Maca Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Lepidium meyenii · Maca · Peru-Ginseng · Peruanischer Ginseng · Maca-Wurzel · Lepidium peruvianum
Auf einen Blick
- Was es ist
- Zubereitung aus dem verdickten Spross der Andenpflanze Lepidium meyenii, einer Verwandten von Kresse und Senf. Die Signaturstoffe sind Macamide und Macaene, dazu Glucosinolate, Sterole und Alkaloide
- Herkunft
- Hochebene von Junin in den peruanischen Zentralanden, oberhalb von 4000 Metern. Seit rund zwei Jahrtausenden dort Nahrungs- und Heilpflanze. Seit den späten 1990er Jahren wird sie auch in der chinesischen Provinz Yunnan im großen Stil angebaut
- Ökotypen
- Gelbe, rote und schwarze Maca sind Farbformen derselben Art und keine austauschbaren Rohstoffe. Im Tierversuch verkleinerte allein die rote Form die Vorsteherdrüse, die gelbe und die schwarze nicht, und die Gedächtnisversuche laufen fast alle mit der schwarzen Form. Ein Befund zu einem Ökotyp trägt keine Aussage zu einem anderen. Dazu kommt der Artname. Ein Teil der Literatur führt dieselbe Pflanze als Lepidium peruvianum, und die beiden Namen werden in Studien und im Handel vermischt
- Wirkform in Studien
- Fast nie ein konzentrierter Extrakt. Die placebokontrollierten Humanstudien arbeiteten mit getrocknetem oder gelatinisiertem Wurzelpulver in Gramm-Mengen. Wo eine Arbeit von Extrakt spricht, weicht die Beschreibung teils ab, bei einer Studie steht im Abstract Trockenextrakt und in der Übersichtsarbeit pulverisierte getrocknete Wurzel. Der Begriff Maca-Extrakt auf einer Packung sagt deshalb wenig darüber, ob die Studienlage passt
- Übliche Studiendosis
- 1,5 bis 4,5 g Wurzelpulver täglich über 2 bis 16 Wochen. Kein Beleg für eine Dosis-Wirkungs-Beziehung, in der einzigen Studie mit zwei Dosen war der Befund ausgerechnet in der höheren Gruppe nicht belegt
- Bekannt geworden durch
- Die andine Überlieferung als Kraft- und Fruchtbarkeitsmittel und die Vermarktung ab den späten 1990er Jahren im Netz als Peru-Ginseng für Libido und Fruchtbarkeit
- Verträglichkeit
- In den ausgewerteten Humanstudien überwiegend gut vertragen. Keine der vier Studien der Übersichtsarbeit zur Sexualfunktion hat Nebenwirkungen überhaupt erfasst. In einer 90-Tage-Studie stiegen unter 0,6 g Maca-Pulver täglich der Leberwert AST und der untere Blutdruckwert mäßig an
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Selbst berichtetes sexuelles Verlangen bei gesunden Männern, in der größeren Studie mit Unterschied zu Placebo, in der kleineren ohne Unterschied
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer Studie an 57 Männern lag das Selbsturteil ab Woche 8 über Placebo, in einer zweiten an 8 Radsportlern war der Gruppenunterschied nicht belegt. Beide prüften Pulver, keinen konzentrierten Extrakt.
Ausführlicher Nachweis
In einer 12 Wochen langen, doppelblinden, plazebokontrollierten Parallelgruppenstudie erhielten 57 gesunde Männer zwischen 21 und 56 Jahren gelatinisiertes Maca-Pulver, 1500 mg täglich (n gleich 30) oder 3000 mg täglich (n gleich 15) oder Placebo (n gleich 12) [1]. Die Übersichtsarbeit Shin 2010 rechnet daraus den Gruppenunterschied im Selbsturteil zum sexuellen Verlangen nach, nach 4 Wochen mittlerer Unterschied 0,51 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 0,35 bis plus 1,37 und damit ohne belegten Unterschied, nach 8 und nach 12 Wochen jeweils 1,64 bei einem 95-Prozent-Intervall von 1,07 bis 2,21 [5]. Drei Einschränkungen stehen im freien Volltext derselben Übersichtsarbeit. Die Arbeit verglich nur den gemeinsamen Mittelwert beider Verumgruppen gegen die Placebogruppe, die verwendete Sechs-Punkte-Skala ist nicht validiert, und innerhalb der Gruppen war die Veränderung allein in der 1500-mg-Gruppe belegt, in der 3000-mg-Gruppe zu keinem der drei Zeitpunkte [5]. Ein Dosis-Wirkungs-Verlauf fehlt damit, und die Placebogruppe war mit 12 Personen kleiner als jede der beiden Verumgruppen zusammen [5]. Die zweite Arbeit gab 8 trainierten männlichen Radsportlern im Cross-over 2000 mg gelatinisiertes Maca täglich über 14 Tage. Ihr eigenes Abstract nennt einen Vorteil gegenüber Placebo mit p gleich 0,03 [4], die Nachrechnung im Volltext der Übersichtsarbeit ergibt für dasselbe Fragebogenergebnis einen mittleren Unterschied von 6,38 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 11,32 bis plus 24,08 und damit keinen belegten Gruppenunterschied [5]. Das Intervall ist so breit, dass es einen deutlichen Nutzen ebenso wenig ausschließt wie einen deutlichen Nachteil, deshalb steht die Zeile nicht auf nicht bestätigt. Beide Arbeiten prüften gelatinisiertes Wurzelpulver in Gramm-Mengen und keinen konzentrierten Extrakt [5]. Keine der vier in der Übersichtsarbeit eingeschlossenen Studien berichtete die Erzeugung der Zuteilungsfolge oder eine Verdeckung der Zuteilung, keine erfasste Nebenwirkungen, keine wurde unabhängig wiederholt [5]. Die Studie an den 57 Männern stammt aus dem Instituto de Investigaciones de la Altura in Lima, derselben peruanischen Arbeitsgruppe, die auch die Hormonstudie und die Tierversuche zu den Ökotypen verantwortet [1][2][21]. Für sie liegen bei PubMed weder eine Interessenerklärung noch ein Förderhinweis vor, und ihr Volltext lag uns nicht vor, die Interessenlage konnten wir deshalb nicht prüfen.
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02
Selbst berichtete Erektionsfähigkeit auf der IIEF-5-Skala bei Männern mit leicht herabgesetztem Ausgangswert, nur in einer einzigen Studie geprüft
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine einzige Studie an 50 Männern fand einen Vorteil von 1,1 Punkten auf einer 25-Punkte-Skala. Zwei Übersichtsarbeiten nennen den Befund sehr vorläufig.
Ausführlicher Nachweis
In einer doppelblinden, plazebokontrollierten Parallelgruppenstudie nahmen 50 Männer mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren zwölf Wochen lang täglich 2400 mg Maca oder Placebo ein, je 25 pro Arm [3]. Auf der IIEF-5-Skala stieg der Wert in beiden Armen gegenüber dem eigenen Ausgangswert (je p kleiner 0,05), der Zuwachs war unter Maca größer, 1,6 plus minus 1,1 gegenüber 0,5 plus minus 0,6 Punkten (p kleiner 0,001) [3]. Der Volltext der Übersichtsarbeit Shin 2010 weist denselben Befund als Gruppenunterschied mit Intervall aus, mittlerer Unterschied 1,10 bei einem 95-Prozent-Intervall von 0,61 bis 1,59 (p kleiner 0,001) [5]. Das ist ein echter Vergleich zwischen den Gruppen und nicht nur eine Veränderung innerhalb der Verumgruppe. Er beträgt aber gut einen Punkt auf einer Skala von 5 bis 25, stammt aus einer einzigen Studie und ist nie unabhängig wiederholt worden [5]. Die zweite Übersichtsarbeit zu pflanzlichen Mitteln bei Erektionsstörungen führt dieselbe Studie als die einzige zu Lepidium meyenii, mit 50 Teilnehmenden, und nennt das Ergebnis ausdrücklich sehr vorläufig [18]. Beide Übersichtsarbeiten stützen sich damit auf denselben einen Bestand und sind kein zweiter Beleg [5][18]. Ein Widerspruch in der Zubereitung bleibt offen. Das Abstract der Studie spricht von Maca-Trockenextrakt [3], die Übersichtsarbeit beschreibt dasselbe Präparat als pulverisierte, getrocknete Maca-Wurzel, direkt aus den peruanischen Anden bezogen, und ordnet es der Gruppe der nicht kommerziellen Naturprodukte zu [5]. Welcher Ökotyp verwendet wurde, nennt keine der beiden Quellen. Angaben zu Förderung und Interessenlage liegen bei PubMed nicht vor, der Volltext lag uns nicht vor.
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03
Spermienkonzentration bei Männern mit auffälligem Spermiogramm, in einer Studie mit Unterschied zu Placebo, in einer zweiten ohne Unterschied
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Studie an 69 Männern fand mehr Spermien je Milliliter als unter Placebo, eine zweite an 50 Männern fand keinen Gruppenunterschied und in Zahlen sogar den größeren Anstieg unter Placebo.
Ausführlicher Nachweis
In einer doppelblinden, randomisierten, plazebokontrollierten Studie nahmen 69 Männer mit leicht verminderter Spermienbeweglichkeit oder Spermienzahl zwölf Wochen lang täglich 2 g Maca (n gleich 35) oder Placebo (n gleich 34) ein [9]. Die Spermienkonzentration lag danach unter Maca höher als unter Placebo, 15,04 plus minus 5,61 gegenüber 10,16 plus minus 3,59 Millionen je Milliliter (p gleich 0,011) [9]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall nennt die Arbeit nicht, und ihr Volltext lag uns nicht vor. In der zweiten Studie erhielten 50 Männer zwischen 28 und 52 Jahren, die seit mindestens einem Jahr ungewollt kinderlos waren und ein auffälliges Spermiogramm hatten, 16 Wochen lang täglich 2,8 g gelatinisiertes Pulver aus gelber Maca oder Placebo, je 25 zugeteilt, ausgewertet wurden 19 und 20 [10]. Die Spermienkonzentration stieg in der Maca-Gruppe von 12,32 auf 17,31 (p gleich 0,43) und in der Placebogruppe von 10,05 auf 17,69 Millionen je Milliliter (p gleich 0,17), die Zuwächse betrugen 40 Prozent unter Maca und 76 Prozent unter Placebo [10]. Einen statistischen Vergleich der Werte zwischen den Gruppen nach der Behandlung berichtet die Arbeit für die Samenparameter nicht, sie prüfte nur den Verlauf innerhalb jeder Gruppe [10]. Genau daran scheitert die Stufe widersprüchlich. Die beiden Arbeiten prüfen zwar denselben Endpunkt in vergleichbarer Population, aber nicht denselben Vergleich, die eine rechnet zwischen den Gruppen, die andere innerhalb. Die zweite Studie war zudem unterbesetzt, ihre eigene Fallzahlplanung verlangte 22 auswertbare Personen je Gruppe für genau diesen Endpunkt, erreicht wurden 19 und 20 [10]. Sie deklariert keinen Interessenkonflikt und nennt den peruanischen Lieferanten des Pulvers namentlich [10]. Die vorliegende Übersichtsarbeit zur Samenqualität wertete fünf Arbeiten aus, drei randomisierte Studien und zwei unkontrollierte Beobachtungen, und hält fest, Zahl und Umfang der Studien sowie ihr Verzerrungsrisiko ließen keinen festen Schluss zu [11]. Sie erschien 2016 und enthält keine der beiden hier genannten Studien, ist also ein eigener, älterer Bestand [11].
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04
Spermienbeweglichkeit, Samenvolumen und Anteil normal geformter Spermien, ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In der Studie mit Gruppenvergleich unterschieden sich alle drei Werte nicht von Placebo. Ein Effektmaß mit Intervall nennt keine der beiden Arbeiten, geprüft und nicht gefunden ist die Wirkung trotzdem.
Ausführlicher Nachweis
In der Studie an 69 Männern mit leicht verminderter Spermienbeweglichkeit oder Spermienzahl unterschieden sich nach zwölf Wochen mit 2 g Maca täglich weder das Samenvolumen (2,95 plus minus 0,52 gegenüber 2,90 plus minus 0,52, p gleich 0,392) noch die Spermienbeweglichkeit (22,34 plus minus 2,22 gegenüber 23,05 plus minus 2,22, p gleich 0,462) noch der Anteil normal geformter Spermien (7,89 plus minus 1,89 gegenüber 7,04 plus minus 2,28, p gleich 0,801) von Placebo [9]. Die zweite Studie an 50 Männern berichtet ebenfalls keinen belegten Unterschied bei den Samenparametern, dort allerdings ohne ausgewiesenen Gruppenvergleich [10]. Für keinen der drei Werte liegt ein Effektmaß mit Konfidenzintervall vor, die Genauigkeit des Nullbefundes lässt sich damit nicht beziffern. Geprüft wurden die drei Werte gegen Placebo, gefunden wurde kein Unterschied, deshalb steht die Zeile auf nicht bestätigt. Beide Arbeiten prüften Pulver, die eine 2 g eines nicht näher beschriebenen Maca-Präparats [9], die andere 2,8 g gelatinisiertes Pulver aus gelber Maca mit einem gemessenen Gesamtgehalt an Macamiden von 0,0121 Prozent des Trockengewichts [10].
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05
Testosteron und die übrigen Sexual- und Schilddrüsenhormone im Blut, in allen kontrollierten Studien ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
Vier plazebokontrollierte Studien und eine Übersichtsarbeit fanden keinen Hormonunterschied. Ein Effektmaß mit Intervall nennt keine von ihnen, die Genauigkeit des Nullbefundes bleibt damit unbeziffert.
Ausführlicher Nachweis
In der 12-Wochen-Studie an gesunden Männern veränderten 1,5 g und 3,0 g gelatinisiertes Maca-Pulver täglich weder das luteinisierende Hormon noch das follikelstimulierende Hormon, Prolaktin, 17-alpha-Hydroxyprogesteron, Testosteron oder Estradiol, weder gegenüber Placebo noch über die Zeit [2]. Bei 14 Frauen nach den Wechseljahren blieben unter 3,5 g Maca-Pulver täglich Estradiol, follikelstimulierendes Hormon, luteinisierendes Hormon und das sexualhormonbindende Globulin unverändert (jeweils p größer 0,05), und ein hefebasierter Reportertest zeigte bis zu einer Konzentration entsprechend 200 mg Maca je Milliliter keine nennenswerte östrogene oder androgene Aktivität des Materials selbst [6]. Bei 29 Frauen nach den Wechseljahren unterschieden sich unter 3,3 g täglich Estradiol, follikelstimulierendes Hormon, schilddrüsenstimulierendes Hormon und das sexualhormonbindende Globulin nicht von Placebo [7]. In der 16-Wochen-Studie an 50 Männern blieben luteinisierendes Hormon, follikelstimulierendes Hormon, Prolaktin, Estradiol und Gesamttestosteron unverändert [10]. Diese vierte Arbeit nennt in ihrem Abstract als einzige Hormonänderung einen Rückgang des freien Testosterons unter Maca. Der Volltext zeigt, dass es sich um einen Vergleich mit dem eigenen Ausgangswert handelt, von 0,11 auf 0,06 und damit minus 27 Prozent (p gleich 0,04), während die Placebogruppe im selben Zeitraum von 0,15 auf 0,03 fiel (p gleich 0,07) [10]. Der Abfall war in der Placebogruppe also in Zahlen größer, ein Vergleich zwischen den Gruppen wird nicht berichtet. Die Übersichtsarbeit zu sogenannten Testosteron-Boostern wertete 52 Studien zu 27 Stoffen aus, darunter zwei zu Lepidium meyenii, und ordnet den Stoff der Mehrheit zu, die das Gesamttestosteron nicht anhebt [12]. Keine der vier Studien und keine der Übersichtsarbeiten nennt ein Effektmaß mit Konfidenzintervall für einen dieser Hormonwerte [2][6][7][10][12]. Ohne Intervall lässt sich die Genauigkeit des Nullbefundes nicht beziffern. Gesucht wurde der Hormonunterschied in vier kontrollierten Studien, gefunden wurde er in keiner, deshalb steht die Zeile auf nicht bestätigt. Zwei der vier Studien stammen aus derselben peruanischen Arbeitsgruppe beziehungsweise derselben australischen Hochschule wie weitere hier zitierte Arbeiten [2][6][7].
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06
Beschwerdewert auf der Greene-Skala bei Frauen nach den Wechseljahren, Unterschied nur in den psychischen Unterskalen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Zwei kleine Studien mit zusammen 43 Frauen fanden bessere Werte in den Unterskalen zu Anspannung und gedrückter Stimmung. Die Übersichtsarbeit nennt die Datenlage zu begrenzt für einen festen Schluss.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie nahmen 16 zugeteilte und 14 ausgewertete Frauen nach den Wechseljahren sechs Wochen lang täglich 3,5 g Maca-Pulver und sechs Wochen lang ein Placebo aus weißem Reismehl, in wechselnder Reihenfolge über zwölf Wochen [6]. Auf der Greene-Skala sanken die Werte der psychischen Unterskalen für Anspannung und gedrückte Stimmung sowie der Wert zur sexuellen Funktion gegenüber Placebo und gegenüber dem Ausgangswert (p kleiner 0,05), ohne dass sich die gemessenen Hormonwerte änderten [6]. Für den Teilwert zur sexuellen Funktion weist der Volltext der Übersichtsarbeit den Gruppenunterschied mit Intervall aus, mittlerer Unterschied 0,70 bei einem 95-Prozent-Intervall von 0,08 bis 1,32 [5]. Dieselbe Übersichtsarbeit hält fest, dass diese Studie keine Auswaschphase zwischen den beiden Perioden vorsah, was eine Nachwirkung der ersten Periode nicht ausschließt, und dass die Greene-Skala für sexuelle Funktion nicht eigens entwickelt wurde [5]. In der zweiten Studie erhielten 29 Frauen nach den Wechseljahren aus Hongkong im Cross-over sechs Wochen lang täglich 3,3 g Maca und sechs Wochen lang Placebo. Der Wert für gedrückte Stimmung sank unter Maca, ebenso der untere Blutdruckwert, während sich Hormone, Blutfette, Blutzucker und die gemessenen Botenstoffe nicht unterschieden [7]. Die Übersichtsarbeit zu den Wechseljahren wertete vier randomisierte Studien aus, fand auf der Greene-Skala und dem Kupperman-Index durchweg günstige Ergebnisse und urteilt trotzdem, Zahl der Studien, Gesamtteilnehmerzahl und methodische Güte seien zu begrenzt für einen festen Schluss, und die Unbedenklichkeit sei nicht belegt [8]. Wo die Autoren selbst kein Urteil fällen, fällen wir auch keines, deshalb Hinweise. Der Bestand ist kleiner, als die Quellenzahl vermuten lässt. Die Übersichtsarbeit schließt die erste der beiden Studien ein [8], und die letzte Autorin der ersten Studie ist die Erstautorin der zweiten, beide entstanden an derselben australischen Hochschule [6][7]. Angaben zu Förderung und Interessenlage liegen für beide Studien bei PubMed nicht vor, ihre Volltexte lagen uns nicht vor.
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07
Hitzewallungen als eigens ausgewiesener Einzelendpunkt
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gesucht und keine Studie gefunden, die Hitzewallungen getrennt von einem Sammelwert gegen Placebo ausweist.
Ausführlicher Nachweis
Gesucht wurde mit den PubMed-Suchbegriffen "Lepidium meyenii" "hot flashes", alle Publikationstypen, mit "climacteric" und "Kupperman" ebenso, sowie mit "hot flashes vasomotor" ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp. Die auf Humanstudien beschränkte Suche liefert ausschließlich zwei Übersichtsarbeiten, die Suche ohne diese Beschränkung keinen einzigen Treffer. Die vorliegenden Studien messen Hitzewallungen nur als einen Posten innerhalb der Greene-Skala oder des Kupperman-Index und weisen ihn nicht getrennt aus. Eine Aussage zu diesem einzelnen, in der Werbung besonders häufig genannten Endpunkt lässt sich daraus nicht ableiten. Das heißt nicht, dass die Wirkung ausbleibt, sondern dass wir dazu keine prüfbare Zahl gefunden haben.
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08
Unterer Blutdruckwert, in zwei Studien uneinheitlich und in gegenläufige Richtungen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer Studie an 29 Frauen sank der untere Blutdruckwert, in einer anderen an Erwachsenen mit Stoffwechselauffälligkeiten stieg er mäßig an. Die beiden Studien prüften verschiedene Mengen in verschiedenen Gruppen.
Ausführlicher Nachweis
Bei 29 Frauen nach den Wechseljahren sank unter 3,3 g Maca täglich über sechs Wochen im Cross-over der untere Blutdruckwert gegenüber Placebo [7]. In einer randomisierten, plazebokontrollierten Studie über 90 Tage an Erwachsenen mit erhöhten Blutfetten, erhöhtem Blutzucker und Übergewicht stiegen dagegen unter 0,6 g Maca-Pulver täglich der Leberwert AST und der untere Blutdruckwert mäßig an, und die Autoren halten ausdrücklich fest, diese Wirkung sei bei höheren Mengen Maca-Pulver zu bedenken [17]. Beide Arbeiten nennen für den Blutdruck kein Effektmaß mit Konfidenzintervall [7][17]. Die Stufe steht nicht auf widersprüchlich, weil die drei dafür nötigen Bedingungen nicht erfüllt sind. Die Bevölkerungen sind nicht vergleichbar, Frauen nach den Wechseljahren gegenüber Erwachsenen mit Stoffwechselauffälligkeiten, die Mengen unterscheiden sich um mehr als das Fünffache, und die zweite Arbeit prüfte Maca in mehreren Armen zusammen mit Silymarin und ordnet ihren Befund selbst als Sicherheitsbeobachtung und nicht als Wirksamkeitsergebnis ein [17]. Beide Beobachtungen bleiben trotzdem stehen, weil sie zusammen zeigen, dass die Richtung offen ist. Wer blutdrucksenkende Mittel einnimmt, findet dazu einen Hinweis im Abschnitt Sicherheit.
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09
Ausdauer-, Sprint- und Kraftleistung bei Sporttreibenden, in jeder kontrollierten Studie ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
Keine der Studien mit Placebogruppe fand einen Unterschied. Die viel zitierte Meta-Analyse zur Leistungssteigerung hat ausschließlich Tierversuche zusammengerechnet.
Ausführlicher Nachweis
Die 2024 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zur körperlichen Leistungsfähigkeit schloss 21 Arbeiten ein, davon 17 an Tieren und 4 am Menschen [13]. Der Volltext nennt die 15 Arbeiten, die in die Meta-Analyse eingingen, namentlich, und alle 15 sind Tierversuche, gemessen an Zwangsschwimmtest, Drehstabtest, Greifkrafttest und Milchsäure im Blut [13]. Die zusammengefassten Effektstärken, im Abstract als groß bezeichnet, beziehen sich damit ausschließlich auf Mäuse, Ratten und in einem Fall Rennpferde und nicht auf Menschen [13]. Abstract und Volltext derselben Arbeit widersprechen sich außerdem in der Zahl der eingerechneten Studien, 16 gegenüber 15 [13]. Von den vier Humanstudien in der Tabelle derselben Übersichtsarbeit zeigt keine einen belegten Gruppenunterschied. Bei Frauen mit einem Maca-Extrakt gegen Dextrin sanken die Werte auf der Erschöpfungsskala in beiden Armen (je p kleiner 0,01), zwischen den Armen bestand kein Unterschied [13]. Bei 20 gesunden Männern unterschied sich die Zeit bis zur Erschöpfung nicht, 63,83 plus minus 3,44 gegenüber 64,04 plus minus 2,76 Minuten [13]. Die Studie an 44 männlichen Spitzensportlern mit täglich 5000 mg konzentriertem Extrakt aus schwarzer Maca über acht Wochen hatte überhaupt keine Kontroll- und keine Placebogruppe, jede Person nahm den Stoff, verglichen wurde nur vorher gegen nachher, und die Autoren führen das Fehlen einer Kontrollgruppe selbst unter ihren Einschränkungen auf und schließen dennoch, Spitzensportler sollten schwarze Maca einnehmen [16]. Bei den 8 Radsportlern verbesserte sich die Zeit über 40 Kilometer gegenüber dem eigenen Ausgangswert (p gleich 0,01), gegenüber der Placebobedingung nach der Einnahme dagegen nicht (p größer 0,05), das steht so schon im Abstract der Arbeit selbst [4]. Hinzu kommt eine 2025 veröffentlichte, doppelblinde Cross-over-Studie an 10 gut trainierten Basketballspielern, die zwei Wochen lang täglich 2000 mg Maca oder Placebo nahmen. Sprunghöhe (p gleich 0,352), Wurfgenauigkeit, wiederholte Sprintleistung und Ermüdungsindex (p gleich 0,266) unterschieden sich nicht, die Autoren schließen auf keinen leistungssteigernden Nutzen [14]. Für keinen dieser Endpunkte liegt ein Effektmaß mit Konfidenzintervall vor, die Genauigkeit des Nullbefundes bleibt damit unbeziffert. Gesucht wurde die Leistungssteigerung in jeder Studie mit Vergleichsgruppe, gefunden wurde sie in keiner, deshalb steht die Stufe auf nicht bestätigt.
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10
Ermüdungsempfinden im Alltag und Abbau der Milchsäure nach Belastung, ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
Der Abbau der Milchsäure und der Ermüdungsindex unterschieden sich bei Basketballspielern nicht von Placebo, das Ermüdungsempfinden von Frauen im Alltag ebenfalls nicht.
Ausführlicher Nachweis
Bei den 10 gut trainierten Basketballspielern unterschieden sich nach zwei Wochen mit täglich 2000 mg Maca weder der Ermüdungsindex (p gleich 0,266) noch die Abbaurate der Milchsäure im Blut (p gleich 0,258) von Placebo [14]. In der Humanstudie an 55 Frauen, die die Übersichtsarbeit in ihrer Tabelle führt, sank der Wert auf der Erschöpfungsskala unter Maca von 7,55 plus minus 0,65 auf 5,20 plus minus 1,48 und unter Placebo von 7,52 plus minus 0,80 auf 5,67 plus minus 1,74, jeweils gegenüber dem eigenen Ausgangswert (je p kleiner 0,01), zwischen den Gruppen bestand nach der Behandlung kein Unterschied (p größer 0,05) [13]. Das ist der Fall, vor dem an dieser Stelle am meisten zu warnen ist, denn beide Gruppen wurden deutlich besser und der Abstand zwischen ihnen blieb aus. Die Vorstellung, Maca baue Milchsäure schneller ab, stammt aus den Tierversuchen, in denen die Milchsäurewerte nach dem Zwangsschwimmtest niedriger lagen als bei den Kontrolltieren [13]. Für keinen der genannten Werte liegt beim Menschen ein Effektmaß mit Konfidenzintervall vor, die Genauigkeit des Nullbefundes bleibt damit unbeziffert. Die Arbeit an den 55 Frauen ist uns nur über die Tabelle der Übersichtsarbeit zugänglich, sie erschien in einer nicht in PubMed geführten Zeitschrift [13].
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11
Immunwerte nach einer einzelnen Ausbelastung, Unterschied allein bei einem einzigen Botenstoff
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer nicht randomisierten Studie an 20 Männern lag nur Interferon-gamma nach 24 Stunden höher als unter Placebo. Alle gezählten Abwehrzellen unterschieden sich nicht.
Ausführlicher Nachweis
In einer doppelblinden, plazebokontrollierten Studie nahmen 24 gesunde Männer zwölf Wochen lang zweimal täglich 2,25 g eines Maca-Präparats oder Maisstärke ein, ausgewertet wurden 20, davon 9 in der Maca-Gruppe und 11 in der Placebogruppe [15]. Die Zuteilung erfolgte nicht zufällig, sondern paarweise nach der maximalen Sauerstoffaufnahme, die Autoren beschreiben das im Volltext ausdrücklich und benennen es als Abweichung von der Randomisierung [15]. Nach einer einmaligen Ausbelastung auf dem Laufband lagen die Interferon-gamma-Werte aus mononukleären Zellen des Blutes in der Maca-Gruppe 24 Stunden nach der Belastung höher als in der Placebogruppe (p kleiner 0,05), unmittelbar danach war der Unterschied knapp nicht belegt (p gleich 0,055) [15]. Bei allen übrigen Messgrößen gab es keinen Gruppenunterschied und keine Wechselwirkung zwischen Gruppe und Zeit, das gilt für weiße Blutkörperchen, neutrophile Granulozyten, Lymphozyten sowie die Untergruppen CD19, CD56, CD4 und CD8 und deren Verhältnis [15]. Die Veränderungen dieser Zellzahlen sind Wirkungen der Belastung selbst und nicht des Präparats [15]. Gemessen wurden ausschließlich Blutwerte, kein klinischer Endpunkt wie eine geringere Zahl von Infekten. Die Arbeit wurde von zwei staatlichen Stellen in Taiwan gefördert, das Präparat stammte von einem Hersteller, der laut Volltext keine weitere Rolle hatte, die Autoren erklären keinen Interessenkonflikt [15]. Dieselbe Arbeitsgruppe und dieselbe Gruppe von 9 und 11 Personen liefert auch den Nullbefund zur Zeit bis zur Erschöpfung, den die Übersichtsarbeit zur Leistungsfähigkeit führt, es handelt sich also um eine Untersuchung und nicht um zwei [13][15]. Das Präparat wird als Extrakt bezeichnet, der Volltext beschreibt seine Herstellung aber als Reinigen, Zerkleinern, Pressen, Trocknen und Mahlen der Wurzel und damit als Pulver [15].
Quellen: 15
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12
Gedächtnis und Lernvermögen
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Nur Mäuseversuche, und dort fast ausschließlich mit dem schwarzen Ökotyp. Am Menschen nicht untersucht.
Ausführlicher Nachweis
An männlichen Mäusen verbesserten ein wässriger Auszug (0,50 und 2,00 g je Kilogramm Körpergewicht) und ein wasser-alkoholischer Auszug (0,25 und 1,00 g je Kilogramm) aus schwarzer Maca über 35 Tage die durch Scopolamin ausgelöste Gedächtnisstörung im Wasserlabyrinth und im Vermeidungstest, begleitet von einer Hemmung der Acetylcholinesterase im Gehirn [19]. In einer zweiten Arbeit derselben Gruppe kehrte ein wasser-alkoholischer Auszug aus schwarzer Maca in Mengen von 0,125 bis 1,00 g je Kilogramm über 28 Tage die durch Alkohol ausgelöste Gedächtnisstörung bei Mäusen mengenabhängig um [20]. Beide Arbeiten prüften ausdrücklich die schwarze Farbform, die die Autoren in ihrer eigenen Einleitung als die für Lernen und Gedächtnis günstigste der drei Formen bezeichnen [19][20]. Ein Befund zur schwarzen Form trägt keine Aussage zu gelber oder roter Maca. Beide Arbeiten stammen aus derselben peruanischen Arbeitsgruppe wie mehrere weitere hier zitierte Quellen [19][20]. Eine gezielte Suche nach Humanstudien mit den PubMed-Suchbegriffen "Lepidium meyenii" "cognition", "memory" und "learning", jeweils mit und ohne Beschränkung auf Humanstudien, ergab am Menschen keinen einzigen Treffer, nur die hier genannten und weitere Tierarbeiten.
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13
Testosteronspiegel und Größe der Vorsteherdrüse im Tierversuch, mit deutlichen Unterschieden zwischen den Ökotypen
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Im Rattenversuch verkleinerte allein die rote Form die Vorsteherdrüse, die gelbe und die schwarze nicht. Zum Testosteron widersprechen sich zwei Tierarbeiten.
Ausführlicher Nachweis
An männlichen Ratten verglich eine Arbeit wässrige Auszüge der drei Ökotypen gelb, schwarz und rot. Allein die rote Form verkleinerte die ventrale Vorsteherdrüse, verringerte die Höhe ihres Deckgewebes und verhinderte die durch zugeführtes Testosteron ausgelöste Gewichtszunahme des Organs, die gelbe und die schwarze Form taten das nicht [21]. Testosteron und Estradiol im Blut blieben in derselben Arbeit von keinem der drei Ökotypen beeinflusst [21]. Eine zweite Arbeit an 8 Wochen alten männlichen Ratten kommt beim Testosteron zum gegenteiligen Ergebnis. Dort erhöhte ein wasser-alkoholisches Extraktpulver über sechs Wochen den Testosteronspiegel im Blut und das Gewicht der Samenblasen, ohne das Gewicht der Vorsteherdrüse oder das luteinisierende Hormon zu verändern [22]. Beide Arbeiten fanden ausschließlich an Ratten statt, keine am Menschen. Sie stehen hier nebeneinander, weil sie zusammen die zwei wichtigsten Fallen dieses Stoffs zeigen. Erstens hängt der Befund am Ökotyp, zweitens hängt er an der Zubereitung, wässriger Auszug gegenüber wasser-alkoholischem Extraktpulver [21][22]. Die kontrollierten Studien am Menschen fanden bei keinem der Sexualhormone einen Unterschied zu Placebo, siehe die eigene Zeile dazu [2][6][7][10][12].
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14
Hautbild, Faltentiefe und sichtbare Hautalterung
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gesucht und keine Studie am Menschen gefunden, nur einen Salbenversuch an Mäusen und Übersichtsartikel.
Ausführlicher Nachweis
Gesucht wurde mit den PubMed-Suchbegriffen "Lepidium meyenii" "skin", alle Publikationstypen, mit demselben Begriff auch unter den Labor- und Tierstudien, dazu mit "hair". Die auf Humanstudien beschränkte Suche liefert ausschließlich Übersichtsartikel und eine Arbeit zu Polyphenolen und Sonnenbrand allgemein, keine einzige Untersuchung an menschlicher Haut. Im Tierversuch liegt eine Arbeit vor, in der eine Creme mit gefriergetrocknetem wässrigem Maca-Auszug auf den Rücken von 35 Mäusen aufgetragen und die Haut anschließend bestrahlt wurde. Zur Suche nach Haar oder Haarwuchs gibt es weder mit noch ohne Beschränkung auf Humanstudien einen Treffer. Zur häufig beworbenen Wirkung auf Haut und Alterserscheinungen liegt uns damit keine Humanstudie vor. Das heißt nicht, dass die Wirkung ausbleibt, sondern dass wir nichts Prüfbares gefunden haben.
Studien im Detail
Sexuelles Verlangen und Erektionsfähigkeit
Die Übersichtsarbeit von Shin und Kollegen aus dem Jahr 2010 ist für diesen Stoff die wichtigste einzelne Quelle, weil sie die vier vorliegenden randomisierten Studien nicht nur zusammenfasst, sondern die Gruppenunterschiede selbst nachrechnet und mit Konfidenzintervallen ausweist. Zusammen umfassen die vier Studien 131 Menschen.
Gonzales und Kollegen gaben 2002 in Peru 57 gesunden Männern zwischen 21 und 56 Jahren zwölf Wochen lang 1500 mg oder 3000 mg gelatinisiertes Maca-Pulver oder ein Placebo. Das Selbsturteil zum sexuellen Verlangen lag ab Woche 8 über der Placebogruppe, mit einem mittleren Unterschied von 1,64 bei einem 95-Prozent-Intervall von 1,07 bis 2,21. Drei Dinge schwächen diesen Befund, und alle drei stehen im Volltext der Übersichtsarbeit. Erstens wurde nur der gemeinsame Mittelwert beider Verumgruppen gegen die Placebogruppe gerechnet, die mit 12 Personen deutlich kleiner war. Zweitens ist die verwendete Sechs-Punkte-Skala nicht validiert. Drittens war die Veränderung innerhalb der Gruppen allein in der niedrigeren Dosis belegt, in der doppelt so hohen zu keinem Zeitpunkt. Eine Menge, die mehr wirkt als eine kleinere, sieht anders aus.
Stone und Kollegen prüften 2009 an 8 trainierten Radsportlern 2000 mg gelatinisiertes Maca über 14 Tage im Wechselversuch. Ihr eigenes Abstract nennt einen Vorteil beim sexuellen Verlangen gegenüber Placebo. Die Nachrechnung in der Übersichtsarbeit ergibt für dasselbe Fragebogenergebnis einen mittleren Unterschied von 6,38 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 11,32 bis plus 24,08. Ein Intervall, das von einem deutlichen Nachteil bis zu einem deutlichen Vorteil reicht, sagt nichts. Es sagt aber auch nicht, dass die Wirkung ausbleibt, dazu ist die Studie mit 8 Personen viel zu klein.
Zenico und Kollegen prüften 2009 in Italien 50 Männer mit einem im unteren Bereich liegenden Ausgangswert auf der IIEF-5-Skala, zwölf Wochen lang 2400 mg täglich. Der Wert stieg in beiden Armen, unter Maca stärker, mittlerer Unterschied 1,10 Punkte bei einem 95-Prozent-Intervall von 0,61 bis 1,59. Das ist der sauberste Gruppenunterschied, den dieser Eintrag kennt, und er stammt aus einer einzigen, nie wiederholten Studie und beträgt gut einen Punkt auf einer Skala, die von 5 bis 25 reicht. Die Meta-Analyse zu pflanzlichen Mitteln bei Erektionsstörungen führt dieselbe Studie als die einzige zu Lepidium meyenii und nennt das Ergebnis sehr vorläufig.
Einordnung: Von vier Studien berichten drei einen Vorteil und eine keinen, und die drei mit Vorteil tragen jeweils eine eigene Schwäche, den zusammengerechneten Mittelwert zweier Dosen, die fehlende Auswaschphase oder die fehlende Wiederholung. Keine der vier Studien berichtet, wie die Zuteilungsfolge erzeugt wurde, keine sah eine Verdeckung der Zuteilung vor, keine hat Nebenwirkungen erfasst.
Samenqualität
Alcalde und Rabasa gaben 2020 in Spanien 69 Männern mit leicht verminderter Spermienbeweglichkeit oder Spermienzahl zwölf Wochen lang 2 g Maca täglich. Die Spermienkonzentration lag danach höher als unter Placebo, 15,04 gegenüber 10,16 Millionen je Milliliter. Volumen, Beweglichkeit und Anteil normal geformter Spermien unterschieden sich nicht.
Melnikovova und Kollegen gaben 2021 in Prag 50 Männern 16 Wochen lang 2,8 g gelatinisiertes Pulver aus gelber Maca. Ausgewertet wurden 39. Die Spermienkonzentration stieg in beiden Gruppen an, unter Maca um 40 Prozent und unter Placebo um 76 Prozent. Einen Vergleich der Werte zwischen den Gruppen nach der Behandlung führt die Arbeit für die Samenparameter nicht durch, sie prüfte nur den Verlauf innerhalb jeder Gruppe. Ihre eigene Fallzahlplanung verlangte 22 auswertbare Personen je Gruppe, erreicht wurden 19 und 20.
Einordnung: Die beiden Arbeiten [9][10] stehen einander nicht sauber gegenüber, weil sie verschiedene Vergleiche rechnen. Deshalb steht die Zeile auf Hinweise und nicht auf widersprüchlich. Was sich sagen lässt, ist dies: Es gibt einen positiven Gruppenbefund zur Spermienkonzentration aus einer Studie mit 69 Männern, und es gibt eine zweite Studie mit 50 Männern, in der die Placebogruppe zahlenmäßig besser abschnitt. Wer daraus eine Wirkung ableitet, überliest die zweite.
Sexual- und Schilddrüsenhormone
Vier plazebokontrollierte Studien haben Hormonwerte gemessen, an gesunden Männern, an Männern mit auffälligem Spermiogramm und zweimal an Frauen nach den Wechseljahren. Keine fand einen Unterschied zu Placebo bei Testosteron, Estradiol, luteinisierendem Hormon, follikelstimulierendem Hormon, Prolaktin, dem sexualhormonbindenden Globulin oder dem schilddrüsenstimulierenden Hormon. Eine Übersichtsarbeit über 52 Studien zu 27 als Testosteron-Booster beworbenen Stoffen ordnet Lepidium meyenii der Mehrheit zu, die das Gesamttestosteron nicht anhebt.
Eine der vier Studien nennt in ihrem Abstract einen Rückgang des freien Testosterons unter Maca. Der Volltext zeigt, dass es sich um einen Vergleich mit dem eigenen Ausgangswert handelt und die Placebogruppe im selben Zeitraum stärker abfiel. Ein Unterschied zwischen den Gruppen wird nicht berichtet.
Die Erklärung, die schon die Arbeit von 2003 gab, ist bis heute die beste: Wenn Maca im Selbsturteil etwas bewirkt, dann jedenfalls nicht über die messbaren Sexualhormone. Eine der Studien an Frauen prüfte das Material zusätzlich in einem hefebasierten Reportertest und fand bis zu einer Konzentration entsprechend 200 mg Maca je Milliliter keine nennenswerte östrogene oder androgene Aktivität.
Beschwerden nach den Wechseljahren
Brooks und Kollegen prüften 2008 an 16 zugeteilten und 14 ausgewerteten Frauen 3,5 g Maca-Pulver täglich über sechs Wochen im Wechselversuch gegen ein Placebo aus weißem Reismehl. Auf der Greene-Skala sanken die Werte in den psychischen Unterskalen für Anspannung und gedrückte Stimmung sowie im Teilwert zur sexuellen Funktion, ohne dass sich die Hormonwerte änderten. Der Wechselversuch hatte keine Auswaschphase, eine Nachwirkung der ersten Periode ist deshalb nicht auszuschließen.
Stojanovska und Kollegen prüften 2015 an 29 Frauen aus Hongkong 3,3 g täglich über sechs Wochen, ebenfalls im Wechselversuch. Der Wert für gedrückte Stimmung sank, ebenso der untere Blutdruckwert. Hormone, Blutfette, Blutzucker und die gemessenen Botenstoffe unterschieden sich nicht.
Die Übersichtsarbeit über vier randomisierte Studien fand durchweg günstige Ergebnisse und urteilt trotzdem, Zahl der Studien, Gesamtteilnehmerzahl und methodische Güte seien zu begrenzt für einen festen Schluss, und die Unbedenklichkeit sei nicht belegt. Wo die Autoren selbst kein Urteil fällen, fällen wir auch keines.
Einordnung: Die letzte Autorin der ersten Studie [6] ist die Erstautorin der zweiten [7], beide entstanden an derselben australischen Hochschule, und die Übersichtsarbeit schließt die erste ein. Drei Quellennummern bedeuten hier also nicht drei voneinander unabhängige Belege. Zusammen umfassen die beiden Studien 43 Frauen.
Sport, Ausdauer und Ermüdung
Hier liegt der auffälligste Abstand zwischen dem, was zitiert wird, und dem, was untersucht wurde. Die 2024 veröffentlichte Meta-Analyse zur körperlichen Leistungsfähigkeit berichtet große Effekte für Zwangsschwimmtest, Drehstabtest, Greifkraft und Milchsäure. Ihr eigener Volltext nennt die 15 Arbeiten, die in diese Rechnung eingingen, namentlich. Es sind ausnahmslos Tierversuche an Mäusen, Ratten und in einem Fall Rennpferden. Die vier Humanstudien, die dieselbe Arbeit einschließt, gingen in keine einzige der fünf Rechnungen ein.
Diese vier Humanstudien zeigen der Reihe nach: bei Frauen keinen Unterschied im Erschöpfungsempfinden zwischen Maca und Placebo, bei 20 gesunden Männern keinen Unterschied in der Zeit bis zur Erschöpfung, bei 44 Spitzensportlern Veränderungen ohne jede Kontrollgruppe, und bei 8 Radsportlern eine bessere Zeit gegenüber dem eigenen Ausgangswert, aber nicht gegenüber Placebo. Hinzu kommt eine 2025 veröffentlichte Studie an 10 Basketballspielern, in der Sprunghöhe, Wurfgenauigkeit, wiederholte Sprintleistung, Ermüdungsindex und Milchsäureabbau sich nicht von Placebo unterschieden.
Die Studie an den 44 Spitzensportlern verdient eine eigene Bemerkung. Alle 44 nahmen acht Wochen lang täglich 5000 mg konzentrierten Extrakt aus schwarzer Maca, verglichen wurde nur vorher gegen nachher. Die Autoren führen das Fehlen einer Kontrollgruppe selbst unter ihren Einschränkungen auf und schließen im selben Text, Spitzensportler sollten den Stoff einnehmen. Ohne Vergleichsgruppe lässt sich acht Wochen Training nicht von acht Wochen Maca trennen.
Einordnung: In keiner Studie mit Vergleichsgruppe wurde ein Leistungsvorteil gefunden. Das ist etwas anderes als der Nachweis, dass keiner besteht, denn keine dieser Studien nennt ein Effektmaß mit Intervall, und die größte hatte 20 Teilnehmende.
Immunwerte nach einer Ausbelastung
Weng und Kollegen gaben 2025 in Taiwan 24 gesunden Männern zwölf Wochen lang zweimal täglich 2,25 g eines Maca-Präparats oder Maisstärke, ausgewertet wurden 20. Die Zuteilung erfolgte nicht zufällig, sondern paarweise nach der maximalen Sauerstoffaufnahme. Nach einer einmaligen Ausbelastung lag allein Interferon-gamma aus mononukleären Zellen des Blutes nach 24 Stunden höher als unter Placebo. Weiße Blutkörperchen, neutrophile Granulozyten, Lymphozyten und deren Untergruppen veränderten sich in beiden Gruppen gleichermaßen, das ist die Wirkung der Belastung und nicht des Präparats.
Gemessen wurden ausschließlich Blutwerte. Ob jemand seltener krank wird, wurde nicht untersucht. Dieselben 20 Personen [15] liefern auch den Nullbefund zur Zeit bis zur Erschöpfung, den die Meta-Analyse zur Leistungsfähigkeit [13] als eigene Studie führt.
Tier- und Laborstudien
Zum Gedächtnis liegen ausschließlich Mäuseversuche vor, und sie prüfen fast alle die schwarze Farbform. Rubio und Kollegen zeigten 2007, dass wässrige und wasser-alkoholische Auszüge aus schwarzer Maca über 35 Tage die durch Scopolamin ausgelöste Gedächtnisstörung bei Mäusen verbesserten und die Acetylcholinesterase im Gehirn hemmten. Dieselbe Gruppe zeigte 2011 einen mengenabhängigen Verlauf im Modell der durch Alkohol ausgelösten Gedächtnisstörung. Beide Arbeiten bezeichnen die schwarze Form in ihrer eigenen Einleitung als die für Lernen und Gedächtnis günstigste der drei Formen. Am Menschen ist dazu nichts untersucht.
Zwei Rattenarbeiten zeigen zusammen, warum bei diesem Stoff die Zuordnung so schwierig ist. Gonzales und Kollegen prüften 2005 im selben Versuch wässrige Auszüge aller drei Ökotypen. Allein die rote Form verkleinerte die ventrale Vorsteherdrüse und verhinderte deren durch zugeführtes Testosteron ausgelöste Vergrößerung, die gelbe und die schwarze nicht. Testosteron und Estradiol im Blut blieben von keiner der drei Formen beeinflusst. Ohta und Kollegen fanden 2016 an männlichen Ratten mit einem wasser-alkoholischen Extraktpulver das Gegenteil beim Testosteron, es stieg, während das Gewicht der Vorsteherdrüse unverändert blieb. Ökotyp und Zubereitung entscheiden hier über die Richtung des Befunds.
Diese Tierdaten begründen keine Wirkungsaussage für Menschen. Sie erklären aber, woher die Erzählung vom hormonell wirksamen Maca stammt, und sie erklären auch, warum sie sich in den Humanstudien nicht wiederfindet.
Abgrenzung, Art, Ökotyp und Zubereitung
Drei Unterscheidungen entscheiden darüber, ob eine Studie überhaupt etwas über ein bestimmtes Handelsprodukt sagt.
Die Art. Ein Teil der Literatur führt dieselbe Andenpflanze als Lepidium meyenii, ein anderer als Lepidium peruvianum. Beide Namen stehen auch auf Handelsware. Wir haben den Bestand unter Lepidium peruvianum durchsucht und darin keine placebokontrollierte Humanstudie gefunden, die über die hier ausgewerteten hinausginge, sondern einen Einzelfallbericht und Laborarbeiten. Solange die Namensfrage offen ist, sollte eine Zuordnung zwischen den beiden Bezeichnungen nicht stillschweigend erfolgen.
Der Ökotyp. Gelbe, rote und schwarze Maca sind Farbformen derselben Art, und sie verhalten sich in geprüften Endpunkten unterschiedlich. Im Rattenversuch verkleinerte allein die rote Form die Vorsteherdrüse, die Gedächtnisversuche laufen mit der schwarzen, und die einzige Humanstudie mit angegebenem Ökotyp zur Samenqualität nutzte die gelbe. Die meisten Humanstudien nennen den Ökotyp gar nicht. Ein Befund ohne diese Angabe lässt sich einem konkreten Produkt nicht sicher zuordnen.
Die Zubereitung. Rohes Maca-Pulver, gelatinisiertes Pulver und ein konzentrierter Extrakt sind drei verschiedene Dinge. Gelatinisiert heißt, dass die Stärke durch Erhitzen aufgeschlossen wurde, das Material bleibt aber Wurzelpulver. Fast alle placebokontrollierten Humanstudien gaben 1,5 bis 4,5 Gramm solchen Pulvers täglich. Wo eine Arbeit von Extrakt spricht, lohnt der zweite Blick, in einem Fall nennt das Abstract Trockenextrakt und die Übersichtsarbeit beschreibt dasselbe Präparat als pulverisierte getrocknete Wurzel, in einem anderen nennt das Abstract Extrakt und der Volltext beschreibt Reinigen, Zerkleinern, Pressen, Trocknen und Mahlen. Ein Produkt, das mehrere hundert Milligramm eines mehrfach konzentrierten Extrakts liefert, ist mit keiner dieser Studien direkt vergleichbar, solange sein Konzentrierungsfaktor nicht bekannt ist.
Hinzu kommt die Herkunft. Eine kritische Übersichtsarbeit von 2018 beschreibt, wie der Anbau seit den späten 1990er Jahren aus den Anden in die chinesische Provinz Yunnan verlagert und von der überlieferten Anbauweise auf Massenproduktion mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln umgestellt wurde, und hält fest, dass dies Zusammensetzung und Qualität verändern kann [23].
Sicherheit und Wechselwirkungen
In den ausgewerteten Humanstudien wurde Maca überwiegend gut vertragen. Das ist allerdings eine schwächere Aussage, als sie klingt. Keine der vier Studien der Übersichtsarbeit zur Sexualfunktion hat Nebenwirkungen überhaupt erfasst, und die Übersichtsarbeit zu den Wechseljahren hält ausdrücklich fest, dass die Unbedenklichkeit nicht belegt ist.
Der einzige Sicherheitsbefund, der uns aus einer kontrollierten Studie vorliegt, stammt aus einer 90-Tage-Untersuchung an Erwachsenen mit erhöhten Blutfetten, erhöhtem Blutzucker und Übergewicht. Dort stiegen unter 0,6 g Maca-Pulver täglich der Leberwert AST und der untere Blutdruckwert mäßig an, und die Autoren halten fest, diese Wirkung sei bei höheren Mengen Maca-Pulver zu bedenken. In einer anderen Studie sank der untere Blutdruckwert dagegen. Wer blutdrucksenkende Mittel einnimmt oder erhöhte Leberwerte hat, bespricht die Einnahme deshalb sinnvollerweise ärztlich.
Maca gehört zu den Kreuzblütlern und enthält Glucosinolate, dieselbe Stoffgruppe wie Kohl und Senf. Rohes Pulver kann bei empfindlichem Magen Beschwerden machen, das gelatinisierte Pulver gilt als bekömmlicher. Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegt uns keine eigene geprüfte Humanstudie vor.
Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.
Quellen zum Nachlesen
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Systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse, 21 Arbeiten eingeschlossen (17 Tier, 4 Mensch), 15 Tierarbeiten meta-analysiert · 2024
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Enhancement of Interferon-γ Secretion by Lepidium meyenii Extract Supplementation After Exhaustive Endurance Exercise in Healthy Men, A Double-blind, Placebo-controlled Trial
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Maca (Lepidium meyenii) and yacon (Smallanthus sonchifolius) in combination with silymarin as food supplements, in vivo safety assessment
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Feeding hydroalcoholic extract powder of Lepidium meyenii (maca) increases serum testosterone concentration and enhances steroidogenic ability of Leydig cells in male rats
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