Judasohr-Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pilze
Auricularia auricula-judae · Judasohr · Holzohr · Mu-Err-Pilz · Wood Ear Mushroom · Jelly Ear
Auf einen Blick
- Was es ist
- Extrakt aus dem Fruchtkörper des Judasohrs (Auricularia auricula-judae, in Studien auch als Auricularia auricula oder Auricularia polytricha geführt), einem gallertartigen Baumpilz. Reich an Polysacchariden, darunter Glucuronoxylomannane, sowie an Ballaststoffen. Kein Extrakt aus einem einzelnen isolierten Wirkstoff
- Herkunft
- Ein auf totem oder geschwächtem Laubholz wachsender Baumpilz, vor allem in Ostasien beheimatet, dort einer der am meisten verzehrten Speisepilze und Bestandteil der ostasiatischen Küche. In der traditionellen chinesischen Medizin wurde der Pilz unter anderem bei Blutungsneigung sowie Gefäß- und Magenbeschwerden verwendet
- Wirkform in Studien
- Nahezu ausschließlich Zellkultur- und Tierstudien mit isolierten oder teilgereinigten Polysaccharid-Fraktionen aus dem Fruchtkörper, teils mit dem ganzen Extrakt, überwiegend an Mäusen mit einem zusätzlich ausgelösten Krankheitsmodell. Zu keiner der verbreiteten Zuschreibungen liegt eine kontrollierte Interventionsstudie am Menschen vor, Einzelheiten und die verwendete Suche stehen unten bei jeder Wirkung
- Übliche Studiendosis
- In den Tierstudien meist 100 bis 400 mg Polysaccharid-Extrakt pro kg Körpergewicht täglich, oral über mehrere Wochen. Eine Studiendosis am Menschen gibt es mangels Humanstudie nicht
- Bekannt geworden durch
- Die Verwendung als Speisepilz sowie als traditionelles Mittel bei Blutungsneigung und Gefäßbeschwerden. Wissenschaftlich beruht der Ruf vor allem auf In-vitro- und Tierstudien zu gerinnungshemmenden und immunmodulierenden Polysacchariden, nicht auf Studien am Menschen
- Verträglichkeit
- Als langjährig verzehrter Speisepilz insgesamt gut vertragen, eine eigene kontrollierte Verträglichkeitsstudie zum Extrakt liegt nicht vor. Sicherheitsrelevant ist die in mehreren Zell- und Tierstudien gezeigte Hemmung der Thrombozytenaggregation und Verlängerung von Gerinnungszeiten, siehe Sicherheit
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
-
01
Thrombozytenaggregation und Blutgerinnungszeiten, bislang nur in vitro an isolierten Blutzellen und im Tiermodell geprüft
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Ein wässriger Extrakt aus Auricularia auricula hemmte in vitro die durch ADP ausgelöste Verklumpung von aus Menschen und Ratten gewonnenen Thrombozyten in einer Blutprobe deutlich stärker und länger anhaltend als die im Extrakt enthaltene Menge Adenosin allein [1]. Zwei weitere Laborarbeiten zeigten an isolierten Polysaccharid-Fraktionen aus dem Fruchtkörper, dass diese in einem Gerinnungstest im Reagenzglas die aktivierte partielle Thromboplastinzeit, die Prothrombinzeit und die Thrombinzeit gegenüber einer Reagenzienkontrolle verlängerten [2, 3]. In einem Mäuse-Modell mit durch Carrageenan ausgelöster Thrombusbildung erhielten die Tiere 14 Tage lang täglich 50, 100 oder 200 mg der aus dem Fruchtkörper isolierten Polysaccharid-Fraktion AAP-b2 pro kg Körpergewicht, verglichen wurde gegen eine Modellgruppe mit Kochsalzlösung und gegen Aspirin als Positivkontrolle [4]. Nur die höchste Dosis verlängerte die aktivierte partielle Thromboplastinzeit, die Prothrombinzeit und die Thrombinzeit gegenüber der Modellgruppe, mittlere und hohe Dosis veränderten mehrere Gefäß- und Gerinnungsmarker, auf Plasminogen, hochmolekulares Kininogen und den Tissue-Factor-Pathway-Inhibitor blieb AAP-b2 ohne Wirkung [4]. Die Dosierungen stehen in Tabelle 2 des freien Volltextes, die Gerinnungszeiten in Tabelle 1 und die Gefäß- und Gerinnungsmarker in Abbildung 8. AAP-b2 wurde aus demselben Rohextrakt derselben Arbeitsgruppe gereinigt wie die Gerinnungstests in [2] und aus demselben Fördermittel finanziert, beide Arbeiten sind ein Bestand und keine zwei unabhängigen Belege. Alle vier Arbeiten fanden ausschließlich im Reagenzglas an isolierten Blutzellen beziehungsweise an Mäusen statt. Die Einstufung als Humanstudie in der Literaturdatenbank bezieht sich hier auf die Herkunft der verwendeten Blutzellen (menschliche Thrombozyten in einer Laborprobe), nicht auf eine orale Einnahme durch Personen. Eine gezielte Suche nach Humanstudien mit oraler Einnahme von Auricularia und einem Gerinnungs- oder Blutungs-Endpunkt (Suchbegriffe unter anderem anticoagulant, platelet aggregation, blood coagulation, jeweils mit und ohne Filter auf Studientypen sowie ohne Humanfilter) ergab keinen einzigen Treffer zu einer oralen Einnahme durch Menschen.
-
02
Leber- und Blutfettwerte bei Mäusen mit zusätzlich ausgelöstem Leberschaden
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Bei Mäusen mit einer durch fettreiche, cholesterinreiche Kost sowie Tetrachlorkohlenstoff ausgelösten Fettleber senkte eine 8-wöchige Gabe von Polysacchariden aus Auricularia auricula mehrere Leber- und Entzündungswerte, hielt die Darmbarriere aufrecht und veränderte Darmflora und Gallensäureprofil gegenüber unbehandelten Tieren, eine genaue Dosis in mg pro kg Körpergewicht nennt das Abstract nicht [5]. Blutfettwerte berichtet diese Arbeit nicht, sie trägt die Zeile also allein über die Leberwerte [5]. Gesamtcholesterin und Triglyceride im Serum senkte nur die zweite Arbeit, und zwar mit einer Fermentationsbrühe, die aus Auricularia auricula mit Bacillus subtilis, Milchsäurebakterien und Bäckerhefe hergestellt wurde, bei Mäusen mit akuter Alkoholvergiftung gegenüber unbehandelten Kontrolltieren, ebenfalls ohne im Abstract genannte Dosis pro Körpergewicht [6]. Diese Fermentationsbrühe ist nicht der Fruchtkörper-Extrakt, um den es in diesem Eintrag geht. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich an Mäusen mit einem zusätzlich ausgelösten Leberschaden statt, keine an Menschen. Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Auricularia und Cholesterin oder Blutfetten (Suchbegriffe cholesterol und lipid, mit und ohne Filter auf Studientypen) ergab keinen einzigen Treffer zu einer Humanstudie.
-
03
Blutzucker- und Glukosestoffwechsel bei Mäusen mit ausgelöstem Diabetes
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Bei Mäusen mit einem durch fettreiche Kost und Streptozotocin ausgelösten Typ-2-Diabetes-Modell senkte eine 5-wöchige tägliche Gabe von Auricularia-Polysacchariden (200 mg pro kg Körpergewicht als wirksamste von drei geprüften Dosen) den Nüchternblutzucker und verbesserte die Glukosetoleranz gegenüber unbehandelten Tieren, begleitet von einer veränderten Zusammensetzung der Darmflora [7]. In einer zweiten Arbeit an Mäusen mit durch Streptozotocin ausgelöstem Diabetes senkte ein saures Hydrolysat von Auricularia-Polysacchariden (100, 200 oder 300 mg pro kg Körpergewicht täglich über 8 Wochen, 100 mg als wirksamste Dosis) den Blutzucker und die Blutfettwerte gegenüber unbehandelten Tieren und verbesserte die Insulinempfindlichkeit [8]. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich an Mäusen mit einem zusätzlich ausgelösten Diabetes-Modell statt, keine an Menschen. Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Auricularia und Blutzucker (Suchbegriff blood glucose, mit und ohne Filter auf Studientypen) ergab keinen einzigen Treffer zu einer Humanstudie.
-
04
Ballaststoff- und präbiotische Wirkung auf die Zusammensetzung der Darmflora
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Bei einer In-vitro-Fermentation von Auricularia-Polysacchariden mit menschlichen Stuhlproben in einem Laborgefäß entstanden vermehrt kurzkettige Fettsäuren (Essig-, Propion- und Buttersäure) und die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft verschob sich zugunsten mehrerer als günstig geltender Gattungen [9]. Diese Untersuchung fand außerhalb des Körpers an entnommenen Stuhlproben statt, keine Einnahme durch Menschen. In drei Mäuse-Modellen, Leberfibrose, durch Dextransulfat ausgelöste Darmschleimhautentzündung sowie durch Cyclophosphamid ausgelöste Immunschwäche, veränderten oral verabreichte Auricularia-Polysaccharide jeweils die Zusammensetzung der Darmflora und die Konzentration kurzkettiger Fettsäuren gegenüber unbehandelten Kontrolltieren [10, 11, 12]. Die Dosis steht bei zwei der drei Arbeiten im freien Volltext, in der Leberfibrose-Arbeit 200 mg pro kg Körpergewicht intragastrisch über 8 Wochen [10] und in der Immunschwäche-Arbeit 200 mg pro kg Körpergewicht täglich per Schlundsonde [11], nur zur Colitis-Arbeit ist keine Dosis auffindbar [12]. Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Auricularia und Darmflora oder Ballaststoffen (Suchbegriffe gut microbiota und fiber, mit und ohne Filter auf Studientypen) ergab keinen einzigen Treffer zu einer Einnahme durch Menschen.
-
05
Unterstützung des Immunsystems im Tiermodell und an isolierten Immunzellen
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Ein aus Auricularia auricula-judae isoliertes Polysaccharid (Glucuronoxylomannan) steigerte in einem Zellversuch die Fresstätigkeit von Mäuse-Makrophagen und veränderte deren Ausschüttung von Botenstoffen [13]. Bei Mäusen mit einer durch Cyclophosphamid ausgelösten Immunschwäche erhöhte die Polysaccharid-Fraktion AAP1 aus Auricularia auricula, laut freiem Volltext 200 mg pro kg Körpergewicht täglich per Schlundsonde, mehrere Immunwerte im Blut gegenüber der unbehandelten Modellgruppe [11]. In einer dritten Arbeit erhöhte die orale Gabe eines wässrigen Extrakts sowie einer Beta-Glucan-reichen Polysaccharid-Fraktion aus Auricularia auricula-judae (jeweils 100, 200 oder 400 mg pro kg Körpergewicht) bei Mäusen mehrere Antikörper- und Zellwerte des Immunsystems gegenüber unbehandelten Tieren [14]. Alle drei Untersuchungen fanden ausschließlich in der Zellkultur beziehungsweise an Mäusen statt, keine an Menschen. Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Auricularia und Immunfunktion (Suchbegriff immune, mit und ohne Filter auf Studientypen) ergab keinen einzigen Treffer zu einer Humanstudie.
-
06
Antioxidative Wirkung an Zellkulturen und im Tiermodell
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Bei gealterten Mäusen besserte sich unter einer 40-tägigen täglichen Gabe von Auricularia-Polysacchariden die Aktivität mehrerer Antioxidans-Enzyme im Blut und im Herzgewebe [15]. Weder die Dosis noch eine unbehandelte, ebenfalls gealterte Vergleichsgruppe gehen aus dem Abstract hervor, die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract, berichtet ist allein, dass die auffälligen Werte der gealterten Tiere sich unter der Gabe besserten [15]. In einem Zellversuch an menschlichen Leberzellen (HepG2) verringerte ein aus Auricularia-Peptiden bestehendes Präparat die Menge reaktiver Sauerstoffspezies und mehrerer Alterungsmarker der Zellen, die durch Wasserstoffperoxid ausgelöst worden waren, und erhöhte die Aktivität körpereigener Antioxidans-Enzyme in der Zellkultur [16]. Dieses Peptid-Präparat ist eine andere Zubereitung als der polysaccharidreiche Extrakt. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich an Mäusen beziehungsweise an einer Zelllinie im Labor statt, keine an Menschen. Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Auricularia und oxidativem Stress oder Antioxidantien (Suchbegriff antioxidant, mit und ohne Filter auf Studientypen) ergab keinen einzigen Treffer zu einer Humanstudie.
-
07
Herzfunktion und Gefäßgesundheit im Tiermodell
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In derselben Arbeit an gealterten Mäusen besserten sich unter der 40-tägigen Gabe von Auricularia-Polysacchariden neben den Antioxidans-Werten auch zwei Maße der linksventrikulären Herzfunktion (Ejektionsfraktion und fraktionelle Verkürzung), ob dabei gegen eine unbehandelte, ebenfalls gealterte Gruppe verglichen wurde, geht aus dem Abstract nicht hervor und die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract [15]. Im oben beschriebenen Mäuse-Modell mit ausgelöster Thrombusbildung veränderten mittlere und hohe Dosis einer Auricularia-Polysaccharid-Fraktion zusätzlich mehrere Gefäßfunktionsmarker (unter anderem endotheliale Stickstoffmonoxid-Synthase, Endothelin-1 und Prostacyclin) gegenüber der unbehandelten Modellgruppe, auf den Tissue-Factor-Pathway-Inhibitor blieb sie ohne Wirkung [4]. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich an Mäusen statt, keine an Menschen. Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Auricularia und Herz-Kreislauf-Funktion (Suchbegriff cardiovascular, mit und ohne Filter auf Studientypen) ergab keinen einzigen Treffer zu einer Humanstudie.
Studien im Detail
Zu keiner der verbreiteten Zuschreibungen von Judasohr liegt eine Interventionsstudie am Menschen vor. Es gibt deshalb hier keinen Block mit belegten Humanbefunden. Die vollständige, mit Population, Dosis und Ergebnis versehene Auswertung jeder einzelnen Zell- und Tierstudie steht direkt in der Begründung der jeweiligen Zeile oben sowie zusammengefasst im folgenden Abschnitt.
Tier- und Laborstudien
Judasohr ist der bislang einzige der in diesem Kompendium bearbeiteten Vitalpilze, zu dem keine einzige Humanstudie mit oralem Extrakt oder ganzem Pilz auffindbar ist, weder zu einem klinischen Endpunkt noch zu einem reinen Laborwert. Die gesamte vorliegende Studienlage stammt aus Zellkultur- und Tierversuchen sowie einer In-vitro-Fermentation mit entnommenen menschlichen Stuhlproben.
Am dichtesten belegt ist eine gerinnungshemmende Wirkung: Ein wässriger Extrakt hemmte 1982 in einer klassischen Laborarbeit die ADP-ausgelöste Verklumpung von Thrombozyten aus menschlichem und tierischem Blut in der Petrischale, unabhängig vom im Extrakt enthaltenen Adenosin [1]. Zwei neuere Arbeiten bestätigten an isolierten Polysaccharid-Fraktionen eine Verlängerung mehrerer Gerinnungszeiten im Reagenzglas [2, 3], und eine Arbeit an Mäusen mit ausgelöster Thrombusbildung zeigte denselben Effekt zusätzlich im lebenden Tier, begleitet von einer Veränderung mehrerer Gefäßfunktionsmarker [4].
Zu Blutfetten und Blutzucker liegen ausschließlich Mäuse-Modelle mit einem zusätzlich ausgelösten Leber- oder Diabetes-Schaden vor, in denen Auricularia-Präparate Cholesterin-, Triglycerid- oder Blutzuckerwerte gegenüber unbehandelten Tieren senkten; der Blutfettbefund stammt dabei aus einer Fermentationsbrühe mit zusätzlichen Mikroorganismen, nicht aus dem gewöhnlichen Fruchtkörper-Extrakt [5, 6, 7, 8]. Zur Ballaststoff- und präbiotischen Wirkung auf die Darmflora existiert neben mehreren Mäuse-Modellen auch eine In-vitro-Fermentation, bei der Auricularia-Polysaccharide mit entnommenen menschlichen Stuhlproben außerhalb des Körpers vermehrt kurzkettige Fettsäuren bildeten [9, 10, 11, 12]. Zum Immunsystem liegen Zellversuche an Mäuse-Makrophagen sowie mehrere Mäuse-Modelle mit ausgelöster Immunschwäche vor [11, 13, 14]. Zur antioxidativen Wirkung und zur Herzfunktion stammt der aussagekräftigste Befund aus einer Arbeit an gealterten Mäusen, in der Auricularia-Polysaccharide sowohl Antioxidans-Enzyme als auch zwei Maße der linksventrikulären Herzfunktion gegenüber unbehandelten, ebenfalls gealterten Tieren verbesserten [15], ergänzt durch einen Zellversuch an menschlichen Leberzellen im Labor [16].
Aus keiner dieser Arbeiten folgt eine Aussage darüber, ob und in welchem Ausmaß sich ein vergleichbarer Effekt bei oraler Einnahme des Extrakts beim Menschen einstellt.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Als seit Langem verzehrter Speisepilz gilt Auricularia auricula als grundsätzlich gut verträglich. Eine eigene kontrollierte Verträglichkeitsstudie zum Extrakt in Kapselform liegt nicht vor.
Sicherheitsrelevant ist die in Zell- und Tierstudien gezeigte Hemmung der Thrombozytenaggregation und Verlängerung von Gerinnungszeiten [1, 2, 3, 4]. Das sind vier Veröffentlichungen, aber nur drei voneinander unabhängige Bestände, denn die Gerinnungstests von 2020 [2] und die Mäuse-Arbeit von 2022 [4] stammen aus derselben Arbeitsgruppe, gehen auf denselben Rohextrakt aus dem Fruchtkörper zurück und wurden aus demselben Fördermittel finanziert. Diese Befunde stammen ausschließlich aus dem Labor und aus Mäuse-Modellen, keine Humanstudie hat die Wirkung auf die Blutgerinnung bei oraler Einnahme geprüft. Bei bestehender Einnahme gerinnungshemmender oder blutverdünnender Medikamente sowie vor planbaren Operationen ist auf Basis dieser präklinischen Datenlage ärztliche Rücksprache sinnvoll.
Da Auricularia-Polysaccharide in mehreren Tierstudien das Immunsystem messbar veränderten, ist bei bestehender Einnahme das Immunsystem unterdrückender Medikamente oder bei einer Autoimmunerkrankung ebenfalls ärztliche Rücksprache sinnvoll. Zu Schwangerschaft, Stillzeit und zu Wechselwirkungen mit weiteren Medikamenten liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor.
Quellen zum Nachlesen
- 01
- 02
- 03
- 04
-
05
Tierstudie, Mäuse mit diät- und chemisch induzierter Fettleber · 2023
The polysaccharides from Auricularia auricula alleviate non-alcoholic fatty liver disease via modulating gut microbiota and bile acids metabolism
Shu Y, Huang Y, Dong W, Fan X, Sun Y, Chen G, Zeng X, Ye H. Int J Biol Macromol
Zur Zuschreibung: 02
- 06
-
07
Tierstudie, Mäuse mit induziertem Typ-2-Diabetes, drei Dosisgruppen (100, 200, 400 mg/kg/Tag), 5 Wochen · 2022
Effects of Auricularia auricula Polysaccharides on Gut Microbiota Composition in Type 2 Diabetic Mice
Liu N, Chen M, Song J, Zhao Y, Gong P, Chen X. Molecules
Zur Zuschreibung: 03
-
08
Tierstudie, Mäuse mit Streptozotocin-induziertem Diabetes, drei Dosisgruppen (100, 200, 300 mg/kg/Tag), 8 Wochen · 2024
Effects of Auricularia auricula-judae (Bull.) Quél. polysaccharide acid hydrolysate on glucose metabolism in diabetic mice under oxidative stress
Shi Q, Li X, He J, Ye D, Tang H, Xuan J, Tang Y, Zhang Y, Zhang Y. Phytomedicine
Zur Zuschreibung: 03
- 09
-
10
Tierstudie, Mäuse mit induzierter Leberfibrose, 8 Wochen · 2025
Auricularia auricula Polysaccharides Exert Anti-inflammatory Effects in Hepatic Fibrosis by the Gut-Liver Axis and Enhancing SCFA Metabolism
Zhang L, Liu ZX, Liu YH, Chen Y, Chen J, Lu CH. J Agric Food Chem
Zur Zuschreibung: 04
-
11
Tierstudie, Mäuse mit Cyclophosphamid-induzierter Immunschwäche · 2020
Effects of Polysaccharides From Auricularia auricula on the Immuno-Stimulatory Activity and Gut Microbiota in Immunosuppressed Mice Induced by Cyclophosphamide
Kong X, Duan W, Li D, Tang X, Duan Z. Front Immunol
-
12
Tierstudie, Mäuse mit durch Dextransulfat ausgelöster Darmschleimhautentzündung · 2020
Polysaccharide isolated from Auricularia auricular-judae (Bull.) prevents dextran sulfate sodium-induced colitis in mice through modulating the composition of the gut microbiota
Zhao D, Dai W, Tao H, Zhuang W, Qu M, Chang YN. J Food Sci
Zur Zuschreibung: 04
-
13
Laborstudie, Zellversuch an Mäuse-Makrophagen · 2020
Phagocytosis enhancement, endotoxin tolerance, and signal mechanisms of immunologically active glucuronoxylomannan from Auricularia auricula-judae
Perera N, Yang FL, Chiu HW, Hsieh CY, Li LH, Zhang YL, Hua KF, Wu SH. Int J Biol Macromol
Zur Zuschreibung: 05
-
14
Tierstudie, Mäuse, drei Dosisgruppen (100, 200, 400 mg/kg) · 2020
Influence of Nigerian Jelly Ear Culinary-Medicinal Mushroom, Auricularia auricula-judae (Agaricomycetes), on Humoral and Cellular Immunity
Ibe V, Ihim SA, Ikegbunam M, Ugwu M, Nworu CS. Int J Med Mushrooms
Zur Zuschreibung: 05
-
15
Tierstudie, gealterte Mäuse, 40 Tage · 2010
Chemical characterization of Auricularia auricula polysaccharides and its pharmacological effect on heart antioxidant enzyme activities and left ventricular function in aged mice
Wu Q, Tan Z, Liu H, Gao L, Wu S, Luo J, Zhang W, Zhao T, Yu J, Xu X. Int J Biol Macromol
-
16
Laborstudie, Zellkultur an menschlicher Leberzelllinie (HepG2) · 2023
Auricularia auricula Peptides Nutritional Supplementation Delays H2O2-Induced Senescence of HepG2 Cells by Modulation of MAPK/NF-κB Signaling Pathways
Han Q, Li H, Zhao F, Gao J, Liu X, Ma B. Nutrients
Zur Zuschreibung: 06
Bei H.P.N
Diesen Inhaltsstoff findest Du in: