Vitamin B12 (Methylcobalamin)
Zuletzt geprüft am
Vitamine
Cobalamin · Methylcobalamin · Mecobalamin · Cyanocobalamin · Hydroxocobalamin · Adenosylcobalamin
Auf einen Blick
- Was es ist
- Ein wasserlösliches B-Vitamin. Essenziell, der Körper kann es nicht selbst herstellen, es muss über Nahrung oder Nahrungsergänzung zugeführt werden
- Formen
- Cyanocobalamin (synthetisch, lagerstabil), Hydroxocobalamin sowie die beiden Coenzymformen Methylcobalamin und Adenosylcobalamin. Wichtig für die Einordnung der Studienlage, "Vitamin B12" ist in den Studien fast immer Cyanocobalamin, siehe Wirkungstabelle
- Übliche Studiendosis
- 1000 µg oral pro Tag über 8 Wochen bei labordiagnostisch gesichertem Mangel, danach 1000 µg wöchentlich als Erhaltungsdosis. Eine Studie arbeitete mit 2000 µg pro Tag. Aufnahmetests am gesunden Menschen liegen im Bereich von 1,5 bis 9 µg
- Referenzmenge (NRV)
- 2,5 µg pro Tag, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII
- Aufnahme
- Aktiv über Intrinsic Factor im Magen-Darm-Trakt, begrenzt auf wenige Mikrogramm je Mahlzeit. Oberhalb dieser Kapazität nur passive Diffusion, für die der Cochrane-Review rund 1 Prozent der Dosis angibt, siehe Wirkungstabelle
- Diagnostik
- Der Gesamt-Serumspiegel zeigt einen Mangel nur eingeschränkt zuverlässig an, siehe Abschnitt Diagnostik weiter unten
- Zusammenspiel
- Arbeitet mit Folsäure bei der Remethylierung von Homocystein zusammen. Ein Mangel an einem der beiden kann sich im Blutbild ähnlich zeigen
- Einnahmeform
- Tablette, Kapsel oder sublingual, intramuskulär nur unter ärztlicher Aufsicht bei stark eingeschränkter Eigenaufnahme
- Verträglichkeit
- Wasserlöslich, gilt als gut verträglich. Die EFSA hat keine tolerierbare Höchstmenge festgelegt. Zu sehr hohen Dauerdosen und zu hohen Blutspiegeln liegen Signale aus einer randomisierten Studie, einer Kohorte und einer genetischen Auswertung vor, siehe Sicherheit
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Beitrag zu einer normalen Blutbildung
Behördlich gesichertEinordnung und Einschränkungen
Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung [1]
Quellen: 1
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02
Beitrag zu einer normalen Funktion des Nervensystems
Behördlich gesichertEinordnung und Einschränkungen
Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung [1]
Quellen: 1
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03
Beitrag zu einer normalen psychischen Funktion
Behördlich gesichertEinordnung und Einschränkungen
Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung [1]
Quellen: 1
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04
Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
Behördlich gesichertEinordnung und Einschränkungen
Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung [1]. Sie beschreibt die Rolle des Nährstoffs im Stoffwechsel, nicht einen Zusatznutzen bei ausreichender Versorgung, dazu die nächsten Zeilen
Quellen: 1
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05
Beitrag zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel
Behördlich gesichertEinordnung und Einschränkungen
Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung [1]
Quellen: 1
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06
Kognitive Leistungsfähigkeit ohne nachgewiesenen Mangel, in allen 4 geprüften Teilbereichen ohne Effekt, eine kleine Wirkung aber nicht ausgeschlossen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Meta-Analyse [2] wertete für Vitamin B12 als Reinstoff verglichen mit Placebo 4 randomisierte Studien mit zusammen 807 Teilnehmenden aus (Angaben aus Tabelle 1 des Volltextes, mittleres Alter 75,3 bis 82,3 Jahre in den 3 Studien, die es angeben, 3 Studien mit 1000 µg pro Tag oral, 1 Studie mit 1000 µg wöchentlich intramuskulär, Dauer 4 bis 117,5 Wochen). Alle 4 Teilbereiche lagen nahe null, Hedges g 0,09 (95%-KI minus 0,09 bis 0,28) für exekutive Funktionen, 0,04 (95%-KI minus 0,19 bis 0,26) für Gedächtnis, 0,02 (95%-KI minus 0,17 bis 0,21) für globale Kognition und minus 0,10 (95%-KI minus 0,23 bis 0,04) für Verarbeitungsgeschwindigkeit. Die Intervalle schließen eine mittlere oder große Wirkung aus, eine kleine nicht, denn 3 der 4 oberen Grenzen liegen mit 0,28, 0,26 und 0,21 über der üblichen Schwelle von 0,20 für einen kleinen Effekt. Die Autoren stufen diese Evidenz nach GRADE als moderat ein (Tabelle S6), nicht als hoch. Gegenbefund benannt, eine Übersicht aus 23 Studien [13] fand für B-Vitamine als Gruppe einen Vorteil bei globaler Kognition, SMD minus 0,18 (95%-KI minus 0,30 bis minus 0,06), verglichen mit Placebo, darin verwendeten aber nur 3 von 23 Studien Vitamin B12 allein. Genau dieser Betrag von 0,18 liegt innerhalb von 3 der 4 Intervalle aus [2], deshalb steht diese Zeile auf hinweise und nicht auf nicht bestaetigt, Begründung im Fließtext. Die beiden Übersichten sind kein doppelter Beleg und auch keine zwei Lager, ihre Einschlusslisten teilen mindestens 7 Studien, und 2 der 3 Reinstoff-Studien in [13] sind zugleich 2 der 4 Reinstoff-Studien in [2]. Beide Übersichten erklären, keine Interessenkonflikte zu haben, [2] gibt zusätzlich an, keine Förderung erhalten zu haben. Welche Cobalamin-Form die Studien einsetzten, nennt keine der beiden Übersichten in ihren frei zugänglichen Tabellen
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07
Stimmung beziehungsweise depressive Symptome ohne nachgewiesenen Mangel, für Vitamin B12 allein kein auswertbarer Befund, für die Kombination ohne Effekt
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Für Vitamin B12 als Reinstoff maß nur 1 der 4 eingeschlossenen Studien [2] depressive Symptome, 140 Teilnehmende, 1000 µg wöchentlich intramuskulär über 4 Wochen (Angaben aus Tabelle 1 des Volltextes). Eine gepoolte Schätzung war deshalb nicht möglich, ein Effektmaß mit Intervall gibt es für Vitamin B12 allein nicht, weshalb hier weder ein Nutzen noch sein Ausbleiben gezeigt ist. Für die Kombination aus Folsäure und B-Vitaminen fanden 5 Studien keinen Unterschied zu Placebo, Hedges g minus 0,03 (95%-KI minus 0,12 bis 0,06) [2], das ist keine Aussage für Vitamin B12 allein
Quellen: 2
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08
Idiopathische Müdigkeit ohne nachgewiesenen Mangel, gesucht und keine auswertbare Studie zu Vitamin B12 allein gefunden
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Die bislang einzige systematische Übersicht, die diesen Endpunkt eigens gesucht hat [2], fand dazu 1 randomisierte Studie, und die prüfte eine Kombination aus Folsäure und B-Vitaminen, nicht Vitamin B12 allein. Eine gepoolte Auswertung war nicht möglich. Die Autoren berichten, dass der Vorteil auf der Vitalitäts-Unterskala des SF-36 erst nach 8 Wochen auftrat und die Gruppen schon zu Studienbeginn signifikant auseinanderlagen, zugunsten von Placebo. Wir haben ergänzend selbst gesucht und keine neuere systematische Übersicht zu Vitamin B12 und idiopathischer Müdigkeit gefunden
Quellen: 2
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09
Anhebung eines erniedrigten Serumspiegels binnen 8 bis 12 Wochen, orale Hochdosis-Gabe gleichwertig zur intramuskulären
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Eine pragmatische randomisierte Nichtunterlegenheitsstudie an 283 Erwachsenen ab 65 Jahren mit labordiagnostisch gesichertem Mangel in 22 Praxen [15] gab 1 mg Cyanocobalamin oral täglich über 8 Wochen verglichen mit 1 mg intramuskulär nach absteigendem Schema. Nach 8 Wochen erreichten in beiden Armen über 90 Prozent einen normalen Spiegel, Differenz minus 0,7 Prozentpunkte (95%-KI minus 3,2 bis 1,8) nach Protokoll und 4,8 Prozentpunkte (95%-KI minus 1,3 bis 10,9) nach Behandlungsabsicht. Der Cochrane-Review [3] fasst 3 ältere randomisierte Studien mit 153 randomisierten Teilnehmenden über 3 bis 4 Monate zusammen, GRADE niedrig wegen Ungenauigkeit. Bei den beiden Anteilsvergleichen zur Normalisierung ab 200 pg/mL nennen die Autoren beide Male ausdrücklich einen statistisch nicht signifikanten Unterschied, einmal zugunsten der intramuskulären Gabe (90 gegenüber 66,7 Prozent) und einmal zugunsten der oralen (100 gegenüber 71,4 Prozent), Letzteres allerdings mit dem 26-fachen der oralen Gesamtdosis. Eine Meta-Analyse [14] findet zwischen den Wegen ebenfalls keinen signifikanten Unterschied, p gleich 0,270, das ist jedoch ein Untergruppentest zwischen Studien in einer reinen Vorher-Nachher-Auswertung ohne randomisierten Vergleich der Wege und bei I-Quadrat 99,6 Prozent, also kein Gleichwertigkeitsnachweis. Die 3 Quellen sind ein weitgehend gemeinsamer Studienbestand, [14] enthält die 3 Studien aus [3] und die Studie [15]. Zur Form, in [3] verwendeten 2 der 3 Studien Cyanocobalamin, die dritte macht dazu keine Angabe, [15] verwendete Cyanocobalamin. Methylcobalamin prüfte keine dieser Studien
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10
Erhalt des Serumspiegels über ein Jahr, orale Gabe der intramuskulären nicht nachweislich gleichwertig
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In derselben randomisierten Studie [15] lag der Anteil mit normalem Spiegel nach 52 Wochen bei 73,6 Prozent unter oraler und 80,4 Prozent unter intramuskulärer Gabe, Differenz minus 6,3 Prozentpunkte (95%-KI minus 11,9 bis minus 0,1) nach Protokoll und minus 6,8 Prozentpunkte (95%-KI minus 16,6 bis 2,9) nach Behandlungsabsicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Abstand unter der vorab festgelegten Schwelle von 10 Prozentpunkten liegt, betrug 0,036 beziehungsweise 0,060, Nichtunterlegenheit war damit nach einem Jahr nicht gezeigt. [15] ist für dieses Zeitfenster die einzige Quelle, keine der Studien in [3] lief länger als 4 Monate. Eine retrospektive Kohorte ohne Vergleichsarm [4] hielt bei 81,7 Prozent von 82 Erwachsenen den Spiegel über im Mittel 3 Jahre, fast die Hälfte der Fehlschläge gab mangelnde Therapietreue an, ohne Vergleichsgruppe sagt dieser Anteil aber nichts über die intramuskuläre Gabe. Beide Quellen verwendeten Cyanocobalamin
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11
Überlegenheit von Methylcobalamin gegenüber Cyanocobalamin bei der Aufnahme, in den direkten Vergleichen ohne belegten Vorteil
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
2 retrospektive Vergleiche liegen vor, beide an Kindern. Bei 129 Kindern von 5 bis 18 Jahren [6] stieg der Serumspiegel unter sublingualem Methylcobalamin, sublingualem und intramuskulärem Cyanocobalamin jeweils an, das Abstract weist zwischen den Gruppen jedoch einen statistisch signifikanten Unterschied aus (p unter 0,05), ohne ihn zu beziffern, und schließt trotzdem auf Gleichwertigkeit. Bei 158 Kindern von 0 bis 3 Jahren [16] stieg der Spiegel in allen 3 Gruppen an (p unter 0,05 je Gruppe), berichtet ist nur der Vorher-Nachher-Vergleich innerhalb der Gruppen, kein Gruppenunterschied. In beiden Arbeiten selbst steht kein Effektmaß mit Intervall für einen Formunterschied. Die Meta-Analyse [14] führt beide mit eigenen Schätzern in ihrem Haupt-Forest-Plot und testet die Wege gegeneinander (p gleich 0,270), sie trennt jedoch nach Applikationsweg und nicht nach Cobalamin-Form und tabelliert den Methylcobalamin-Arm von [6] gar nicht, siehe Fließtext. Die Aufnahmestudie [11] trägt zur Frage nichts bei, sie verglich Cyanocobalamin mit Hydroxocobalamin, nicht mit Methylcobalamin
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12
Zusammengesetztes klinisches Erfolgsmass unter Methylcobalamin, günstiger als das aktive Vergleichsmittel
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Meta-Analyse aus 15 randomisierten Studien mit 1707 Erwachsenen, die wegen einer bestehenden Nervenschädigung in Behandlung waren [17], wertete Methylcobalamin (Mecobalamin) aus. Auf dem zusammengesetzten Erfolgsmaß der Einzelstudien schnitt Methylcobalamin allein besser ab als das aktive Vergleichsmittel, Risk Ratio 1,17 (95%-KI 1,03 bis 1,33), in Kombination mit anderen Wirkstoffen 1,32 (95%-KI 1,21 bis 1,45). Dies ist die einzige Zeile des Eintrags, in der Methylcobalamin selbst mit Effektmaß und Intervall geprüft wurde. Drei Vorbehalte dazu. Verglichen wurde gegen ein aktives Mittel und nicht gegen Placebo, 11 der 15 Studien (73 Prozent) stuften die Autoren als mit hohem Verzerrungsrisiko ein, und das zusammengesetzte Erfolgsmaß ist ein Sammelurteil der jeweiligen Einzelstudie, kein einheitlich definierter Messwert. Das eigene Fazit der Autoren lautet, für Methylcobalamin allein sei die Datenlage nicht klar
Quellen: 17
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13
Nervenleitgeschwindigkeit sowie Schmerz- und Beschwerdescore, für Methylcobalamin allein ohne Effekt
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In derselben Meta-Analyse [17] wirkte auf die Nervenleitgeschwindigkeit nur die Kombination von Methylcobalamin mit anderen Wirkstoffen, Methylcobalamin allein nicht. Auf Schmerzscore und Beschwerdescore wirkte weder Methylcobalamin allein noch die Kombination. Für diese 3 Nullbefunde nennt das Abstract kein Effektmaß mit Intervall und die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract, deshalb ist hier nicht gezeigt, dass eine Wirkung ausbleibt, sondern nur, dass sie sich nicht zeigen ließ. Es gelten dieselben 3 Vorbehalte wie in der Zeile darüber, aktives Vergleichsmittel statt Placebo, 73 Prozent der Studien mit hohem Verzerrungsrisiko, und beide Zeilen stammen aus einem einzigen Studienbestand
Quellen: 17
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14
Schwere Gefäßereignisse, für Vitamin B12 als Reinstoff nicht untersucht
Studienlage offenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben keine Studie gefunden, die Vitamin B12 als Reinstoff auf schwere Gefäßereignisse geprüft hat. Die vorliegenden großen Studien prüfen Kombinationen aus Folsäure und B-Vitaminen. Eine Meta-Analyse mit Individualdaten aus 8 randomisierten placebokontrollierten Studien und 37485 Teilnehmenden [7] fand über eine mediane Nachbeobachtung von 5 Jahren keine Verringerung schwerer Gefäßereignisse, Rate Ratio 1,01 (95%-KI 0,97 bis 1,05) verglichen mit Placebo, obwohl die Homocystein-Werte im Mittel um 25 Prozent sanken. Das Intervall schließt schon eine Verringerung um 3 Prozent aus. Für Vitamin B12 allein folgt daraus nichts, weil kein Studienarm ihn allein gab
Quellen: 7
Wichtig zur Einordnung: Die behördlich gesicherten Funktionen beschreiben, wozu der Körper Vitamin B12 braucht. Sie sagen nicht, dass eine zusätzliche Einnahme über den Bedarf hinaus einen weiteren Nutzen für kognitive Leistungsfähigkeit, Stimmung oder Energie bringt, wenn kein Mangel vorliegt. Das zeigen die folgenden Zeilen der Tabelle.
Und ein zweiter Punkt, der sich durch den ganzen Eintrag zieht: Fast die gesamte Studienlage zur Anhebung des Serumspiegels wurde mit Cyanocobalamin erhoben, nicht mit Methylcobalamin. Das gilt für die günstigen Befunde genauso wie für die ungünstigen und ebenso für den Sicherheitsteil.
Studien im Detail
Kognitive Leistungsfähigkeit und Stimmung ohne nachgewiesenen Mangel
Die Meta-Analyse von Markun und Kollegen [2] hat gezielt Studien an Menschen ohne fortgeschrittene neurologische Erkrankung und ohne offenkundigen B12-Mangel ausgewertet, 16 randomisierte Studien insgesamt, davon 4 mit Vitamin B12 als Reinstoff gegen Placebo (807 Teilnehmende, mittleres Alter 75,3 bis 82,3 Jahre in den 3 Studien, die es angeben). Drei dieser Studien gaben 1000 µg pro Tag oral, eine gab 1000 µg wöchentlich intramuskulär, die Behandlungsdauer reichte von 4 bis 117,5 Wochen [2]. Für alle 4 geprüften Teilbereiche lagen die Konfidenzintervalle um die Effektstärke über der Null, die genauen Werte stehen in der Tabelle oben.
Zur Einstufung dieser Evidenz durch die Autoren selbst gibt es zwei Angaben, und sie stimmen nicht überein. Die GRADE-Bewertung in Abschnitt 3.3 und Tabelle S6 lautet für alle vier kognitiven Teilbereiche und für die Depressionsdomäne moderat, bei einer Skala, die ausdrücklich auch die Stufe hoch kennt. Der Schlussabsatz derselben Arbeit spricht dagegen von "high-quality evidence for the absence of treatment effects" [2]. Wir folgen der Evidenztabelle und nicht dem Fließtext, also moderat. Das ist wichtig, weil an dieser Einstufung die Härte der Zeile hängt.
Zwei weitere Angaben aus dem Volltext relativieren zusätzlich: Eine Sensitivitätsrechnung mit einem zweiten Modell ergab ähnliche Punktschätzer, aber breitere Konfidenzintervalle, und die längste eingeschlossene Behandlungsdauer betrug zwei Jahre, weshalb die Autoren die Frage einer langfristigen Einnahme ausdrücklich als unbeantwortet bezeichnen [2]. Die Arbeit erhielt keine externe Förderung, die Autoren erklären keine Interessenkonflikte.
Es gibt einen Gegenbefund, und er gehört hierher: Die Übersicht von Suh und Kollegen [13] wertete 23 Studien zu B-Vitaminen aus und fand einen Vorteil für globale Kognition, SMD minus 0,18 (95%-KI minus 0,30 bis minus 0,06), und für das episodische Gedächtnis, SMD minus 0,09 (95%-KI minus 0,15 bis minus 0,04), jeweils verglichen mit Placebo. Markun nennt diese Arbeit im eigenen Volltext als scharfen Gegensatz zur eigenen und begründet das damit, dass ihr Ergebnis stark auf zwei Arbeiten beruhe, von denen eine nicht randomisiert und die andere nicht placebokontrolliert war [2]. Wir haben beide Titel nachgeschlagen, es sind eine Multivitamin-Studie und eine Studie mit Folsäure allein. Dazu kommt der Befund aus dem Volltext von [13] selbst: Von den 23 Studien verwendeten nur 3 Vitamin B12 allein, die übrigen gaben Kombinationen aus Folsäure, B6 und B12. Der positive Befund ist damit eine Aussage über B-Vitamine als Gruppe und nicht über Vitamin B12.
Wir haben die beiden Einschlusslisten nebeneinandergelegt, weil sonst der Eindruck zweier Lager entsteht. Sie teilen mindestens 7 Studien, und wichtiger: 2 der 3 Reinstoff-Studien in [13] sind zugleich 2 der 4 Reinstoff-Studien in [2]. Für Vitamin B12 allein stützen sich beide Übersichten also weitgehend auf denselben Bestand. Sie widersprechen sich nicht darin, was Vitamin B12 allein bewirkt, sondern darin, wie eine Mischung aus B-Vitaminen zu bewerten ist. Passend dazu berichtet [13] selbst, dass der Vorteil in einer Untergruppe erst deutlich wurde, nachdem eine einzelne Studie entfernt worden war, und diese Studie ist eine der vier Reinstoff-Studien aus [2]. Auch [13] erklärt keine Interessenkonflikte.
Warum diese Zeile auf hinweise steht und nicht auf nicht bestätigt
Das ist eine Abwägung, und sie gehört sichtbar in den Eintrag. Für die härtere Stufe spricht: Vier Teilbereiche, alle vier Intervalle eng um die Null, und die Autoren schreiben selbst, eine Wirkung sei unwahrscheinlich. Dagegen spricht die Frage, auf die es bei einer Verneinung ankommt, nämlich was das Intervall tatsächlich ausschließt. Die obere Grenze liegt bei den exekutiven Funktionen bei 0,28, beim Gedächtnis bei 0,26 und bei der globalen Kognition bei 0,21. Die übliche Schwelle für einen kleinen Effekt liegt bei 0,20. Drei der vier Intervalle reichen also über einen kleinen Effekt hinaus, und sie schließen genau den Betrag von 0,18 ein, den [13] für B-Vitamine berichtet.
Damit ist gezeigt, dass eine mittlere oder große Wirkung nicht besteht.
Nicht gezeigt ist, dass gar keine besteht. Wir vergeben deshalb hinweise
und tragen die Richtung im Zeilennamen, statt mit nicht bestätigt mehr zu
behaupten, als die Intervalle hergeben.
Depressive Symptome erfasste innerhalb der reinen B12-Studien nur eine Arbeit mit 140 Teilnehmenden, die intramuskulär dosierte, eine gepoolte Aussage war deshalb nicht möglich [2]. Die Datenlage zu Kombinationen aus Folsäure und B-Vitaminen umfasst für diesen Endpunkt 5 Studien und zeigte keinen Unterschied zu Placebo [2]. Das lässt sich nicht auf Vitamin B12 allein übertragen.
Zur Müdigkeit schreiben dieselben Autoren, ihre Übersicht sei die erste, die diesen Endpunkt eigens gesucht habe, und es liege dazu sehr wenig hochwertige Evidenz vor, was in starkem Gegensatz zu verbreiteten Annahmen und zu Werbeaussagen stehe [2]. Die eine gefundene Studie prüfte eine Kombination, nicht Vitamin B12 allein.
Aufnahme ohne Intrinsic Factor, orale Hochdosis-Gabe
Vitamin B12 wird im gesunden Dünndarm über ein Trägerprotein, den Intrinsic Factor, aktiv aufgenommen. Diese Route ist auf wenige Mikrogramm je Mahlzeit begrenzt. Fehlt der Intrinsic Factor oder ist die Aufnahmestrecke eingeschränkt, bleibt nur die passive Diffusion durch die Darmschleimhaut, und die erfasst nur einen kleinen Teil einer Dosis: Der Cochrane-Review gibt dafür rund 1 Prozent an [3]. In einer randomisierten Pharmakokinetik-Studie an insgesamt 20 gesunden Männern erreichte eine handelsübliche 5-mg-Tablette Cyanocobalamin in einem Arm mit 6 Teilnehmenden eine absolute Bioverfügbarkeit von 2,16 Prozent, gemessen gegen einen Arm mit 4 Teilnehmenden, die 1 mg intravenös erhielten [5]. Diese Studie wurde vom Hersteller eines Aufnahme-Verstärkers finanziert und durchgeführt, die Erstautorin ist dort beschäftigt. Der niedrige Wert für die unveränderte Tablette liegt in der Richtung des Geldgebers, denn er diente als Vergleichsarm für das eigene Präparat. Er verlangt deshalb mehr Vorsicht, nicht weniger. Dazu passt, dass die Meta-Analyse [14] genau diese Arbeit in ihrer Sensitivitätsrechnung als einzige einflussreiche Ausreißerstudie identifiziert, mit der größten Mittelwertdifferenz und sehr hoher Streuung.
Weil die passive Aufnahme trotz des kleinen Prozentsatzes bei sehr hohen Dosen in absoluten Mengen ausreicht, kann orale Hochdosis-Gabe auch bei stark eingeschränkter aktiver Aufnahme den Serumspiegel anheben. Die beste Einzelarbeit dazu ist die Studie OB12 [15]: 283 Erwachsene ab 65 Jahren mit labordiagnostisch gesichertem Mangel in 22 Praxen, randomisiert auf 1 mg Cyanocobalamin oral täglich über 8 Wochen und danach wöchentlich (n gleich 140) oder auf 1 mg intramuskulär nach absteigendem Schema (n gleich 143). Nach 8 Wochen war die orale Gabe nicht unterlegen. Nach 52 Wochen war sie es nicht mehr eindeutig, die Zahlen stehen in der Tabelle oben. 229 der 283 Teilnehmenden (80,9 Prozent) durchliefen das ganze Jahr. 83,4 Prozent zogen die orale Gabe vor, Lebensqualität und unerwünschte Wirkungen waren vergleichbar [15]. Die Studie war öffentlich finanziert, die Autoren geben keine Interessenkonflikte an.
Der Cochrane-Review [3] fasst 3 ältere randomisierte Studien mit 153 randomisierten Teilnehmenden zusammen (74 oral, 79 intramuskulär, Dauer 3 bis 4 Monate). Aus dem Volltext, nicht aus dem Abstract, stammen die Einzelergebnisse: In der einen Studie mit 60 Teilnehmenden und 1000 µg pro Tag lag die mittlere Differenz bei minus 11,7 pg/mL (95%-KI minus 29,5 bis 6,1) zugunsten der intramuskulären Gabe, also praktisch bei null. In der Studie mit 33 Teilnehmenden und 2000 µg pro Tag oral lag der Serumspiegel um 680 pg/mL höher (95%-KI 392,7 bis 967,3) als unter intramuskulärer Gabe. Dazu gehört eine Zahl, die im Abstract fehlt: Die orale Gesamtdosis betrug in dieser Studie 240 mg, die intramuskuläre 9 mg. Der Vorsprung wurde also mit dem gut 26-fachen der Gesamtmenge erreicht.
Zum Anteil derjenigen, die einen Spiegel ab 200 pg/mL erreichten, berichtet derselbe Abschnitt des Volltextes zwei Zahlenpaare, und sie zeigen in verschiedene Richtungen. In der Studie mit 1000 µg pro Tag oral erreichten 27 von 30 (90 Prozent) unter intramuskulärer und 20 von 30 (66,7 Prozent) unter oraler Gabe das Ziel. In der Studie mit 2000 µg pro Tag oral erreichten es 10 von 14 (71,4 Prozent) unter intramuskulärer und 18 von 18 (100 Prozent) unter oraler Gabe. Die Autoren bezeichnen beide Unterschiede ausdrücklich als statistisch nicht signifikant [3]. Ihre eigene Einordnung lautet, dass der Anteil von der oralen Dosis abhängt und bei 2000 µg pro Tag zugunsten der oralen Gabe ausfällt.
Zur ersten dieser beiden Studien gehört ein Vorbehalt, den der Volltext ebenfalls nennt: Ihre Schwundrate lag bei 18,3 Prozent, sie war zwischen den Armen ungleich verteilt (8 Abbrüche im oralen gegenüber 3 im intramuskulären Arm, darunter 2 wegen unerwünschter Wirkungen und 2 wegen ausbleibender subjektiver Besserung), und Cochrane stuft sie deshalb beim Verzerrungsrisiko durch fehlende Daten als hoch ein, mit der Bemerkung, die fehlenden Daten dürften die Effektschätzung beeinflussen [3].
Die Autoren stufen die Evidenz nach GRADE als niedrig ein, um zwei Stufen wegen Ungenauigkeit abgewertet, und schreiben, sie erlaube keine belastbaren Schlüsse. Die Schwundraten lagen zwischen 13,2 und 18,3 Prozent. Keine der 3 Studien wertete klinische Beschwerden aus, und die Autoren merken ausdrücklich an, dass ein normalisierter Serumspiegel nicht zwingend mit einer Besserung von Beschwerden einhergeht [3]. Zur Cobalamin-Form: 2 der 3 Studien verwendeten in beiden Armen Cyanocobalamin, die dritte macht weder zur oralen Zubereitung noch zur Injektion eine Angabe [3]. Für den Review wurden keine externen Mittel angegeben, keiner der 6 Autoren erklärt einen Interessenkonflikt.
Die neueste Auswertung [14] findet zwischen oraler, sublingualer und intramuskulärer Gabe keinen signifikanten Unterschied, weder für den Cobalamin-Anstieg (p gleich 0,270) noch für die Homocystein-Senkung (p gleich 0,485).
Zum Umfang widersprechen sich Abstract und Ergebnisteil dieser Arbeit, und wir folgen dem Ergebnisteil. Das Abstract nennt "16 Studien mit 6098 Teilnehmenden". Abschnitt 3.1 sagt, 25 Arbeiten seien in die qualitative und 16 in die quantitative Synthese eingegangen, und die 6098 Teilnehmenden (im Mittel 244 je Arbeit) gehören zu den 25. Der Haupt-Forest-Plot zum Applikationsweg führt 15 Studien. Die Zahl 6098 gehört also nicht zu den 16 Studien der Meta-Analyse.
Drei weitere Einschränkungen. Der oft zitierte gepoolte Wert von plus 402,6 pg/mL (95%-KI 293,6 bis 511,5) ist ein Vorher-Nachher-Wert über alle Arme hinweg und kein Vergleich der Wege untereinander. Der Wert p gleich 0,270 ist ein Untergruppentest zwischen Studien, also ein indirekter Vergleich ohne Randomisierung zwischen den Wegen, und ein nicht signifikanter Untergruppen- test ist kein Beleg für Gleichwertigkeit. Und die Arbeit ist statistisch sehr uneinheitlich, I-Quadrat 99,6 Prozent, Egger-Test p unter 0,001 als Hinweis auf Publikationsbias, das Vorhersageintervall reicht von minus 237,1 bis 1042,3 pg/mL. Die Autoren stufen die Sicherheit für den Cobalamin-Anstieg nach GRADE als moderat ein, für die Homocystein-Senkung als niedrig, und erklären, ohne kommerzielle oder finanzielle Bindungen gearbeitet zu haben. Diese Übersicht ist kein unabhängiger Beleg neben [3] und [15], sie enthält beide.
Eine retrospektive Kohorte ohne Vergleichsarm rundet das Bild ab [4]. Eingeschlossen waren 94 Erwachsene mit einer chronischen Entzündung, die bei über 95 Prozent von ihnen den unteren Dünndarm betraf, und mit einem labordiagnostisch gesicherten Cobalaminmangel. Bei 24 von 94 (25,5 Prozent) war ein Teil dieses Darmabschnitts operativ entfernt worden, bei den übrigen nicht. Eine eingeschränkte Aufnahme war also nicht Einschlusskriterium, sondern für einen Teil der Gruppe anzunehmen. Von den 94 hatten 76 einen akuten Mangel, davon normalisierten 72 (94,7 Prozent) ihren Spiegel unter oralem Cyanocobalamin, meist 1 mg pro Tag, nach im Mittel 193 Tagen. Der mittlere Spiegel stieg von 152,8 auf 398,1 pg/mL. Weitere 82 Personen standen auf oraler Erhaltungstherapie, bei 81,7 Prozent hielt der Spiegel über im Mittel 1091 Tage. Von denen, bei denen er das nicht tat, räumten 46,6 Prozent mangelnde Therapietreue ein [4]. Da es keine Vergleichsgruppe gab, sagen diese Anteile nichts darüber, wie es unter intramuskulärer Gabe gelaufen wäre. Die Autoren erklären keine Interessenkonflikte.
Formen im Vergleich, Methylcobalamin gegenüber Cyanocobalamin
Die verbreitete Behauptung, Methylcobalamin werde besser aufgenommen oder wirke zuverlässiger als Cyanocobalamin, ist am Menschen dünn belegt, und die beiden Arbeiten, die es direkt geprüft haben, sind beide retrospektiv und beide an Kindern.
Bei 129 Kindern von 5 bis 18 Jahren [6] wurden sublinguales Methylcobalamin, sublinguales Cyanocobalamin und intramuskuläres Cyanocobalamin verglichen. Der Serumspiegel stieg in allen Gruppen signifikant, und die Autoren schließen, sublinguale Gabe sei so wirksam wie intramuskuläre. Ihr eigenes Abstract berichtet aber im selben Satz einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen (p unter 0,05), ohne ihn zu beziffern und ohne zu sagen, welche Gruppe besser abschnitt. Die Auswertung stützt sich hier auf die Studienzusammenfassung (Abstract), wir können den Widerspruch deshalb nicht auflösen. Bei 158 Kindern von 0 bis 3 Jahren [16] stieg der Spiegel unter oralem Cyanocobalamin, sublingualem Methylcobalamin und intramuskulärem Cyanocobalamin jeweils an, berichtet ist im Abstract allein der Vorher-Nachher-Vergleich innerhalb jeder Gruppe (p unter 0,05). Ein Gruppenvergleich mit Effektmaß und Intervall steht dort nicht, obwohl der Titel Gleichwertigkeit behauptet. Auch dieser Volltext lag für diese Recherche nicht vor.
Beide Arbeiten stecken allerdings in der Meta-Analyse [14], deren Volltext frei ist, und dort tragen sie eigene Schätzer im Haupt-Forest-Plot, mit einem Test der Applikationswege gegeneinander (p gleich 0,270). Für die Frage nach der Cobalamin-Form hilft das nur begrenzt weiter, aus zwei Gründen. Erstens trennt [14] nach Applikationsweg, nicht nach Form, sublingual und Methylcobalamin fallen dort also zusammen, obwohl [16] auch sublinguales Cyanocobalamin nicht führt und [6] beides prüft. Zweitens ist [6] in der Studientabelle von [14] mit 128 statt 129 Teilnehmenden und in der Interventionsspalte allein mit Cyanocobalamin geführt, der Methylcobalamin-Arm dieser Studie fehlt dort. Über alle 25 Arbeiten der qualitativen Synthese hinweg nennt [14] 14 mit Cyanocobalamin, 6 mit Methylcobalamin und 4 mit Hydroxocobalamin, ohne diese Formen gegeneinander auszuwerten.
Die Aufnahmestudie an 101 Erwachsenen [11] wird in dieser Frage häufig angeführt und trägt sie nicht. Sie verglich Cyanocobalamin mit Hydroxocobalamin, nicht mit Methylcobalamin, und arbeitete mit sehr kleinen Mengen: 1,5, 3 und 6 µg im Über-Kreuz-Vergleich bei 59 Personen mit niedrigem Status und 3, 6 und 9 µg bei 42 Personen mit normalem Status, wobei nur 14 davon beide Formen erhielten. Der Anstieg des Holotranscobalamins fiel nach Cyanocobalamin zwei- bis dreifach höher aus als nach Hydroxocobalamin, in Zahlen bei niedrigem Status 19 gegenüber 6 pmol/L bei 1,5 µg, 23 gegenüber 7 bei 3 µg und 30 gegenüber 14 bei 6 µg [11].
Entscheidend ist, was die Autoren selbst daraus schließen, denn es ist das Gegenteil dessen, was die Zahl nahelegt: Sie verwerfen die Lesart, dass Cyanocobalamin besser aufgenommen werde, ausdrücklich. Ältere Arbeiten mit radioaktiv markiertem Cobalamin und ihre eigenen Tierdaten sprächen für eine gleich gute Aufnahme beider Formen, und die naheliegendere Erklärung sei, dass Hydroxocobalamin schneller aus dem Blut ins Gewebe übergeht und deshalb weniger davon als Holotranscobalamin messbar bleibt [11]. Ihr eigenes Fazit lautet, der Blutspiegel sei zum Vergleich verschiedener Cobalamin-Formen nur eingeschränkt geeignet und man müsse beim Vergleich dieselbe Form verwenden. Aus dieser Arbeit folgt also weder ein Vorteil von Cyanocobalamin noch einer von Methylcobalamin. Sie wurde aus öffentlichen Mitteln in Dänemark und Indien finanziert, die Autoren erklären keine Interessenkonflikte.
Zusammengefasst: Es gibt keinen belegten Aufnahmevorteil einer Form, und es gibt auch keinen belegten Nachteil. Was es gibt, ist ein Ungleichgewicht der Datenlage. Die Wirksamkeitsbelege für die Anhebung eines erniedrigten Serumspiegels stammen praktisch vollständig aus Studien mit Cyanocobalamin.
Methylcobalamin und Nervenleitgeschwindigkeit
Methylcobalamin wird unter dem Namen Mecobalamin in Teilen Asiens seit langem für die Nervenfunktion eingesetzt, und dazu gibt es eine eigene Meta-Analyse [17]. Sie fasst 15 randomisierte Studien mit 1707 Erwachsenen zusammen, die wegen einer bestehenden Nervenschädigung in Behandlung waren. Die Auswahl erfolgte über diese ärztliche Zuordnung, in allen Studien ausgelöst entweder durch eine Störung des Zuckerstoffwechsels oder durch eine vorangegangene Virusinfektion. Ein Messwert der Nervenleitung war nicht Einschlusskriterium, er war einer der Endpunkte.
Das ist zugleich die einzige Stelle des Eintrags, an der Methylcobalamin selbst mit Effektmaß und Intervall geprüft wurde, und die Ergebnisse gehen je nach Endpunkt auseinander. Deshalb stehen dazu oben zwei getrennte Zeilen statt einer. Auf dem zusammengesetzten Erfolgsmaß der Einzelstudien schnitt Methylcobalamin allein besser ab als das aktive Vergleichsmittel, Risk Ratio 1,17 (95%-KI 1,03 bis 1,33), in Kombination mit anderen Wirkstoffen 1,32 (95%-KI 1,21 bis 1,45). Auf die Nervenleitgeschwindigkeit wirkte dagegen nur die Kombination, Methylcobalamin allein nicht, und auf Schmerzscore und Beschwerdescore wirkte keines von beiden. Für diese drei Nullbefunde nennt das Abstract kein Effektmaß mit Intervall, und die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract, sie zeigen deshalb nicht, dass eine Wirkung ausbleibt.
Drei Einschränkungen gelten für beide Zeilen. Verglichen wurde gegen ein aktives Mittel und nicht gegen Placebo, der Bezugspunkt ist also ein anderer als in den übrigen Zeilen dieses Eintrags. 11 der 15 Studien (73 Prozent) stuften die Autoren nach den Cochrane-Kriterien als mit hohem Verzerrungsrisiko behaftet ein. Und ihr eigenes Fazit lautet, für Methylcobalamin allein sei die Datenlage nicht klar und es brauche hochwertigere Studien [17]. Schwere unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit Methylcobalamin wurden in den Behandlungszeiträumen nicht berichtet [17].
Diagnostik, warum der Serumspiegel allein nicht ausreicht
Der Gesamt-Serumspiegel von Vitamin B12 misst auch die inaktiv gebundene Fraktion mit. Nur ein kleiner Teil ist an Transcobalamin gebunden und damit für die Zellen tatsächlich verfügbar, dieser Anteil heißt Holotranscobalamin. In einer bevölkerungsbasierten Studie an 2403 älteren Menschen [8], die erhöhte Methylmalonsäure als Referenz für einen Mangel auf Stoffwechselebene nutzte, hatte Holotranscobalamin eine größere Fläche unter der ROC-Kurve als der Gesamt-Serumspiegel (0,85 gegenüber 0,76, p unter 0,001), und dasselbe galt getrennt bei normaler (0,87 gegenüber 0,79, p unter 0,001) und bei eingeschränkter Nierenfunktion (0,85 gegenüber 0,74, p gleich 0,002). Die Autoren betonen zugleich, dass sich weder der eine noch der andere Test für ein Screening symptomloser Personen eignet, weil beide mehr falsch-positive als richtig-positive Befunde liefern [8]. Methylmalonsäure gilt neben Holotranscobalamin als zweiter funktioneller Marker, weil sie bei einem Mangel auf Zellebene ansteigt, noch bevor der Serumspiegel auffällig wird. Diese Arbeit ist von 2007, wir haben keine neuere Vergleichsstudie gleicher Bauart geprüft.
Schwere Gefäßereignisse trotz Homocystein-Senkung
Weil Vitamin B12 am Abbau von Homocystein beteiligt ist, wird der Substanz verbreitet ein Nutzen für die Gefäße zugeschrieben. Eine Meta-Analyse mit Individualdaten aus 8 randomisierten placebokontrollierten Studien und 37485 Teilnehmenden [7] prüfte das über eine mediane Nachbeobachtung von 5 Jahren. Die Homocystein-Werte sanken im Mittel um 25 Prozent, schwere Gefäßereignisse nahmen dadurch nicht ab, Rate Ratio 1,01 (95%-KI 0,97 bis 1,05) verglichen mit Placebo. Auch für die Untergruppen und für die Gefäßsterblichkeit fand sich kein Effekt [7]. Das Intervall ist eng genug, um schon eine Verringerung um 3 Prozent auszuschließen. Es sagt aber nichts über Vitamin B12 als Reinstoff, denn kein Studienarm gab ihn allein. Das Abstract beschreibt die Studien als Folsäure-Studien, der Titel als Studien mit B-Vitaminen, welche der 8 Studien Vitamin B12 enthielten, geht daraus nicht hervor. Die Auswertung stützt sich hier auf die Studienzusammenfassung (Abstract).
Sicherheit und Wechselwirkungen
Vitamin B12 ist wasserlöslich, überschüssige Mengen werden ausgeschieden. Die EFSA hat keine tolerierbare Höchstmenge festgelegt. In den Kurzzeitstudien zur Mangelbehandlung war die Verträglichkeit unauffällig, die Datenlage dazu ist allerdings dünn: Der Cochrane-Review stuft sie als sehr niedrig ein und stützt sich auf 2 Studien mit 120 Teilnehmenden. In der einen traten keine behandlungsbedingten unerwünschten Wirkungen auf, in der anderen brachen 2 von 30 Personen (6,7 Prozent) im oralen Arm wegen unerwünschter Wirkungen ab [3]. In der Studie OB12 waren unerwünschte Wirkungen zwischen oraler und intramuskulärer Gabe vergleichbar [15].
Zusammenspiel mit Folsäure
Ein wichtiger Punkt betrifft nicht Vitamin B12 selbst, sondern sein Zusammenspiel mit Folsäure: Eine hohe Folsäurezufuhr kann einen gleichzeitigen B12-Mangel diagnostisch verschleiern, während die Stoffwechselfolgen weiterlaufen. In einer Querschnittsauswertung der US-amerikanischen NHANES-Erhebung an insgesamt 1459 älteren Teilnehmenden hatten 346 einen labordiagnostisch niedrigen B12-Status. In dieser Untergruppe war ein Serumfolatwert über 59 nmol/L gegenüber einem niedrigeren mit einer höheren Odds Ratio für ein verändertes Blutbild verbunden, 3,1 (95%-KI 1,5 bis 6,6), und für eine Punktzahl unter 34 im Digit-Symbol-Coding-Test, 2,6 (95%-KI 1,1 bis 6,1) [9]. Wie klein die tragende Gruppe tatsächlich ist, steht nur in Tabelle 2 des Volltextes: Die Zelle mit niedrigem B12-Status und zugleich hohem Folat umfasst 49 Personen in der Blutbild-Auswertung und 42 in der kognitiven Auswertung [9]. Auf diesen beiden Zellen ruhen die beiden Odds Ratios.
Bei normalem B12-Status kehrte sich der Zusammenhang um, statt zu verschwinden. Dort war ein hoher Folatwert mit einer Odds Ratio von 0,4 (95%-KI 0,2 bis 0,9) für dieselbe Punktzahl im kognitiven Test verbunden, also mit einem selteneren Auftreten [9]. Die Daten sind querschnittlich und damit nicht ursächlich beweisend. Sie stützen aber die Vorsicht, B12-Status und Folsäurezufuhr gemeinsam zu betrachten statt getrennt. Die Arbeit wurde vom US-Landwirtschaftsministerium und den National Institutes of Health gefördert.
Sehr hohe Dauerdosen und hohe Blutspiegel
Hier liegen drei Befunde vor, die in dieselbe Richtung zeigen, und zwei, die es nicht tun. Keiner von ihnen prüfte Methylcobalamin, das ist derselbe Vorbehalt, der oben gegen die Nutzenaussagen steht, und er gilt hier genauso.
Randomisiert: In einer gemeinsamen Auswertung zweier randomisierter, doppelblinder, placebokontrollierter Studien mit 6837 Teilnehmenden unter kardiologischer Betreuung [18] erhielten die Behandlungsarme 0,8 mg Folsäure pro Tag plus 0,4 mg Vitamin B12 pro Tag, teils zusätzlich 40 mg Vitamin B6. Nach median 39 Monaten Behandlung und weiteren 38 Monaten Beobachtung wurden bei 341 von 3411 Teilnehmenden (10,0 Prozent) mit Folsäure plus Vitamin B12 gegenüber 288 von 3426 (8,4 Prozent) ohne diese Gabe neu bösartige Neubildungen erfasst, Hazard Ratio 1,21 (95%-KI 1,03 bis 1,41). Die Sterblichkeit an dieser Ursache lag bei 4,0 gegenüber 2,9 Prozent, Hazard Ratio 1,38 (95%-KI 1,07 bis 1,79), die Gesamtsterblichkeit bei 16,1 gegenüber 13,8 Prozent, Hazard Ratio 1,18 (95%-KI 1,04 bis 1,33). Getragen wurde das Ergebnis überwiegend von Neubildungen der Lunge. Vitamin B6 allein zeigte keinen solchen Zusammenhang [18]. Zwei Einschränkungen: Gegeben wurde eine Kombination, ein Anteil von Vitamin B12 daran lässt sich nicht abtrennen, und die beiden Studien sind sehr wahrscheinlich unter den 8 Studien der Meta-Analyse [7] enthalten, die für den Zeitraum der Studienbehandlung keinen Effekt auf Neubildungen fand, Rate Ratio 1,05 (95%-KI 0,98 bis 1,13). Der Unterschied liegt im Beobachtungsfenster, [18] rechnet die Nachbeobachtung nach Studienende mit.
Beobachtend: In der prospektiven VITAL-Kohorte mit 77118 Teilnehmenden und 808 während der Nachbeobachtung neu erfassten bösartigen Neubildungen der Lunge war eine über 10 Jahre gemittelte Einnahme von mehr als 55 µg Vitamin B12 pro Tag aus Einzelpräparaten bei Männern mit einer fast verdoppelten Rate verbunden, Hazard Ratio 1,98 (95%-KI 1,32 bis 2,97), verglichen mit Nichtnutzern, bei Rauchern stärker ausgeprägt [10]. Bei Frauen und bei der Einnahme über Multivitamin-Präparate zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. Ein Muster aus dem Volltext spricht gegen eine einfache Deutung: Die frühere Einnahme war deutlich stärker mit der Rate verbunden, Hazard Ratio 2,42 (95%-KI 1,49 bis 3,95), als die zum Erhebungszeitpunkt laufende, Hazard Ratio 1,22 (95%-KI 0,91 bis 1,64), deren Intervall die Eins einschließt [10]. Die Arbeit wurde von den National Institutes of Health gefördert.
Genetisch gestützt: Die bislang größte Auswertung [19] verband Blutspiegelmessungen vor Auftreten des Endpunkts bei 5183 Fall-Kontroll-Paaren aus 20 prospektiven Kohorten mit einer Mendelschen Randomisierung an 29266 Fällen und 56450 Kontrollen. Ein doppelter Blutspiegel war mit einer Odds Ratio von 1,15 (95%-KI 1,06 bis 1,25) verbunden, ein genetisch bedingter Unterschied von 150 pmol/L mit 1,08 (95%-KI 1,00 bis 1,16). Nach Gewebetyp getrennt hält der Zusammenhang nur bei einem der drei Typen: beim Adenokarzinom mit 1,14 (95%-KI 1,00 bis 1,30) in der Blutspiegelanalyse und 1,23 (95%-KI 1,11 bis 1,37) in der genetischen Auswertung. Beim kleinzelligen Karzinom schließen beide Intervalle die Eins ein, 1,20 (95%-KI 0,91 bis 1,59) und 1,17 (95%-KI 0,96 bis 1,41), und beim Plattenepithelkarzinom liegt der Schätzer auf der Eins, 1,00 (95%-KI 0,81 bis 1,23) und 0,97 (95%-KI 0,86 bis 1,10) [19]. Anders als in der VITAL-Kohorte fand sich der Zusammenhang bei Frauen und Männern gleichermaßen [19]. Die Autoren prüften ausdrücklich, ob Rauchen die genetische Auswertung erklären könnte, und fanden keinen Zusammenhang zwischen den genetischen Markern und dem Rauchverhalten. Die Arbeit wurde öffentlich gefördert, die Autoren geben keine Interessenkonflikte an. Zu beachten ist, dass hier Blutspiegel und genetische Veranlagung gemessen wurden und nicht die Einnahme eines Präparats. [19] behandelt die VITAL-Kohorte als fremde Vergleichsarbeit und grenzt sich von ihr ab, beide Befunde sind also unabhängig voneinander.
Auf ein Muster lohnt sich dabei ein zweiter Blick, weil es der Gleichrichtung widerspricht: [10] berichtet den Zusammenhang für alle Gewebetypen außer dem Adenokarzinom und deutet das als Hinweis auf einen Zusammenhang mit dem Rauchen. [19] findet ihn ausgerechnet beim Adenokarzinom am deutlichsten und beim Plattenepithelkarzinom gar nicht. Die beiden Arbeiten zeigen im Gesamtergebnis in dieselbe Richtung, im Gewebemuster aber gegeneinander. Was davon zutrifft, lässt sich aus den beiden Arbeiten nicht entscheiden.
Und die Gegenbefunde, zwei an der Zahl. In der Southern Community Cohort Study mit 68236 Teilnehmenden zwischen 40 und 79 Jahren und 1064 neu erfassten Fällen war die Zufuhr von Vitamin B12 über die Nahrung nicht mit der Rate verbunden, Hazard Ratio für das oberste gegenüber dem untersten Viertel 0,95 (95%-KI 0,80 bis 1,12) im Grundmodell und 0,99 (95%-KI 0,84 bis 1,17) im erweiterten Modell, Trend-p 0,87 beziehungsweise 0,73. Auch die Einnahme folsäurehaltiger Nahrungsergänzungsmittel war es nicht [20]. Dieses Intervall schließt eine Verdopplung, wie sie [10] berichtet, klar aus, aber für einen anderen Gegenstand: Die Autoren erfassten die Zufuhr über Lebensmittel und konnten die Menge aus Nahrungsergänzung ausdrücklich nicht schätzen [20]. Der Befund entlastet damit Ernährungsmengen und sagt zu hochdosierten Einzelpräparaten nichts. Die Arbeit wurde vom National Cancer Institute gefördert, die Autoren erklären keine Interessenkonflikte.
Der zweite Gegenbefund wiegt leichter: In einer eingebetteten Fall-Kontroll-Studie mit 490 Fällen und 490 Kontrollen in China war der Vitamin-B12-Blutspiegel nicht mit der Rate verbunden [21]. Das Abstract nennt dazu allerdings kein Effektmaß und kein Intervall, sondern nur die Feststellung, und die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract. Damit ist offen, welche Größenordnung diese Arbeit ausschließt.
Zusammengenommen: Das Signal betrifft sehr hohe Dauerdosen aus Einzelpräparaten und hohe Blutspiegel, nicht die üblichen Mengen aus einer Nahrungsergänzung zur allgemeinen Versorgung, und es stammt aus Studien mit Kombinationen oder ohne Angabe der Cobalamin-Form.
Metformin
Wer den Blutzucker senkende Wirkstoff Metformin einnimmt, sollte den B12-Status im Auge behalten: Eine Meta-Analyse aus 4 Studien innerhalb eines Reviews aus 26 Arbeiten [12] fand unter Metformin nach 6 Wochen bis 3 Monaten einen um 57 pmol/L niedrigeren B12-Spiegel (95%-KI 35 bis 79 pmol/L niedriger) verglichen mit Personen ohne Metformin. In 10 von 17 Beobachtungsstudien lagen die Werte unter Metformin ebenfalls signifikant niedriger. Ein Teil der Betroffenen rutschte dadurch in einen grenzwertigen oder eindeutigen Mangel [12]. Diese Übersicht ist von 2016 und stützt sich auf eine Literatursuche bis Juli 2013, eine neuere Auswertung haben wir dazu nicht geprüft.
Quellen zum Nachlesen
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Randomisierte Pharmakokinetik-Studie, Hersteller des Aufnahmeverstärkers · 2011
Pharmacokinetics of oral cyanocobalamin formulated with sodium N-[8-(2-hydroxybenzoyl)amino]caprylate (SNAC), an open-label, randomized, single-dose, parallel-group study in healthy male subjects
Castelli MC, et al. Clin Ther
- 06
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07
Meta-Analyse mit Individualdaten aus 8 randomisierten Studien · 2010
Effects of lowering homocysteine levels with B vitamins on cardiovascular disease, cancer, and cause-specific mortality, Meta-analysis of 8 randomized trials involving 37485 individuals
Clarke R, et al. Arch Intern Med
Zur Zuschreibung: 14
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- 09
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Kontrollierte Interventionsstudie mit Cross-over-Design, Volltext gelesen · 2018
Increase in circulating holotranscobalamin after oral administration of cyanocobalamin or hydroxocobalamin in healthy adults with low and normal cobalamin status
Greibe E, et al. Eur J Nutr
Zur Zuschreibung: 11
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Pragmatische randomisierte Nichtunterlegenheitsstudie, Volltext gelesen · 2020
Oral versus intramuscular administration of vitamin B12 for vitamin B12 deficiency in primary care, a pragmatic, randomised, non-inferiority clinical trial (OB12)
Sanz-Cuesta T, et al. BMJ Open
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Bei H.P.N
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