Schwarzer Ingwer Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Kaempferia parviflora · Thai-Ingwer · Thai-Ginseng · Krachai Dam · Black Ginger
Auf einen Blick
- Was es ist
- Extrakt aus dem Wurzelstock (Rhizom) der Pflanze Kaempferia parviflora. Achtung Verwechslungsgefahr, im deutschen Sprachgebrauch tragen zwei botanisch verschiedene Pflanzen den Namen Thai-Ingwer, naemlich Kaempferia parviflora (dieser Eintrag, auch Krachai Dam oder Black Ginger genannt) und Alpinia galanga (eigener Kompendium-Eintrag Thai-Ingwer-Extrakt EnXtra, auch Grosser Galgant oder Siam-Ingwer genannt). Beide sind nicht naeher verwandt und wirken unterschiedlich. Wer den unter diesem Namen in Nahrungsergaenzungsmitteln verbreiteten Extrakt sucht, findet ihn im Eintrag zu Alpinia galanga
- Herkunft
- Thailand und angrenzende Regionen Südostasiens, dort traditionell als Tonikum verwendet
- Wirkform in Studien
- Ethanolische Rhizom-Extrakte oder aufgereinigte Polymethoxyflavone (PMF), teils Markenrohstoffe wie KaempMax, KPFORCE oder SIRTMAX. Leitsubstanzen sind Methoxyflavone, vor allem 5,7-Dimethoxyflavon
- Übliche Studiendosis
- 25 bis 360 mg Extrakt pro Tag in den hier ausgewerteten Humanstudien, in einer Sicherheitsstudie bis 750 mg pro Tag. Bei aufgereinigtem Polymethoxyflavon 12 mg pro Tag
- Verträglichkeit
- In den ausgewerteten Studien wurden keine schweren Nebenwirkungen berichtet. Nicht schwere Ereignisse gab es, in der Glukosetoleranzstudie bei drei von 45 Teilnehmenden, darunter Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit bei einer Person unter 180 mg und anhaltendes Hungergefühl bei einer Person unter 90 mg, dazu eine Verstopfung in der Placebogruppe. Die eigene Sicherheitsstudie zum Markenrohstoff stammt vom Hersteller. Ein Tiermodell zeigt eine mögliche Wechselwirkung mit Arzneistoffen, die über das Enzym CYP3A abgebaut werden
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Griffkraft bei jungen, sporttreibenden Menschen nach 12 Wochen täglicher Einnahme, bei älteren Erwachsenen dagegen unverändert
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Zwei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studien derselben thailändischen Forschungsgruppe, beide mit Kaempferia-parviflora-Extrakt über 12 Wochen. In der ersten (60 männliche Fußballspieler zwischen 15 und 18 Jahren einer Sportschule, 180 mg pro Tag) stieg die Griffkraft der rechten Hand gegenüber Placebo in Woche 4, 8 und 12 signifikant, die der linken Hand nur in Woche 8, die Rumpf-Bein-Kraft nicht [1]. In der zweiten (194 jugendliche Sportschüler, 360 mg pro Tag) stieg zusätzlich zur rechten Griffkraft auch die Rumpf-Bein-Kraft signifikant [2]. Das sind keine zwei unabhängigen Bestände. Beide Arbeiten teilen sich zwei Autoren, stammen aus derselben Einrichtung der Khon Kaen University, die zugleich die erste Studie finanziert hat, und der freie Volltext der Glukosetoleranzstudie derselben Gruppe hält fest, dass dort dasselbe Präparat verwendet wurde wie in der Fußballstudie und in der Studie an älteren Erwachsenen. Eine dritte Humanstudie prüfte die Griffkraft an einer anderen Population und fand nichts. Auch sie gehört zu diesem Bestand, die Letztautorin ist dieselbe Person, die in den beiden anderen Arbeiten Mitautorin und Erstautorin ist, und der freie Volltext der Glukosetoleranzstudie derselben Gruppe hält fest, dass dort dasselbe Präparat verwendet wurde wie in dieser und in der Fußballstudie. Geprüft wurden 45 gesunde Menschen ab 60 Jahren mit 25 oder 90 mg pro Tag über 8 Wochen. Dort blieb sie unverändert (rechts 23,93 auf 24,8 kg unter 90 mg gegenüber 24,53 auf 24,33 kg unter Placebo, ohne Signifikanzmarkierung), während sich Aufstehtest und 6-Minuten-Gehtest besserten. Die Autoren schreiben in ihrer Diskussion ausdrücklich, die Kraftverbesserung habe nur die untere Körperhälfte betroffen [18]. Ein Effektmaß mit Intervall nennt keine der drei Arbeiten. Eines liegt aber vor. Die Netzwerk-Meta-Analyse von 2025 zu Nahrungsergänzungsmitteln bei Fußballspielern berichtet für Kaempferia parviflora gegenüber Placebo eine standardisierte Mittelwertdifferenz von 0,46 auf die Muskelkraft (95-Prozent-Kredibilitätsintervall 0,15 bis 0,77) und stuft den Effekt selbst als klein ein. Ihr freier Volltext sagt zweimal, dass dafür genau eine Studie eingeschlossen ist, mit 180 mg pro Tag über 12 Wochen, und das ist die erste der hier genannten Arbeiten. Die Übersicht ist damit keine zweite Bestätigung, sondern die quantitative Einordnung derselben Arbeit [21]
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02
Kardiorespiratorische Ausdauer (VO2max) bei jungen, sporttreibenden Menschen nach 12 Wochen täglicher Einnahme
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Nach Endpunkten getrennt liegt kein Widerspruch vor. Der kardiorespiratorische Fitnesstest der ersten Studie IST die VO2max-Messung, das steht im Methodenteil ihres freien Volltexts, es sind also nicht zwei Endpunkte. Und beide Studien zeigen in dieselbe Richtung. Die zweite (194 jugendliche Sportschüler, 360 mg pro Tag) berichtet eine gegenüber Placebo signifikante Verbesserung ohne Effektmaß [2]. Die erste (60 Fußballspieler zwischen 15 und 18 Jahren, 180 mg pro Tag) berichtet im Abstract keinen signifikanten Unterschied, die Ergebnistabelle ihres freien Volltexts nennt für den Gruppenvergleich in Woche 12 aber p gleich 0,053, also knapp verfehlt. Die VO2max stieg dort in der Verumgruppe von 45,09 plus minus 9,88 auf 51,05 plus minus 8,40 ml pro kg und Minute, in der Placebogruppe von 45,09 plus minus 9,96 auf 47,10 plus minus 8,45 [1]. Keine der beiden Arbeiten nennt einen Punktschätzer mit Intervall, und beide stammen aus demselben Bestand. Das ist Unschärfe bei gleicher Richtung, kein Gegensatz
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03
Rumpf-Bein-Kraft und 50-Meter-Sprintzeit bei jungen, sporttreibenden Menschen nach 12 Wochen täglicher Einnahme, in der kleineren Studie ohne und in der größeren mit Effekt
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In der Studie an 60 Fußballspielern (180 mg pro Tag) unterschieden sich Rumpf-Bein-Kraft und 50-Meter-Sprintzeit nicht signifikant von Placebo, die Ergebnistabelle des freien Volltexts nennt für Woche 12 p gleich 0,993 und p gleich 0,204 [1]. In der Studie an 194 jugendlichen Sportschülern (360 mg pro Tag) waren beide besser, dort nennt das Abstract keine Zahlen [2]. Für einen Widerspruch fehlen die Voraussetzungen. Keine der beiden Seiten nennt einen Punktschätzer mit Intervall, die eine berichtet nicht signifikante Gruppenvergleiche und die andere ein signifikantes Ergebnis ohne Zahl. Vor allem sind es nicht zwei Bestände. Beide Arbeiten teilen sich zwei Autoren, dieselbe Einrichtung und dasselbe Präparat. Ein Bestand kann sich nicht mit sich selbst widersprechen, er kann nur uneinheitlich sein. Der Volltext der ersten Studie nennt männliche Sportschüler zwischen 15 und 18 Jahren mit einem Mittelwert von 15,7 Jahren. Es bleibt der Dosisunterschied von 180 zu 360 mg pro Tag
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04
Herzratenvariabilität und Stressmarker bei jugendlichen Sportschülern nach 12 Wochen täglicher Einnahme
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Die Studie an 194 jugendlichen Sportschülern (360 mg pro Tag, 12 Wochen, 97 je Gruppe) hat neben der Leistung auch die Herzratenvariabilität gemessen. Gegenüber Placebo stiegen die Standardabweichung der Normalintervalle, die Wurzel aus dem mittleren Quadrat aufeinanderfolgender Intervalldifferenzen und der normalisierte Hochfrequenzanteil, während der normalisierte Niederfrequenzanteil und das Verhältnis beider unverändert blieben. Die Autoren berichten außerdem eine höhere Stressresistenz und einen niedrigeren Stressindex in der Verumgruppe, bei unveränderter Aktivität und Balance des vegetativen Nervensystems, und leiten daraus eine mögliche stressmindernde Wirkung ab [2]. Das Abstract nennt für keinen dieser Werte ein Effektmaß mit Konfidenzintervall, die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract. Es ist eine einzelne Studie aus demselben Bestand wie die beiden anderen Leistungsstudien, an einer eng umschriebenen Population, und die Herzratenvariabilität ist ein Messwert, kein Befinden
Quellen: 2
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05
Sprint- und Ausdauerleistung nach einmaliger Einnahme (akut), ohne Effekt in der bisher einzigen Studie
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Randomisierte, doppelblinde Crossover-Studie, 90 Minuten nach Einnahme, an 19 (Sprint) beziehungsweise 16 (Ausdauer) jungen Männern. Weder bei drei aufeinanderfolgenden 30-Sekunden-Sprints noch bei der Zeit bis zur Erschöpfung im submaximalen Ausdauertest zeigte sich ein Unterschied zu Placebo, auch nicht bei subjektiver Anstrengung oder Herzfrequenz. Das Abstract nennt keine Effektgröße mit Konfidenzintervall für den Gruppenvergleich, deshalb wird hier nicht die Stufe "nicht bestätigt" vergeben. Die Dosis ist im Abstract nicht genannt
Quellen: 3
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06
Ganzkörper-Energieumsatz nach einmaliger Einnahme (akut)
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Einzelne Interventionsstudie an gesunden Männern in Japan, Teilnehmerzahl im Abstract nicht genannt. Nach oraler Einnahme eines Ethanolextrakts stieg der Ganzkörper-Energieumsatz, mit einem maximalen Anstieg von 229 plus minus 69 Kilojoule pro Tag nach 60 Minuten, gegenüber keiner Änderung unter Placebo. In der Untergruppe mit hoher Aktivität des braunen Fettgewebes betrug der Anstieg 351 plus minus 50 Kilojoule pro Tag nach 60 Minuten, in der Untergruppe mit niedriger Aktivität zeigte sich kein Effekt. Die Untergruppen wurden nachträglich anhand einer Positronen-Emissions-Tomografie gebildet, ihre Größe nennt das Abstract nicht. Einzelstudie, akuter Messwert, keine Aussage über Körperfett oder Gewicht. Die Dosis ist im Abstract nicht genannt
Quellen: 4
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07
Viszerales Bauchfett bei übergewichtigen Erwachsenen nach 12 Wochen täglicher Einnahme
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Drei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studien aus zwei voneinander unabhängigen Herstellerbeständen zeigen dieselbe Richtung. Erster Bestand, Maruzen Pharmaceuticals. Yoshino und Kollegen prüften 2021 an 80 japanischen Erwachsenen mit einem Body-Mass-Index zwischen 23 und 30 über 12 Wochen 12 mg gereinigtes Polymethoxyflavon pro Tag. Die per Computertomografie gemessene viszerale Fettfläche war nach 8 und nach 12 Wochen signifikant niedriger als in der Placebogruppe, ebenso die gesamte Fettfläche. Für die subkutane Fettfläche berichtet die Arbeit dagegen nur eine Abnahme innerhalb der aktiven Gruppe, keinen Gruppenunterschied [5]. Dieselbe Arbeitsgruppe hatte 2018 an 76 japanischen Erwachsenen 150 mg vollen Extrakt pro Tag über 12 Wochen mit demselben primären Endpunkt geprüft [19]. Erstautor und mehrere Mitautoren beider Arbeiten sind beim Hersteller angestellt, für die Arbeit von 2018 steht das ausdrücklich in der Interessenerklärung, für die von 2021 führt PubMed keine. Dessen Ergebnis von 2018 gehört dazu, das Abstract nennt gegenüber der Placebogruppe eine signifikante Abnahme der viszeralen, der subkutanen und der gesamten Bauchfettfläche sowie der Triglyceride nach 12 Wochen [19]. Zweiter Bestand. Sung und Kollegen prüften 2025 an 108 gescreenten und 83 ausgewerteten koreanischen Erwachsenen mit Übergewicht 100 mg eines anderen Markenextrakts pro Tag über 12 Wochen, was laut Volltext 50 mg Ethanolextrakt entspricht, und fanden Körperfettmasse und Körperfettanteil sowie die gesamte, subkutane und viszerale Fettfläche gegenüber der Kontrollgruppe gesenkt [20]. Vier Autoren dieser Arbeit sind bei zwei Rohstoffunternehmen angestellt, drei bei Daehan Chemtech und einer bei Tokiwa Phytochemical, und Daehan Chemtech hat die Studie finanziert. Zur Einordnung gehört, dass es zu diesem Endpunkt keine einzige Studie ohne kommerziellen Sponsor gibt, dass die geprüften Zubereitungen und Mengen sich stark unterscheiden (12 mg aufgereinigtes Polymethoxyflavon, 150 mg voller Rhizom-Extrakt, 50 mg eines weiteren Ethanolextrakts) und dass keine der drei Arbeiten ein Effektmaß mit Konfidenzintervall im Abstract nennt. Ergänzend, aber ohne Beweiskraft für den Menschen, eine Tierstudie an adipösen, diabetischen Mäusen, in der Kaempferia parviflora Gewichtszunahme und viszerale Fettablagerung verringerte [6]
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08
Blutzucker, im oralen Glukosetoleranztest ohne Effekt, beim Nüchternwert in einer gepoolten Auswertung gesenkt
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an 45 gesunden thailändischen Erwachsenen zwischen 20 und 50 Jahren, 15 pro Gruppe, 90 oder 180 mg Extrakt pro Tag über 28 Tage, eine Person schied aus. Der orale Glukosetoleranztest fiel zu Studienbeginn und nach 28 Tagen in allen drei Gruppen gleich aus, der Blutzucker kehrte 120 Minuten nach Glukosegabe jeweils ähnlich zum Ausgangswert zurück. Der freie Volltext bestätigt das und nennt ebenfalls kein Effektmaß mit Konfidenzintervall, sondern nur Flächen unter der Kurve mit Standardabweichung und p über 0,05, deshalb wird hier nicht die Stufe "nicht bestätigt" vergeben [7]. Ein anderer Blutzuckerendpunkt fällt dagegen positiv aus, und er gehört daneben. Die Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse von 2024 berichtet für den Nüchternblutzucker über die eingeschlossenen Humanstudien eine standardisierte Mittelwertdifferenz von minus 0,51 (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,98 bis minus 0,05) [9]. Diese Arbeit ist eine der wenigen Quellen dieses Eintrags ohne kommerzielle Bindung, ihre Autoren erklären keinen Interessenkonflikt und halten ausdrücklich fest, dass die Geldgeber keinen Einfluss auf Planung, Auswertung oder Veröffentlichung hatten. Das ist ein anderer Endpunkt als die Glukosebelastung, es ist einer von zwei gepoolten Humaneffekten mit Intervall in diesem Quellenbestand, der andere betrifft die Muskelkraft, und wie viele Humanstudien ihn tragen, weist das Abstract nicht aus
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09
Erektionsfunktion (IIEF-Fragebogen) bei Männern mittleren bis höheren Alters mit selbstberichtet eingeschränkter Erektionsfunktion, ohne verschreibungspflichtige Behandlung
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Einarmige, offene Pilotstudie ohne Placebo-Kontrolle an 14 Männern zwischen 50 und 68 Jahren, 13 beendeten die Studie. 100 mg eines Kaempferia-parviflora-Ethanolextrakts (Markenrohstoff KaempMax) täglich über 30 Tage. Der Gesamtscore des International Index of Erectile Function stieg gegenüber dem Ausgangswert signifikant, ebenso die Teilscores für Erektionsfunktion und Zufriedenheit mit dem Geschlechtsverkehr. Alle sechs Autoren sind beim Hersteller Life Extension angestellt, der KaempMax vertreibt. Ohne Placebo-Gruppe lässt sich ein reiner Erwartungseffekt nicht ausschließen. Eine 2024 veröffentlichte Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse fasst Tier- und Humanstudien zu Stoffwechsel, Erektionsfunktion und körperlicher Leistung gemeinsam zusammen und berichtet für Sexualfunktion und körperliche Leistung eine deutliche Verbesserung, ohne im Abstract ein Effektmaß mit Intervall für die Erektionsfunktion oder die Zahl der dafür eingeschlossenen Humanstudien zu nennen [9]. Diese Übersicht hat die Pilotstudie sehr wahrscheinlich eingeschlossen, sie ist damit keine unabhängige Bestätigung
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10
Gefäßfunktion und Durchblutung (Endothelfunktion)
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In der Aorta diabetischer Ratten verbesserte ein Kaempferia-parviflora-Extrakt die Acetylcholin-vermittelte Gefäßerweiterung und senkte die Bildung von Superoxid-Radikalen, sowohl bei akuter Zugabe im Organbad als auch nach vierwöchiger oraler Gabe. In menschlichen Nabelschnurvenen-Endothelzellen im Reagenzglas verringerte ein Extrakt die Anlagerung von Monozyten und die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies. Beides sind Tier- und Zellmodelle, keine Messung am lebenden Menschen
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11
Gedächtnisleistung und Nervenzellschutz
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In einem Mausmodell mit medikamentös ausgelöstem Gedächtnisverlust besserte ein Kaempferia-parviflora-Extrakt das Verhalten in Gedächtnistests. In der menschlichen Nervenzelllinie SH-SY5Y im Reagenzglas schützten enthaltene Methoxyflavone die Zellen vor Amyloid-beta-Schädigung und hemmten das Enzym Acetylcholinesterase. Zell- und Tiermodell, keine Messung am lebenden Menschen
Quellen: 12
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12
Antioxidative und entzündungshemmende Wirkung im Körper
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In einer Reihenuntersuchung von 30 thailändischen Heilpflanzen wurde die Radikalfangkapazität am Extrakt selbst gemessen, die Hemmung der Fettoxidation dagegen in gepooltem menschlichem Blutplasma im Reagenzglas. Kaempferia parviflora gehörte dabei zu den stärkeren Extrakten, war aber nicht der stärkste. In menschlichen Endothelzellen im Reagenzglas senkte ein Extrakt entzündungsbezogene Botenstoffe und die Produktion reaktiver Sauerstoffspezies. Beides sind Reagenzglas-Messungen außerhalb des Körpers, keine Messung am lebenden Menschen
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13
Testosteronspiegel und sexuelle Aktivität im Tiermodell
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Bei diabetischen männlichen Ratten besserte Kaempferia parviflora Sexualverhalten und Serum-Testosteron gegenüber unbehandelten diabetischen Tieren, die Samendichte stieg dabei nur in der höchsten geprüften Dosisgruppe (420 mg pro Kilogramm Körpergewicht). Im Hershberger-Test an kastrierten, unreifen Ratten stieg der Serum-Testosteronspiegel unter hochdosierter Gabe zwar an, das Gewicht der testosteronabhängigen Geschlechtsorgane veränderte sich gegenüber der Kontrollgruppe aber nicht signifikant. Die Studienautoren schließen daraus selbst auf keine testosteronähnliche Wirkung auf die Fortpflanzungsorgane. Beides Tierstudien, keine Messung am Menschen
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14
Muskelregeneration nach Belastung
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wird verbreitet angenommen, unter anderem in Marketingtexten zu Sportsupplementen. Die gezielte Suche nach Human- und Tier- beziehungsweise Labordaten ergab keine zurechenbaren Treffer. Gesucht wurde in PubMed nach "Kaempferia parviflora" "muscle damage" (ohne Beschränkung auf Humanstudien), dasselbe mit "muscle recovery" und "delayed onset muscle soreness", jeweils zusätzlich mit unter Einbeziehung von Labor- und Tierstudien, jeweils ohne Treffer
Studien im Detail
Muskelkraft nach 12 Wochen Einnahme
Zwei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studien derselben thailändischen Forschungsgruppe an der Khon Kaen University prüften standardisierten Kaempferia-parviflora-Extrakt über jeweils 12 Wochen bei jungen Sporttreibenden. Promthep und Kollegen [1] gaben 60 männlichen Fußballspielern zwischen 15 und 18 Jahren einer Sportschule, im Mittel 15,7 Jahre alt, 180 mg pro Tag und maßen sechs Fitnesskomponenten alle vier Wochen. Die Griffkraft der rechten Hand stieg in Woche 4, 8 und 12 signifikant, die der linken Hand nur in Woche 8. Die übrigen fünf Messgrößen (Rumpf-Bein-Kraft, Beweglichkeit, Schnelltechnik-Test, 50-Meter-Sprint, kardiorespiratorischer Fitnesstest) unterschieden sich nicht von Placebo. Der freie Volltext hält allerdings zur Ausdauer eine Zahl fest, die das Abstract nicht nennt. Der Gruppenvergleich in Woche 12 erreichte p gleich 0,053. Die VO2max stieg in der Verumgruppe von 45,09 plus minus 9,88 auf 51,05 plus minus 8,40 ml pro kg und Minute, in der Placebogruppe von 45,09 plus minus 9,96 auf 47,10 plus minus 8,45. Finanziert wurde die Arbeit vom Center for Research and Development of Herbal Health Products der Khon Kaen University, also der Einrichtung einer der Autorinnen.
Sripanidkulchai und Kollegen [2] gaben 194 jugendlichen Sportschülern die höhere Dosis von 360 mg pro Tag. Hier stiegen neben der rechten Griffkraft auch Rumpf-Bein-Kraft und VO2max signifikant, und die 50-Meter-Sprintzeit verkürzte sich. Beweglichkeit und ein Techniktest änderten sich nicht.
Eine dritte Humanstudie hat die Griffkraft an einer anderen Population geprüft und nichts gefunden. Auch sie gehört zu diesem Bestand. Die Letztautorin ist dieselbe Person, die in den beiden anderen Arbeiten Mitautorin und Erstautorin ist, und der freie Volltext der Glukosetoleranzstudie derselben Gruppe hält fest, dass dort dasselbe Präparat verwendet wurde wie in dieser und in der Fußballstudie. Wattanathorn und Kollegen [18] gaben 45 gesunden Menschen ab 60 Jahren über 8 Wochen 25 oder 90 mg pro Tag. Die Arbeit wurde vom National Research Council of Thailand finanziert, ebenso wie die Glukosetoleranzstudie [7]. Aufstehtest und 6-Minuten-Gehtest besserten sich, die Griffkraft nicht (rechts 23,93 auf 24,8 kg unter 90 mg gegenüber 24,53 auf 24,33 kg unter Placebo). Die Autoren schreiben in ihrer Diskussion ausdrücklich, die Kraftverbesserung habe nur die untere Körperhälfte betroffen. Beide zuvor gelesenen Volltexte zeigen auf diese Arbeit.
Ein Altersunterschied erklärt die übrigen Kraft- und Ausdauermarker nicht: Beide Studien untersuchten thailändische Sportschüler derselben Altersgruppe. Und ein Widerspruch liegt nicht vor. Beim VO2max zeigen beide Arbeiten in dieselbe Richtung, bei Rumpf-Bein-Kraft und Sprint nennt keine Seite einen Punktschätzer mit Intervall, und beide Arbeiten sind ein Bestand, nicht zwei. Es bleibt der Dosisunterschied von 180 zu 360 mg pro Tag.
Eine 2025 veröffentlichte Netzwerk-Meta-Analyse zu Nahrungsergänzungsmitteln bei Fußballspielern (80 eingeschlossene randomisierte Studien mit 1425 Spielern und 31 Präparaten) berichtet für Kaempferia parviflora einen kleinen Effekt auf die Muskelkraft, standardisierte Mittelwertdifferenz 0,46 (95-Prozent-Kredibilitäts- intervall 0,15 bis 0,77) gegenüber Placebo [21]. Ihr freier Volltext sagt zweimal, worauf das beruht. In der Aufstellung der eingeschlossenen Präparate steht Kaempferia parviflora unter denen, die von einer einzigen Studie berichtet werden, mit 180 mg pro Tag über 12 Wochen, und der Limitationsabschnitt nennt es noch einmal. Diese eine Studie ist Promthep und Kollegen [1]. Die Übersicht ist damit keine zweite Bestätigung, sondern die Einordnung derselben Arbeit.
Sprint- und Ausdauerleistung nach Einzeleinnahme
Wasuntarawat und Kollegen [3] prüften die akute Wirkung 90 Minuten nach Einnahme in einer randomisierten Crossover-Studie: drei aufeinanderfolgende 30-Sekunden-Sprints (n gleich 19) sowie ein submaximaler Ausdauertest bis zur Erschöpfung (n gleich 16). In keinem der beiden Studienteile unterschied sich Leistung, subjektive Anstrengung, Herzfrequenz oder Blutlaktat gegenüber Placebo. Die Autoren betonen selbst, dass ein chronischer Effekt bei regelmäßiger Einnahme davon nicht ausgeschlossen ist, da nur eine Einzeleinnahme geprüft wurde.
Viszerales Bauchfett
Drei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studien haben diesen Endpunkt geprüft, und sie stammen aus zwei voneinander unabhängigen Herstellerbeständen.
Yoshino und Kollegen [5] gaben 2021 80 übergewichtigen japanischen Erwachsenen (Body-Mass-Index 23 bis 30) über 12 Wochen 12 mg pro Tag eines aufgereinigten Polymethoxyflavons. Die per Computertomografie gemessene viszerale Fettfläche war nach 8 und nach 12 Wochen gegenüber Placebo signifikant geringer, ebenso die gesamte Fettfläche. Für die subkutane Fettfläche berichtet die Arbeit dagegen nur eine Abnahme innerhalb der aktiven Gruppe, keinen Unterschied zur Placebogruppe.
Dieselbe Arbeitsgruppe hatte 2018 an 76 japanischen Erwachsenen 150 mg vollen Extrakt pro Tag über 12 Wochen mit demselben primären Endpunkt geprüft und fand gegenüber Placebo eine signifikante Abnahme der viszeralen, der subkutanen und der gesamten Bauchfettfläche sowie der Triglyceride [19]. Das ist keine unabhängige Bestätigung, sondern derselbe Bestand. Erstautor beider Arbeiten und mehrere Mitautoren sind beim Extrakthersteller angestellt, für die Arbeit von 2018 steht das ausdrücklich in der Interessenerklärung, für die von 2021 führt PubMed keine.
Sung und Kollegen [20] prüften 2025 an 108 gescreenten und 83 ausgewerteten koreanischen Erwachsenen mit Übergewicht einen anderen Markenextrakt über 12 Wochen. Körperfettmasse und Körperfettanteil als primäre Endpunkte sowie die gesamte, subkutane und viszerale Fettfläche waren gegenüber der Kontrollgruppe gesenkt. Die Tagesdosis betrug 100 mg des Markenextrakts, was laut Volltext 50 mg Ethanolextrakt entspricht. Vier Autoren sind bei zwei Rohstoffunternehmen angestellt, drei bei Daehan Chemtech und einer bei Tokiwa Phytochemical, und Daehan Chemtech hat die Studie finanziert.
Einschränkung, und sie gehört an den Anfang, nicht ans Ende: Zu diesem Endpunkt
gibt es keine einzige Studie ohne kommerziellen Sponsor. Die geprüften
Zubereitungen unterscheiden sich (aufgereinigtes Polymethoxyflavon, voller
Rhizom-Extrakt, ein weiterer Markenextrakt), und keine der drei Arbeiten nennt im
Abstract ein Effektmaß mit Konfidenzintervall. Ob eine Zeile auf belegt stehen
darf, deren gesamter Bestand herstellerfinanziert ist, liegt Sami zur Entscheidung
vor.
Blutzuckerregulation
Sripanidkulchai und Kollegen [7] prüften an 45 gesunden Erwachsenen zwischen 20 und 50 Jahren, 15 pro Gruppe, ob 90 oder 180 mg Extrakt pro Tag über 28 Tage den oralen Glukosetoleranztest verändern. Das war nicht der Fall: Der Blutzucker kehrte in allen drei Gruppen, sowohl zu Studienbeginn als auch nach 28 Tagen, 120 Minuten nach der Glukosegabe ähnlich zum Ausgangswert zurück. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall nennt auch der freie Volltext nicht, sondern nur Flächen unter der Kurve mit Standardabweichung und p über 0,05. Die Studie war in erster Linie als Sicherheits- und Pharmakokinetik-Untersuchung angelegt, nicht als Wirksamkeitsstudie bei Personen mit erhöhten Werten.
Ein anderer Blutzuckerendpunkt fällt dagegen positiv aus, und er gehört daneben. Die Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse von 2024 berichtet für den Nüchternblutzucker über die eingeschlossenen Humanstudien eine standardisierte Mittelwertdifferenz von minus 0,51 (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,98 bis minus 0,05) [9]. Das ist ein anderer Endpunkt als die Glukosebelastung, es ist einer von zwei gepoolten Humaneffekten mit Intervall in diesem Quellenbestand, der andere betrifft die Muskelkraft, und wie viele Humanstudien ihn tragen, weist das Abstract nicht aus.
Erektionsfunktion
Stein und Kollegen [8] prüften den Markenrohstoff KaempMax an 14 Männern zwischen 50 und 68 Jahren mit selbstberichtet eingeschränkter Erektionsfunktion, die keine verschreibungspflichtige Behandlung dagegen einnahmen. Die Studie hatte keine Placebo-Gruppe und keine Verblindung, alle Teilnehmenden erhielten 100 mg täglich über 30 Tage und wurden mit ihrem eigenen Ausgangswert verglichen. Der Gesamtscore des International Index of Erectile Function stieg signifikant, ebenso die Teilbereiche Erektionsfunktion und Zufriedenheit mit dem Geschlechtsverkehr. Alle sechs Autoren sind bei Life Extension angestellt, jenem Unternehmen, das KaempMax vertreibt. Ohne Placebo-Kontrolle lässt sich ein Erwartungs- oder Placebo-Effekt hier nicht von einer echten Wirkung trennen, und die Autoren selbst schreiben, der Effekt falle schwächer aus als bei verschreibungspflichtigen Mitteln.
Tier- und Laborstudien
Zu Kaempferia parviflora liegt eine breite Zahl an Tier- und Zellstudien vor, vor allem zu Gefäßfunktion, Fettstoffwechsel, Gedächtnis und Testosteronspiegel. Sie werden hier referiert, weil sie den in der Fachliteratur diskutierten Wirkmechanismus zeigen, tragen aber ausdrücklich keine Aussage über die Wirkung beim Menschen.
An der Aorta diabetischer Ratten verbesserte ein Extrakt die Endothelfunktion und senkte oxidativen Stress [10], in menschlichen Nabelschnurvenen-Endothelzellen im Reagenzglas verringerte ein Extrakt die Anlagerung von Entzündungszellen [11]. In einem Mausmodell für adipöses Typ-2-Diabetes verringerte die Fütterung mit Kaempferia parviflora Gewichtszunahme und Fettablagerung [6]. In einem Mausmodell für medikamentös ausgelösten Gedächtnisverlust besserten sich Verhaltensmaße unter dem Extrakt, und in der menschlichen Nervenzelllinie SH-SY5Y schützten enthaltene Methoxyflavone vor Amyloid-beta-Schädigung [12]. Bei diabetischen männlichen Ratten besserte der Extrakt Sexualverhalten und Serum-Testosteron [14], während ein Hershberger-Test an kastrierten Ratten zwar einen Testosteronanstieg im Blut, aber keine Veränderung der testosteronabhängigen Organgewichte zeigte [15]. Ein chemischer Assay an Blutplasma wies für Kaempferia parviflora unter 30 getesteten thailändischen Heilpflanzen eine starke Radikalfangkapazität nach [13].
Getrennt davon, aber sicherheitsrelevant: An Mäusen senkte der Kaempferia-parviflora-Inhaltsstoff 5,7-Dimethoxyflavon die Aktivität des Arzneimittel-abbauenden Enzyms CYP3A in der Leber und erhöhte dadurch den Blutspiegel des Testarzneistoffs Midazolam deutlich [17]. Ob sich das auf den Menschen und auf andere über CYP3A abgebaute Arzneistoffe übertragen lässt, ist nicht untersucht.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Die verfügbaren Humanstudien beschreiben Kaempferia-parviflora-Extrakt überwiegend als gut verträglich. In einer eigens auf Sicherheit ausgelegten randomisierten, placebokontrollierten Studie an 52 gesunden japanischen Erwachsenen [16] traten unter 750 mg Extrakt pro Tag über 4 Wochen keine mit der Einnahme verbundenen Nebenwirkungen und keine Auffälligkeiten bei Blut-, Urin- oder Kreislaufwerten auf. Dazu gehört die Herkunft der Arbeit. Die Affiliationen nennen den Hersteller des geprüften Markenrohstoffs, eine Klinik und ein Auftragsforschungsunternehmen. PubMed führt für diese Arbeit keine Interessenerklärung und ordnet die Zugehörigkeiten keinem einzelnen Autor zu, eine autorenscharfe Aussage ist deshalb nicht möglich. Das Autorenteam ist fast identisch mit dem der Bauchfettstudie von 2018, für die vier Angestellte des Herstellers ausgewiesen sind. Derselbe Maßstab, der in diesem Eintrag an die Wirksamkeitszeilen gelegt wird, gilt hier.
In der Studie zur Erektionsfunktion [8] und in der Studie zur Glukosetoleranz [7] wurden keine schweren Nebenwirkungen berichtet. Nicht schwere Ereignisse gab es allerdings, und der freie Volltext der Glukosetoleranzstudie nennt sie einzeln. Drei von 45 Teilnehmenden berichteten leichte Beschwerden, eine Person unter 180 mg Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit in der zweiten und dritten Woche, eine Person unter 90 mg anhaltendes Hungergefühl über die gesamten 28 Tage, und eine Person in der Placebogruppe Verstopfung [7].
Eine Tierstudie [17] legt nahe, dass ein Inhaltsstoff des Extrakts, 5,7-Dimethoxyflavon, das Arzneimittel-abbauende Leberenzym CYP3A hemmen und dadurch den Blutspiegel gleichzeitig eingenommener Arzneistoffe erhöhen kann, die über dieses Enzym verstoffwechselt werden. Das ist bislang nur im Mausmodell gezeigt, nicht am Menschen. Wer Arzneimittel einnimmt, die über CYP3A abgebaut werden, sollte diese Möglichkeit vorsorglich mit ärztlichem Rat abklären.
Mehrere Tier- und Zellstudien legen eine gefäßerweiternde Wirkung nahe [10] [11]. Ob daraus eine Wechselwirkung mit blutdrucksenkenden oder gerinnungshemmenden Arzneimitteln folgt, ist offen. Eine Humanstudie dazu haben wir nicht gefunden, und auch keine Tierstudie, die diese Frage stellt. Gesucht wurde mit den PubMed-Suchbegriffen "Kaempferia parviflora" "anticoagulant" (ohne Beschränkung auf Humanstudien) und PubMed-Suche nach "Kaempferia parviflora" "blood pressure" (ohne Beschränkung auf Humanstudien). Wir schreiben deshalb nicht, dass Vorsicht angebracht ist, sondern dass die Frage nicht untersucht wurde.
Quellen zum Nachlesen
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01
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an 60 männlichen Sportschülern zwischen 15 und 18 Jahren, 180 mg pro Tag über 12 Wochen · 2015
Effect of Kaempferia parviflora Extract on Physical Fitness of Soccer Players. A Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Trial
Promthep K, Eungpinichpong W, Sripanidkulchai B, Chatchawan U. Med Sci Monit Basic Res
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02
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, n gleich 194 · 2022
Supplementation of Kaempferia parviflora Extract Enhances Physical Fitness and Modulates Parameters of Heart Rate Variability in Adolescent Student-Athletes. A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Clinical Study
Sripanidkulchai B, et al. J Diet Suppl
- 03
- 04
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05
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie, n gleich 80 · 2021
Polymethoxyflavone purified from Kaempferia parviflora reduces visceral fat in Japanese overweight individuals. A randomised, double-blind, placebo-controlled study
Yoshino S, Tagawa T, Awa R, Ogasawara J, Kuwahara H, Fukuhara I. Food Funct
Zur Zuschreibung: 07
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Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n gleich 28-Tage-Verlauf, Gruppengröße im Abstract nicht einzeln genannt · 2019
Glucose Tolerance Test and Pharmacokinetic Study of Kaempferia parviflora Extract in Healthy Subjects
Sripanidkulchai B, Mekjaruskul C, Areemit R, Cheawchanwattana A, Sithithaworn J. Nutrients
Zur Zuschreibung: 08
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Systematische Übersicht mit Meta-Analyse aus 57 eingeschlossenen Tier- und Humanstudien · 2024
A systematic review and meta-analysis of animal and human studies demonstrates the beneficial effects of Kaempferia parviflora on metabolic syndrome and erectile dysfunction
Na Takuathung M, Klinjan P, Koonrungsesomboon N. Nutr Res
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Zell- und Tierstudie, Maus und humane SH-SY5Y-Zelllinie · 2025
Kaempferia parviflora extract and its methoxyflavones as potential anti-Alzheimer assessing in vitro, integrated computational approach, and in vivo impact on behaviour in scopolamine-induced amnesic mice
Takomthong P, et al. PLoS One
Zur Zuschreibung: 11
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Chemischer In-vitro-Assay an gepooltem Patientenplasma, 30 getestete Pflanzenextrakte · 2009
Antioxidative activity, polyphenolic content and anti-glycation effect of some Thai medicinal plants traditionally used in diabetic patients
Kusirisin W, Srichairatanakool S, Lerttrakarnnon P, Lailerd N, Suttajit M, Jaikang C, Chaiyasut C. Med Chem
Zur Zuschreibung: 12
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Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Sicherheitsstudie, n gleich 52 · 2019
Evaluation of the Safety of Daily Consumption of Kaempferia parviflora Extract (KPFORCE). A Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Trial
Yoshino S, Awa R, Miyake Y, Fukuhara I, Sato H, Endo Y, Tomita S, Kuwahara H. J Med Food
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Randomisierte, placebokontrollierte Studie, n gleich 45, 25 oder 90 mg pro Tag über 8 Wochen, Khon Kaen University · 2012
Positive Modulation Effect of 8-Week Consumption of Kaempferia parviflora on Health-Related Physical Fitness and Oxidative Status in Healthy Elderly Volunteers
Wattanathorn J, et al. Evid Based Complement Alternat Med
Zur Zuschreibung: 01
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Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, n gleich 76, 150 mg Extrakt pro Tag über 12 Wochen, primärer Endpunkt viszerale Fettfläche. Zu dieser Arbeit ist eine Berichtigung erschienen (PMID 32494177); sie betrifft ausschließlich die Fußnote einer Tabelle, in der Standardabweichung und Standardfehler verwechselt waren, und keine der hier zitierten Angaben · 2018
Daily intake of Kaempferia parviflora extract decreases abdominal fat in overweight and preobese subjects. A randomized, double-blind, placebo-controlled clinical study
Yoshino S, et al. Diabetes Metab Syndr Obes
Zur Zuschreibung: 07
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Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, 108 gescreent und 83 ausgewertet, 12 Wochen, Korea · 2025
Kaempferia parviflora Extract (SIRTMAX) reduces body fat in adults who are overweight. A 12-week randomized, double-blind, placebo-controlled trial
Sung HK, et al. Front Nutr
Zur Zuschreibung: 07
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Netzwerk-Meta-Analyse aus 80 randomisierten Studien mit 1425 Fußballspielern und 31 Präparaten. Für Kaempferia parviflora ist genau eine Studie eingeschlossen · 2025
Effects of different dietary supplements on athletic performance in soccer players. A systematic review and network meta-analysis
Luo H, et al. J Int Soc Sports Nutr
Zur Zuschreibung: 01