Pygeum africanum-Extrakt

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Pflanzenextrakte

Prunus africana · Pygeum · Afrikanischer Pflaumenbaum · Afrikanischer Kirschbaum · African cherry · Rindenextrakt aus Prunus africana

H.P.N · Datenstand 2026-09-08 · 17 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Ein fettlöslicher, standardisierter Extrakt aus der Stammrinde des afrikanischen Kirschbaums Prunus africana. Wirkbestimmend sind vor allem Phytosterole wie beta-Sitosterol, dazu Triterpene, Fettsäuren und langkettige Alkohole
Herkunft
Ein immergrüner Baum aus den Bergwäldern des Afrikas südlich der Sahara, aus Madagaskar und von einigen umliegenden Inseln. Verwendet wird ausschließlich die Stammrinde
Wirkform in Studien
Fast die gesamte Studienlage beruht auf standardisierten fettlöslichen Rindenextrakten, die in mehreren europäischen Ländern als Fertigarzneimittel geführt werden, etwa unter den Namen Tadenan, Pigenil oder Docosanol. 14 der 18 Studien der maßgeblichen Übersichtsarbeit nutzten ein solches standardisiertes Präparat. Ein Handelspräparat ohne Angabe von Extrakttyp und Standardisierung ist damit nicht dasselbe Prüfmuster
Übliche Studiendosis
75 bis 200 Milligramm standardisierter Rindenextrakt täglich über 30 bis 122 Tage in den 18 Studien der Übersichtsarbeit, am häufigsten 100 Milligramm täglich. Keine dieser Studien lief länger als vier Monate
Bekannt geworden durch
Die überlieferte Verwendung von Rindenabkochungen in Afrika und die arzneiliche Anwendung in Frankreich, Italien und Osteuropa seit den 1970er Jahren
Verträglichkeit
In den Studien milde und mit Placebo vergleichbare Nebenwirkungen, überwiegend Magen-Darm-Beschwerden. Die Abbruchrate lag bei 13 Prozent unter dem Extrakt und bei 11 Prozent unter Placebo

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Gesamturteil des Arztes über die Beschwerden beim Wasserlassen, bei Männern im Alter von etwa 50 bis 85 Jahren

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    In fünf verblindeten Studien mit zusammen 430 Männern urteilten die Ärzte bei 65 Prozent auf Besserung, unter Placebo bei 30 Prozent. Ein geprüfter Fragebogen kam dabei in keiner einzigen Studie zum Einsatz.

    Ausführlicher Nachweis

    Die Zahl stammt aus einer 2002 veröffentlichten Übersichtsarbeit, die 18 randomisierte Studien mit zusammen 1562 Männern auswertet [1]. Für diesen Endpunkt ließen sich fünf doppelblinde, plazebokontrollierte Studien mit zusammen 430 Teilnehmenden zusammenfassen. Dort urteilten die behandelnden Ärzte bei 65 Prozent der Männer unter dem Rindenextrakt und bei 30 Prozent unter Placebo auf eine Besserung, Risikoverhältnis 2,07 bei einem 95-Prozent-Intervall von 1,40 bis 3,06 [1]. Das ist ein Vergleich zwischen den Gruppen und keine Veränderung innerhalb der Verumgruppe. Die fünf zusammengefassten Studien sind Barlet 1990 mit 263 Männern im Alter von 50 bis 85 Jahren, Blitz 1985 mit 57, Bongi 1972 mit 50 im Alter von 49 bis 84 Jahren, Donkervoort 1977 mit 20 und Mandressi 1983 mit 60 im Alter von 50 bis 80 Jahren [1]. Keine dieser fünf Studien verlangt einen bestimmten maximalen Harnfluss für den Einschluss. Die häufig genannte Grenze von 15 Millilitern je Sekunde stammt aus Chatelain 1999, einer Studie, die zwar zu den 18 eingeschlossenen Arbeiten zählt, aber keine Placebogruppe führt und in diesen Endpunkt nicht eingeht [1][5]. Allein Barlet 1990 steuert mehr als die Hälfte der 430 Teilnehmenden bei, und diese Studie verantwortet der Hersteller des Präparats [3]. Geprüft wurden standardisierte fettlösliche Rindenextrakte als Fertigarzneimittel, 14 der 18 Studien nutzten ein standardisiertes Präparat, die Tagesdosen lagen zwischen 75 und 200 Milligramm, am häufigsten bei 100 Milligramm, die Behandlungsdauer im Mittel bei 64 Tagen mit einer Spanne von 30 bis 122 Tagen [1]. Die Übersicht hält selbst fest, dass keine einzige der plazebokontrollierten Studien einen standardisierten, validierten Symptomfragebogen benutzt hat, dass nur eine der 18 Studien überhaupt ein Verfahren zur Verdeckung der Gruppenzuteilung berichtet und dass keine länger als vier Monate nachbeobachtet hat [1]. Der Endpunkt ist damit ein globales Urteil des Arztes und kein Punktwert auf einer geprüften Skala. Zur Überschneidung der Quellen. Die 2000 veröffentlichte Meta-Analyse [2] ist keine zweite unabhängige Auswertung, sondern dieselbe Arbeitsgruppe mit denselben 18 Studien, denselben 1562 Männern und denselben Effektmaßen. Die größte eingeschlossene Studie mit 263 randomisierten und 255 ausgewerteten Männern [3] ist eine der fünf hier zusammengefassten Studien, ihre Autorenschaft liegt bei Laboratoires Debat in Paris, dem Hersteller des geprüften Präparats. Die Quellen 1, 2 und 3 sind deshalb ein einziger Studienbestand und keine drei voneinander unabhängigen Belege. Die Übersichtsarbeit selbst trägt seit ihrer letzten Bearbeitung den Vermerk, sie sei überholt und zurückgezogen [1]. Getragen wurde sie von der Gesundheitsforschung der US-Veteranenbehörde, die Autoren erklären keine Interessenkonflikte [1]. Eine neuere Zusammenfassung des Feldes haben wir gesucht und nicht gefunden. Die jüngste Arbeit, die den Bestand überhaupt noch einmal sichtet, ist eine Übersicht über systematische Übersichtsarbeiten aus dem Jahr 2012, und sie hält ausdrücklich fest, dass die Übersichtsarbeit zu diesem Stoff seit dem Jahr 2000 nicht aktualisiert wurde und eine Aktualisierung nötig wäre [23]. Sie wertet keine neuen Studien aus und ist damit kein zusätzlicher Beleg, sondern die Bestätigung, dass die Lage seither nicht neu bewertet worden ist.

    Quellen: 1, 2, 3, 23

  2. 02

    Maximaler Harnfluss in Millilitern je Sekunde, bei Männern mit einem Ausgangswert um 12 Milliliter je Sekunde

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    In vier Studien mit zusammen 363 Männern floss der Urin 2,5 Milliliter je Sekunde schneller als unter Placebo. Alle Studien dauerten höchstens vier Monate.

    Ausführlicher Nachweis

    Vier der eingeschlossenen plazebokontrollierten Studien mit zusammen 363 Teilnehmenden berichteten den maximalen Harnfluss so, dass er zusammengefasst werden konnte [1]. Der gewichtete mittlere Unterschied gegenüber Placebo betrug plus 2,50 Milliliter je Sekunde bei einem 95-Prozent-Intervall von plus 0,29 bis plus 4,71 [1]. Das ist ein Gruppenvergleich und keine Vorher-Nachher-Veränderung. Der Ausgangswert lag über die Studien hinweg bei 12 Millilitern je Sekunde mit einer Streuung von 3,6, das mittlere Alter bei 66 Jahren mit einer Streuung von 6,9 und einer Spanne von 42 bis 89 Jahren [1]. Dieselbe Übersicht rechnet denselben Endpunkt zusätzlich in Standardabweichungen und kommt dort auf 0,7 Standardabweichungen mit einem Intervall, dessen Grenzen sie mit 1,3 und 0,0 angibt, also bis an die Null heran [1]. Die beiden Rechenwege stimmen im Vorzeichen überein, nicht in der Sicherheit. Dosis und Zubereitung wie in der Zeile zum Gesamturteil, 75 bis 200 Milligramm standardisierter fettlöslicher Rindenextrakt täglich über 30 bis 122 Tage [1]. Die Quellen 1, 2 und 3 sind ein Bestand und keine drei Belege, die vom Hersteller verantwortete Studie [3] ist eine der vier hier zusammengefassten Arbeiten und stellt mit 255 von 363 Teilnehmenden den größten Teil davon [1][3]. Die Übersichtsarbeit trägt den Vermerk, sie sei überholt und zurückgezogen [1], und eine neuere Zusammenfassung des Feldes gibt es nach unserer Suche nicht, die jüngste Sichtung von 2012 hält genau das fest [23].

    Quellen: 1, 2, 3, 23

  3. 03

    Restharnmenge in der Blase nach dem Wasserlassen, in Millilitern

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    13 Milliliter weniger als unter Placebo. Die Zahl stammt aber praktisch aus einer einzigen Studie, die der Hersteller selbst verantwortet. Die zweite Studie steuert 14 Männer bei.

    Ausführlicher Nachweis

    Für die Restharnmenge nach dem Wasserlassen ließen sich nur zwei der eingeschlossenen Studien zusammenfassen, mit zusammen 264 Teilnehmenden [1]. Der gewichtete mittlere Unterschied gegenüber Placebo betrug minus 13,17 Milliliter bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 23,34 bis minus 2,99, ein Gruppenvergleich [1]. Der Ausgangswert lag in den zwei Studien, die ihn berichten, bei 40 Millilitern mit einer Streuung von 25,6 [1]. Zwei Studien sind eine schmale Grundlage, und eine davon ist die Arbeit mit 263 randomisierten und 255 ausgewerteten Männern, deren Autorenschaft bei Laboratoires Debat liegt, dem Hersteller des geprüften Präparats [3]. Die zweite ist eine italienische Studie an insgesamt 21 Männern in drei Armen zu je sieben, von denen für diesen Vergleich nur der Placeboarm und der Arm mit dem Extrakt allein zählen, also 14 Männer [1]. Von den 264 Teilnehmenden dieses Endpunkts stammen damit rund neun Zehntel aus der vom Hersteller verantworteten Studie. Der Wert ist deshalb der Sache nach ein Ergebnis aus einer Studie und nicht aus zweien. Im Diskussionsteil derselben Übersicht ist an einer Stelle von vier Studien mit 264 Teilnehmenden zur Restharnmenge die Rede, in der Ergebnistabelle und im Ergebnistext dagegen von zwei Studien mit denselben 264 Teilnehmenden [1]. Welche Angabe stimmt, geht aus der Arbeit nicht hervor, die Ergebnistabelle ist die belastbarere. Zubereitung, Dosis, Dauer, Verzerrungsrisiko und Bestandsüberschneidung wie in den beiden Zeilen darüber [1][2][3]. Eine neuere Zusammenfassung des Feldes gibt es nach unserer Suche nicht, die jüngste Sichtung von 2012 hält genau das fest [23].

    Quellen: 1, 3, 2, 23

  4. 04

    Nächtliches Wasserlassen, Zahl der Gänge je Nacht, ohne Unterschied zu Placebo in der zusammenfassenden Mittelwertsauswertung

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In drei Studien mit 325 Männern lag der Unterschied bei 0,9 Gängen weniger je Nacht, das Intervall schließt aber auch gar keinen Unterschied ein. Das Abstract derselben Arbeit nennt nur die 19 Prozent Rückgang.

    Ausführlicher Nachweis

    Drei der eingeschlossenen Studien mit zusammen 325 Teilnehmenden berichteten die Zahl der nächtlichen Gänge so, dass sie zusammengefasst werden konnte [1]. Der gewichtete mittlere Unterschied gegenüber Placebo betrug minus 0,91 Gänge je Nacht bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 1,95 bis plus 0,14 [1]. Das Intervall schließt die Null ein, ein Unterschied zwischen den Gruppen ist damit nicht gezeigt. Der Ergebnistext der Übersicht sagt das ausdrücklich, das Abstract derselben Arbeit nennt an derselben Stelle nur den Rückgang um 19 Prozent [1]. Wer allein das Abstract liest, nimmt einen Befund mit, den der Ergebnisteil nicht trägt. Dieselbe Übersicht rechnet denselben Endpunkt zusätzlich in Standardabweichungen und kommt dort auf minus 0,8 Standardabweichungen bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 1,4 bis minus 0,1, was die Null nicht einschließt [1]. Die beiden Rechenwege derselben Arbeit widersprechen sich an diesem Endpunkt, und das ist ein Widerspruch innerhalb einer Quelle und nicht zwischen zwei Quellen. Die Stufe bleibt deshalb bei Hinweise und wird weder auf belegt angehoben noch auf nicht bestätigt gesetzt, denn das Intervall der Mittelwertsauswertung reicht bis zu fast zwei Gängen weniger je Nacht und schließt einen bedeutsamen Nutzen nicht aus. Ausgangswert 3 Gänge je Nacht mit einer Streuung von 0,7 in vier Studien mit 413 Teilnehmenden [1]. Dosis, Zubereitung und Interessenlage wie in den Zeilen darüber, die Quellen 1, 2 und 3 sind ein Bestand [3].

    Quellen: 1, 2, 3

  5. 05

    Symptomscore im IPSS-Fragebogen, gemessen nur in Studien ohne Placebogruppe

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Der Score sank in drei Untersuchungen um vier bis sieben Punkte. Keine davon hatte eine Placebogruppe, und in einer plazebokontrollierten Studie besserte sich die Hälfte der Männer auch unter Placebo.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten Doppelblindstudie über zwei Monate wurden zwei Einnahmeformen desselben Arzneimittelextrakts miteinander verglichen, 50 Milligramm zweimal täglich gegen 100 Milligramm einmal täglich, ohne Placebogruppe [5]. 209 Männer beendeten diese Phase protokollgerecht. Eingeschlossen waren Männer über 50 mit einem IPSS von mindestens 10 Punkten, einem maximalen Harnfluss unter 15 Millilitern je Sekunde und einer Restharnmenge unter 150 Millilitern [1]. Der IPSS lag zu Beginn in beiden Gruppen bei 17 Punkten und sank um 38 beziehungsweise 35 Prozent, der maximale Harnfluss stieg um 1,63 beziehungsweise 2,02 Milliliter je Sekunde [5]. In der anschließenden offenen Verlängerung über zwölf Monate fiel der IPSS von 16 auf 9 Punkte [5]. Ohne Placeboarm ist keine dieser Zahlen ein Wirkungsnachweis, sie beschreibt nur den Verlauf unter Einnahme. In einer offenen Studie an drei Zentren in Tschechien, der Slowakei und Polen nahmen 85 Männer im Alter von 50 bis 75 Jahren zwei Monate lang zweimal täglich 50 Milligramm ein, eingeschlossen ab einem IPSS von 12, einem Lebensqualitätswert von mindestens 3 und einem maximalen Harnfluss von höchstens 15 Millilitern je Sekunde [6]. Der IPSS lag zu Beginn bei 16,17 und sank um 40 Prozent, die nächtliche Häufigkeit um 32 Prozent, die Restharnmenge veränderte sich nur geringfügig und ohne statistische Absicherung [6]. Auch diese Studie hat keine Kontrollgruppe, und die Übersichtsarbeit hat sie genau deswegen ausgeschlossen [1]. In einer Querschnittsbeobachtung an 115 Männern in spanischen Praxen sank der IPSS nach sechs Monaten im Mittel um 4,5 Punkte, Median 4,0 bei einem Quartilsabstand von minus 7,0 bis minus 2,0, ohne Kontrollgruppe, mit rückblickendem Abgleich gegen die Krankenakte und mit einem Kombinationspräparat, an dessen Auswertung eine Mitarbeiterin des herstellenden Unternehmens als Koautorin beteiligt ist [7]. Warum das zusammen keine höhere Stufe trägt, zeigt eine der plazebokontrollierten Studien der Übersichtsarbeit. Dort erhielten zwei nach dem Zufall gebildete Gruppen zu je 60 Männern Extrakt oder Placebo, und die Autoren heben eigens hervor, dass sich die Hälfte der Fälle allein unter Placebo besserte [4]. Die Übersichtsarbeit hält zudem fest, dass keine ihrer plazebokontrollierten Studien einen standardisierten, validierten Symptomfragebogen benutzt hat [1]. Ein Rückgang um vier bis sieben Punkte ohne Vergleichsgruppe liegt damit in der Größenordnung, die auch ohne Wirkstoff auftritt.

    Quellen: 5, 6, 7, 4, 1

  6. 06

    Symptomscore im IPSS unter einem Kombinationspräparat aus 25 Milligramm Rindenextrakt und 300 Milligramm Brennnesselwurzel, ohne Unterschied zu Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Nach sechs Monaten sank der Score in beiden Gruppen praktisch gleich stark. Die enthaltene Menge Rindenextrakt betrug ein Viertel der sonst geprüften Tagesdosis.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer doppelblinden, randomisierten, plazebokontrollierten Studie erhielten 27 Männer ein Kombinationspräparat aus 25 Milligramm Rindenextrakt und 300 Milligramm Brennnesselwurzelextrakt und 22 Männer ein Placebo, über sechs Monate [8]. Eingeschlossen waren Männer ab 50 Jahren mit einem IPSS von mindestens 12 Punkten, einem Lebensqualitätswert von mindestens 3 und einem maximalen Harnfluss zwischen 5 und 15 Millilitern je Sekunde [8]. Der IPSS sank um 21,6 Prozent unter dem Kombinationspräparat und um 19,7 Prozent unter Placebo, p gleich 0,928 [8]. Der Lebensqualitätswert besserte sich um 9,26 gegenüber 5,98 Prozent, p gleich 0,530, der maximale Harnfluss stieg um 17,2 gegenüber 13,3 Prozent, p gleich 0,463 [8]. Auch der Anteil der Männer mit einem Rückgang um mindestens 30 oder 50 Prozent unterschied sich nicht. Die Arbeit nennt für keinen dieser Vergleiche ein Effektmaß mit Konfidenzintervall, ein Ausbleiben der Wirkung ist damit nicht bewiesen. Geprüft wurde sie über sechs Monate gegen Placebo trotzdem, und sie zeigte sich in keinem der Endpunkte, deshalb steht die Stufe auf nicht bestätigt. Entscheidend für die Übertragbarkeit ist die Zubereitung. Die 25 Milligramm Rindenextrakt sind ein Viertel der in den Einzelstudien üblichen Tagesdosis von 100 Milligramm, und geprüft wurde eine Mischung mit Brennnesselwurzel und nicht der Rindenextrakt allein. Dieselbe Mischung war schon Gegenstand einer früheren Dosisvergleichsstudie an 134 Männern zwischen 53 und 84 Jahren, die zwei Dosisstufen gegeneinander stellte, aber kein Placebo mitführte, und die als eine der 18 Arbeiten in die Übersichtsarbeit eingeht [9][1]. Interessenkonflikte oder Förderer nennen beide Arbeiten nicht, das PubMed-Feld ist bei beiden leer.

    Quellen: 8, 9, 1

  7. 07

    Symptomscore im IPSS unter einem Kombinationspräparat aus fünf Pflanzen, Anteil des Rindenextrakts nicht angegeben

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie mit 57 Männern sank der Score stärker als unter Placebo. Wie viel Rindenextrakt die Kapsel enthielt, steht nicht in der Arbeit.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie der Phase 2 nahmen 32 Männer ein Kombinationspräparat aus Kürbis, Weidenröschen, Lycopin, Rindenextrakt aus Prunus africana und Sägepalme ein, 25 Männer ein Placebo, jeweils eine Kapsel täglich über drei Monate [10]. Teilnehmende waren ansonsten gesunde Männer zwischen 40 und 80 Jahren. Der Median des IPSS sank in der Verumgruppe um 36 Prozent und in der Placebogruppe um 8 Prozent, p kleiner 0,05 [10]. Die Zahl der Toilettengänge am Tag sank von 7,0 auf 5,9, also um 15,6 Prozent, ohne belegte Veränderung in der Placebogruppe von 6,2 auf 6,3, p kleiner 0,03 [10]. Nachts sank sie von 2,9 auf 1,8, also um 39,3 Prozent, gegenüber 2,8 auf 2,6 unter Placebo, p kleiner 0,004 [10]. Das Abstract berichtet diese Zahlen als Veränderung innerhalb jeder Gruppe und stellt die beiden Gruppen dann gegenüber, ohne einen ausgewiesenen Gruppenunterschied mit Konfidenzintervall zu nennen. Ob die p-Werte den Gruppenvergleich oder die Veränderung innerhalb der Gruppe betreffen, geht aus dem Abstract nicht eindeutig hervor, und ein freier Volltext liegt nicht vor. Der entscheidende Vorbehalt ist die Zubereitung. Geprüft wurde eine Mischung aus fünf pflanzlichen Bestandteilen, die Menge des Rindenextrakts in der Kapsel nennt die Arbeit nicht. Ein Beleg für den Rindenextrakt allein ist daraus nicht abzuleiten. Zu Förderung und Interessenlage macht das PubMed-Feld keine Angabe, das geprüfte Präparat ist ein benanntes Handelsprodukt.

    Quellen: 10

  8. 08

    Prostatagröße im Ultraschall, ohne Unterschied über zwei Monate Einnahme

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    In der einzigen Studie, die das gemessen hat, blieb die Größe unverändert. Die Studie hatte keine Kontrollgruppe.

    Ausführlicher Nachweis

    In der offenen Studie an 85 Männern, die zwei Monate lang zweimal täglich 50 Milligramm des standardisierten Rindenextrakts einnahmen, war die Prostatagröße ein ausdrücklich erhobener Endpunkt. Sie blieb über den gesamten Verlauf unverändert, während sich Symptomscore und Harnflusswerte in derselben Studie veränderten [6]. Die Arbeit nennt für diesen Endpunkt kein Effektmaß und kein Konfidenzintervall und hat keine Kontrollgruppe, ein Ausbleiben ist damit nicht bewiesen. Gemessen wurde die Prostatagröße in dieser Studie aber ausdrücklich, und sie blieb unverändert, während sich Symptomscore und Harnflusswerte in derselben Studie veränderten, deshalb steht die Stufe auf nicht bestätigt. Eine zweite, offene Studie an 18 Männern beschreibt nach 60 Tagen unter der doppelten üblichen Tagesdosis von 200 Milligramm eine Abnahme des Ödems im Gewebe um die Harnröhre, gemessen per Ultraschall über den Enddarm, ohne Zahlenangabe und ohne Kontrollgruppe [11]. Die Übersichtsarbeit führt die Prostatagröße zwar als vorab festgelegten Endpunkt, hält aber ausdrücklich fest, dass ihre eingeschlossenen Studien dazu keine Angaben lieferten, und fasst deshalb nichts zusammen [1]. Zur Zubereitung. Beide Studien prüften einen standardisierten fettlöslichen Rindenextrakt in Arzneimittelform, nicht ein beliebiges Handelspräparat.

    Quellen: 6, 11, 1

  9. 09

    Testosteron, LH, FSH, Prolaktin und Estradiol im Blut, ohne Unterschied zu den Ausgangswerten

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    In der einzigen Studie, die Hormone gemessen hat, veränderte sich nach 60 Tagen keiner der fünf Werte. Es waren 18 Männer und es gab keine Vergleichsgruppe.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer offenen Studie nahmen 18 Männer 60 Tage lang 200 Milligramm des standardisierten Rindenextrakts täglich ein, also die doppelte übliche Tagesdosis [11]. Vor und nach der Einnahme wurden die Serumspiegel von luteinisierendem Hormon, follikelstimulierendem Hormon, Prolaktin, 17-beta-Estradiol und Testosteron bestimmt. Die Arbeit berichtet für keinen dieser fünf Werte einen belegten Unterschied zwischen Anfang und Ende der Einnahme [11]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall nennt sie nicht, es gab keine Placebogruppe, und 18 Teilnehmende sind zu wenig, um eine kleine Veränderung sicher auszuschließen. Gemessen wurden die fünf Werte trotzdem, und keiner von ihnen veränderte sich, deshalb steht die Stufe auf nicht bestätigt. Der Befund steht der verbreiteten Zuschreibung entgegen, der Extrakt hebe den Testosteronspiegel. Eine gezielte Suche nach weiteren Humanstudien zu diesem Endpunkt mit den PubMed-Suchbegriffen "Pygeum africanum" "testosterone", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, und mit den Suchbegriffen "Prunus africana" "testosterone", alle Publikationstypen, ergab keine zweite Arbeit am Menschen, sondern Übersichtsarbeiten, Ratten- und Zellversuche.

    Quellen: 11

  10. 10

    Nächtliche Erektionen im Messgerät und selbstberichtete Zufriedenheit mit dem Sexualleben, ohne Unterschied zu den Ausgangswerten

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Die apparativ gemessenen nächtlichen Erektionen veränderten sich nicht, die selbstberichtete Zufriedenheit in einer zweiten Studie ebenfalls nicht. Beide Studien hatten keine Vergleichsgruppe.

    Ausführlicher Nachweis

    In der offenen Studie an 18 Männern mit 200 Milligramm täglich über 60 Tage wurden nächtliche Penisschwellung und Steifigkeit apparativ über Nacht aufgezeichnet [11]. Für diese Messung berichtet die Arbeit ebenso wenig einen belegten Unterschied wie für die Hormonwerte. Was sich nach Angabe der Autoren besserte, war das im Gespräch erhobene Sexualverhalten, also ein selbstberichteter Wert in einer offenen Studie ohne Placebogruppe, bei der die Erwartung des Teilnehmenden voll durchschlägt [11]. In der zweiten offenen Studie an 85 Männern über zwei Monate blieb die Lebensqualität im sexuellen Bereich über den gesamten Verlauf unverändert [6]. Beide Arbeiten nennen kein Effektmaß mit Konfidenzintervall, ein Ausbleiben ist damit nicht bewiesen. Gemessen wurden beide Endpunkte trotzdem, und beide blieben unverändert, deshalb steht die Stufe auf nicht bestätigt. Eine gezielte Suche mit den PubMed-Suchbegriffen "Pygeum africanum" "sexual function", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, und dieselbe Suche für Prunus africana ergaben keinen einzigen weiteren Treffer, auch nicht im Tier- und Laborbereich. Zur Zubereitung. Beide Studien prüften einen standardisierten fettlöslichen Rindenextrakt in Arzneimittelform.

    Quellen: 11, 6

  11. 11

    Haardichte und Anteil wachsender Haare je Quadratzentimeter unter einem Präparat aus sieben Bestandteilen, bei Erwachsenen mit einem Ausgangsbefund der Stufe Hamilton-Norwood I bis III oder Sinclair II

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer Studie mit 80 Personen stieg die Haardichte nach sechs Monaten um 12,3 Haare je Quadratzentimeter, unter Placebo um 1,5. Der Rindenextrakt war einer von sieben Bestandteilen, seine Menge steht nicht in der Arbeit.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie nahmen 80 Personen zwischen 18 und 60 Jahren, davon 30 Frauen, sechs Monate lang täglich eine Kapsel mit l-Cystin, Sägepalme, Kürbiskernöl, Rindenextrakt aus Prunus africana, Ackerschachtelhalm, Zinksulfat und B-Vitaminen oder ein Placebo aus mittelkettigen Triglyzeriden ein [12]. Eingeschlossen wurden Erwachsene mit einem Ausgangsbefund der Stufe I bis III nach Hamilton-Norwood oder der Stufe II nach Sinclair beziehungsweise einer Ausfallstufe über III nach Sinclair, jeweils bestätigt per Auflichtmikroskopie, mit Ausschluss von Blutarmut, Schilddrüsenwerten außerhalb der Norm und jeder Anwendung von Finasterid oder Minoxidil in den sechs Monaten davor [12]. Gemessen wurde per Phototrichogramm. Nach drei Monaten stieg die Haardichte um 9,9 mit einem Standardfehler von 1,1 und nach sechs Monaten um 12,3 mit einem Standardfehler von 1,4 Haaren je Quadratzentimeter, unter Placebo dagegen um 4,4 und 1,5, jeweils p kleiner 0,001 im ausdrücklich als Gruppenvergleich ausgewiesenen Test [12]. Die Zahl der Haare in der Wachstumsphase stieg um 15,6 und 21,4 je Quadratzentimeter gegenüber 5,5 und 1,9 unter Placebo, p kleiner 0,001 [12]. Kein Teilnehmender brach ab. Die Arbeit gibt Standardfehler und p-Werte an, aber kein Konfidenzintervall für den Gruppenunterschied. Zwei Vorbehalte tragen die Stufe. Erstens die Zubereitung. Der Rindenextrakt ist einer von sieben Bestandteilen eines benannten Handelspräparats, seine Menge nennt die Arbeit an keiner Stelle, und drei der Bestandteile werden von den Autoren selbst als Hemmer desselben Enzyms beschrieben. Ein Beleg für den Rindenextrakt allein ist daraus nicht abzuleiten. Zweitens die Interessenlage. Der Erstautor ist Berater des Unternehmens, das das Präparat herstellt, sechs Koautoren sind dort angestellt, zwei weitere haben Honorare von ihm erhalten [12].

    Quellen: 12

  12. 12

    Hemmung der Enzyme 5-alpha-Reduktase und Aromatase

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Nur im Reagenzglas gemessen. Ob beim Menschen dasselbe geschieht, ist offen.

    Ausführlicher Nachweis

    In einem Enzymversuch hemmte ein Rindenextrakt aus Prunus africana die 5-alpha-Reduktase konzentrationsabhängig ab 0,1 Milligramm je Milliliter, die halbmaximale Hemmkonzentration lag bei 0,78 Milligramm je Milliliter [13]. Ein Brennnesselwurzelextrakt wirkte im selben Versuch erst ab 12 Milligramm je Milliliter mit einer halbmaximalen Hemmkonzentration von 14,7 Milligramm je Milliliter, und die Mischung beider Extrakte lag mit 14,15 Milligramm je Milliliter auf dem Niveau der Brennnessel und nicht auf dem des Rindenextrakts [13]. Auch die Aromatase wurde vom Rindenextrakt gehemmt. Ein weiterer Enzym- und Zellversuch an einer Neunkomponentenmischung, die den Rindenextrakt enthält, berichtet ebenfalls eine Hemmung der 5-alpha-Reduktase sowie eine geringere Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe, erlaubt wegen der Mischung aber keine Zuordnung zum Rindenextrakt [21]. Eine Übersichtsarbeit zur Pflanze führt die Wirkung überwiegend auf die Phytosterole zurück, vor allem beta-Sitosterol, 3-beta-Sitostenon und beta-Sitosterol-Glucosid, und hält zugleich fest, dass die einzeln isolierten Verbindungen im Versuch schwächer wirkten als der Gesamtextrakt [22]. Alle genannten Befunde stammen aus Enzym- und Zellversuchen, keiner aus einer Messung am Menschen. In der einzigen Humanstudie, die Hormonwerte erhoben hat, veränderten sich Testosteron und Estradiol nicht, siehe eigene Zeile [11].

    Quellen: 13, 21, 22, 11

  13. 13

    Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe aus weißen Blutkörperchen

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Nur an Zellen von vier Spendern im Reagenzglas gemessen, nicht am Menschen. Die Arbeit stammt aus dem Unternehmen, das den geprüften Extrakt herstellt.

    Ausführlicher Nachweis

    Weiße Blutkörperchen aus dem Blut von vier Spendern wurden mit einem bakteriellen Zellwandbestandteil gereizt und mit einem standardisierten Rindenextrakt behandelt [14]. Interleukin-6 sank in drei der vier Spenderproben belegt, p kleiner 0,05, Interleukin-27 und Tumornekrosefaktor alpha sanken bei allen Spendern und in allen geprüften Konzentrationen, Interleukin-2 sank bei allen Spendern ohne erkennbare Abhängigkeit von der Dosis, Interleukin-4, 5, 9 und 13 sanken bei den meisten Spendern [14]. Vier Spender sind keine Studie am Menschen, sondern vier Zellproben, und ein Rückgang eines Botenstoffs in der Kulturschale sagt nichts über eine Wirkung im Körper. Die Verfasser sind bei dem Unternehmen angestellt, das den geprüften, mit einem Markennamen versehenen Extrakt herstellt, und erklären zugleich, es bestehe kein Interessenkonflikt [14]. Ein zweiter Zellversuch an einer Mischung aus neun Bestandteilen, die den Rindenextrakt enthält, berichtet ebenfalls weniger Interleukin-6, lässt aber offen, welcher Bestandteil das bewirkt [21].

    Quellen: 14, 21

  14. 14

    Vermehrung menschlicher Prostatazellen in der Kultur und Blockade des Androgenrezeptors

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Nur Zellversuche, teils mit dem Blutserum eines Mannes, der den Extrakt eingenommen hatte. Keine Aussage über den Menschen.

    Ausführlicher Nachweis

    In einem Zellversuch wurde Blutserum eines Mannes vor und nach der Einnahme des Rindenextrakts auf verschiedene Kulturen menschlicher Prostatazellen gegeben [15]. Das Serum nach der Einnahme hemmte die Vermehrung von Primärzellen, von Gewebekulturen und der Bindegewebszelllinie WPMY, nicht aber der Epithelzelllinie PNT2. Die Analyse der Genaktivität zeigte eine stärkere Aktivität von Genen aus mehreren Tumorunterdrückungswegen und eine geringere Aktivität von Genen aus Entzündungs- und Oxidationswegen [15]. Die Arbeit sagt selbst, dass die wirksamen Bestandteile des Extrakts nicht bekannt sind und sich deshalb keine Blutspiegel bestimmen lassen. Der Versuch beruht auf dem Serum eines einzigen behandelten Mannes und ist ein Laborbefund, kein klinischer Endpunkt. In einer zweiten Arbeit wurde aus der Rinde die Verbindung N-Butylbenzolsulfonamid isoliert, die den menschlichen Androgenrezeptor und den Progesteronrezeptor blockierte, den Glucocorticoid- und die Estrogenrezeptoren dagegen nicht, und in Zellkultur die Bildung des prostataspezifischen Antigens sowie das Wachstum der Zellen hemmte [16]. Auch das ist ein reiner Zellversuch mit einer isolierten Einzelverbindung und nicht mit dem verkauften Extrakt.

    Quellen: 15, 16

  15. 15

    Blasendruck, Blasenkapazität, Häufigkeit des Wasserlassens und oxidativer Stress in der Blasenwand im Tierversuch

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Ratten- und Kaninchenversuche zu Blasendruck, Häufigkeit und Sauerstoffradikalen. Am Menschen ist nichts davon so gemessen worden.

    Ausführlicher Nachweis

    Bei 36 männlichen Sprague-Dawley-Ratten, denen über zwei Wochen Dihydrotestosteron gespritzt wurde, stieg die Zahl der Blasenentleerungen von 1,9 auf 3,0 je Stunde und das entleerte Volumen sank von 1,8 auf 1,2 Milliliter [17]. In den Gruppen, die zugleich oder anschließend 100 Milligramm des Rindenextrakts je Kilogramm Körpergewicht über die Schnauze erhielten, blieben Häufigkeit und Volumen unverändert [17]. Bei 32 Wistar-Ratten mit einer durch Streptozotocin ausgelösten Zuckerkrankheit erhöhte eine vierwöchige Gabe von 100 Milligramm je Kilogramm die Aktivität von Katalase und Superoxiddismutase in der Blasenwand, senkte den Marker für Fettoxidation und die Zahl der Zellen mit induzierbarer Stickstoffmonoxid-Synthase, jeweils p kleiner 0,05 gegenüber unbehandelten Tieren, und veränderte zugleich das maximale Blasenvolumen und den Blasendruck [18]. Bei Kaninchen, bei denen die Blutzufuhr einer Blasenseite unterbunden wurde, schützte eine dreiwöchige Vorbehandlung mit dem Rindenextrakt die Kontraktionsfähigkeit des Blasenmuskels gegenüber unbehandelten Tieren [19]. Alle drei Untersuchungen fanden ausschließlich an Ratten beziehungsweise Kaninchen statt, mit Dosen je Kilogramm Körpergewicht, die auf den Menschen umgerechnet weit über den in den Humanstudien geprüften Tagesmengen liegen. Aus ihnen folgt keine Wirkungsaussage für Menschen.

    Quellen: 17, 18, 19

  16. 16

    Zahl bakteriell nachgewiesener Ereignisse in den Harnwegen bei Frauen

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gesucht und keine einzige Studie dazu gefunden, weder am Menschen noch im Tier.

    Ausführlicher Nachweis

    Die PubMed-Suche mit den Suchbegriffen "Pygeum africanum" "urinary tract infection", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, und dieselbe Suche für Prunus africana ergaben null Treffer. Auch die breite Suche zu Beschwerden der unteren Harnwege lieferte ausschließlich Arbeiten an Männern. Zur verbreiteten Zuschreibung, der Extrakt sei auch für Frauen mit Beschwerden der Harnwege geeignet, liegt uns damit keine einzige Quelle vor, nicht einmal eine Tier- oder Laborstudie. Wir haben nichts gefunden, und das ist etwas anderes als die Aussage, es gebe nichts.

  17. 17

    Abwehrleistung des Immunsystems

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gesucht und keine Studie zum Immunsystem gefunden, weder am Menschen noch im Tier.

    Ausführlicher Nachweis

    Die PubMed-Suche mit den Suchbegriffen "Pygeum africanum" "immune", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, ergab null Treffer. Die entsprechende Suche für Prunus africana lieferte einen einzigen Treffer, eine Laborarbeit an einer kenianischen Mischung aus 14 Pflanzen, in der Prunus africana einer von 14 Bestandteilen ist und die ein Enzym des HI-Virus im Reagenzglas untersucht, ohne jede Anwendung am Menschen. Zur verbreiteten Zuschreibung, der Extrakt stärke das Immunsystem, liegt uns damit keine zurechenbare Quelle vor. Wir haben nichts gefunden, und das ist etwas anderes als die Aussage, es gebe nichts.

Studien im Detail

Die Übersichtsarbeit von 2002 und warum sie ein einziger Bestand ist

Die gesamte belastbare Datenlage zu diesem Rindenextrakt hängt an einer einzigen Arbeit. Wilt und Kollegen werteten 2002 achtzehn randomisierte Studien mit zusammen 1562 Männern aus. Vierzehn dieser Studien nutzten einen standardisierten fettlöslichen Extrakt, die Tagesdosen lagen zwischen 75 und 200 Milligramm, am häufigsten bei 100 Milligramm, und die mittlere Dauer betrug 64 Tage bei einer Spanne von 30 bis 122 Tagen. Keine Studie verglich den Extrakt mit einem verschreibungspflichtigen Mittel.

Vier Endpunkte ließen sich zusammenfassen. Das Gesamturteil des Arztes über die Beschwerden fiel bei 65 Prozent der Männer unter dem Extrakt und bei 30 Prozent unter Placebo positiv aus, Risikoverhältnis 2,07 bei einem 95-Prozent-Intervall von 1,40 bis 3,06, aus fünf Studien mit 430 Teilnehmenden. Der maximale Harnfluss lag um 2,50 Milliliter je Sekunde höher, 95-Prozent-Intervall plus 0,29 bis plus 4,71, aus vier Studien mit 363 Teilnehmenden. Die Restharnmenge lag um 13,17 Milliliter niedriger, 95-Prozent-Intervall minus 23,34 bis minus 2,99, aus zwei Studien mit 264 Teilnehmenden. Beim nächtlichen Wasserlassen betrug der Unterschied minus 0,91 Gänge je Nacht bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 1,95 bis plus 0,14, aus drei Studien mit 325 Teilnehmenden. Dieser letzte Wert schließt die Null ein, und der Ergebnisteil der Arbeit sagt das ausdrücklich, während das Abstract derselben Arbeit nur den Rückgang um 19 Prozent nennt.

Drei Einschränkungen benennt die Übersicht selbst. Nur eine der achtzehn Studien berichtet ein Verfahren, mit dem die Gruppenzuteilung vor den Beteiligten verborgen wurde. Keine der plazebokontrollierten Studien verwendete einen standardisierten, validierten Symptomfragebogen, obwohl das der klinisch aussagekräftigste Endpunkt wäre. Und keine Studie beobachtete länger als vier Monate nach.

Wichtig für die Einordnung ist, wie viele Belege hier eigentlich vorliegen. Die Meta-Analyse aus dem Jahr 2000 im American Journal of Medicine ist keine zweite Auswertung, sondern dieselbe Arbeitsgruppe mit denselben achtzehn Studien und denselben Zahlen. Und die vier Einzelstudien, die in diesem Eintrag eigens zitiert werden, sind vier der achtzehn eingeschlossenen Arbeiten. Übersicht, Parallelveröffentlichung und Einzelstudien bilden zusammen einen Bestand, keine Kette voneinander unabhängiger Bestätigungen. Die größte eingeschlossene Studie mit 263 Männern stammt aus dem Haus des Herstellers des geprüften Präparats und geht in alle vier zusammengefassten Endpunkte ein. Bei drei davon stellt sie den größten Teil der Teilnehmenden, bei der Restharnmenge rund neun Zehntel.

Die Übersichtsarbeit selbst trägt in ihrem Abschnitt für Anmerkungen den Vermerk, sie sei überholt und zurückgezogen. Sie bleibt die beste vorhandene Zusammenfassung, ihre Literatursuche endete aber im Jahr 2000, und eine aktualisierte Auswertung ist bis heute nicht erschienen.

Studien ohne Placebogruppe

Der IPSS, der heute übliche Fragebogen mit 35 möglichen Punkten, taucht in den Zahlen der Übersichtsarbeit gar nicht auf, weil ihn keine der dortigen plazebokontrollierten Studien benutzt hat. Er kommt nur in Studien vor, die keine Placebogruppe führen.

Chatelain und Kollegen verglichen 1999 zwei Einnahmeformen desselben Arzneimittelextrakts miteinander, 50 Milligramm zweimal täglich gegen 100 Milligramm einmal täglich. 209 Männer beendeten die zweimonatige Vergleichsphase, eingeschlossen ab einem IPSS von 10 Punkten, einem maximalen Harnfluss unter 15 Millilitern je Sekunde und einer Restharnmenge unter 150 Millilitern. Der Score fiel in beiden Gruppen von 17 Punkten um 38 beziehungsweise 35 Prozent, in der anschließenden offenen Verlängerung über zwölf Monate von 16 auf 9 Punkte. Breza und Kollegen beobachteten 1998 an 85 Männern über zwei Monate einen Rückgang des Scores um 40 Prozent und der nächtlichen Häufigkeit um 32 Prozent. Eine spanische Querschnittsbeobachtung an 115 Männern fand 2022 nach sechs Monaten einen mittleren Rückgang um 4,5 Punkte.

Diese Zahlen sind Verläufe unter Einnahme, keine Wirkungsnachweise. Wie groß der Unterschied dazu ist, zeigt eine der plazebokontrollierten Studien der Übersichtsarbeit. Dufour und Kollegen prüften 1984 zwei nach dem Zufall gebildete Gruppen zu je 60 Männern und heben in ihrer eigenen Zusammenfassung hervor, dass sich die Hälfte der Fälle allein unter Placebo besserte.

Kombinationspräparate

Die neueren Studien prüfen fast durchgehend Mischungen, und sie kommen zu gegensätzlichen Zahlen, ohne sich zu widersprechen, weil sie verschiedene Präparate untersuchen.

Melo und Kollegen gaben 2002 in einer doppelblinden, plazebokontrollierten Studie 27 Männern über sechs Monate eine Mischung aus 25 Milligramm Rindenextrakt und 300 Milligramm Brennnesselwurzel, 22 Männer erhielten Placebo. Der IPSS fiel um 21,6 Prozent gegenüber 19,7 Prozent unter Placebo, p gleich 0,928, der maximale Harnfluss stieg um 17,2 gegenüber 13,3 Prozent, p gleich 0,463. Entscheidend ist die Menge. Die 25 Milligramm sind ein Viertel der Tagesdosis, mit der die Einzelstudien der Übersichtsarbeit gearbeitet haben.

Coulson und Kollegen prüften 2013 an 57 Männern eine Kapsel mit fünf pflanzlichen Bestandteilen über drei Monate. Dort sank der Median des IPSS um 36 Prozent gegenüber 8 Prozent unter Placebo, die nächtlichen Gänge von 2,9 auf 1,8 gegenüber 2,8 auf 2,6. Wie viel Rindenextrakt in der Kapsel steckte, nennt die Arbeit nicht.

Piquero-Casals und Kollegen prüften 2025 an 80 Erwachsenen ein Präparat aus sieben Bestandteilen über sechs Monate, mit dem Phototrichogramm als Messverfahren. Die Haardichte stieg um 12,3 Haare je Quadratzentimeter gegenüber 1,5 unter Placebo. Auch hier ist der Rindenextrakt einer von sieben Bestandteilen ohne Mengenangabe, drei der Bestandteile beschreiben die Autoren selbst als Hemmer desselben Enzyms, und die Studie wurde vom Hersteller getragen, dessen Angestellte sechs der Koautoren sind.

Hormonwerte, Prostatagröße und Sexualität

Die drei Zuschreibungen, die außerhalb des Wasserlassens am häufigsten zu lesen sind, haben eine dünne und teils gegenläufige Grundlage.

Carani und Kollegen gaben 1991 achtzehn Männern über 60 Tage die doppelte übliche Tagesdosis von 200 Milligramm und bestimmten vorher und nachher luteinisierendes Hormon, follikelstimulierendes Hormon, Prolaktin, 17-beta-Estradiol und Testosteron. Keiner der fünf Werte veränderte sich belegt. Ebenso wenig veränderten sich die über Nacht apparativ gemessene Penisschwellung und Steifigkeit. Was sich nach Angabe der Autoren besserte, war das im Gespräch erhobene Sexualverhalten, also ein selbstberichteter Wert in einer offenen Studie ohne Placebogruppe.

Die Prostatagröße war in der Studie von Breza ein eigens erhobener Endpunkt und blieb über zwei Monate unverändert, während sich Symptomscore und Harnflusswerte in derselben Studie veränderten. Die Übersichtsarbeit hatte die Prostatagröße vorab als Endpunkt festgelegt, konnte dazu aber aus ihren achtzehn Studien keine Angaben zusammentragen.

Tier- und Laborstudien

Der am häufigsten genannte Wirkweg beruht auf Enzymversuchen. Hartmann und Kollegen zeigten 1996, dass ein Rindenextrakt die 5-alpha-Reduktase im Reagenzglas ab 0,1 Milligramm je Milliliter hemmt, mit einer halbmaximalen Hemmkonzentration von 0,78 Milligramm je Milliliter, und dass er auch die Aromatase hemmt. Bemerkenswert ist der zweite Teil derselben Arbeit. In der Mischung mit Brennnesselwurzel verschwand der Vorteil des Rindenextrakts, die Mischung lag mit 14,15 Milligramm je Milliliter auf dem Niveau der Brennnessel allein. Eine Übersichtsarbeit zur Pflanze führt die Wirkung überwiegend auf die Phytosterole zurück und hält zugleich fest, dass einzeln isolierte Verbindungen im Versuch schwächer wirkten als der Gesamtextrakt.

Villar und Kollegen behandelten 2024 weiße Blutkörperchen von vier Spendern im Reagenzglas und fanden weniger Interleukin-6, Interleukin-27 und Tumornekrosefaktor alpha. Vier Zellproben sind keine Studie am Menschen, und die Verfasser sind bei dem Unternehmen angestellt, das den geprüften Extrakt herstellt.

Larré und Kollegen gaben 2012 Blutserum eines Mannes vor und nach der Einnahme auf verschiedene Kulturen menschlicher Prostatazellen. Das Serum nach der Einnahme hemmte die Vermehrung von Bindegewebszellen, nicht aber die der Epithelzellen. Die Arbeit sagt selbst, dass die wirksamen Bestandteile des Extrakts unbekannt sind und sich deshalb keine Blutspiegel bestimmen lassen. Papaioannou und Kollegen isolierten 2010 aus der Rinde die Verbindung N-Butylbenzolsulfonamid, die in Zellkultur den Androgenrezeptor blockierte.

Zur Blase liegen Ratten- und Kaninchenversuche vor. Bei Ratten, denen Dihydrotestosteron gespritzt wurde, blieben Häufigkeit und Volumen der Entleerungen unter dem Rindenextrakt unverändert, während sie in der unbehandelten Vergleichsgruppe auseinanderliefen. Bei Ratten mit Zuckerkrankheit stiegen unter dem Extrakt die Aktivitäten zweier Enzyme gegen Sauerstoffradikale in der Blasenwand. Bei Kaninchen mit unterbundener Blutzufuhr blieb die Kontraktionsfähigkeit des Blasenmuskels besser erhalten. Alle drei Untersuchungen arbeiteten mit Dosen je Kilogramm Körpergewicht, die weit über den beim Menschen geprüften Mengen liegen. Aus ihnen folgt keine Wirkungsaussage für Menschen.

Abgrenzung, Arzneimittelextrakt gegenüber beliebiger Handelsware

Das ist der wichtigste Vorbehalt dieses Eintrags. Die gesamte Studienlage beruht auf standardisierten fettlöslichen Rindenextrakten, die in mehreren europäischen Ländern als Fertigarzneimittel geführt werden und in den Studien unter Namen wie Tadenan, Pigenil oder Docosanol auftauchen. Vierzehn der achtzehn Studien der Übersichtsarbeit nutzten ein solches Präparat, vier nicht. Die Übersicht schließt ausdrücklich mit der Forderung, künftige Studien sollten standardisierte Zubereitungen einsetzen.

Ein Handelspräparat, das nur "Pygeum africanum-Extrakt" auf dem Etikett führt und weder das Auszugsmittel noch den Gehalt an Phytosterolen nennt, ist damit nicht dasselbe Prüfmuster. Dasselbe gilt für Kombinationen. Eine Mischung mit Brennnesselwurzel oder mit vier weiteren Pflanzen ist eine eigene Zubereitung mit eigener Studienlage, und im Enzymversuch von Hartmann verlor der Rindenextrakt in genau so einer Mischung seinen Vorteil.

Zu unterscheiden ist außerdem die Pflanzenart. Prunus africana ist der afrikanische Kirschbaum. Eine Ratten-Untersuchung, die einen Rindenextrakt aus der europäischen Pflaume Prunus domestica gegen einen Rindenextrakt aus Prunus africana stellte, prüft damit zwei verschiedene Arten und ist kein Beleg für die hier beschriebene.

Sicherheit und Wechselwirkungen

In den achtzehn Studien, die Wilt und Kollegen zusammengetragen haben, waren die Nebenwirkungen mild und von Placebo nicht zu unterscheiden [1]. Die Abbruchrate lag insgesamt bei 12 Prozent, unter dem Rindenextrakt bei 13 Prozent, unter Placebo bei 11 Prozent und unter anderen Vergleichsmitteln bei 8 Prozent. In der größten Einzelstudie, der Multizenterstudie von Barlet und Kollegen an 263 Männern, traten bei 5 Männern Magen-Darm-Beschwerden auf, bei drei von ihnen wurde die Einnahme deshalb abgebrochen [3]. Auch die neueren Studien mit Kombinationspräparaten berichten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Ein Tierversuch mahnt zur Vorsicht bei hohen Mengen. Duborija-Kovacevic und Tomic beobachteten 2019 an 24 Wistar-Ratten, die 30 Tage lang 50 oder 100 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht erhielten, höhere Kreatinin- und Laktatdehydrogenase-Werte im Blut, in der höheren Dosisgruppe auch ein höheres Verhältnis von Lebergewicht zu Körpergewicht [20]. Die Verfasser deuten das als Hinweis auf Nieren-, Muskel- und Herzmuskelgewebe als mögliche Angriffspunkte [20]. Das ist ein Rattenbefund bei Mengen, die weit über den beim Menschen geprüften 75 bis 200 Milligramm täglich liegen, und keine Aussage über den Menschen. Wer den Extrakt über lange Zeit oder in hoher Menge einnimmt, sollte das dennoch ärztlich begleiten lassen.

Beschwerden beim Wasserlassen können sehr verschiedene Ursachen haben. Deshalb gehört eine ärztliche Abklärung an den Anfang und nicht ans Ende, und sie ersetzt kein Präparat und wird von keinem ersetzt.

Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor. Eine gezielte Suche dazu ergab keinen einzigen Treffer. Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns ebenfalls keine geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    Systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse, 18 randomisierte Studien, n gleich 1562 · 2002

    Pygeum africanum for benign prostatic hyperplasia

    Wilt T, Ishani A, Mac Donald R, Rutks I, Stark G. Cochrane Database Syst Rev

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04, 05, 06, 08

  2. 02

    Parallelveröffentlichung derselben Arbeitsgruppe zu demselben Studienbestand, 18 randomisierte Studien, n gleich 1562 · 2000

    Pygeum africanum for the treatment of patients with benign prostatic hyperplasia, a systematic review and quantitative meta-analysis

    Ishani A, MacDonald R, Nelson D, Rutks I, Wilt TJ. Am J Med

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04

  3. 03

    Randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Multizenterstudie, n gleich 263 randomisiert und 255 ausgewertet, 60 Tage, Autorenschaft beim Hersteller · 1990

    Wirksamkeit eines Extrakts aus Pygeum africanum bei Miktionsstörungen, plazebokontrollierte doppelblinde Multizenterstudie

    Barlet A, et al. Wien Klin Wochenschr

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04

  4. 04

    Randomisierte, plazebokontrollierte Studie, zwei Gruppen zu je 60 Männern · 1984

    Kontrollierte Studie zur Wirkung eines Extrakts aus Pygeum africanum auf die funktionellen Beschwerden beim Wasserlassen

    Dufour B, et al. Ann Urol (Paris)

    Zur Zuschreibung: 05

  5. 05

    Randomisierte Doppelblindstudie ohne Placebogruppe, Vergleich zweier Einnahmeformen, n gleich 209 in der Vergleichsphase, danach offene Verlängerung über zehn Monate · 1999

    Comparison of once and twice daily dosage forms of Pygeum africanum extract in patients with benign prostatic hyperplasia, a randomized, double-blind study, with long-term open label extension

    Chatelain C, Autet W, Brackman F. Urology

    Zur Zuschreibung: 05

  6. 06

    Offene Studie an drei Zentren ohne Kontrollgruppe, n gleich 85, 2 Monate Einnahme plus 1 Monat Nachbeobachtung · 1998

    Efficacy and acceptability of tadenan (Pygeum africanum extract) in the treatment of benign prostatic hyperplasia (BPH), a multicentre trial in central Europe

    Breza J, et al. Curr Med Res Opin

    Zur Zuschreibung: 05, 08, 10

  7. 07

    Beobachtende Querschnittsstudie ohne Kontrollgruppe, n gleich 115, Kombinationspräparat, 6 Monate, Koautorin aus dem herstellenden Unternehmen · 2022

    Wirksamkeit einer Behandlung mit Pygeum africanum in der Alltagsversorgung in Spanien, die PROFIT-Studie

    Cambronero J, et al. Arch Esp Urol

    Zur Zuschreibung: 05

  8. 08

    Randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie, n gleich 49 (27 gegen 22), 6 Monate, Kombination aus 25 mg Rindenextrakt und 300 mg Brennnesselwurzel · 2002

    Evaluating the efficiency of a combination of Pygeum africanum and stinging nettle (Urtica dioica) extracts in treating benign prostatic hyperplasia (BPH), double-blind, randomized, placebo controlled trial

    Melo EA, et al. Int Braz J Urol

    Zur Zuschreibung: 06

  9. 09

    Randomisierter Dosisvergleich ohne Placebogruppe, n gleich 134, 8 Wochen, Kombinationspräparat · 1993

    Combined extracts of Urtica dioica and Pygeum africanum in the treatment of benign prostatic hyperplasia, double-blind comparison of two doses

    Krzeski T, et al. Clin Ther

    Zur Zuschreibung: 06

  10. 10

    Randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie der Phase 2, n gleich 57 (32 gegen 25), 3 Monate, Kombination aus fünf Pflanzen ohne Mengenangabe für den Rindenextrakt · 2013

    A phase II randomised double-blind placebo-controlled clinical trial investigating the efficacy and safety of ProstateEZE Max, a herbal medicine preparation for the management of symptoms of benign prostatic hypertrophy

    Coulson S, et al. Complement Ther Med

    Zur Zuschreibung: 07

  11. 11

    Offene Studie ohne Kontrollgruppe, n gleich 18, 60 Tage, 200 mg täglich, mit Hormonbestimmung und apparativer Messung nächtlicher Erektionen · 1991

    Urologische und sexualmedizinische Auswertung einer Anwendung von Pygeum africanum in hoher Dosis

    Carani C, et al. Arch Ital Urol Nefrol Androl

    Zur Zuschreibung: 08, 09, 10, 12

  12. 12

    Randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie, n gleich 80 (40 gegen 40), 6 Monate, Präparat aus sieben Bestandteilen, vom Hersteller getragen · 2025

    Oral Supplementation with l-Cystine, Serenoa repens, Cucurbita pepo, and Pygeum africanum in Chronic Telogen Effluvium and Androgenetic Alopecia, A Double-Blind, Placebo-Controlled, Randomized Clinical Study

    Piquero-Casals J, et al. Skin Appendage Disord

    Zur Zuschreibung: 11

  13. 13

    Laborstudie, Enzymversuch · 1996

    Inhibition of 5-alpha-reductase and aromatase by PHL-00801 (Prostatonin), a combination of PY102 (Pygeum africanum) and UR102 (Urtica dioica) extracts

    Hartmann RW, Mark M, Soldati F. Phytomedicine

    Zur Zuschreibung: 12

  14. 14

    Laborstudie an weißen Blutkörperchen von vier Spendern, Verfasser beim Hersteller des geprüften Extrakts angestellt · 2024

    Anti-Inflammatory Potential of Pygeum africanum Bark Extract, An In Vitro Study of Cytokine Release by Lipopolysaccharide-Stimulated Human Peripheral Blood Mononuclear Cells

    Villar A, et al. Int J Mol Sci

    Zur Zuschreibung: 13

  15. 15

    Laborstudie an Zellkulturen mit dem Blutserum eines behandelten Mannes · 2012

    Biological effect of human serum collected before and after oral intake of Pygeum africanum on various benign prostate cell cultures

    Larré S, et al. Asian J Androl

    Zur Zuschreibung: 14

  16. 16

    Laborstudie, isolierte Einzelverbindung an Zellkulturen · 2010

    NBBS isolated from Pygeum africanum bark exhibits androgen antagonistic activity, inhibits AR nuclear translocation and prostate cancer cell growth

    Papaioannou M, et al. Invest New Drugs

    Zur Zuschreibung: 14

  17. 17

    Tierstudie, 36 Sprague-Dawley-Ratten, 6 Wochen, 100 mg je kg Körpergewicht · 2003

    Effect of Pygeum africanum tadenan on micturition and prostate growth of the rat secondary to coadministered treatment and post-treatment with dihydrotestosterone

    Yoshimura Y, et al. Urology

    Zur Zuschreibung: 15

  18. 18

    Tierstudie, 32 Wistar-Ratten, 8 Wochen, 100 mg je kg Körpergewicht · 2010

    Pygeum africanum, effect on oxidative stress in early diabetes-induced bladder

    Wang D, et al. Int Urol Nephrol

    Zur Zuschreibung: 15

  19. 19

    Tierstudie, 24 Kaninchen, 3 Wochen Vorbehandlung · 1999

    Effects of Unilateral Ischemia on the Contractile Response of the Bladder, Protective Effect of Tadenan (Pygeum africanum Extract)

    Chen MW, et al. Mol Urol

    Zur Zuschreibung: 15

  20. 20

    Tierstudie zur Verträglichkeit, 24 Wistar-Ratten, 30 Tage, 50 und 100 mg je kg Körpergewicht · 2019

    Kidney, skeletal muscle and myocardium as potential target sites of Pygeum africanum toxicity in Wistar rats

    Duborija-Kovacevic N, Tomic Z. Rev Int Androl

  21. 21

    Laborstudie an einer Mischung aus neun Bestandteilen, Enzym- und Zellversuche · 2026

    A Multi-Target Phytotherapeutic Approach to Benign Prostatic Hyperplasia, Preclinical Characterization of a PhytoBPH-Mix

    Amante C, et al. Nutrients

    Zur Zuschreibung: 12, 13

  22. 23

    Übersicht über sechs systematische Übersichtsarbeiten mit zusammen 195 Artikeln, hält für diesen Stoff ausdrücklich fest, dass seit 2000 keine Aktualisierung erschienen ist · 2012

    Dietary supplements for benign prostatic hyperplasia, an overview of systematic reviews

    Kim TH, et al. Maturitas

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03

  23. 22

    Übersichtsarbeit zu Botanik, Inhaltsstoffen und Laborwirkungen, 455 ausgewertete Veröffentlichungen von 1971 bis 2021 · 2023

    The African cherry, A review of the botany, traditional uses, phytochemistry, and biological activities of Prunus africana (Hook.f.) Kalkman

    Rubegeta E, et al. J Ethnopharmacol

    Zur Zuschreibung: 12

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