furanocumarine der Bergamotte zur Pigmentierung nutzt. Keine dieser Arbeiten prüft den oral eingenommenen Polyphenolextrakt, und keine stützt eine allgemeine Aussage zur Hautgesundheit. Für den Extrakt selbst fand die Suche keine Studie
Bergamotten-Extrakt wird vor allem wegen seiner Polyphenole eingenommen, allen voran den beiden statinähnlichen Flavonoiden Brutieridin und Melitidin. Am besten belegt ist die Wirkung auf Gesamt- und LDL-Cholesterin, am unsichersten die Wirkung auf Blutdruck und Hautgesundheit, für die es keine passende Humanstudie zum Extrakt selbst gibt.
Für keine Wirkung dieses Eintrags gibt es eine zugelassene Angabe nach der EU-Verordnung 432/2012, weder unter "Bergamotte" noch unter "Citrus bergamia" [1]. Botanische Stoffe fallen in der EU größtenteils unter ein ausgesetztes Bewertungsverfahren, in dem EFSA seit 2010 keine abschließende Entscheidung trifft. Ob für Bergamotte konkret ein Antrag gestellt und abgelehnt wurde, ließ sich mit den in dieser Recherche verfügbaren Suchwegen nicht klären, das steht offen.
Studien im Detail
Gesamt- und LDL-Cholesterin
Die umfangreichste vergleichende Arbeit ist eine Netzwerk-Meta-Analyse aus 131 randomisierten Studien mit 13.062 Teilnehmenden, die zehn cholesterinsenkende Nutrazeutika verglich (Artischocke, Berberin, Bergamotte, Knoblauch, Grüntee, Pflanzensterine, Policosanol, roter Reisfermentierung, Silymarin, Spirulina) [2]. Bergamotte belegte darin beim LDL-Cholesterin den ersten Rang. Der im Abstract genannte Schätzer wird hier nicht beziffert, weil dort kein Konfidenzintervall angegeben ist. Wie viele der 131 Studien Bergamotte allein betrafen, nennt das Abstract nicht. Der Volltext lag in der vorliegenden Recherche nicht vor; ausgewertet wurden das Abstract und die bibliografischen Angaben. Die Autoren selbst schreiben, die Bergamotte-Evidenz beruhe auf einer relativ kleinen Studiengruppe und brauche weitere Untersuchung [2].
Eine eigenständige systematische Übersichtsarbeit wertete gezielt 12 Humanstudien zu Bergamotte aus [3]. In 75 Prozent davon sank das Gesamtcholesterin (12,3 bis 31,3 Prozent) und das LDL-Cholesterin (7,6 bis 40,8 Prozent) gegenüber Ausgangswert oder Vergleichsarm [3]. Die Autoren bewerten die eingeschlossenen Studiendesigns selbst als heterogen und die wissenschaftliche Qualität als begrenzt [3]. Beide Übersichten bearbeiten dasselbe Feld. Wegen möglicher Überlappung der Primärstudien werden sie als gemeinsame und nicht als zwei unabhängige Evidenzquellen gelesen.
In randomisierten, placebokontrollierten Einzelstudien mit reinem Bergamotten-Extrakt zeigte sich der Effekt wiederholt. Bei 64 übergewichtigen oder adipösen Teilnehmenden mit leicht erhöhtem Cholesterin senkte ein Bergamotten-Phytosom (1000 mg/Tag in zwei Tabletten zu je 500 mg, 12 Wochen) das LDL-Cholesterin gegenüber Placebo. Im Volltext (nicht im Abstract) steht der Zeit-mal-Gruppe-Schätzwert von minus 6,34 mg/dl (Standardfehler 2,16, daraus errechnetes CI95% minus 10,57 bis minus 2,11 mg/dl, p gleich 0,004), im Verum-Arm sank der Wert von 156,30 auf 147,79 mg/dl nach 30 Tagen [4]. Gesamtcholesterin war ebenfalls signifikant reduziert, Nüchternglukose, Insulin, das HOMA-Modell, HDL und Triglyzeride dagegen nicht [4]. Drei der 13 Autorinnen und Autoren dieser Studie sind bei Indena angestellt, dem Hersteller des geprüften Phytosoms (Markenname Vazguard) [4].
Bei 50 moderat hypercholesterinämischen Teilnehmenden senkte ein anderer reiner Extrakt (Markenname Brumex, aus der ganzen Frucht, 400 mg/Tag, 12 Wochen) Gesamt-, LDL- und Nicht-HDL-Cholesterin sowie Apolipoprotein B gegenüber Placebo, dazu Nüchternglukose und Leberenzyme [5]. Das Abstract nennt dazu keine Zahlen, auch hier stützt sich die Auswertung auf das Abstract. Ein Koautor dieser Studie arbeitet in der Entwicklungsabteilung von Esserre Pharma, das den Extrakt herstellt [5].
Eine weitere Studie kombinierte ein Bergamotten-Phytosom (600 mg/Tag) mit Artischockenextrakt (100 mg/Tag) über 60 Tage bei 60 Teilnehmenden, die gezielt als bisherige Bergamotte-Non-Responder ausgewählt worden waren. Gegenüber Placebo sanken Gesamt- und LDL-Cholesterin sowie Taillenumfang und viszerales Fettgewebe, das Abstract nennt dazu keine Zahlen. Zwei der neun Autorinnen und Autoren sind bei Indena angestellt, dem Hersteller des Phytosoms, eine externe Finanzierung wird verneint [12]. Weil hier gezielt Personen eingeschlossen wurden, die auf Bergamotte allein zuvor nicht angesprochen hatten, lässt sich der Zugewinn nicht von der zusätzlichen Artischocke trennen.
In zwei älteren Studien derselben kalabrischen Arbeitsgruppe senkte die Bergamotten-Polyphenolfraktion (BPF, 30 Tage) bei 237 Personen in mehreren Dosisarmen mit 500 bis 1500 mg/Tag [6] sowie bei weiteren rund 45 Teilnehmenden mit 1000 mg/Tag [7] und gemischter Hyperlipidämie ebenfalls Gesamt- und LDL-Cholesterin. In der Studie mit begleitender Rosuvastatin-Gabe sank unter BPF allein zusätzlich das im Urin gemessene Mevalonat, ein direkter Marker der gehemmten HMG-CoA-Reduktase, und die Kombination aus BPF und Statin verstärkte den lipidsenkenden Effekt des Statins zusätzlich [7]. Diese Studie hatte allerdings nur 15 Teilnehmende je Arm [7].
Dem stehen zwei unabhängig finanzierte, methodisch saubere Nullbefunde gegenüber, beide allerdings an Kombinationspräparaten statt an reinem Extrakt. Bei 42 Teilnehmenden mit leichter Hypercholesterinämie zeigte eine Kombination aus 375 mg eines standardisierten Bergamotten-Extrakts (Bergavit40), Pflanzensterinen, Artischocke und Hydroxytyrosol über 4 Monate keinen Unterschied zu Placebo (adjustierte mittlere Differenz minus 0,12 mmol/l, CI95% minus 0,34 bis 0,11, p gleich 0,307) [8]. Bei 118 Teilnehmenden mit Hypercholesterinämie veränderte eine Kombination aus Pflanzensterinen, Bergamotte, Olivenfrüchten und Vitamin K2 über 12 Wochen weder Gesamtcholesterin (p gleich 0,083) noch LDL-Cholesterin (p gleich 0,150) [9]. Ein bergamottsafthaltiges Getränk (Fruchtsaftanteil bis 25 Prozent, keine standardisierte Extraktform) senkte bei gesunden, nicht dyslipidämischen Teilnehmenden das Gesamtcholesterin zwar über die Zeit, aber in Verum- und Kontrollgruppe gleich stark [10].
Die Studien verwendeten BPF, Phytosom-Zubereitungen, Markenextrakte, Mehrstoffpräparate und ein Getränk mit Bergamottsaft. Die Übertragbarkeit zwischen diesen Zubereitungen ist nicht belegt. Dieser Quellenunterschied gilt für die Cholesterin-, Körperzusammensetzungs- und Blutzuckerbefunde in beide Richtungen.
Triglyzeride und HDL-Cholesterin
Für diese beiden Endpunkte ist die Studienlage uneinheitlicher als bei Gesamt- und LDL-Cholesterin. Die systematische Übersichtsarbeit über 12 Bergamotte-Studien berichtet Senkungen der Triglyzeride zwischen 11,5 und 39,5 Prozent sowie einen HDL-Anstieg in 8 von 12 Studien, jeweils ohne gepoolten Schätzwert [3]. Die ältere BPF-Studie und die neuere Studie zu BPF gegenüber einer Phytosom-Variante bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und gemischter Hyperlipidämie berichten ebenfalls sinkende Triglyzeride und steigendes HDL, jeweils ohne Zahl im Abstract [6, 11].
Die methodisch am saubersten dokumentierte Einzelstudie mit reinem Bergamotten-Phytosom fand dagegen bei keinem der beiden Werte einen Unterschied zwischen den Gruppen: Triglyzeride Zeit-mal-Gruppe-Schätzwert minus 0,60 mg/dl (Standardfehler 1,56, p gleich 0,70), HDL-Cholesterin p gleich 0,94, HDL sank in beiden Gruppen ähnlich stark [4]. Auch die beiden unabhängig finanzierten Kombinationspräparat-Studien fanden bei keinem der beiden Werte einen Unterschied zu Placebo [8, 9].
Ein belegter Widerspruch im engeren Sinn lässt sich daraus nicht bilden, weil den positiven Angaben ein mit den Nullbefunden vergleichbarer Punktschätzer mit Intervall fehlt, sie liegen nur als Prozentspannen oder als Anzahl positiver Studien vor. Die Befunde weichen aber erkennbar voneinander ab, das reicht nicht für eine zustimmende Stufe. Beide Zeilen stehen deshalb auf Hinweise, nicht auf Widersprüchlich.
Körpergewicht
Die vollständig gelesene Meta-Analyse wertete für das Körpergewicht 7 Studien mit 729 Personen aus. Das gepoolte Ergebnis lag bei einer SMD von minus 0,64, CI95% minus 1,15 bis minus 0,13. Die Heterogenität war mit I-Quadrat 90 Prozent sehr hoch [14]. Von den 11 insgesamt eingeschlossenen RCTs prüften nur 3 Bergamotte allein, 8 prüften Mehrstoffpräparate. Eine getrennte Auswertung der reinen Bergamotte-Studien fehlt. Kleine Studien und mögliche Publikationsverzerrung begrenzen den Befund zusätzlich. Deshalb trägt er Hinweise und keinen Beleg für Bergamotte allein.
BMI
Für den BMI wurden 9 Studien mit 657 Personen gepoolt. Die SMD betrug minus 0,85, CI95% minus 1,35 bis minus 0,35, bei I-Quadrat 90 Prozent [14]. Auch hier fehlt eine reine Bergamotte-Untergruppe. Der gepoolte Befund kann daher nicht sicher dem Einzelstoff zugeordnet werden.
Taillenumfang
Für den Taillenumfang gingen 7 Studien mit 541 Personen ein. Die SMD betrug minus 0,41, CI95% minus 0,65 bis minus 0,16, bei I-Quadrat 49 Prozent [14]. Laut Volltext war auch die Untergruppe ab 1000 mg/Tag signifikant, SMD minus 0,31, CI95% minus 0,56 bis minus 0,05. Wegen der überwiegend verwendeten Mehrstoffpräparate bleibt die Zuordnung zu Bergamotte allein offen.
Viszerales Fettgewebe
In einer einzelnen randomisierten Studie mit 64 übergewichtigen oder adipösen Personen mit leicht erhöhtem Cholesterin sank das viszerale Fettgewebe unter einem Bergamotten-Phytosom gegenüber Placebo um geschätzt 51,49 Gramm, Standardfehler 17,99, daraus errechnetes CI95% minus 86,75 bis minus 16,23 Gramm, p gleich 0,005 [4]. Drei Autorinnen und Autoren waren bei Indena angestellt, dem Hersteller des geprüften Phytosoms. Der einzelne herstellernahe Befund trägt Hinweise.
Nüchternglukose
Zwei ältere Studien derselben Arbeitsgruppe berichten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und erhöhten Blutfetten eine Senkung der Nüchternglukose unter Bergamotten-Polyphenolfraktion, im Abstract ohne Zahlen [6, 11]. Bei Teilnehmenden ohne bekannte Blutzuckererhöhung (übergewichtig, mild hypercholesterinämisch) zeigte reines Bergamotten-Phytosom dagegen keinen Effekt auf Glukose, Insulin oder das HOMA-Modell [4]. Ein bergamottsaft- haltiges Getränk senkte Glukose und Insulin bei gesunden Teilnehmenden zwar über die Zeit, aber gleich stark wie in der Kontrollgruppe, sodass sich kein eigenständiger Effekt zeigte [10]. Die unterschiedlichen Populationen und Zubereitungen belegen keine Abhängigkeit vom Ausgangswert. Eine solche Abhängigkeit bleibt lediglich eine offene Erklärung.
Blutdruck
Für Blutdruck unter oralem Bergamotten-Extrakt allein fand die Suche (PubMed-Suche nach "bergamot" "blood pressure", 3 Treffer) keine passende randomisierte Studie. Ein Treffer betrifft die bereits genannte Kombination aus Pflanzensterinen, Bergamotte, Artischocke und Hydroxytyrosol, in der Blutdruck als einer von vielen Sicherheitsparametern ohne Unterschied zu Placebo mitgemessen wurde, ohne dass sich das auf Bergamotte allein zurückführen lässt [8]. Ein zweiter Treffer betrifft das bergamottsaft- haltige Getränk, das Blutdruck als klinischen Nebenparameter erfasste, ohne ihn getrennt zu berichten [10]. Der dritte Treffer ist eine Inhalations-Aromatherapie-Studie mit einer Mischung aus Lavendel-, Ylang- Ylang- und Bergamotteöl an Menschen mit Bluthochdruck, das ist sowohl eine völlig andere Darreichungsform (ätherisches Öl statt Polyphenolextrakt) als auch ein Gemisch dreier Öle und lässt keine Aussage über Bergamotten-Extrakt allein zu.
Oxidative Gefäßmarker
In der BPF-plus-Statin-Studie sank unter reinem BPF (1000 mg/Tag, 30 Tage, n gleich 15 gegenüber Placebo n gleich 15) neben den Blutfetten auch Malondialdehyd sowie der oxidierte-LDL-Rezeptor LOX-1 und die Phosphorylierung von Proteinkinase B in weißen Blutkörperchen, allesamt Marker für oxidativen Gefäßstress, das Abstract nennt dazu keine Zahlen [7]. Mit 15 Personen je Arm ist dies ein kleiner Einzelbefund. Er trägt Hinweise, aber keine gesicherte Wirkung.
Entzündungsmarker
Die beiden gefundenen Studien untersuchten ausschließlich Mehrstoffpräparate. In der vollständig vom Hersteller Scharper S.p.A. finanzierten ANEMONE-Studie sank hsCRP innerhalb der Verumgruppe gegenüber dem Ausgangswert. Tabelle 3 weist jedoch keinen signifikanten Unterschied zu Placebo aus [13]. Die frühere Formulierung als Placeboeffekt war daher falsch. Eine öffentlich finanzierte Kombinationsstudie fand keinen Effekt auf hsCRP oder mehrere Entzündungs-microRNA [9]. Für Bergamotten-Extrakt allein fehlt eine geeignete Humanstudie.
Antibakterielle Eigenschaften von ätherischem Bergamotteöl im Labor
Zur antibakteriellen Wirkung liegen ausschließlich Labordaten vor, und diese betreffen das ätherische Öl der Bergamotte, nicht einen standardisierten Polyphenolextrakt. In einer vergleichenden Untersuchung von fünf Zitrus-ätherischen-Ölen (Grapefruit, Süßorange, Bergamotte, Zitrone, sowie deren Hauptbestandteil d-Limonen) im Kontext der Tierhaltung als möglicher Ersatz für antibiotische Leistungsförderer zeigte Bergamottenöl eine selektive Hemmwirkung gegen E. coli, Salmonellen und Lactobacillus acidophilus in vitro, war darin aber nicht das wirksamste der fünf Öle, Zitronenöl schnitt bei der antibakteriellen und antioxidativen Wirkung am besten ab [17]. Das ist ein Laborbefund zu einer anderen Zubereitungsform und kein Wirksamkeitsbeleg für den oral verwendeten Polyphenolextrakt.
Antivirale Eigenschaften des oralen Polyphenolextrakts
Die Suche fand keine geeignete Studie. Quelle [17] untersucht Bakterien und keine Viren. Sie kann eine antivirale Wirkung nicht tragen.
Hautgesundheit
Für eine Wirkung des oral eingenommenen Bergamotten-Extrakts auf die Hautgesundheit fand die Suche keine passende Studie. Die vorhandenen Humanstudien zu Bergamotte und Haut betreffen ausschließlich eine völlig andere Darreichungsform, ätherisches Bergamotteöl, entweder als Duft-Aromatherapie auf der Haut appliziert und inhaliert (bei Wechseljahresbeschwerden, pflegenden Angehörigen, Krebspatienten unter Infusionstherapie) oder als photosensibilisierendes Mittel bei Vitiligo in Kombination mit UV-Bestrahlung, das gezielt die Furanocumarine der Bergamotte zur Pigmentierung nutzt. Keine dieser Arbeiten prüft den oral eingenommenen Polyphenolextrakt, und keine stützt eine allgemeine Aussage zur Hautgesundheit.
Tier- und Laborstudien
In einer Zellstudie an menschlichen Leberzellen (HepG2), Teil derselben Arbeit wie die Brumex-Studie zum Cholesterin, aktivierte der geprüfte Extrakt die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) und senkte darüber den Cholesterin- und Triglyceridgehalt der Zellen sowie die Ausprägung mehrerer an der Fettsäuresynthese beteiligter Gene (SREBF1c, SREBF2, ACACA, SCD1, HMGCR, FASN) [5]. Das ist eine Zellstudie und trägt für sich keine Aussage für den Menschen, sie liefert aber einen möglichen Mechanismus für die im Volltext berichteten Ergebnisse der begleitenden Humanstudie.
Sicherheit und Wechselwirkungen
In den zitierten Studien wurde Bergamotten-Extrakt überwiegend gut vertragen, mit vereinzelten Magen-Darm-Beschwerden. In keiner der zitierten Studien wurden schwere unerwünschte Wirkungen berichtet, die Kombinationsstudie mit den meisten Teilnehmenden verzeichnete unter dem bergamottehaltigen Präparat ein einziges, als möglicherweise studienbedingt eingestuftes unerwünschtes Ereignis [9].
Die Sicherheitsquellen erlauben keine direkte Übertragung auf den oral verwendeten Bergamotten-Extrakt. Die Übersicht zu Bergapten beschreibt die Phototoxizität des isolierten Stoffes [16]. Die Enzymstudie untersucht Bergamottin als einen der häufigen Furanocumarine aus Grapefruit und zeigt eine irreversible Hemmung von menschlichem CYP3A4 in vitro [15]. Keine der beiden Quellen bestimmt den Gehalt dieser Stoffe in einem Bergamotten-Polyphenolextrakt. Sie belegen deshalb weder Phototoxizität noch CYP3A4-Hemmung des hier betrachteten Extrakts.
Ohne eine entsprechende Analyse oder Herstellerangabe bleibt der Furanocumarin- und Bergapten-Gehalt eines Extrakts offen. Ein Risiko lässt sich mit den zitierten Quellen weder bestätigen noch ausschließen. Eine Humanstudie zu Arzneimittelwechselwirkungen des oralen Extrakts wurde nicht gefunden.
Eine kleine Studie kombinierte BPF mit Rosuvastatin und fand einen stärkeren lipidsenkenden Effekt als unter Rosuvastatin allein [7]. Diese Wirksamkeitsbeobachtung ist keine Sicherheits- oder Interaktionsprüfung. Eine Aussage zu Nebenwirkungen oder zum Mechanismus einer Wechselwirkung lässt sich daraus nicht ableiten.
Quellen zum Nachlesen
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01
Rechtsakt auf Grundlage abgeschlossener EFSA-Bewertungen. Enthält keinen Eintrag für Bergamotte oder Citrus bergamia · 2012
Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel
Europäische Kommission Amtsblatt der Europäischen Union
- 02
- 03
-
04
Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n gleich 64, Bergamotten-Phytosom 1000 mg/Tag, 12 Wochen · 2021
Bergamot phytosome improved visceral fat and plasma lipid profiles in overweight and obese class I subject with mild hypercholesterolemia, a randomized placebo controlled trial.
Rondanelli M, et al. Phytother Res
- 05
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06
Rattenmodell plus randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Mehrarmstudie an 237 Personen, BPF 500 bis 1500 mg/Tag, 30 Tage · 2011
Hypolipemic and hypoglycaemic activity of bergamot polyphenols, from animal models to human studies.
Mollace V, et al. Fitoterapia
-
07
Randomisierte, placebokontrollierte Studie, BPF 1000 mg/Tag allein und mit Rosuvastatin, n gleich 15 je Arm, 30 Tage · 2013
Bergamot polyphenolic fraction enhances rosuvastatin-induced effect on LDL-cholesterol, LOX-1 expression and protein kinase B phosphorylation in patients with hyperlipidemia.
Gliozzi M, et al. Int J Cardiol
-
08
Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n gleich 42, Kombinationspräparat mit 375 mg Bergavit40, 4 Monate · 2025
The effects of a novel nutraceutical combination on low-density lipoprotein cholesterol and other markers of cardiometabolic health in adults with hypercholesterolaemia, a randomised double-blind placebo-controlled trial.
Stonehouse W, Benassi-Evans B, Louise J. Atherosclerosis
-
09
Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n gleich 118, Kombinationspräparat mit Bergamotte, 12 Wochen · 2022
Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial to Test the Effects of a Nutraceutical Combination Monacolin K-Free on the Lipid and Inflammatory Profile of Subjects with Hypercholesterolemia.
Protic O, et al. Nutrients
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10
Randomisierte, kontrollierte Studie, n gleich 45, bergamottsafthaltiges Getränk, 12 Wochen · 2024
Chronic consumption of a bergamot-based beverage does not affect glucose, lipid and inflammatory biomarkers of cardiometabolic risk in healthy subjects, a randomised controlled intervention study.
Maggiolo G, et al. Food Funct
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11
Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n gleich 60, BPF und BPF-Phytosom, Menschen mit Typ-2-Diabetes und Hyperlipidämie, 30 Tage · 2019
Hypoglycemic and Hypolipemic Effects of a New Lecithin Formulation of Bergamot Polyphenolic Fraction, A Double Blind, Randomized, Placebo-Controlled Study.
Mollace V, et al. Endocr Metab Immune Disord Drug Targets
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12
Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n gleich 60, Bergamotten-Phytosom plus Artischocke, 60 Tage, ausgewählt als bisherige Bergamotte-Non-Responder · 2021
Artichoke and Bergamot Phytosome Alliance, A Randomized Double Blind Clinical Trial in Mild Hypercholesterolemia.
Riva A, et al. Nutrients
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13
Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n gleich 60, Kombinationspräparat Eufortyn Colesterolo Plus, 8 Wochen, vollständig herstellerfinanziert · 2022
Effect of Dietary Supplementation with Eufortyn Colesterolo Plus on Serum Lipids, Endothelial Reactivity, Indexes of Non-Alcoholic Fatty Liver Disease and Systemic Inflammation in Healthy Subjects with Polygenic Hypercholesterolemia, The ANEMONE Study.
Fogacci F, et al. Nutrients
Zur Zuschreibung: 11
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14
Systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse aus 11 RCTs zu bergamottehaltigen Nutrazeutika, davon 8 Mehrstoffpräparate, PROSPERO-registriert · 2026
Effect of Citrus bergamia Supplementation on Body Composition in Humans, A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials.
Pujia C, et al. Obes Rev
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