Boswellia Serrata Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Boswellia serrata · Weihrauch · Indischer Weihrauch · Salai Guggul · Olibanum
Auf einen Blick
- Was es ist
- Ein Oleogummiharz, das aus Einschnitten in der Rinde des Weihrauchbaums Boswellia serrata gewonnen wird. Die als wirkbestimmend geltenden Leitsubstanzen sind die Boswelliasäuren, allen voran die Acetyl-11-keto-beta-Boswelliasäure (AKBA)
- Herkunft
- Trockenwälder und Bergregionen Indiens. Botanisch von anderen im Handel befindlichen Weihrauch-Arten wie Boswellia carterii, Boswellia sacra, Boswellia thurifera und Boswellia frereana zu unterscheiden, deren Harze eine abweichende Zusammensetzung haben. Die als Einzelstudien zitierten Humanstudien prüfen ausdrücklich Boswellia serrata. Zwei der zitierten Übersichtsarbeiten sind jedoch nicht auf diese Art beschränkt, ihre Einschlusstabellen enthalten je eine Kombinationsstudie mit Boswellia thurifera, und eine der beiden Übersichten ist im Titel genusweit angelegt (Boswellia statt Boswellia serrata)
- Wirkform in Studien
- Standardisierte Extrakte mit stark unterschiedlichem Gehalt an Boswelliasäuren und an AKBA im Besonderen. Untersucht wurden sowohl ältere, nicht markenrechtlich geschützte Extrakte mit meist 60 bis 65 Prozent Gesamt-Boswelliasäuren als auch mehrere markenrechtlich geschützte, auf AKBA angereicherte Extrakte mit eigener Studienlage, etwa 5-Loxin (rund 30 Prozent AKBA) und Aflapin (AKBA-Anreicherung kombiniert mit einem nichtflüchtigen Anteil, der die Aufnahme verbessern soll). Ergebnisse eines Extrakts lassen sich wegen der unterschiedlichen Standardisierung nicht ohne Weiteres auf einen anderen übertragen. Der angenommene Wirkmechanismus ist eine Hemmung des Enzyms 5-Lipoxygenase und damit der Bildung entzündungsfördernder Leukotriene
- Übliche Studiendosis
- 100 bis 4200 mg Extrakt pro Tag je nach Präparat und Fragestellung. Ältere, nicht angereicherte Extrakte wurden meist mit 900 bis 1200 mg pro Tag geprüft, vereinzelt mit bis zu 3600 mg. Ausgewählte, auf 20 bis 30 Prozent AKBA angereicherte Markenextrakte wurden bereits ab 100 mg pro Tag geprüft. Eine Prozentangabe zum Gehalt an Boswelliasäuren insgesamt lässt keinen Rückschluss auf den AKBA-Gehalt eines Extrakts zu
- Verträglichkeit
- In den zitierten placebokontrollierten Humanstudien über 4 bis 52 Wochen im Allgemeinen gut vertragen, gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden. In-vitro-Untersuchungen an menschlichem Lebergewebe und Darmzellkulturen zeigen eine Verstoffwechselung über das Enzym CYP3A4, worüber auch zahlreiche Arzneistoffe abgebaut werden. Eine Humanstudie zu dieser Wechselwirkung liegt nicht vor
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Schmerz und Gelenkfunktion bei Kniearthrose (WOMAC-, VAS- und Lequesne-Werte), verschiedene standardisierte orale Boswellia-Extrakte gegen Placebo oder aktive Vergleichspräparate, positive Auswertungen aus durchgehend herstellerfinanzierten Studien zu zwei markenrechtlich geschützten Extrakten gegenüber zwei unabhängigen Meta-Analysen ohne gesicherten Unterschied zu den Kontrollgruppen
WidersprüchlichEinordnung und Einschränkungen
Mehrere voneinander unabhängige systematische Übersichten kommen für Boswellia-Extrakte bei Kniearthrose übereinstimmend zu einem statistisch gesicherten Vorteil gegenüber Placebo, wobei der größte Teil der tragenden Studien aus einem engen, herstellernahen Studienumfeld stammt. Ein Cochrane-Review (49 randomisierte Studien zu 33 pflanzlichen Interventionen bei Arthrose insgesamt, davon 5 Studien zu 3 verschiedenen Boswellia-serrata-Extrakten) stufte die Evidenz für 100 mg pro Tag eines auf AKBA angereicherten Extrakts über 90 Tage als moderat ein (2 Studien, 85 Teilnehmende), mit einer gegenüber Placebo signifikanten Schmerzreduktion (VAS minus 17 Punkte von 100, 95-Prozent-Konfidenzintervall 8 bis 26) und Funktionsverbesserung (WOMAC-Funktion minus 8 Punkte von 100, 95-Prozent-KI 2 bis 14), sowie ebenfalls moderate Evidenz aus 2 weiteren Studien mit 97 Teilnehmenden zu einem zweiten, AKBA-angereicherten Extrakt mit einem nichtflüchtigen Ölanteil [1]. Beide moderat bewerteten Studiengruppen gehen auf die beiden markenrechtlich geschützten Extrakte 5-Loxin und Aflapin der Unternehmensgruppe Laila Nutraceuticals zurück, deren Studien sich teils in der Autorenschaft überschneiden [8, 9, 10]. Für die 999-mg-Dosis stufte der Review die Evidenz laut Summary-of-Findings-Tabelle als niedrig ein; für den 250-mg-Studienarm dagegen als moderat, obwohl das Abstract des Reviews an dieser Stelle von niedriger Qualität spricht. Das Abstract weicht damit von den eigenen Summary-of-Findings-Tabellen des Reviews ab, hier wird durchgehend den Tabellen gefolgt. Für eine 99-mg-Dosis im Vergleich zum NSAR Valdecoxib, also ohne Placebo-Arm, blieb die Aussage wegen sehr niedriger Studienqualität offen [1]. Eine unabhängige, nicht auf einen Boswellia-Hersteller zurückgehende Übersicht wertete den Boswellia-Studienarm getrennt von einem parallel geprüften Curcumin-Arm aus, 4 randomisierte Studien mit zusammen 216 Teilnehmenden gegen Placebo zeigten eine große, statistisch signifikante Schmerzreduktion (standardisierte Mittelwertdifferenz minus 2,04, 95-Prozent-KI minus 2,81 bis minus 1,27) und Funktionsverbesserung (SMD minus 1,52, 95-Prozent-KI minus 2,24 bis minus 0,79); alle 4 Studien maßen Schmerz auf einer VAS-Skala, nur 3 der 4 maßen zusätzlich die WOMAC-Schmerz-Subskala, für diese 3 Studien allein blieb der Effekt statistisch signifikant (SMD minus 1,37, 95-Prozent-KI minus 1,70 bis minus 1,04); die vierte, namentlich Kimmatkar et al. [7], erfasste Schmerz und Funktion nicht mit WOMAC, sondern mit einer eigenen 0-bis-3-Skala. Die GRADE-Bewertungstabellen dieser Übersicht (Summary of Findings) stufen die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz für beide Boswellia-Endpunkte als sehr niedrig ein, mit den Begründungen sehr schwerwiegendes Verzerrungsrisiko, sehr schwerwiegende Inkonsistenz und sehr schwerwiegende Unpräzision; im Volltext-Fließtext derselben Arbeit beschreiben die Autoren dieselben beiden Boswellia-Endpunkte an anderer Stelle dagegen wörtlich als von niedriger statt sehr niedriger Qualität, eine Abweichung zwischen Fließtext und eigener GRADE-Tabelle innerhalb der Arbeit selbst und nicht, wie zunächst angenommen, ein Verweis auf die gesamte Evidenzbasis einschließlich des Curcumin-Arms; hier wird durchgehend der Tabelle gefolgt. Eine von der Übersicht selbst durchgeführte Sensitivitätsanalyse, die auf Studien mit mehr als 30 Teilnehmenden je Vergleich beschränkt (3 der 4 Studien, 186 Teilnehmende), senkt den Schmerzeffekt auf SMD minus 1,67 (95-Prozent-KI minus 2,16 bis minus 1,17) und den Funktionseffekt auf SMD minus 1,10 (95-Prozent-KI minus 1,42 bis minus 0,78); beide bleiben statistisch signifikant. Das entspricht einer Verringerung um rund 18 Prozent beim Schmerzwert und um rund 28 Prozent beim Funktionswert; die Diskussion der Übersicht selbst nennt pauschal 18 Prozent für beide Endpunkte zusammen. Die Übersicht hielt zudem fest, dass 3 der 4 eingeschlossenen Studien vom jeweiligen Extrakthersteller finanziert waren und die vierte einen beim Hersteller angestellten Koautor hatte; in der Tabelle zur Interessenkonfliktlage steht für alle 4 placebokontrollierten Boswellia-Studien in der Spalte zur Industriefinanzierung ein Ja, darunter auch die früheste der 4 Studien [7], die im bisherigen Studienbild als vergleichsweise unabhängig galt [2]; es handelt sich um dieselben 4 Einzelstudien, die auch in den Cochrane-Review und mehrere der folgenden Übersichten eingehen [7, 8, 9, 10]. Eine spätere, dem Titel nach auf Boswellia beschränkte Meta-Analyse aus 7 randomisierten Studien mit 545 Teilnehmenden fand gegenüber Placebo oder aktiven Vergleichspräparaten signifikante Verbesserungen bei Schmerz, Steifigkeit und Funktion [3]. Ihre Einschlusstabelle zeigt jedoch, dass nur 3 der 7 Studien Boswellia als Einzelstoff prüften, erneut dieselben 3 Studien zu 5-Loxin und Aflapin aus demselben Unternehmensumfeld mit zusammen 186 Teilnehmenden in beiden Studienarmen [8, 9, 10]. Die übrigen 4 Studien prüften Kombinationspräparate, darunter Boswelliasäure 150 mg zusammen mit Curcuminoiden 350 mg, Boswellia thurifera (eine andere Art als Boswellia serrata) zusammen mit einem Sanddorngewächs-Extrakt gegen Ibuprofen ohne Placebo-Arm, sowie zweimal Boswelliasäure im niedrigen Milligrammbereich (15 beziehungsweise 7,5 mg) zusammen mit 5 bis 10 Gramm Methylsulfonylmethan gegen Placebo beziehungsweise Glucosaminsulfat [3]. Eine spätere, unabhängige Meta-Analyse kritisiert genau diese Vermischung von reinen Extrakt- und Kombinationsstudien in der genannten Arbeit ausdrücklich [4]. Diese kritisierende, genusweit statt auf Boswellia serrata beschränkt angelegte Meta-Analyse wertete 13 beziehungsweise 14 randomisierte Studien aus (Gehalt an AKBA in den eingeschlossenen Einzelextrakten je nach Studie zwischen 0,6 und 30 Prozent, ein weiterer Beleg für die eingangs beschriebene Uneinheitlichkeit der geprüften Zubereitungen), darunter erneut die Boswellia-thurifera-Kombinationsstudie [4]. Ihre Gesamtauswertung fand wegen hoher Heterogenität (I-Quadrat 85,0 Prozent WOMAC, 75,5 Prozent VAS) keinen statistisch gesicherten Unterschied zu den Kontrollgruppen (WOMAC SMD minus 0,24, 95-Prozent-KI minus 0,51 bis 0,03, p gleich 0,0865; VAS SMD minus 0,10, 95-Prozent-KI minus 0,35 bis 0,14, p gleich 0,3966); nach Entfernung der Datensätze, die für eine Verzerrung der Publikationsbias-Prüfung (Egger-Test) verantwortlich waren, blieb die Auswertung auf 6 Studien (568 Teilnehmende, WOMAC, p gleich 0,0603) beziehungsweise 7 Studien (869 Teilnehmende, VAS, p gleich 0,0589) beschränkt und weiterhin ohne statistisch gesicherten Unterschied. Eine gesonderte, von den Autoren selbst ausdrücklich als unterstützend und explorativ bezeichnete Untergruppenanalyse nach Kontrolltyp fand für den WOMAC-Wert unter Placebo-Kontrolle (15 von 42 Datensätzen, knapp zwei Drittel des Zufallseffektmodells) einen mittleren Effekt zugunsten von Boswellia (SMD 0,60); der im Volltext daneben berichtete Wert p kleiner 0,0001 prüft dabei den Unterschied zwischen den drei Kontrollarten Placebo-, Negativ- und Positivkontrolle und nicht die Signifikanz des Placebo-Teileffekts selbst, für den die Arbeit kein eigenes Konfidenzintervall angibt. Eine zweite, gesonderte Untergruppenanalyse nach Formulierungstyp nennt im Volltext für Boswellia als alleinigen Extrakt SMD plus 0,1725 und für Boswellia-haltige Mischformulierungen mit anderen Pflanzenextrakten SMD minus 0,4348 (Unterschied zwischen beiden Untergruppen p gleich 0,0423); die beiden Werte tragen entgegengesetzte Vorzeichen, obwohl der Text beide als Verbesserung beschreibt, die Vorzeichenlogik der Arbeit ist an dieser Stelle also nicht schlüssig, und ein Konfidenzintervall steht für keinen der beiden Werte im Text, sondern nur im Forest-Plot Abbildung 8; von den beiden auswertbaren Studien zum alleinigen Boswellia-Extrakt zeigte nur eine ein signifikant niedrigeres WOMAC in der Boswellia-Gruppe, die andere dagegen ein signifikant niedrigeres WOMAC in der Kontrollgruppe, die dort allerdings ein NSAR erhielt. Eine ergänzende Meta-Regression, die 67,3 Prozent der WOMAC-Restheterogenität erklärte, bestätigte einen signifikanten Vorteil der Placebo-Kontrolle gegenüber Negativ- (p gleich 0,0365) und Positivkontrolle (p kleiner 0,001), fand jedoch weder für die Formulierungsart noch für die Studiendauer einen eigenständigen signifikanten Einfluss auf den Effekt, anders als die einfachere, oben genannte Untergruppenanalyse nach Formulierungstyp; für den VAS-Wert blieb die Meta-Regression insgesamt ohne signifikanten Befund. Die eigene Schlussfolgerung der Arbeit ist trotz der nicht signifikanten Hauptauswertung positiv [4]. Eine noch breiter angelegte Netzwerk-Meta-Analyse von 35 Cochrane-Übersichten zu Arthrose-Behandlungen insgesamt bündelt Boswellia zusammen mit 31 weiteren pflanzlichen Einzelmitteln in einer gemeinsamen Sammelkategorie Kräuter (29 Studien) und weist dafür einen mittleren Effekt aus (SMD minus 0,57 im Netzwerkmodell); sie liefert damit keinen von den übrigen hier zitierten Übersichten unabhängigen, Boswellia-spezifischen Zahlenwert und wird deshalb nicht als eigener Beleg für diese Zeile gezählt [29]. Eine neuere und größere Netzwerk-Meta-Analyse zu 7 Nahrungsergänzungsmitteln bei Kniearthrose (39 randomisierte Studien, 42 Einzelauswertungen, 4599 Teilnehmende insgesamt) fand für Boswellia aus 8 eingeschlossenen Studien als einziges der 7 geprüften Präparate durchgehend signifikante Verbesserungen bei WOMAC-Schmerz, WOMAC-Steifigkeit, WOMAC-Funktion und VAS-Schmerz gegenüber Placebo, warnte in der Diskussion aber ausdrücklich, dass die für Boswellia sprechende Evidenz überwiegend auf methodisch schwächeren Einzelstudien beruhe; die 8 eingeschlossenen Boswellia-Studien sind durchweg herstellernah und stammen weit überwiegend aus einem Umfeld, 6 aus demselben engen Kreis von Herstellern und Autoren wie in den vorgenannten Übersichten, je eine weitere von einem zweiten und einem dritten Anbieter; wie bei der oben genannten Arbeit von Yu und Kollegen [3] sind zudem 2 der 8 Studien Kombinationspräparate und keine Boswellia-Monopräparate [5]. Eine speziell auf Boswellia serrata, Curcuma longa und deren Kombination fokussierte Netzwerk-Meta-Analyse (20 randomisierte Studien, 1633 Teilnehmende) fand ebenfalls eine signifikante Verbesserung von WOMAC-Schmerz, Steifigkeit und Funktion unter modifizierten Boswellia-serrata-Formulierungen [6]. Einzelne plazebokontrollierte Studien zu unterschiedlichen Extrakten zeigen überwiegend in dieselbe Richtung, darunter eine frühe Crossover-Studie an 30 Erwachsenen (im eigenen Abstract keine Dosisangabe, laut dem Volltext des Cochrane-Reviews [1] und der Studientabelle bei Bannuru et al. [2] übereinstimmend 999 mg pro Tag als 333 mg dreimal täglich, je 8 Wochen pro Phase, ausgewertet nur die erste Periode der Crossover-Studie; der Cochrane-Review stuft diese Studie zusätzlich als hohes Verzerrungsrisiko ein, weil die Einschlusskriterien möglicherweise auch Teilnehmende ohne gesicherte Arthrose-Diagnose zuließen) [7], die Studie zu 5-Loxin (100 oder 250 mg pro Tag, 90 Tage, n gleich 75, 70 ausgewertet) [8], der direkte Vergleich von 5-Loxin und Aflapin (je 100 mg pro Tag, 90 Tage, n gleich 60, 57 ausgewertet) [9] und die Studie zu Aflapin allein (100 mg pro Tag, 30 Tage, n gleich 60, 59 ausgewertet) [10]; die Autoren dieser Studien waren teils beim jeweiligen Rohstoffhersteller angestellt oder über Koautorenschaft mit ihm verbunden. Bei genauem Blick in die Volltexte fällt zudem auf, dass Affiliation und Interessenerklärung nicht in jeder Studie übereinstimmen. Sengupta et al. 2008 [8] legt Anstellungs- und Beratungsverhältnisse mehrerer Autoren beim Hersteller im eigenen Interessenkonflikt-Abschnitt offen, während Sengupta et al. 2010 [9] und Vishal et al. 2011 [10] dort jeweils wörtlich erklären, es bestehe kein Interessenkonflikt, obwohl im Förderhinweis derselben Artikel die Finanzierung durch Laila Nutraceuticals genannt wird und den Autoren für die Unterstützung durch dessen Unternehmensleitung gedankt wird. Dem steht eine unabhängige, auf ayurvedische Präparate fokussierte Meta-Analyse aus 19 randomisierten und 14 nicht randomisierten Studien zu 12 Wirkstoffen (2952 Teilnehmende insgesamt) gegenüber, die für Boswellia serrata als alleinstehendes Präparat, anders als für zwei mehrgliedrige ayurvedische Kombinationspräparate, keine gegen eine mögliche methodische Verzerrung abgesicherte Evidenz für einen Effekt fand [11]. In der Gesamtschau stehen sich zwei Lager gegenüber. Auf der einen Seite bejahen der Cochrane-Review, die Curcumin-Boswellia-Übersicht und 2 Netzwerk-Meta-Analysen einen statistisch gesicherten Effekt, überwiegend gegenüber Placebo, bei der zuletzt genannten Netzwerk-Meta-Analyse [6] gegenüber anderen Interventionsgruppen statt ausdrücklich gegenüber Placebo. Auf der anderen Seite finden die beiden Auswertungen ohne Herstellernähe in ihrer jeweiligen Hauptauswertung keinen gesicherten Unterschied, nämlich die genusweite Meta-Analyse [4], deren Volltext ausdrücklich festhält, dass die Autoren für diese Arbeit keine gesonderte Förderung erhielten und keinen Interessenkonflikt erklären, und die Ayurveda-Meta-Analyse [11]. Hinzu kommt, dass ausgerechnet die Übersicht mit dem größten Einzeleffekt [2] ihre eigene Vertrauenswürdigkeit für beide Boswellia-Endpunkte in der GRADE-Tabelle als sehr niedrig einstuft und in ihrer Studientabelle alle 4 placebokontrollierten Boswellia-Studien in der Spalte zur Industriefinanzierung mit Ja führt. Ein Bestand, in dem jede einzelne tragende Studie vom Rohstoffhersteller bezahlt ist und in dem die beiden unabhängigen Auswertungen zum gegenteiligen Ergebnis kommen, trägt die Stufe belegt nicht. Er trägt die Stufe widersprüchlich, weil Humanstudien und ihre Synthesen hier zu gegenteiligen Ergebnissen kommen
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02
Beschwerden bei aktiver Darmentzündung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) im Vergleich zu einem etablierten entzündungshemmenden Präparat, ohne Placebo-Kontrolle
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer randomisierten, doppelblinden, wirkstoffkontrollierten Nichtunterlegenheitsstudie an 102 Erwachsenen mit aktivem Morbus Crohn (83 auswertbar, 44 unter dem Boswellia-serrata-Extrakt H15, 39 unter Mesalazin, laut zwei voneinander unabhängigen Übersichtsarbeiten 1200 mg H15 dreimal täglich, also 3600 mg pro Tag, gegen 1,5 g Mesalazin dreimal täglich über 8 Wochen) sank der Crohn's Disease Activity Index unter H15 im Mittel um 90 Punkte und unter Mesalazin um 53 Punkte; der Unterschied zwischen den Gruppen erreichte beim primären Endpunkt keine statistische Signifikanz zugunsten von H15, die vorab festgelegte Nichtunterlegenheit gegenüber Mesalazin wurde bestätigt [12]. Eine ältere kontrollierte Vergleichsstudie an Erwachsenen mit aktiver Colitis ulcerosa (42 Teilnehmende insgesamt laut der LiverTox-Monografie der US-Nationalbibliothek für Medizin, wie sie sich auf die beiden Arme verteilen, ist aus den frei zugänglichen Quellen nicht zu belegen und der Volltext von 1997 lag in der vorliegenden Recherche nicht vor, Boswellia-serrata-Gummiharz 350 mg dreimal täglich, 6 Wochen, gegen Sulfasalazin 1 g dreimal täglich) berichtete Remissionsraten von 82 Prozent unter Boswellia gegenüber 75 Prozent unter Sulfasalazin; das Abstract nennt kein Randomisierungsverfahren, und die US-Nationalbibliothek für Medizin verschlagwortet die Arbeit als Controlled Clinical Trial und ausdrücklich nicht als Randomized Controlled Trial, anders als die Crohn-Studie [12]; ein Placebo-Arm wurde nicht mitgeführt [13]. Beide Arbeiten prüfen also einen Vergleich gegen ein etabliertes Präparat und keinen Vergleich gegen Placebo. Für die mikroskopische Darmentzündung (kollagene Kolitis), eine von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa abzugrenzende eigenständige Erkrankung, liegt dagegen eine plazebokontrollierte Studie vor, siehe die eigene Zeile dazu
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03
Beschwerden bei kollagener Kolitis (mikroskopische Kolitis), eine plazebokontrollierte Humanstudie mit uneinheitlichem Ergebnis zwischen Per-Protokoll- und Intention-to-treat-Auswertung
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten, multizentrischen Studie an 31 Erwachsenen mit histologisch gesicherter kollagener Kolitis (26 in der Per-Protokoll-Auswertung) besserte sich unter einem Boswellia-serrata-Extrakt (400 mg dreimal täglich, 6 Wochen) der Anteil in klinischer Remission gegenüber Placebo in der Per-Protokoll-Auswertung statistisch signifikant (63,6 Prozent gegenüber 26,7 Prozent, p gleich 0,04); in der Intention-to-treat-Auswertung, die alle randomisierten Teilnehmenden einschließt, war der Unterschied nicht signifikant (43,8 Prozent gegenüber 26,7 Prozent, p gleich 0,25). Auf Histologie und Lebensqualität zeigte sich kein Unterschied zu Placebo [14]. Ein Cochrane-Review zu Interventionen bei kollagener Kolitis bewertete diese Studie mit niedriger Vertrauenswürdigkeit der Evidenz (GRADE niedrig) und errechnete aus ihren Rohdaten kein statistisch gesichertes relatives Risiko für ein klinisches Ansprechen (RR 1,64, 95-Prozent-KI 0,60 bis 4,49) [15]
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04
Erhalt der Remission bei Morbus Crohn über 52 Wochen, randomisiert gegen Placebo, ohne Unterschied zwischen den Gruppen
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten, multizentrischen Studie an 82 Erwachsenen mit Morbus Crohn in klinischer Remission (66 auswertbar) blieben unter einem Boswellia-serrata-Extrakt (2400 mg pro Tag, 52 Wochen) 59,9 Prozent der Behandelten in Remission gegenüber 55,3 Prozent unter Placebo (p gleich 0,85); die mittlere Zeit bis zum Rückfall betrug 171 Tage unter Verum gegenüber 185 Tagen unter Placebo (p gleich 0,69). Bei CDAI-Wert, Lebensqualitäts-Fragebogen und Laborwerten der Entzündung zeigte sich zu keinem Zeitpunkt ein Vorteil für die Verum-Gruppe, die Studie wurde wegen unzureichender Trennschärfe gegenüber Placebo beim primären Endpunkt vorzeitig beendet [16]. Das Abstract nennt keine Konfidenzintervalle, die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract; die nahezu identischen Prozentwerte und die p-Werte nahe 1 sprechen bei 66 ausgewerteten Personen jedoch gegen einen relevanten, nur zu unpräzise gemessenen Effekt. Eine gezielte Suche nach einer neueren plazebokontrollierten Studie zum Remissionserhalt bei Morbus Crohn blieb ohne Treffer, die Lage ist seit 2011 nicht neu untersucht worden
Quellen: 16
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05
Beschwerden bei Erwachsenen mit Asthma bronchiale (Anfallshäufigkeit, Lungenfunktionswerte), einzelne, methodisch unsichere ältere Studie, ohne verwertbare unabhängige Wiederholung
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer als doppelblind und plazebokontrolliert bezeichneten Studie an 40 Erwachsenen mit Asthma bronchiale (mittlere Erkrankungsdauer 9,58 Jahre, Boswellia-serrata-Gummiharz 300 mg dreimal täglich, also 900 mg pro Tag, 6 Wochen) gegenüber einer separaten Kontrollgruppe von 40 Personen unter Laktose 300 mg dreimal täglich besserten sich unter Boswellia bei 70 Prozent der Behandelten Symptome, Anfallshäufigkeit und Lungenfunktionswerte (FEV1, FVC, PEFR) sowie Blutwerte (Eosinophile, Blutsenkung), gegenüber 27 Prozent in der Kontrollgruppe [17]. Alter und Geschlechtsverteilung unterschieden sich zwischen den Gruppen deutlich (Behandlungsgruppe 18 bis 75 Jahre; Kontrollgruppe 14 bis 58 Jahre, mittleres Alter 32,95 Jahre), das Abstract nennt kein Randomisierungsverfahren und keine Effektschätzer mit Konfidenzintervall. Eine neuere randomisierte Multizenterstudie prüfte ein anderes, markenrechtlich geschütztes Boswellia-Präparat (500 mg pro Tag, 4 Wochen) als Zusatz zur bestehenden inhalativen Standardtherapie gegen keine Zusatzbehandlung bei 32 asthmakranken Erwachsenen und berichtete einen geringeren Bedarf an zusätzlichen Inhalationen in der Verum-Gruppe; die Studie war offen (nicht plazebokontrolliert); geprüft wurde laut Volltext Casperome, ein Lecithin-Phytosom eines Boswellia-serrata-Extrakts des Herstellers Indena, die Arbeit erklärt im eigenen Abschnitt zum Interessenkonflikt, es bestehe keiner, nennt aber in der Danksagung, dass die Erstellung des Manuskripts von Indena bezahlt wurde, und ein Koautor arbeitet für ein Auftragsforschungsunternehmen [18]. Als methodisch eigenständige, plazebokontrollierte Wiederholung der ursprünglichen Studie ist sie damit nicht verwertbar
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06
Beschwerden bei entzündlicher Gelenkerkrankung (chronische Polyarthritis, rheumatoide Arthritis) zusätzlich zu bestehender Medikation, plazebokontrollierte multizentrische Humanstudie ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Multizenterstudie an Erwachsenen mit aktiver chronischer Polyarthritis (rheumatoide Arthritis), die zusätzlich zu ihrer bestehenden Therapie randomisiert wurden, erhielten die Teilnehmenden ein Boswellia-serrata-Extrakt (H15, 9 Tabletten à 400 mg, also 3600 mg pro Tag) oder Placebo; 78 Personen wurden an 4 Zentren rekrutiert, im Detail ausgewertet wurden 37 Personen (18 Verum, 19 Placebo) an einem Zentrum. Bei keinem subjektiven, klinischen oder laborchemischen Parameter (Ritchie-Index für Schwellung und Schmerz, Blutsenkung, CRP, Schmerz auf visueller Analogskala, NSAR-Dosis) zeigte sich zu irgendeinem Zeitpunkt ein statistisch gesicherter oder klinisch relevanter Unterschied zwischen den Gruppen; die mittlere NSAR-Dosis sank um 5,8 Prozent unter H15 gegenüber 3,1 Prozent unter Placebo [19]. Das Abstract nennt weder Effektschätzer noch Konfidenzintervalle, die Auswertung stützt sich hier auf das Abstract; bei nur 37 ausgewerteten Personen an einem einzelnen Zentrum lässt sich ein moderater, aber klinisch spürbarer Effekt allein aus dieser Beschreibung nicht mit Sicherheit ausschließen, eine gezielte Suche nach einer neueren, aussagekräftigeren plazebokontrollierten Studie zur rheumatoiden Arthritis blieb ohne Treffer
Quellen: 19
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07
Kognitive Testleistung nach einer Hirnverletzung (Bestrahlungsödem bei Hirntumor, Schädel-Hirn-Trauma, diffuse Axonschädigung), drei plazebokontrollierte Pilotstudien ohne vergleichbaren, quantifizierten Effektschätzer
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Drei randomisierte, plazebokontrollierte Pilotstudien prüfen kognitive Testleistung unter Boswellia serrata bei unterschiedlichen Hirnverletzungen. Bei 44 Erwachsenen unter Bestrahlung wegen eines primären oder sekundären Hirntumors (Boswellia-serrata-Extrakt 4200 mg pro Tag während der Bestrahlung) sank das Volumen des Hirnödems in der Kernspintomografie gegenüber Placebo stärker (Rückgang um mehr als 75 Prozent bei 60 Prozent der Verum- gegenüber 26 Prozent der Placebo-Gruppe, p gleich 0,023), auf die kognitive Testleistung als sekundären Endpunkt hatte Boswellia laut Abstract jedoch keinen statistisch gesicherten Einfluss, ohne dass ein Effektschätzer oder Intervall für diesen Endpunkt genannt wird [20]. Bei 80 Erwachsenen 3 Monate bis 3 Jahre nach einem Schädel-Hirn-Trauma (34 unter Placebo, 46 unter einem Extrakt namens K-Vie, laut Volltextbericht 400 mg dreimal täglich, also 1200 mg pro Tag, 3 Monate) verbesserten sich mehrere kognitive Testwerte (Gedächtnistest RAVLT, Zahlen-Symbol-Test, Trail-Making-Test B) unter Verum gegenüber Placebo laut Abstract statistisch signifikant (p kleiner 0,05), ebenfalls ohne Effektschätzer oder Intervall [21]. Bei 38 Erwachsenen mit diffuser Axonschädigung (Crossover-Design, 20 zuerst Placebo dann Verum, 18 zuerst Verum dann Placebo, je 6 Wochen pro Phase, laut Volltextbericht 360 mg Boswellia serrata dreimal täglich, also 1080 mg pro Tag) zeigte sich beim Gesamt-Behinderungsscore (Disability Rating Scale) laut Abstract ein nicht signifikanter Trend zur Verbesserung, nur eine Teilskala zur kognitiven Selbstversorgung besserte sich in einer der beiden Phasen signifikant stärker unter Boswellia, auch hier ohne bezifferten Effekt [22]. Keine der 3 Arbeiten ist frei zugänglich; die Dosierungen ließen sich über Volltextberichte Dritter klären, die Effektschätzer für den kognitiven Endpunkt nicht. Weil keine der 3 Studien einen Effektschätzer mit Intervall für den kognitiven Endpunkt nennt, lässt sich kein Widerspruchssatz im Sinne von zwei vergleichbaren Zahlen am selben Endpunkt bilden; ein Vergleich der drei Richtungen wäre ohnehin nur eingeschränkt aussagekräftig, weil die drei Studien unterschiedliche Verletzungsarten, Vergleichsgrößen und Testverfahren verwenden. Die Befunde sind uneinheitlich und Signale bei kleinen Fallzahlen ohne belastbare Effektgröße, kein gesicherter Effekt und kein gesicherter Gegenbefund
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08
Entzündungs- und Immunmarker sowie neuroprotektive Endpunkte im Tiermodell und in Zellstudien (unter anderem Zytokine, Antikörpertiter, Amyloid-beta-Modell)
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Eine Übersichtsarbeit fasst zusammen, dass Boswellia-serrata-Extrakte und einzelne Boswelliasäuren in Tier- und Zellmodellen die Produktion mehrerer entzündungsfördernder Botenstoffe (Tumornekrosefaktor Alpha, Interleukin 1, 2, 4, 6, Interferon Gamma) senken, die Komplementaktivierung hemmen und je nach Dosis Antikörpertiter und Lymphozytenproliferation sowohl steigern als auch hemmen können [23]. In einem Rattenmodell einer kollageninduzierten Gelenkentzündung senkte oral gegebener Boswellia-serrata-Extrakt (100 und 200 mg pro Kilogramm Körpergewicht, 21 Tage) mehrere Entzündungsbotenstoffe im Gelenk (Interleukin 1 Beta, Interleukin 6, Tumornekrosefaktor Alpha, Prostaglandin E2) und oxidative Stressmarker, bei gleichzeitigem Anstieg des entzündungshemmenden Interleukin 10 [24]. Zur selben Fragestellung, ob Boswellia serrata die Gelenkentzündung beeinflusst, liegt beim Menschen die weiter oben aufgeführte plazebokontrollierte Studie zur chronischen Polyarthritis vor, die keinen Unterschied zu Placebo fand; das Tiermodell erlaubt keine Übertragung auf dieses negative Humanergebnis. In einem Mausmodell mit direkter Amyloid-beta-Gabe ins Gehirn reduzierte sublingual verabreichtes AKBA depressionsähnliches Verhalten und mehrere neurochemische Marker im präfrontalen Kortex und Hippocampus [25]. Alle drei Untersuchungen fanden ausschließlich an Tieren oder in Zellmodellen statt, eine Übertragung auf Menschen, insbesondere auf die verbreitete Zuschreibung eines Schutzes vor neurodegenerativen Veränderungen oder einer allgemeinen Stärkung des Immunsystems, ist daraus nicht abzuleiten
Boswellia Serrata Extrakt wird vor allem im Zusammenhang mit Gelenkbeschwerden beworben, und das ist auch der Bereich mit der breitesten Studienlage. Wichtig für die Einordnung ist, dass Boswellia serrata botanisch eine von mehreren Weihrauch-Arten ist, dass Handelsextrakte sich stark in ihrem Gehalt an Boswelliasäuren, allen voran AKBA, unterscheiden, und dass ein großer Teil der tragenden Studienlage aus einem engen, herstellernahen Autoren- und Firmenumfeld stammt. Eine Milligrammzahl oder eine Prozentangabe zum Boswelliasäure-Gehalt allein sagt daher wenig, solange nicht klar ist, um welchen Extrakt es sich handelt und wer die zugrunde liegende Studie finanziert oder durchgeführt hat.
Studien im Detail
Kniearthrose
Die Studienlage ist breit, aber eng verzahnt. Der Cochrane-Review von Cameron und Chrubasik (2014) stufte die Evidenz für einen AKBA-angereicherten Extrakt (100 mg pro Tag, 90 Tage) in 2 Studien mit 85 Teilnehmenden als moderat ein, mit einer signifikanten Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung gegenüber Placebo, ebenso für eine zweite, ähnlich dosierte Studiengruppe mit 97 Teilnehmenden [1]. Eine unabhängige Übersicht von Bannuru und Kollegen (2018), die den Boswellia-Arm getrennt von einem parallel geprüften Curcumin-Arm auswertete, fand in 4 randomisierten Studien mit 216 Teilnehmenden ebenfalls einen großen, signifikanten Effekt gegenüber Placebo. Ihre GRADE-Tabellen (Summary of Findings) stufen die Vertrauenswürdigkeit dieser Evidenz für beide Boswellia-Endpunkte als sehr niedrig ein, wegen sehr schwerwiegenden Verzerrungsrisikos, sehr schwerwiegender Inkonsistenz und sehr schwerwiegender Unpräzision; der Fließtext derselben Arbeit bezeichnet dieselben beiden Boswellia-Endpunkte an anderer Stelle wörtlich als von niedriger Qualität. Das ist eine Abweichung innerhalb der Arbeit selbst und kein Verweis auf die gesamte Evidenzbasis einschließlich des Curcumin-Arms; hier wird durchgehend der Tabelle gefolgt. Eine Sensitivitätsanalyse der Übersicht senkt den errechneten Effekt um 18 Prozent, wenn die kleinsten Studien herausgenommen werden. Für alle 4 eingeschlossenen Studien vermerkt die Interessenkonflikt- Tabelle der Übersicht in der Spalte zur Industriefinanzierung ein Ja, darunter auch die früheste der 4 Studien [7], die im bisherigen Studienbild als vergleichsweise unabhängig galt; 3 der 4 Studien waren vom jeweiligen Extrakthersteller finanziert, die vierte hatte einen dort angestellten Koautor [2]. Es handelt sich dabei um dieselben 4 Einzelstudien, die auch in den Cochrane-Review eingehen [7, 8, 9, 10]. Yu und Kollegen (2020) berichteten in einer eigenständigen Boswellia-Meta-Analyse (7 Studien, 545 Teilnehmende) ebenfalls signifikante Verbesserungen bei Schmerz, Steifigkeit und Funktion [3], ihre Einschlusstabelle zeigt jedoch, dass nur 3 der 7 Studien Boswellia als Einzelstoff prüften (erneut dieselben Studien zu 5-Loxin und Aflapin), während die übrigen 4 Studien Kombinationspräparate prüften, eines davon mit einer anderen Boswellia-Art (Boswellia thurifera). Eine spätere, genusweit angelegte Meta-Analyse (Dalmonte und Kollegen, 2024) kritisiert diese Vermischung ausdrücklich [4]. Ihre eigene Hauptauswertung aus 13 bis 14 Studien fand wegen hoher Heterogenität keinen statistisch gesicherten Effekt, auch nicht nach Entfernung verzerrender Datensätze; eine von den Autoren selbst als explorativ bezeichnete Subgruppenanalyse nach Kontrolltyp zeigte einen mittleren Effekt zugunsten von Boswellia gegenüber Placebo. Der im Fließtext genannte p-Wert prüft den Unterschied zwischen den Kontrollarten; ein eigenes Konfidenzintervall für den Placebo-Teileffekt wird dort nicht angegeben. Die Schlussfolgerung der Arbeit ist positiv [4]. Zwei neuere Netzwerk-Meta-Analysen (Zhang und Kollegen, 2025, 8 Boswellia-Studien innerhalb von 39 RCTs zu 7 Nahrungsergänzungsmitteln; Inprasit und Kollegen, 2026, 20 RCTs zu Curcuma longa, Boswellia serrata und Mischformulierungen) bestätigen den Effekt, Zhang und Kollegen gegenüber Placebo, Inprasit und Kollegen laut eigenem Abstract gegenüber anderen Interventionsgruppen statt ausdrücklich gegenüber Placebo. Die 8 Boswellia-Studien bei Zhang und Kollegen sind durchweg herstellernah und stammen weit überwiegend aus einem Umfeld (6 aus demselben engen Kreis wie in den vorgenannten Übersichten, je eine weitere von einem zweiten und einem dritten Anbieter); wie schon bei Yu und Kollegen [3] sind außerdem 2 der 8 Studien Kombinationspräparate statt Boswellia-Monopräparate [5, 6]. Einzelstudien zu unterschiedlichen Extrakten, darunter eine frühe Crossover-Studie [7] und Studien zu 5-Loxin [8], zum direkten Vergleich von 5-Loxin und Aflapin [9] und zu Aflapin allein [10], fanden überwiegend positive Ergebnisse; die Autoren dieser 3 zuletzt genannten Studien waren beim Hersteller angestellt oder mit ihm über Koautorenschaft verbunden. Dem gegenüber steht eine unabhängige Ayurveda-Meta-Analyse von Kessler und Kollegen (2015), die für Boswellia serrata als alleinstehendes Präparat keine gegen mögliche methodische Verzerrung abgesicherte Evidenz für einen Effekt fand, anders als für zwei mehrgliedrige ayurvedische Kombinationspräparate im selben Review [11]. In der Zusammenschau stehen sich zwei Lager gegenüber. Die Übersichten, die einen statistisch gesicherten Effekt finden, stützen sich auf eine kleine, sich wiederholende Gruppe herstellerfinanzierter Studien zu 2 markenrechtlich geschützten Extrakten, während die beiden Auswertungen ohne Herstellernähe in ihrer jeweiligen Hauptauswertung keinen gesicherten Unterschied finden. Deshalb steht diese Zeile auf widersprüchlich und nicht auf belegt.
Darmentzündungen
Zwei ältere, gegen ein etabliertes Präparat statt gegen Placebo getestete Studien untersuchten Boswellia serrata bei aktivem Morbus Crohn [12] und aktiver Colitis ulcerosa [13], beide mit Ergebnissen, die dem Vergleichspräparat vergleichbar waren. Eine spätere, randomisierte, placebokontrollierte Studie zum Erhalt der Remission bei Morbus Crohn über 52 Wochen fand dagegen keinen Unterschied zwischen Verum und Placebo und wurde deshalb vorzeitig beendet [16]. Für die mikroskopische Darmentzündung (kollagene Kolitis), eine eigenständige, von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa abzugrenzende Erkrankung, liegt eine plazebokontrollierte, multizentrische Studie an 31 Erwachsenen vor: In der Per-Protokoll-Auswertung zeigte sich ein signifikanter Vorteil gegenüber Placebo, in der Intention-to-treat-Auswertung nicht mehr [14]. Ein Cochrane-Review zu Interventionen bei kollagener Kolitis bewertete diese Studie mit niedriger Vertrauenswürdigkeit der Evidenz und errechnete aus ihren Rohdaten kein statistisch gesichertes relatives Risiko für ein klinisches Ansprechen [15]. Für aktive Darmentzündungen im engeren Sinn (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) liegt weiterhin keine plazebokontrollierte Studie vor, für den Erhalt der Remission bei Morbus Crohn spricht die einzige plazebokontrollierte Studie gegen einen Effekt.
Asthma bronchiale
Eine einzelne, methodisch unsichere Studie aus dem Jahr 1998 berichtete eine Besserung von Symptomen und Lungenfunktionswerten unter Boswellia serrata gegenüber einer Kontrollgruppe [17]. Die deutlich unterschiedliche Alters- und Geschlechtsverteilung zwischen den Gruppen und die fehlende Angabe eines Randomisierungsverfahrens im Abstract schränken die Aussagekraft ein. Eine neuere, randomisierte Multizenterstudie (2015) prüfte ein anderes, markenrechtlich geschütztes Boswellia-Präparat als Zusatz zur bestehenden inhalativen Standardtherapie [18]; sie war jedoch offen statt plazebokontrolliert, nannte die geprüfte Boswellia-Art nicht und stammt aus einem herstellernahen Autorenumfeld. Als methodisch eigenständige, plazebokontrollierte Wiederholung der Studie von 1998 ist sie damit nicht verwertbar, eine solche Wiederholung liegt weiterhin nicht vor.
Entzündliche Gelenkerkrankung (chronische Polyarthritis)
Eine randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Multizenterstudie aus dem Jahr 1998 prüfte ein Boswellia-serrata-Extrakt (H15, 3600 mg pro Tag) zusätzlich zur bestehenden Therapie bei Erwachsenen mit aktiver chronischer Polyarthritis (rheumatoider Arthritis) [19]. Bei keinem der erhobenen subjektiven, klinischen oder laborchemischen Parameter zeigte sich zu irgendeinem Zeitpunkt ein Unterschied zu Placebo. Diese negative Humanstudie steht neben einem positiven Tiermodell zur selben Fragestellung, siehe den folgenden Abschnitt.
Hirnverletzungen und kognitive Testleistung
Drei kleine, placebokontrollierte Pilotstudien an unterschiedlichen Hirnverletzungen berichten unterschiedliche Signale bei der kognitiven Testleistung: laut Abstract keine Wirkung bei Patienten unter Bestrahlung wegen eines Hirntumors [20], laut Abstract eine signifikante Verbesserung mehrerer Testwerte nach Schädel-Hirn-Trauma [21] und ein gemischtes Bild nach diffuser Axonschädigung [22]. Die Abstracts der 3 Arbeiten nennen für den kognitiven Endpunkt keinen Effektschätzer mit Konfidenzintervall; die Volltexte lagen für diese Recherche nicht vor, weshalb sich kein belastbarer Widerspruch zwischen ihnen belegen lässt; die unterschiedlichen Verletzungsarten, Vergleichsgrößen und Testverfahren erlauben ohnehin keine einheitliche Bewertung.
Tier- und Laborstudien
Tier- und Zellstudien beschreiben eine Beeinflussung von Zytokinen, Antikörpertitern und oxidativem Stress durch Boswellia-serrata-Extrakte und einzelne Boswelliasäuren [23, 24], sowie in einem Mausmodell eine Wirkung auf ein durch Amyloid-beta ausgelöstes Verhaltensmuster [25]. Im Rattenmodell einer kollageninduzierten Gelenkentzündung senkte Boswellia serrata mehrere Entzündungsbotenstoffe [24]; zur selben Frage bei Menschen liegt die weiter oben beschriebene plazebokontrollierte Studie zur chronischen Polyarthritis vor, die dort keinen Unterschied zu Placebo fand [19]. Diese Befunde stammen ausschließlich aus Tier- oder Zellmodellen und erlauben keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen, insbesondere nicht für die verbreitete Zuschreibung eines Schutzes vor neurodegenerativen Veränderungen oder einer allgemeinen Stärkung des Immunsystems.
Sicherheit und Wechselwirkungen
In den zitierten placebokontrollierten Humanstudien über 4 bis 52 Wochen wurde Boswellia serrata im Allgemeinen gut vertragen. Im Cochrane-Review traten unter einem angereicherten Extrakt (100 mg pro Tag) sogar weniger unerwünschte Ereignisse auf als unter Placebo (18 von 48 gegenüber 30 von 48 Ereignissen, moderate Beweisqualität) [1]. Bannuru und Kollegen errechneten aus ihren 4 gepoolten Kniearthrose-Studien zu Boswellia gegenüber Placebo (216 Teilnehmende) für Abbrüche wegen unerwünschter Ereignisse ein nicht statistisch gesichertes relatives Risiko von 0,75 (95-Prozent-KI 0,13 bis 4,20, moderate Beweisqualität) und für Magen-Darm-Beschwerden ein relatives Risiko von 0,93 (95-Prozent-KI 0,17 bis 5,10, moderate Beweisqualität); in 2 der 4 Studien (120 Teilnehmende) traten keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse auf (hohe Beweisqualität) [2]. In mehreren Einzelstudien wurden gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden berichtet, etwa in der frühen Crossover-Studie von Kimmatkar und Kollegen [7] und in der Bestrahlungsödem-Studie, in der 6 von 22 Teilnehmenden der Verum-Gruppe leichte Magen-Darm-Beschwerden angaben [20]. In der plazebokontrollierten Studie zur kollagenen Kolitis (400 mg dreimal täglich, 6 Wochen) berichteten 2 von 16 Teilnehmenden unter Boswellia serrata ein unerwünschtes Ereignis gegenüber 1 von 15 unter Placebo (relatives Risiko 1,88, 95-Prozent-KI 0,19 bis 18,60, niedrige Beweisqualität wegen weniger Ereignisse); 1 Person brach die Studie wegen Unterzuckerung, Schwindel und Appetitlosigkeit ab [14, 15]. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden in keiner der zitierten placebokontrollierten Humanstudien berichtet.
Außerhalb der placebokontrollierten Studien liegt ein Einzelfallbericht zu einer 38 Jahre alten Frau vor, die ein Boswellia-serrata-Präparat in Eigenregie von der Herstellerangabe 200 mg pro Tag auf 1000 mg pro Tag gesteigert hatte und nach 3 Wochen auf dieser Dosis mit einem erstmaligen generalisierten Krampfanfall, einer schweren Hyponatriämie (Serum-Natrium 112 mmol/l), dem Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) und einer Rhabdomyolyse (Kreatinkinase bis 76.348 U/l) stationär aufgenommen wurde; die Werte normalisierten sich nach Absetzen des Präparats und Behandlung vollständig. Die Autoren schließen andere Ursachen des SIADH aus, können eine zeitlich zusammenfallende Covid-19-Impfung als Mitursache aber nicht ausschließen und stufen einen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung selbst als unwahrscheinlich ein; ein Kausalzusammenhang mit Boswellia serrata lässt sich aus einem Einzelfall nicht sicher belegen, die Autoren nennen die Steigerung auf das Fünffache der Herstellerdosis als möglichen Auslöser [28]. Dieser Bericht ändert nichts an der aus den placebokontrollierten Studien abgeleiteten allgemeinen Verträglichkeit im untersuchten Dosisbereich, betrifft aber eine eigenmächtige Steigerung auf das Fünffache der Herstellerempfehlung für dieses Präparat. Die 1000 mg pro Tag liegen nicht pauschal oberhalb der im Artikel beschriebenen Studiendosen; unterschiedliche Extrakte lassen sich über ihre Milligrammzahl allein nicht gleichsetzen.
Zu einer möglichen Wechselwirkung über Arzneimittel-abbauende Enzyme: In menschlichen Lebermikrosomen und primären Hepatozyten wird die Boswelliasäure 11-Keto-beta-Boswelliasäure (KBA) überwiegend über das Enzym CYP3A4 verstoffwechselt, während AKBA vor allem durch die Carboxylesterase 2 zu KBA deacetyliert wird [26]. Zu dieser Studie liegt ein Erratum aus dem Jahr 2019 vor, das ausschließlich eine Abbildung betrifft (Fig. 7d zu einem unabhängigen Endpunkt an Zellkulturen); es wurde geprüft und berührt die hier zitierte Aussage zu den Stoffwechselwegen nicht [26]. In menschlichen Darmzellkulturen (Caco-2) zeigt sich zudem eine CYP3A4-vermittelte Verstoffwechselung von KBA bereits in der Darmwand, die die orale Bioverfügbarkeit begrenzt [27]. Beide Untersuchungen fanden im Labor statt, keine Studie an Menschen, die eine Wechselwirkung mit über CYP3A4 abgebauten Arzneistoffen direkt geprüft hätte, wurde gefunden. Da CYP3A4 am Abbau vieler Arzneistoffe beteiligt ist, gilt eine Wechselwirkung als mechanistisch plausibel, aber klinisch nicht untersucht.
Quellen zum Nachlesen
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Systematische Übersicht mit Meta-Analyse (Cochrane), 49 RCTs zu 33 pflanzlichen Interventionen bei Arthrose insgesamt, davon 5 RCTs zu 3 verschiedenen Boswellia-serrata-Extrakten · 2014
Oral herbal therapies for treating osteoarthritis.
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Zur Zuschreibung: 01
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Systematische Übersicht mit Meta-Analyse, Boswellia-Arm getrennt vom Curcumin-Arm ausgewertet, 4 RCTs zu Boswellia gegen Placebo, n gleich 216, Kniearthrose, unabhängig ohne offengelegte Interessenkonflikte · 2018
Efficacy of curcumin and Boswellia for knee osteoarthritis: Systematic review and meta-analysis.
Bannuru RR, Osani MC, Al-Eid F, Wang C. Semin Arthritis Rheum
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Meta-Analyse, 7 RCTs (davon 3 monoherbale und 4 Kombinationsstudien, eine davon zu Boswellia thurifera), n gleich 545, Kniearthrose · 2020
Effectiveness of Boswellia and Boswellia extract for osteoarthritis patients: a systematic review and meta-analysis.
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Meta-Analyse, genusweit angelegt (Boswellia, nicht auf Boswellia serrata beschränkt), 13 bis 14 RCTs, n gleich 850 bis 1185 je nach Zielgröße, Kniearthrose · 2024
Efficacy of Extracts of Oleogum Resin of Boswellia in the Treatment of Knee Osteoarthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis.
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Netzwerk-Meta-Analyse, 39 RCTs (42 Einzelauswertungen) zu 7 Nahrungsergänzungsmitteln bei Kniearthrose, davon 8 RCTs zu Boswellia, n gleich 4599 insgesamt · 2025
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Netzwerk-Meta-Analyse, 20 RCTs zu Curcuma longa, Boswellia serrata und Mischformulierungen bei Kniearthrose, n gleich 1633 · 2026
Evaluating the efficacy and safety of Curcuma longa, Boswellia serrata, and their mixed formulation in treating knee osteoarthritis: A systematic review and network meta-analysis.
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RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Crossover, n gleich 30, Kniearthrose, je 8 Wochen pro Phase, 333 mg dreimal täglich und damit 999 mg pro Tag laut Cochrane-Review und Studientabelle bei Bannuru et al. · 2003
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Comparative efficacy and tolerability of 5-Loxin and Aflapin against osteoarthritis of the knee: a double blind, randomized, placebo controlled clinical study.
Sengupta K, Krishnaraju AV, Vishal AA, et al. Int J Med Sci
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A double blind, randomized, placebo controlled clinical study evaluates the early efficacy of aflapin in subjects with osteoarthritis of knee.
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Systematische Übersicht mit Meta-Analyse, 19 randomisierte und 14 nicht randomisierte Studien zu 12 ayurvedischen Wirkstoffen, n gleich 2952 insgesamt, Arthrose · 2015
Ayurvedic interventions for osteoarthritis: a systematic review and meta-analysis.
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Gerhardt H, et al. Z Gastroenterol
Zur Zuschreibung: 02
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Kontrollierte Vergleichsstudie gegen Sulfasalazin, von der US-Nationalbibliothek für Medizin als Controlled Clinical Trial und nicht als Randomized Controlled Trial verschlagwortet, 42 Teilnehmende laut LiverTox-Monografie, aktive Colitis ulcerosa, 350 mg dreimal täglich, 6 Wochen · 1997
Effects of Boswellia serrata gum resin in patients with ulcerative colitis.
Gupta I, et al. Eur J Med Res
Zur Zuschreibung: 02
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RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, multizentrisch, n gleich 31 randomisiert (26 per Protokoll), kollagene Kolitis, 400 mg dreimal täglich, 6 Wochen · 2007
Boswellia serrata extract for the treatment of collagenous colitis. A double-blind, randomized, placebo-controlled, multicenter trial.
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RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, multizentrisch, n gleich 82 randomisiert (66 ausgewertet), Morbus Crohn in Remission, 2400 mg pro Tag, 52 Wochen · 2011
Randomized, placebo-controlled, double-blind trial of Boswellia serrata in maintaining remission of Crohn's disease: good safety profile but lack of efficacy.
Holtmeier W, et al. Inflamm Bowel Dis
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Effects of Boswellia serrata gum resin in patients with bronchial asthma: results of a double-blind, placebo-controlled, 6-week clinical study.
Gupta I, et al. Eur J Med Res
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RCT, offen (nicht plazebokontrolliert), multizentrisch, n gleich 32, Asthma bronchiale als Zusatz zur Standardtherapie, 500 mg pro Tag, 4 Wochen, Boswellia serrata als Lecithin-Phytosom Casperome des Herstellers Indena laut Volltext · 2015
Functional study on Boswellia phytosome as complementary intervention in asthmatic patients.
Ferrara T, De Vincentiis G, Di Pierro F. Eur Rev Med Pharmacol Sci
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RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, multizentrisch, n gleich 78 rekrutiert (37 im Detail ausgewertet), chronische Polyarthritis zusätzlich zur bestehenden Therapie, 3600 mg pro Tag, 6 bis 12 Wochen · 1998
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RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Pilotstudie, n gleich 44, Erwachsene unter Bestrahlung wegen Hirntumor, 4200 mg pro Tag · 2011
Boswellia serrata acts on cerebral edema in patients irradiated for brain tumors: a prospective, randomized, placebo-controlled, double-blind pilot trial.
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Boswellia serrata extract shows cognitive benefits in a double-blind, randomized, placebo-controlled pilot clinical trial in individuals who suffered traumatic brain injury.
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Interventions for osteoarthritis pain, a systematic review with network meta-analysis of existing Cochrane reviews.
Smedslund G, Kjeken I, Musial F, Sexton J, Østerås N. Osteoarthr Cartil Open
Zur Zuschreibung: 01
Bei H.P.N
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