Brokkoli-Extrakt
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Pflanzenextrakte
Brassica oleracea var. italica (Brokkoli) · Broccoli-Extrakt · Brokkolisamen-Extrakt · Brokkolisprossen-Extrakt
Auf einen Blick
- Was es ist
- Ein Extrakt aus Brokkolisamen oder jungen Brokkolisprossen, Träger des Glucosinolats Glucoraphanin
- Botanische Herkunft
- Brassica oleracea var. italica, gewonnen aus Samen oder wenige Tage alten Sprossen
- Wirkform in Studien
- Glucoraphanin als Vorstufe, das erst durch das Enzym Myrosinase in Sulforaphan umgewandelt wird. Je nach Studie ein Sprossen-Homogenat, ein Getränk, Tabletten oder ein Extrakt mit zugesetzter Myrosinase
- Bioverfügbarkeit
- Schwankt stark zwischen Zubereitungen und zwischen Menschen. Ohne aktive Myrosinase im Rohstoff hängt die Umwandlung in Sulforaphan von der individuellen Darmflora ab, zusätzlich beeinflusst die Magensäure die Umwandlung
- Übliche Studiendosis
- Von rechnerisch rund 7 mg Sulforaphan pro Tag in Studien zur Schadstoffausscheidung bis zu Extrakten mit 25 bis 60 mg Sulforaphan-Gehalt in anderen Studien
- Bekannt geworden durch
- Sulforaphan als pflanzlicher Nrf2-Aktivator, vermarktet für Entgiftung und Zellschutz
- Verträglichkeit
- In den hier zitierten Studien überwiegend gut verträglich, keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Ausscheidung von Luftschadstoff-Abbauprodukten im Urin (Phase-2-Entgiftungsenzym-Aktivität)
Gut belegtEinordnung und Einschränkungen
Zwei randomisierte, placebokontrollierte Studien an Erwachsenen aus einer Region mit hoher Luftschadstoffbelastung in China, n gleich 291 über 12 Wochen und n gleich 170 über 10 Tage. Ein Getränk aus Brokkolisprossen-Extrakt steigerte die Harnausscheidung von Benzol-Abbauprodukten gegenüber Placebo um 61 beziehungsweise 63 Prozent, der Effekt bei Acrolein-Abbauprodukten war mit 23 Prozent kleiner. In der Dosisstudie wirkte nur die volle Konzentration, die halbe und ein Fünftel der Konzentration unterschieden sich nicht von Placebo. Beide Studien stammen von derselben Arbeitsgruppe, aus demselben Dorf und mit demselben Sprossenpulver, sie sind keine voneinander unabhängigen Bestätigungen. Gemessen wurde die Ausscheidung von Umwandlungsprodukten, nicht die Nrf2-Zielgentranskription selbst. Der Eintrag Sulforaphan stuft die direkte Nrf2-Zielgenmessung am Menschen als widersprüchlich ein, vier von fünf Einzelmessungen ohne Effekt. Beide Befunde können nebeneinander zutreffen, vermehrte Konjugation ohne belegte Zielgeninduktion
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02
Leberenzyme und oxidativer Stress-Marker bei Männern mit Fettleber, Verbesserungen innerhalb der Verumgruppe ohne signifikanten Vorteil der Lebermarker gegenüber Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 52 Teilnehmern über 2 Monate. ALT, Gamma-GT und der Urin-Marker 8-OHdG sanken innerhalb der Verumgruppe im Vorher-Nachher-Vergleich. Der Volltext berichtet dagegen ausdrücklich, dass sich die Abnahme der Lebermarker zwischen Verum und Placebo nicht signifikant unterschied. Dazu eine einzelne Studie ohne Wiederholung an einer zweiten Stichprobe
Quellen: 3
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03
Nrf2-Genaktivität und Entzündungsmarker bei Hämodialyse-Patienten, in dieser Messung ohne Effekt
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
Randomisierte, doppelblinde Crossover-Studie mit 25 auswertbaren Teilnehmern, Extrakt mit 1 Prozent Sulforaphan-Gehalt und zugesetzter Myrosinase. Weder die Nrf2- noch die NF-kB-Genaktivität noch Entzündungs- und Oxidationsmarker veränderten sich gegenüber Placebo. Der Eintrag Sulforaphan führt diese Studie als eine von fünf direkten Nrf2-Zielgenmessungen am Menschen und ordnet sie dort im Zusammenhang mit vier weiteren Messungen ein
Quellen: 4
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04
Blutzucker und Insulinresistenz-Marker in einer aus der Verumgruppe ausgewählten Untergruppe mit erhöhtem Nüchternblutzucker, ohne Placebo-Vergleich
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Humanteil einer Tier-Human-Arbeit. Die 36 Teilnehmenden mit erhöhtem Ausgangs-Blutzucker wurden laut Arbeit ausdrücklich innerhalb der Interventionsgruppe ausgewählt, die 12 Wochen lang Brokkolisamen-Tabletten erhielt. Berichtet wird ein Anstieg des Botenstoffs GLP-1, der mit sinkendem Blutzucker und HOMA-IR korrelierte. Einen Vergleich dieser Untergruppe gegen Placebo berichtet die Arbeit nicht, der Befund liegt innerhalb der Verumgruppe
Quellen: 5
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05
Immunzell-Marker (Granzym B in NK-Zellen) nach experimenteller Grippeimpfstoff-Gabe bei Gesunden
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 29 gesunden Nichtrauchern nach nasaler Gabe eines abgeschwächten Lebendimpfstoffs als Provokationsmodell. Der Sprossen-Extrakt erhöhte die impfstoffinduzierte Granzym-B-Produktion in NK-Zellen gegenüber Placebo, gemessen wurde ein Marker im Blut, kein klinischer Endpunkt
Quellen: 6
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06
Hautschutz vor UV-bedingter Rötung, nur bei topischer Anwendung am Menschen untersucht
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Kleine Humanstudie mit 6 Teilnehmenden, ein topisch aufgetragener Extrakt vor UV-Bestrahlung senkte die Hautrötung im Mittel um 37,7 Prozent. Eine zweite, ebenfalls topische Arbeit bestätigte die Richtung, ohne im Abstract eine genaue Teilnehmerzahl zu nennen. Beide Male wurde der Extrakt auf die Haut aufgetragen und nicht geschluckt, das ist auf eine Kapsel nicht übertragbar
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07
Herzmuskel- und Gefäßschutz unter Stressbedingungen
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
Zwei Mäusestudien mit Sulforaphan-reichem Brokkolisprossen-Extrakt zeigten weniger belastungsbedingte Herzfunktionsstörung beziehungsweise weniger Thrombozyten-Fehlfunktion. Die erste führt das auf den Nrf2-Weg zurück, die zweite auf den cAMP/PKA-Weg über eine gehemmte Phosphodiesterase 3A. Am Menschen nicht geprüft
Am dichtesten belegt ist ausgerechnet die Wirkung, die am wenigsten plakativ klingt: die vermehrte Ausscheidung von Schadstoff-Abbauprodukten über den Urin. Die verbreitete Vorstellung eines allgemeinen "Entgiftungs"-Effekts für den ganzen Körper geht darüber deutlich hinaus und ist so nicht geprüft. Ebenso häufig genannt werden Immunsystem, Herzgesundheit, Haut und Gehirnfunktion. Für diese liegen entweder nur kleine, eng umrissene Humandaten oder ausschließlich Tierdaten vor, teils sogar mit reinem Sulforaphan statt dem Extrakt.
Studien im Detail
Warum die Bioverfügbarkeit hier der entscheidende Punkt ist
Brokkoli-Extrakt liefert in erster Linie das Glucosinolat Glucoraphanin, nicht fertiges Sulforaphan. Erst das Enzym Myrosinase spaltet Glucoraphanin zu Sulforaphan auf, und dieser Schritt ist alles andere als konstant. Ist die pflanzeneigene Myrosinase durch Erhitzen oder Verarbeitung inaktiviert, übernimmt die Darmflora die Umwandlung, mit stark unterschiedlicher Ausbeute von Mensch zu Mensch. Eine kleine Pilotstudie an Menschen zeigte zusätzlich, dass die Magensäure die Umwandlung beeinflusst: Unter dem Säureblocker Omeprazol wurde mehr Sulforaphan und weniger unverändertes Glucoraphanin ausgeschieden, eine magensaftresistente Kapsel verbesserte die Umwandlung ebenfalls, vermutlich weil sie die Myrosinase vor der Magensäure schützt [12].
Für Extrakte, die am Etikett auf einen Sulforaphan-Gehalt von 10 Prozent des Extraktgewichts deklariert sind, bleibt offen, ob damit aktives, bereits freigesetztes Sulforaphan gemeint ist oder eine Glucoraphanin-Menge in Sulforaphan-Äquivalent, und ob dem Extrakt Myrosinase zugesetzt wurde. Das geht aus den vorliegenden Unterlagen nicht hervor und ist einer der wichtigsten offenen Punkte dieses Eintrags.
Ausscheidung von Luftschadstoff-Abbauprodukten
Egner und Kollegen prüften 2014 an 291 Erwachsenen aus einer Region Chinas mit hoher Luftschadstoffbelastung, ob ein Getränk aus Brokkolisprossen-Extrakt (täglich 600 Mikromol Glucoraphanin plus 40 Mikromol Sulforaphan, umgerechnet rund 7 mg Sulforaphan) über 12 Wochen die Ausscheidung von Luftschadstoff-Abbauprodukten im Urin verändert [1]. Die Ausscheidung des Benzol-Abbauprodukts stieg um 61 Prozent, die des Acrolein-Abbauprodukts um 23 Prozent, beides statistisch signifikant, die eines dritten Stoffs (Crotonaldehyd) veränderte sich nicht. Chen und Kollegen bestätigten 2019 an 170 Teilnehmern derselben Region drei Konzentrationen gegen Placebo [2]. Nur die volle Konzentration erhöhte die Ausscheidung des Benzol-Abbauprodukts, um 63,2 Prozent bei einem sehr weiten Vertrauensbereich von 10,6 bis 140,9 Prozent. Die halbe Konzentration (plus 11,3 Prozent) und ein Fünftel der Konzentration (minus 6,4 Prozent) unterschieden sich nicht von Placebo. Wegen eines Geräteausfalls lagen vollständige Messreihen nur für 132 der 169 auswertbaren Teilnehmer vor, für die Gruppe mit voller Konzentration gingen 20 Messreihen in den Vergleich ein.
Einschränkung: Gemessen wurde ein Biomarker der körpereigenen Entgiftungsenzyme, kein Gesundheitsergebnis. Die Studienpopulation stammt aus einer einzelnen Region mit besonders hoher Schadstoffbelastung, das ist nicht ohne Weiteres auf andere Lebensumstände übertragbar. Die Sulforaphan-Menge der Studie liegt mit rechnerisch rund 7 mg pro Tag am unteren Ende der in Humanstudien zu Brokkoli-Extrakt verwendeten Sulforaphan- Mengen, die bis zu 60 mg pro Tag reichen (siehe Steckbrief). Zur Finanzierung. Beide Arbeiten wurden von den National Institutes of Health gefördert und erklären keine Interessenkonflikte. Beide stammen jedoch von derselben Arbeitsgruppe und verwendeten Sprossenpulver aus dem Cullman Chemoprotection Center der Johns Hopkins University, gewachsen aus Saatgut mit einer von derselben Universität lizenzierten Technologie. Das ist eine institutionelle Nähe zum geprüften Präparat, die in keiner der beiden Erklärungen auftaucht.
Leberenzyme bei Fettleber
Kikuchi und Kollegen gaben 2015 in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie 52 japanischen Männern mit Fettleber über 2 Monate Kapseln mit Glucoraphanin-reichem Brokkolisprossen-Extrakt oder Placebo [3]. ALT sank von median 54,0 auf 48,5 IU/L, Gamma-GT von 51,5 auf 50,0 IU/L. Beides sind Vorher-Nachher-Werte innerhalb der Verumgruppe und keine Vergleiche gegen Placebo. Die Arbeit berichtet im Volltext ausdrücklich keinen signifikanten Unterschied in der Abnahme der Lebermarker zwischen Verum und Placebo. Der Urin-Marker für oxidativen Stress, 8-OHdG, sank ebenfalls innerhalb der Verumgruppe und die Abnahme korrelierte mit der Abnahme der Leberwerte.
Einschränkung: Eine einzelne Studie an einer eng umrissenen Population, ohne Wiederholung an einer zweiten Stichprobe. Die genaue Extraktmenge in Milligramm nennt das Abstract nicht.
Nrf2-Genaktivität und Entzündungsmarker bei Hämodialyse-Patienten
Ribeiro und Kollegen prüften 2024 in einer randomisierten, doppelblinden Crossover-Studie an 25 auswertbaren Hämodialyse-Patienten, ob ein Extrakt mit 1 Prozent Sulforaphan-Gehalt und zugesetzter Myrosinase (2,5 g Beutel pro Tag, 2 Monate) die Genaktivität von Nrf2 und NF-kB sowie Entzündungs- und Oxidationsmarker verändert [4]. Es zeigte sich weder bei der Nrf2- noch bei der NF-kB-Genaktivität ein Unterschied zu Placebo, ebenso wenig bei den Entzündungs- und Oxidationsmarkern.
Einschränkung: Das Abstract nennt keine Effektschätzer mit Konfidenzintervall, nur p-Werte nahe 1, der Nullbefund gilt trotzdem als geprüft, deshalb steht diese Zeile auf "Nicht bestätigt". Die Population ist eng umrissen und nicht auf gesunde Nutzer übertragbar. Bemerkenswert ist, dass hier ausdrücklich ein Extrakt mit zugesetzter Myrosinase eingesetzt wurde, also genau die Form, die die Bioverfügbarkeit sichern soll, und trotzdem kein Effekt auf den angenommenen Wirkmechanismus messbar war.
Blutzucker in einer Untergruppe
Tian und Kollegen kombinierten 2024 ein Rattenmodell mit einem Humanteil an Menschen mit Fettleber und gestörtem Zuckerstoffwechsel, die 12 Wochen lang Brokkolisamen-Tabletten (42 mg Sulforaphan pro Tag) erhielten [5]. Aus dieser Interventionsgruppe wurde eine Untergruppe von 36 Personen mit erhöhtem Ausgangs-Blutzucker ausgewertet: Der Botenstoff GLP-1 stieg, und der Anstieg war mit sinkendem Blutzucker und sinkendem HOMA-IR korreliert.
Einschränkung. Die Untergruppe wurde laut Arbeit innerhalb der Interventionsgruppe ausgewählt, ein Vergleich dieser 36 Personen gegen Placebo wird nicht berichtet. Der Befund ist eine Veränderung innerhalb der Verumgruppe samt Korrelation und kein Gruppenunterschied. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Rattenmodell, der Humanteil ist eine Ergänzung.
Immunzell-Marker nach Grippeimpfstoff-Provokation
Müller und Kollegen prüften 2016 in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie an 29 gesunden Nichtrauchern, die einen abgeschwächten Lebendimpfstoff gegen Influenza nasal erhielten, ob ein Brokkolisprossen-Homogenat die Immunantwort im Blut verändert [6]. In der Gruppe mit Sprossen-Extrakt war die impfstoffinduzierte Granzym-B-Produktion in natürlichen Killerzellen höher als unter Placebo, höhere Werte waren mit weniger Grippevirus-RNA in der Nase assoziiert.
Einschränkung: Kleine Gruppen (13 gegenüber 16 Personen), gemessen wurde ein Marker im Blut, kein klinisches Ergebnis. Die Provokation mit einem Lebendimpfstoff ist ein Testmodell und keine alltägliche Situation.
Hautschutz vor UV-Rötung, nur topisch
Talalay und Kollegen zeigten 2007 an 6 Personen, dass ein topisch aufgetragener, Sulforaphan-reicher Extrakt aus 3 Tage alten Brokkolisprossen die Hautrötung nach UV-Bestrahlung im Mittel um 37,7 Prozent senkte [7]. Knatko und Kollegen bestätigten 2015 in einer weiteren Arbeit mit Maus- und Menschenteil die Richtung des Effekts bei topischer Anwendung, ohne im Abstract eine genaue Teilnehmerzahl zu nennen [8].
Einschränkung: Beide Arbeiten trugen den Extrakt auf die Haut auf, keine davon prüfte eine geschluckte Kapsel. Für eine oral eingenommene Zubereitung lässt sich daraus keine Hautwirkung ableiten. Dazu kommt eine Firmenbindung. In der Arbeit von 2007 erklären zwei Autoren, dass sie unbezahlte Berater der Firma Brassica Protection Products sind, die die Sprossentechnologie von der Johns Hopkins University lizenziert, und dass sie ebenso wie die Universität Anteile an dieser Firma halten. Dieselben zwei Autoren stehen auch auf der Arbeit von 2015, die beiden Arbeiten bestätigen einander also nicht unabhängig.
Tier- und Laborstudien
Zwei Mäusestudien untersuchten Sulforaphan-reichen Brokkolisprossen-Extrakt am Herzen: Bei diabetischen Mäusen verhinderte eine hohe Extraktdosis über 3 Monate die belastungsbedingte Verschlechterung der Herzfunktion, vermittelt über eine stärkere Nrf2-Aktivität [9]. In einer weiteren Arbeit dämpfte Sulforaphan-reicher Brokkolisprossen-Extrakt im Fütterungsversuch an Mäusen eine Fehlfunktion der Mitochondrien in Thrombozyten [10]. Der Versuch an menschlichen Blutplättchen im Labor wurde in derselben Arbeit dagegen mit reinem Sulforaphan gefahren und nicht mit dem Extrakt.
Zu Gedächtnisleistung im Tiermodell liegt eine Rattenstudie mit gereinigtem, nicht extraktgebundenem Sulforaphan vor [11]. Sie prüfte den Reinstoff, nicht den Extrakt, und wird deshalb hier nicht als eigene Zeile geführt. Die Tiefe dazu, Studienaufbau und Ergebnis, steht im gesonderten Sulforaphan-Eintrag.
Aus keiner dieser Tier- und Laborstudien folgt eine Aussage für Menschen.
Sicherheit und Wechselwirkungen
In den hier vorgestellten Humanstudien wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet, weder in den Studien zur Schadstoffausscheidung [1][2] noch in der Leberstudie [3] noch in der Studie an Hämodialyse-Patienten [4] noch in der Impfstoff-Provokationsstudie [6]. Leichte Ereignisse gab es. In der größten Studie traten in der ersten Woche zehn Ereignisse vom Grad 1 auf, vier davon unter Placebo und sechs unter dem Sprossengetränk, überwiegend unangenehmer Geschmack und leichte Magenbeschwerden, in einem Fall leichtes Erbrechen [1]. Belastbare Interaktionsdaten für den Extrakt als Ganzes liegen uns nicht vor.
Quellen zum Nachlesen
- 01
- 02
- 03
- 04
- 05
- 06
- 07
- 08
- 09
- 10
- 11
- 12
Bei H.P.N
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