Shilajit-Extrakt
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Weitere Stoffe
Mumijo · Moomiyo · Momiai · Mineral Pitch · Asphaltum
Shilajit ist kein einheitlich definierter Wirkstoff. Es handelt sich um ein mineralisch organisches Exsudat, das aus Gesteinsspalten in Hochgebirgen austritt, und seine Zusammensetzung schwankt je nach Fundort, Muttergestein und Aufbereitung. Zwei Präparate mit derselben Milligrammzahl auf dem Etikett können unterschiedliche Anteile an Fulvosäure, Dibenzo-alpha-Pyronen und Mineralien enthalten und sind damit nicht ohne Weiteres vergleichbar. Das gilt auch für die Studien in diesem Eintrag: Sie arbeiten mit verschiedenen gereinigten Extrakten und Harzen, teils unter eigenem Markennamen, nicht mit ein und demselben Stoff.
Auf einen Blick
- Was es ist
- Kein einheitlicher Reinstoff, sondern ein mineralisch organisches Exsudat aus Gesteinsspalten. Die Zusammensetzung schwankt je nach Fundort, Gestein und Aufbereitung, zwei Präparate mit derselben Milligrammzahl können sich deutlich unterscheiden
- Herkunft
- Hochgebirgsregionen wie Himalaya, Altai und Anden, entstanden über lange Zeiträume aus zersetztem Pflanzen- und Gesteinsmaterial
- Leitsubstanzen
- Fulvosäure und Dibenzo-alpha-Pyrone, daneben Huminsäure und Mineralien. Der Gehalt dieser Leitsubstanzen ist zwischen Anbietern nicht einheitlich geregelt
- Wirkform in Studien
- Meist gereinigte, standardisierte Extrakte oder Harz, oral eingenommen. Fünf der hier ausgewerteten Humanstudien prüften denselben Markenrohstoff PrimaVie desselben Herstellers Natreon, eine weitere das Präparat TruBlk seines eigenen Herstellers
- Übliche Studiendosis
- 200 bis 1000 mg pro Tag, über 28 Tage bis 48 Wochen
- Sicherheitshinweis
- Rohes, ungereinigtes Shilajit kann mit Blei, Arsen und weiteren Schwermetallen belastet sein. Nur gereinigte, auf Schwermetalle geprüfte Ware verwenden
- Verträglichkeit
- In den ausgewerteten Studien überwiegend gut vertragen, keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Gesamt- und freies Testosteron sowie DHEAS bei Männern mittleren Alters
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie an gesunden Freiwilligen zwischen 45 und 55 Jahren ohne Auswahl nach Ausgangstestosteron, 250 mg gereinigtes PrimaVie-Shilajit zweimal täglich (500 mg pro Tag) über 90 Tage. Der Volltext nennt die Teilnehmerzahl, die das Abstract offenlässt, 145 Freiwillige wurden gesichtet, 96 eingeschlossen und auf zwei gleich große Gruppen zu je 48 verteilt. Gesamttestosteron, freies Testosteron und DHEAS stiegen gegenüber Placebo signifikant (p unter 0,05), LH und FSH blieben unverändert [1]. Der Volltext benennt das Prüfpräparat ausdrücklich als PrimaVie der Firma Natreon, es ist damit derselbe Markenrohstoff desselben Herstellers wie in mehreren weiteren Studien dieses Eintrags. Eine systematische Übersicht zu sogenannten Testosteron-Boostern wertet für Shilajit ausschließlich diese eine Arbeit aus, keine zweite, und stuft PrimaVie-Shilajit als möglicherweise wirksam bei Männern mit erniedrigtem Ausgangswert ein [2], das ist ein Populationsbruch, denn Pandit und Kollegen untersuchten gesunde Freiwillige und wählten nicht gezielt Männer mit erniedrigtem Testosteron aus. Es liegt bislang genau eine randomisierte Humanstudie zu diesem Endpunkt vor, gesucht wurde nach shilajit und testosterone mit und ohne Humanfilter und über alle Studientypen
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02
Oxidativer Stress und Entzündungsmarker bei postmenopausalen Frauen mit Osteopenie (MDA, GSH, hsCRP)
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie mit drei Studienarmen (Placebo, 250 mg, 500 mg) an 60 Frauen zwischen 45 und 65 Jahren mit Osteopenie, also 20 Teilnehmerinnen je Arm, standardisierter Shilajit-Extrakt über 48 Wochen. Ab Woche 12 sank Malondialdehyd, stieg Glutathion und sank hsCRP gegenüber Placebo in beiden Dosisgruppen (jeweils p unter 0,001) [3]. Das ist eine einzelne Studie mit kleiner Gruppengröße je Arm, eine unabhängige Wiederholung liegt nicht vor. Die Danksagung der Arbeit nennt Natreon, den Hersteller des Markenrohstoffs PrimaVie, als Lieferant des Prüfpräparats und der Biomarker-Kits, die Interessenerklärung derselben Arbeit verneint finanzielle Interessen
Quellen: 3
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03
Knochendichte an Lendenwirbelsäule und Schenkelhals bei postmenopausalen Frauen mit Osteopenie
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Dieselbe Studie wie oben, drei Arme zu je 20 Teilnehmerinnen [3]. Die Knochendichte nahm unter Placebo über 48 Wochen ab, unter 250 und 500 mg Shilajit-Extrakt wurde der Rückgang dosisabhängig gebremst, die prozentuale Veränderung gegenüber Placebo war nach 24 und 48 Wochen jeweils signifikant (p unter 0,001). Knochenumbaumarker (CTX-1, BALP, RANKL, OPG) verbesserten sich in dieselbe Richtung. Auch hier ist es eine einzelne Studie mit 20 Teilnehmerinnen je Arm, keine unabhängige Wiederholung, und auch hier stammen Prüfpräparat und Biomarker-Kits vom Hersteller des Markenrohstoffs PrimaVie
Quellen: 3
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04
Zeitspanne bis zur radiologischen Knochenvereinigung nach operativ versorgtem Schienbeinbruch
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie an 160 Erwachsenen zwischen 18 und 60 Jahren mit frischem Schienbeinbruch, zweimal täglich 500 mg (1000 mg pro Tag) über 28 Tage. Mittlere Zeit bis zur radiologischen Vereinigung 129 Tage unter Shilajit gegenüber 153 Tagen unter Placebo, ein knapp signifikanter Unterschied (p kleiner 0,049). Berichtete Nebenwirkungen fielen in beiden Gruppen ähnlich häufig aus [4]. Ein p-Wert dieser Größenordnung verträgt keine große Verallgemeinerung, eine unabhängige Wiederholung liegt nicht vor
Quellen: 4
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05
Muskelkraft und Ausdauerleistung bei gesunden, sportlich aktiven Männern, in der Gesamtgruppe der einzigen plazebokontrollierten Studie kein Unterschied zu Placebo
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine randomisierte, plazebokontrollierte Studie an 63 jungen Männern (21 je Gruppe) prüfte PrimaVie-Shilajit in zwei Dosen über 8 Wochen gegen Placebo und maß den Kraftverlust nach einem Ermüdungsprotokoll. In der Gesamtgruppe war der Kraftverlust unter 500 mg nur gegenüber der 250-mg-Gruppe geringer (p gleich 0,021), gegenüber Placebo bestand kein Unterschied. Erst eine nachträgliche Teilung der Gruppen an der Mittellinie des Ausgangswerts brachte in der oberen Hälfte, dort mit 10 Personen je Gruppe, einen Vorteil der höheren Dosis gegenüber Placebo (minus 8,9 Prozent gegenüber minus 17,0 Prozent bei 250 mg und minus 16,0 Prozent unter Placebo), die niedrigere Dosis unterschied sich auch dort nicht von Placebo (p gleich 0,774) [5]. Der Förderhinweis im Volltext nennt Natreon, den Hersteller des geprüften Markenrohstoffs PrimaVie, als Geldgeber des Projekts, dieselbe Arbeit gibt zugleich keine Interessenkonflikte an. Eine offene, unkontrollierte Pilotstudie ohne Placebo-Arm an 25 Männern berichtet nach 28 Tagen mit 500 mg pro Tag TruBlk-Shilajit-Resin Verbesserungen bei Kraft, Ausdauer und maximaler Sauerstoffaufnahme gegenüber dem eigenen Ausgangswert. Von fünf im Datensatz geführten Autoren-Zugehörigkeiten entfallen drei auf den Hersteller des geprüften Präparats, eine auf ein Auftragsforschungsinstitut und eine auf ein Krankenhaus, die Arbeit selbst erklärt aber, keine finanziellen Beziehungen zu interessierten Organisationen zu haben. Ein Vergleichsarm fehlt vollständig [6]
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06
Spermienzahl und -beweglichkeit bei Männern mit Spermienzahl unter 20 Millionen pro Milliliter
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Unkontrollierte klinische Studie ohne Placebo-Arm, 100 mg zweimal täglich (200 mg pro Tag) über 90 Tage, 35 eingeschlossen, 28 ausgewertet. Spermienzahl stieg gegenüber dem Ausgangswert um 61,4 Prozent, Beweglichkeit und Anteil normal geformter Spermien nahmen zu, Testosteron stieg um 23,5 Prozent, jeweils gegenüber dem eigenen Ausgangswert und ohne Placebo-Vergleich (p unter 0,001) [7]. Vier Autoren stehen auf beiden Autorenlisten (Pandit S, Jana U, Biswas TK sowie Biswas S beziehungsweise Biswas SK), der Studienort ist derselbe (J. B. Roy State Ayurvedic Medical College, Kolkata), und die beiden Erstautoren tauschen die Rolle, Pandit S ist Erstautor der Testosteron-Studie oben [1] und dort Koautor, Biswas TK ist Erstautor dieser Spermienstudie und dort, in der Testosteron-Studie, letztgenannter Autor. Beide Arbeiten sind damit nicht unabhängig voneinander
Quellen: 7
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07
Biomarker der Kollagensynthese und extrazellulären Matrix (Serum Pro-C1α1, Genexpression in Haut und Skelettmuskel) bei gesunden Erwachsenen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Vier Humanstudien deuten auf einen Effekt auf Bindegewebe hin, alle mit Surrogatparametern statt klinischen Endpunkten wie Hautfestigkeit oder Wundheilung, zwei davon randomisiert plazebokontrolliert. Neltner und Kollegen prüften bei 35 männlichen Freizeitsportlern 500 oder 1000 mg Shilajit pro Tag über 8 Wochen gegen Placebo und maßen Serum-Pro-C1α1, einen Biomarker für die Neubildung von Kollagen Typ 1. Gegenüber dem eigenen Ausgangswert stieg der Marker in beiden Dosisgruppen signifikant (500 mg p gleich 0,008, 1000 mg p gleich 0,007), die Placebogruppe veränderte sich nicht. Im direkten Vergleich mit Placebo hob sich aber nur die Hochdosis ab, ein größerer Anteil der 1000-mg-Gruppe überschritt die als klinisch relevant definierte Marker-Zunahme als in der Placebogruppe (75 gegenüber 30 Prozent, p gleich 0,03), bei der 500-mg-Gruppe war derselbe Vergleich mit p gleich 0,06 nicht signifikant (69 gegenüber 30 Prozent) [15]. Ausgerechnet 500 mg ist die Dosis, die in der Muskelkraft-Studie oben die Teilgruppen-Wirksamkeit trägt, hier trägt sie den Placebo-Vergleich nicht. Diese Arbeit stammt aus demselben Labor wie die Muskelkraft-Studie oben (Universität Nebraska-Lincoln), drei Autoren (Housh TJ, Schmidt RJ, Johnson GO) sind an beiden beteiligt; Teilnehmerzahl und Dosierung unterscheiden sich aber (35 gegenüber 63 Teilnehmenden, 500 und 1000 mg gegenüber 250 und 500 mg), es handelt sich also um zwei verschiedene Kohorten, aber nicht um eine von dieser Gruppe unabhängige Wiederholung. In derselben Muskelkraft-Studie war in der oberen Hälfte nach Ausgangswert des Hydroxyprolins die adjustierte Serum-Hydroxyprolin-Konzentration unter der höheren Dosis (500 mg) niedriger als unter der niedrigeren Dosis (250 mg, p gleich 0,034) und als unter Placebo (p gleich 0,024), in der Gesamtgruppe bestand dagegen kein Unterschied zwischen den Gruppen (p gleich 0,252) [5]. Der Volltext dieser Arbeit ordnet Hydroxyprolin ausdrücklich als indirekten Marker für den Abbau von Kollagen ein, Pro-C1α1 in [15] misst dagegen die Neubildung. Ein niedrigerer Abbaumarker und ein höherer Neubildungsmarker weisen damit in dieselbe Richtung, ein Widerspruch zwischen den beiden Arbeiten besteht nicht. Zwei weitere Arbeiten stammen aus einem zweiten Labor (Erstautorin Das A, Ohio State University, teils mit Indiana University). Die jüngere davon prüfte bei 45 Frauen zwischen 30 und 65 Jahren, verteilt auf drei Gruppen zu je 15, 125 oder 250 mg Shilajit zweimal täglich (250 oder 500 mg pro Tag) über 14 Wochen, randomisiert und plazebokontrolliert, den Effekt auf das Genexpressionsprofil der Haut und die Hautdurchblutung. Die Hautdurchblutung nahm nur unter der höheren Dosis zu, unter 125 mg nicht. Die Gene der extrazellulären Matrix waren gegenüber der Placebogruppe hochreguliert, die Signalwege für die Neubildung von Blutgefäßen dagegen nur im Vergleich der Verumgruppe mit sich selbst, und die Placebo-Vergleiche wurden einseitig getestet [16]. Bei 29 Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas Grad 1 führte 250 mg Shilajit zweimal täglich (500 mg pro Tag) über 8 Wochen, plus weitere 4 Wochen kombiniert mit Training, laut Muskelbiopsie zu einer signifikanten Hochregulierung von 17 Gensonden für die extrazelluläre Matrix, darunter Kollagen, Elastin, Fibrillin 1 und Fibronektin 1, bestätigt per quantitativer Echtzeit-PCR [20]. Diese Arbeit ist einarmig ohne Placebo-Vergleich angelegt, gemessen wurde gegenüber dem eigenen Ausgangswert. Die Arbeiten [16] und [20] teilen die Erstautorin und überlappende Institutszugehörigkeiten, sie sind also selbst keine voneinander unabhängige Bestätigung. Die beiden Labore sind personell unabhängig voneinander, in der Sache aber nicht, denn alle vier Arbeiten prüften denselben Markenrohstoff PrimaVie desselben Herstellers Natreon und wurden von diesem Hersteller finanziert, beliefert oder als Auftraggeber geführt. Klinische Endpunkte wie Hautfestigkeit, Faltentiefe oder Wundheilung wurden in keiner der vier Arbeiten gemessen
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08
Erschöpfungsähnliches Verhalten und mitochondriale Marker im Gehirn, Tiermodell
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Ratten unter einem wiederholten Schwimmbelastungsprotokoll erhielten 25 bis 100 mg Shilajit pro Kilogramm Körpergewicht über 21 Tage. Verhaltensmarker für Erschöpfung und Angst sowie mitochondriale Kennwerte im präfrontalen Kortex besserten sich gegenüber der unbehandelten Gruppe. Am Menschen wurde dieser Zusammenhang nicht geprüft [8]
Quellen: 8
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09
Cholinerge Rezeptorbindung im Gehirn, Tiermodell
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Ratten erhielten 7 Tage lang 40 mg Shilajit pro Kilogramm Körpergewicht. Die Bindungskapazität muskarinischer Acetylcholinrezeptoren im Cortex veränderte sich, was die Autoren als mögliche Grundlage für eine gedächtnisbezogene Wirkung diskutieren. Eine Messung am Menschen liegt nicht vor [9]
Quellen: 9
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10
Entzündungshemmende Wirkung in Tiermodellen, darunter ein Gelenkentzündungsmodell
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Ratten, orale beziehungsweise subkutane Gabe von Shilajit aus afghanischem Gestein. Geringere Schwellung in drei Entzündungsmodellen, darunter ein Modell für Gelenkentzündung (Adjuvans-induzierte Arthritis), außerdem ein geringerer Magenschleimhaut-Ulkusindex. Am Menschen wurde dies nicht geprüft [10]
Quellen: 10
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11
Immunfunktion, Tiermodell bei Fisch und Krustentier
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Wird verbreitet angenommen, unter anderem weil dem Stoff traditionell eine Wirkung auf die Immunabwehr zugeschrieben wird. Am Menschen wurde dieser Zusammenhang nicht geprüft. Im Tier liegen Daten vor, mit dem Tier- und Labor-Schalter gesucht (shilajit und immune, ohne Humanfilter). Bei Tilapien (Oreochromis mossambicus) erhöhte ein mit Shilajit angereichertes Futter über 60 Tage bei allen drei geprüften Mengen (2, 4 und 6 Gramm pro Kilogramm Futter) Phagozytose-, Komplement- und Lysozymaktivität nach einer Infektion mit dem Fischpathogen Aeromonas hydrophila. Wachstum und Überlebensrate verbesserten sich dagegen nur bei den höheren Mengen (4 und 6 Gramm pro Kilogramm) gegenüber Kontrolle. Bei der anschließenden Infektionsprobe lag die kumulative Sterblichkeit bei 8 Prozent (4 Gramm) und 12 Prozent (6 Gramm) gegenüber 18 Prozent bei der niedrigsten Menge (2 Gramm), eine Sterblichkeitszahl für unangereichertes Futter nennt das Abstract nicht [17]. Bei Süßwassergarnelen (Macrobrachium rosenbergii) veränderte ein mit 2, 4 oder 6 Gramm Shilajit pro Kilogramm Futter angereichertes Futter über 4 Wochen Hämozytenzahl, Phagozytoseaktivität und mehrere Antioxidansenzyme, je nach Woche und Parameter unterschiedlich stark und nicht durchgehend dosisabhängig. Die kumulative Sterblichkeit nach derselben Infektion stieg mit der Futtermenge, 10 Prozent bei 2 Gramm, 15 Prozent bei 4 Gramm, 20 Prozent bei 6 Gramm, auch hier ohne genannte Vergleichszahl für unangereichertes Futter. Die Autoren schließen die höchste Menge (6 Gramm) ausdrücklich aus ihrer Empfehlung aus und raten zu 2 oder 4 Gramm pro Kilogramm [18]. Beide Arbeiten wurden mit Shilajit im Futter von Wassertieren durchgeführt, nicht an Säugetieren oder am Menschen, eine Übertragung auf die orale Einnahme beim Menschen ist damit nicht möglich
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12
Bindung von Schwermetallen im Körper
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wird verbreitet angenommen, weil Fulvosäure und Huminsäure im Reagenzglas Metallionen binden können. Eine Studie, die eine Bindung von Schwermetallen im Körper am Menschen oder im Tier misst, haben wir nicht gefunden, gesucht wurde nach shilajit in Kombination mit detoxification und mit heavy metal binding, mit und ohne Humanfilter, über alle Studientypen und mit dem Tier- und Labor-Schalter. Eine Übersichtsarbeit beschreibt, dass Huminstoffe in Shilajit rund zwölf Schwermetalle aktiv entgiften können (siehe Sicherheitsteil, [13]), das ist eine Einschätzung aus der Literaturzusammenstellung der Übersichtsarbeit, keine eigene Messung einer Bindung im Körper
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13
Belastungen in großer Höhe
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Eine Übersichtsarbeit nennt Shilajit als traditionelles Mittel gegen Höhenkrankheit, Hypoxie und verwandte Beschwerden, führt aber keine eigene Messung oder Studie an [11]. Eine Interventionsstudie zu diesem Endpunkt haben wir nicht gefunden, gesucht wurde nach shilajit in Kombination mit altitude, hypoxia und mountain sickness, mit und ohne Humanfilter und über alle Studientypen
Quellen: 11
Keine Wirkung dieses Eintrags erreicht die Stufe "belegt" oder höher. Jede zugrunde liegende randomisierte Studie steht für sich, ohne dass eine zweite, unabhängige Arbeitsgruppe sie wiederholt hätte. Hinzu kommt eine Bindung, die quer durch den Eintrag läuft, fünf der ausgewerteten Humanstudien prüften denselben Markenrohstoff PrimaVie desselben Herstellers Natreon, mehrere davon mit dessen Geld oder Material. Bei Muskelkraft und bei Bindegewebemarkern liegen jeweils zwei Studien vor, die aber unterschiedliche Endpunkte messen oder aus überlappenden Arbeitsgruppen stammen. Die Zuschreibungen, mit denen Shilajit im Alltag am häufigsten in Verbindung gebracht wird, Energie, Immunsystem und Höhenverträglichkeit, stehen dagegen auf Tierdaten oder gar keinen Daten.
Studien im Detail
Testosteron und DHEAS. Pandit und Kollegen prüften gereinigtes PrimaVie-Shilajit bei gesunden Freiwilligen zwischen 45 und 55 Jahren über 90 Tage, 250 mg zweimal täglich gegen Placebo, ohne Auswahl nach Ausgangstestosteron. Gesamttestosteron, freies Testosteron und DHEAS stiegen signifikant, die übergeordneten Hormone LH und FSH blieben stabil, was gegen eine reine Rückkopplungsstörung spricht [1]. Die Teilnehmerzahl nennt das Abstract nicht, der Volltext nennt sie, 145 Freiwillige wurden gesichtet, 96 eingeschlossen und auf zwei gleich große Gruppen zu je 48 verteilt. Als Prüfpräparat weist der Volltext PrimaVie der Firma Natreon aus. Eine 2024 veröffentlichte systematische Übersicht zu Testosteron-Präparaten wertet für Shilajit ausschließlich diese eine Studie aus und stuft PrimaVie-Shilajit als möglicherweise wirksam bei Männern mit erniedrigtem Testosteron ein [2], das ist eine Einordnung derselben Arbeit, keine zweite unabhängige Studie, und es ist ein Populationsbruch: Pandit und Kollegen untersuchten gesunde Freiwillige, nicht gezielt Männer mit erniedrigtem Ausgangswert. Eine unabhängige Wiederholung der Testosteron-Studie liegt uns nicht vor.
Oxidativer Stress, Entzündung und Knochendichte. Pingali und Nutalapati prüften einen standardisierten Shilajit-Extrakt bei 60 postmenopausalen Frauen mit Osteopenie über 48 Wochen in drei Studienarmen zu je 20 Teilnehmerinnen (Placebo, 250 mg, 500 mg täglich). Beide Dosen senkten den Marker für Lipidperoxidation (MDA) und den Entzündungswert hsCRP, während das Antioxidans Glutathion (GSH) anstieg. Parallel dazu wurde der Rückgang der Knochendichte an Lendenwirbelsäule und Schenkelhals gegenüber Placebo dosisabhängig gebremst, begleitet von günstigeren Knochenumbauwerten [3]. Mit 20 Teilnehmerinnen je Studienarm ist das eine kleine Einzelstudie aus einer einzigen Population mit erhöhtem Ausgangsrisiko für Knochenverlust, eine unabhängige Wiederholung liegt nicht vor, eine Übertragung auf andere Gruppen ist nicht ohne Weiteres möglich.
Knochenbruch. Sadeghi und Kollegen prüften Momiai, also Shilajit, bei 160 Erwachsenen mit frischem Schienbeinbruch nach operativer Versorgung, zweimal täglich 500 mg über 28 Tage gegen Placebo. Die mittlere Zeit bis zur radiologisch bestätigten Knochenvereinigung war unter Shilajit kürzer (129 gegenüber 153 Tagen), der Unterschied war mit einem p-Wert unter 0,049 knapp signifikant [4]. Ein knapper p-Wert dieser Art verträgt keine große Verallgemeinerung, eine unabhängige Wiederholung wäre hier besonders aussagekräftig.
Muskelkraft und Ausdauer. Keller und Kollegen prüften PrimaVie-Shilajit bei 63 jungen Männern über 8 Wochen in zwei Dosen (250 und 500 mg) gegen Placebo und maßen den Kraftverlust nach einem standardisierten Ermüdungsprotokoll. In der Gesamtgruppe war der Kraftverlust unter 500 mg nur gegenüber der 250-mg-Gruppe geringer (p gleich 0,021), gegenüber Placebo bestand kein Unterschied. Erst eine nachträgliche Teilung der Gruppen an der Mittellinie des Ausgangswerts brachte in der oberen Hälfte, dort mit 10 Personen je Gruppe, einen Vorteil der höheren Dosis gegenüber Placebo, die niedrigere Dosis unterschied sich auch dort nicht von Placebo [5]. Der Förderhinweis im Volltext nennt Natreon, den Hersteller des geprüften Markenrohstoffs PrimaVie, als Geldgeber des Projekts, während dieselbe Arbeit keine Interessenkonflikte angibt. Yadav und Kollegen prüften 2026 in einer offenen Pilotstudie ohne Kontrollgruppe an 25 Männern das firmeneigene Präparat TruBlk Shilajit Resin, 500 mg täglich über 28 Tage, und berichten Verbesserungen bei Kraft, Ausdauer und VO2max gegenüber dem eigenen Ausgangswert. Von fünf im Datensatz geführten Autoren-Zugehörigkeiten entfallen drei auf Amaara Botanicals, den Hersteller des geprüften Präparats, eine auf ein Auftragsforschungsinstitut (Auriga Research) und eine auf ein Krankenhaus (Bensups Hospital); die Arbeit selbst erklärt ausdrücklich, keine finanziellen Beziehungen zu interessierten Organisationen zu haben, obwohl drei Zugehörigkeiten beim Hersteller liegen. Ein Placebo-Arm fehlt vollständig, sodass Erwartungseffekte nicht auszuschließen sind [6].
Spermienparameter. Biswas und Kollegen prüften processed Shilajit, 100 mg zweimal täglich über 90 Tage, bei 35 Männern mit einer Spermienzahl unter 20 Millionen pro Milliliter, von denen 28 die Studie abschlossen. Spermienzahl, Beweglichkeit und der Anteil normal geformter Spermien nahmen gegenüber dem eigenen Ausgangswert zu, ebenso das Serum-Testosteron. Eine Placebogruppe gab es nicht, der gesamte Effekt beruht auf einem Vorher-Nachher-Vergleich [7]. Vier Autoren stehen auf beiden Autorenlisten (Pandit S, Jana U, Biswas TK sowie Biswas S beziehungsweise Biswas SK), der Studienort ist derselbe (J. B. Roy State Ayurvedic Medical College, Kolkata), und die beiden Erstautoren tauschen die Rolle: Pandit S ist Erstautor der Testosteron-Studie oben und dort Koautor dieser Spermienstudie, Biswas TK ist Erstautor dieser Spermienstudie und dort, in der Testosteron-Studie, letztgenannter Autor. Beide Arbeiten stammen also nicht aus unabhängigen Arbeitsgruppen.
Bindegewebemarker, Haut und Muskel. Neltner und Kollegen prüften bei 35 männlichen Freizeitsportlern 500 oder 1000 mg Shilajit täglich über 8 Wochen gegen Placebo und maßen Serum-Pro-C1α1, einen Biomarker für die Neubildung von Kollagen Typ 1. Gegenüber dem eigenen Ausgangswert stieg der Marker in beiden Dosisgruppen signifikant, die Placebogruppe veränderte sich nicht. Im direkten Vergleich mit Placebo hob sich aber nur die Hochdosis ab: Ein größerer Anteil der 1000-mg-Gruppe überschritt die als klinisch relevant definierte Marker-Zunahme als in der Placebogruppe (75 gegenüber 30 Prozent, p gleich 0,03), bei der 500-mg-Gruppe war derselbe Vergleich mit p gleich 0,06 nicht signifikant (69 gegenüber 30 Prozent) [15]. Ausgerechnet 500 mg ist die Dosis, die bei der Muskelkraft-Studie oben die Wirksamkeit trägt, hier trägt sie den Placebo-Vergleich nicht. Diese Arbeit stammt aus demselben Labor wie die Muskelkraft-Studie oben, Universität Nebraska-Lincoln, drei Autoren (Housh TJ, Schmidt RJ, Johnson GO) sind an beiden beteiligt; Teilnehmerzahl und Dosierung unterscheiden sich aber (35 gegenüber 63 Teilnehmenden, 500 und 1000 mg gegenüber 250 und 500 mg), es handelt sich also um zwei verschiedene Kohorten, aber nicht um eine von dieser Gruppe unabhängige Wiederholung. In derselben Muskelkraft-Studie war für die obere Ausgangswert-Hälfte die adjustierte Serum-Hydroxyprolin-Konzentration unter der höheren Dosis (500 mg) niedriger als unter der niedrigeren Dosis (250 mg, p gleich 0,034) und als unter Placebo (p gleich 0,024) [5]. Der Volltext von Keller und Kollegen ordnet Hydroxyprolin ausdrücklich als indirekten Marker für den Abbau von Kollagen ein, Pro-C1α1 bei Neltner und Kollegen misst dagegen die Neubildung. Ein niedrigerer Abbaumarker und ein höherer Neubildungsmarker weisen damit in dieselbe Richtung, ein Widerspruch zwischen den beiden Arbeiten besteht nicht. In der Gesamtgruppe der Muskelkraft-Studie bestand beim Hydroxyprolin allerdings kein Unterschied zwischen den Gruppen (p gleich 0,252). Zwei weitere Arbeiten stammen aus einem zweiten, von der Nebraska-Gruppe unabhängigen Labor mit Erstautorin Das A (Ohio State University, teils mit Indiana University). Die jüngere davon prüfte bei Frauen mittleren Alters 125 oder 250 mg Shilajit zweimal täglich über 14 Wochen, randomisiert und plazebokontrolliert, den Effekt auf das Genexpressionsprofil der Haut und die Hautdurchblutung. Der Volltext nennt 45 Frauen zwischen 30 und 65 Jahren, verteilt auf drei Gruppen zu je 15. Die Hautdurchblutung nahm nur unter der höheren Dosis zu, unter 125 mg nicht. Die Gene der extrazellulären Matrix waren gegenüber der Placebogruppe hochreguliert, die Signalwege für die Neubildung von Blutgefäßen dagegen nur im Vergleich der Verumgruppe mit sich selbst, und die Placebo- Vergleiche wurden einseitig getestet [16]. Prüfpräparat und Placebo stellte Natreon, ein Teil der Arbeit wurde von Natreon gefördert. Das Abstract dieser Arbeit verweist ausdrücklich auf eine frühere, eigene Arbeit derselben Gruppe an Skelettmuskelgewebe: Bei Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas Grad 1 führte 250 mg Shilajit zweimal täglich über 8 Wochen, plus weitere 4 Wochen kombiniert mit Training, laut Muskelbiopsie zu einer signifikanten Hochregulierung von 17 Gensonden für die extrazelluläre Matrix, darunter Kollagen, Elastin, Fibrillin 1 und Fibronektin 1, bestätigt per quantitativer Echtzeit-PCR [20]. Diese Arbeit ist einarmig ohne Placebo-Vergleich angelegt, gemessen wurde gegenüber dem eigenen Ausgangswert. Das Studienregister nennt unter NCT02026414 29 Teilnehmende, als Auftraggeberin die Firma Natreon und als verantwortliche Person deren Geschäftsführer, der Registertitel nennt PrimaVie. Die Arbeiten [16] und [20] teilen die Erstautorin und überlappende Institutszugehörigkeiten, sie sind also selbst keine voneinander unabhängige Bestätigung, auch wenn sie unterschiedliches Gewebe untersuchen. Insgesamt liegen damit vier Studien aus zwei personell voneinander unabhängigen, aber jeweils in sich nicht unabhängig wiederholten Zweiergruppen vor, Nebraska mit [15] und [5], Ohio State und Indiana mit [16] und [20]. In der Sache sind die beiden Gruppen nicht unabhängig, denn alle vier Arbeiten prüften denselben Markenrohstoff PrimaVie desselben Herstellers Natreon und wurden von diesem finanziert, beliefert oder als Auftraggeber geführt. Klinische Endpunkte wie Hautfestigkeit, Faltentiefe oder Wundheilung wurden in keiner der vier Arbeiten gemessen.
Tier- und Laborstudien
Diese Befunde stammen ausschließlich aus Tierversuchen und tragen keine Aussage für Menschen.
An Ratten zeigte Shilajit in einem wiederholten Schwimmbelastungsmodell günstige Effekte auf Erschöpfungs- und Angstverhalten sowie auf mitochondriale Kennwerte im präfrontalen Kortex [8]. In einer weiteren Ratten-Studie veränderte Shilajit die Bindungskapazität muskarinischer Acetylcholinrezeptoren im Cortex, ein Befund, den die Autoren mit der in der traditionellen Anwendung berichteten Gedächtniswirkung in Verbindung bringen, ohne dass eine Gedächtnisleistung selbst gemessen wurde [9]. In einer älteren Ratten-Studie mit Shilajit aus afghanischem Gestein sank die Schwellung in drei verschiedenen Entzündungsmodellen, darunter ein Modell für Gelenkentzündung, außerdem verbesserte sich ein Magengeschwür-Index [10].
Bei Wassertieren zeigte ein mit Shilajit angereichertes Futter Effekte auf das Immunsystem. Bei Tilapien (Oreochromis mossambicus) erhöhte ein mit Shilajit angereichertes Futter über 60 Tage bei allen drei geprüften Mengen (2, 4 und 6 Gramm pro Kilogramm Futter) Phagozytose-, Komplement- und Lysozymaktivität nach einer Infektion mit dem Fischpathogen Aeromonas hydrophila. Wachstum und Überlebensrate verbesserten sich dagegen nur bei den höheren Mengen (4 und 6 Gramm pro Kilogramm) gegenüber Kontrolle. Bei der anschließenden Infektionsprobe lag die kumulative Sterblichkeit bei 8 Prozent (4 Gramm) und 12 Prozent (6 Gramm) gegenüber 18 Prozent bei der niedrigsten Menge (2 Gramm), eine Vergleichszahl für unangereichertes Futter nennt das Abstract nicht [17]. Bei Süßwassergarnelen (Macrobrachium rosenbergii) veränderte ein mit 2, 4 oder 6 Gramm Shilajit pro Kilogramm Futter angereichertes Futter über 4 Wochen Hämozytenzahl, Phagozytoseaktivität und mehrere Antioxidansenzyme, je nach Woche und Parameter unterschiedlich stark und nicht durchgehend dosisabhängig. Die kumulative Sterblichkeit nach derselben Infektion stieg mit der Futtermenge: 10 Prozent bei 2 Gramm, 15 Prozent bei 4 Gramm, 20 Prozent bei 6 Gramm, auch hier ohne genannte Vergleichszahl für unangereichertes Futter. Die Autoren dieser Arbeit schließen die höchste Menge (6 Gramm) ausdrücklich aus ihrer Empfehlung aus und raten zu 2 oder 4 Gramm pro Kilogramm [18]. Beide Arbeiten wurden an Wassertieren mit Shilajit im Futter durchgeführt, keine an Säugetieren, eine Übertragung auf die orale Einnahme beim Menschen ist nicht möglich.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Der wichtigste Sicherheitspunkt bei Shilajit betrifft nicht eine bekannte Nebenwirkung, sondern die Rohware selbst. Eine Analyse von zwei im Handel weltweit verbreiteten Shilajit-Sorten aus Indien und Pakistan fand bei mehreren Metallen (unter anderem Aluminium, Blei, Arsen und Quecksilber) Werte über den zulässigen Grenzwerten [12]. Eine Übersichtsarbeit bestätigt, dass Shilajit grundsätzlich eine größere Zahl an Schwermetallen enthalten kann und beschreibt, dass die enthaltenen Huminstoffe rund zwölf davon aktiv entgiften können, wobei die Datenlage zu diesem Mechanismus nach Einschätzung der Autoren noch nicht ausreicht, um daraus Sicherheit abzuleiten; das ist eine Einschätzung aus der Literaturzusammenstellung der Übersichtsarbeit, keine eigene Messung am lebenden Organismus. Dieselbe Arbeit verweist auf international anerkannte Grenzwerte (WHO, FDA), die in einzelnen untersuchten Proben überschritten wurden, in den meisten aber nicht [13]. Eine neuere Analyse von zwölf Proben unterschiedlicher Herkunft fand die untersuchten Metalle jeweils unterhalb geltender Toxizitätsschwellen [14]. Die beiden analytischen Arbeiten stehen also mit sehr unterschiedlichem Stichprobenumfang nebeneinander, eine Belastungswarnung auf Basis von zwei Sorten [12] gegenüber einer Entlastung auf Basis von zwölf Proben [14]; keine der beiden Zahlen ist groß genug, um für "Shilajit" insgesamt zu gelten. Zusammengenommen zeigt das vor allem eines: Die Belastung hängt stark von Herkunft, Ernte und Aufbereitung ab und lässt sich nicht pauschal für "Shilajit" beantworten. Eine ältere Übersichtsarbeit kommt bei begrenzter kontrollierter Humandatenlage zu einer insgesamt günstigen Sicherheitseinschätzung für gereinigtes, standardisiertes Shilajit [19]. Nur gereinigte, standardisierte und auf Schwermetalle geprüfte Ware sollte verwendet werden, ein Prüfzertifikat für die konkrete Charge ist der einzige verlässliche Nachweis.
In den ausgewerteten klinischen Studien war Shilajit überwiegend gut verträglich, schwerwiegende Nebenwirkungen wurden nicht berichtet. Leber- und Nierenwerte wurden nicht in jeder Studie erhoben. Wo sie erhoben wurden, blieben sie unauffällig: Bei der Spermienstudie waren hepatische und renale Laborwerte am Studienende gegenüber dem Ausgangswert unverändert [7], bei der TruBlk-Pilotstudie blieben alle erhobenen Sicherheitslabor- werte einschließlich Leber- und Nierenfunktion im Normbereich [6]. Zu den übrigen Studien [1] [3] [4] macht das jeweilige Abstract keine Angabe zu Leber- oder Nierenwerten. Ein spezifisches Muster an Magen-Darm- Beschwerden nennt keine der ausgewerteten Studien. Da mehrere Studien einen Anstieg von Testosteron zeigen, ist eine Wechselwirkung mit einer bestehenden Hormonbehandlung nicht auszuschließen, eine eigene Interaktionsstudie dazu liegt uns nicht vor. Wer eine hormonsensitive Stoffwechsellage hat, sollte die Einnahme mit einer Fachperson besprechen. Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.
Quellen zum Nachlesen
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03
RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, 3 Arme, n gleich 60, postmenopausale Frauen mit Osteopenie, 48 Wochen · 2022
Shilajit extract reduces oxidative stress, inflammation, and bone loss to dose-dependently preserve bone mineral density in postmenopausal women with osteopenia: A randomized, double-blind, placebo-controlled trial.
Pingali U, Nutalapati C. Phytomedicine
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RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 160, Erwachsene 18 bis 60 Jahre mit frischem Schienbeinbruch, 28 Tage · 2020
Efficacy of Momiai in Tibia Fracture Repair: A Randomized Double-Blinded Placebo-Controlled Clinical Trial.
Sadeghi SMH, et al. J Altern Complement Med
Zur Zuschreibung: 04
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RCT, plazebokontrolliert, n gleich 63 (21 je Gruppe), junge, sportlich aktive Männer, 8 Wochen, Dosisvergleich 250 und 500 mg · 2019
The effects of Shilajit supplementation on fatigue-induced decreases in muscular strength and serum hydroxyproline levels.
Keller JL, et al. J Int Soc Sports Nutr
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Offene, unkontrollierte Pilotstudie ohne Placebo-Arm, n gleich 25, gesunde Männer 21 bis 55 Jahre, 28 Tage, Autorinnen und Autoren arbeiten beim Hersteller des Präparats · 2026
Safety and Efficacy of TruBlk™ Shilajit Resin Supplementation on Physical Performance and Blood Biomarkers in Healthy Adults: A 28-Day Open-Label Pilot Study.
Yadav D, et al. Cureus
Zur Zuschreibung: 05
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Unkontrollierte klinische Studie ohne Placebo-Arm, n gleich 35 eingeschlossen, 28 ausgewertet, Männer mit Spermienzahl unter 20 Millionen pro ml, 90 Tage · 2010
Clinical evaluation of spermatogenic activity of processed Shilajit in oligospermia.
Biswas TK, et al. Andrologia
Zur Zuschreibung: 06
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Tierstudie, Ratte, Vergleich mit einem Withania-somnifera-Extrakt · 1997
Systemic administration of defined extracts from Withania somnifera (Indian Ginseng) and Shilajit differentially affects cholinergic but not glutamatergic and GABAergic markers in rat brain.
Schliebs R, et al. Neurochem Int
Zur Zuschreibung: 09
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Analytische Untersuchung von Handelsproben aus Indien und Pakistan · 2022
Rapid Determination and Quantification of Nutritional and Poisonous Metals in Vastly Consumed Ayurvedic Herbal Medicine (Rejuvenator Shilajit) by Humans Using Three Advanced Analytical Techniques.
Aldakheel RK, et al. Biol Trace Elem Res
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Übersichtsarbeit zu Schwermetallgehalt und Bindungsmechanismen in Shilajit · 2024
Hazardous or Advantageous: Uncovering the Roles of Heavy Metals and Humic Substances in Shilajit (Phyto-mineral) with Emphasis on Heavy Metals Toxicity and Their Detoxification Mechanisms.
Hussain A, Saeed A. Biol Trace Elem Res
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RCT, plazebokontrolliert, n gleich 35, männliche Freizeitsportler, 8 Wochen, Dosisvergleich 500 und 1000 mg · 2024
Effects of 8 Weeks of Shilajit Supplementation on Serum Pro-c1α1, a Biomarker of Type 1 Collagen Synthesis: A Randomized Control Trial.
Neltner TJ, et al. J Diet Suppl
Zur Zuschreibung: 07
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RCT, plazebokontrolliert, Teilnehmerzahl im Abstract nicht genannt, Frauen mittleren Alters, 14 Wochen, Dosisvergleich 125 und 250 mg zweimal täglich · 2019
Skin Transcriptome of Middle-Aged Women Supplemented With Natural Herbo-mineral Shilajit Shows Induction of Microvascular and Extracellular Matrix Mechanisms.
Das A, et al. J Am Coll Nutr
Zur Zuschreibung: 07
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Tierstudie, Fisch (Oreochromis mossambicus, Tilapia), Fütterungsversuch, 60 Tage · 2018
Protective efficacy of Shilajit enriched diet on growth performance and immune resistance against Aeromonas hydrophila in Oreochromis mossambicus.
Musthafa MS, et al. Fish Shellfish Immunol
Zur Zuschreibung: 11
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Tierstudie, Süßwassergarnele (Macrobrachium rosenbergii), Fütterungsversuch, 4 Wochen · 2016
Effect of Shilajit enriched diet on immunity, antioxidants, and disease resistance in Macrobrachium rosenbergii (de Man) against Aeromonas hydrophila.
Musthafa MS, et al. Fish Shellfish Immunol
Zur Zuschreibung: 11
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Klinische Studie ohne Placebo-Arm (NCT02026414), Teilnehmerzahl im Abstract nicht genannt, erwachsene Personen mit Übergewicht oder Adipositas Grad 1, 8 Wochen plus 4 Wochen mit Training, Muskelbiopsien · 2016
The Human Skeletal Muscle Transcriptome in Response to Oral Shilajit Supplementation.
Das A, et al. J Med Food
Zur Zuschreibung: 07
Bei H.P.N
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