Knotentang Extrakt

Zuletzt geprüft am

Pflanzenextrakte

Ascophyllum nodosum · Rockweed · Norwegian Kelp · Knotenblasentang

H.P.N · Datenstand 2026-09-08 · 9 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Extrakt aus der Braunalge Knotentang, reich an sulfatierten Polysacchariden wie Fucoidan und Ascophyllan sowie an Polyphenolen (Phlorotanninen) und von Natur aus sehr jodreich
Botanische Herkunft
Ascophyllum nodosum, eine an den Felsküsten des Nordatlantiks wild wachsende Braunalge, die traditionell unter anderem als Dünger und Viehfutter sowie, seltener, als Lebensmittel verwendet wird
Wirkform in Studien
Uneinheitlich. Je nach Arbeit die ganze getrocknete Alge, etwa als Brotzutat, ein polyphenolreicher Extrakt, meist in Kombination mit der verwandten Braunalge Blasentang (Fucus vesiculosus) und teils zusätzlich Chrompicolinat, oder ein isoliertes sulfatiertes Polysaccharid (Ascophyllan) als eigene Zubereitung. Die drei Zubereitungen sind nicht austauschbar, siehe die einzelnen Wirkungszeilen
Übliche Studiendosis
500 bis 1000 Milligramm Extrakt als Einzeldosis vor einer Mahlzeit, 4 Prozent Algenanteil in einem Testbrot, 100 Milligramm eines isolierten Polysaccharids täglich über 8 Wochen, oder in Kombinationspräparaten 300 bis 500 Milligramm Algenextrakt täglich über mehrere Monate
Bekannt geworden durch
Die Verwendung als Jodquelle in der traditionellen Ernährung von Küstenregionen und, in jüngerer Zeit, als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln zur Blutzucker- und Gewichtskontrolle
Verträglichkeit
In den vorliegenden kleinen Studien gut vertragen, keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet. Wegen des von Natur aus hohen Jodgehalts ist bei regelmäßiger Einnahme die gesamte Jodzufuhr im Blick zu behalten, siehe Sicherheit

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Anstieg des Blutzuckers nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit bei gesunden Menschen, ohne Unterschied in der Gesamtgruppe, mit einem Effekt nur in einer nachträglich gebildeten Untergruppe stärker Reagierender

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In der Gesamtgruppe kein Unterschied zu Placebo. Nur bei den Personen mit der stärksten Zuckerreaktion auf das Testessen fiel der Anstieg unter der höheren Dosis kleiner aus, eine Untergruppe, die erst nach der Auswertung gebildet wurde.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie erhielten 16 gesunde Erwachsene an drei Terminen ein Weißbrot-Testessen ohne Zusatz, mit 500 Milligramm oder mit 1000 Milligramm eines Knotentang-Extrakts [1]. Über die gesamte Gruppe bestand keine Wechselwirkung zwischen Zeit und Behandlung, und weder die maximale Blutzuckerkonzentration noch die Fläche unter der Blutzuckerkurve über drei Stunden unterschieden sich zwischen den drei Bedingungen (Fläche unter der Kurve 79,52 gegenüber 116,4 gegenüber 81,25 mmol mal min pro l, jeweils ohne belegten Unterschied) [1]. Da die Zuckerreaktion auf das reine Testessen zwischen den Teilnehmenden stark schwankte, bildeten die Autoren im Nachhinein zwei Untergruppen anhand der individuellen Reaktion auf das Kontrollessen, eine mit schwächerer und eine mit stärkerer Reaktion (n gleich 10) [1]. Nur in der stärker reagierenden Untergruppe zeigte sich unter der höheren Dosis eine Wechselwirkung zwischen Zeit und Behandlung und ein niedrigerer Blutzucker-Spitzenwert als nach dem Kontrollessen (1,85 gegenüber 2,38 mmol pro l inkrementeller Anstieg, ein rechnerisches Minus von 22,3 Prozent, p kleiner 0,05) [1]. Diese Untergruppenbildung erfolgte nach der Datenerhebung und ohne vorab festgelegte Kriterien, eine Bestätigung in einer unabhängigen, vorab auf diese Untergruppe angelegten Studie liegt uns nicht vor. Die Studie wurde durch das EU-Förderprogramm Horizon 2020 (Marie-Curie-Programm) finanziert, das geprüfte Präparat stellte die Firma Marigot Ltd., drei der fünf Autorinnen und Autoren waren bei dieser Firma angestellt, was die Interessenerklärung der Arbeit offen benennt, mit der ausdrücklichen Angabe, die Firma habe keinen Einfluss auf Titel, Methodik, Ergebnisse oder Schlussfolgerungen gehabt [1]. Auf den Blutinsulinspiegel und die Insulin-Kurvenfläche zeigte sich zu keinem Zeitpunkt und in keiner Untergruppe ein Unterschied [1].

    Quellen: 1

  2. 02

    Nahrungsaufnahme bei einer folgenden Mahlzeit nach einem mit Knotentang angereicherten Frühstücksbrot bei übergewichtigen Männern

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In einer kleinen Pilotstudie an 12 übergewichtigen Männern nahmen die Teilnehmer vier Stunden nach dem angereicherten Frühstück weniger Kalorien zu sich als nach dem gewöhnlichen Brot. Der Blutzucker- und Cholesterinverlauf nach dem Frühstück selbst unterschied sich nicht. Die Studie wurde vom Lieferanten der verwendeten Alge finanziert.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer einfach verblindeten Cross-over-Pilotstudie aßen 12 übergewichtige, gesunde Männer (Durchschnittsalter 40,1 Jahre, BMI im Mittel 30,8) an zwei Terminen ein Frühstücksbrot ohne oder mit 4 Prozent Knotentang-Anteil [2]. Vier Stunden nach dem angereicherten Frühstück nahmen die Teilnehmenden bei einer anschließenden, frei wählbaren Testmahlzeit 16,4 Prozent weniger Energie auf als nach dem gewöhnlichen Brot (Angabe als Prozentwert im Abstract, ein Konfidenzintervall wird nicht genannt) [2]. Die Fläche unter der Kurve, die Spitzenwerte und der Zeitpunkt des Spitzenwerts für Blutzucker und Cholesterin nach dem Frühstück selbst unterschieden sich zwischen den beiden Bedingungen nicht [2]. Ein freier Volltext liegt im Hochschulrepositorium der Sheffield Hallam University und wurde gelesen. Er nennt den absoluten Effekt, nämlich 747,7 Kilojoule beziehungsweise 178,7 Kilokalorien weniger bei der Testmahlzeit (p gleich 0,006), bei einer sehr großen Streuung von 3825 plus minus 1591 gegenüber 4573 plus minus 1928 Kilojoule. In den 24 Stunden danach war die Aufnahme für sich genommen nicht belegt niedriger (p gleich 0,133), über beide Zeitfenster zusammen dagegen schon (p gleich 0,007). Vor allem nennt der Volltext die Förderung, die im PubMed-Datensatz fehlt. Die Arbeit wurde von Seagreens und der Seaweed Health Foundation unterstützt und finanziert, und Seagreens ist zugleich der Lieferant der im Testbrot verwendeten Alge. Im selben Text erklären die Autorinnen und Autoren, es bestehe kein Interessenkonflikt. Eine einzelne Pilotstudie mit 12 Teilnehmenden, finanziert vom Anbieter des geprüften Rohstoffs, eine Wiederholung durch eine unabhängige Arbeitsgruppe liegt uns nicht vor.

    Quellen: 2

  3. 03

    Blutzuckerfläche im oralen Glukosetoleranztest und Langzeit-Blutzucker (HbA1c) unter einem isolierten Polysaccharid aus Knotentang

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Nach 8 Wochen war die Blutzuckerfläche im Glukosetoleranztest niedriger als unter Placebo. Geprüft wurde ein isoliertes Polysaccharid, nicht der ganze Algenextrakt, an nur fünf Personen je Gruppe, angeworben beim Hersteller, der die Studie auch selbst durchgeführt hat. Beim Langzeit-Blutzuckerwert unterschieden sich die gemessenen Werte nicht, nur die Veränderung gegenüber dem eigenen Ausgangswert.

    Ausführlicher Nachweis

    Eine japanische Arbeitsgruppe prüfte Ascophyllan, ein aus Knotentang isoliertes sulfatiertes Polysaccharid, als kommerzielle Zubereitung namens Ascophyllan HS [3]. Ein freier Volltext liegt im Hochschulrepositorium der Universität Nagasaki und wurde gelesen, er beantwortet die vom Abstract offen gelassenen Fragen. Der Humanteil umfasste insgesamt zehn gesunde Freiwillige im Alter von 22 bis 53 Jahren, zufällig auf zwei Gruppen verteilt, also fünf Personen je Gruppe, und die Autoren nennen ihn selbst einen vorläufigen klinischen Versuch [3]. Angeworben wurden die Teilnehmenden nach eigener Angabe bei der Firma Hayashikane Sangyo Co., Ltd., also genau bei dem Unternehmen, das Ascophyllan HS herstellt und vermarktet und bei dem alle Autorinnen und Autoren angestellt sind [3]. Als Placebo diente eine Kapsel mit 100 Milligramm Traubenzucker. Nach 8 Wochen täglicher Einnahme von 100 Milligramm lag die Fläche unter der Glukosekurve im oralen Glukosetoleranztest niedriger als in der Placebogruppe, zum Ausgangszeitpunkt und nach 4 Wochen dagegen nicht [3]. Beim Langzeit-Blutzuckerwert HbA1c ist die Unterscheidung wesentlich. Die tatsächlich gemessenen HbA1c-Werte unterschieden sich zu keinem Zeitpunkt zwischen den Gruppen, belegt niedriger war allein die Veränderung gegenüber dem eigenen Ausgangswert nach 8 Wochen, und alle Werte lagen ohnehin im normalen Bereich von 5,0 bis 5,8 Prozent [3]. Ein gesondertes Interessenkonflikt-Feld enthält weder PubMed noch die Arbeit selbst, die Danksagung nennt eine Teilförderung durch das japanische Bildungsministerium, Europe PMC führt zusätzlich eine Förderung der National Natural Science Foundation of China [3]. Geprüft wurde ein isoliertes, hochgereinigtes Polysaccharid aus dem Knotentang, nicht der ganze Algenextrakt, wie er in Nahrungsergänzung sonst meist eingesetzt wird, eine Übertragung der Befunde auf den ganzen Extrakt ist damit nicht ohne Weiteres möglich.

    Quellen: 3

  4. 04

    Hemmung der Kohlenhydrat-Verdauungsenzyme Alpha-Glucosidase und Sucrase in Enzymversuchen

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    In Enzymversuchen hemmte der Extrakt zwei Verdauungsenzyme, die Kohlenhydrate in Traubenzucker spalten, reine Laborversuche ohne Zell-, Tier- oder Humandaten.

    Ausführlicher Nachweis

    Eine irische Arbeitsgruppe verglich Extrakte aus drei essbaren Braunalgen, darunter Knotentang, auf ihre Fähigkeit, die Verdauungsenzyme Maltase und Sucrase zu hemmen, die im Dünndarm Kohlenhydrate in resorbierbaren Traubenzucker spalten [4]. Der Knotentang-Extrakt hemmte Maltase mit einer mittleren wirksamen Konzentration (IC50) von 0,26 bis 0,47 Milligramm pro Milliliter, abhängig von der Zubereitung, und war unter den drei geprüften Algenextrakten der einzige mit einer belegten Hemmung von Sucrase (IC50 gleich 0,83 Milligramm pro Milliliter) [4]. Zwei der acht Autorinnen und Autoren sind laut Affiliation bei der Firma Marigot Ltd. angestellt, dieselbe Firma, die auch das Präparat der oben genannten Humanstudie zur postprandialen Glukose stellte [4]. Ergänzend zeigte die japanische Arbeitsgruppe zum isolierten Polysaccharid Ascophyllan eine Hemmung von Alpha-Glucosidase bei über 90 Prozent Hemmung ab 1,0 Milligramm pro Milliliter, stärker als der Vergleichswirkstoff Acarbose, jedoch ohne Wirkung auf Alpha-Amylase bis 10 Milligramm pro Milliliter [3]. Beide Arbeiten sind reine Enzymversuche, keine Zell-, Tier- oder Humandaten, eine Übertragung auf die tatsächliche Verdauung im Körper ist daraus nicht ableitbar.

    Quellen: 4, 3

  5. 05

    Ausschüttung des Darmhormons GLP-1 aus Darmzellen in der Zellkultur

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Das isolierte Polysaccharid Ascophyllan regte in einer Darmzelllinie die Ausschüttung des Sättigungshormons GLP-1 an, reine Zellkulturdaten ohne Tier- oder Humanversuch.

    Ausführlicher Nachweis

    Dieselbe japanische Arbeitsgruppe zeigte, dass Ascophyllan und die kommerzielle Zubereitung Ascophyllan HS in der menschlichen Darmzelllinie NCI-H716 konzentrationsabhängig (10 bis 100 Nanogramm pro Milliliter) die Ausschüttung des Darmhormons Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1) anregten, eines Hormons, das die Insulinausschüttung fördert und das Sättigungsgefühl beeinflusst [3]. Der Versuch fand ausschließlich an einer Zelllinie im Labor statt, keine Tier- oder Humandaten liegen dazu aus dieser Arbeit vor, und wie in der Zeile zum isolierten Polysaccharid oben ist die Firma, die das Ausgangsmaterial vermarktet, mit allen Autorinnen und Autoren an der Untersuchung beteiligt [3].

    Quellen: 3

  6. 06

    Blutzucker, Körpergewicht und weitere Stoffwechselwerte in Kombinationspräparaten mit Blasentang, mit unterschiedlichem Ausgang je nach Studie

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Zwei placebokontrollierte Studien zu einem Kombinationspräparat mit Blasentang und Chrompicolinat fanden Verbesserungen bei Blutzucker und weiteren Werten. Eine dritte plazebokontrollierte Studie zu einem Präparat ohne Chrompicolinat fand dagegen keinen Effekt auf Blutzucker oder Gewicht. Auch sie wurde vom Hersteller des Prüfpräparats mitfinanziert. Keine der drei Studien prüft Knotentang allein.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 65 Personen mit gestörtem Blutzucker senkte ein Kombinationspräparat aus Knotentang, Blasentang und Chrompicolinat über 6 Monate HbA1c, Nüchtern- und postprandialen Blutzucker sowie den HOMA-Insulinresistenz-Index stärker als Placebo (jeweils p kleiner 0,05), außerdem kehrten 18,2 Prozent der Verumgruppe gegenüber 0 Prozent der Placebogruppe zu einem normalen Blutzuckerstatus zurück (p kleiner 0,05) [5]. Uns liegt nur das Abstract vor, ein Interessenkonflikt-Feld nennt PubMed nicht, ein freier Volltext war nicht auffindbar. Eine große, retrospektive Beobachtungsstudie an 505 Personen mit Bestandteilen des metabolischen Syndroms fand unter demselben Kombinationspräparat (Handelsname Gdue) nach 180 Tagen im Mittel eine Abnahme von Körpergewicht (minus 7,3 Kilogramm), Nüchternblutzucker (minus 16,3 Milligramm pro Deziliter) und weiteren Werten [6]. Diese Studie hatte jedoch keine Kontrollgruppe und keine Placebogabe, gemessen wurde ausschließlich die Veränderung gegenüber dem eigenen Ausgangswert vor Behandlungsbeginn, ein Vergleich zu unbehandelten oder placebobehandelten Personen fehlt vollständig [6]. Der Volltext nennt im Danksagungsabschnitt eine nicht auflagengebundene Unterstützung durch die Firma Aesculapius, zwei der drei Autorinnen und Autoren erhielten von derselben Firma Unterstützung für die Datenanalyse [6]. Eine dritte randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie an 56 übergewichtigen, prädiabetischen Personen prüfte dagegen ein Kombinationspräparat aus Knotentang und Blasentang ohne Chrompicolinat über 12 Wochen und fand keinen Effekt auf Blutzucker oder Körpergewicht gegenüber Placebo, bei kleinen Unterschieden einzelner Entzündungs- und Stoffwechselwerte wie Interleukin-6 [7]. Die Autorinnen und Autoren dieser dritten Studie erklären zwar, keinen Interessenkonflikt zu haben, der frei zugängliche Volltext nennt jedoch im Förderabschnitt neben dem Landwirtschaftsministerium von Quebec ausdrücklich auch die Firma innoVactiv als Geldgeberin, dieselbe Firma, die das geprüfte Präparat unter dem Namen InSea2 vermarktet und die Verum- wie die Placebokapseln geliefert hat [7]. Unabhängig vom Hersteller ist damit auch diese dritte Studie nicht, ihr Nullbefund wiegt allerdings gerade deshalb schwer. Eine 2022 veröffentlichte Übersichtsarbeit derselben Arbeitsgruppe, die auch die erste hier genannte Studie durchführte, bilanziert selbst, dass blutzuckersenkende Effekte von Knotentang und Blasentang bislang nur in Kombination, nicht aber für Knotentang allein gezeigt wurden [8]. Die drei Humanstudien unterscheiden sich in Zusammensetzung (mit oder ohne Chrompicolinat), Studiendauer und Studiendesign, ein direkter Widerspruch bei gleicher Zubereitung und gleichem Vergleich liegt deshalb nicht vor, wohl aber ein uneinheitliches Gesamtbild, das keine Aussage zu Knotentang als Einzelstoff erlaubt.

    Quellen: 5, 6, 7, 8

  7. 07

    Jodstatus (Jodausscheidung im Urin) bei Frauen mit unzureichender Jodzufuhr, begleitet von einem Anstieg des TSH-Spiegels

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Bei Frauen mit geringer Jodzufuhr stieg die Jodausscheidung im Urin nach zwei Wochen Einnahme deutlich an. Gleichzeitig stieg im Mittel auch der TSH-Spiegel, bei zwei von 42 Teilnehmerinnen über die Norm.

    Ausführlicher Nachweis

    In einer offenen Interventionsstudie ohne Placebogruppe nahmen 42 gesunde, nicht schwangere Frauen mit selbst berichtetem geringem Milchprodukt- und Meeresfrüchtekonsum zwei Wochen lang täglich 0,5 Gramm einer verkapselten Knotentang-Zubereitung (712 Mikrogramm Jod pro Gramm Alge) ein [9]. Die Jodausscheidung im Urin stieg von median 78 auf median 140 Mikrogramm pro Liter (p kleiner 0,001) [9]. Gleichzeitig stieg die Konzentration des Schilddrüsen-stimulierenden Hormons TSH von median 1,5 auf median 2,1 mIU pro Liter (p kleiner 0,001), bei zwei Teilnehmerinnen lag der Wert danach über dem Normbereich, während das freie Thyroxin bei allen im Normbereich blieb [9]. Die Bioverfügbarkeit des Algen-Jods lag mit 33 Prozent der aufgenommenen Menge niedriger als die eines Kaliumiodid-Vergleichspräparats mit 59 Prozent [9]. Diese Studie hatte keine Placebo- oder Kontrollgruppe, gemessen wurde die Veränderung gegenüber dem eigenen Ausgangswert. Ein Interessenkonflikt-Feld führt PubMed nicht, der freie Volltext im Hochschulrepositorium der University of Glasgow nennt die Förderung jedoch. Danach wurde die Arbeit über eine Machbarkeitsförderung des Technology Strategy Board für eine Zusammenarbeit der University of Glasgow mit dem Anbieter Napiers the Herbalists gefördert, in Partnerschaft mit der Seaweed Health Foundation, und die verwendeten Kapseln waren das Handelsprodukt eben dieses Partners. Eine Beobachtung an Inuit in Ostgrönland fand für Knotentang einen Jodgehalt von rund 102 Milligramm pro Gramm Trockenalge sowie eine deutliche Bioverfügbarkeit anhand der Urinausscheidung nach einer definierten Verzehrsmenge, mit dem ausdrücklichen Hinweis der Autorinnen und Autoren, die Auswirkung auf die Schilddrüsenfunktion bei regelmäßigem Verzehr sei noch zu bewerten [10].

    Quellen: 9, 10

  8. 08

    Zellwachstum von Hautfibroblasten und antibakterielle Wirkung eines niedermolekularen Polysaccharid-Fragments in vitro

    Nur Labor und Tier
    Einordnung und Einschränkungen

    Ein aus Knotentang gewonnenes, enzymatisch verkleinertes Polysaccharid-Fragment förderte in der Zellkultur das Wachstum von Hautfibroblasten und hemmte Bakterienwachstum, reine Zellkultur- und Laborversuche ohne Tier- oder Humandaten.

    Ausführlicher Nachweis

    Eine chinesisch-japanische Arbeitsgruppe stellte durch enzymatischen Abbau des Polysaccharids Ascophyllan ein niedermolekulares Fragment (mittleres Molekulargewicht 6,96 Kilodalton) her und prüfte es an kultivierten menschlichen Hautfibroblasten sowie in einem Bakterien-Hemmtest [11]. Das niedermolekulare Fragment förderte die Vermehrung und Wanderung der Hautfibroblasten in der Zellkultur stärker als das native, unverkleinerte Ascophyllan bei gleicher Massenkonzentration und zeigte eine stärkere antibakterielle Wirkung [11]. Reine Zellkultur- und Laborversuche, keine Tier- oder Humandaten, keine Übertragbarkeit auf eine Wirkung auf die Haut im lebenden Organismus.

    Quellen: 11

  9. 09

    Sichtbare Hautalterung, Hautbarriere und Hautempfindlichkeit beim Menschen

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gezielt gesucht und keine eigene klinische Studie zu Knotentang und Hautalterung oder Hautbarriere beim Menschen gefunden, nur einen Marktüberblick, der Studien erwähnt, ohne sie zu benennen.

    Ausführlicher Nachweis

    Eine 2021 veröffentlichte Marktübersicht zu Meeresinhaltsstoffen in Kosmetik für empfindliche Haut nennt Knotentang-Extrakt als einen von zwei Inhaltsstoffen, für die nach Angabe der Autorinnen und Autoren klinische Evidenz zur Wirkung bei empfindlicher Haut vorliege, ohne die zugrunde liegenden Studien im Abstract zu benennen oder zu zitieren [12]. Eine gezielte eigene Suche nach einer plazebokontrollierten Humanstudie zu Knotentang-Extrakt und Hautalterung, Hautbarriere, Hautfeuchte oder Hautempfindlichkeit ergab keinen Treffer. Zur Zellkulturwirkung eines isolierten Polysaccharid-Fragments auf Hautfibroblasten siehe die eigene Zeile oben, eine Übertragung auf eine sichtbare Hautwirkung beim Menschen ist daraus nicht abzuleiten.

    Quellen: 12

Studien im Detail

Postprandialer Blutzucker und Sättigung

Konic Ristic und Kollegen prüften 2023 in einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie an 16 gesunden Erwachsenen, ob ein akut eingenommener Knotentang-Extrakt den Blutzuckeranstieg nach einem kohlenhydratreichen Testessen abmildert. Über die gesamte Gruppe zeigte sich kein Unterschied zwischen den beiden geprüften Dosen und der Kontrolle, weder bei der Spitzenkonzentration noch bei der Fläche unter der Blutzuckerkurve. Da die individuelle Zuckerreaktion auf das reine Testessen stark schwankte, bildeten die Autorinnen und Autoren im Nachhinein eine Untergruppe der zehn Personen mit der stärksten Reaktion. Nur in dieser Untergruppe senkte die höhere Dosis den Blutzucker-Spitzenwert gegenüber der Kontrolle. Eine solche nachträglich gebildete Untergruppe ist methodisch schwächer als eine vorab geplante Analyse, und eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.

Hall und Kollegen zeigten 2012 in einer kleinen Pilotstudie an 12 übergewichtigen Männern, dass ein mit 4 Prozent Knotentang angereichertes Frühstücksbrot die bei einer folgenden, frei wählbaren Mahlzeit aufgenommene Energiemenge um 16,4 Prozent senkte, ohne dass sich der Blutzucker- oder Cholesterinverlauf nach dem Frühstück selbst unterschied. Auch hier handelt es sich um eine einzelne kleine Studie ohne unabhängige Wiederholung.

Ein isoliertes Polysaccharid, nicht der ganze Extrakt

Eine japanische Arbeitsgruppe um Okimura untersuchte 2019 nicht den ganzen Algenextrakt, sondern ein daraus isoliertes sulfatiertes Polysaccharid namens Ascophyllan, in einer kommerziellen Zubereitung als Ascophyllan HS. In Enzymversuchen hemmte die Substanz das Verdauungsenzym Alpha-Glucosidase stärker als der Vergleichswirkstoff Acarbose, ohne Alpha-Amylase zu beeinflussen, und regte in einer menschlichen Darmzelllinie die Ausschüttung des Sättigungshormons GLP-1 an. In einer eigenen, achtwöchigen Interventionsstudie am Menschen senkte die tägliche Einnahme von 100 Milligramm die Blutzuckerfläche im oralen Glukosetoleranztest gegenüber Placebo. Alle Autorinnen und Autoren dieser Arbeit sind bei der Herstellerfirma des Präparats angestellt, ein unabhängiger Volltext lag uns nicht vor. Wichtig für die Einordnung: Ascophyllan ist ein isolierter Bestandteil des Knotentangs, keine Aussage über den ganzen, in Nahrungsergänzung üblichen Algenextrakt.

Kombinationspräparate mit Blasentang, ein uneinheitliches Bild

Die meisten Humanstudien zu Stoffwechselwirkungen von Knotentang prüfen nicht den Stoff allein, sondern ein Präparat zusammen mit der verwandten Braunalge Blasentang (Fucus vesiculosus), teils zusätzlich mit Chrompicolinat. Derosa und Kollegen fanden 2019 in einer plazebokontrollierten Studie an 65 Personen mit gestörtem Blutzucker über 6 Monate eine Verbesserung von HbA1c, Nüchtern- und postprandialem Blutzucker unter einem solchen Kombinationspräparat. Nicolucci und Kollegen berichteten 2021 in einer großen, aber unkontrollierten Beobachtungsstudie an 505 Personen ähnliche Verbesserungen bei Gewicht und Blutzucker, allerdings ohne jede Placebo- oder Kontrollgruppe, sodass sich der natürliche Verlauf und ein Behandlungseffekt nicht trennen lassen. Die Studie wurde nicht auflagengebunden von der Herstellerfirma unterstützt.

Vodouhè und Kollegen fanden dagegen 2022 in einer unabhängigen, plazebokontrollierten Studie an 56 übergewichtigen, prädiabetischen Personen über 12 Wochen keinen Effekt eines Kombinationspräparats (ohne Chrompicolinat) auf Blutzucker oder Körpergewicht. Eine 2022 veröffentlichte Übersichtsarbeit derselben Arbeitsgruppe, die auch die erste hier genannte Studie durchführte, zieht daraus selbst den Schluss, dass blutzuckersenkende Effekte bislang nur für die Kombination beider Algen gezeigt wurden, nicht für Knotentang allein.

Einordnung: Die drei placebokontrollierten oder kontrollierten Studien unterscheiden sich in Zusammensetzung, Dauer und Studiendesign so stark, dass sie keinen direkten Widerspruch bei gleicher Fragestellung darstellen. Sie zeigen aber übereinstimmend, dass keine von ihnen Knotentang als Einzelstoff prüft, und dass die stärksten berichteten Effekte aus der methodisch schwächsten, unkontrollierten Studie stammen.

Jodgehalt und Jodstatus

Combet und Kollegen zeigten 2014 in einer offenen Interventionsstudie ohne Kontrollgruppe an 42 Frauen mit geringer Jodzufuhr, dass eine zweiwöchige tägliche Einnahme von 0,5 Gramm Knotentang die Jodausscheidung im Urin deutlich steigerte. Gleichzeitig stieg im Mittel auch der Wert des Schilddrüsen-stimulierenden Hormons TSH, bei zwei der 42 Teilnehmerinnen über den Normbereich hinaus, während die freie Thyroxin-Konzentration bei allen im Normbereich blieb. Eine Beobachtung an Inuit in Ostgrönland durch Andersen und Kollegen bestätigte 2019 einen sehr hohen und gut bioverfügbaren Jodgehalt von Knotentang und wies ausdrücklich darauf hin, dass die Auswirkung eines regelmäßigen Verzehrs auf die Schilddrüsenfunktion weiterer Bewertung bedarf.

Tier- und Laborstudien

Zur Wirkung auf Verdauungsenzyme, Darmhormone und Hautzellen liegen mehrere reine Labor- und Zellkulturarbeiten vor. Attjioui und Kollegen verglichen 2021 drei essbare Braunalgen-Extrakte und fanden für Knotentang eine Hemmung der Verdauungsenzyme Maltase und Sucrase, als einziger der drei Extrakte mit einer belegten Sucrase-Hemmung. Yu und Kollegen stellten 2020 aus dem Polysaccharid Ascophyllan ein niedermolekulares Fragment her, das in der Zellkultur das Wachstum menschlicher Hautfibroblasten stärker förderte als das native Polysaccharid und zusätzlich antibakteriell wirkte. Beide Arbeiten sind reine Labor- und Zellkulturversuche ohne Tier- oder Humandaten, eine Übertragung auf eine Wirkung im lebenden Organismus ist aus ihnen nicht ableitbar.

Zur sichtbaren Hautalterung, Hautbarriere oder Hautempfindlichkeit beim Menschen fanden wir trotz gezielter Suche keine eigene klinische Studie. Eine Marktübersicht zu kosmetischen Inhaltsstoffen nennt Knotentang-Extrakt zwar als einen von zwei Stoffen mit angeblich vorliegender klinischer Evidenz für empfindliche Haut, benennt die zugrunde liegenden Studien im Abstract aber nicht, sodass sich diese Aussage nicht nachprüfen lässt.

Abgrenzung, Knotentang gegenüber Blasentang und anderen Braunalgen

Knotentang (Ascophyllum nodosum) wird in der Forschung häufig zusammen mit der verwandten, aber eigenständigen Braunalge Blasentang (Fucus vesiculosus) verwendet, meist in einem gemeinsamen Extrakt. Die meisten Humanstudien zu einer Stoffwechselwirkung, die diesem Eintrag zugeordnet wären, prüfen tatsächlich diese Kombination oder zusätzlich Chrompicolinat, nicht Knotentang allein, siehe die Wirkungszeilen oben. Eine dritte, botanisch ebenfalls unterschiedliche Braunalge, Undaria pinnatifida (Wakame), taucht in einer der Laborvergleichsstudien als weiterer Vergleichsextrakt auf, wird hier aber nicht eigenständig bewertet. Innerhalb der Studien zu Knotentang selbst wird zusätzlich zwischen der ganzen Alge, einem polyphenolreichen Gesamtextrakt und dem isolierten Polysaccharid Ascophyllan unterschieden, drei Zubereitungen mit jeweils eigener, nicht austauschbarer Studienlage.

Sicherheit und Wechselwirkungen

In den vorliegenden kleinen Studien war die Einnahme von Knotentang oder daraus gewonnenen Zubereitungen gut verträglich, schwerwiegende Nebenwirkungen wurden nicht berichtet.

Knotentang ist von Natur aus sehr jodreich. In einer Humanstudie erhöhte bereits eine zweiwöchige, niedrig dosierte Einnahme (0,5 Gramm täglich) die Jodausscheidung im Urin deutlich und ging im Mittel mit einem Anstieg des Schilddrüsen-stimulierenden Hormons TSH einher, bei einem Teil der Teilnehmerinnen über den Normbereich hinaus, siehe die eigene Wirkungszeile. Bei einer bestehenden Schilddrüsenerkrankung, einer Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten oder einer ohnehin bereits ausreichenden bis hohen Jodzufuhr über die Ernährung ist deshalb vor einer Einnahme ärztliche Rücksprache sinnvoll. Zu einer Wirkung bei längerer, wiederholter Einnahme über Wochen oder Monate liegt uns keine eigene Studie vor.

Da Braunalgen aus dem Meer je nach Wuchsgebiet Schwermetalle und andere Umweltschadstoffe aus dem Wasser aufnehmen können, ist die Herkunft und Prüfung des jeweiligen Rohstoffs auf Schadstoffe relevant, eine eigene, für diesen Eintrag ausgewertete Studie zur Schadstoffbelastung von Knotentang liegt uns nicht vor.

Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor, wegen des Jodgehalts ist eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme hier besonders sinnvoll.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Cross-over, akute Einzeldosis, n gleich 16 · 2023

    Effects of an Extract of the Brown Seaweed Ascophylum nodosum on Postprandial Glycaemic Control in Healthy Subjects, A Randomized Controlled Study.

    Konic Ristic A, et al. Mar Drugs

    Zur Zuschreibung: 01

  2. 02

    RCT, einfach verblindet, Cross-over, Pilotstudie, n gleich 12 · 2012

    Ascophyllum nodosum enriched bread reduces subsequent energy intake with no effect on post-prandial glucose and cholesterol in healthy, overweight males, A pilot study.

    Hall AC, et al. Appetite

    Zur Zuschreibung: 02

  3. 03

    Enzymversuch, Zellkulturversuch (NCI-H716) und offene Interventionsstudie am Menschen (8 Wochen), isoliertes Polysaccharid, Herstellerfirma als Autorenschaft · 2019

    Suppressive effect of ascophyllan HS on postprandial blood sugar level through the inhibition of alpha-glucosidase and stimulation of glucagon-like peptide-1 (GLP-1) secretion.

    Okimura T, et al. Int J Biol Macromol

    Zur Zuschreibung: 03, 04, 05

  4. 04

    In-vitro-Enzymversuch, drei Braunalgen-Extrakte im Vergleich · 2021

    Comparison of edible brown algae extracts for the inhibition of intestinal carbohydrate digestive enzymes involved in glucose release from the diet.

    Attjioui M, et al. J Nutr Sci

    Zur Zuschreibung: 04

  5. 05

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Kombinationspräparat mit Chrompicolinat, n gleich 65, 6 Monate · 2019

    Ascophyllum nodosum and Fucus vesiculosus on glycemic status and on endothelial damage markers in dysglicemic patients.

    Derosa G, et al. Phytother Res

    Zur Zuschreibung: 06

  6. 06

    Retrospektive Beobachtungsstudie ohne Kontrollgruppe, Kombinationspräparat (Gdue), n gleich 505, 180 Tage · 2021

    Effectiveness of Ascophyllum nodosum and Fucus vesiculosus on Metabolic Syndrome Components, A Real-World, Observational Study.

    Nicolucci A, Rossi MC, Petrelli M. J Diabetes Res

    Zur Zuschreibung: 06

  7. 07

    RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Kombinationspräparat ohne Chrompicolinat, n gleich 56, 12 Wochen · 2022

    Marginal Impact of Brown Seaweed Ascophyllum nodosum and Fucus vesiculosus Extract on Metabolic and Inflammatory Response in Overweight and Obese Prediabetic Subjects.

    Vodouhè M, et al. Mar Drugs

    Zur Zuschreibung: 06

  8. 08

    Narrative Übersichtsarbeit · 2022

    The role of selected nutraceuticals in management of prediabetes and diabetes, An updated review of the literature.

    Derosa G, D'Angelo A, Maffioli P. Phytother Res

    Zur Zuschreibung: 06

  9. 09

    Offene Interventionsstudie ohne Placebogruppe, n gleich 42, 2 Wochen · 2014

    Low-level seaweed supplementation improves iodine status in iodine-insufficient women.

    Combet E, et al. Br J Nutr

    Zur Zuschreibung: 07

  10. 10

    Beobachtungsstudie zu Jodgehalt, Bioverfügbarkeit und Verzehrsgewohnheiten, Arktis-Region · 2019

    Iodine in Edible Seaweed, Its Absorption, Dietary Use, and Relation to Iodine Nutrition in Arctic People.

    Andersen S, et al. J Med Food

    Zur Zuschreibung: 07

  11. 11

    In-vitro-Zellkultur- und Laborversuch, Hautfibroblasten und antibakterielle Testung · 2020

    A low-molecular-weight ascophyllan prepared from Ascophyllum nodosum, Optimization, analysis and biological activities.

    Yu G, et al. Int J Biol Macromol

    Zur Zuschreibung: 08

  12. 12

    Marktübersicht kosmetischer Produkte, keine eigene klinische Studie · 2021

    Marine Ingredients for Sensitive Skin, Market Overview.

    Ferreira MS, et al. Mar Drugs

    Zur Zuschreibung: 09

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