Fischöl

Zuletzt geprüft am

Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren · EPA und DHA · Marine Omega-3-Fettsäuren · Eicosapentaensäure · Docosahexaensäure

H.P.N · Datenstand 2026-08-20 · 13 Zuschreibungen im Überblick

Fischöl ist kein einzelner Wirkstoff, sondern ein Gemisch. Fast alles, was diesem Eintrag folgt, betrifft die beiden langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), und diese beiden unterscheiden sich in mehreren der unten geprüften Wirkungen deutlich voneinander, teils sogar in entgegengesetzte Richtungen. Wo eine Studie nur EPA oder nur DHA geprüft hat, steht das in der jeweiligen Zeile.

Auf einen Blick

Was es ist
Kein einzelner Wirkstoff, sondern ein Gemisch aus Fettsäuren aus dem Gewebe fettreicher Kaltwasserfische. Die beiden mengenmäßig wichtigsten und am besten untersuchten Bestandteile sind die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure)
Herkunft
Meeresfische stellen EPA und DHA nicht selbst her, sondern reichern sie über die marine Nahrungskette (Mikroalgen) im Körperfett an. Pflanzliche Quellen wie Lein- oder Chiaöl liefern dagegen nur die kurzkettige Vorstufe Alpha-Linolensäure (ALA), die der menschliche Körper nur in geringem Umfang zu EPA und DHA umwandelt
EPA und DHA im Vergleich
EPA und DHA sind zwei chemisch unterschiedliche Fettsäuren mit teils gegensätzlichen Effekten, siehe die Wirkungszeile zum Cholesterinprofil. Studien, die "Fischöl" oder "Omega-3" prüfen, setzen sehr unterschiedliche EPA-DHA-Verhältnisse und Gesamtmengen ein, ein einheitlicher "Fischöl-Effekt" lässt sich aus ihnen nicht ableiten
Übliche Studiendosis
Reicht je nach geprüftem Endpunkt von 250 mg EPA plus DHA pro Tag (EFSA-Grundfunktionen) über 1 bis 2 g pro Tag (die meisten Studien zu Herz-Kreislauf-Ereignissen, Stimmung, Kognition) bis zu 3 bis 4 g pro Tag (Studien zu Blutdruck und zu einzelnen kardiovaskulären Endpunkten)
Sicherheitshinweis
Drei der sechs zugelassenen EFSA-Angaben zu EPA und DHA (Verordnung (EU) Nr. 536/2013) tragen die Bedingung, dass bei ihrer Verwendung auf Nahrungsergänzungsmitteln oder angereicherten Lebensmitteln eine tägliche Gesamtaufnahme aus diesen Lebensmitteln von 5 g EPA und DHA kombiniert nicht überschritten werden darf; ein allgemeiner, für jede Fischöl-Einnahme geltender EU-Grenzwert ist das nicht, siehe Abschnitt Der rechtliche Rahmen der EFSA-Angaben. Eine gepoolte Auswertung aus 8 großen randomisierten Studien mit 83112 Teilnehmenden fand unter Omega-3-Gabe insgesamt ein höheres Vorhofflimmern-Risiko als unter Placebo (4,0 gegenüber 3,3 Prozent; Risk Ratio 1,24; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,11 bis 1,38), das mit der Tagesdosis anstieg. Die Zubereitungsform dieser 8 Studien geht aus dem verfügbaren Abstract nicht hervor; ob eine rückveresterte Triglycerid-Zubereitung (rTG) darunter war und wie sich diese im Risiko zeigen würde, ist damit unbekannt, nicht widerlegt, siehe Abschnitt Sicherheit und Wechselwirkungen
Verträglichkeit
In den großen randomisierten Studien überwiegend gut vertragen. Am häufigsten berichtete Nebenwirkungen sind Aufstoßen, Fischgeschmack und Magen-Darm-Beschwerden. Bei einer hochdosierten Zubereitung (4 g pro Tag) traten in einer Studie häufiger Magen-Darm-Nebenwirkungen auf als unter Placebo

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Normale Herzfunktion (EPA und DHA)

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene EFSA-Angabe für die Nährstoffe EPA und DHA (Verordnung (EU) Nr. 432/2012), Wortlaut "EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei". Bedingung ist, dass das Lebensmittel die Mindestanforderungen an eine Omega-3-Quelle erfüllt, die positive Wirkung stellt sich laut Zulassungstext bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg EPA und DHA ein. Beschreibt die Grundfunktion des Nährstoffs, nicht einen zusätzlichen Nutzen einer Einnahme über den Bedarf hinaus

    Quellen: 3

  2. 02

    Normale Gehirnfunktion (DHA)

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene EFSA-Angabe ausschließlich für den Nährstoff DHA (Verordnung (EU) Nr. 432/2012), Wortlaut "DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei". Bedingung ist ein Lebensmittel mit mindestens 40 mg DHA je 100 g und je 100 kcal, die positive Wirkung stellt sich laut Zulassungstext bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein. Gilt für DHA allein, nicht für EPA

    Quellen: 3

  3. 03

    Normale Sehkraft (DHA)

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene EFSA-Angabe ausschließlich für den Nährstoff DHA (Verordnung (EU) Nr. 432/2012), Wortlaut "DHA trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei". Gleiche Bedingungen wie bei der Gehirnfunktions-Angabe, positive Wirkung bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA. Gilt für DHA allein, nicht für EPA

    Quellen: 3

  4. 04

    Normaler Triglyceridspiegel im Blut (EPA und DHA)

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene EFSA-Angabe (Verordnung (EU) Nr. 536/2013 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 432/2012), Wortlaut "DHA und EPA tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Triglyceridspiegels im Blut bei". Bedingung ist eine tägliche Aufnahme von 2 g EPA und DHA kombiniert, das Achtfache der für die Herzfunktions- und die beiden DHA-Angaben nötigen Menge. Parallel zugelassen ist eine zweite, eigenständige Angabe für DHA allein mit demselben Wortlaut, deren Bedingung eine andere, höhere Schwelle ist: eine tägliche Aufnahme von 2 g DHA allein, nicht 2 g EPA und DHA zusammen, wobei das Lebensmittel DHA zusätzlich in Kombination mit EPA enthalten muss. Beide Angaben dürfen laut Zulassungstext nicht für Lebensmittel verwendet werden, die für Kinder bestimmt sind, und tragen bei Verwendung auf Nahrungsergänzungsmitteln oder angereicherten Lebensmitteln denselben Warnhinweis: eine tägliche Gesamtaufnahme aus diesen Lebensmitteln von 5 g EPA und DHA kombiniert darf nicht überschritten werden. Dieser Hinweis ist eine Bedingung der Verwendung dieser beiden Angaben, keine allgemeine EU-Obergrenze für jede Fischöl-Einnahme, siehe Abschnitt Der rechtliche Rahmen der EFSA-Angaben

    Quellen: 4

  5. 05

    Gesamtcholesterin, LDL- und HDL-Cholesterin (EPA und DHA wirken gegensätzlich)

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Meta-Analyse aus 33 randomisierten Studien mit Reinstoff- beziehungsweise weitgehend reinen EPA- oder DHA-Zubereitungen. EPA senkte verglichen mit der jeweiligen Kontrollgruppe der eingeschlossenen Studien im Mittel Gesamtcholesterin (gewichtete Mittelwertdifferenz minus 0,24 mmol/l; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,43 bis minus 0,05), Triglyceride (minus 0,77 mmol/l; minus 1,54 bis minus 0,00) und LDL-Cholesterin (minus 0,13 mmol/l; minus 0,25 bis minus 0,01). DHA erhöhte in denselben gepoolten Daten dagegen Gesamtcholesterin (plus 0,14 mmol/l; 0,03 bis 0,25), LDL-Cholesterin (plus 0,26 mmol/l; 0,15 bis 0,38) und HDL-Cholesterin (plus 0,07 mmol/l; 0,04 bis 0,09). Laut Fließtext senkte auch DHA die Triglyceride, die Arbeit nennt dafür aber keinen eigenen Zahlenwert. Zusätzlich, außerhalb des Cholesterinprofils: DHA erhöhte gegenüber EPA den Insulinspiegel im Blut, insbesondere in der Untergruppe unter 60 Jahren (plus 0,43 mU/l; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,04 bis 0,81) und bei einer DHA-Einnahmedauer unter 3 Monaten (plus 0,39 mU/l; 0,01 bis 0,77), ein für den Blutzuckerstoffwechsel ungünstiger Befund. Der Abstract weist keine getrennte Auswertung für EPA-plus-DHA-Kombinationspräparate (wie im Handel üblich) gegenüber den geprüften Reinstoffen aus

    Quellen: 5

  6. 06

    Normaler Blutdruck (EPA und DHA)

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene EFSA-Angabe (Verordnung (EU) Nr. 536/2013), Wortlaut "DHA und EPA tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei". Bedingung ist eine tägliche Aufnahme von 3 g EPA und DHA kombiniert, die höchste der sechs hier zugelassenen Mindestmengen, das Zwölffache der für die Herzfunktions- und DHA-Angaben nötigen Menge. Die Angabe darf laut Zulassungstext nicht für Lebensmittel verwendet werden, die für Kinder bestimmt sind, und trägt bei Verwendung auf Nahrungsergänzungsmitteln oder angereicherten Lebensmitteln denselben Warnhinweis wie die beiden Triglycerid-Angaben: eine tägliche Gesamtaufnahme aus diesen Lebensmitteln von 5 g EPA und DHA kombiniert darf nicht überschritten werden. Was unterhalb der 3-g-Schwelle geschieht, deckt diese behördliche Angabe nicht ab. Getrennt von dieser behördlichen Bewertung, als eigenständige Studienevidenz: Eine Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse aus 71 randomisierten Studien mit 4973 Teilnehmenden (mittlere kombinierte Dosis 2,8 g pro Tag, Interquartilsbereich 1,3 bis 3,6 g pro Tag) findet die stärkste Blutdrucksenkung in einem nichtlinearen, J-förmigen Verlauf bereits bei moderaten Dosen zwischen 2 und 3 g EPA und DHA pro Tag (systolisch minus 2,61 mmHg, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 3,57 bis minus 1,65, bei 2 g pro Tag; minus 2,61 mmHg, minus 3,52 bis minus 1,69, bei 3 g pro Tag; diastolisch minus 1,64 mmHg, minus 2,29 bis minus 0,99, bei 2 g pro Tag; minus 1,80 mmHg, minus 2,38 bis minus 1,23, bei 3 g pro Tag), mit stärkeren, annähernd linearen Dosis-Wirkungs-Beziehungen in Untergruppen mit Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten oder höherem Alter. Die Autoren schließen selbst, dass Dosen oberhalb der empfohlenen 3-g-Schwelle bei Gruppen mit hohem kardiovaskulärem Risiko mit einem zusätzlichen blutdrucksenkenden Nutzen einhergehen könnten. Diese Studienevidenz zeigt einen Effekt schon unterhalb der 3-g-Schwelle der EFSA-Angabe und legt einen möglichen weiteren Nutzen auch oberhalb davon nahe, ändert aber nichts an der eigenständigen rechtlichen Bedingung der Angabe selbst

    Quellen: 4, 30

  7. 07

    Kardiovaskuläre Ereignisse bei erhöhtem Risiko (uneinheitlich, drei von vier großen Studien ohne Effekt)

    Widersprüchlich
    Einordnung und Einschränkungen

    Vier große, voneinander unabhängige randomisierte, plazebokontrollierte Studien an Menschen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko oder Diabetes kommen zu gegensätzlichen Ergebnissen. REDUCE-IT prüfte gereinigtes EPA als Ethylester (Icosapent-Ethyl, 2 g zweimal täglich) gegenüber einem Mineralöl-Placebo bei 8179 statinbehandelten Teilnehmenden mit Triglyceriden von 135 bis 499 mg/dl und etablierter Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes plus weiteren Risikofaktoren. Der zusammengesetzte Endpunkt (kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Herzinfarkt, nicht tödlicher Schlaganfall, Revaskularisierung, instabile Angina) trat verglichen mit Placebo bei 17,2 statt 22,0 Prozent der Teilnehmenden auf (Hazard Ratio 0,75; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,68 bis 0,83). VITAL prüfte 1 g pro Tag marines EPA plus DHA (Verhältnis etwa 1,2 zu 1) gegenüber einem Olivenöl-Placebo an 25871 Erwachsenen der US-Allgemeinbevölkerung ohne Risikoauswahl. Der zusammengesetzte Endpunkt (Herzinfarkt, Schlaganfall, kardiovaskulärer Tod) unterschied sich nach im Median 5,3 Jahren nicht signifikant von Placebo (Hazard Ratio 0,92; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,80 bis 1,06), einzelne sekundäre Endpunkte wie Herzinfarkt insgesamt fielen dagegen zugunsten der Omega-3-Gruppe aus (Hazard Ratio 0,72; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,59 bis 0,90). ASCEND prüfte 1 g pro Tag EPA plus DHA gegenüber einem Olivenöl-Placebo bei 15480 Menschen mit Diabetes ohne bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung. Nach im Mittel 7,4 Jahren unterschied sich die Rate schwerer Gefäßereignisse nicht von Placebo (Rate Ratio 0,97; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,87 bis 1,08). STRENGTH prüfte 4 g pro Tag einer Omega-3-Carbonsäure-Zubereitung aus EPA und DHA gegenüber einem Maisöl-Placebo bei 13078 statinbehandelten Menschen mit hohem kardiovaskulärem Risiko, erhöhten Triglyceriden und niedrigem HDL-Cholesterin. Die Studie wurde nach einer Zwischenauswertung wegen absehbarer Wirkungslosigkeit vorzeitig beendet, der zusammengesetzte Endpunkt unterschied sich nicht von Placebo (Hazard Ratio 0,99; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,90 bis 1,09). Eine Netzwerk-Metaanalyse aus 17 randomisierten Studien mit zusammen 141009 Teilnehmenden, die diese vier Studien einschließt und deshalb keine fünfte unabhängige Evidenzquelle darstellt, ordnet den Unterschied ein. Reines EPA senkte kardiovaskulären Tod, Herzinfarkt und Schlaganfall verglichen mit einem Mineralöl-Placebo (Hazard Ratio 0,80; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,65 bis 0,98 beim kardiovaskulären Tod; 0,73; 0,55 bis 0,97 beim Herzinfarkt; 0,74; 0,58 bis 0,94 beim Schlaganfall), verglichen mit einem Maisöl- oder Olivenöl-Placebo oder mit unbehandelten Kontrollen zeigte sich dieser Unterschied nicht. Eine zweite, auf Menschen mit Diabetes beschränkte Meta-Analyse aus 8 randomisierten Studien mit 57754 Teilnehmenden (überschneidet sich mit den vier oben genannten Studien, ebenfalls keine unabhängige fünfte Quelle) fand einen Gesamteffekt von Rate Ratio 0,93 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,90 bis 0,97), der laut den Autoren allein von den Studienarmen mit reinem EPA getragen wurde (Rate Ratio 0,81; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,73 bis 0,90), nicht von den Studienarmen mit EPA plus DHA. Der naheliegende Erklärungsversuch, der Unterschied liege an der chemischen Form, trägt bei genauerem Blick auf die Studientabellen nicht: REDUCE-IT, VITAL und ASCEND setzten alle drei eine EPA-plus-DHA- beziehungsweise reine-EPA-Ethylester-Zubereitung ein, nur STRENGTH wich mit einer eigens deklarierten Carbonsäure-Zubereitung ("omega-3 CA") ab. Die Ethylesterform ist damit eine Gemeinsamkeit von drei der vier Studien, kein Unterscheidungsmerkmal. Der Unterschied zwischen den vier Einzelstudien lässt sich eher an zwei anderen Punkten festmachen: an der geprüften Zusammensetzung (reines, hochdosiertes EPA in REDUCE-IT gegenüber niedriger dosiertem EPA plus DHA in VITAL und ASCEND sowie hochdosiertem EPA plus DHA in STRENGTH) und am gewählten Placebo (Mineralöl in REDUCE-IT gegenüber Oliven- oder Maisöl in den anderen drei Studien). Keine der vier Studien hat Zusammensetzung und Placebo-Art getrennt voneinander geprüft, sodass sich Wirkstoff-Effekt und Placebo-Effekt aus ihnen allein nicht auseinanderhalten lassen. Die Netzwerk-Metaanalyse selbst wertet beides nicht nur einseitig zugunsten von reinem EPA aus: Gegenüber Mais- oder Olivenöl-Placebo oder unbehandelten Kontrollen zeigte reines EPA bei kardiovaskulärem Tod, Herzinfarkt und Schlaganfall keinen Unterschied, senkte aber die Rate an Koronarrevaskularisationen auch gegenüber Mais- und Olivenöl-Placebo, nicht nur gegenüber Mineralöl. Für die im Handel übliche Kombination aus EPA und DHA fand dieselbe Arbeit gegenüber unbehandelten Kontrollen eine Senkung des kardiovaskulären Todes (Hazard Ratio 0,83; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,71 bis 0,98). Die Autoren selbst ziehen daraus eine vorsichtige Schlussfolgerung: In der eigenen Formulierung der Arbeit zeigt sich gegenüber der Standardbehandlung ("standard of care") möglicherweise kein Zusatznutzen von EPA, obwohl es einzelne Placebo-Öle schlägt. Vor dieser Einordnung steht ein Punkt, der in der Aufzählung von vier großen Studien leicht untergeht. Die vier Studien prüften nicht denselben Stoff. REDUCE-IT prüfte Icosapent-Ethyl, ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus gereinigtem EPA in einer Tagesdosis von 4 g, das in dieser Zusammensetzung kein Fischöl-Nahrungsergänzungsmittel ist. VITAL und ASCEND prüften 1 g EPA plus DHA, also die im Handel übliche Fischöl-Zusammensetzung, STRENGTH 4 g EPA plus DHA als Carbonsäure. Der Gegensatz zwischen den vier Ergebnissen ist deshalb kein Widerspruch derselben Sache, sondern zuerst ein Unterschied zwischen verschiedenen Stoffen, Dosen und Placebo-Ölen. Die Stufe widersprüchlich beschreibt das Feld als Ganzes; für Fischöl im Sinne dieses Eintrags, also EPA plus DHA, ist das Bild einheitlicher, als die Zusammenstellung der vier Studien vermuten lässt. Zwei Einschränkungen zur Tragweite dieser Auflösung: Erstens stammen die EPA-Daten der diabetesspezifischen Meta-Analyse aus zwei Studien: JELIS mit 1,8 g EPA täglich und REDUCE-IT mit 4 g täglich. JELIS war offen durchgeführt, REDUCE-IT doppelblind und placebokontrolliert. Der positive EPA-Pool darf deshalb nicht einem einzigen Studienbestand zugeschrieben werden. Zweitens ist REDUCE-IT vom Hersteller des geprüften Präparats finanziert (Amarin Pharma), fünf der zwölf Autoren waren zum Zeitpunkt der Publikation dort angestellt. Die Interessenlage ist damit nicht einseitig zugunsten des positiven Befunds verzerrt: Auch STRENGTH, die Studie mit dem größten Nullbefund, ist herstellerfinanziert. Das geprüfte Präparat (Epanova) stammt von AstraZeneca, mehrere Autoren nennen in der Interessenerklärung Zuwendungen von AstraZeneca während der Studienlaufzeit, darunter die beiden Erstautoren Nicholls und Lincoff ("grants from AstraZeneca ... during the conduct of the study"), und mindestens ein Autor ist laut Affiliationsangabe bei AstraZeneca BioPharmaceuticals R&D beschäftigt. Für die Einordnung lohnt sich deshalb eine Trennung nach Zusammensetzung: Für die im Handel übliche Kombination aus EPA und DHA liegen mit VITAL und ASCEND zwei große, nicht herstellerfinanzierte Studien mit engen Konfidenzintervallen ohne Effekt auf den jeweiligen Gesamtendpunkt vor, daneben positive Einzelbefunde bei sekundären Endpunkten wie Herzinfarkt; der Widerspruch verläuft hier eher zwischen Gesamt- und Einzelendpunkt als zwischen den Studien. Für reines, hochdosiertes EPA (4 g pro Tag) trägt der positive Befund dagegen im Kern eine einzige, herstellerfinanzierte Studie mit umstrittenem Placebo. Keine der vier Studien, die Netzwerk-Metaanalyse und die zweite, diabetesspezifische Meta-Analyse prüfte eine rückveresterte Triglycerid-Zubereitung (rTG), siehe Abschnitt Chemische Form

    Quellen: 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12

  8. 08

    Gelenkbeschwerden bei rheumatoider Arthritis (Zusatzgabe zur bestehenden Basistherapie)

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Drei Meta-Analysen randomisierter, plazebokontrollierter Studien an Menschen mit rheumatoider Arthritis kommen zu einem uneinheitlichen Bild und überschneiden sich stark in den eingeschlossenen Einzelstudien, sie zählen deshalb als ein Studienbestand, nicht als drei unabhängige. Die größte (18 RCTs, 1018 Teilnehmende) fand unter Omega-3-Gabe verglichen mit Placebo eine Abnahme der Anzahl druckschmerzhafter Gelenke (standardisierte Mittelwertdifferenz minus 0,59; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,79 bis minus 0,39) sowie eine Senkung der Triglyceride, aber keinen statistisch signifikanten Unterschied bei Blutsenkungsgeschwindigkeit, CRP oder dem Krankheitsaktivitätsscore DAS28. Eine ältere Meta-Analyse (20 RCTs, 717 gegenüber 535 Teilnehmenden) fand von mehreren geprüften Entzündungsmarkern nur bei Leukotrien B4 eine signifikante Senkung gegenüber Placebo (standardisierte Mittelwertdifferenz minus 0,44; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,68 bis minus 0,21) sowie eine Senkung der Triglyceride, nicht aber bei CRP. Eine dritte, methodisch strengere Meta-Analyse (23 RCTs) fand für Schmerz, druckschmerzhafte und geschwollene Gelenke sowie CRP durchweg kleine, statistisch nicht signifikante Effekte gegenüber Placebo (druckschmerzhafte Gelenke: standardisierte Mittelwertdifferenz minus 0,20; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,46 bis 0,05) und bewertet die zugrunde liegende Evidenz überwiegend als sehr niedrig bis niedrig in der Sicherheit

    Quellen: 14, 15, 16

  9. 09

    Stimmung und depressive Symptomatik

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Cochrane-Übersicht aus 35 randomisierten, kontrollierten Studien, davon 34 mit 1848 bis 1924 Teilnehmenden im Placebovergleich. Omega-3-Gabe senkte depressive Symptomwerte verglichen mit Placebo um eine standardisierte Mittelwertdifferenz von minus 0,40 (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,64 bis minus 0,16), laut Evidenzprofil der Cochrane-Autoren mit sehr niedriger Evidenzsicherheit. Umgerechnet entspricht das nach Angaben der Autoren etwa 2,5 Punkten auf der 17-Item-Hamilton-Depressionsskala (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,0 bis 4,0 Punkte), während dieselben Autoren die minimal klinisch relevante Veränderung auf dieser Skala mit 3,0 Punkten angeben, der Effekt liegt damit im Bereich zwischen möglicherweise relevant und vernachlässigbar. Für Remissions- und Ansprechraten, Lebensqualität und Studienabbruch fand sich kein Unterschied zu Placebo. Die Autoren weisen selbst darauf hin, dass Sensitivitätsanalysen und der Vergleich mit großen, gut kontrollierten Einzelstudien auf eine mögliche Verzerrung des Gesamtergebnisses zugunsten von Omega-3 hindeuten

    Quellen: 17

  10. 10

    Kognitive Leistungsfähigkeit und geistiger Abbau im Alter (in randomisierten Studien ohne Effekt)

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Die mit Abstand größte randomisierte Studie zu diesem Thema ist die kognitive Zusatzuntersuchung der weiter unten zur Makuladegeneration zitierten AREDS2-Studie. Die AREDS2-Teilnehmenden sind ältere Menschen mit erhöhtem Risiko für das Fortschreiten einer altersbedingten Makuladegeneration, nicht eine unausgewählte ältere Allgemeinbevölkerung. Von den 4203 AREDS2-Teilnehmenden stimmten 3741 (89 Prozent) der kognitiven Zusatzuntersuchung zu, tatsächlich kognitiv getestet wurden davon 3501 (93,6 Prozent der Zustimmenden); sie erhielten randomisiert 1 g pro Tag langkettige Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) oder nicht, mit wiederholten kognitiven Tests über 5 Jahre. Die jährliche Veränderung des zusammengesetzten kognitiven Testwerts betrug minus 0,19 Punkte (99-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,25 bis minus 0,13) mit Omega-3-Gabe und minus 0,18 Punkte (99-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,24 bis minus 0,12) ohne Omega-3-Gabe; das sind die Veränderungen innerhalb jeder Gruppe für sich, nicht der Behandlungseffekt. Der eigentliche Behandlungseffekt, die Differenz zwischen beiden Veränderungsraten, betrug minus 0,03 Punkte (99-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,20 bis 0,13; p gleich 0,63) und schließt damit sowohl einen relevanten Nutzen als auch einen relevanten Schaden weitgehend aus. Eine kleinere, ältere randomisierte, plazebokontrollierte Studie an kognitiv gesunden Menschen ab 65 Jahren (n gleich 302) fand unter einer 26-wöchigen Gabe von 1800 mg oder 400 mg EPA plus DHA pro Tag verglichen mit Placebo ebenfalls keinen Unterschied in keinem der geprüften kognitiven Bereiche (Aufmerksamkeit, sensomotorische Geschwindigkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktion), obwohl die Omega-3-Plasmaspiegel deutlich anstiegen; das veröffentlichte Abstract dieser Studie nennt dafür allerdings kein einziges Effektmaß mit Konfidenzintervall, nur die qualitative Aussage, es habe sich kein Unterschied gezeigt. Bei Menschen mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz (n gleich 402 randomisiert, 295 Studienabschließende) verlangsamte eine 18-monatige Gabe von 2 g algenbasiertem DHA pro Tag weder den Punktwertanstieg auf der Alzheimer-Demenz-Kognitionsskala ADAS-cog (plus 7,98 Punkte, 95-Prozent-Konfidenzintervall 6,51 bis 9,45, unter DHA verglichen mit plus 8,27 Punkten, 95-Prozent-Konfidenzintervall 6,72 bis 9,82, unter Placebo; p gleich 0,41) noch den Anstieg des Summenscores der Demenz-Bewertungsskala CDR (plus 2,87 Punkte, 95-Prozent-Konfidenzintervall 2,44 bis 3,30, unter DHA verglichen mit plus 2,93 Punkten, 95-Prozent-Konfidenzintervall 2,44 bis 3,42, unter Placebo; p gleich 0,68) noch die im MRT gemessene Hirnatrophie gegenüber Placebo (1,32 gegenüber 1,29 Prozent Volumenverlust pro Jahr; p gleich 0,79). Eine kleinere Studie an älteren Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (n gleich 72 randomisiert, 60 in der Endauswertung) fand unter 1491 mg DHA plus 351 mg EPA pro Tag über 12 Monate ebenfalls keinen Effekt auf kognitive Messwerte gegenüber Placebo, wohl aber auf den systolischen Blutdruck und, in einer explorativen Untergruppe von Trägern der APOE-e4-Genvariante, auf Depressions- und Angstwerte. Getrennt von diesen drei Interventionsstudien stehen Beobachtungsdaten: Eine Meta-Analyse aus 48 prospektiven Kohortenstudien mit 103651 Teilnehmenden findet eine höhere Nahrungsaufnahme von Omega-3, insbesondere DHA, sowie höhere Omega-3-Blutspiegel mit einem im Mittel etwa 20 Prozent niedrigeren Auftreten von Demenz oder kognitivem Abbau assoziiert, das ist eine Beobachtungsassoziation ohne randomisierte Zuteilung und kein Beleg dafür, dass eine Einnahme diesen Unterschied selbst herstellt

    Quellen: 18, 19, 20, 21, 29

  11. 11

    Beschwerden bei trockenen Augen (größte Einzelstudie ohne Effekt)

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    In der DREAM-Studie, der bislang größten randomisierten, doppelblinden Einzelstudie zu diesem Thema, erhielten 349 Teilnehmende mit mittelschwerer bis schwerer Erkrankung des trockenen Auges täglich 3000 mg EPA plus DHA aus Fischöl, 186 ein Olivenöl-Placebo, über 12 Monate. Der primäre Endpunkt (Veränderung des Beschwerde-Scores OSDI gegenüber dem Ausgangswert, Skala 0 bis 100) verbesserte sich in der Omega-3-Gruppe um 13,9 Punkte und im Placebo-Arm um 12,5 Punkte, der Unterschied zwischen den Gruppen war nicht signifikant (mittlere Differenz minus 1,9 Punkte; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 5,0 bis 1,1; p gleich 0,21), und dieses Ergebnis war laut Abstract über alle vorab festgelegten Untergruppen hinweg konsistent. Auch die vier untersuchten objektiven Augenoberflächen-Messwerte zeigten verglichen mit Placebo keinen signifikanten Unterschied: Bindehautfärbung (mittlere Differenz 0,0 Punkte; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,2 bis 0,1), Hornhautfärbung (0,1 Punkte; minus 0,2 bis 0,4), Tränenfilm-Aufreißzeit (0,2 Sekunden; minus 0,1 bis 0,5) und Schirmer-Test (0,0 mm; minus 0,8 bis 0,9). Eine eigene Arbeit zur minimal klinisch relevanten Veränderung (MCID) des OSDI-Scores (Beobachtungsdaten aus dem RESTORE-Register, 310 Personen mit trockenem Auge, Abgleich mit einer ärztlichen und einer subjektiven Gesamteinschätzung) beziffert diese Schwelle für den OSDI insgesamt auf 7,0 bis 9,9 Punkte; gestaffelt nach dem Ausgangsschweregrad (0 bis 12 Punkte normal, 13 bis 22 leicht, 23 bis 32 mittelschwer, 33 bis 100 schwer laut derselben Arbeit) liegt sie bei 4,5 bis 7,3 Punkten für leichte bis mittelschwere und bei 7,3 bis 13,4 Punkten für schwere Erkrankung. Welche dieser Spannen für DREAM einschlägig ist, hängt vom Ausgangsschweregrad der dortigen Teilnehmenden ab, und DREAM berichtet ihn laut dem frei zugänglichen Volltext (PMC5952353, im Abstract selbst nicht enthalten): Der mittlere OSDI-Ausgangswert lag bei 44,6 Punkten in der Omega-3-Gruppe und 44,1 Punkten in der Placebo-Gruppe, damit deutlich innerhalb der Kategorie schwer (ab 33 Punkten); in einer vorab festgelegten Untergruppenanalyse nach Ausgangswert hatten 279 der 499 ausgewerteten Teilnehmenden (56 Prozent) einen Ausgangswert von 40 Punkten oder mehr. Für die Mehrheit der Studienpopulation ist damit die höhere Schwelle (7,3 bis 13,4 Punkte) die einschlägige; der günstigste mit dem DREAM-Konfidenzintervall noch vereinbare Wert (5,0 Punkte Verbesserung) liegt darunter. Laut demselben Volltext legt DREAM in der Methodik, unter Verweis auf dieselbe Arbeit, außerdem eine minimal klinisch bedeutsame Veränderung von 10 Punkten für den OSDI-Gesamtscore fest; auch diese Schwelle verfehlt das Konfidenzintervall am günstigsten Rand. In der genannten Untergruppenanalyse selbst zeigte sich allerdings ein uneinheitliches Bild: Bei den 220 Teilnehmenden mit einem Ausgangswert unter 40 Punkten betrug die Gruppendifferenz minus 3,3 Punkte (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 7,1 bis 0,4), bei den 279 Teilnehmenden mit 40 Punkten oder mehr nur minus 0,1 Punkte (minus 4,7 bis 4,4); der Interaktionstest zwischen beiden Untergruppen war nicht signifikant (p gleich 0,29), und die Autoren werten das Gesamtergebnis deshalb selbst als über die vorab festgelegten Untergruppen hinweg konsistent. Für die weniger schwer betroffene Untergruppe reicht der günstigste Wert des Intervalls (7,1 Punkte) in den für mittelschwere Erkrankung berichteten Schwellenbereich (4,5 bis 7,3 Punkte) hinein, dort lässt sich ein spürbarer Nutzen also nicht mit Sicherheit ausschließen; für die schwerer betroffene Mehrheit bleibt der günstigste Wert (4,7 Punkte) dagegen unterhalb selbst der niedrigsten für schwere Erkrankung berichteten Schwelle (7,3 Punkte). Da die Mehrheit der Studienpopulation und ihr Mittelwert der schwereren Kategorie zuzurechnen sind und sowohl die insgesamt berichtete Schwelle (7,0 bis 9,9 Punkte) als auch DREAMs eigene, auf derselben Arbeit beruhende Schwelle (10 Punkte) vom Konfidenzintervall am günstigsten Rand verfehlt werden, überwiegt für die Studienpopulation insgesamt die Einordnung als ausgeschlossener spürbarer Nutzen; für die kleinere, weniger schwer betroffene Untergruppe (44 Prozent der Teilnehmenden) bleibt die Frage dagegen offen, zumal der Unterschied zwischen den Untergruppen selbst statistisch nicht gesichert ist. Eine neuere Meta-Analyse aus 27 randomisierten Studien (2026), die die 2018 veröffentlichte DREAM-Studie aufgrund des Suchzeitraums mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst einschließt (die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract und schließt ein Enthaltensein nicht aus), formuliert im Abstract einen einzigen, durch "however" verbundenen Satz: Systemische Omega-3-Gabe verbesserte demnach zunächst scheinbar alle erfassten Endpunkte in der gepoolten Gesamtauswertung, die anschließenden Untergruppenanalysen zeigten jedoch formulierungs- und ursachenabhängige Effekte. Bei Meibomdrüsen-Funktionsstörung und bei nicht näher bestimmter Ursache, also bei der DREAM am ehesten entsprechenden gemischten Population, fand sich kein signifikanter Nutzen; ebenso wenig bei kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren systemisch, bei der Kombination aus lang- und kurzkettigen Fettsäuren, und bei topischer Gabe gegenüber Tränenersatzmitteln. Beim LASIK-induzierten trockenen Auge fand sich laut Abstract keine klinisch bedeutsame Verbesserung. Verbesserungen zeigten sich dagegen bei bildschirmarbeitsbezogener und kontaktlinsenbezogener Augentrockenheit sowie, nur qualitativ zusammengefasst ohne gepooltes Effektmaß, bei Rosazea- und Sjögren-Syndrom-bedingter Augentrockenheit. Die Autoren ziehen selbst das Fazit, dass Omega-3-Präparate in unterschiedlichen Formen keine konsistente Wirksamkeit bei trockenem Auge unterschiedlicher Ursachen zeigen. Der Nullbefund von DREAM bei gemischter, mittelschwerer bis schwerer Erkrankung liegt damit innerhalb der Null-Untergruppen dieser Meta-Analyse, nicht im Widerspruch dazu

    Quellen: 22, 27, 33

  12. 12

    Fortschreiten einer altersbedingten Makuladegeneration bei Risikopersonen (ohne Effekt gegenüber Placebo)

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    In der AREDS2-Studie erhielten Teilnehmende mit erhöhtem Risiko für das Fortschreiten einer Makuladegeneration (ausgedehnte mittelgroße Drusen oder bereits fortgeschrittene Veränderung am jeweils anderen Auge, n gleich 4203) zusätzlich zur AREDS-Basisformel randomisiert entweder 650 mg EPA plus 350 mg DHA pro Tag, Lutein plus Zeaxanthin, beides oder Placebo. Nach im Median 5 Jahren unterschied sich die Rate des Fortschreitens im EPA-plus-DHA-Arm nicht von Placebo (Hazard Ratio 0,97; 98,7-Prozent-Konfidenzintervall 0,82 bis 1,16; p gleich 0,70). Das Konfidenzintervall reicht bis 0,82: Bei einer Ereignisrate von rund 31 Prozent im Vergleichsarm entspräche das am unteren Rand des Intervalls rechnerisch einer absoluten Senkung um gut 5 Prozentpunkte über 5 Jahre, ein relevanter Effekt lässt sich aus dem Intervall allein also nicht mit Sicherheit ausschließen. Dagegen sprechen der nahe bei 1 liegende Punktschätzer (0,97), nahezu identische Ereignisraten zwischen den vier Studienarmen, die große Teilnehmerzahl (4203) und die wegen der vier verglichenen Gruppen bereits auf 98,7 Prozent aufgeweiteten, also von vornherein konservativ breiten Konfidenzintervalle. Eine neuere Meta-Analyse (2022) aus 8 Studien mit 630 Teilnehmenden findet für die Kombination aus Lutein, Zeaxanthin und Omega-3-Fettsäuren zusammen eine Verbesserung der bestkorrigierten Sehschärfe gegenüber Kontrollgruppen (standardisierte Mittelwertdifferenz minus 1,99; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 3,33 bis minus 0,65). Der ebenfalls verbesserte elektroretinographische Messwert (multifokales ERG) wird in derselben Arbeit dagegen nicht der Dreierkombination, sondern der Zweierkombination aus Lutein und Zeaxanthin ohne Omega-3 zugeschrieben (standardisierte Mittelwertdifferenz 4,59; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,75 bis 7,43). Die Arbeit wertet Omega-3 an keiner Stelle isoliert von Lutein und Zeaxanthin aus und ändert deshalb nichts an der oben berichteten, isolierten Auswertung des EPA-plus-DHA-Arms aus AREDS2

    Quellen: 23, 28

  13. 13

    Erholung nach dem Training (Muskelschäden, Entzündungsmarker und Leistungsmaße, uneinheitlich)

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine systematische Übersichtsarbeit (2024) aus 13 kontrollierten Studien an gesunden Erwachsenen prüfte Omega-3-Gabe gegenüber Kontrollgruppen bei Entzündungsmarkern, Muskelschäden, oxidativem Stress und sportlicher Leistung nach Belastung. Laut dem frei zugänglichen Volltext (PMC11243702, das Abstract selbst nennt keine Dosistabelle) reichten die geprüften Tagesdosen von 250 mg EPA plus DHA (150 mg EPA plus 100 mg DHA, niedrigste Einzeldosis) bis 6 g EPA plus DHA (höchste Dosis, aus einer Studie mit drei parallelen Dosisgruppen von 2, 4 und 6 g pro Tag), mit den übrigen Einzeldosen dazwischen zwischen etwa 0,8 und 3,7 g pro Tag; eine weitere Studie prüfte zusätzlich, in einer eigenen Untergruppe, bis zu 31 g pro Tag der kurzkettigen Omega-3-Fettsäure ALA statt EPA und DHA. Die Studiendauer reichte von 1 Tag bis 26 Wochen. Muskelkater (DOMS) zeigte laut Übersicht ein uneinheitliches Bild zwischen den Studien. Daneben wurden unter anderem Kraft, Sprungleistung und Beweglichkeit untersucht, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die Autoren sehen insgesamt keine klare Evidenz für einen Leistungsnutzen. Zusätzlich wurden Blut- und Laborwerte erfasst: Die Marker Kreatinkinase und Laktatdehydrogenase, die auf Muskelschäden hindeuten, waren in 3 von 4 Studien, die sie maßen, unter Omega-3-Gabe signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe; für CRP nennt die Übersicht zwei Studien mit einer signifikanten Senkung. Daraus folgen keine elf weiteren Nullbefunde: Der Ergebnisteil nennt nur zwei Studien, die CRP untersuchten; Abstract und Volltext sind bei den Studienzahlen uneinheitlich. Interleukin-6 verbesserte sich unter Omega-3-Gabe, Tumornekrosefaktor-alpha zeigte dagegen keinen Unterschied. Bei Markern für oxidativen Stress fanden sich einzelne günstige Befunde, etwa beim Verhältnis von reduziertem zu oxidiertem Glutathion. Die Autoren selbst mahnen zur Vorsicht: Keine der eingeschlossenen Studien erfasste den Omega-3-Status der Teilnehmenden vor oder nach der Supplementierung, und weitere Evidenz sei nötig, um Dosis und Dauer klar zu empfehlen. Eine gepoolte Metaanalyse mit einem einzelnen Gesamteffektmaß liegt für diese Endpunkte nicht vor, die Übersicht wertet Studie für Studie einzeln aus

    Quellen: 31

Studien im Detail

Der rechtliche Rahmen der EFSA-Angaben

Gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln sind in der EU seit der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 grundsätzlich zulassungspflichtig [1]. Für Nahrungsergänzungsmittel schreibt zusätzlich Artikel 8 der Richtlinie 2002/46/EG vor, dass die Menge der Nährstoffe oder sonstigen Stoffe mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung (dazu zählen EPA und DHA) in numerischer Form je empfohlener Tagesdosis auf dem Etikett anzugeben ist [2]. Auf dieser Grundlage hat die Kommission nach abgeschlossener EFSA-Bewertung eine Liste zulässiger Angaben erlassen (Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [3], ergänzt um weitere Angaben durch die Verordnung (EU) Nr. 536/2013 [4]). Für EPA und DHA enthält diese Liste, gegen den amtlichen Wortlaut beider Verordnungen geprüft, sechs unterschiedliche Angaben mit drei unterschiedlichen Mindestmengen. Aus der ursprünglichen Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [3] stammen drei Angaben ohne Kinder-Ausschluss und ohne Mengenobergrenze im Zulassungstext: normale Herzfunktion (EPA und DHA gemeinsam, ab 250 mg pro Tag), normale Gehirnfunktion (DHA allein, ab 250 mg pro Tag) und normale Sehkraft (DHA allein, ab 250 mg pro Tag). Aus der Änderungsverordnung (EU) Nr. 536/2013 [4] stammen drei weitere Angaben: normaler Triglyceridspiegel im Blut für DHA allein (Bedingung 2 g DHA pro Tag, wobei das Lebensmittel DHA zusätzlich in Kombination mit EPA enthalten muss), normaler Triglyceridspiegel im Blut für EPA und DHA gemeinsam (Bedingung 2 g EPA und DHA kombiniert pro Tag) und normaler Blutdruck für EPA und DHA gemeinsam (Bedingung 3 g EPA und DHA kombiniert pro Tag, die höchste der sechs Mindestmengen). Für alle drei Angaben aus der Änderungsverordnung gilt laut Zulassungstext gleichermaßen: Die Angabe darf nicht für Lebensmittel verwendet werden, die für Kinder bestimmt sind, und wird sie bei Nahrungsergänzungsmitteln oder angereicherten Lebensmitteln verwendet, sind Verbraucher darüber zu unterrichten, dass eine tägliche Gesamtaufnahme aus solchen Lebensmitteln von 5 g EPA und DHA kombiniert nicht überschritten werden darf. Dieser Hinweis ist eine Verwendungsbedingung dieser drei Angaben, keine für jede Fischöl-Einnahme geltende EU-Obergrenze, und er steht nicht im Zulassungstext der drei älteren Angaben aus Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Alle sechs Angaben beschreiben, wozu der Körper die beiden Fettsäuren braucht, nicht ob eine Einnahme über den jeweiligen Schwellenwert hinaus einen weiteren Nutzen bringt. Für DHA gibt es außerdem, hier nicht in der zugrunde liegenden Studienlage vertieft geprüft, drei weitere zugelassene Angaben aus einer eigenen Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 440/2011 [32]). Zwei davon richten sich an schwangere und stillende Frauen und tragen bis auf ein Wort denselben Wortlaut: "Die Aufnahme von Docosahexaensäure (DHA) durch die Mutter trägt zur normalen Entwicklung der Augen beim Fötus und beim gestillten Säugling bei" und, wortgleich bis auf den Zielorgan-Begriff, dieselbe Angabe für die Entwicklung des Gehirns. Bedingung ist bei beiden eine zusätzliche tägliche Aufnahme von 200 mg DHA über die für Erwachsene empfohlene Tagesdosis von 250 mg DHA und EPA hinaus. Die dritte Angabe richtet sich an Säuglinge selbst: "Die Aufnahme von Docosahexaensäure (DHA) trägt zur normalen Entwicklung der Sehkraft bei Säuglingen bis zum Alter von 12 Monaten bei", Bedingung eine tägliche Aufnahme von 100 mg DHA und ein Mindestgehalt von 0,3 Prozent DHA bezogen auf die Fettsäuren insgesamt in der verwendeten Folgenahrung. Alle drei Angaben betreffen besondere Zielgruppen: Schwangere, Stillende und Säuglinge.

Blutfette

Die 33 in der Meta-Analyse zusammengefassten Studien [5] prüften überwiegend Reinstoff- oder weitgehend reine EPA- beziehungsweise DHA-Zubereitungen, nicht EPA-plus-DHA-Kombinationen im Verhältnis handelsüblicher Fischölkapseln. Die gegensätzliche Richtung bei LDL- und HDL-Cholesterin lässt sich deshalb nicht ohne Weiteres auf ein Kombinationspräparat übertragen, in dem beide Fettsäuren gemeinsam aufgenommen werden. Für die Triglyceridsenkung durch DHA allein nennt die Arbeit im verfügbaren Abstract keinen eigenen Zahlenwert, obwohl sie im Fließtext behauptet wird. Dieselbe Arbeit berichtet außerhalb des Cholesterinprofils einen für den Blutzuckerstoffwechsel ungünstigen Befund: DHA erhöhte gegenüber EPA den Insulinspiegel, am deutlichsten bei jüngeren Teilnehmenden und bei kurzer Einnahmedauer, siehe die Wirkungszeile zum Cholesterinprofil. Zu Blutzucker und Insulinsensitivität als eigenständigem Thema wurde darüber hinaus nicht vertieft recherchiert.

Kardiovaskuläre Ereignisse

Ausführlich in der Wirkungszeile oben behandelt. Ergänzend: Bei allen vier großen Endpunktstudien wurde in REDUCE-IT nach der Zulassung des Mineralöl-Placebos wiederholt diskutiert, ob dieses Placebo selbst leicht ungünstige Effekte auf Blutfette und Entzündungsmarker haben könnte, was den scheinbaren Nutzen von Icosapent-Ethyl teilweise erklären würde. Die hier zitierte Netzwerk-Metaanalyse [10] adressiert genau diese Frage, indem sie EPA getrennt nach Placebo-Art auswertet, und findet den Unterschied nur gegenüber Mineralöl, nicht gegenüber anderen Placebo-Ölen. Eine abschließende Klärung, wie viel vom REDUCE-IT-Ergebnis auf die Zubereitung und wie viel auf das Placebo zurückgeht, leisten weder diese Arbeit noch die vier Einzelstudien. Zur diabetesspezifischen Meta-Analyse [11] gibt es ein veröffentlichtes Corrigendum (PMID 37709371): Es korrigiert ausschließlich eine Zahl im PRISMA-Flussdiagramm zur Anzahl gesichteter Volltexte (204 statt 214), nicht die Zahl der eingeschlossenen Studien, die Teilnehmerzahl oder die hier zitierten Effektmaße.

REDUCE-IT [6] ist vom Hersteller des geprüften Präparats finanziert (Amarin Pharma); von den zwölf Autoren der Publikation waren fünf zum Publikationszeitpunkt bei Amarin angestellt. Die diabetesspezifische Meta-Analyse [11] stützt ihren EPA-Pool auf JELIS und REDUCE-IT, zusammen 7827 Teilnehmende. JELIS prüfte offen 1,8 g EPA täglich, REDUCE-IT doppelblind und placebokontrolliert 4 g täglich. Damit liegen zwei Studienbestände mit unterschiedlichen Designs vor. VITAL [7] und ASCEND [8], die beide keinen Effekt auf ihren jeweiligen Gesamtendpunkt fanden, sind dagegen öffentlich finanziert (NIH beziehungsweise British Heart Foundation und weitere) und prüften nach übereinstimmender Charakterisierung in der Übersichtsarbeit [12] eine EPA-plus-DHA-Ethylester-Zubereitung; REDUCE-IT prüfte hingegen reines EPA als Ethylester. Nur STRENGTH [9] wich mit einer eigens deklarierten Carbonsäure-Zubereitung ab. Für die im Handel übliche Kombination aus EPA und DHA liegt der Widerspruch damit weniger zwischen den vier Studien als zwischen deren Gesamtendpunkt (kein Effekt in VITAL und ASCEND) und einzelnen sekundären Endpunkten (etwa Herzinfarkt insgesamt in VITAL, oder kardiovaskulärer Tod gegenüber unbehandelten Kontrollen in der Netzwerk-Metaanalyse [10]). Für reines, hochdosiertes EPA (4 g pro Tag) trägt der positive Befund dagegen im Kern REDUCE-IT allein.

Rheumatoide Arthritis

Alle drei zitierten Übersichten [14] [15] [16] betreffen Menschen mit diagnostizierter rheumatoider Arthritis unter fortlaufender medikamentöser Basistherapie. Keine der drei prüft Omega-3 als alleinige Gabe ohne Standardmedikation, und keine berichtet, welcher Anteil der eingeschlossenen Studien sich zwischen den drei Übersichten überschneidet. Die Einschlusstabellen ließen sich nicht nachschlagen, für alle drei Arbeiten wurden die Abstracts ausgewertet. Die drei Übersichten decken dieselbe Population, dieselbe Fragestellung und weitgehend denselben Zeitraum ab und schöpfen aus demselben kleinen Bestand randomisierter RA-Omega-3-Studien; sie sind deshalb hier als ein Studienbestand geführt und nicht als drei unabhängige. Wie groß die Überschneidung genau ist, bleibt ungeprüft, an der Einstufung ändert das nichts, weil bereits die vorsichtigere Zählung gewählt ist.

Kognition

Vier zitierte Interventionsstudien [18] [19] [20] [29] deckten vier unterschiedliche, teils überlappende Populationen ab (kognitiv gesund in einer Studie, ältere Menschen mit erhöhtem Risiko für eine altersbedingte Makuladegeneration in der AREDS2-Zusatzuntersuchung, Alzheimer-Demenz, leichte kognitive Beeinträchtigung) und fanden in allen vier Fällen keinen Effekt auf die jeweils primär geprüften kognitiven Messwerte. Die mit Abstand größte und längste davon ist die kognitive Zusatzuntersuchung der AREDS2-Studie [29] mit 3501 tatsächlich getesteten Teilnehmenden über 5 Jahre, etwa elfeinhalbmal so groß und zehnmal so lang wie die zuvor in diesem Eintrag als größte geführte Studie [18] mit 302 Teilnehmenden über 26 Wochen. Bei den dort berichteten Werten ist zu unterscheiden zwischen der jährlichen Veränderung innerhalb jeder Gruppe für sich (den beiden Werten mit jeweils eigenem Konfidenzintervall) und dem eigentlichen Behandlungseffekt, der Differenz zwischen beiden Veränderungsraten mit ihrem eigenen, engen Konfidenzintervall. Das steht im Unterschied zur reinen Beobachtungsdatenlage [21], die auf Ernährungs- und Blutwertebene eine Assoziation zwischen mehr Omega-3 und selteneren kognitiven Abbau findet. Beobachtungsdaten können durch andere Lebensstilfaktoren verzerrt sein, die mit einer höheren Omega-3-Aufnahme gemeinsam auftreten (etwa allgemein gesündere Ernährung), und sie beweisen keine Wirkung einer Einnahme.

Tier- und Laborstudien

Eine Übersichtsarbeit zur Oxidation von marinen Omega-3-Präparaten [24] verweist auf Tiermodelle, in denen oxidierte Fettsäureprodukte schädlich wirkten. Diese Aussage stammt ausschließlich aus tierexperimentellen Daten und ist nicht auf den Menschen übertragen; sie begründet keine Wirkungsaussage für Menschen. Dieselbe Übersichtsarbeit stellt fest, dass klinische Humanstudien den Oxidationsgrad des eingesetzten Öls in aller Regel nicht berichten, wodurch sich der Beitrag oxidierter Chargen zu widersprüchlichen Studienergebnissen aus den Humandaten allein nicht beurteilen lässt.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Kombinierte Tagesdosis

Drei der sechs oben beschriebenen EFSA-Angaben (die beiden Triglycerid-Angaben und die Blutdruck-Angabe, alle aus der Änderungsverordnung (EU) Nr. 536/2013 [4]) tragen die Bedingung, dass bei ihrer Verwendung auf Nahrungsergänzungsmitteln oder angereicherten Lebensmitteln eine tägliche Gesamtaufnahme aus diesen Lebensmitteln von 5 g EPA und DHA kombiniert nicht überschritten werden darf. Das ist eine Verwendungsbedingung dieser drei Angaben, keine für jede Fischöl-Einnahme geltende allgemeine EU-Obergrenze; die drei älteren Angaben aus Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [3] enthalten diesen Hinweis nicht, siehe Abschnitt Der rechtliche Rahmen der EFSA-Angaben.

Vorhofflimmern

Eine gepoolte Auswertung aus 8 großen randomisierten Studien mit 83112 Teilnehmenden (schließt REDUCE-IT, VITAL, ASCEND und weitere Endpunktstudien ein) fand unter Omega-3-Gabe verglichen mit Placebo insgesamt eine höhere Rate an Vorhofflimmern (4,0 gegenüber 3,3 Prozent; Risk Ratio 1,24; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,11 bis 1,38). Von den 8 Studien prüften 5 mit zusammen 61096 Teilnehmenden eine niedrigere Tagesdosis (1 g oder weniger EPA plus DHA), 3 Studien mit zusammen 22016 Teilnehmenden eine höhere Tagesdosis (über 1 g). In der niedrig dosierten Untergruppe war der Unterschied kleiner, aber weiterhin statistisch von Placebo verschieden (Risk Ratio 1,12; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,04 bis 1,21), in der hoch dosierten Untergruppe deutlich größer (Risk Ratio 1,51; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,26 bis 1,80); eine Meta-Regression bestätigte diesen Dosis-Zusammenhang statistisch. Für die beiden Untergruppen nennt die Arbeit nur diese relativen Risiken, keine eigenen absoluten Ereignisraten; die absoluten 4,0 gegenüber 3,3 Prozent gelten für die gesamte gepoolte Auswertung, nicht getrennt nach Dosis. Das Schlaganfallrisiko unterschied sich in derselben Auswertung nicht von Placebo (Risk Ratio 1,04; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,90 bis 1,20) [13]. In REDUCE-IT allein waren Krankenhausaufnahmen wegen Vorhofflimmern oder Vorhofflattern unter Icosapent-Ethyl häufiger als unter Placebo (3,1 gegenüber 2,1 Prozent; p gleich 0,004) [6]; in VITAL veränderte die niedriger dosierte Gabe das Vorhofflimmern-Risiko dagegen nicht gegenüber Placebo [12]. Die gepoolte Auswertung trennt nur nach Tagesdosis, nicht danach, ob die einzelnen eingeschlossenen Studien reines EPA oder EPA plus DHA prüften; ob der gefundene Dosis-Zusammenhang für beide Zusammensetzungen in gleichem Maß gilt, geht aus dem Abstract nicht hervor.

Der Abstract dieser gepoolten Auswertung benennt weder die 8 eingeschlossenen Studien noch ihre chemische Form, und die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract. Unbekannt ist die Zubereitungsform damit aber nur zum Teil. Drei der 8 Studien sind oben namentlich genannt, REDUCE-IT, VITAL und ASCEND, und für alle drei ist die Ethylester-Form in diesem Eintrag belegt, siehe Abschnitt Chemische Form im Vergleich zu den zitierten Studien. Unter den namentlich bekannten eingeschlossenen Studien ist damit keine rückveresterte Triglycerid- Zubereitung (rTG). Für die übrigen 5 Studien ist die Form nicht geprüft. Der Vorbehalt lautet deshalb nicht, die Form sei völlig unbekannt, sondern für die Mehrzahl der Studien fehlt die Angabe; ein eigener Befund zu rTG liegt aus dieser Auswertung weder in die eine noch in die andere Richtung vor. Das ändert nichts an der Schlussfolgerung: Ist eine Zubereitung nicht geprüft oder ihre Form nicht berichtet, ist damit weder ihr Nutzen noch ihr Schaden geklärt; die Übertragbarkeit des Vorhofflimmern-Risikos auf eine rTG-Zubereitung bleibt ebenso offen wie die Übertragbarkeit der Wirksamkeitsdaten.

Blutungsneigung

In REDUCE-IT traten schwere Blutungsereignisse unter Icosapent-Ethyl numerisch häufiger auf als unter Placebo, der Unterschied verfehlte aber die Signifikanzschwelle (2,7 gegenüber 2,1 Prozent; p gleich 0,06) [6]. VITAL und ASCEND berichteten für die niedriger dosierte Gabe (1 g pro Tag) keine erhöhte Blutungsrate gegenüber Placebo [7] [8]. Wer gerinnungshemmende Medikamente einnimmt, sollte eine zusätzliche Omega-3-Einnahme mit ärztlichem Rat abstimmen, weil beide auf denselben Gerinnungsweg wirken können.

Oxidation und Produktqualität

Fischöl ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und dadurch oxidationsanfällig. Eine Übersichtsarbeit weist darauf hin, dass klinische Studien den Oxidationsgrad des eingesetzten Öls in aller Regel nicht berichten, wodurch sich nicht beurteilen lässt, wie stark oxidierte Chargen zu widersprüchlichen Studienergebnissen beitragen [24]. Eine Messung des Peroxidwerts an im norwegischen Handel erhältlichen Fischöl-Präparaten fand eine Spannweite von 1,04 bis 10,38 mÄq/kg zwischen den einzelnen Produkten [25]. Im Volltext derselben Arbeit werden diese Werte, anders als zuvor in diesem Eintrag dargestellt, sehr wohl gegen mehrere in der Literatur vorgeschlagene Grenzwerte eingeordnet: 2 meq/kg nach einem Vorschlag, 8 meq/kg nach einem zweiten und 10 meq/kg nach einem dritten. Gemessen an den beiden höheren Vorschlägen erreichten nur wenige der geprüften Produkte diese Obergrenze; wird dagegen der strengste Vorschlag von 2 meq/kg zugrunde gelegt, überschritten die meisten Produkte ihn. Welcher der drei Grenzwerte der angemessene ist, lässt die Arbeit offen.

Schadstoffe

Fischöl unterliegt eigenen EU-Höchstgehalten für Schwermetalle, Dioxine und polychlorierte Biphenyle (PCB). Diese Recherche hat die genauen Grenzwerte nicht im Einzelnen geprüft.

Chemische Form im Vergleich zu den zitierten Studien

Von den oben zitierten Studien zu kardiovaskulären Ereignissen prüften REDUCE-IT, VITAL und ASCEND übereinstimmend eine Ethylester-Zubereitung; nur STRENGTH wich mit einer Carbonsäure-Zubereitung ab, siehe Abschnitt Kardiovaskuläre Ereignisse. Keine der vier Studien, die Netzwerk-Metaanalyse [10] und die zweite, diabetesspezifische Meta-Analyse [11] prüfte eine rückveresterte Triglycerid-Zubereitung (rTG). Für die Vorhofflimmern-Auswertung [13] ist die Zubereitungsform mangels Angabe im Abstract unbekannt, siehe Abschnitt Vorhofflimmern. In der Literatur wird rTG teils als bioverfügbarer als die Ethylester-Form beschrieben; die einzige hier zitierte Studie, die tatsächlich zwei rTG-Zubereitungen direkt miteinander verglich, hat diesen Vergleich mit der Ethylester-Form selbst nicht gemessen, sie ordnete lediglich in einem Hintergrundsatz mit Verweis auf eine andere, hier nicht zitierte Arbeit ein, dass rTG allgemein als bioverfügbarer gilt. Gemessen hat sie stattdessen den Unterschied zwischen zwei rTG-Präparaten mit unterschiedlichem Veresterungsgrad (über 95 Prozent gegenüber unter 70 Prozent tatsächlicher Triglyceride) und fand für das höher veresterte Präparat einen stärkeren Anstieg von EPA und DHA in Erythrozyten-Membranen [26]. Diese Studie ist vom Hersteller des höher veresterten, in der Studie überlegenen Präparats finanziert, dessen Erstautor zum Publikationszeitpunkt dort angestellt war; die beiden Studienarme erhielten außerdem unterschiedliche Gesamtmengen EPA plus DHA (2750 mg im Präparat des finanzierenden Herstellers gegenüber 2500 mg im Vergleichspräparat), was den gefundenen Unterschied mit erklären könnte. Ob und wie stark sich Form-Unterschiede zwischen rTG und Ethylester- oder Carbonsäure-Zubereitungen auf die oben berichteten klinischen Endpunkte zu kardiovaskulären Ereignissen und Vorhofflimmern auswirken, ist durch keine der hier zitierten Endpunktstudien direkt geprüft und bleibt offen.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    Rechtsakt, Basisverordnung für gesundheitsbezogene Angaben · 2006

    Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel

    Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union Amtsblatt der Europäischen Union

  2. 02

    Rechtsakt, Artikel 8 (Pflicht zur numerischen Kennzeichnung von Nährstoffen und sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung je empfohlener Tagesdosis) · 2002

    Richtlinie 2002/46/EG zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel

    Rat der Europäischen Union Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften

  3. 03

    Rechtsakt auf Grundlage abgeschlossener EFSA-Bewertungen · 2012

    Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel

    Europäische Kommission Amtsblatt der Europäischen Union

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03

  4. 04

    Rechtsakt auf Grundlage abgeschlossener EFSA-Bewertungen · 2013

    Verordnung (EU) Nr. 536/2013 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 432/2012

    Europäische Kommission Amtsblatt der Europäischen Union

    Zur Zuschreibung: 04, 06

  5. 05

    Meta-Analyse aus 33 RCTs · 2021

    Effects of dietary eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid supplementation on metabolic syndrome. A systematic review and meta-analysis of data from 33 randomized controlled trials

    Zhang HJ, et al. Clin Nutr

    Zur Zuschreibung: 05

  6. 06

    RCT (REDUCE-IT), multizentrisch, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 8179 · 2019

    Cardiovascular Risk Reduction with Icosapent Ethyl for Hypertriglyceridemia

    Bhatt DL, et al. N Engl J Med

    Zur Zuschreibung: 07

  7. 07

    RCT (VITAL), multizentrisch, 2x2-faktoriell, plazebokontrolliert, n gleich 25871 · 2019

    Marine n-3 Fatty Acids and Prevention of Cardiovascular Disease and Cancer

    Manson JE, et al. N Engl J Med

    Zur Zuschreibung: 07

  8. 08

    RCT (ASCEND), multizentrisch, plazebokontrolliert, n gleich 15480 · 2018

    Effects of n-3 Fatty Acid Supplements in Diabetes Mellitus

    ASCEND Study Collaborative Group, et al. N Engl J Med

    Zur Zuschreibung: 07

  9. 09

    RCT (STRENGTH), multizentrisch, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 13078, vorzeitig beendet · 2020

    Effect of High-Dose Omega-3 Fatty Acids vs Corn Oil on Major Adverse Cardiovascular Events in Patients at High Cardiovascular Risk. The STRENGTH Randomized Clinical Trial

    Nicholls SJ, et al. JAMA

    Zur Zuschreibung: 07

  10. 10

    Netzwerk-Metaanalyse aus 17 RCTs, 141009 Teilnehmende · 2022

    Eicosapentaenoic Acid for Cardiovascular Events Reduction. Systematic Review and Network Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials

    Yokoyama Y, et al. J Cardiol

    Zur Zuschreibung: 07

  11. 11

    Meta-Analyse aus 8 RCTs, 57754 Teilnehmende mit Diabetes · 2023

    Effect of Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids on Cardiovascular Outcomes in Patients with Diabetes. A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials

    Huang L, et al. Adv Nutr

    Zur Zuschreibung: 07

  12. 12

    Übersichtsarbeit zu VITAL und weiteren RCTs · 2023

    Marine omega-3 fatty acid supplementation and prevention of cardiovascular disease. Update on the randomized trial evidence

    Bassuk SS, Manson JE, VITAL Research Group. Cardiovasc Res

    Zur Zuschreibung: 07

  13. 13

    Meta-Analyse aus 8 RCTs, 83112 Teilnehmende, mit Dosis-Meta-Regression · 2021

    Association Between Omega-3 Fatty Acid Treatment and Atrial Fibrillation in Cardiovascular Outcome Trials. A Systematic Review and Meta-Analysis

    Jia X, et al. Cardiovasc Drugs Ther

  14. 14

    Meta-Analyse aus 18 RCTs, 1018 Teilnehmende mit rheumatoider Arthritis · 2024

    Effects of omega-3 supplementation on lipid metabolism, inflammation, and disease activity in rheumatoid arthritis. A meta-analysis of randomized controlled trials

    Wang W, et al. Clin Rheumatol

    Zur Zuschreibung: 08

  15. 15

    Meta-Analyse aus 20 RCTs, 1252 Teilnehmende mit rheumatoider Arthritis · 2018

    Intake of ω-3 polyunsaturated fatty acids in patients with rheumatoid arthritis. A systematic review and meta-analysis

    Gioxari A, et al. Nutrition

    Zur Zuschreibung: 08

  16. 16

    Meta-Analyse aus 23 RCTs mit rheumatoider Arthritis · 2024

    Efficacy of n-3 fatty acid supplementation on rheumatoid arthritis' disease activity indicators. A systematic review and meta-analysis of randomized placebo-controlled trials

    Gkiouras K, et al. Crit Rev Food Sci Nutr

    Zur Zuschreibung: 08

  17. 17

    Cochrane-Übersicht aus 35 RCTs · 2021

    Omega-3 fatty acids for depression in adults

    Appleton KM, et al. Cochrane Database Syst Rev

    Zur Zuschreibung: 09

  18. 18

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 302, kognitiv gesunde ältere Menschen · 2008

    Effect of fish oil on cognitive performance in older subjects. A randomized, controlled trial

    van de Rest O, et al. Neurology

    Zur Zuschreibung: 10

  19. 19

    RCT, multizentrisch, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 402, Alzheimer-Demenz · 2010

    Docosahexaenoic acid supplementation and cognitive decline in Alzheimer disease. A randomized trial

    Quinn JF, et al. JAMA

    Zur Zuschreibung: 10

  20. 20

    RCT, n gleich 72 randomisiert, 60 in der Endauswertung, leichte kognitive Beeinträchtigung · 2022

    The effects of docosahexaenoic acid supplementation on cognition and well-being in mild cognitive impairment. A 12-month randomised controlled trial

    Mengelberg A, et al. Int J Geriatr Psychiatry

    Zur Zuschreibung: 10

  21. 21

    Meta-Analyse aus 48 prospektiven Kohortenstudien (103651 Teilnehmende) plus eigener Kohortenauswertung, Beobachtungsdaten, keine Interventionsstudien · 2023

    The Relationship of Omega-3 Fatty Acids with Dementia and Cognitive Decline. Evidence from Prospective Cohort Studies of Supplementation, Dietary Intake, and Blood Markers

    Wei BZ, et al. Am J Clin Nutr

    Zur Zuschreibung: 10

  22. 22

    RCT (DREAM-Studie), multizentrisch, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 535 · 2018

    n-3 Fatty Acid Supplementation for the Treatment of Dry Eye Disease

    Dry Eye Assessment and Management Study Research Group, et al. N Engl J Med

    Zur Zuschreibung: 11

  23. 23

    RCT, multizentrisch, faktorielles Design, n gleich 4203 · 2013

    Lutein + zeaxanthin and omega-3 fatty acids for age-related macular degeneration. The Age-Related Eye Disease Study 2 (AREDS2) randomized clinical trial

    Age-Related Eye Disease Study 2 Research Group. JAMA

    Zur Zuschreibung: 12

  24. 24

    Übersichtsarbeit · 2013

    Oxidation of marine omega-3 supplements and human health

    Albert BB, et al. Biomed Res Int

  25. 25

    Marktanalyse, Peroxidwert-Messung an im Handel erhältlichen Präparaten · 2011

    Determination of lipid oxidation products in vegetable oils and marine omega-3 supplements

    Halvorsen BL, Blomhoff R. Food Nutr Res

  26. 26

    RCT, n gleich 60, 16 Wochen, Vergleich zweier rTG-Zubereitungen · 2023

    Comparative membrane incorporation of omega-3 fish oil triglyceride preparations differing by degree of re-esterification. A sixteen-week randomized intervention trial

    Minton ST, et al. PLoS One

  27. 27

    Meta-Analyse aus 27 RCTs, Subgruppen nach Ursache und Zubereitungsform · 2026

    The effects of different forms of omega-3 polyunsaturated fatty acids on dry eye disease resulting from various etiologies. A meta-analysis and systematic review

    Chen G, et al. BMC Ophthalmol

    Zur Zuschreibung: 11

  28. 28

    Meta-Analyse aus 8 RCTs (Kombinationspräparate Lutein, Zeaxanthin und Omega-3), 630 Teilnehmende · 2022

    The Effect of Dietary Supplementations on Delaying the Progression of Age-Related Macular Degeneration. A Systematic Review and Meta-Analysis

    Csader S, et al. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 12

  29. 29

    RCT, kognitive Zusatzuntersuchung der AREDS2-Studie an Risikopersonen für Makuladegeneration, 3741 von 4203 Teilnehmenden stimmten zu, 3501 tatsächlich getestet, 5 Jahre · 2015

    Effect of Omega-3 Fatty Acids, Lutein/Zeaxanthin, or Other Nutrient Supplementation on Cognitive Function. The AREDS2 Randomized Clinical Trial

    Chew EY, et al. JAMA

    Zur Zuschreibung: 10

  30. 30

    Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse aus 71 RCTs, 4973 Teilnehmende · 2022

    Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids Intake and Blood Pressure. A Dose-Response Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials

    Zhang X, et al. J Am Heart Assoc

    Zur Zuschreibung: 06

  31. 31

    Systematische Übersichtsarbeit aus 13 kontrollierten Studien · 2024

    Omega-3 Fatty Acid Supplementation on Post-Exercise Inflammation, Muscle Damage, Oxidative Response, and Sports Performance in Physically Healthy Adults. A Systematic Review of Randomized Controlled Trials

    Fernández-Lázaro D, et al. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 13

  32. 32

    Rechtsakt auf Grundlage abgeschlossener EFSA-Bewertungen, enthält drei zugelassene DHA-Angaben zur Entwicklung und Gesundheit von Kindern (zwei zur mütterlichen DHA-Aufnahme, eine zu DHA in Folgenahrung) · 2011

    Verordnung (EU) Nr. 440/2011 über die Zulassung bzw. Nichtzulassung bestimmter gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel betreffend die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern

    Europäische Kommission Amtsblatt der Europäischen Union

  33. 33

    Beobachtungsstudie (RESTORE-Register, benannt nach dem Allergan-Produkt Restasis), n gleich 310, Bestimmung der minimal klinisch relevanten Veränderung (MCID) des OSDI-Scores. Der OSDI-Fragebogen steht laut Abstract im Copyright von Allergan, die Erstautorin war zum Publikationszeitpunkt bei einem Auftragsforschungsinstitut (ICON Clinical Research) tätig. PubMed führt für diese 2010 erschienene Arbeit kein Interessenkonflikt-Feld, die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract, eine Finanzierungsangabe konnte damit nicht geprüft werden · 2010

    Minimal clinically important difference for the ocular surface disease index

    Miller KL, et al. Arch Ophthalmol

    Zur Zuschreibung: 11

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