Pestwurz-Extrakt

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Pflanzenextrakte

Petasites hybridus · Gemeine Pestwurz · Butterbur · Petasin-Extrakt · Petadolex · Ze 339

H.P.N · Datenstand 2026-09-08 · 15 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Extrakt aus Wurzelstock oder Blättern der Pestwurz, gewonnen meist mit überkritischem Kohlendioxid. Wirkbestimmend sind die Sesquiterpenester Petasin, Isopetasin und Neopetasin
Sicherheit zuerst
Die Pflanze enthält von Natur aus Pyrrolizidinalkaloide. Diese Stoffe sind in Tier- und Zellversuchen leberschädigend und erbgutverändernd, weshalb nur Zubereitungen verkehrsfähig sind, aus denen sie entfernt wurden. In einer Untersuchung von 21 Handelspräparaten waren in sieben davon Pyrrolizidinalkaloide nachweisbar. Auch für einen als frei von Pyrrolizidinalkaloiden geführten Arzneimittelextrakt sind seltene Leberschäden gemeldet worden, darunter zwei Lebertransplantationen. Ausführlich im Abschnitt Sicherheit
Herkunft
Ein mehrjähriger Korbblütler an Bach- und Flussufern in Europa, Nord- und Westasien. Der Name geht auf die Verwendung während der Pestzüge zurück
Wirkform in Studien
Zwei verschiedene Zubereitungen mit getrennter Studienlage. Für die Kopfschmerzstudien ausschließlich der Kohlendioxid-Wurzelextrakt Petadolex, festgelegt auf mindestens 15 Prozent Petasin. Für die Nasenstudien überwiegend der Kohlendioxid-Blattextrakt Ze 339, dessen Tabletten auf 8,0 mg Gesamtpetasin je Tablette festgelegt sind. Beide sind zugelassene oder zugelassen gewesene Arzneimittel, keine Nahrungsergänzung
Übliche Studiendosis
100 oder 150 mg Wurzelextrakt täglich über 12 bis 16 Wochen in den Kopfschmerzstudien, bei Kindern 50 bis 150 mg täglich. In den Nasenstudien 100 mg Wurzelextrakt täglich oder zwei bis vier Tabletten Blattextrakt mit je 8,0 mg Gesamtpetasin
Bekannt geworden durch
Zwei placebokontrollierte Studien zur Anfallshäufigkeit bei Kopfschmerzen und eine Leitlinie zweier US-Fachgesellschaften von 2012, die den Stoff in die höchste Empfehlungsstufe setzte. Diese Leitlinie wurde 2015 wegen Sicherheitsbedenken zu genau diesem Stoff zurückgezogen
Verträglichkeit
In den vorliegenden Studien überwiegend milde Magen-Darm-Beschwerden, am häufigsten Aufstoßen. Die Leberereignisse stammen nicht aus den Studien, sondern aus Spontanmeldungen nach der Zulassung

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Anzahl der Kopfschmerzanfälle je Monat bei Erwachsenen mit zwei bis sechs Anfällen im Monat, unter zweimal täglich 75 mg Wurzelextrakt

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In der größten Studie ging die Anfallszahl über vier Monate um 48 Prozent zurück, unter Placebo um 26 Prozent. Die Hauptauswertung umfasste nur die planmäßig Behandelten, und geprüft wurde ein einziges Arzneimittelpräparat.

    Ausführlicher Nachweis

    Lipton 2004 teilte 245 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren mit mindestens zwei bis sechs Anfällen je Monat in den drei Monaten davor zufällig auf zweimal täglich 75 mg, zweimal täglich 50 mg oder Placebo zu, über vier Monate [1]. In der Auswertung nach Protokoll sank die Anfallszahl je Monat gegenüber dem Ausgangswert um 48 Prozent unter zweimal 75 mg (p gleich 0,0012 gegenüber Placebo), um 36 Prozent unter zweimal 50 mg (p gleich 0,127 gegenüber Placebo) und um 26 Prozent unter Placebo [1]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall für den Gruppenunterschied nennt das Abstract nicht, ein frei zugänglicher Volltext liegt nicht vor, und die Zahl der tatsächlich ausgewerteten 233 Teilnehmenden stammt aus einer späteren Übersichtsarbeit [20]. Die Hauptauswertung ist eine Auswertung nach Protokoll und keine Auswertung nach Zuteilung, was einen Unterschied gegenüber Placebo tendenziell größer erscheinen lässt. Geprüft wurde ausschließlich der Kohlendioxid-Wurzelextrakt Petadolex, ein Arzneimittel mit einer Festlegung auf mindestens 15 Prozent Petasin [19]. Die systematische Übersichtsarbeit von 2006 fasst genau zwei randomisierte Studien mit zusammen 293 Teilnehmenden zusammen, beide mit demselben Präparat, verzichtet wegen der Uneinheitlichkeit ausdrücklich auf eine rechnerische Zusammenfassung und nennt die Beleglage moderat und nur für eine Menge oberhalb der empfohlenen [5]. Zur Finanzierung von Lipton 2004 führt PubMed kein Feld zum Interessenkonflikt, und ohne Volltext ist die Firmenbindung nicht prüfbar. Die Übersichtsarbeit von 2022, die die Studie nacherzählt, stammt von einer Autorengruppe, deren Sicherheitsstudien der Hersteller Weber und Weber finanziert hat, was im Interessenkonflikt der Arbeit auch offengelegt ist [20]. Wegen der fehlenden Volltextprüfung, der Auswertung nach Protokoll und der Bindung an ein einziges Präparat steht hier hinweise und nicht belegt.

    Quellen: 1, 5, 19, 20

  2. 02

    Anzahl der Kopfschmerzanfälle je Monat unter 100 mg Wurzelextrakt täglich, in der größeren der beiden Studien ohne Unterschied zu Placebo

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Die größere Studie fand für diese Menge keinen Unterschied zu Placebo. Die kleinere fand einen, berichtet für die Anfallszahl aber nur Vorher-Nachher-Werte je Gruppe.

    Ausführlicher Nachweis

    In Lipton 2004 verfehlte der Arm mit zweimal täglich 50 mg den Unterschied zu Placebo, 36 gegenüber 26 Prozent Rückgang bei p gleich 0,127 [1]. Die ältere Studie von Grossmann und Schmidramsl prüfte dieselbe Tagesmenge von 100 mg über zwölf Wochen an 60 Personen, eingeschlossen wurden Menschen mit mindestens drei Anfällen je Monat in den drei Monaten davor und mindestens zwei Anfällen in der vierwöchigen Vorlaufphase [2, 20]. Die Neuauswertung dieser Studie durch Diener 2004 nennt Aufbau und Auswertung der ursprünglichen Arbeit ausdrücklich mit erheblichen Mängeln behaftet, unabhängig ist sie allerdings nicht, denn ihr dritter Autor Danesch ist in gleichzeitigen Arbeiten mit der Anschrift des Herstellers Weber und Weber in Inning geführt und berichtet einen Rückgang von 3,4 auf 1,8 Anfälle je Monat in der Verumgruppe mit 33 Personen (p gleich 0,0024) und von 2,9 auf 2,6 in der Placebogruppe mit 27 Personen ohne statistischen Beleg [4]. Diese beiden p-Werte vergleichen jede Gruppe mit ihrem eigenen Ausgangswert und nicht die Gruppen miteinander, ein ausgewiesener Gruppenunterschied mit Intervall fehlt [4]. Als echter Gruppenvergleich bleibt allein die Ansprechquote, dazu die eigene Zeile. Ein Widerspruch zwischen beiden Arbeiten ist daraus nicht abzuleiten, weil die kleinere Studie für den Endpunkt Anfallszahl gar keinen Gruppenvergleich ausweist, deshalb steht hier nicht widersprüchlich. Für die Stufe nicht bestätigt fehlt ein Effektmaß mit Intervall, deshalb steht hier hinweise. Beide Studien prüften denselben Kohlendioxid-Wurzelextrakt, und dieselbe Arbeit von 2000 ist 2001 in einer zweiten Zeitschrift ein weiteres Mal erschienen [2, 3]. Wer beide Veröffentlichungen zählt, zählt eine Studie doppelt, und der gesamte Bestand zur Anfallshäufigkeit bei Erwachsenen besteht aus zwei Studien mit zusammen 293 Teilnehmenden [5].

    Quellen: 1, 2, 3, 4, 5, 20

  3. 03

    Anteil der Teilnehmenden mit mindestens halbierter Anfallszahl nach drei bis vier Monaten

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In zwei Studien lag der Anteil höher als unter Placebo, 68 gegenüber 49 Prozent und 45 gegenüber 15 Prozent. Absolute Zahlen und Intervalle werden nicht berichtet.

    Ausführlicher Nachweis

    In Lipton 2004 erreichten nach vier Monaten 68 Prozent im Arm mit zweimal täglich 75 mg und 49 Prozent unter Placebo eine Halbierung der Anfallszahl (p kleiner 0,05) [1]. Die nacherzählende Übersichtsarbeit nennt für den Arm mit zweimal täglich 50 mg 56 Prozent, ohne Vergleich zu Placebo [20]. In der Neuauswertung der kleineren Studie lag die Quote bei 45 Prozent gegenüber 15 Prozent [4]. In keinem der beiden Fälle werden absolute Ereigniszahlen, ein Risikoverhältnis oder ein Konfidenzintervall berichtet, und für keine der beiden Studien liegt ein frei zugänglicher Volltext vor. Die Datenbasis sind dieselben zwei randomisierten Studien mit zusammen 293 Teilnehmenden und demselben Kohlendioxid-Wurzelextrakt, die auch die Zeilen zur Anfallszahl tragen, es handelt sich also um denselben Bestand und nicht um zusätzliche Belege [5]. Auf dieser Datenlage stufte eine 2012 veröffentlichte gemeinsame Leitlinie zweier US-Fachgesellschaften den Stoff in die höchste Empfehlungsstufe ein [22]. Diese Leitlinie ist 2015 von der herausgebenden Fachgesellschaft zurückgezogen worden, und zwar ausdrücklich wegen ernster Sicherheitsbedenken zu genau diesem Stoff, nicht wegen der Wirksamkeitsdaten [24]. Die Bewertung der Wirksamkeit hat sich seitdem nicht geändert, wohl aber die Empfehlung, siehe Abschnitt Sicherheit [28].

    Quellen: 1, 4, 5, 20, 22, 24, 28

  4. 04

    Anzahl der Kopfschmerzanfälle je Monat bei 8- bis 12-Jährigen mit mindestens zwei Anfällen im Monat, im Behandlungszeitraum ohne Unterschied zu Placebo, erst in der Nachbeobachtung nach sechs Monaten besser

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In der einzigen kontrollierten Studie an Kindern war der Extrakt am Ende der zwölf Wochen nicht besser als Placebo, erst ein halbes Jahr später. Alle drei Gruppen besserten sich schon vor der Einnahme deutlich.

    Ausführlicher Nachweis

    Oelkers-Ax 2008 teilte 58 Grundschulkinder zufällig auf Wurzelextrakt (19 Kinder), Musiktherapie (20 Kinder) oder Placebo (19 Kinder) zu, jeweils über zwölf Wochen und zusätzlich zu einer Kopfschmerzschulung für alle [6]. Eingeschlossen wurde über objektive Größen, Alter zwischen 8 und 12 Jahren, erste Anfälle mindestens ein Jahr vor Studienbeginn und durchschnittlich mindestens zwei Anfälle je Monat in den drei Monaten davor, die Tagesmenge lag altersabhängig zwischen 50 und 150 mg [6, 20]. Unmittelbar nach der Behandlungsphase war allein die Musiktherapie besser als Placebo (p gleich 0,005), der Extrakt nicht [6]. Erst in der Nachbeobachtung sechs Monate später waren beide Arme besser als Placebo, mit p gleich 0,018 für die Musiktherapie und p gleich 0,044 für den Extrakt [6]. Die Autoren bezeichnen die Arbeit selbst als explorativ und schreiben, alle Gruppen hätten schon in der achtwöchigen Vorlaufphase einen deutlichen Rückgang der Anfallszahl gezeigt [6]. Ausgewertet wurde je Studienabschnitt an denen, die ihn abgeschlossen haben, nicht nach Zuteilung, Effektmaße mit Intervall fehlen, und mit 19 Kindern je Arm ist die Studie sehr klein. Die einzige weitere Arbeit an Kindern ist eine offene Beobachtung an 108 Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren über vier Monate ohne Kontrollgruppe, in der 77 Prozent eine Halbierung der Anfallszahl berichteten und die Anfallszahl im Mittel um 63 Prozent sank [7]. Ohne Vergleichsgruppe ist dieser Wert nicht vom Verlauf ohne Einnahme zu trennen, und die kontrollierte Studie zeigt genau deshalb ein anderes Bild, weil sie eine Placebogruppe hatte [6, 7]. Zu beiden Kinderarbeiten führt PubMed kein Feld zum Interessenkonflikt, und freie Volltexte gibt es nicht. Über die Anschriften der Autoren ist die Firmenbindung trotzdem prüfbar, und sie liegt vor. Der Zweitautor der offenen Beobachtung ist in gleichzeitigen Arbeiten mit der Anschrift des Herstellers Weber und Weber geführt, ebenso der alleinige Autor der offenen Beobachtung zu den Atemwegen. Geprüft wurde in beiden Arbeiten derselbe Kohlendioxid-Wurzelextrakt wie bei den Erwachsenen.

    Quellen: 6, 7, 20

  5. 05

    Nasen- und Augenbeschwerden bei Erwachsenen mit positivem Hauttest auf Pollen, unter Blattextrakt mit 8 mg Gesamtpetasin je Tablette gegenüber Placebo

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Zwei Studien mit zusammen 516 Personen fanden weniger Beschwerden als unter Placebo. Beide stammen vom selben Erstautor, der Hersteller hat sie finanziert, und Zahlen mit Intervall werden nicht berichtet.

    Ausführlicher Nachweis

    Schapowal 2004 teilte 186 Personen zufällig auf eine hohe Menge des Blattextrakts Ze 339 mit dreimal täglich einer Tablette (60 Personen), eine niedrige mit zweimal täglich einer Tablette (65 Personen) oder Placebo (61 Personen) zu, über zwei Wochen, eingeschlossen wurde über Hauttests [9]. Der Hauptendpunkt, die Veränderung der Tagesbeschwerden gegenüber dem Ausgangswert, fiel in beiden Verumgruppen besser aus als unter Placebo, mit einem belegten Zusammenhang zur Menge [9]. Schapowal 2005 teilte 330 Personen zufällig auf dreimal täglich eine Tablette Ze 339 mit je 8 mg Gesamtpetasin, Fexofenadin 180 mg einmal täglich oder Placebo zu [10]. Beide Verumarme waren dem Placebo überlegen (p kleiner 0,001) und unterschieden sich nicht voneinander (p gleich 0,37) [10]. Absolute Werte, Gruppenunterschiede und Konfidenzintervalle stehen in keinem der beiden Abstracts, freie Volltexte gibt es zu keiner der beiden Arbeiten. Die systematische Übersicht von 2007 wertete sechs randomisierte Studien zu diesem Stoff aus und verlangt ausdrücklich eine unabhängige Wiederholung, weil der Hersteller des Extrakts die drei großen Studien finanziell unterstützt hat [17]. Die systematische Übersicht mit Meta-Analyse von 2024 nennt diesen Stoff die in ihrem Bestand am häufigsten untersuchte Heilpflanze mit fünf Studien, bildet aber keine stoffeigene Zusammenfassung, weil die Angaben zu den Zubereitungen dafür nicht ausreichten [18]. Ihre gepoolten Werte fassen verschiedene Pflanzen zusammen und sind deshalb kein Beleg für diesen Stoff, ihr Gesamturteil lautet, ein klarer Nutzennachweis für Heilpflanzen bei dieser Beschwerde fehle weiterhin, bei sehr geringer bis geringer Sicherheit der Evidenz [18]. Geprüft wurde hier ein Kohlendioxid-Blattextrakt und nicht der Wurzelextrakt der Kopfschmerzstudien, die beiden Zubereitungen sind nicht austauschbar [19, 20].

    Quellen: 9, 10, 17, 18, 19, 20

  6. 06

    Selbsteinschätzung und ärztliche Gesamteinschätzung im Vergleich mit einem nicht sedierenden Antihistaminikum, ohne Placebogruppe

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie an 125 Personen schnitt der Extrakt nicht schlechter ab als Cetirizin. Eine Placebogruppe gab es nicht, und der Hersteller hat die Studie finanziert.

    Ausführlicher Nachweis

    Schapowal 2002 teilte 125 von 131 gescreenten Personen zufällig auf viermal täglich eine Tablette des Blattextrakts Ze 339 mit je 8,0 mg Gesamtpetasin (61 Personen) oder Cetirizin 10 mg abends (64 Personen) zu, doppelblind mit Doppelattrappen über zwei Wochen [8]. Die Arbeit ist als Nichtunterlegenheitsstudie angelegt, mit einer vorab festgelegten Grenze von 10 Prozent im Fragebogen SF-36 oder einem Punkt in der ärztlichen Gesamteinschätzung, einseitig geprüft, 80 Prozent Teststärke bei mindestens 50 Personen je Gruppe [8]. Alle hierarchisch geprüften Bereiche des SF-36 erreichten Nichtunterlegenheit (p gleich 0,001), der Median der ärztlichen Gesamteinschätzung lag in beiden Gruppen bei 3, und für die direkten Gruppenvergleiche ergab sich kein Unterschied [8]. Eine Placebogruppe fehlt vollständig, die Autoren begründen das mit dem akuten Charakter der Beschwerde [8]. Ohne Placeboarm sagt der Befund nur, dass sich beide Gruppen ähnlich entwickelt haben, und nicht, dass eine von beiden über den Verlauf ohne Mittel hinaus gewirkt hat. Der Volltext nennt als Geldgeber die Zeller AG, die das Prüfpräparat geliefert und die Studie über ein Auftragsforschungsinstitut finanziert hat, und erklärt im selben Text, es bestehe kein Interessenkonflikt [8]. Fehlende Werte wurden mit dem Mittelwert beider Gruppen ersetzt und Abbrecher mit ihrem letzten Wert fortgeschrieben, beides begünstigt bei einer Nichtunterlegenheitsfrage den Befund der Gleichheit [8]. Von den gemeldeten unerwünschten Wirkungen in der Cetirizingruppe entfielen 8 von 12 auf Müdigkeit und Schläfrigkeit, in der Verumgruppe traten diese nicht auf [8]. Eine kleinere Studie an 16 Personen mit ganzjährigen Beschwerden und Hausstaubmilbensensibilisierung fand für Extrakt und Fexofenadin gegenüber Placebo denselben Rückgang des Beschwerdescores, 1,8 und 1,8 gegenüber 2,8 bei p kleiner 0,05 [14].

    Quellen: 8, 14, 17

  7. 07

    Nasenatmungs-Spitzenfluss und Beschwerdescore bei Graspollen-Sensibilisierten unter zweimal täglich 50 mg, ohne Unterschied zu Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    In der einzigen placebokontrollierten Studie mit einem objektiven Hauptendpunkt zeigte sich kein Unterschied. Mit 35 Personen ist sie zu klein, um eine Wirkung sicher auszuschließen.

    Ausführlicher Nachweis

    Gray 2004 prüfte an 35 Personen (14 Männer und 21 Frauen) im Wechselverfahren zweimal täglich 50 mg gegen Placebo über je zwei Wochen während der Graspollensaison, Hauptendpunkt war der zu Hause gemessene Nasenatmungs-Spitzenfluss [11]. Morgens und abends lagen die Mittelwerte bei 107 und 114 Litern je Minute unter Verum gegenüber 105 und 117 unter Placebo, der Gesamtscore der Nasenbeschwerden bei 3,4 und 3,5 gegenüber 3,7 und 3,8 von maximal 12 Punkten [11]. Weder für den Spitzenfluss noch für Nasenbeschwerden, Augenbeschwerden oder die krankheitsbezogene Lebensqualität ergab sich ein Unterschied zu Placebo [11]. Das Abstract nennt Standardfehler, aber kein Effektmaß für den Gruppenunterschied mit Konfidenzintervall, ein freier Volltext liegt nicht vor. Ein Ausbleiben der Wirkung ist damit nicht bewiesen. Geprüft wurde sie in dieser Studie trotzdem, an einem objektiven Hauptendpunkt und über zwei Wochen je Bedingung, und sie zeigte sich in keinem der Endpunkte, deshalb steht die Stufe auf nicht bestätigt. Die Arbeit stammt aus einer Universitätsgruppe in Dundee, ist als Forschungsförderung ohne Regierungsmittel gekennzeichnet und nennt keine Herstellerbindung, das PubMed-Feld zum Interessenkonflikt ist leer. Geprüft wurde eine andere Menge und nach der Beschreibung im Abstract eine andere Zubereitung als in den Studien mit dem Blattextrakt Ze 339, dort dreimal oder viermal täglich eine Tablette mit je 8,0 mg Gesamtpetasin [8, 10, 11]. Das ist der wahrscheinlichste Grund für den Unterschied zu den Herstellerstudien, ein Beleg dafür ist es nicht.

    Quellen: 8, 10, 11

  8. 08

    Abfall des Nasenatmungs-Spitzenflusses nach Reizung der Nase mit Adenosinmonophosphat, unter zweimal täglich 50 mg

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In zwei kleinen Wechselstudien fiel der Spitzenfluss nach dem Reiz weniger stark ab als unter Placebo. Gemessen wurde eine Reizantwort im Labor, nicht der Alltag.

    Ausführlicher Nachweis

    Lee 2003 teilte 20 Personen mit Graspollensensibilisierung im Wechselverfahren zufällig auf zweimal täglich 50 mg oder Placebo über je zwei Wochen während der Graspollensaison zu, danach folgte eine Reizung mit einer Einzeldosis von 400 mg je Milliliter Adenosinmonophosphat [13]. Die Fläche unter der Erholungskurve lag bei 584 gegenüber 1438 Prozent mal Minuten, mittlerer Unterschied 854 bei einem 95-Prozent-Intervall von 95 bis 1614 (p gleich 0,028), der maximale prozentuale Abfall des Spitzenflusses bei 30 gegenüber 43 Prozent, mittlerer Unterschied 13 Prozentpunkte bei einem 95-Prozent-Intervall von 1 bis 25 (p gleich 0,036) [13]. Beide Intervalle reichen bis nahe an den Gleichstand, die Unschärfe ist also erheblich. Lee 2004 wiederholte den Versuch an 16 Personen mit ganzjährigen Beschwerden und fand für Extrakt und Fexofenadin denselben Effekt gegenüber Placebo, maximaler Abfall 34 und 39 gegenüber 46 Prozent und Fläche unter der Kurve 1052 und 1194 gegenüber 1734 Prozent mal Minuten, jeweils p kleiner 0,05 [14]. Beide Arbeiten stammen aus derselben Gruppe in Dundee, teilen Aufbau und Messmethode und sind deshalb kein voneinander unabhängiger Bestand [13, 14]. Der Endpunkt ist eine Reizantwort unter Laborbedingungen. Ein Zusammenhang mit dem Beschwerdeverlauf im Alltag folgt daraus nicht, und dieselbe Gruppe fand für den zu Hause gemessenen Spitzenfluss über zwei Wochen keinen Unterschied [11].

    Quellen: 11, 13, 14

  9. 09

    Quaddel und Rötung der Haut nach Histamin- und Allergenreiz, ohne Unterschied zu Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie an 20 Personen veränderte der Extrakt die Hautreaktion nicht, das Vergleichsmedikament dagegen deutlich.

    Ausführlicher Nachweis

    Jackson 2004 prüfte im doppelblinden Wechselverfahren über je eine Woche zweimal täglich 50 mg Extrakt, Fexofenadin 180 mg, Montelukast 10 mg und Placebo an 20 auswertbaren Personen mit Atopie [12]. Nach Histaminreiz maß die Quaddel im Mittel 16,4 Quadratmillimeter unter Verum gegenüber 15,5 unter Placebo, die Rötung 297,7 gegenüber 179,8 Quadratmillimeter, in beiden Fällen ohne Unterschied [12]. Nach Allergenreiz lagen die Werte bei 50,4 gegenüber 65,4 Quadratmillimetern für die Quaddel und 1110,3 gegenüber 1014,5 Quadratmillimetern für die Rötung, ebenfalls ohne Unterschied [12]. Fexofenadin verringerte im selben Versuch alle vier Werte belegt (p kleiner 0,05), Montelukast wie der Extrakt nicht [12]. Die Arbeit weist Standardfehler aus, aber kein Effektmaß für den Gruppenunterschied mit Konfidenzintervall, ein Ausbleiben ist damit nicht bewiesen. Geprüft wurde die Hautreaktion trotzdem sauber, mit einem Vergleichsmedikament, das im selben Versuch alle vier Werte senkte, und unter dem Extrakt blieb sie unverändert, deshalb steht die Stufe auf nicht bestätigt. Die Autoren folgern selbst nur, der Stoff sei an der Haut möglicherweise nicht wirksam [12]. Der Befund betrifft die Haut und ist nicht auf die Nasenschleimhaut übertragbar, wo dieselbe Gruppe eine Wirkung auf die Reizantwort fand [13, 14]. Er ist zugleich der beste vorliegende Prüfstein für die verbreitete Aussage, der Stoff wirke wie ein Antihistaminikum, denn genau die Histaminreaktion blieb hier unverändert.

    Quellen: 12, 13, 14

  10. 10

    Reizschwelle im Provokationstest mit Adenosinmonophosphat und Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft bei Erwachsenen mit einer Einsekundenkapazität um 78 Prozent des Sollwerts unter laufender inhalativer Kortikosteroidtherapie

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Wechselstudie an 16 Personen verschob sich die Reizschwelle um knapp eine Verdopplungsstufe und die Entzündungsmarker sanken. Es sind Messwerte an einer sehr kleinen Gruppe, keine Beschwerden.

    Ausführlicher Nachweis

    Lee 2004 prüfte 16 Personen mit Atopie und einer mittleren Einsekundenkapazität von 78 Prozent des Sollwerts, alle unter gleichbleibender inhalativer Kortikosteroidtherapie, im doppelblinden Wechselverfahren über je eine Woche mit zweimal täglich 25 mg Extrakt oder Placebo und einer Woche Auswaschphase [15]. Die Reizkonzentration, die einen Abfall der Einsekundenkapazität um 20 Prozent auslöst, verschob sich unter Verum um plus 0,6 Verdopplungsstufen und unter Placebo um minus 0,1, ein Unterschied von 0,7 Stufen (p kleiner 0,05) [15]. Das Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft sank um 1,2 Teile je Milliarde gegenüber einem Anstieg um 0,5 unter Placebo, das eosinophile kationische Protein im Serum sank um 3,9 gegenüber einem Anstieg um 3,3 Mikrogramm je Liter, und die Eosinophilenzahl im Blut sank um 31 gegenüber einem Anstieg um 38 mal 10 hoch 6 je Liter, jeweils p kleiner 0,05 [15]. Konfidenzintervalle werden nicht berichtet, die Gruppe umfasst 16 Personen, und alle Endpunkte sind Messwerte, keine Beschwerden und keine Ereignisse. Der Extrakt wurde zusätzlich zur bestehenden Therapie gegeben, eine Aussage über eine alleinige Anwendung folgt daraus nicht, das schreiben die Autoren selbst [15]. Die einzige weitere Arbeit dazu ist eine offene Beobachtung an 64 Erwachsenen sowie 16 Kindern und Jugendlichen über zwei Monate, ohne Zufallszuteilung, ohne Kontrollgruppe und mit erlaubter Begleitmedikation [16]. Ohne Vergleichsgruppe ist der dort berichtete Rückgang nicht vom Verlauf ohne Einnahme zu trennen. Die Menge von zweimal täglich 25 mg liegt unter der in den Nasenstudien geprüften [11, 13, 15].

    Quellen: 11, 13, 15, 16

  11. 11

    Erschlaffung glatter Gefäßmuskulatur über die Blockade spannungsabhängiger Kalziumkanäle

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Isolierte Rattengefäße erschlafften, und die Inhaltsstoffe blockierten Kalziumkanäle. Am Menschen ist das nicht geprüft.

    Ausführlicher Nachweis

    Sheykhzade 2008 prüfte S-Petasin und drei aus der Wurzel isolierte Eremophilanlactone an isolierten Gefäßabschnitten von Ratten, Mesenterialarterien und Aorta [25]. Der negative Logarithmus der halbmaximalen Wirkkonzentration lag bei 6,01 plus minus 0,08 für S-Petasin und zwischen 4,74 plus minus 0,13 und 5,43 plus minus 0,06 für die drei Lactone, in der Aorta durchweg niedriger als in den Mesenterialarterien [25]. Die Erschlaffung beruhte auf einer Blockade spannungsabhängiger Kalziumkanäle, dieselben Stoffe hemmten zusätzlich die DNA-Synthese in Herzmuskel- und Gefäßmuskelzellen [25]. Das sind Versuche an isoliertem Gewebe und an Zellkulturen, eine Aussage für den Menschen folgt daraus nicht. Die verbreitete Erklärung, der Stoff halte eine Verengung der Blutgefäße im Kopf auf, ist damit eine Hypothese aus dem Labor und kein Befund am Menschen. Die neuere Fachliteratur setzt die Erklärung ohnehin an anderer Stelle an, nämlich bei der Unempfindlichmachung der Ionenkanäle TRPA1 und TRPV1 und der dadurch verringerten Freisetzung des Botenstoffs CGRP aus schmerzleitenden Nervenfasern, ebenfalls aus Zell- und Tierversuchen [20].

    Quellen: 20, 25

  12. 12

    Hemmung der Leukotrienbildung in menschlichen Eosinophilen und Neutrophilen

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Blattextrakt und isoliertes Petasin hemmten im Reagenzglas die Bildung von Leukotrienen und den Kalziumeinstrom in Abwehrzellen.

    Ausführlicher Nachweis

    Thomet 2001 arbeitete mit zwei Zellmodellen, menschlichen Eosinophilen und Neutrophilen, die mit einem Wachstumsfaktor vorbehandelt und anschließend mit plättchenaktivierendem Faktor oder dem Anaphylatoxin C5a gereizt wurden [26]. Der Blattextrakt Ze 339 und das daraus isolierte Petasin hemmten wie die Vergleichssubstanz Zileuton die Bildung von Cysteinyl-Leukotrienen in Eosinophilen und von Leukotrien B4 in Neutrophilen [26]. Nur der Extrakt und das Petasin, nicht Zileuton, hoben zusätzlich den durch die Reizung ausgelösten Anstieg der Kalziumkonzentration in den Zellen auf, was die Autoren als Angriff an einem früheren Punkt der Signalkette deuten [26]. Die Versuche fanden an menschlichen Zellen im Reagenzglas statt, nicht am Menschen. Sie erklären, warum der Stoff überhaupt in Nasenstudien geprüft wurde, sie belegen keine Wirkung im Körper. Aus diesem Befund stammt außerdem die verbreitete Formulierung, der Stoff wirke wie ein Antihistaminikum. Gemessen wurde hier die Leukotrienbildung und nicht die Histaminwirkung, und in der einzigen Arbeit, die die Histaminreaktion am Menschen direkt geprüft hat, blieb sie unverändert [12, 26].

    Quellen: 12, 26

  13. 13

    Selbstberichtete Anspannung geringer, Cortisol im Speichel ohne Unterschied, nach einer standardisierten Belastungsaufgabe, geprüft nur als Bestandteil einer Vierpflanzen-Mischung

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie an 72 gesunden Männern fiel die berichtete Anspannung geringer aus als unter Placebo, das Cortisol blieb gleich. Geprüft wurde eine Mischung aus vier Pflanzen.

    Ausführlicher Nachweis

    Meier 2018 teilte 72 gesunde Männer zufällig auf vier Tage mit einer festen Mischung aus Baldrian, Passionsblume, Melisse und Pestwurz-Extrakt (Ze 185), Placebo oder gar keine Einnahme zu, gefolgt von einer standardisierten sozialen Belastungsaufgabe am vierten Tag [27]. Die Cortisolantwort im Speichel unterschied sich nicht zwischen den Gruppen [27]. Die selbstberichtete Anspannung fiel unter der Mischung geringer aus als unter Placebo, F(3, 41) gleich 3,33 bei p gleich 0,03, und geringer als ohne Einnahme, F(3, 43) gleich 2,77 bei p gleich 0,05 [27]. Effektmaße mit Konfidenzintervall werden nicht berichtet, die Gruppen umfassten je rund 24 Personen, eingeschlossen waren ausschließlich gesunde Männer, und der zweite p-Wert liegt genau auf der Schwelle. Geprüft wurde eine Mischung aus vier Pflanzen, welchen Anteil der Pestwurz-Extrakt am Ergebnis hat, ist der Arbeit nicht zu entnehmen. Ein Beleg für den Einzelstoff ist sie deshalb nicht, und der biologische Marker, auf den die Autoren selbst abzielten, blieb unverändert [27].

    Quellen: 27

  14. 14

    Schlafdauer und Schlafqualität

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gesucht und keine Studie am Menschen zu diesem Stoff und dem Schlaf gefunden.

    Ausführlicher Nachweis

    Gesucht wurde in PubMed mit den Suchbegriffen "Petasites hybridus" "sleep", ohne Beschränkung auf den Publikationstyp. Der einzige Treffer war die Vergleichsstudie mit einem Antihistaminikum, in der Schläfrigkeit als unerwünschte Wirkung der Vergleichssubstanz vorkommt und nicht als Endpunkt für diesen Stoff. Eine Studie, die Schlafdauer oder Schlafqualität unter diesem Stoff gemessen hat, liegt uns nicht vor. Die verbreitete Zuschreibung stützt sich auf die krampflösende Wirkung aus dem Labor, dazu die eigene Zeile.

  15. 15

    Krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Trakt oder an der Blase beim Menschen

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gesucht und keine Studie am Menschen dazu gefunden, obwohl das eine alte und verbreitete Verwendung ist.

    Ausführlicher Nachweis

    Gesucht wurde in PubMed mit den Suchbegriffen "Petasites hybridus" "gastrointestinal spasm" und mit den Suchbegriffen "Petasites hybridus" "urinary bladder", jeweils ohne Beschränkung auf den Publikationstyp. Die erste Suche ergab keinen einzigen Treffer, die zweite genau einen, und das ist eine Laborarbeit zum Wirkmechanismus mit Versuchen an isolierten Rattenblasen. Eine Humanstudie zu krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt oder an der Blase liegt uns nicht vor. Die Zuschreibung stammt aus der überlieferten Verwendung und aus den Laborbefunden zur glatten Muskulatur, dazu die eigene Zeile.

Studien im Detail

Das Wichtigste zur Sicherheit vorweg

Pestwurz ist der einzige Stoff in diesem Kompendium, bei dem die Sicherheitsfrage vor der Wirkungsfrage steht. Die Pflanze bildet von Natur aus Pyrrolizidinalkaloide. Diese Stoffgruppe schädigt in Tier- und Zellversuchen die Leber und verändert das Erbgut. Verkehrsfähig sind deshalb nur Zubereitungen, aus denen diese Alkaloide entfernt wurden. Alles, was weiter unten über Studienergebnisse steht, gilt für zwei bestimmte Arzneimittelextrakte mit festgelegtem Petasin-Gehalt und nicht für Pestwurz allgemein. Wie groß der Unterschied ist, zeigt die Analyse von 21 Handelspräparaten weiter unten. Der ganze Abschnitt Sicherheit und Wechselwirkungen gehört zu diesem Eintrag dazu.

Zwei Zubereitungen, zwei getrennte Studienlagen

Der Stoff hat zwei voneinander getrennte Studienbestände, und sie sind nicht austauschbar. Für die Anzahl von Kopfschmerzanfällen wurde ausschließlich ein Kohlendioxid-Extrakt aus dem Wurzelstock geprüft, im Handel als Petadolex, festgelegt auf mindestens 15 Prozent Petasin. Für Nasen- und Augenbeschwerden wurde überwiegend ein Kohlendioxid-Extrakt aus den Blättern geprüft, als Ze 339 oder Tesalin, dessen Tabletten auf 8,0 mg Gesamtpetasin festgelegt sind. Der Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden unterscheidet sich zwischen Wurzel und Blatt erheblich, über 90 Prozent der Alkaloide stecken im Wurzelextrakt.

Anzahl der Kopfschmerzanfälle bei Erwachsenen

Es gibt genau zwei randomisierte, placebokontrollierte Studien mit zusammen 293 Teilnehmenden, und beide prüften denselben Wurzelextrakt. Lipton und Kollegen teilten 2004 insgesamt 245 Personen zwischen 18 und 65 Jahren mit mindestens zwei bis sechs Anfällen je Monat auf zweimal täglich 75 mg, zweimal täglich 50 mg oder Placebo zu. Nach vier Monaten war die Anfallszahl je Monat in der Gruppe mit 150 mg täglich um 48 Prozent zurückgegangen, unter Placebo um 26 Prozent. Der Arm mit 100 mg täglich lag mit 36 Prozent dazwischen und erreichte den Unterschied zu Placebo nicht.

Der Haken steckt in der Auswertung. Sie erfolgte nach Protokoll, also an denen, die die Studie planmäßig durchlaufen haben, und nicht an allen zugeteilten Personen. Diese Art der Auswertung lässt einen Unterschied gegenüber Placebo eher größer erscheinen, weil Abbrüche in der Verumgruppe herausfallen. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall für den Gruppenunterschied wird nicht berichtet, und ein frei zugänglicher Volltext liegt nicht vor. Genau deshalb steht die Zeile auf Hinweise und nicht auf Belegt.

Die zweite Studie, Grossmann und Schmidramsl 2000, umfasste 60 Personen mit mindestens drei Anfällen je Monat und prüfte 100 mg täglich über zwölf Wochen. Sie ist 2001 in einer zweiten Zeitschrift unverändert ein weiteres Mal erschienen, und wer beide Veröffentlichungen zählt, zählt eine Studie doppelt. Eine Neuauswertung der Rohdaten durch Diener und Kollegen 2004 nennt Aufbau und Auswertung der ursprünglichen Arbeit ausdrücklich mit erheblichen Mängeln behaftet. Unabhängig ist diese Neuauswertung nicht, denn ihr dritter Autor arbeitet für den Hersteller des geprüften Wurzelextrakts. Sie berichtet einen Rückgang von 3,4 auf 1,8 Anfälle je Monat in der Verumgruppe und von 2,9 auf 2,6 in der Placebogruppe. Diese Zahlen vergleichen jede Gruppe mit ihrem eigenen Ausgangswert und nicht die Gruppen miteinander. Als echter Gruppenvergleich bleibt allein die Ansprechquote, 45 gegenüber 15 Prozent.

Auf dieser Grundlage stufte 2012 eine gemeinsame Leitlinie der American Academy of Neurology und der American Headache Society den Stoff in die höchste Empfehlungsstufe ein. Die herausgebende Fachgesellschaft hat diese Leitlinie 2015 zurückgezogen, ausdrücklich wegen ernster Sicherheitsbedenken zu diesem Stoff. An der Bewertung der Wirksamkeitsdaten hat sich dadurch nichts geändert, an der Empfehlung alles.

Anzahl der Kopfschmerzanfälle bei Kindern

Hier zeigt sich, warum eine Kontrollgruppe zählt. Eine offene Beobachtung an 108 Kindern und Jugendlichen ohne Vergleichsgruppe berichtete 2005, dass 77 Prozent der Teilnehmenden eine Halbierung der Anfallszahl erreichten. Die einzige kontrollierte Studie, Oelkers-Ax und Kollegen 2008, teilte 58 Grundschulkinder auf Wurzelextrakt, Musiktherapie oder Placebo zu. Am Ende der zwölf Wochen war allein die Musiktherapie besser als Placebo, der Extrakt nicht. Erst in der Nachbeobachtung sechs Monate später lagen beide vor Placebo. Alle drei Gruppen zeigten schon in der achtwöchigen Vorlaufphase einen deutlichen Rückgang, und die Autoren bezeichnen ihre Arbeit selbst als explorativ.

Nasen- und Augenbeschwerden bei Pollenflug

Drei große Studien stammen vom selben Erstautor und prüften den Blattextrakt Ze 339. Die Studie von 2002 an 125 Personen verglich den Extrakt mit Cetirizin und hatte keine Placebogruppe. Sie war als Nichtunterlegenheitsstudie angelegt, mit einer vorab festgelegten Grenze von 10 Prozent im Fragebogen SF-36, und erreichte dieses Ziel in allen geprüften Bereichen. Ohne Placeboarm sagt das nur, dass sich beide Gruppen ähnlich entwickelt haben. Die Studie von 2004 an 186 Personen und die von 2005 an 330 Personen hatten eine Placebogruppe und fanden weniger Beschwerden unter dem Extrakt. Zahlen mit Konfidenzintervall berichten beide nicht, freie Volltexte gibt es nicht.

Die unabhängige systematische Übersicht von 2007 wertete sechs randomisierte Studien zu diesem Stoff aus und verlangt eine unabhängige Wiederholung, weil der Hersteller des Extrakts die drei großen Studien finanziell unterstützt hat. Diese Wiederholung fehlt bis heute. Die Meta-Analyse von 2024 nennt diesen Stoff die in ihrem Bestand am häufigsten untersuchte Heilpflanze, konnte aber keine stoffeigene Zusammenfassung bilden, weil die Angaben zu den Zubereitungen dafür nicht ausreichten.

Eine unabhängige Universitätsgruppe in Dundee kommt zu einem anderen Bild. Ihre placebokontrollierte Studie an 35 Personen mit dem zu Hause gemessenen Nasenatmungs-Spitzenfluss als Hauptendpunkt fand keinen Unterschied zu Placebo, weder für den Spitzenfluss noch für Nasenbeschwerden, Augenbeschwerden oder Lebensqualität. Dieselbe Gruppe fand allerdings einen messbaren Effekt, wenn sie die Nase gezielt mit Adenosinmonophosphat reizte, mit einem mittleren Unterschied von 13 Prozentpunkten beim maximalen Abfall des Spitzenflusses und einem 95-Prozent-Intervall von 1 bis 25. Das Intervall reicht bis fast an den Gleichstand. Im Hauttest mit Histamin und Allergen veränderte der Extrakt dagegen gar nichts, während Fexofenadin im selben Versuch alle vier Messwerte deutlich verringerte.

Diese drei Befunde derselben Gruppe zusammen ergeben ein sortiertes Bild. Der Stoff verändert eine Reizantwort der Nasenschleimhaut unter Laborbedingungen, er verändert die Histaminreaktion der Haut nicht, und für den Beschwerdealltag über zwei Wochen ließ sich kein Unterschied zeigen. Die verbreitete Aussage, der Stoff wirke wie ein Antihistaminikum, findet in der einzigen Arbeit, die das direkt geprüft hat, keine Stütze.

Atemwege

Es gibt genau eine kontrollierte Studie, an 16 Personen mit Atopie und einer mittleren Einsekundenkapazität von 78 Prozent des Sollwerts, alle unter gleichbleibender inhalativer Kortikosteroidtherapie. Zusätzlich zu dieser Therapie verschob sich unter zweimal täglich 25 mg die Reizschwelle im Provokationstest um 0,7 Verdopplungsstufen gegenüber Placebo, und drei Entzündungsmarker sanken. Das sind Messwerte an 16 Personen, keine Beschwerden und keine Ereignisse, und der Extrakt kam zusätzlich zu einer bestehenden Therapie. Die einzige weitere Arbeit ist eine offene Beobachtung an 80 Personen ohne Kontrollgruppe und mit erlaubter Begleitmedikation.

Tier- und Laborstudien

Die krampflösende Wirkung ist gut untersucht, aber ausschließlich außerhalb des Menschen. An isolierten Rattengefäßen erschlafften S-Petasin und drei Eremophilanlactone die glatte Muskulatur, indem sie spannungsabhängige Kalziumkanäle blockierten. Dieselben Stoffe hemmten die DNA-Synthese in Herzmuskel- und Gefäßmuskelzellen. Die daraus abgeleitete Erklärung, der Stoff halte eine Verengung der Blutgefäße im Kopf auf, ist eine Hypothese aus dem Labor. Die neuere Fachliteratur setzt ohnehin an anderer Stelle an und erklärt die Wirkung über die Unempfindlichmachung der Ionenkanäle TRPA1 und TRPV1 und die dadurch verringerte Freisetzung des Botenstoffs CGRP aus schmerzleitenden Nervenfasern, ebenfalls aus Zell- und Tierversuchen.

An menschlichen Eosinophilen und Neutrophilen im Reagenzglas hemmten der Blattextrakt Ze 339 und das isolierte Petasin die Bildung von Cysteinyl-Leukotrienen und von Leukotrien B4, ebenso wie die Vergleichssubstanz Zileuton. Extrakt und Petasin hoben zusätzlich den Kalziumanstieg in den gereizten Zellen auf, Zileuton nicht. Diese Befunde erklären, warum der Stoff überhaupt in Nasenstudien geprüft wurde. Eine Wirkung im Körper belegen sie nicht.

Abgrenzung, welcher Extrakt in den Studien steckt

Die gesamte Studienlage betrifft zwei zugelassene oder zugelassen gewesene Arzneimittelextrakte mit festgelegtem Petasin-Gehalt. Ein Nahrungsergänzungsmittel mit Pestwurz ist damit nicht dasselbe Erzeugnis. Wie groß der Abstand sein kann, hat eine analytische Untersuchung von 21 Handelspräparaten [21] gezeigt. Der Gesamtgehalt an Petasinen lag zwischen 0,02 und 11,6 mg je Portion, in sechs der 21 Präparate war überhaupt kein Petasin nachweisbar, und in sieben waren Pyrrolizidinalkaloide nachweisbar. Sieben Präparate hielten die Angabe auf dem Etikett ein und enthielten keine Pyrrolizidinalkaloide. Ohne ausgewiesene Petasin-Menge und ohne ausgewiesenen Alkaloidgehalt lässt sich ein Erzeugnis keiner der hier zitierten Studien zuordnen.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Pyrrolizidinalkaloide sind der Kern der Sache. Die Pflanze bildet sie von Natur aus, Senecionin und sein N-Oxid sind die Hauptvertreter im Wurzelextrakt, gefolgt von Integerrimin und Senkirkin. Über 90 Prozent der Alkaloide der Pflanze stecken in der Wurzel. Diese Stoffe werden in der Leber zu reaktiven Zwischenprodukten umgebaut, die an die Erbsubstanz binden. In Tierversuchen führt das zu Leberschäden, sie gelten als erbgutverändernd und möglicherweise krebserregend. Die US-Behörde für ergänzende Gesundheitsverfahren formuliert das ohne Umschweife und schreibt, nur Erzeugnisse, aus denen die Pyrrolizidinalkaloide entfernt wurden und die als frei davon ausgewiesen sind, kämen überhaupt in Betracht.

Der Hersteller des Wurzelextrakts stellte 1988 das Lösungsmittel von Dichlormethan auf überkritisches Kohlendioxid um, um die Alkaloide besser zu entfernen. Er gibt den Gesamtgehalt heute mit höchstens 0,035 ppm an, was bei 150 mg Tagesmenge rechnerisch 0,005 Mikrogramm entspricht. Die deutsche Zulassungsbehörde bewertete die Umstellung 2002 als Änderung der Zusammensetzung, sah das Erzeugnis damit nicht mehr als das zugelassene an, und es wurde vom Markt genommen. Die britische Behörde lehnte 2011 einen Antrag auf eine neue Zulassung aus Sicherheitsgründen ab. In der Schweiz und in Deutschland sind Erzeugnisse wegen der Alkaloidbelastung zurückgezogen worden.

Auch bei einem als alkaloidfrei geführten Extrakt sind Leberschäden gemeldet worden. Die Auswertung des Herstellers zählt bis 2015 insgesamt 60 Meldungen zu Leber und Galle, davon 48 Spontanmeldungen und 12 aus Studien mit zusammen 397 Teilnehmenden. Von den Spontanmeldungen zeigten die meisten milde Veränderungen der Blutwerte, bei neun Frauen und einem Mann traten deutliche Veränderungen auf, und zwei Personen brauchten eine Lebertransplantation. Die Kausalitätsbewertung stufte 3 Fälle als wahrscheinlich, 13 als möglich, 8 als unwahrscheinlich und 24 als nicht beurteilbar ein, 22 Betroffene hatten zugleich lebertoxische Begleitmedikamente genommen. Die Auswertung stammt vom Hersteller selbst und räumt ein, dass Spontanmeldungen in unbekanntem Umfang unterbleiben, eine belastbare Häufigkeitsangabe ist daraus nicht abzuleiten. Die von den US-Gesundheitsinstituten gepflegte Datenbank zu arzneimittelbedingten Leberschäden [23] führt den Stoff in ihrer Stufe C und beschreibt ein wiederkehrendes Muster, Müdigkeit, Übelkeit und Gelbsucht zwei bis zwölf Wochen nach Beginn der Einnahme.

Daraus folgen ein paar klare Punkte. Ohne ausgewiesene Freiheit von Pyrrolizidinalkaloiden kommt ein Erzeugnis nicht in Betracht. Wer ein solches Erzeugnis über längere Zeit nimmt, sollte die Leberwerte ärztlich kontrollieren lassen, besonders bei mehreren gleichzeitig eingenommenen Mitteln. Bei einer vorbestehenden Lebererkrankung, bei regelmäßigem Alkoholkonsum, bei Gilbert-Meulengracht und bei gleichzeitiger Einnahme von Johanniskraut raten die vorliegenden Arbeiten ausdrücklich zur Zurückhaltung. Die Pflanze gehört zu den Korbblütlern, bei einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber dieser Familie ist Vorsicht angebracht. Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, drei Arme, n gleich 245 randomisiert und 233 ausgewertet, 4 Monate, Wurzelextrakt · 2004

    Petasites hybridus root (butterbur) is an effective preventive treatment for migraine.

    Lipton RB, et al. Neurology

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03

  2. 02

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 60, 12 Wochen, 100 mg Wurzelextrakt täglich · 2000

    An extract of Petasites hybridus is effective in the prophylaxis of migraine.

    Grossmann M, Schmidramsl H. Int J Clin Pharmacol Ther

    Zur Zuschreibung: 02

  3. 03

    Zweitveröffentlichung derselben Studie wie Quelle 2, kein eigener Datenbestand · 2001

    An extract of Petasites hybridus is effective in the prophylaxis of migraine.

    Grossman W, Schmidramsl H. Altern Med Rev

    Zur Zuschreibung: 02

  4. 04

    Neuauswertung der Rohdaten von Quelle 2 durch eine Autorengruppe mit einem Mitarbeiter des Herstellers, n gleich 60 (33 vs 27) · 2004

    The first placebo-controlled trial of a special butterbur root extract for the prevention of migraine: reanalysis of efficacy criteria.

    Diener HC, Rahlfs VW, Danesch U. Eur Neurol

    Zur Zuschreibung: 02, 03

  5. 05

    Systematische Übersichtsarbeit, 2 randomisierte Studien mit zusammen n gleich 293, beide mit demselben Präparat, ohne rechnerische Zusammenfassung · 2006

    Effectiveness of Petasites hybridus preparations in the prophylaxis of migraine: a systematic review.

    Agosti R, et al. Phytomedicine

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03

  6. 06

    RCT, teilweise doppelblind, plazebokontrolliert, drei Arme, n gleich 58 (19 vs 20 vs 19), 12 Wochen plus 6 Monate Nachbeobachtung, Kinder von 8 bis 12 Jahren · 2008

    Butterbur root extract and music therapy in the prevention of childhood migraine: an explorative study.

    Oelkers-Ax R, et al. Eur J Pain

    Zur Zuschreibung: 04

  7. 07

    Offene Beobachtung ohne Kontrollgruppe, n gleich 108, Alter 6 bis 17 Jahre, 4 Monate · 2005

    Migraine prevention in children and adolescents: results of an open study with a special butterbur root extract.

    Pothmann R, Danesch U. Headache

    Zur Zuschreibung: 04

  8. 08

    RCT, doppelblind, Nichtunterlegenheit gegen Cetirizin ohne Placeboarm, n gleich 125 (61 vs 64), 2 Wochen, Blattextrakt Ze 339 · 2002

    Randomised controlled trial of butterbur and cetirizine for treating seasonal allergic rhinitis.

    Schapowal A, Petasites Study Group. BMJ

    Zur Zuschreibung: 06, 07

  9. 09

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, drei Arme, n gleich 186 (60 vs 65 vs 61), 2 Wochen, Blattextrakt Ze 339 · 2004

    Butterbur Ze339 for the treatment of intermittent allergic rhinitis: dose-dependent efficacy in a prospective, randomized, double-blind, placebo-controlled study.

    Schapowal A, Petasites Study Group. Arch Otolaryngol Head Neck Surg

    Zur Zuschreibung: 05

  10. 10

    RCT, doppelblind, drei Arme mit Placebo und Fexofenadin, n gleich 330, Blattextrakt Ze 339 mit 8 mg Gesamtpetasin je Tablette · 2005

    Treating intermittent allergic rhinitis: a prospective, randomized, placebo and antihistamine-controlled study of Butterbur extract Ze 339.

    Schapowal A, Study Group. Phytother Res

    Zur Zuschreibung: 05, 07

  11. 11

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Wechselverfahren, n gleich 35, je 2 Wochen, 50 mg zweimal täglich · 2004

    Effects of butterbur treatment in intermittent allergic rhinitis: a placebo-controlled evaluation.

    Gray RD, et al. Ann Allergy Asthma Immunol

    Zur Zuschreibung: 07, 08, 10

  12. 12

    RCT, doppelblind, Doppelattrappe, Wechselverfahren mit vier Bedingungen, n gleich 20, je 1 Woche · 2004

    The effects of butterbur on the histamine and allergen cutaneous response.

    Jackson CM, Lee DK, Lipworth BJ. Ann Allergy Asthma Immunol

    Zur Zuschreibung: 09, 12

  13. 13

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Wechselverfahren, n gleich 20, je 2 Wochen, 50 mg zweimal täglich · 2003

    Butterbur, a herbal remedy, attenuates adenosine monophosphate induced nasal responsiveness in seasonal allergic rhinitis.

    Lee DK, et al. Clin Exp Allergy

    Zur Zuschreibung: 08, 09, 10

  14. 14

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Wechselverfahren mit Fexofenadin, n gleich 16, je 1 Woche, 50 mg zweimal täglich · 2004

    A placebo-controlled evaluation of butterbur and fexofenadine on objective and subjective outcomes in perennial allergic rhinitis.

    Lee DK, et al. Clin Exp Allergy

    Zur Zuschreibung: 06, 08, 09

  15. 15

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Wechselverfahren, n gleich 16, je 1 Woche, 25 mg zweimal täglich zusätzlich zur bestehenden Therapie · 2004

    Butterbur, a herbal remedy, confers complementary anti-inflammatory activity in asthmatic patients receiving inhaled corticosteroids.

    Lee DK, et al. Clin Exp Allergy

    Zur Zuschreibung: 10

  16. 16

    Offene Beobachtung ohne Zufallszuteilung und ohne Kontrollgruppe, n gleich 80 (64 Erwachsene und 16 Kinder oder Jugendliche), 2 Monate · 2004

    Petasites hybridus (Butterbur root) extract in the treatment of asthma--an open trial.

    Danesch UC. Altern Med Rev

    Zur Zuschreibung: 10

  17. 17

    Systematische Übersichtsarbeit, 16 randomisierte Studien zu 10 Heilpflanzen, davon 6 zu diesem Stoff · 2007

    Herbal medicines for the treatment of allergic rhinitis: a systematic review.

    Guo R, Pittler MH, Ernst E. Ann Allergy Asthma Immunol

    Zur Zuschreibung: 05, 06

  18. 18

    Systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse, 29 randomisierte Studien mit n gleich 1879, davon 5 zu diesem Stoff, ohne stoffeigene Zusammenfassung · 2024

    Medicinal plants for allergic rhinitis: A systematic review and meta-analysis.

    Lim XY, et al. PLoS One

    Zur Zuschreibung: 05

  19. 19

    Auswertung der Spontanmeldungen bis 2015 (60 Meldungen, davon 48 spontan und 12 aus Studien) plus Tier- und Zellversuche, Sicherheitsstudien vom Hersteller finanziert · 2019

    Hepatobiliary Events in Migraine Therapy with Herbs-The Case of Petadolex, A Petasites Hybridus Extract.

    Anderson N, Borlak J. J Clin Med

    Zur Zuschreibung: 01, 05

  20. 20

    Erzählende Übersichtsarbeit mit eigenen Tier- und Zelldaten, Interessenkonflikt offengelegt, Sicherheitsstudien vom Hersteller Weber und Weber finanziert · 2022

    Petasites for Migraine Prevention, New Data on Mode of Action, Pharmacology and Safety. A Narrative Review.

    Borlak J, et al. Front Neurol

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04, 05, 11

  21. 21

    Analytische Untersuchung von 21 Handelspräparaten mit UPLC-UV und HPLC-TOF-MS · 2012

    Simultaneous determination of sesquiterpenes and pyrrolizidine alkaloids from the rhizomes of Petasites hybridus (L.) G.M. et Sch. and dietary supplements using UPLC-UV and HPLC-TOF-MS methods.

    Avula B, et al. J Pharm Biomed Anal

  22. 22

    Leitlinie zweier Fachgesellschaften, 2015 von der herausgebenden Gesellschaft zurückgezogen · 2012

    Evidence-based guideline update: NSAIDs and other complementary treatments for episodic migraine prevention in adults: report of the Quality Standards Subcommittee of the American Academy of Neurology and the American Headache Society.

    Holland S, et al. Neurology

    Zur Zuschreibung: 03

  23. 23

    Behördlich gepflegte Datenbank zu arzneimittelbedingten Leberschäden, Einstufung C · 2019

    Butterbur. Stand 18. Februar 2019.

    LiverTox, Clinical and Research Information on Drug-Induced Liver Injury, National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases. NCBI Bookshelf, Bethesda

  24. 24

    Behördliche Verbraucherinformation · 2024

    Butterbur, Usefulness and Safety. Stand November 2024.

    National Center for Complementary and Integrative Health, National Institutes of Health. NCCIH, Bethesda

    Zur Zuschreibung: 03

  25. 25

    Laborstudie an isolierten Rattengefäßen und Zellkulturen · 2008

    S-petasin and butterbur lactones dilate vessels through blockage of voltage gated calcium channels and block DNA synthesis.

    Sheykhzade M, et al. Eur J Pharmacol

    Zur Zuschreibung: 11

  26. 26

    Laborstudie an menschlichen Eosinophilen und Neutrophilen · 2001

    Role of petasin in the potential anti-inflammatory activity of a plant extract of petasites hybridus.

    Thomet OA, et al. Biochem Pharmacol

    Zur Zuschreibung: 12

  27. 27

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, drei Arme, n gleich 72 gesunde Männer, Vierpflanzen-Mischung · 2018

    Effects of a fixed herbal drug combination (Ze 185) to an experimental acute stress setting in healthy men - An explorative randomized placebo-controlled double-blind study.

    Meier S, et al. Phytomedicine

    Zur Zuschreibung: 13

  28. 28

    Erzählende Übersichtsarbeit · 2025

    Nutraceuticals and Headache 2024: Riboflavin, Coenzyme Q10, Feverfew, Magnesium, Melatonin, and Butterbur.

    Tepper SJ, Tepper K. Curr Pain Headache Rep

    Zur Zuschreibung: 03

Alle Stoffe von A bis Z