Hericium Erinaceus-Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pilze
Hericium erinaceus · Igelstachelbart · Löwenmähne · Lion's Mane · Yamabushitake
Auf einen Blick
- Was es ist
- Extrakt aus dem Fruchtkörper, seltener aus dem Myzel, des Igel-Stachelbarts (Hericium erinaceus), reich an den für diesen Pilz charakteristischen Sekundärstoffen Hericenone (Fruchtkörper) und Erinacine (Myzel) sowie an Polysacchariden. Kein Extrakt aus einem einzelnen isolierten Wirkstoff
- Herkunft
- Ein auf Laubholz wachsender Baumpilz aus Ostasien, Europa und Nordamerika, in der chinesischen Medizinküche traditionell unter anderem bei Magenbeschwerden verwendet. Für Nahrungsergänzungsmittel wird meist der getrocknete Fruchtkörper extrahiert, seltener das im Labor gezüchtete Myzel
- Wirkform in Studien
- Überwiegend der ganze getrocknete Fruchtkörper als Pulver oder Tablette beziehungsweise ein daraus hergestellter, nicht auf einen einzelnen Polysaccharid- oder Hericenon-Marker standardisierter Extrakt. Anders als bei Shiitake und Cordyceps militaris stützt sich die Humanevidenz zu Hericium erinaceus in diesem Kompendium überwiegend auf ganze oder wenig fraktionierte Zubereitungen, nicht auf isolierte, gesondert benannte Polysaccharid-Wirkstoffe, siehe Einordnung im Text unten
- Übliche Studiendosis
- 1 bis 3 g Fruchtkörper-Pulver oder Extrakt täglich in den meisten Interventionsstudien, akute Einzeldosen von 1 bis 1,8 g
- Bekannt geworden durch
- Die seit den 1990er Jahren vor allem in Japan betriebene Erforschung von Hericenonen und Erinacinen als Stimulatoren des Nervenwachstumsfaktors NGF. In der traditionellen chinesischen Medizin wurde der Pilz daneben schon früher bei Magenbeschwerden eingesetzt
- Verträglichkeit
- In den vorliegenden Studien und Übersichtsarbeiten überwiegend gut verträglich, als häufigste Nebenwirkung werden Magen-Darm-Beschwerden genannt. Ein Fallbericht beschreibt eine Leberwertveränderung bei einer Person unter einem Mischpräparat aus zwei Heilpilzen, siehe Sicherheit
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Kognitive Testleistung bei älteren Erwachsenen, in einer Studie an Personen mit leichter kognitiver Einschränkung und in einer zweiten an kognitiv unauffälligen Personen, jeweils nur bei einem Teil der eingesetzten Tests besser als unter Placebo
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie nahmen 30 Personen zwischen 50 und 80 Jahren mit ärztlich festgestellter, im Abstract nicht mit einem Zahlenkriterium quantifizierter leichter kognitiver Einschränkung 16 Wochen lang täglich 3 g eines zu 96 Prozent aus Yamabushitake-Trockenpulver bestehenden Tablettenpräparats oder Placebo ein, aufgeteilt in zwei Gruppen zu je 15 Personen [1]. An den Messzeitpunkten Woche 8, 12 und 16 waren die Werte auf einer an die Hasegawa-Demenz-Skala angelehnten Kognitionsskala in der Verum-Gruppe signifikant höher als in der Placebo-Gruppe und stiegen mit der Einnahmedauer weiter an; vier Wochen nach dem Ende der 16-wöchigen Einnahme sanken sie in der Verum-Gruppe wieder deutlich ab [1]. Der Erstautor war zum Zeitpunkt der Publikation im Labor eines japanischen Pilzherstellers (Hokuto Corporation) angestellt, was bei der Einordnung zu berücksichtigen ist [1]. Eine zweite, 2019 veröffentlichte randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie an zwei Standorten in Fukuoka (Volltext gelesen) ließ 31 ausgewertete Personen über 50 Jahren (16 Verum, 15 Placebo, im Mittel 61,8 und 60,8 Jahre) 12 Wochen lang täglich 3,2 g Fruchtkörperpulver oder Placebo einnehmen und maß die kognitive Leistung mit drei Tests (MMSE, Benton-Sehgedächtnistest, verbaler Lernpaartest) [2]. Eingeschlossen wurden ausdrücklich kognitiv unauffällige Personen, ein MMSE-Ausgangswert unter 24 Punkten führte zum Ausschluss, die Arbeit prüft also keine leichte kognitive Einschränkung [2]. Nur der MMSE-Gesamtwert lag am Studienende über dem der Placebo-Gruppe (30,00 gegenüber 29,53 von 30 möglichen Punkten, p gleich 0,0328), Benton-Test und Lernpaartest zeigten weder innerhalb der Gruppen noch zwischen ihnen einen Unterschied [2]. Der Abstand von 0,47 Punkten auf einer Skala, deren Ausgangswerte schon bei 29,19 und 28,73 lagen, stößt an die Obergrenze der Skala [2]. Einen Förderhinweis und eine Interessenerklärung enthält die Arbeit nicht, ihr Letztautor ist zugleich Letztautor der Keks-Studie zur Stimmung, beide stammen aus derselben japanischen Arbeitsgruppe [2]. Beide Kognitionsstudien prüfen kleine ostasiatische Stichproben mit 3 beziehungsweise 3,2 g täglich.
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02
Akute kognitive Leistung (Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Reaktionszeit) bei gesunden jüngeren Erwachsenen, in einzelnen Teilmessungen nach Einzeldosis verändert, überwiegend gegenüber dem eigenen Ausgangswert
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Parallelgruppen-Pilotstudie erhielten 43 gesunde Erwachsene zwischen 18 und 45 Jahren (Mittel 26,4 Jahre) einmalig 1,8 g Hericium erinaceus (Produkt SO-DSX1) oder Placebo, 41 von ihnen setzten die Einnahme anschließend 28 Tage lang täglich fort [3]. Laut Volltext zeigte sich beim Stroop-Aufmerksamkeitstest eine signifikante Behandlung-mal-Zeitpunkt-Wechselwirkung (F(1,41) gleich 5,284, p gleich 0,027), innerhalb der Verum-Gruppe sank die Bearbeitungszeit 60 Minuten nach Einnahme gegenüber dem eigenen Ausgangswert von 737,70 auf 688,05 Millisekunden (F(1,41) gleich 8,897, p gleich 0,005); ob sich die Placebo-Gruppe im selben Zeitraum veränderte, nennt die Arbeit nicht gesondert [3]. Im selben Messzeitpunkt verschlechterte sich unter Verum die Trefferzahl beim unmittelbaren Wortabruf gegenüber dem eigenen Ausgangswert (Wechselwirkung F(1,41) gleich 8,028, p gleich 0,007; weniger richtige Antworten nach Einnahme, F(1,41) gleich 6,744, p gleich 0,013), während die Placebo-Gruppe bei den Fehlern im selben Test zurückging (F(1,41) gleich 11,396, p gleich 0,002) [3]. Nach 28 Tagen täglicher Einnahme lag die Verum-Gruppe auf einer Stress-Skala (Stress-VAS) am Tag 29 signifikant unter der Placebo-Gruppe (33,02 gegenüber 42,53; F(1,39) gleich 4,914, p gleich 0,033), der übergeordnete Haupteffekt der Behandlung über beide Messzeitpunkte blieb dabei ein statistischer Trend (F(1,39) gleich 4,059, p gleich 0,051); bei einer zweiten Stress-Skala (Perceived Stress Scale) zeigte sich laut Volltext kein Gruppenunterschied [3]. Das Präparat wurde vom Hersteller Sempera Organics kostenlos zur Verfügung gestellt, der laut Erklärung der Autoren keine Rolle bei Planung, Auswertung oder Verfassen der Arbeit hatte, die Autoren erklären keinen Interessenkonflikt [3]. In einer zweiten, randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie an 40 Teilnehmenden (22 Frauen, 18 Männer, 18 bis 50 Jahre, im Mittel 34,0 Jahre) erhielten alle an getrennten Terminen je eine Einzeldosis von 1 g eines Nordic-Lion's-Mane-Fruchtkörperextrakts, 650 mg eines koffeinhaltigen Guayusa-Extrakts oder Placebo [4]. Laut Volltext sind sämtliche für Lion's Mane berichteten signifikanten Veränderungen Vergleiche zu einem früheren eigenen Messzeitpunkt derselben Gruppe, nicht Vergleiche zur Placebo-Gruppe. Die Reaktionszeit im Go-Signal des Go/No-go-Tests sank gegenüber der Ausgangsmessung (mittlere Differenz 9,43 Millisekunden, p gleich 0,036) und gegenüber der 1-Stunden-Messung (mittlere Differenz 8,18 Millisekunden, p gleich 0,004), die Bearbeitungszeit je Aufgabe im Arbeitsgedächtnistest (N-Back) sank von der 1- zur 2-Stunden-Messung (mittlere Differenz 9,54 Millisekunden, p gleich 0,048), und die Anzahl bearbeiteter, nicht zwingend richtiger, Aufgaben im Kopfrechentest (Serial 7s) stieg zur 2-Stunden-Messung gegenüber Ausgangswert und 1-Stunden-Messung [4]. Einen statistisch gesicherten Unterschied zur Placebo-Gruppe berichtet die Arbeit für keinen dieser drei Lion's-Mane-Werte, beim Vergleichspräparat Guayusa dagegen fielen mehrere Werte auch gegenüber Placebo signifikant aus, und bei der N-Back-Genauigkeit war Guayusa der Lion's-Mane-Gruppe überlegen (mittlere Differenz 0,89 Prozentpunkte, p gleich 0,017) [4]. Die Studie wurde teilweise vom Hersteller des Guayusa-Extrakts (Applied Food Sciences Inc.) finanziert, ein Studienautor gibt an, allgemein Förderung und Honorare von Nahrungsergänzungsmittelherstellern zu erhalten [4]. Die akuten Teiluntersuchungen prüfen kleine Stichproben nach Einzeldosen von 1 bis 1,8 g. Docherty untersuchte zusätzlich 28 Tage täglicher Einnahme; diese Langzeitdaten sind von den Akutbefunden zu trennen.
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03
Kognitive Leistung (Stroop-Test, Kopfrechnen) bei gesunden jungen Erwachsenen nach vierwöchiger täglicher Einnahme unter körperlicher Belastung, ohne nachweisbaren Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In einer einfach verblindeten, plazebokontrollierten Parallelgruppenstudie erhielten 24 gesunde, körperlich aktive Studierende (12 je Gruppe, im Mittel 22 Jahre) 4 Wochen lang täglich 10 g Hericium-erinaceus-Pulver oder Placebo, jeweils eingebacken in zwei geschmacklich und optisch identische Muffins [20]. Vor und nach einem ausbelastenden Fahrradergometer-Test absolvierten die Teilnehmenden einen kombinierten Stroop-Farbwort- und Kopfrechentest, laut Volltext ergaben sich für keinen der erhobenen kognitiven Werte eine signifikante Wechselwirkung oder ein signifikanter Gruppenunterschied (alle p größer 0,05), ein Effektmaß mit Konfidenzintervall nennt die Arbeit dafür nicht, nur Mittelwerte mit Standardabweichung [20]. Das Hericium-Pulver wurde vom Hersteller Nammex gespendet, eine externe Finanzierung bestand nicht, die Autoren erklären keinen Interessenkonflikt [20]. Wegen der einfachen statt doppelten Verblindung und der kleinen Stichprobe bleibt ein Restvorbehalt bestehen, doch für keinen der erhobenen kognitiven Werte zeigte sich ein Unterschied zu Placebo.
Quellen: 20
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04
Nervenregeneration und Gedächtnisleistung über den Nervenwachstumsfaktor NGF als vorgeschlagener Wirkmechanismus, am Menschen bislang nicht bis zu einem eigenen Endpunkt verfolgt
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Die am häufigsten genannte Erklärung für mögliche kognitive Effekte von Hericium erinaceus ist, dass die im Pilz enthaltenen Hericenone und Erinacine die Produktion des Nervenwachstumsfaktors NGF anregen und darüber die Regeneration von Nervenzellen fördern. Eine gezielte Suche nach Humanstudien, die den NGF-Spiegel im Blut oder einen eigenen Endpunkt der Nervenregeneration (etwa Nervenleitgeschwindigkeit oder ein standardisiertes Maß der peripheren Nervenfunktion) unter Einnahme von Hericium erinaceus gemessen haben (unter anderem mit den Suchbegriffen nerve growth factor und serum NGF blood, jeweils mit und ohne Humanfilter), ergab keinen einzigen Treffer. Die oben aufgeführten Humanstudien zur Kognition messen ausschließlich Testergebnisse wie MMSE oder Stroop-Test, nie den NGF-Spiegel selbst und keinen Nervenleitfähigkeits- oder Regenerationswert. Diese Suche hat sich bestätigt, keine Humanarbeit misst den NGF-Spiegel selbst. Gemessen wurde am Menschen bislang nur der verwandte Nervenwachstumsfaktor BDNF, in einer italienischen Vorstudie ohne Placebo-Gruppe stieg dessen Vorstufe pro-BDNF an, während BDNF selbst unverändert blieb. Der Wirkweg über NGF ist damit ein am Tier und in der Zellkultur untersuchter, plausibler Mechanismus, der beim Menschen bislang nicht bis zu einem eigenen Endpunkt verfolgt wurde, siehe Tier- und Laborstudien.
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05
Depressive und ängstliche Verstimmung bei Frauen, deren Wechseljahresbeschwerden zusätzlich mit dem Kupperman-Index erfasst wurden
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer randomisierten, plazebokontrollierten Studie aßen 30 japanische Frauen 4 Wochen lang täglich mit Hericium erinaceus angereicherte Kekse (eine genaue Milligramm-Dosis nennt das Abstract nicht) oder Placebo-Kekse [6]. Der Depressions-Score (CES-D) und ein Score für unbestimmte körperliche und seelische Beschwerden (ICI) sanken in der Verum-Gruppe nach 4 Wochen gegenüber dem eigenen Ausgangswert signifikant, ein ausdrücklicher Vergleich dieser beiden Gesamtwerte zur Placebo-Gruppe wird im Abstract nicht berichtet, ebenso wenig ein p-Wert [6]. Innerhalb des ICI waren die im Abstract als insentive und palpitatio bezeichneten Unterskalen (sinngemäß Antriebslosigkeit und Herzklopfen) in der Verum-Gruppe signifikant niedriger als in der Placebo-Gruppe; für die Unterskalen Konzentration, Reizbarkeit und Angst zeigte sich nur ein statistisch nicht gesicherter Trend zu niedrigeren Werten gegenüber Placebo [6]. Ein zusätzlich mit dem Kupperman-Index erfasster Wechseljahresbeschwerden-Score wird im Abstract mit keinem eigenen Ergebnis genannt [6]. Die im Abstract fehlende Dosis lässt sich inzwischen aus den Volltexten zweier späterer Arbeiten übereinstimmend beziffern, es waren vier Kekse täglich mit je 0,5 g Fruchtkörperpulver, also 2,0 g pro Tag. Kleine Einzelstudie an einer sehr spezifischen Gruppe, sie stammt aus derselben japanischen Arbeitsgruppe wie die 2019 veröffentlichte Kognitionsstudie und ist von dieser nicht unabhängig [6].
Quellen: 6
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06
Schlafqualität (PSQI-Score) bei demselben Studienkollektiv, ohne im Abstract gesondert berichtetes Ergebnis
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In derselben Studie an 30 Frauen wurde neben Depression und Wechseljahresbeschwerden auch die Schlafqualität über den Pittsburgh-Schlafqualitätsindex (PSQI) erfasst [6]. Das Abstract berichtet für diesen Index kein eigenes Ergebnis, weder eine Zahl noch einen p-Wert, sondern nennt ihn nur als eine von vier eingesetzten Erhebungsskalen [6]. Da im Abstract ausdrücklich nur beim Depressions- und Beschwerde-Score ein Ergebnis genannt wird, lässt sich aus dem Text nicht ableiten, ob und in welche Richtung sich die Schlafqualität verändert hat. Diese Zeile ist nicht die einzige Humanarbeit zum Schlaf, eine 2019 in Italien veröffentlichte Untersuchung an übergewichtigen Erwachsenen erfasste Schlafstörungen unter achtwöchiger Einnahme eines überwiegend aus Myzel bestehenden Präparats und berichtet eine deutliche Verbesserung. Diese Arbeit hat jedoch weder Placebo-Gruppe noch Verblindung, die Schlafskala wurde nur in der Verum-Gruppe erhoben und nur gegen deren eigenen Ausgangswert verglichen, die Autoren nennen sie selbst eine Vorstudie. Sie ist in diesem Eintrag noch nicht als eigene Quelle geführt.
Quellen: 6
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07
Magenschleimhaut und Verdauungstrakt, überwiegend in Zell- und Mausmodellen untersucht, dazu eine sekundär berichtete ältere Humanstudie und ein kleiner unkontrollierter Vorversuch zur Darmflora
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Zur traditionellen Verwendung von Hericium erinaceus bei Magenbeschwerden liegen überwiegend Zell- und Tierdaten vor. Ein aus dem Myzel isoliertes Polysaccharid (EP-1) hemmte in einer aus veränderten menschlichen Magenschleimhautzellen gewonnenen Zelllinie das Zellwachstum und löste einen Zellzyklusstopp aus [8]. Dieselbe Arbeitsgruppe zeigte an Mäusen mit durch Ethanol ausgelösten Magengeschwüren, dass eine aus dem Myzel isolierte Polysaccharid-Fraktion die geschädigte Magenschleimhautfläche gegenüber unbehandelten Tieren dosisabhängig verkleinerte [9]. In vitro hemmten Ethanol- und Ethylacetat-Extrakte aus dem Fruchtkörper das Wachstum von Helicobacter pylori, mit einer minimalen Hemmkonzentration von 62,5 bis 250 Mikrogramm pro Milliliter gegen klinische Isolate [10]. Eine 2023 veröffentlichte Übersichtsarbeit (Volltext gelesen) berichtet sekundär über eine 1985 im Chinese Medical Journal veröffentlichte, im Titel als doppelblind bezeichnete klinische Studie an 25 Personen mit chronisch veränderter Magenschleimhaut, die Hericium erinaceus 3 Monate lang oral erhielten, laut dieser Sekundärquelle traten bei 63 Prozent klinische und bei 52 Prozent histologische Verbesserungen auf [7, 22]. Die Originalarbeit ist bei PubMed ohne Abstract hinterlegt, eine Vergleichsgruppe, die genaue Dosis und ob die beiden Prozentangaben absolute Raten oder ein Unterschied zu einer Kontrollgruppe sind, lassen sich deshalb nicht überprüfen, die Zahlen stammen ausschließlich aus der Sekundärquelle [7, 22]. Eine 2021 veröffentlichte einarmige Vorstudie (Volltext gelesen) ließ 13 gesunde Erwachsene (7 Frauen, 6 Männer, im Mittel 30 Jahre) nach einer 7-tägigen Ausgangsphase 7 Tage lang täglich 3 g Hericium-erinaceus-Pulver einnehmen, gefolgt von einer 7-tägigen Auswaschphase, ohne Placebo- oder Kontrollgruppe [21]. Die Vielfalt der Darmflora stieg gegenüber der Ausgangsphase signifikant an (mehrere Diversitätsindizes, unter anderem Shannon-Index), mehrere Blutwerte fielen tendenziell niedriger aus, ohne dass die Arbeit dafür eine Signifikanzangabe nennt [21]. Ohne Kontrollgruppe lässt sich ein Placeboeffekt oder eine natürliche Schwankung nicht ausschließen [21]. Zusammengenommen ergibt sich eine dünne, überwiegend vorklinische Beleglage mit zwei kleinen, methodisch eingeschränkten Humanbefunden ohne belastbaren Placebovergleich.
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08
Antioxidative und entzündungshemmende Wirkung
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Aus dem Myzel oder Fruchtkörper isolierte Polysaccharide zeigten in Zellversuchen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Ein aus dem Myzel isoliertes Polysaccharid (EP-1) fing in einem Zellversuch mit menschlichen Magenschleimhautzellen freie Radikale ab und bewahrte die Zellen vor einem durch Wasserstoffperoxid ausgelösten oxidativen Zellschaden [11]. Ein weiteres, 2026 charakterisiertes Polysaccharid aus dem Myzel (HEP-S) senkte in mit Lipopolysaccharid gereizten Maus-Makrophagen (RAW264.7-Zelllinie) die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe über eine Beeinflussung des NF-kappaB-Signalwegs [12]. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich in der Zellkultur statt, keine an Menschen oder lebenden Tieren, und prüfen isolierte Polysaccharid-Fraktionen, keinen unfraktionierten Gesamtextrakt, wie er in Nahrungsergänzungsmitteln üblicherweise eingesetzt wird. Trotz der häufig beworbenen antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung liegt uns damit keine Humanstudie vor, die einen dieser Effekte direkt am Menschen misst.
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09
Unterstützung des Immunsystems
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Aus dem Pilz isolierte Polysaccharide veränderten in mehreren Tierversuchen Immunwerte. Ein aus dem Fruchtkörper isoliertes Polysaccharid (HEP-W) erhöhte bei Mäusen, denen zuvor das Chemotherapeutikum Cyclophosphamid verabreicht worden war, den Immunorgan-Index, die Vermehrung von Milzzellen, die Aktivität natürlicher Killerzellen und die Fresszelltätigkeit der Makrophagen gegenüber Kontrolltieren, die nur Cyclophosphamid erhielten [13]. In einer weiteren Untersuchung an Mäusen erhöhte ein Hericium-Polysaccharid (HEP) die zellvermittelte und die humorale Immunantwort sowie die NK-Zell-Aktivität und die Ausschüttung von sekretorischem IgA in der Darmschleimhaut, mit Hinweisen auf eine Wirkung über das darmassoziierte Immunsystem [14]. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich an Mäusen statt, mit isolierten Polysaccharid-Fraktionen statt eines Gesamtextrakts. Eine gezielte Suche nach randomisierten Humanstudien, die Immun- oder Entzündungsmarker unter Einnahme von Hericium erinaceus beim Menschen prüfen (Suchbegriffe immune biomarkers healthy adults und inflammatory markers randomized), ergab keinen einzigen Treffer.
Studien im Detail
Kognitive Testleistung bei älteren Erwachsenen
Mori und Kollegen zeigten 2009 in einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 30 Personen zwischen 50 und 80 Jahren mit ärztlich festgestellter leichter kognitiver Einschränkung, dass 3 g eines zu 96 Prozent aus Yamabushitake-Trockenpulver bestehenden Tablettenpräparats täglich über 16 Wochen die Werte auf einer an die Hasegawa-Demenz-Skala angelehnten Kognitionsskala gegenüber Placebo an den Wochen 8, 12 und 16 signifikant erhöhten. Nach dem Ende der Einnahme sanken die Werte innerhalb von 4 Wochen wieder deutlich ab, was für einen reversiblen und nicht für einen strukturell dauerhaften Effekt spricht. Der Erstautor arbeitete zum Studienzeitpunkt im Labor eines japanischen Pilzherstellers, eine kommerzielle Nähe, die bei der Einordnung mitzudenken ist.
Saitsu und Kollegen berichteten 2019 über eine randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie an zwei Standorten in Fukuoka. Der Volltext nennt die im Abstract fehlenden Eckdaten, ausgewertet wurden 31 Personen über 50 Jahren (16 Verum, 15 Placebo, im Mittel 61,8 und 60,8 Jahre), die 12 Wochen lang täglich 3,2 g Fruchtkörperpulver oder Placebo einnahmen. Eingeschlossen waren ausdrücklich kognitiv unauffällige Personen, wer im MMSE unter 24 Punkten lag, wurde ausgeschlossen. Von drei Kognitionstests unterschied sich am Studienende nur der MMSE-Gesamtwert von der Placebo-Gruppe (30,00 gegenüber 29,53 von 30 möglichen Punkten, p gleich 0,0328), Benton-Test und Lernpaartest blieben unauffällig. Der Abstand von 0,47 Punkten auf einer Skala, deren Ausgangswerte schon bei 29,19 und 28,73 lagen, ist klein und stößt an deren Obergrenze.
Einschränkung: Beide Studien sind klein, stammen aus demselben ostasiatischen Forschungsumfeld und prüfen unterschiedliche, nicht standardisierte Zubereitungen. Eine 2024 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit zu Pilzen und kognitiver Gesundheit wertete insgesamt 34 Humanstudien zu verschiedenen Pilzarten aus, davon 10 Interventionsstudien; die Interventionsstudien betrafen laut den Autoren überwiegend Hericium erinaceus und zeigten eine gewisse Verbesserung von Stimmung und kognitiver Funktion bei Personen mittleren und höheren Alters, bei insgesamt uneinheitlichen Ergebnissen über alle eingeschlossenen Pilzarten hinweg [5]. Wie viele der 10 Interventionsstudien konkret Hericium erinaceus betrafen, gibt das Abstract der Übersichtsarbeit nicht an, ihr Volltext lag für diese Recherche nicht vor. Diese Übersichtsarbeit ist kein von den Einzelstudien unabhängiger Beleg, die oben ausgewerteten Kognitionsstudien gehören sehr wahrscheinlich zu den von ihr eingeschlossenen Interventionsstudien und zählen mit ihr als ein Bestand.
Akute kognitive Leistung bei gesunden jüngeren Erwachsenen
Docherty und Kollegen prüften 2023 in einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Parallelgruppen-Pilotstudie an 43 gesunden Erwachsenen zwischen 18 und 45 Jahren eine Einzeldosis von 1,8 g Hericium erinaceus. 60 Minuten nach der Einnahme war die Bearbeitungszeit in einem Aufmerksamkeitstest (Stroop-Test) innerhalb der Verum-Gruppe gegenüber deren eigenem Ausgangswert kürzer, ob sich die Placebo-Gruppe im selben Zeitraum veränderte, berichtet die Arbeit nicht gesondert. Zum selben Messzeitpunkt fiel unter Verum die Trefferzahl beim unmittelbaren Wortabruf gegenüber dem eigenen Ausgangswert ab, dieser gegenläufige Befund gehört zum selben Messzeitpunkt dazu. Nach 28 Tagen täglicher Einnahme lag die Verum-Gruppe auf einer Stress-Skala unter der Placebo-Gruppe, der übergeordnete Haupteffekt der Behandlung blieb dabei ein Trend, auf einer zweiten Stress-Skala zeigte sich kein Gruppenunterschied. Das eingesetzte Präparat SO-DSX1 ist laut Volltext eine firmeneigene Mischung, ob Fruchtkörper oder Myzel und in welchem Verhältnis, gibt die Arbeit nicht an. Die Autoren betonen selbst die Vorläufigkeit ihrer kleinen Stichprobe.
La Monica und Kollegen prüften 2023 in einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie an 40 Teilnehmenden eine Einzeldosis von 1 g eines Lion's-Mane-Fruchtkörperextrakts, einen Marker- oder Wirkstoffgehalt beziffert die Arbeit nicht. Laut Volltext sind sämtliche für Lion's Mane berichteten signifikanten Veränderungen Vergleiche zu einem früheren eigenen Messzeitpunkt derselben Gruppe, einen gesicherten Unterschied zur Placebo-Bedingung berichtet die Arbeit für keinen dieser Werte. Beim mitgeprüften koffeinhaltigen Guayusa-Extrakt fielen dagegen mehrere Werte auch gegenüber Placebo signifikant aus, bei der Genauigkeit im Arbeitsgedächtnistest war Guayusa der Lion's-Mane-Bedingung überlegen. Finanziert wurde die Arbeit teilweise vom Hersteller des Guayusa-Extrakts.
Einschränkung: Aus den akuten Einzeldosisbefunden allein folgt keine Aussage zur Daueranwendung. Docherty untersuchte zusätzlich eine tägliche Einnahme über 28 Tage.
Depressive und ängstliche Verstimmung sowie Schlafqualität bei Frauen mit Wechseljahresbeschwerden
Nagano und Kollegen zeigten 2010 in einer randomisierten, plazebokontrollierten Studie an 30 japanischen Frauen, dass 4 Wochen täglicher Verzehr von mit Hericium erinaceus angereicherten Keksen den Depressions-Score (CES-D) und einen Score für unbestimmte Beschwerden (ICI) gegenüber dem eigenen Ausgangswert senkte. Innerhalb des ICI waren zwei Unterskalen, sinngemäß Antriebslosigkeit und Herzklopfen, gegenüber der Placebo-Gruppe signifikant niedriger, für Konzentration, Reizbarkeit und Angst zeigte sich nur ein nicht signifikanter Trend. Ein zusätzlich erhobener Wechseljahresbeschwerden-Score (Kupperman-Index) sowie ein Schlafqualitäts-Score (PSQI) wurden ebenfalls erfasst, für keinen der beiden nennt das Abstract ein eigenes Ergebnis.
Einschränkung: Die Studie ist klein, ein Vergleich der Gesamt-Scores zur Placebo-Gruppe fehlt für die als signifikant beschriebenen Werte, und für Schlaf und Wechseljahresbeschwerden ist aus dem Abstract keine gerichtete Aussage möglich. Die im Abstract fehlende Dosis ist aus zwei später erschienenen Volltexten bekannt, es waren vier Kekse täglich mit je 0,5 g Fruchtkörperpulver, also 2,0 g pro Tag. Die Arbeit stammt aus derselben japanischen Arbeitsgruppe wie die Kognitionsstudie von 2019 und ist von dieser nicht unabhängig.
Einordnung, Extraktform im Vergleich zu Shiitake und Cordyceps militaris
Bei Shiitake- und bei Cordyceps-militaris-Extrakt, den beiden anderen in diesem Kompendium bereits bearbeiteten Pilzen, stützt sich ein Teil der Humanevidenz auf isolierte, gesondert benannte Polysaccharid- oder Beta-Glucan-Präparate, die sich von einem gewöhnlichen Kapsel-Extrakt unterscheiden, etwa gereinigtes Shiitake-Beta-Glucan oder ein Beta-Glucan-angereicherter Extrakt in einer Lebensmittel-Matrix. Bei Hericium erinaceus ist das anders: Keine der hier ausgewerteten Humanstudien zur Kognition und Stimmung prüft ein isoliertes Polysaccharid, sie setzen Yamabushitake-Trockenpulver in Tablettenform, Fruchtkörperpulver, Hericium-erinaceus-Kekse oder einen Fruchtkörperextrakt ohne Angabe eines isolierten Markers ein. Eine Ausnahme bildet das Präparat SO-DSX1 der Pilotstudie an jungen Erwachsenen, dessen Zusammensetzung der Volltext nur als firmeneigene Mischung bezeichnet, ohne den Fruchtkörper- und Myzelanteil zu benennen. Bei diesem Pilz ist das nicht gleichgültig, denn die Hericenone sitzen im Fruchtkörper und die Erinacine im Myzel. Keine der Studien prüft ein aus dem Pilz isoliertes, unter eigenem Namen geführtes Polysaccharid am Menschen. Die verwendete Extraktform kommt damit einem gewöhnlichen Kapsel-Extrakt näher als bei den beiden anderen Pilzen. Das ändert nichts daran, dass keine der Studien einen Hericenon-, Erinacin- oder Polysaccharid-Gehalt des eingesetzten Extrakts beziffert.
Tier- und Laborstudien
Zum vorgeschlagenen Wirkmechanismus über den Nervenwachstumsfaktor NGF liegen ausschließlich Tier- und Zelldaten vor. Wong und Kollegen zeigten 2016 an Sprague-Dawley-Ratten mit einer Nervenquetschungsverletzung des Wadenbeinnervs, dass die tägliche orale Gabe eines wässrigen Hericium-erinaceus-Extrakts mehrere an der Nervenregeneration beteiligte Signalwege (unter anderem Akt und MAPK) in den zugehörigen Spinalganglien stärker aktivierte als bei unbehandelten Kontrolltieren, zusammen mit einer höheren Proteinsynthese im verletzten Nerv [17]. Diese Untersuchung fand ausschließlich an Ratten statt, keine an Menschen, und misst eine molekulare Aktivierung, keinen funktionellen Endpunkt wie eine wiederhergestellte Nervenleitfähigkeit.
Zum Zusammenhang zwischen Hericium erinaceus und Stimmung liegen ebenfalls vor allem Tierdaten vor. Ryu und Kollegen zeigten 2018 an männlichen Mäusen, dass eine 4-wöchige tägliche orale Gabe eines Hericium-erinaceus-Extrakts angstlösend und stimmungsaufhellend wirkende Verhaltensmuster begünstigte, verbunden mit einer vermehrten Zellteilung von Vorläuferzellen im Hippocampus [18]. Anuar und Kollegen fanden 2022 an ovariektomierten Ratten, dass ein 92 Tage lang oral verabreichter Methanolextrakt aus dem Fruchtkörper das Verhalten in einem Schwimmtest in eine Richtung veränderte, die als weniger depressionsähnlich gilt, in einem Ausmaß, das mit der Vergleichssubstanz Estradiol vergleichbar war [19]. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich an Nagetieren statt.
Zur Magenschleimhaut und zum Immunsystem liegen ebenfalls überwiegend Zell- und Tierdaten vor, die Einzelheiten dazu stehen bereits in den Zeilen der Wirkungstabelle oben. Aus all diesen Tier- und Zellbefunden folgt keine eigenständige Wirkungsaussage für Menschen.
Sicherheit und Wechselwirkungen
In den vorliegenden Humanstudien war die orale Einnahme von Hericium erinaceus als Trockenpulver, Extrakt oder angereichertes Lebensmittel überwiegend gut verträglich. Eine 2025 veröffentlichte Übersichtsarbeit zu vorklinischen und klinischen Daten fasst zusammen, dass Magen-Darm-Beschwerden die am häufigsten berichtete Nebenwirkung in den bisherigen klinischen Studien waren [15].
Ein 2025 veröffentlichter Fallbericht beschreibt eine Person mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, bei der unter einem selbst eingenommenen Mischpräparat aus zwei Pilzpulvern (Agaricus blazei und Hericium erinaceus) erhöhte Leberwerte auftraten, die sich nach Absetzen des Präparats zurückbildeten [16]. Die Autoren ordnen die Veränderung überwiegend dem Agaricus-blazei-Anteil zu, da eine Verbesserung der Leberfunktion nach Absetzen trotz weiterbestehender Lebermetastasen der Grunderkrankung eintrat; Hericium erinaceus war jedoch Teil desselben Mischpräparats und lässt sich als Ursache nicht vollständig ausschließen. Bei bestehenden Lebererkrankungen oder während einer Chemotherapie ist deshalb Zurückhaltung und eine vorherige Rücksprache mit dem behandelnden Fachpersonal sinnvoll.
Da Hericium-Polysaccharide in mehreren Tierstudien Immunwerte messbar veränderten, ist bei einer bestehenden Einnahme von das Immunsystem unterdrückenden Medikamenten oder bei einer Autoimmunerkrankung ärztliche Rücksprache sinnvoll. Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegt uns keine eigene geprüfte Humanstudie vor. Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.
Quellen zum Nachlesen
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01
RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 30 (2 Gruppen zu je 15), 16 Wochen, 3 g Tablettenpräparat mit 96 Prozent Yamabushitake-Trockenpulver täglich · 2009
Improving effects of the mushroom Yamabushitake (Hericium erinaceus) on mild cognitive impairment, a double-blind placebo-controlled clinical trial
Mori K, et al. Phytother Res
Zur Zuschreibung: 01
- 02
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03
RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Parallelgruppen, Pilotstudie, n gleich 43 in der Akutauswertung und 41 nach 28 Tagen, jeweils 1,8 g täglich · 2023
The Acute and Chronic Effects of Lion's Mane Mushroom Supplementation on Cognitive Function, Stress and Mood in Young Adults, A Double-Blind, Parallel Groups, Pilot Study
Docherty S, Doughty FL, Smith EF. Nutrients
Zur Zuschreibung: 02
- 04
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05
Systematische Übersichtsarbeit, 34 Humanstudien zu verschiedenen Pilzarten (24 epidemiologisch, 10 Interventionsstudien), Interventionsstudien überwiegend zu Hericium erinaceus · 2024
A review of the effects of mushrooms on mood and neurocognitive health across the lifespan
Cha S, et al. Neurosci Biobehav Rev
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- 07
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08
Laborstudie, isoliertes Myzel-Polysaccharid (EP-1) an einer aus veränderten menschlichen Magenschleimhautzellen gewonnenen Zelllinie · 2015
A polysaccharide from cultured mycelium of Hericium erinaceus and its anti-chronic atrophic gastritis activity
Wang M, et al. Int J Biol Macromol
Zur Zuschreibung: 07
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09
Laborstudie und Tierstudie, Mäuse mit Ethanol-induzierten Magengeschwüren und Magenschleimhaut-Zelllinie · 2015
Anti-Gastric Ulcer Activity of Polysaccharide Fraction Isolated from Mycelium Culture of Lion's Mane Medicinal Mushroom, Hericium erinaceus (Higher Basidiomycetes)
Wang M, et al. Int J Med Mushrooms
Zur Zuschreibung: 07
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10
Laborstudie, in vitro antimikrobielle Aktivität gegen Helicobacter pylori · 2013
In vitro anti-Helicobacter pylori effects of medicinal mushroom extracts, with special emphasis on the Lion's Mane mushroom, Hericium erinaceus (higher Basidiomycetes)
Shang X, et al. Int J Med Mushrooms
Zur Zuschreibung: 07
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Laborstudie, isoliertes Myzel-Polysaccharid (EP-1) an menschlicher Magenschleimhaut-Zelllinie (GES-1) · 2017
A unique polysaccharide purified from Hericium erinaceus mycelium prevents oxidative stress induced by H2O2 in human gastric mucosa epithelium cell
Wang M, et al. PLoS One
Zur Zuschreibung: 08
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Einfach verblindet, plazebokontrolliert, parallel, n gleich 24 (12 je Gruppe), 4 Wochen, 10 g Hericium-erinaceus-Pulver taeglich in Muffinform · 2022
Four Weeks of Hericium erinaceus Supplementation Does Not Impact Markers of Metabolic Flexibility or Cognition
Grozier CD, et al. Int J Exerc Sci
Zur Zuschreibung: 03
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Einarmige Vorstudie ohne Kontrollgruppe, n gleich 13, 7 Tage taeglich 3 g Hericium-erinaceus-Pulver nach 7-taegiger Ausgangsphase, gefolgt von 7-taegiger Auswaschphase · 2021
Influence of Short-Term Consumption of Hericium erinaceus on Serum Biochemical Markers and the Changes of the Gut Microbiota, A Pilot Study
Xie XQ, et al. Nutrients
Zur Zuschreibung: 07
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Klinische Studie, im Titel als doppelblind bezeichnet, laut Sekundaerquelle 25 Patienten, 3 Monate orale Gabe · 1985
A double-blind study of effectiveness of hericium erinaceus pers therapy on chronic atrophic gastritis, a preliminary report
Xu CP, et al. Chin Med J (Engl)
Zur Zuschreibung: 07
Bei H.P.N
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