Folsäure (Methylfolat)

Zuletzt geprüft am

Vitamine

Vitamin B9 · Folat · Folacin · Methylfolat · 5-MTHF · (6S)-5-Methyltetrahydrofolat

H.P.N · Datenstand 2026-08-20 · 17 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Ein wasserlösliches B-Vitamin. Essenziell, der Körper kann es nicht selbst herstellen, es muss über Nahrung oder Nahrungsergänzung zugeführt werden
Formen
Folsäure ist die synthetische, oxidierte Form aus Anreicherung und den meisten Studien. Natürliche Nahrungsfolate sind reduzierte Polyglutamate. Methylfolat, auch 5-Methyltetrahydrofolat oder 5-MTHF, ist die Form, die im Blut überwiegend zirkuliert, unabhängig davon, welche Form eingenommen wurde, siehe Wirkungstabelle. Handelsübliche Salze von Methylfolat sind Calcium-, Natrium- und Glucosaminsalz, direkte Formvergleichsstudien haben bislang überwiegend Calcium- und Natriumsalz geprüft, siehe Wirkungstabelle
Referenzmenge (NRV)
200 µg pro Tag, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII
Übliche Studiendosis
200 µg bis 5 mg pro Tag, in den meisten zitierten Studien als Folsäure. Für den maximalen homocysteinsenkenden Effekt reichen laut Dosis-Wirkungs-Auswertung Mengen ab 0,8 mg pro Tag, siehe Wirkungstabelle
Duldbare Höchstmenge
1000 µg pro Tag aus Nahrungsergänzung und angereicherten Lebensmitteln für Erwachsene, EFSA-Gutachten 2023, natürliche Nahrungsfolate zählen nicht dazu. Dieselbe Grenze gilt laut demselben Gutachten gemeinsam für Folsäure, das Calciumsalz und das Glucosaminsalz von Methylfolat
Einnahmeform
Tablette oder Kapsel
Zusammenspiel
Arbeitet mit Vitamin B12 bei der Remethylierung von Homocystein zusammen, siehe Wirkungstabelle und Sicherheit
Verträglichkeit
Wasserlöslich, in den üblichen Mengen gut verträglich. Kann bei einem gleichzeitigen, unerkannten Vitamin-B12-Mangel dessen Diagnose verschleiern, siehe Sicherheit

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Beitrag zu einer normalen Blutbildung

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung, Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [1], im Anhang unter dem Nährstoff "Folat" geführt, nicht "Folsäure", die Angabe deckt damit auch Methylfolat ab, siehe Formvergleich unten. Verwendungsbedingung im Anhang, wörtlich, "Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die die Mindestanforderungen an eine Folatquelle gemäß der im Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 aufgeführten Angabe [NAME DES VITAMINS/DER VITAMINE] UND/ODER [NAME DES MINERALSTOFFS/DER MINERALSTOFFE]-QUELLE erfüllen." Diese Quelle-Bedingung verlangt laut Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII Teil A [21], eine signifikante Menge von 15 Prozent der Referenzmenge je 100 Gramm bei Erzeugnissen außer Getränken, 7,5 Prozent je 100 Milliliter bei Getränken, oder 15 Prozent je Portion bei Packungen mit nur einer Portion. Bei der Referenzmenge von 200 Mikrogramm Folat [21] entspricht das 30, 15 beziehungsweise 30 Mikrogramm

    Quellen: 1, 21

  2. 02

    Beitrag zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung, Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [1], im Anhang ebenfalls unter dem Nährstoff "Folat" geführt. Dieselbe Verwendungsbedingung wie bei der Angabe zur Blutbildung gilt, Mindestmenge 15 Prozent der Referenzmenge je 100 Gramm beziehungsweise 30 Mikrogramm, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII Teil A [21]. Das Ausmaß des Homocystein-Effekts ist unten eigens ausgewertet

    Quellen: 1, 21

  3. 03

    Beitrag zur normalen psychischen Funktion

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung, Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [1], im Anhang ebenfalls unter dem Nährstoff "Folat" geführt. Dieselbe Verwendungsbedingung wie bei der Angabe zur Blutbildung gilt, Mindestmenge 15 Prozent der Referenzmenge je 100 Gramm beziehungsweise 30 Mikrogramm, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII Teil A [21]

    Quellen: 1, 21

  4. 04

    Beitrag zu einer normalen Funktion des Immunsystems

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung, Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [1], im Anhang ebenfalls unter dem Nährstoff "Folat" geführt. Dieselbe Verwendungsbedingung wie bei der Angabe zur Blutbildung gilt, Mindestmenge 15 Prozent der Referenzmenge je 100 Gramm beziehungsweise 30 Mikrogramm, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII Teil A [21]

    Quellen: 1, 21

  5. 05

    Beitrag zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung, Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [1], im Anhang ebenfalls unter dem Nährstoff "Folat" geführt. Dieselbe Verwendungsbedingung wie bei der Angabe zur Blutbildung gilt, Mindestmenge 15 Prozent der Referenzmenge je 100 Gramm beziehungsweise 30 Mikrogramm, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII Teil A [21]. Diese Angabe fehlte in der Hausrecherche zu diesem Stoff bislang

    Quellen: 1, 21

  6. 06

    Funktion bei der Zellteilung

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung, Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [1], im Anhang ebenfalls unter dem Nährstoff "Folat" geführt. Dieselbe Verwendungsbedingung wie bei der Angabe zur Blutbildung gilt, Mindestmenge 15 Prozent der Referenzmenge je 100 Gramm beziehungsweise 30 Mikrogramm, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII Teil A [21]

    Quellen: 1, 21

  7. 07

    Beitrag zu einer normalen Aminosäuresynthese

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung, Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [1], im Anhang ebenfalls unter dem Nährstoff "Folat" geführt. Dieselbe Verwendungsbedingung wie bei der Angabe zur Blutbildung gilt, Mindestmenge 15 Prozent der Referenzmenge je 100 Gramm beziehungsweise 30 Mikrogramm, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII Teil A [21]. Diese Angabe fehlte in der Hausrecherche zu diesem Stoff bislang, sie steht im Anhang der Verordnung neben 7 weiteren Folat-Angaben

    Quellen: 1, 21

  8. 08

    Beitrag zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung, Verordnung (EU) Nr. 432/2012 [1], im Anhang ebenfalls unter dem Nährstoff "Folat" geführt. Dieselbe Verwendungsbedingung wie bei der Angabe zur Blutbildung gilt, Mindestmenge 15 Prozent der Referenzmenge je 100 Gramm beziehungsweise 30 Mikrogramm, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII Teil A [21]

    Quellen: 1, 21

  9. 09

    Gesonderte, zugelassene EU-Angabe zu Folatspiegel und Neuralrohrentwicklung bei geplanter Schwangerschaft, mit ungewöhnlicher Zielgruppen-Bedingung

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Eigene, von den 8 Grundfunktionen getrennte Zulassung nach Artikel 14 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, EFSA-Gutachten Q-2013-00265, umgesetzt durch Verordnung (EU) Nr. 1135/2014 [2]. Amtlicher Wortlaut der Angabe, wörtlich zitiert, kein eigenes Urteil dieses Kompendiums, "Die ergänzende Aufnahme von Folsäure erhöht bei Schwangeren den Folatspiegel. Ein niedriger Folatspiegel ist bei Schwangeren ein Risikofaktor für die Entstehung von Neuralrohrdefekten beim heranwachsenden Fötus." Nur zulässig für Nahrungsergänzungsmittel mit mindestens 400 µg Folsäure je Tagesdosis. Ungewöhnliche Zusatzbedingung gegenüber den 8 Grundfunktionen, wörtlich, "Unterrichtung der Verbraucher, dass Frauen im gebärfähigen Alter die Zielgruppe sind und dass sich die positive Wirkung bei einer ergänzenden Aufnahme von 400 µg Folsäure täglich über einen Zeitraum von mindestens einem Monat vor und bis zu drei Monaten nach der Empfängnis einstellt". Die Angabe wurde für Folsäure zugelassen, eine gesonderte Zulassung für Methylfolat liegt nicht vor

    Quellen: 2

  10. 10

    Ausmaß der Homocystein-Senkung durch Folsäure, dosisabhängig, mit zusätzlichem Effekt von Vitamin B12

    Gut belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    Meta-Analyse mit Individualdaten aus 25 randomisierten Studien und 2596 Teilnehmenden [3] gegen Placebo beziehungsweise eine niedrigere Dosis, Folsäure senkte Homocystein dosisabhängig, standardisiert auf denselben Ausgangswert, von 13 Prozent (95%-KI 10 bis 16) bei 0,2 mg pro Tag über 20 Prozent (17 bis 22) bei 0,4 mg bis zu einem Maximaleffekt von 23 bis 25 Prozent ab 0,8 mg pro Tag. Die zusätzliche Gabe von Vitamin B12, im Mittel 0,4 mg pro Tag, senkte Homocystein um weitere 7 Prozent (95%-KI 4 bis 9), Vitamin B6 zeigte keinen zusätzlichen Effekt

    Quellen: 3

  11. 11

    Schlaganfallrisiko unter Folsäure-Supplementierung, in drei Meta-Analysen eines weitgehend gemeinsamen Studienbestands gesenkt, also ein Bestand und nicht drei unabhängige Belege, Effekt konzentriert auf Regionen ohne Anreicherung und dort auf Menschen ohne vorbestehende Gefäßerkrankung

    Gut belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    Drei Meta-Analysen randomisierter, placebokontrollierter Studien zu Folsäure, ein Teil der eingeschlossenen Studien zusätzlich mit Vitamin B12 oder B6 kombiniert. Die Übersicht von 2016 schloss insgesamt 30 Studien mit 82334 Teilnehmenden ein, der Schlaganfall-Befund selbst beruht laut Volltext auf 20 dieser Studien mit 77816 Teilnehmenden [19], relatives Risiko 0,90 (95%-KI 0,84 bis 0,96) im Modell mit festen Effekten, 0,88 (0,80 bis 0,98) im Zufallseffektmodell. Eine Auswertung von 2024 aus 21 Studien mit 115559 Teilnehmenden weltweit [20] fand ebenfalls 0,90 (95%-KI 0,83 bis 0,98). Der Studienbestand ist weitgehend derselbe, das wurde für diese Prüfung an den Literaturverzeichnissen nachgezählt, 18 der 21 Studien aus [20] stehen auch im 30-Studien-Bestand von [19], nur 3 kommen dort nicht vor, zwei Multivitamin-Studien von 2012 und 2022 sowie eine niederländische Studie von 2015. Es handelt sich also um einen Bestand und nicht um zwei unabhängige Bestätigungen. Die neuere Auswertung [20] fand den Effekt konzentriert auf Regionen ohne oder mit nur teilweiser Anreicherung von Getreide mit Folsäure, relatives Risiko 0,83 (95%-KI 0,75 bis 0,93) gegenüber 1,04 in Regionen mit Anreicherung, p für Interaktion 0,003. Innerhalb dieser Gruppe ohne oder mit nur teilweiser Anreicherung, nicht über die gesamte Auswertung hinweg, war der Effekt bei Menschen ohne vorbestehenden Schlaganfall oder Herzinfarkt am größten, relatives Risiko 0,77 (95%-KI 0,68 bis 0,86) gegenüber 0,94 bei Menschen mit entsprechender Vorgeschichte, p für Interaktion 0,008, für den zweiten Wert ohne im Abstract berichtetes Konfidenzintervall. Das erklärt vermutlich, warum eine ältere, kleinere Meta-Analyse ausschließlich an Menschen mit bereits erhöhtem Gefäßrisiko [4] keinen Effekt auf Schlaganfall gefunden hatte, relatives Risiko 0,96 (95%-KI 0,87 bis 1,06), siehe die folgende Zeile. Eine dritte Meta-Analyse aus 12 Studien mit 47523 Teilnehmenden speziell mit vorbestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung [23] fand 2019 ebenfalls eine Risikosenkung, relatives Risiko 0,85 (95%-KI 0,77 bis 0,94). Unabhängig ist auch sie nicht, alle 12 Studien ihres Literaturverzeichnisses stehen ebenfalls im Bestand von [19], 8 davon auch in [20]. Die größte Einzelstudie, eine chinesische Präventionsstudie von 2015 mit 20702 Teilnehmenden, steht in allen drei Auswertungen und trägt den Befund maßgeblich mit. Laut Volltext von [23] zeigte sich die Risikosenkung in Untergruppenanalysen nur bei alleiniger Folsäure-Gabe, relatives Risiko 0,80 (95%-KI 0,70 bis 0,93), nicht in der Untergruppe mit zusätzlichen B-Vitaminen, bei einer Tagesdosis unter 2 mg, relatives Risiko 0,79 (95%-KI 0,69 bis 0,91), nicht bei 2 mg oder mehr pro Tag, sowie bei einer Nachbeobachtung ab 40 Monaten, relatives Risiko 0,86 (95%-KI 0,78 bis 0,95), nicht bei kürzerer Nachbeobachtung. Eine Sensitivitätsanalyse mit sequenziellem Ausschluss einzelner Studien veränderte laut Volltext keines der Gesamtergebnisse zu Gesamtsterblichkeit, kardiovaskulärer Sterblichkeit, koronarer Herzerkrankung oder Schlaganfall. Zur Frage der Form, laut Volltext von [19] setzte von den 30 Studien nur eine französische Studie Methylfolat ein, alle übrigen Folsäure, die Zeile gilt damit für Folsäure. Für [23] führt PubMed keine Interessenkonflikterklärung, die Förderung stammt laut Publikation aus einem Talentförderprogramm der Region Tibet

    Quellen: 19, 20, 4, 23

  12. 12

    Koronare Ereignisse und Gesamtsterblichkeit bei Menschen mit bereits erhöhtem Gefäßrisiko, trotz Homocystein-Senkung durch Folsäure ohne Effekt gegenüber Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Meta-Analyse mit Individualdaten aus 8 randomisierten, placebokontrollierten Studien mit Folsäure als gemeinsamem Wirkstoff, ein Teil zusätzlich mit Vitamin B12 oder B6 kombiniert, und 37485 Teilnehmenden mit bereits erhöhtem Gefäßrisiko [4]. Die Wirkung wurde hier ausdrücklich geprüft und nicht gefunden. Folsäure senkte Homocystein im Mittel um 25 Prozent, hatte aber über eine mediane Nachbeobachtung von 5 Jahren gegenüber Placebo keinen Effekt auf schwere Gefäßereignisse, Rate Ratio 1,01 (95%-KI 0,97 bis 1,05), auf koronare Ereignisse, 1,03 (0,97 bis 1,10), oder auf die Gesamtsterblichkeit, 1,02 (0,97 bis 1,08). Eine spätere, größere Übersicht mit insgesamt 30 Studien und 82334 Teilnehmenden mit gemischtem, nicht durchgängig erhöhtem Ausgangsrisiko [19] bestätigt den Nullbefund für koronare Herzerkrankungsereignisse, laut Volltext aus 25 dieser Studien mit 78192 Teilnehmenden, relatives Risiko 1,04 (95%-KI 0,99 bis 1,09, p=0,16), fand für die gesamte Gefäßereignisrate aber einen kleinen Effekt, aus 22 Studien mit 74346 Teilnehmenden, relatives Risiko 0,96 (95%-KI 0,92 bis 0,99), der nach Angaben derselben Arbeit überwiegend vom Schlaganfall-Anteil getragen wird, siehe vorherige Zeile. Dieselbe dritte Meta-Analyse aus 12 Studien mit 47523 Teilnehmenden mit vorbestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung [23] fand ebenfalls keinen Effekt auf koronare Herzerkrankung, relatives Risiko 1,04 (95%-KI 0,99 bis 1,10), auf die Gesamtsterblichkeit, Hazard Ratio 0,97 (95%-KI 0,86 bis 1,10), oder auf die kardiovaskuläre Sterblichkeit, Hazard Ratio 0,87 (95%-KI 0,66 bis 1,15). Auch [23] ist kein eigener Bestand, alle 12 Studien ihres Literaturverzeichnisses stehen ebenfalls in [19]. Eine aktuelle Meta-Analyse aus 13 Studien mit 14539 Teilnehmenden mit koronarer Herzerkrankung, die Folsäure mit Vitamin B6 und B12 kombinierten [24], bestätigt 2026 den Nullbefund für schwere kardiovaskuläre Ereignisse, p=0,78, und kardiovaskuläre Sterblichkeit, relatives Risiko 0,96 (95%-KI 0,85 bis 1,07). Ihre Vergleichsgruppe war laut Volltext allerdings nicht durchgängig Placebo, zugelassen war auch eine Vitaminkombination ohne Folsäure. Sie fand eine niedrigere Rate an Gefäß-Restenose, relatives Risiko 0,65 (95%-KI 0,44 bis 0,95), dieser Einzelbefund beruht laut Volltext jedoch nur auf 3 der 13 Studien und bei starker Uneinheitlichkeit, I-Quadrat 59 Prozent

    Quellen: 4, 19, 23, 24

  13. 13

    Kognitive Leistungsfähigkeit im Alter unter Folsäure, global ohne Effekt in der gepoolten Auswertung, positiver Teilbereichsbefund als sekundärer Endpunkt einer eingeschlossenen Einzelstudie

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie an 818 Teilnehmenden im Alter von 50 bis 70 Jahren mit erhöhtem Homocystein bei normalem B12-Status [5], deren eigener primärer Endpunkt ein Marker der Gefäßwandstruktur war, Carotis-Intima-Media-Dicke, und die Kognition ausdrücklich als sekundären Endpunkt berichtet, fand nach 3 Jahren mit 800 µg Folsäure pro Tag gegenüber Placebo eine Verbesserung von Gedächtnis, Differenz der Z-Werte 0,132 (95%-KI 0,032 bis 0,233), und Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, 0,087 (0,016 bis 0,158), bei einem Rückgang von Homocystein um 26 Prozent. Die Erstautorin führt laut Affiliation eine Korrespondenzadresse bei einem Lebensmittelkonzern, Nestlé. Ein Cochrane-Review [6], der diese Studie als eine von 14 Studien zu Folsäure, B12 und/oder B6 gegen Placebo mit 27882 Teilnehmenden, überwiegend über 60 Jahre, einschließt, fand für die globale kognitive Funktion, einen anderen, umfassenderen Endpunkt als die Teilbereichsmaße aus [5], zu jedem Nachbeobachtungszeitpunkt keinen Effekt, laut Volltext bis 1 Jahr SMD 0,00 (95%-KI minus 0,08 bis 0,08, n=2556), 1 bis 2 Jahre SMD minus 0,01 (95%-KI minus 0,08 bis 0,06, n=6956), 2 bis 5 Jahre SMD minus 0,01 (95%-KI minus 0,11 bis 0,09, n=3985), 5 bis 10 Jahre SMD minus 0,01 (95%-KI minus 0,09 bis 0,07, n=10249), GRADE-Zertainität überwiegend moderat. [5] ist in diesem Review enthalten, es handelt sich nicht um zwei unabhängige, sich widersprechende Befunde, sondern um einen Teilbereichseffekt in einer sekundären Auswertung, der in der größeren, auf einen globalen Endpunkt gepoolten Auswertung nicht wiederzufinden ist. Eine deutlich neuere und größere systematische Übersicht mit 51 eingeschlossenen Artikeln und 42768 Teilnehmenden, davon 23 in der eigentlichen Meta-Analyse [25], fand 2024 über alle eingeschlossenen kognitiven Maße hinweg einen kleinen, signifikanten Effekt, SMD 0,18 (95%-KI 0,09 bis 0,28), der sich bei Aufschlüsselung nach Landespolitik ausschließlich auf Studien aus Ländern ohne verpflichtende Anreicherung von Getreide mit Folsäure zeigte, SMD 0,27 (95%-KI 0,13 bis 0,40), während er in Ländern mit verpflichtender Anreicherung nicht signifikant war, SMD 0,03 (95%-KI minus 0,06 bis 0,13). Die Niederlande, wo die FACIT-Studie [5] stattfand, hatten im Studienzeitraum keine verpflichtende Anreicherung. Diese neuere Übersicht bündelt allerdings verschiedene kognitive Maße statt eines einheitlichen globalen Endpunkts wie der Cochrane-Review [6], die beiden Arbeiten sind deshalb nicht direkt gegeneinander austauschbar, das Bild bleibt uneinheitlich

    Quellen: 5, 6, 25

  14. 14

    Formvergleich, uneinheitliches Bild zwischen Meta-Analyse und einer unabhängigen Langzeitstudie, ob Methylfolat Plasma- und Erythrozytenfolat stärker erhöht als Folsäure

    Widersprüchlich
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Meta-Analyse aus 11 randomisierten Studien mit, laut Volltext, 1264 Teilnehmerinnen im gebärfähigen Alter [7] prüfte Methylfolat direkt gegen Folsäure, davon 9 Studien mit einer als Calciumsalz deklarierten Form, Metafolin, und 2 mit Methylfolat-Tabletten. Keine der 11 Studien prüfte das Glucosaminsalz. Laut Volltext setzte eine dieser 9 Studien tatsächlich Calciumlevofolinat ein, das ist Folinsäure und kein Methylfolat, wird von den Autoren der Übersicht aber mitgezählt, und eine weitere prüfte ein hormonelles Kombinationspräparat mit zugesetztem Methylfolat statt des Reinstoffs. Gegenüber Folsäure erhöhte Methylfolat in der gepoolten Auswertung Plasmafolat, SMD 0,67 (95%-KI 0,03 bis 1,32, p=0,04, 9 Studien, 711 Teilnehmerinnen), und Erythrozytenfolat, SMD 0,42 (95%-KI 0,09 bis 0,76, p=0,01, 7 Studien, 536 Teilnehmerinnen), stärker, und senkte unverstoffwechselte Folsäure im Blut, SMD minus 1,05 (95%-KI minus 1,57 bis minus 0,53, p<0,0001, nur 2 Studien mit 67 Teilnehmerinnen). Bei Homocystein, Vitamin B12 und Betain fand sich kein Unterschied zwischen den Formen. Laut Volltext war der Formunterschied bei Plasma- und Erythrozytenfolat in Untergruppenanalysen dosisabhängig, bei einer Tagesdosis unter 0,4 mg fand sich kein Unterschied zwischen den Formen, weder bei Plasmafolat, SMD minus 0,14 (95%-KI minus 0,62 bis 0,33, p=0,56, nur 1 Studie mit 67 Teilnehmerinnen), noch bei Erythrozytenfolat, SMD minus 0,06 (95%-KI minus 0,54 bis 0,41, p=0,79, nur 1 Studie mit 69 Teilnehmerinnen). Erst ab 0,4 mg pro Tag zeigte sich der stärkere Anstieg unter Methylfolat, Plasmafolat SMD 0,78 (95%-KI 0,07 bis 1,48, p=0,03, 8 Studien, 642 Teilnehmerinnen), Erythrozytenfolat SMD 0,35 (95%-KI 0,03 bis 0,67, p=0,006, 6 Studien, 467 Teilnehmerinnen). Eine Sensitivitätsanalyse mit Ausschluss einzelner Studien veränderte die gepoolten SMD für Plasma- und Erythrozytenfolat laut Volltext nicht wesentlich, die Autorenerklärung nennt für [7] selbst keine Förderung und keinen Interessenkonflikt. Eine unabhängige, 16 Wochen dauernde Studie an 163 gesunden Erwachsenen [9], die nicht zu den 11 in [7] ausgewerteten Studien zählt und deren eigene Fragestellung war, ob Folsäure als Bezugsform für Nahrungsfolat taugt, verglich beide Formen indirekt über je einen Vergleich mit einer dritten Nahrungsfolat-Gruppe, deren Plasmafolat-Zunahme entsprach 31 Prozent der Zunahme unter Folsäure, aber 39 Prozent der Zunahme unter Methylfolat, rechnerisch war die absolute Plasmafolat-Zunahme unter Folsäure in dieser Studie also größer als unter Methylfolat, das Gegenteil der Richtung aus [7]. Diese Studie prüft den Unterschied zwischen den beiden Formen allerdings nicht selbst statistisch und berichtet dafür weder p-Wert noch Konfidenzintervall, der Gegenbefund ist ein rechnerisch abgeleiteter Wert. Bei Erythrozytenfolat war die Richtung wie in [7], aber die Differenz kleiner, die Nahrungsfolat-Zunahme entsprach 43 Prozent der Zunahme unter Folsäure und 40 Prozent der Zunahme unter Methylfolat. Eine randomisierte Crossover-Studie an 24 gesunden Erwachsenen [8], deren Erstautor laut Interessenkonflikterklärung als bezahlter externer Berater tätig war und deren zwei Ko-Autoren beim Unternehmen hinter der geprüften Methylfolat-Natriumsalz-Marke Arcofolin angestellt sind und die laut Förderhinweis im Volltext von genau diesem Unternehmen finanziert wurde, fand nach einer Einzeldosis eine mehr als doppelt so hohe Fläche unter der Plasmakonzentrationskurve für Methylfolat gegenüber einer äquimolaren Folsäuredosis, 126,0 gegenüber 56,0 nmol/L mal Stunde, p<0,001, und nur unter Folsäure einen vorübergehenden Anstieg von unverstoffwechselter Folsäure im Plasma, diese Einzeldosis-Pharmakokinetik ist mit der längerfristigen Veränderung des Folatstatus aus [7] und [9] nicht direkt vergleichbar. Ein EFSA-Gutachten von 2023 zur duldbaren Höchstmenge [22] behandelt Folsäure, das Calciumsalz und das Glucosaminsalz von Methylfolat als gemeinsam zugelassene Formen, ohne sie in den zugrunde liegenden Sicherheitsstudien getrennt auszuweisen

    Quellen: 7, 8, 9, 22

  15. 15

    MTHFR-Genvariante 677TT und Blutwerte, geringerer Anstieg von Serumfolat unter Folsäure, kein signifikanter Unterschied im Homocysteinspiegel nach Supplementierung

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Meta-Analyse aus 10 Interventionsstudien [10] fand, dass Trägerinnen und Träger der MTHFR-677TT-Variante gegenüber CC- und CT-Genotyp nach Folsäure-Supplementierung, 400 bis 1670 µg Nahrungsfolat-Äquivalente über mindestens 4 Wochen, ein um 7,2 bis 8,7 nmol/L niedrigeres Serumfolat aufwiesen, aber keinen signifikanten Unterschied im Homocysteinspiegel nach Supplementierung gegenüber den anderen Genotypen. Der Wert ist ein Vergleich zwischen den Genotypgruppen nach der Einnahme, nicht die Differenz der Zunahmen. Dieselbe Arbeit berichtet für die TT-Gruppe schon vor jeder Supplementierung ein um 2,5 bis 3,6 nmol/L niedrigeres Serumfolat, ein Teil des Abstands besteht also bereits am Anfang. Eine randomisierte Crossover-Studie an 24 Frauen, 16 mit TT- und 8 mit CC-Genotyp [11], bestätigte für eine Einzeldosis, Methylfolat erhöhte das Plasmafolat unabhängig vom Genotyp stärker als eine äquimolare Folsäuredosis, und unverstoffwechselte Folsäure trat unter Folsäure regelmäßig, unter Methylfolat selten auf. Beide Arbeiten prüften ausschließlich Blutwerte, keine einen spürbaren oder funktionalen Endpunkt. Der Seniorautor von [11] ist derselbe wie ein Ko-Autor von Quelle [8] in der Formvergleichszeile oben, für [11] selbst führt PubMed keine Interessenkonflikterklärung, der Volltext nennt jedoch im Förderhinweis einen Arzneimittelhersteller als Geldgeber und erklärt zugleich, keiner der Autoren habe einen Interessenkonflikt mit der fördernden Einrichtung

    Quellen: 10, 11

  16. 16

    MTHFR-Genvariante und spürbare Endpunkte, Kognition und Stimmung, in einer Bevölkerungsstichprobe ohne berichteten Zusammenhang

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Untersuchung [12] bestimmte die MTHFR-677C→T-Genvariante in einer bevölkerungsbasierten Stichprobe von 777 gesunden Teilnehmenden im Alter von 24 bis 82 Jahren, Maastricht Aging Study, und prüfte den Zusammenhang mit kognitiver Leistung, bei einem Teil mit bis zu 12 Jahren Nachbeobachtung, n=612, und mit Stimmung, Depressions-Subskala der Symptom Checklist 90, bei Studienbeginn, n=772, und nach 12 Jahren, n=565. Nach Kontrolle für Alter, Geschlecht und Bildung fand sich weder zu Studienbeginn noch über die Nachbeobachtungszeit ein Zusammenhang zwischen der Genvariante und Kognition oder Stimmung. Dieselbe Arbeit prüfte zusätzlich eine zweite, klinisch vorausgewählte Stichprobe von 818 Teilnehmenden im Alter von 50 bis 70 Jahren mit erhöhtem Homocystein bei Studienbeginn, der Ausgangsstichprobe der FACIT-Studie, siehe auch [5]. Dort wurde die MTHFR-Variante allerdings nicht bestimmt, sie geht in diesen Befund nicht ein. Die Arbeit berichtet für den Nullbefund kein Effektmaß mit Konfidenzintervall, nur ein Ergebnis der Signifikanzprüfung nach Kontrolle für Störgrößen, der Zusammenhang wurde damit geprüft und nicht gefunden, die Unschärfe des fehlenden Konfidenzintervalls bleibt als Vorbehalt bestehen

    Quellen: 12

  17. 17

    Immunfunktions-Marker, Zytotoxizität natürlicher Killerzellen, bei hoher Folsäure-Zufuhr in zwei kleinen Studien vermindert, in einer Untergruppe einer der beiden Studien gegenteilig

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine unkontrollierte Interventionsstudie ohne Placebo-Vergleichsarm an 30 gesunden Erwachsenen [13], 90 Tage lang 5 mg Folsäure pro Tag, das Fünffache der von der EFSA festgelegten duldbaren Höchstmenge von 1000 µg pro Tag [22], zeigte gegenüber dem eigenen Ausgangswert einen Anstieg von unverstoffwechselter Folsäure im Serum um das 5- bis 12-Fache sowie eine Abnahme von Anzahl, p<0,001, und Zytotoxizität, p=0,003, natürlicher Killerzellen. Eine frühere Querschnittsstudie an 105 gesunden Frauen nach den Wechseljahren [14] hatte einen umgekehrten Zusammenhang zwischen nachweisbarer unverstoffwechselter Folsäure im Plasma und einer im Mittel 23 Prozent niedrigeren Zytotoxizität natürlicher Killerzellen beschrieben, p=0,04, stärker ausgeprägt bei Frauen ab 60 Jahren. Dieselbe Studie [14] fand in einer anderen Untergruppe das Gegenteil, Frauen mit niedriger Folat-Zufuhr über die Nahrung, die zusätzlich folsäurehaltige Präparate einnahmen, hatten eine signifikant höhere Zytotoxizität natürlicher Killerzellen als Frauen mit ebenfalls niedriger Nahrungszufuhr ohne Präparate, p=0,01. Beide Arbeiten sind klein, die erste ohne Kontrollgruppe, die zweite querschnittlich und damit nicht ursächlich beweisend, eine klinische Folge der veränderten Zellzahl wurde in keiner der beiden untersucht

    Quellen: 13, 14, 22

Wichtig zur Einordnung: Die 8 behördlich gesicherten Grundfunktionen und die gesonderte Angabe zu Folatspiegel und Neuralrohrentwicklung beschreiben, wozu der Körper Folat braucht beziehungsweise unter welcher engen Bedingung eine Angabe zugelassen ist. Sie sagen nicht, dass eine zusätzliche Einnahme über den Bedarf hinaus einen weiteren Nutzen für Herz, Gefäße oder Kognition bringt, wenn kein Mangel vorliegt. Das zeigen die folgenden Zeilen der Tabelle.

Studien im Detail

Homocystein und Herz-Kreislauf, Ausmaß und Grenzen

Die Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse aus 25 randomisierten Studien [3] zeigt, dass der homocysteinsenkende Effekt von Folsäure ab etwa 0,8 mg pro Tag ein Plateau erreicht, niedrigere Dosen wie 0,2 oder 0,4 mg pro Tag erzielen 60 beziehungsweise 90 Prozent dieses Maximaleffekts. Vitamin B12 legt unabhängig davon noch einmal rund 7 Prozent drauf, Vitamin B6 trägt nichts bei.

Ob diese Homocystein-Senkung selbst etwas für Herz und Gefäße bringt, fällt je nach Endpunkt unterschiedlich aus. Für koronare Ereignisse und die Gesamtsterblichkeit zeigt sich über drei Meta- Analysen aus den Jahren 2010, 2016 und 2019 [4, 19, 23] durchgängig kein Effekt gegenüber Placebo, wobei der Studienbestand von [23] vollständig in dem von [19] enthalten ist, eine vierte, sehr aktuelle Arbeit von 2026 zu kombinierten B-Vitaminen bei koronarer Herzerkrankung [24] bestätigt das für schwere kardiovaskuläre Ereignisse und die kardiovaskuläre Sterblichkeit, findet aber eine niedrigere Rate an Gefäß-Restenose. Für Schlaganfall dagegen finden drei Meta-Analysen aus den Jahren 2016, 2019 und 2024 [19, 20, 23] übereinstimmend ein um 10 bis 15 Prozent niedrigeres Risiko. Unabhängig voneinander sind diese drei Auswertungen jedoch nicht. Ein Abgleich der Literaturverzeichnisse zeigt, dass 18 der 21 Studien aus [20] auch im Bestand von [19] stehen und alle 12 Studien aus [23] ebenfalls, die größte Einzelstudie steht in allen dreien. Es ist ein Studienbestand, der dreimal ausgewertet wurde. Die Auswertung von 2024 fand den stärkeren Effekt in Regionen ohne oder mit nur teilweiser Getreideanreicherung. Innerhalb dieser Gruppe war er bei Menschen ohne früheren Schlaganfall oder Herzinfarkt stärker als bei Menschen mit einer solchen Vorgeschichte. Die älteste, kleinere Meta-Analyse [4], die keinen Schlaganfall-Effekt fand, untersuchte ausschließlich Menschen mit bereits erhöhtem Gefäßrisiko, also genau die Gruppe, in der auch die neueren, größeren Auswertungen selbst den kleinsten beziehungsweise keinen Effekt finden. Die Befunde stehen sich damit nicht wirklich entgegen, sie beschreiben unterschiedliche Ausgangsrisikogruppen. Laut Volltext der Meta-Analyse [23] speziell mit vorbestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung war die Schlaganfall-Risikosenkung zudem nur in Untergruppenanalysen bei alleiniger Folsäure-Gabe statistisch von null verschieden, nicht bei zusätzlicher Gabe anderer B-Vitamine, bei niedrigerer Tagesdosis, unter 2 mg, statt bei höherer, sowie bei längerer Nachbeobachtung, ab 40 Monaten, statt bei kürzerer. Eine Sensitivitätsanalyse mit sequenziellem Ausschluss einzelner Studien veränderte laut Volltext keines der Gesamtergebnisse dieser Arbeit.

Kognitive Leistungsfähigkeit im Alter

Die FACIT-Studie [5] ist die größte einzelne, placebokontrollierte Humanstudie zu Folsäure und Kognition, 818 Teilnehmende, 3 Jahre, 800 µg pro Tag. Ihr eigener primärer Endpunkt war ein Marker der Gefäßwandstruktur, Carotis-Intima-Media-Dicke, Kognition wird im Abstract ausdrücklich als sekundärer Endpunkt geführt. Die Studie fand für Gedächtnis und Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit kleine, aber statistisch von null verschiedene Effekte gegenüber Placebo. Die Erstautorin nennt als Korrespondenzadresse eine Adresse bei einem Lebensmittelkonzern, Nestlé, was hier ebenso offengelegt wird wie die Herstellernähe bei den Formvergleichsstudien unten.

Der aktuelle Cochrane-Review [6] wertet diese Studie zusammen mit 13 weiteren aus, sie ist darin enthalten, und kommt in seiner eigenen Summary-of-Findings-Tabelle für die globale kognitive Funktion, einen umfassenderen Endpunkt als die Teilbereichsmaße der FACIT-Studie, zu jedem Nachbeobachtungszeitraum auf standardisierte Mittelwertdifferenzen nahe null, mit Konfidenzintervallen, laut Volltext bis 1 Jahr SMD 0,00 (95%-KI minus 0,08 bis 0,08, n=2556), 1 bis 2 Jahre SMD minus 0,01 (95%-KI minus 0,08 bis 0,06, n=6956), 2 bis 5 Jahre SMD minus 0,01 (95%-KI minus 0,11 bis 0,09, n=3985), 5 bis 10 Jahre SMD minus 0,01 (95%-KI minus 0,09 bis 0,07, n=10249), GRADE-Zertainität überwiegend moderat. Weil die FACIT-Studie im Review enthalten ist, sind das kein Widerspruch, sondern ein Teilbereichsbefund und seine Einordnung in eine größere, auf einen anderen, globaleren Endpunkt gepoolte Auswertung.

Eine deutlich neuere und größere systematische Übersicht, 51 eingeschlossene Artikel mit 42768 Teilnehmenden, davon 23 in der eigentlichen Meta-Analyse [25], fand 2024 über alle eingeschlossenen kognitiven Maße hinweg dagegen einen kleinen, signifikanten Effekt, SMD 0,18 (95%-KI 0,09 bis 0,28). Bei Aufschlüsselung nach der Anreicherungspolitik des jeweiligen Landes zeigte sich dieser Effekt ausschließlich in Studien aus Ländern ohne verpflichtende Anreicherung von Getreide mit Folsäure, SMD 0,27 (95%-KI 0,13 bis 0,40), während er in Ländern mit verpflichtender Anreicherung nicht signifikant war, SMD 0,03 (95%-KI minus 0,06 bis 0,13), ein Muster, das dem bei Schlaganfall oben ähnelt. Die Niederlande, wo die FACIT-Studie stattfand, hatten im Studienzeitraum keine verpflichtende Anreicherung. Diese Übersicht bündelt allerdings verschiedene kognitive Maße statt eines einheitlichen globalen Endpunkts, sie ist mit dem Cochrane-Review nicht direkt austauschbar.

Für den Menschen, der wissen will, ob eine Folsäure-Einnahme die eigene kognitive Leistung spürbar verbessert, ist die ehrlichste Antwort deshalb uneinheitlich: Die methodisch strengste, GRADE-bewertete Auswertung mit einem einheitlichen globalen Endpunkt findet insgesamt keinen Effekt, eine größere, neuere, aber methodisch heterogenere Übersicht findet einen kleinen Effekt, der sich auf Regionen ohne Pflichtanreicherung konzentriert.

Folsäure gegenüber Methylfolat, was Studien tatsächlich geprüft haben

Ein zentraler Punkt für diesen Eintrag, mit einer rechtlichen und einer wissenschaftlichen Seite, die getrennt zu betrachten sind. Rechtlich führt Verordnung (EU) Nr. 432/2012 alle 8 Grundfunktionen unter dem Nährstoff "Folat", nicht "Folsäure". Diese Angaben gelten damit für Folat im Allgemeinen und schließen Methylfolat ein. Wissenschaftlich wurden die meisten der zugrunde liegenden Homocystein- und Kognitionsstudien allerdings mit Folsäure durchgeführt, nicht mit Methylfolat. Eine Ausnahme bildet die gesonderte Artikel-14-Angabe zu Folatspiegel und Neuralrohrentwicklung, die ausdrücklich nur für Folsäure zugelassen ist, siehe oben.

Direkte Vergleichsstudien zwischen Methylfolat und Folsäure gibt es, sie sind kleiner und neueren Datums, und keine von ihnen prüft das Glucosaminsalz. Die aktuellste Meta-Analyse [7], 11 randomisierte Studien an Frauen im gebärfähigen Alter, findet für Methylfolat höhere Plasma- und Erythrozytenfolat-Werte als für Folsäure und weniger unverstoffwechselte Folsäure im Blut, aber keinen Unterschied bei Homocystein, Vitamin B12 oder Betain. Von den 9 als Calciumsalz geführten Studien prüfte laut Volltext eine tatsächlich Calciumlevofolinat, eine Form der Folinsäure statt Methylfolat, und eine weitere prüfte ein hormonelles Kombinationspräparat mit zugesetztem Methylfolat statt des Reinstoffs, beides schwächt die Reinheit des Studienbestands. Laut Volltext war der gefundene Formunterschied bei Plasma- und Erythrozytenfolat außerdem dosisabhängig: Unterhalb von 0,4 mg pro Tag, in nur einer Studie geprüft, fand sich kein Unterschied zwischen den Formen, weder bei Plasmafolat noch bei Erythrozytenfolat. Erst ab 0,4 mg pro Tag zeigte sich der stärkere Anstieg unter Methylfolat. Eine akute Pharmakokinetik-Studie [8] mit dem größten gemessenen Unterschied war vom Hersteller der geprüften Methylfolat-Natriumsalz-Marke mitfinanziert, mit einem dort angestellten Ko-Autor, der Erstautor war zudem laut Interessenkonflikterklärung als bezahlter externer Berater tätig. Eine unabhängige, 16 Wochen dauernde Studie ohne diese Verbindung [9] fand für die längerfristige Veränderung des Folatstatus ein geteiltes Bild: Bei Plasmafolat war die absolute Zunahme unter Folsäure größer als unter Methylfolat, rechnerisch aus dem Vergleich beider Formen mit derselben dritten Nahrungsfolat-Gruppe, das Gegenteil der Richtung aus der Meta-Analyse [7]. Bei Erythrozytenfolat war die Richtung wie in [7], aber die Differenz deutlich kleiner. Ein EFSA-Gutachten von 2023 zur duldbaren Höchstmenge [22] behandelt Folsäure, das Calciumsalz und das Glucosaminsalz von Methylfolat als gemeinsam zugelassene Formen, ohne sie in den zugrunde liegenden Sicherheitsstudien getrennt auszuweisen. Es schließt insofern die rechtliche Lücke bei den Grundfunktionen, aber nicht die wissenschaftliche Lücke beim Formvergleich.

Die MTHFR-Genvariante, Blutwerte gegen spürbare Wirkung

Die verbreitete Begründung für Methylfolat lautet, Trägerinnen und Träger der MTHFR-677TT-Variante könnten Folsäure schlechter verwerten. Das lässt sich an Blutwerten zeigen: Eine Meta-Analyse aus 10 Studien [10] und eine kontrollierte Einzeldosis-Studie [11] finden bei diesem Genotyp tatsächlich einen geringeren Anstieg des Serumfolats unter Folsäure und regelmäßiger unverstoffwechselte Folsäure im Plasma. Der Seniorautor von [11] ist derselbe wie ein Ko-Autor von Quelle [8] im vorigen Abschnitt, für [11] selbst führt PubMed keine Interessenkonflikterklärung. Bei Homocystein, dem Stoffwechsel-Endpunkt, der die Angaben zu Blutbildung und Gefäßen trägt, verschwindet der Genotyp-Unterschied nach Supplementierung dagegen.

Für Endpunkte, die ein Mensch tatsächlich spürt, Kognition und Stimmung, prüfte eine Arbeit [12] gezielt eine bevölkerungsbasierte Stichprobe von 777 gesunden Erwachsenen mit bis zu 12 Jahren Nachbeobachtung und fand keinen berichteten Zusammenhang mit der Genvariante. Eine zweite, in derselben Arbeit mitgeführte Stichprobe von 818 klinisch vorausgewählten Teilnehmenden mit erhöhtem Homocystein, der Ausgangsstichprobe der FACIT-Studie, trägt zu diesem Befund nichts bei, weil dort die MTHFR-Variante nicht bestimmt wurde. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall nennt die Arbeit für den Nullbefund nicht. Die MTHFR-Diskussion ist damit an Blutwerten teilweise belegt und an spürbaren Endpunkten bislang nur mit dieser Einschränkung untersucht, das ist ein wichtiger Unterschied.

Unverstoffwechselte Folsäure und Immunfunktion

Wird mehr Folsäure aufgenommen, als die Leber in der verfügbaren Zeit zu Methylfolat umwandeln kann, erscheint unveränderte Folsäure im Blut. Bei Methylfolat entfällt dieser Umwandlungsschritt, entsprechend selten wird es dort beobachtet [7, 8, 11]. Ob das gesundheitlich etwas bedeutet, ist dünner belegt als die reine Blutwert-Beobachtung: Eine unkontrollierte Studie mit sehr hoher Dosis, 5 mg pro Tag über 90 Tage, dem Fünffachen der duldbaren Höchstmenge [13, 22], und eine ältere Querschnittsstudie [14] finden beide eine verminderte Zytotoxizität natürlicher Killerzellen in Zusammenhang mit unverstoffwechselter Folsäure. Dieselbe Querschnittsstudie [14] berichtet für eine andere Untergruppe das Gegenteil, Frauen mit niedriger Folat-Zufuhr über die Nahrung, die zusätzlich folsäurehaltige Präparate einnahmen, hatten eine signifikant höhere Zytotoxizität als Frauen mit ebenfalls niedriger Nahrungszufuhr ohne Präparate. Keine der beiden Arbeiten hat eine Kontrollgruppe im Sinn einer randomisierten Zuteilung, keine hat geprüft, ob diese Zellveränderung eine spürbare Folge hat.

Tier- und Laborstudien

Für diesen Eintrag wurden keine eigenständigen Tier- oder Zellstudien ausgewertet, alle oben zitierten Arbeiten wurden an Menschen durchgeführt.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Folat ist wasserlöslich, überschüssige Mengen aus natürlicher Nahrung werden ausgeschieden. Für Folsäure aus Nahrungsergänzung und angereicherten Lebensmitteln hat die EFSA 2023 eine duldbare Höchstmenge von 1000 µg pro Tag für Erwachsene bestätigt, natürliche Nahrungsfolate sind davon ausgenommen [22]. Dieselbe Höchstmenge gilt laut demselben Gutachten gemeinsam für Folsäure, das Calciumsalz und das Glucosaminsalz von Methylfolat [22]. Als kritischen Effekt für die Ableitung dieser Grenze nennt das Gutachten das Fortschreiten neurologischer Symptome bei Menschen mit einem Vitamin-B12-Mangel [22].

Ein wichtiger Punkt betrifft das Zusammenspiel mit Vitamin B12: Eine hohe Folsäurezufuhr kann einen gleichzeitigen, unerkannten B12-Mangel diagnostisch verschleiern, während die Stoffwechselfolgen weiterlaufen. In einer Querschnittsauswertung der US-amerikanischen NHANES-Erhebung an 1459 älteren Teilnehmenden mit normalem Serumkreatinin und ohne bestimmte Vorerkrankungen [15] war in der Untergruppe mit labordiagnostisch niedrigem B12-Status ein hoher Serumfolatwert gegenüber einem niedrigeren mit einer höheren Odds Ratio für ein verändertes Blutbild verbunden, 3,1 (95%-KI 1,5 bis 6,6), und für eine veränderte Punktzahl im kognitiven Test, 2,6 (95%-KI 1,1 bis 6,1) [15]. Bei normalem B12-Status zeigte sich dieser Zusammenhang nicht, dort war ein hoher Folatwert sogar mit einer niedrigeren Odds Ratio für die kognitive Testveränderung verbunden, 0,4 (95%-KI 0,2 bis 0,9). Die Daten sind querschnittlich und damit nicht ursächlich beweisend, sie stützen aber die Vorsicht, B12-Status und Folatzufuhr gemeinsam zu betrachten statt getrennt.

Zur langfristigen Einnahme höherer Folsäuremengen bei Menschen mit vorausgegangenen Darmpolypen liegt ein uneinheitliches Bild vor: Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie an 1021 Personen [16] mit 2 Nachbeobachtungszyklen, dem ersten nach 3 Jahren und dem zweiten 3 oder 5 Jahre später, fand unter 1 mg Folsäure pro Tag gegenüber Placebo beim ersten Zyklus keinen Unterschied beim Wiederauftreten irgendeines Polypen, aber beim zweiten Zyklus eine höhere Rate fortgeschrittener Läsionen, 11,6 gegenüber 6,9 Prozent, Risk Ratio 1,67 (95%-KI 1,00 bis 2,80, p=0,05), sowie eine höhere Rate von 3 oder mehr Polypen gleichzeitig. Eine spätere, unabhängige randomisierte Studie an 672 Personen mit derselben Vorgeschichte über eine individuelle Teilnahmedauer von 3 bis 6,5 Jahren bis zu einem festen Studienende [17] fand diesen Zusammenhang nicht, Risk Ratio 0,82 (95%-KI 0,59 bis 1,13), wies aber eine signifikante Wechselwirkung mit dem Ausgangs-Folatspiegel aus, bei niedrigem Ausgangsspiegel senkte Folsäure die Rückfallrate, Risk Ratio 0,61 (95%-KI 0,42 bis 0,90, p=0,01), bei hohem Ausgangsspiegel zeigte sich kein Effekt, Risk Ratio 1,28 (95%-KI 0,82 bis 1,99, p=0,27), Interaktions-p=0,01. Diese beiden Studien betreffen das Wiederauftreten von Darmpolypen, einen anderen Endpunkt als die Gesamtkrebsrate. Eine breiter angelegte Meta-Analyse aus 13 randomisierten Studien mit 49406 Teilnehmenden [18] fand für die Gesamtkrebsrate unter Folsäure gegenüber Placebo keinen erhöhten Wert, Risk Ratio 1,05 (95%-KI 0,99 bis 1,11), sie beantwortet die engere Frage nach Darmpolypen aber nicht, weil Polypen und Krebsdiagnosen unterschiedliche Endpunkte sind. Der Polypen-Befund aus [16] bleibt damit ein einzelner Signalwert bei einer bestimmten Studienpopulation mit bereits diagnostizierten Polypen, weder durch [17] bestätigt noch durch [18] direkt widerlegt. Das EFSA-Gutachten zur duldbaren Höchstmenge [22] hat diese und weitere Studien zu Darmpolypen im Rahmen einer eigenen systematischen Übersicht bewertet und kommt laut Volltext zu dem Schluss, dass die verfügbare Evidenz nicht ausreicht, um einen ursächlichen Zusammenhang zwischen einer hohen Folat-Zufuhr und dem Risiko für Darmkrebs zu belegen, ebenso wenig für Prostatakrebs oder eine eingeschränkte kognitive Funktion bei Menschen mit niedrigem B12-Status.

In derselben Studienpopulation wie [16], der Aspirin/Folate Polyp Prevention Study, fand eine gesonderte Auswertung bei den 643 männlichen Teilnehmern zu Prostatakrebs [26] unter 1000 µg Folsäure pro Tag gegenüber Placebo eine höhere geschätzte 10-Jahres-Diagnosewahrscheinlichkeit, 9,7 Prozent (95%-KI 6,5 bis 14,5) gegenüber 3,3 Prozent (95%-KI 1,7 bis 6,4), altersadjustierte Hazard Ratio 2,63 (95%-KI 1,23 bis 5,65, p=0,01). Die Auswertung beruht auf 34 Krebsfällen in derselben Studienpopulation, die auch die Darmpolypen-Daten oben liefert, keiner unabhängigen zweiten Studiengruppe. Die breiter angelegte Krebs-Meta-Analyse [18] fand für Prostatakrebs über 5 Studien mit 27065 Teilnehmenden, darunter vermutlich dieselbe Studie, insgesamt keinen erhöhten Wert, relatives Risiko 1,17 (95%-KI 0,84 bis 1,62, p=0,35). Der einzelne Signalwert aus [26] steht damit neben einem gepoolten Nullbefund über mehrere Studien, ohne dass sich beides gegenseitig aufhebt, weil unklar bleibt, wie stark eine einzelne Studie das gepoolte Ergebnis in [18] beeinflusst.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    Rechtsakt auf Grundlage abgeschlossener EFSA-Bewertungen · 2012

    Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel

    Europäische Kommission Amtsblatt der Europäischen Union

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04, 05, 06, 07, 08

  2. 02

    Rechtsakt auf Grundlage einer abgeschlossenen EFSA-Bewertung, EFSA-Q-2013-00265 · 2014

    Verordnung (EU) Nr. 1135/2014 zur Zulassung einer gesundheitsbezogenen Angabe über Lebensmittel betreffend die Verringerung eines Krankheitsrisikos

    Europäische Kommission Amtsblatt der Europäischen Union

    Zur Zuschreibung: 09

  3. 03

    Meta-Analyse mit Individualdaten aus 25 randomisierten Studien · 2005

    Dose-dependent effects of folic acid on blood concentrations of homocysteine, a meta-analysis of the randomized trials

    Homocysteine Lowering Trialists' Collaboration Am J Clin Nutr

    Zur Zuschreibung: 10

  4. 04

    Meta-Analyse mit Individualdaten aus 8 randomisierten Studien · 2010

    Effects of lowering homocysteine levels with B vitamins on cardiovascular disease, cancer, and cause-specific mortality, meta-analysis of 8 randomized trials involving 37485 individuals

    Clarke R, et al. Arch Intern Med

    Zur Zuschreibung: 11, 12

  5. 05

    Randomisierte, placebokontrollierte Studie · 2007

    Effect of 3-year folic acid supplementation on cognitive function in older adults in the FACIT trial, a randomised, double blind, controlled trial

    Durga J, et al. Lancet

    Zur Zuschreibung: 13

  6. 06

    Cochrane-Review aus 14 Studien zu B-Vitaminen, GRADE moderat bis niedrig · 2018

    Vitamin and mineral supplementation for maintaining cognitive function in cognitively healthy people in mid and late life

    Rutjes AW, et al. Cochrane Database Syst Rev

    Zur Zuschreibung: 13

  7. 07

    Meta-Analyse aus 11 randomisierten Studien · 2025

    The effectiveness and safety of the active form of folate on biochemical parameters in women of childbearing age, a systematic review and meta-analysis

    Xie M, et al. Medicine (Baltimore)

    Zur Zuschreibung: 14

  8. 08

    Randomisierte Crossover-Studie · 2020

    Pharmacokinetics of sodium and calcium salts of (6S)-5-methyltetrahydrofolic acid compared to folic acid and indirect comparison of the two salts

    Obeid R, et al. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 14

  9. 09

    Randomisierte, placebokontrollierte Interventionsstudie · 2010

    Comparison of (6S)-5-methyltetrahydrofolic acid v. folic acid as the reference folate in longer-term human dietary intervention studies assessing the relative bioavailability of natural food folates

    Wright AJ, et al. Br J Nutr

    Zur Zuschreibung: 14

  10. 10

    Meta-Analyse aus 10 Interventionsstudien · 2017

    The impact of MTHFR 677 C/T genotypes on folate status markers, a meta-analysis of folic acid intervention studies

    Colson NJ, et al. Eur J Nutr

    Zur Zuschreibung: 15

  11. 11

    Randomisierte Crossover-Studie · 2009

    [6S]-5-methyltetrahydrofolate increases plasma folate more effectively than folic acid in women with the homozygous or wild-type 677C to T polymorphism of methylenetetrahydrofolate reductase

    Prinz-Langenohl R, et al. Br J Pharmacol

    Zur Zuschreibung: 15

  12. 12

    Bevölkerungsbasierte Studie an 2 unabhängigen Kohorten · 2011

    Genetic variation in folate metabolism is not associated with cognitive functioning or mood in healthy adults

    Schiepers OJ, et al. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry

    Zur Zuschreibung: 16

  13. 13

    Unkontrollierte Interventionsstudie ohne Placebo-Arm · 2017

    A daily dose of 5 mg folic acid for 90 days is associated with increased serum unmetabolized folic acid and reduced natural killer cell cytotoxicity in healthy Brazilian adults

    Paniz C, et al. J Nutr

    Zur Zuschreibung: 17

  14. 14

    Querschnittsstudie · 2006

    Unmetabolized folic acid in plasma is associated with reduced natural killer cell cytotoxicity among postmenopausal women

    Troen AM, et al. J Nutr

    Zur Zuschreibung: 17

  15. 15

    Querschnittsstudie auf Basis der NHANES-Erhebung · 2007

    Folate and vitamin B-12 status in relation to anemia, macrocytosis, and cognitive impairment in older Americans in the age of folic acid fortification

    Morris MS, et al. Am J Clin Nutr

  16. 16

    Randomisierte, placebokontrollierte Studie · 2007

    Folic acid for the prevention of colorectal adenomas, a randomized clinical trial

    Cole BF, et al. JAMA

  17. 17

    Randomisierte, placebokontrollierte Studie · 2009

    A randomized trial on folic acid supplementation and risk of recurrent colorectal adenoma

    Wu K, et al. Am J Clin Nutr

  18. 18

    Meta-Analyse aus 13 randomisierten Studien · 2013

    Folic acid supplementation and cancer risk, a meta-analysis of randomized controlled trials

    Qin X, et al. Int J Cancer

  19. 19

    Meta-Analyse aus 30 randomisierten Studien · 2016

    Folic Acid Supplementation and the Risk of Cardiovascular Diseases, a Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials

    Li Y, et al. J Am Heart Assoc

    Zur Zuschreibung: 11, 12

  20. 20

    Systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 21 randomisierten Studien · 2024

    Folic acid supplementation for stroke prevention, a systematic review and meta-analysis of 21 randomized clinical trials worldwide

    Zhang N, et al. Clin Nutr

    Zur Zuschreibung: 11

  21. 21

    Rechtsakt, Referenzmengen und Definition der signifikanten Menge · 2011

    Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Anhang XIII

    Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union Amtsblatt der Europäischen Union

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04, 05, 06, 07, 08

  22. 22

    Wissenschaftliches Gutachten zur duldbaren Höchstmenge · 2023

    Scientific opinion on the tolerable upper intake level for folate

    EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA Panel), et al. EFSA J

    Zur Zuschreibung: 14, 17

  23. 23

    Meta-Analyse aus 12 randomisierten Studien · 2019

    The effect of folic acid in patients with cardiovascular disease, a systematic review and meta-analysis

    Wang Y, et al. Medicine (Baltimore)

    Zur Zuschreibung: 11, 12

  24. 24

    Meta-Analyse aus 13 randomisierten Studien · 2026

    Combined B-vitamin supplementation on homocysteine and vascular outcomes in coronary heart disease, a meta-analysis

    Guo L, et al. Ann Med

    Zur Zuschreibung: 12

  25. 25

    Systematische Übersicht aus 51 Artikeln, Meta-Analyse aus 23 randomisierten Studien · 2024

    A Comparative Study Evaluating the Effectiveness of Folate-Based B Vitamin Intervention on Cognitive Function of Older Adults under Mandatory Folic Acid Fortification Policy, a Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials

    Zhang L, et al. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 13

  26. 26

    Randomisierte, placebokontrollierte Studie, Auswertung derselben Studienpopulation wie Quelle 16 · 2009

    Folic acid and risk of prostate cancer, results from a randomized clinical trial

    Figueiredo JC, et al. J Natl Cancer Inst

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