Moyeam-Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Ampelopsis grossedentata · Rattan-Tee · Teng Cha · Vine Tea · Weinstock-Tee · Dihydromyricetin · Ampelopsin
Auf einen Blick
- Was es ist
- Extrakt aus den Blättern und Stängeln der Rebenpflanze Ampelopsis grossedentata, reich an dem Flavonoid Dihydromyricetin, das teils auch Ampelopsin genannt wird
- Herkunft
- Eine wildwachsende Kletterpflanze aus dem südwestlichen China, vor allem der Provinz Hunan, deren Blätter dort seit Jahrhunderten als Tee aufgebrüht werden, bekannt als Rattan-Tee oder Teng Cha
- Wirkform in Studien
- In den beiden ausgewerteten Humanstudien entweder als Kapsel mit isoliertem Dihydromyricetin oder als Pulver aus dem ganzen Pflanzenextrakt mit angegebenem Dihydromyricetin-Gehalt. Tier- und Zellversuche prüfen meist isoliertes Dihydromyricetin
- Übliche Studiendosis
- Zweimal täglich je zwei Kapseln isoliertes Dihydromyricetin über drei Monate in der Studie zur Leberverfettung, die Tagesdosis ist nach dem Wortlaut des Abstracts entweder 300 oder 600 mg und ohne Volltext nicht eindeutig, 10 g Pflanzenextrakt mit 970 mg enthaltenem Dihydromyricetin täglich über einen Monat in der Studie zum Blutzucker
- Bekannt geworden durch
- Die traditionelle Verwendung als Tee in Südwestchina, unter anderem nach Alkoholkonsum, siehe die Zeile zu Kater-Beschwerden weiter unten
- Verträglichkeit
- In den beiden ausgewerteten kleinen Humanstudien wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet. Ausführliche Sicherheitsdaten liegen uns aus den bloßen Abstracts nicht vor
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
-
01
Leberenzyme, Blutfette und Insulinresistenz bei Erwachsenen mit nachgewiesener Leberverfettung, gegenüber Placebo
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Leberenzyme, LDL-Cholesterin und ein Insulinresistenz-Index sanken gegenüber Placebo, in einer einzelnen kleinen Studie ohne zugänglichen Volltext.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie nahmen 60 erwachsene Personen mit sonographisch gesicherter Leberverfettung drei Monate lang zweimal täglich je zwei Kapseln Dihydromyricetin oder Placebo ein, das Abstract nennt dazu die Zahl 150 mg [1]. Ob damit 150 mg je Kapsel gemeint sind, also 600 mg am Tag, oder 150 mg für beide Kapseln zusammen, also 300 mg am Tag, geht aus dem Abstract nicht eindeutig hervor. Die Parallelarbeit derselben Arbeitsgruppe zu Resveratrol beschreibt dasselbe Schema ausdrücklich als zwei Kapseln zu je 150 mg zweimal täglich, was für 600 mg am Tag spricht. Ohne Volltext bleibt die Tagesdosis offen [1]. Gegenüber der Placebogruppe sanken in der Verumgruppe die Serumwerte von Alanin-Aminotransferase, Aspartat-Aminotransferase, Gamma-Glutamyltransferase, Nüchternglukose, LDL-Cholesterin und Apolipoprotein B sowie der HOMA-IR-Index zur Insulinresistenz signifikant [1]. Für Tumornekrosefaktor-alpha, ein Fragment von Cytokeratin-18, den Fibroblasten-Wachstumsfaktor 21 und das ansteigende Adiponectin nennt das Abstract dagegen keinen Vergleich mit Placebo, sondern ausdrücklich nur den Stand in der Verumgruppe am Ende der Studie [1]. Der Gruppenvergleich gegenüber Placebo trägt damit die Leberenzyme, die Nüchternglukose, LDL-Cholesterin, Apolipoprotein B und den HOMA-IR-Index, nicht die Entzündungs- und Botenstoffwerte. Der Volltext dieser 2015 erschienenen Arbeit lag uns nicht vor, weshalb sich Angaben zu Förderung, Interessenkonflikt und die genauen Effektmaße mit Konfidenzintervall nicht prüfen ließen. Ohne diese Prüfung bleibt die Stufe bei Hinweise. Hinzu kommt ein Vorbehalt aus der Fachliteratur selbst, in derselben Zeitschrift erschien 2015 ein Leserbrief unter dem Titel Similarity between studies of dihydromyricetin and resveratrol for NAFLD, der die Ähnlichkeit dieser Arbeit mit einer Resveratrol-Studie derselben Arbeitsgruppe zum Thema machte, die Arbeitsgruppe hat darauf geantwortet. Beide Arbeiten tragen denselben Erst- und denselben Letztautor, prüften je 60 Personen mit Fettleber, dasselbe Kapselschema über drei Monate und weitgehend dieselben Messgrößen. Eine unabhängige Wiederholung mit isoliertem Dihydromyricetin ist uns nicht bekannt, wohl aber eine 2026 veröffentlichte unabhängige griechische Studie an 55 Personen mit Fettleber zu einem Kombinationspräparat aus Dihydromyricetin, Vitamin C, Vitamin E und Cholin, die in diesem Eintrag nicht ausgewertet wurde.
Quellen: 1
-
02
Nüchternblutzucker, glykiertes Albumin und zwei Nierenfunktionswerte bei Erwachsenen mit erhöhtem Blutzucker, gegenüber Placebo
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Nüchternglukose, glykiertes Albumin und zwei Nierenwerte sanken gegenüber Placebo, in einer einmonatigen Studie ohne zugänglichen Volltext.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie nahmen 80 Erwachsene mit erhöhtem Blutzucker einen Monat lang täglich 10 g Ampelopsis-grossedentata-Extrakt mit 970 mg enthaltenem Dihydromyricetin ein, die Placebogruppe erhielt dieselbe Menge desselben Extrakts, aus dem allein das Dihydromyricetin entfernt worden war [2]. Ausgewertet wurden 70 der 80 randomisierten Personen, 36 im Verum- und 34 im Placeboarm [2]. Gegenüber der Placebogruppe sanken Nüchtern-Plasmaglukose, glykiertes Albumin, Cystatin C und Retinol-bindendes Protein 4 signifikant (jeweils p kleiner 0,05), während sich übrige Blutfette, Apolipoproteine und weitere Parameter nicht veränderten [2]. Das Placebo war eigens so hergestellt, dass nur der Dihydromyricetin-Gehalt fehlte und der übrige Extrakt erhalten blieb, ein vergleichsweise strenges Kontrolldesign für den Wirkstoff selbst [2]. Der Volltext dieser 2019 erschienenen Arbeit lag uns nicht vor, Angaben zu Förderung und Interessenkonflikt ließen sich darum nicht prüfen. Eine Studie mit einem Monat Dauer, keine Angabe zur längerfristigen Wirkung.
Quellen: 2
-
03
Schutz vor alkoholbedingter Leberschädigung und oxidativem Stress in Zell- und Tiermodellen, uneinheitlich beim Alkoholstoffwechsel selbst
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In Zell- und Tierversuchen milderte Dihydromyricetin alkoholbedingte Leberschäden und oxidativen Stress. Der Effekt auf den Alkoholabbau selbst war uneinheitlich, in einer Rattenstudie blieb er aus.
Ausführlicher Nachweis
Eine 2026 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit wertete 22 Arbeiten zu Dihydromyricetin und Alkohol aus, davon 8 Zellversuche, 17 Tierversuche und 2 klinische Studien, wobei einzelne Arbeiten mehreren Kategorien zugeordnet wurden [3]. Über alle Modelle hinweg milderte Dihydromyricetin ethanolbedingte Zellschädigung, oxidativen Stress, Entzündung und Leberverfettung, verbesserte Leberschädigungsmarker wie AST und ALT, stärkte die antioxidative Abwehr und beeinflusste die Signalwege Nrf2 und AMPK, dazu die Mitochondrienfunktion und die Darmbarriere [3]. Befunde zum Alkoholstoffwechsel selbst und zu neuroverhaltensbezogenen Endpunkten waren dagegen uneinheitlich [3]. Eine der darin eingeschlossenen Arbeiten, eine Untersuchung an isolierten Rattenhepatozyten und an lebenden Ratten, fand explizit keinen Effekt von Dihydromyricetin auf die Aktivität oder Expression der Alkoholdehydrogenase und keine Veränderung der Abbaugeschwindigkeit von Alkohol im lebenden Tier, weder nach einmaliger noch nach wiederholter Gabe [4]. Der von den Autoren erhoffte leberschützende Effekt zeigte sich in dieser Arbeit nicht vollständig, lediglich der Gehalt reaktiver Sauerstoff- und Stickstoffspezies in den Zellen sank dosisabhängig [4]. Die Übersichtsarbeit nennt als Geldgeber die Timothy M. Chan Professorship in Complementary Therapeutics, die USC Mann School of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences, das USC Institute of Addiction Science und die Cai Foundation, neben universitären Stellen also auch eine private Stiftung, und erklärt keinen Interessenkonflikt [3]. Die Arbeit ist nach eigener Angabe nicht registriert, folgt keinem vorab festgelegten Protokoll, verzichtet auf eine förmliche Bewertung des Verzerrungsrisikos und rechnet keine Metaanalyse, die Suche lief allein über PubMed [3]. Alle Befunde stammen aus Zell- und Tierversuchen, keine Humanstudie zu diesen Endpunkten liegt vor.
-
04
Kater-Beschwerden nach Alkoholkonsum am Menschen
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gezielt gesucht und keine Humanstudie mit diesem Pflanzenextrakt selbst gefunden. Die beiden vorliegenden klinischen Studien zu einem verwandten Wirkstoff prüfen eine andere Pflanze.
Ausführlicher Nachweis
Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Ampelopsis grossedentata oder Dihydromyricetin und Kater-Beschwerden, Alkoholabbau oder alkoholbedingten Befindlichkeitsstörungen ergab keine einzige Studie mit diesem Extrakt selbst. Die oben genannte systematische Übersichtsarbeit von 2026 fand insgesamt nur zwei kleine klinische Studien zu Dihydromyricetin und alkoholbedingten Beschwerden, und beide prüfen einen Extrakt aus Hovenia dulcis, nicht aus Ampelopsis grossedentata [3]. Nach Angaben der Übersichtsarbeit macht Dihydromyricetin in Ampelopsis-grossedentata-Extrakt bis zu 35 Prozent der Trockenmasse aus, in Hovenia-dulcis-Extrakt dagegen weniger als 1 Prozent, und Hovenia dulcis enthält zusätzliche Flavonoide wie Myricetin und Quercetin mit eigener Wirkung [3]. Die Übersichtsarbeit schreibt deshalb ausdrücklich, die vorliegende klinische Evidenz sei eher ein Beleg für den Hovenia-dulcis-Extrakt als für isoliertes Dihydromyricetin, und wie weit sich die Befunde auf Dihydromyricetin selbst zurückführen lassen, bleibe unklar [3]. Für Ampelopsis grossedentata, die in diesem Eintrag behandelte Pflanze, liegt uns damit keine einzige Humanstudie zu Kater-Beschwerden vor. Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "dihydromyricetin" "hangover" sowie "ampelopsis grossedentata", ohne weiteren Filter.
Quellen: 3
-
05
Entzündungsmarker und Bakterienbelastung der Haut in Zellkultur- und Mausmodellen
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In menschlichen Hautzellen und an Mäusen senkte Dihydromyricetin Entzündungsbotenstoffe, wirkte bakterienhemmend und dämpfte eine überschießende Immunreaktion der Haut. Keine Humanstudie liegt vor.
Ausführlicher Nachweis
In menschlichen Keratinozyten, die mit dem Hautbakterium Propionibacterium acnes stimuliert wurden, senkte Dihydromyricetin die Ausschüttung der Entzündungsbotenstoffe Interleukin-1-beta, Tumornekrosefaktor-alpha und Interleukin-8 und unterdrückte die Expression des Rezeptors TLR2 sowie die Aktivierung der Signalwege NF-kB, JNK und p38-MAPK, zugleich wirkte der Stoff direkt bakterizid gegen das Bakterium selbst [5]. Im Mausmodell linderte eine 0,1-prozentige Dihydromyricetin-Gelzubereitung eine durch dasselbe Bakterium ausgelöste Ohrschwellung und verringerte die Einwanderung von Entzündungszellen, vergleichbar mit den Vergleichspräparaten Adapalen und Clindamycin [5]. In einem zweiten Tiermodell, einer durch Imiquimod ausgelösten Hautentzündung an männlichen Mäusen, senkte oral und äußerlich angewendetes Dihydromyricetin dosisabhängig den Anteil Interleukin-17-A-produzierender T-Zellen und die Kernwanderung des Transkriptionsfaktors RORgt in den Hautzellen [6]. Beide Arbeiten fanden ausschließlich in Zellkultur und an Mäusen statt, keine am Menschen, und beide erklären keinen Interessenkonflikt [5, 6].
-
06
Verdauungsbeschwerden und Magen-Darm-Befinden am Menschen
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gezielt gesucht und keine Humanstudie zu Ampelopsis grossedentata oder Dihydromyricetin und Verdauungsbeschwerden gefunden.
Ausführlicher Nachweis
Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Ampelopsis grossedentata oder Dihydromyricetin und Verdauung, Magen-Darm-Beschwerden oder Darmflora ergab keine eigene Interventionsstudie am Menschen zu diesem Endpunkt. Zwei gefundene Arbeiten zu Dihydromyricetin und dem Magen-Darm-Trakt untersuchten stattdessen ein Tiermodell der Leberverfettung mit westlicher Fastfood-Diät und ein nanopartikuläres Dihydromyricetin-Präparat gegen eine frühe Leberverfettung, beide ausschließlich am Tier. Zur Verdauung selbst liegt uns keine Quelle vor. Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "ampelopsis grossedentata" "gastrointestinal".
Studien im Detail
Leberwerte und Stoffwechsel bei Leberverfettung
Chen und Kollegen prüfen 2015 in einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 60 Erwachsenen mit sonographisch gesicherter Leberverfettung isoliertes Dihydromyricetin, 300 mg täglich über drei Monate. Gegenüber Placebo sanken mehrere Leberenzyme, die Nüchternglukose, LDL- Cholesterin, Apolipoprotein B und der Insulinresistenz-Index HOMA-IR. Für die Entzündungsmarker und das ansteigende Adiponectin berichtet das Abstract dagegen nur den Stand in der Verumgruppe am Ende der Studie, ohne Vergleich mit Placebo. Der Volltext dieser Arbeit lag uns nicht vor, weshalb sich weder die genauen Effektmaße mit Konfidenzintervall noch Angaben zu Förderung und Interessenkonflikt prüfen ließen. Die Stufe bleibt deshalb bei Hinweise, obwohl das Abstract selbst einen Gruppenvergleich beschreibt.
Blutzucker und Nierenfunktionswerte
Ran und Kollegen prüfen 2019 in einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 80 Erwachsenen mit erhöhtem Blutzucker den ganzen Pflanzenextrakt, 10 g täglich mit 970 mg enthaltenem Dihydromyricetin, über einen Monat. Die Placebogruppe erhielt denselben Extrakt ohne das Dihydromyricetin, ein vergleichsweise sauberes Kontrolldesign. Gegenüber Placebo sanken Nüchternglukose, glykiertes Albumin sowie zwei Nierenfunktionswerte, während sich die übrigen gemessenen Werte nicht veränderten. Auch hier lag uns der Volltext nicht vor, und die Studiendauer von einem Monat erlaubt keine Aussage über eine längere Einnahme.
Alkoholbedingte Leberbelastung und Kater-Beschwerden
Eine 2026 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit fasst 22 Arbeiten zu Dihydromyricetin und Alkohol zusammen, acht Zellversuche, siebzehn Tierversuche und zwei klinische Studien. In Zell- und Tiermodellen milderte der Stoff durchgehend alkoholbedingte Zellschädigung, oxidativen Stress, Entzündung und Leberverfettung. Eine einzelne, darin eingeschlossene Arbeit an isolierten Rattenhepatozyten und an lebenden Ratten fand dagegen keinen Effekt auf den eigentlichen Alkoholabbau, weder auf die Alkoholdehydrogenase-Aktivität noch auf die Abbaugeschwindigkeit im lebenden Tier. Die beiden einzigen klinischen Studien zu Kater-Beschwerden prüfen zudem nicht Ampelopsis grossedentata, sondern einen Extrakt aus der andersartigen Pflanze Hovenia dulcis, in der Dihydromyricetin nur einen kleinen Bruchteil der Wirkstoffe ausmacht. Für den in diesem Eintrag behandelten Extrakt liegt damit weder zur Kater-Wirkung noch zu einer schützenden Wirkung beim Menschen eine eigene Studie vor.
Hautentzündung und Bakterienbelastung im Labor- und Tiermodell
Zwei 2025 veröffentlichte Arbeiten prüfen Dihydromyricetin an menschlichen Hautzellen und an Mäusen, keine am Menschen selbst. In der einen dämpfte der Stoff die Entzündungsreaktion von Keratinozyten auf das Hautbakterium Propionibacterium acnes und wirkte zugleich direkt bakterienhemmend, im Mausmodell linderte eine Gelzubereitung die begleitende Hautschwellung vergleichbar mit zwei etablierten Vergleichspräparaten. In der anderen senkte der Stoff in einem Mausmodell einer Interleukin-17-vermittelten Hautentzündung den Anteil der daran beteiligten Immunzellen. Beide Arbeiten sind reine Labor- und Tierversuche.
Sicherheit und Wechselwirkungen
In den beiden ausgewerteten kleinen Humanstudien wurde die orale Einnahme von Dihydromyricetin beziehungsweise Ampelopsis-grossedentata-Extrakt über einen bis drei Monate nicht mit schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht. Da uns zu beiden Studien kein Volltext vorliegt, lässt sich diese Aussage nicht über das im Abstract Berichtete hinaus prüfen.
Weil Dihydromyricetin in Tier- und Zellversuchen die Leberfunktion und den Stoffwechsel von Fremdstoffen beeinflusst, ist bei bestehender Lebererkrankung oder bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die über die Leber abgebaut werden, ärztliche Rücksprache sinnvoll. Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegt uns keine eigene geprüfte Humanstudie vor.
Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.
Quellen zum Nachlesen
- 01
- 02
- 03
- 04
-
05
Laborstudie und Tierstudie, menschliche Keratinozyten und Mäuse · 2025
Dihydromyricetin exerts dual anti-acne actions by suppressing propionibacterium acnes proliferation and host inflammatory responses via TLR2/NF-kB/MAPK pathway inhibition
Jin L, et al. Eur J Pharmacol
Zur Zuschreibung: 05
- 06
Bei H.P.N
Diesen Inhaltsstoff findest Du in: