Echt-Goldrute-Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Solidago virgaurea · Echte Goldrute · Gewöhnliche Goldrute · European goldenrod · Woundwort
Auf einen Blick
- Was es ist
- Extrakt aus dem Kraut der Echten Goldrute (Solidago virgaurea). Die Pharmakopöe führt dieses Kraut eigens als "Solidaginis virgaureae herba" (Echtes Goldrutenkraut), mit Phenolglykosiden wie Leiocarposid als kennzeichnenden Inhaltsstoffen, die in den beiden verwandten nordamerikanischen Arten fehlen, siehe Artenabgrenzung unten
- Artenabgrenzung
- Im Handel und in Teilen der Literatur wird "Goldrutenkraut" auch aus der Riesengoldrute (Solidago gigantea) und der Kanadischen Goldrute (Solidago canadensis) gewonnen, die als "Solidaginis herba" eine eigene, zweite Pharmakopöe-Drogendefinition tragen und ausdrücklich auch als Mischung beider Arten zugelassen sind. Diese zweite Droge enthält Flavonoide und Triterpensaponine, aber keine Phenolglykoside. Jede Studie zu einer der drei Arten ist eine Aussage über diese eine Art, keine über die anderen. Dieser Eintrag behandelt Solidago virgaurea und nennt bei jeder Wirkung ausdrücklich, welche Art tatsächlich geprüft wurde
- Herkunft
- Ein in Europa, Westasien und Nordamerika heimischer Korbblütler, sehr vielgestaltig in Blattform und Behaarung. Wächst auf Wiesen, in lichten Wäldern und an Wegrändern
- Wirkform in Studien
- Sehr uneinheitlich und über die drei Goldrutenarten verteilt. Zum Einsatz kamen ein wässriger Aufguss, eine ethanolische Flüssig- oder Trockenextraktzubereitung, eine isolierte Flavonoid-Fraktion aus Blüten, ein ätherisches Öl aus Blättern und Blütenständen sowie eine im Labor isolierte, rund 40 Kilodalton große wasserlösliche Fraktion aus Blättern. Keine dieser Zubereitungen ist mit einer anderen ohne Weiteres vergleichbar
- Übliche Studiendosis
- Für den Menschen liegt keine aus einer Wirksamkeitsstudie stammende Dosis vor, siehe Wirkungstabelle. Die traditionell übliche Menge laut der EU-Arzneimittelbehörde ist ein Aufguss aus 3 bis 5 g zerkleinertem Kraut 2 bis 4-mal täglich, ein Flüssigextrakt oder eine Tinktur mit 0,5 bis 2 ml 3-mal täglich oder ein Trockenextrakt mit 350 bis 450 mg 3-mal täglich, über eine Dauer von 2 bis 4 Wochen. Im Tierversuch ist uns eine einzige quantifizierte Dosis bekannt, 5 mg pro kg Körpergewicht einer isolierten Fraktion, siehe Wirkungstabelle
- Behördliche Einordnung
- Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (HMPC) hat 2008 eine Unions-Monographie zu Solidago virgaurea verabschiedet, die eine "traditionelle Anwendung" zur Erhöhung der Harnmenge als ergänzende Maßnahme bei leichten Beschwerden der Harnwege beschreibt. Eine solche Monographie beruht nach eigener Angabe der Behörde "ausschließlich auf langjährigem Gebrauch" und ausdrücklich nicht auf pharmakologischen oder klinischen Studien, Wirksamkeitsnachweise waren für ihre Erstellung nicht erforderlich. Das ist etwas anderes als eine von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nach Verordnung (EU) Nr. 432/2012 geprüfte und zugelassene Angabe für Lebensmittel. Eine solche EFSA-Angabe für Goldrute haben wir bei gezielter Suche nicht gefunden, Anträge zu Kräutern dieser Art stehen in der EU-Liste ganz überwiegend auf "zurückgestellt" und damit weder zugelassen noch abgelehnt. Die traditionelle Einstufung wird hier deshalb genannt, aber nicht mit einer eigenen Stufe in der Wirkungstabelle geführt, sondern nach der tatsächlichen Studienlage eingeordnet, die für den Menschen keine eigene Studie zu diesem Kraut kennt
- Verträglichkeit
- Laut der HMPC-Monographie können selten Überempfindlichkeitsreaktionen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten, die Häufigkeit ist nicht bekannt. Eigene kontrollierte Verträglichkeitsdaten am Menschen liegen uns nicht vor
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Nächtliche Harnmenge sowie Kalium-, Natrium- und Kalziumausscheidung im Urin nach oraler Gabe an Ratten, getrennt geprüft für vier Goldrutensippen
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In einer alten Tierstudie erhöhten Flavonoid-Fraktionen aus vier verschiedenen Goldrutensippen die nächtliche Harnmenge um 57 bis 88 Prozent und veränderten die Elektrolytausscheidung. Am Menschen nicht geprüft, Tierzahl und Dosis stehen nicht im Abstract.
Ausführlicher Nachweis
In einer 1991 veröffentlichten Arbeit wurden Flavonoid-Fraktionen aus den Blüten von Solidago virgaurea, Solidago gigantea sowie zwei Varietäten von Solidago canadensis (var. canadensis und var. scabra) getrennt an Ratten oral verabreicht [8]. Die nächtliche Harnmenge stieg um 57 bis 88 Prozent, wobei der englische Abstract weder angibt, welcher Wert zu welcher der vier Fraktionen gehört, noch worauf sich diese Steigerung bezieht, also ob auf den Ausgangswert derselben Tiere oder auf eine mitgeführte Kontrollgruppe. Die nächtliche Ausscheidung von Kalium und Natrium sank nach Gabe aller vier geprüften Fraktionen, die Ausscheidung von Kalzium stieg dagegen nur nach den Fraktionen aus Solidago virgaurea und aus Solidago canadensis var. canadensis [8]. Der Abstract nennt weder die Zahl der Tiere je Gruppe noch die verabreichte Menge in mg pro kg Körpergewicht, und ob eine unbehandelte oder wasserbehandelte Kontrollgruppe mitgeführt wurde, geht daraus ebenfalls nicht hervor. Der Volltext ist eine polnische Arbeit in Acta Poloniae Pharmaceutica, die uns nicht vorlag, zu Interessenkonflikten oder Förderung liegt keine Angabe vor. Dies ist die einzige uns bekannte Arbeit, die den in der HMPC-Monographie beschriebenen traditionellen Effekt (Erhöhung der Harnmenge) überhaupt in einem Tierversuch quantifiziert, und sie behandelt vier verschiedene Goldrutensippen nebeneinander, darunter auch die beiden Arten der zweiten Pharmakopöe-Droge Solidaginis herba. Für den Menschen liegt zu Harnmenge oder Elektrolytausscheidung keine eigene Studie vor.
Quellen: 8
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02
Anheftung, Hyphenbildung und Biofilmstruktur von Candida albicans im Zellkultur- und Reagenzglasversuch, getrennt geprüft für Solidago virgaurea und Solidago gigantea
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Ein Extrakt aus Solidago virgaurea störte im Laborversuch die Anheftung und Biofilmbildung von Candida albicans, ein wässriger Extrakt aus Solidago gigantea hemmte im Reagenzglas mehrere Hefe-Isolate. Beide Befunde stammen aus Zellkultur- und Laborversuchen, keiner am Menschen.
Ausführlicher Nachweis
In einer Laborarbeit von 2019 hemmte ein Rohextrakt aus Solidago virgaurea (SV-Extrakt) die Anheftung und den Übergang zur fädigen Hyphenform von Candida albicans an einem inerten Träger und an menschlichen Epithelzellen, sowohl bei Labor- als auch bei klinischen Isolaten, ohne die Lebensfähigkeit oder das Wachstum der frei schwimmenden Hefezellen zu beeinträchtigen [9]. Per RT-PCR waren mehrere an Anheftung und Hyphenbildung beteiligte Gene (Hwp1p, Ece1p, Als3p) unter dem Extrakt herunterreguliert, und in einem Schachbrett-Test verstärkte der Extrakt die Wirkung von Miconazol, Nystatin und einer gängigen antiseptischen Mundspülung [9]. Konzentrationsangaben oder eine Dosis-Wirkungs-Kurve für den Extrakt selbst nennt der uns vorliegende Abstract nicht. In einer älteren Screening-Arbeit von 2008 zeigte ein wässriger Extrakt aus Solidago gigantea im Reagenzglas eine deutliche Hemmwirkung gegen zahlreiche der 23 geprüften humanpathogenen Hefe-Isolate, neben Extrakten aus Grün-Erle und Gelb-Birke, ohne dass der Abstract Zahlenwerte zur minimalen Hemmkonzentration für Solidago gigantea einzeln nennt [10]. Beide Arbeiten sind reine Zellkultur- beziehungsweise Reagenzglasversuche ohne Tier- oder Humandaten, und sie prüfen zwei verschiedene Arten der Gattung Solidago, deren Ergebnisse sich nicht gegenseitig stützen.
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03
Freisetzung von Interleukin-1-alpha, Interleukin-10, Interleukin-15 und Gro-alpha aus menschlichen Hautbindegewebszellen im Zellkulturversuch, Solidago virgaurea als Einzelextrakt
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Ein Solidago-virgaurea-Extrakt allein veränderte im Zellkulturversuch an menschlichen Bindegewebszellen mehrere Botenstoffe der Immunantwort. Der Abstract nennt weder Richtung noch Zahlenwert je Botenstoff, nur dass sich etwas veränderte, und es ist ein Laborversuch ohne Tier- oder Humandaten.
Ausführlicher Nachweis
In einer Zellkulturarbeit von 2017 wurden synchronisierte menschliche Hautbindegewebszellen (Fibroblasten) 6 Stunden lang mit standardisierten Fluidextrakten von Zitter-Pappel, Solidago virgaurea (Konzentrationen 0,02 und 0,1 Prozent) und Esche einzeln sowie mit ihrer festen Dreifachkombination behandelt, mit und ohne zusätzliche Entzündungsreizung durch Lipopolysaccharid [11]. Unter nicht entzündlichen Bedingungen veränderte der Solidago-virgaurea-Extrakt allein auf Proteinebene Interleukin-1-alpha, Interleukin-10, Interleukin-15 und Gro-alpha, während der Pappelextrakt andere und der Eschenextrakt wieder andere Botenstoffe veränderte [11]. Der uns vorliegende Abstract gibt für diese Einzelextrakt-Befunde weder die Richtung der Veränderung noch einen Zahlenwert oder p-Wert an, diese Angaben stünden allenfalls im uns nicht vorliegenden Volltext. Unter Entzündungsreizung wurden nur noch Befunde zur Esche und zur Dreifachkombination genannt, nicht mehr zu Solidago virgaurea allein [11]. Es handelt sich um einen reinen Zellkulturversuch an menschlichen Zellen außerhalb des Körpers, keine Tier- oder Humanstudie. Die mitgeprüfte feste Dreifachkombination ist das Fertigarzneimittel STW 1, und ein Koautor der Arbeit war laut Affiliationsangabe bei Bayer Consumer Health Care, Steigerwald Arzneimittel GmbH beschäftigt, dem Hersteller dieser Kombination. Das PubMed-Feld zum Interessenkonflikt ist leer, die Firmenbindung steht allein in der Affiliation.
Quellen: 11
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04
Schutz von Eiweißen menschlicher Blutplättchen vor Peroxynitrit-bedingter Schädigung im Reagenzglas, Solidago virgaurea neben fünf weiteren Korbblütlern
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Ein Polyphenol-Polysaccharid-Extrakt aus Solidago virgaurea schützte im Reagenzglas Eiweiße isolierter menschlicher Blutplättchen vor oxidativem Stress, ähnlich wie fünf weitere Pflanzenextrakte. Ein reines Vergleichsmittel (Resveratrol) war dabei mindestens ebenso wirksam.
Ausführlicher Nachweis
In einer 2010 veröffentlichten Laborarbeit wurden aus Solidago virgaurea sowie aus Schafgarbe, Arnika, Purpur-Sonnenhut, Echter Kamille und Kanadischem Berufkraut gewonnene polyphenolische Polysaccharid-Konjugate im Reagenzglas an isolierten Eiweißen menschlicher Blutplättchen geprüft, die zuvor mit Peroxynitrit geschädigt worden waren [12]. Gemessen wurden die Bildung von Carbonylgruppen und von 3-Nitrotyrosin als Marker der Eiweißschädigung. Die Konjugate aus Solidago virgaurea, Schafgarbe, Arnika, Sonnenhut und Kamille zeigten antioxidative Eigenschaften und schützten die Blutplättchen-Eiweiße vor dieser Schädigung, waren dabei aber nicht wirksamer als eine Vergleichslösung aus reinem Resveratrol [12]. Der Abstract nennt weder Konzentrationsangaben noch Zahlenwerte für Solidago virgaurea einzeln. Es handelt sich um einen Reagenzglasversuch an isolierten menschlichen Zellbestandteilen außerhalb des Körpers, keine Tier- oder Humanstudie mit einer Einnahme.
Quellen: 12
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05
Wachstum menschlicher Brustkrebs-, Melanom- und Darmkrebszelllinien im Reagenzglas nach ätherischem Öl, mit unterschiedlicher Wirkstärke je nach geprüfter Goldrutenart
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Ätherische Öle aus vier verschiedenen Goldrutensippen bremsten im Reagenzglas das Wachstum dreier Krebszelllinien unterschiedlich stark, am schwächsten das Öl aus Solidago canadensis. Reagenzglasversuch mit einem ätherischen Öl, das mit der traditionell verwendeten Zubereitung aus Kraut oder Extrakt nicht vergleichbar ist.
Ausführlicher Nachweis
In einer 2020 veröffentlichten Arbeit wurden ätherische Öle aus Blättern und Blütenständen von vier Solidago-Sippen (Solidago canadensis, Solidago gigantea, Solidago virgaurea und der Hybride Solidago x niederederi) chemisch analysiert und im MTT-Test an drei menschlichen Tumorzelllinien geprüft (MDA-MB-231 Brustkrebs, A375 Melanom, HCT116 Darmkrebs) [13]. Die mittlere hemmende Konzentration (IC50) lag für Solidago x niederederi bei 12,93, 6,72 und 6,82 µg/ml, für Solidago virgaurea bei 13,39, 7,96 und 8,36 µg/ml, für Solidago gigantea bei 18,04, 5,94 und 8,10 µg/ml und für Solidago canadensis am höchsten, also am schwächsten wirksam, bei 29,33, 12,63 und 18,03 µg/ml, jeweils für die drei genannten Zelllinien in dieser Reihenfolge [13]. Solidago canadensis war damit in dieser Arbeit deutlich schwächer wirksam als die drei anderen Sippen, ein unmittelbares Beispiel dafür, dass ein Befund zu einer Goldrutenart keine Aussage über eine andere trägt. Geprüft wurde ein destilliertes ätherisches Öl aus überwiegend Sesquiterpenen und Monoterpenen, keine wässrige oder ethanolische Kraut- oder Extraktzubereitung, wie sie traditionell verwendet wird [13]. Ein Effekt auf lebende Organismen ist aus einem Zellkulturversuch nicht ableitbar, die Autoren selbst fordern weitere Studien zu Wirkung und Sicherheit im Tier.
Quellen: 13
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06
Tumorwachstum in einem Xenograft-Mausmodell der Prostata nach einer isolierten wasserlöslichen Fraktion aus Solidago virgaurea
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Eine im Labor isolierte, rund 40 Kilodalton große wasserlösliche Fraktion aus Solidago-virgaurea-Blättern bremste bei Mäusen das Wachstum implantierter Prostatatumoren. Reine Tierstudie mit einer im Labor angereicherten Einzelfraktion, keine vergleichbare Marktzubereitung.
Ausführlicher Nachweis
In einer 2002 veröffentlichten Arbeit erwies sich ein wasserlöslicher Extrakt aus den Blättern von Solidago virgaurea im Reagenzglas als zytotoxisch gegen mehrere menschliche Tumorzelllinien (Prostata PC3, Brust MDA435, Melanom C8161, kleinzelliges Lungenkarzinom H520) [14]. Die wirksame Fraktion wurde über eine Sephadex-G-100-Säule angereichert und entspricht einem Molekulargewicht von rund 40 Kilodalton. Im Tiermodell wurden Ratten-Prostatazellen (AT6.1) SCID-Mäusen in die Flanke injiziert, anschließend die G-100-Fraktion alle drei Tage intraperitoneal oder subkutan verabreicht und die Tumorgröße über bis zu 25 Tage verfolgt [14]. Bei einer Menge von 5 mg pro kg Körpergewicht war das Tumorwachstum gegenüber unbehandelten Tieren deutlich gebremst, ohne dass der Abstract einen genauen Prozent- oder p-Wert nennt, und ohne dass äußerlich sichtbare Nebenwirkungen auftraten [14]. Es handelt sich um eine im Labor durch Größenausschluss-Chromatographie angereicherte Einzelfraktion aus einer Pflanzenart, keine handelsübliche Extraktzubereitung, und um ein Tiermodell mit implantierten Tumorzellen einer anderen Spezies (Ratte in der Maus), keine Humandaten.
Quellen: 14
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07
Neue Beschwerden mit ärztlich oder laborchemisch bestätigtem Bakteriennachweis im Urin sowie Neubildung von Nierensteinen beim Menschen
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gezielt nach Humanstudien zu diesen beiden Endpunkten gesucht und keine gefunden, nur Übersichtsartikel, die die jahrhundertealte traditionelle Anwendung beschreiben.
Ausführlicher Nachweis
Eine gezielte Suche zu Solidago virgaurea zusammen mit den Suchbegriffen Harnwegsbeschwerden (urinary tract), Nierensteinen (kidney stones), Nierenkolik (renal colic), Ödemen (edema) und Gicht (gout), jeweils mit und ohne Beschränkung auf Humanstudien sowie mit allen Studientypen, ergab keine einzige randomisierte, kontrollierte oder auch nur unkontrollierte Interventionsstudie am Menschen zu einem dieser Endpunkte [1][2][3][4]. Gefunden wurden ausschließlich narrative Übersichtsarbeiten und historische Abhandlungen, die die traditionelle Verwendung von Goldrutenkraut zur Durchspülung der Harnwege beschreiben, ohne selbst eine Interventionsstudie mit einem Vergleichsarm auszuwerten [1][2][3][4]. Die 2020 veröffentlichte Übersichtsarbeit zu Solidago virgaurea schreibt ausdrücklich, die Evidenz zu den zugeschriebenen Wirkungen stamme überwiegend aus nicht-klinischen Studien, einzelne Effekte seien vielversprechend, benötigten aber weitere Bestätigung in klinischen Studien [1]. Auch die 2008 verabschiedete Unions-Monographie der Europäischen Arzneimittelagentur zur traditionellen Anwendung von Solidago virgaurea beruht ausdrücklich allein auf langjährigem Gebrauch und nicht auf einer von ihr ausgewerteten Studie [5]. Eine Studie zur tatsächlichen Häufigkeit neuer Beschwerden mit Bakteriennachweis im Urin oder zur Neubildung von Nierensteinen unter Einnahme von Solidago virgaurea liegt uns damit nicht vor, weder mit noch ohne Vergleichsgruppe.
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08
Hautbeschwerden und Wundheilung bei äußerlicher Anwendung
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gezielt gesucht und keine Studie zu einer äußerlichen Anwendung bei Hautbeschwerden oder Wunden gefunden, nur eine Erwähnung der traditionellen Verwendung in einer Übersichtsarbeit.
Ausführlicher Nachweis
Eine gezielte Suche zu Solidago virgaurea zusammen mit den Suchbegriffen Haut (skin) und Wundheilung (wound healing) ergab keine einzige Labor-, Tier- oder Humanstudie zu einer äußerlichen Anwendung auf der Haut. Eine 2021 veröffentlichte Arbeit zur Stoffwechselverarbeitung von Goldruten-Inhaltsstoffen durch Darmbakterien erwähnt im Einleitungsteil, das Kraut werde traditionell auch äußerlich bei Hautbeschwerden eingesetzt, ohne dazu selbst eine Untersuchung vorzulegen oder eine eigene Quelle zu nennen [3]. Zur oral aufgenommenen Zubereitung fand dieselbe Arbeit in einem Darmbakterien-Modell mit menschlichen und Schweine-Stuhlproben, dass die meisten Ausgangsstoffe des Aufgusses die Darmwand-Nachbildung (Caco-2-Zellen) nicht in unveränderter Form überqueren konnten, wohl aber ihre bakteriellen Abbauprodukte, kleinere Phenylpropionsäure-Derivate [3]. Das betrifft die Aufnahme in den Körper nach dem Trinken eines Aufgusses und ist kein Beleg zu einer äußerlichen Hautanwendung. Zur äußerlichen Anwendung selbst liegt uns weder eine Labor- noch eine Human- oder Tierstudie vor.
Quellen: 3
Studien im Detail
Harnmenge und Elektrolyte im Tierversuch
Die Vorstellung, Goldrute erhöhe die Harnmenge, ist Jahrhunderte alt und Grundlage der traditionellen Anwendung, die die Europäische Arzneimittelagentur 2008 in einer Unions-Monographie beschrieben hat. Diese Monographie beruht ausdrücklich auf langjährigem Gebrauch und nicht auf einer von der Behörde ausgewerteten Studie, pharmakodynamische Angaben waren für ihre Erstellung nicht erforderlich. Die einzige uns bekannte Arbeit, die eine erhöhte Harnmenge unter Goldrute tatsächlich gemessen hat, stammt aus dem Tierversuch. Chodera und Kollegen prüften 1991 Flavonoid-Fraktionen aus den Blüten von vier verschiedenen Goldrutensippen, Solidago virgaurea, Solidago gigantea und zwei Varietäten von Solidago canadensis, jeweils getrennt an Ratten. Die nächtliche Harnmenge stieg um 57 bis 88 Prozent, die Kalium- und Natriumausscheidung sank, und bei zwei der vier Fraktionen stieg die Kalziumausscheidung. Der englische Abstract dieser alten Arbeit, die uns nicht vorlag, nennt weder die Tierzahl je Gruppe noch die verabreichte Dosis in mg pro kg Körpergewicht.
Wachstum von Pilzen und Bakterien im Labor
Zwei Laborarbeiten befassen sich mit einer möglichen Wirkung gegen Hefen, eine mit Solidago virgaurea, eine mit Solidago gigantea. Chevalier und Kollegen zeigten 2019, dass ein Extrakt aus Solidago virgaurea im Zellkultur- und Reagenzglasversuch die Anheftung und Hyphenbildung von Candida albicans störte, sowohl an Laborisolaten als auch an klinischen Isolaten, ohne die Vermehrung frei schwimmender Hefezellen zu beeinträchtigen. Mehrere an der Anheftung beteiligte Gene waren dabei herunterreguliert, und der Extrakt verstärkte die Wirkung gängiger Antimykotika im Laborversuch. In einer älteren Screening-Arbeit von 2008 zeigte ein wässriger Extrakt aus Solidago gigantea, einer anderen Art, im Reagenzglas eine Hemmwirkung gegen zahlreiche der 23 geprüften Hefe-Isolate. Beide Arbeiten sind reine Laborversuche ohne Tier- oder Humandaten und betreffen zwei verschiedene Goldrutenarten, deren Ergebnisse sich nicht gegenseitig bestätigen.
Botenstoffe der Immunantwort und Schutz von Blutplättchen-Eiweißen im Zellkulturversuch
Zwei weitere Laborarbeiten prüften Solidago virgaurea an isolierten menschlichen Zellen außerhalb des Körpers. Ulrich-Merzenich und Kollegen zeigten 2017 an menschlichen Hautbindegewebszellen, dass ein Solidago-virgaurea-Extrakt allein mehrere Botenstoffe der Immunantwort veränderte, der uns vorliegende Abstract nennt dazu aber weder Richtung noch Zahlenwert. Saluk-Juszczak und Kollegen zeigten 2010, dass ein Polyphenol-Polysaccharid-Extrakt aus Solidago virgaurea, neben fünf weiteren Korbblütler-Extrakten, im Reagenzglas Eiweiße isolierter menschlicher Blutplättchen vor einer durch Peroxynitrit ausgelösten Schädigung schützte, dabei aber nicht wirksamer war als eine Vergleichslösung aus reinem Resveratrol. Beide Befunde sind Zellkultur- und Reagenzglasbefunde ohne Einnahme durch einen lebenden Organismus.
Krebszellen im Labor und im Tiermodell
Zwei Arbeiten befassen sich mit einer wachstumshemmenden Wirkung auf Krebszellen. Nkuimi Wandjou und Kollegen prüften 2020 ätherische Öle aus vier verschiedenen Goldrutensippen an drei menschlichen Tumorzelllinien und fanden für alle vier Sippen eine wachstumshemmende Wirkung, allerdings mit deutlichen Unterschieden in der Wirkstärke. Solidago canadensis war dabei durchgehend am schwächsten wirksam. Diese Arbeit ist ein anschauliches Beispiel dafür, dass ein Befund zu einer Goldrutenart keine Aussage über eine andere Art trägt, selbst innerhalb derselben Untersuchung. Geprüft wurde außerdem ein destilliertes ätherisches Öl, das mit einem wässrigen oder ethanolischen Kraut- oder Extrakt nicht vergleichbar ist. Gross und Kollegen zeigten 2002, dass eine im Labor isolierte, rund 40 Kilodalton große wasserlösliche Fraktion aus Solidago-virgaurea-Blättern im Reagenzglas gegen mehrere menschliche Tumorzelllinien zytotoxisch wirkte und bei Mäusen mit implantierten Ratten-Prostatatumoren das Tumorwachstum bremste, bei einer Menge von 5 mg pro kg Körpergewicht ohne äußerlich sichtbare Nebenwirkungen. Auch das ist eine im Labor angereicherte Einzelfraktion, keine handelsübliche Extraktzubereitung, und ein Tiermodell, keine Humandaten.
Was zur eigentlichen Anwendung fehlt
Zur tatsächlichen Frage, die die traditionelle Anwendung stellt, nämlich ob Goldrute bei Menschen neue Beschwerden mit Bakteriennachweis im Urin oder die Neubildung von Nierensteinen beeinflusst, liegt uns trotz gezielter Suche keine einzige Interventionsstudie am Menschen vor. Auch zur äußerlichen Anwendung bei Hautbeschwerden oder zur Wundheilung fanden wir keine Studie, nur eine beiläufige Erwähnung der traditionellen Verwendung in einer Übersichtsarbeit. Die 2008 verabschiedete Unions-Monographie der Europäischen Arzneimittelagentur ordnet die Anwendung deshalb ausdrücklich als "traditionelle Anwendung" ein, die allein auf langjährigem Gebrauch beruht und keine Wirksamkeitsstudie voraussetzt [5]. Eine nach Verordnung (EU) Nr. 432/2012 von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit geprüfte und zugelassene gesundheitsbezogene Angabe für Goldrute haben wir bei gezielter Prüfung des Verordnungstexts nicht gefunden, Angaben zu Kräutern dieser Art stehen dort ganz überwiegend auf der zurückgestellten Liste [6].
Artenabgrenzung, Echte Goldrute gegenüber Riesengoldrute und Kanadischer Goldrute
Solidago virgaurea, die Echte oder Gewöhnliche Goldrute, ist in Europa und Westasien heimisch. Solidago gigantea (Riesengoldrute) und Solidago canadensis (Kanadische Goldrute) stammen ursprünglich aus Nordamerika und sind in weiten Teilen Europas eingebürgert. Die Pharmakopöe führt deshalb zwei getrennte Drogen: "Solidaginis virgaureae herba" (Echtes Goldrutenkraut) stammt ausschließlich von Solidago virgaurea und enthält kennzeichnende Phenolglykoside wie Leiocarposid, die der zweiten Droge fehlen. "Solidaginis herba" (Goldrutenkraut) stammt von Solidago gigantea, Solidago canadensis, deren Hybriden oder ausdrücklich auch von einer Mischung dieser beiden nordamerikanischen Arten [7].
Diese Unterscheidung ist mehr als botanische Feinheit. In den für diesen Eintrag ausgewerteten Arbeiten unterschied sich die Wirkstärke zwischen den Arten teils deutlich, etwa beim Wachstum von Krebszellen im Labor, wo Solidago canadensis durchgehend am schwächsten wirkte. Eine Studie zu Solidago gigantea oder Solidago canadensis ist deshalb keine Aussage über Solidago virgaurea, und umgekehrt. Dieser Eintrag behandelt Solidago virgaurea (Echte Goldrute) und nennt bei jeder Wirkung ausdrücklich, welche Art tatsächlich geprüft wurde.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Die Unions-Monographie der Europäischen Arzneimittelagentur nennt für die traditionelle Anwendung von Solidago virgaurea als Gegenanzeige eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen andere Korbblütler sowie Zustände, bei denen eine verringerte Flüssigkeitsaufnahme angezeigt ist, etwa eine schwere Herz- oder Nierenerkrankung. Von einer gleichzeitigen Anwendung mit synthetischen entwässernden Arzneimitteln rät die Monographie ab. Bei Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, Krämpfen oder Blut im Urin während der Anwendung soll ärztlicher Rat eingeholt werden. Für Kinder unter 12 Jahren sowie für Schwangerschaft und Stillzeit liegen laut derselben Monographie keine ausreichenden Daten vor, von einer Anwendung wird deshalb abgeraten. Als traditionelle Anwendungsdauer nennt die Monographie 2 bis 4 Wochen, bei fortbestehenden Beschwerden soll ärztlicher Rat eingeholt werden. Als Nebenwirkungen nennt sie selten auftretende Überempfindlichkeitsreaktionen oder Magen-Darm-Beschwerden, die Häufigkeit ist nicht bekannt.
Zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln liegt uns über die genannte Vorsicht bei entwässernden Mitteln hinaus keine eigene geprüfte Studie vor. Diese Angaben stammen aus einer behördlichen Einschätzung auf Grundlage langjährigen Gebrauchs und nicht aus eigenen Sicherheitsstudien.
Quellen zum Nachlesen
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03
Laborstudie, In-vitro-Fermentation mit menschlichen und Schweine-Stuhlproben sowie Caco-2-Permeabilitätsmodell · 2021
Gut microbiota metabolism and the permeability of natural products contained in infusions from herb of European goldenrod Solidago virgaurea L.
Popowski D, Czerwińska ME, Kruk A, Pawłowska KA, Zentek J, Melzig MF, Piwowarski JP, Granica S. J Ethnopharmacol
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04
Narrative Übersichtsarbeit zu pflanzlichen Kombinationspräparaten bei Harnwegsinfekten · 2021
[The use of complex herbal supplements for the prevention and treatment of urinary tract infections. The analysis of active components]
Tsukanov AY, Matveev EV, Nurgalieva AI. Urologiia
Zur Zuschreibung: 07
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05
Behördliche Unions-Monographie, traditionelle Anwendung, ausdrücklich ohne Wirksamkeitsstudien erstellt · 2008
Community herbal monograph on Solidago virgaurea L., herba
Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), European Medicines Agency EMEA/HMPC/285758/2007, final, angenommen 4. September 2008
Zur Zuschreibung: 07
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06
EU-Verordnung mit Anhang, gezielt auf einen Eintrag zu Solidago beziehungsweise Goldrute geprüft · 2012
Verzeichnis der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben ausser Verminderung eines Krankheitsrisikos und Kinderentwicklung
Deutsche PGEU/EU-Kommission, Verordnung (EU) Nr. 432/2012 Konsolidierte Fassung, EU-Register der nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben
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07
Fachlexikon-Eintrag zur botanischen und pharmakognostischen Artenabgrenzung · 2024
Goldrute, Echte (Gewöhnliche) Goldrute, Riesengoldrute, Kanadische Goldrute
Arzneipflanzenlexikon (Fachredaktion Phytotherapie) arzneipflanzenlexikon.info
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09
Laborstudie, Zellkultur und Reagenzglas, Candida-albicans-Isolate und menschliche Epithelzellen · 2019
Inhibition of adhesion-specific genes by Solidago virgaurea extract causes loss of Candida albicans biofilm integrity.
Chevalier M, Doglio A, Rajendran R, Ramage G, Prêcheur I, Ranque S. J Appl Microbiol
Zur Zuschreibung: 02
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10
Laborstudie, Reagenzglas-Screening mit 23 humanpathogenen Pilzisolaten und 14 Pflanzenextrakten, darunter Solidago gigantea · 2008
Antifungal activity of medicinal plant extracts; preliminary screening studies.
Webster D, Taschereau P, Belland RJ, Sand C, Rennie RP. J Ethnopharmacol
Zur Zuschreibung: 02
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11
Laborstudie, Zellkultur an menschlichen Hautfibroblasten, Solidago virgaurea einzeln und in fester Kombination · 2017
Salicylate-based phytopharmaceuticals induce adaptive cytokine and chemokine network responses in human fibroblast cultures.
Ulrich-Merzenich G, Hartbrod F, Kelber O, Müller J, Koptina A, Zeitler H. Phytomedicine
Zur Zuschreibung: 03
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12
Laborstudie, Reagenzglas an isolierten menschlichen Blutplättchen, sechs Pflanzenextrakte im Vergleich · 2010
The effect of polyphenolic-polysaccharide conjugates from selected medicinal plants of Asteraceae family on the peroxynitrite-induced changes in blood platelet proteins.
Saluk-Juszczak J, Pawlaczyk I, Olas B, Kołodziejczyk J, Ponczek M, Nowak P, Tsirigotis-Wołoszczak M, Wachowicz B, Gancarz R. Int J Biol Macromol
Zur Zuschreibung: 04
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Laborstudie, MTT-Test an drei menschlichen Tumorzelllinien, vier Goldruten-Sippen im direkten Vergleich · 2020
Chemical Composition and Antiproliferative Effect of Essential Oils of Four Solidago Species (S. canadensis, S. gigantea, S. virgaurea and S.×niederederi).
Nkuimi Wandjou JG, Quassinti L, Gudžinskas Z, Nagy DU, Cianfaglione K, Bramucci M, Maggi F. Chem Biodivers
Zur Zuschreibung: 05
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Laborstudie und Tierstudie, Zytotoxizität an vier Tumorzelllinien und SCID-Mäuse-Xenograft mit Ratten-Prostatazellen · 2002
Antineoplastic activity of Solidago virgaurea on prostatic tumor cells in an SCID mouse model.
Gross SC, Goodarzi G, Watabe M, Bandyopadhyay S, Pai SK, Watabe K. Nutr Cancer
Zur Zuschreibung: 06