Mariendistel-Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Silybum marianum · Silymarin · Milk Thistle · Frauendistel
Auf einen Blick
- Was es ist
- Extrakt aus den reifen Früchten (umgangssprachlich Samen) der Mariendistel, meist standardisiert auf einen bestimmten Gehalt des Flavonolignan-Komplexes Silymarin
- Herkunft
- Eine ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete, heute weltweit kultivierte Distelart aus der Familie der Korbblütler. Verwendet werden die reifen Früchte, nicht Blatt, Wurzel oder Blüte
- Wirkform in Studien
- Uneinheitlich. Die meisten Humanstudien nutzen einen standardisierten Trockenextrakt der Früchte, ein Teil dagegen ein an Phosphatidylcholin gebundenes Silibinin-Phytosom unter Handelsnamen wie Legalon, Realsil oder Siliphos. Das ist ein anderes, besser aufnehmbares Molekül als der einfache Extrakt, siehe Abgrenzung unten
- Übliche Studiendosis
- 140 bis 700 mg Extrakt, meist zwei- bis dreimal täglich und damit bis zu 2100 mg pro Tag, über vier Wochen bis zu zwölf Monaten, je nach untersuchter Fragestellung
- Bekannt geworden durch
- Die traditionelle Verwendung als Lebermittel seit der Antike und die spätere Entwicklung standardisierter pharmazeutischer Präparate für Menschen mit Lebererkrankungen
- Verträglichkeit
- In den meisten kontrollierten Studien mit Placebo vergleichbar gut vertragen, gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden. Bekanntes Allergierisiko bei bestehender Allergie gegen Korbblütler
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Leberenzyme ALT und AST bei Erwachsenen mit erhöhten Leberwerten und Fettleber im Ultraschall, gesenkt gegenüber Placebo oder einem Vergleichspräparat
BelegtEinordnung und Einschränkungen
In mehreren Übersichtsarbeiten mit zusammen mehreren tausend Teilnehmenden senkte Mariendistel-Extrakt die Leberwerte ALT und AST stärker als Placebo oder ein Vergleichspräparat, am deutlichsten bei Fettleber und viraler Hepatitis. Die größte dieser Arbeiten weist für beide Werte selbst eine belegte Verzerrung durch bevorzugt veröffentlichte Ergebnisse aus, deshalb belegt und nicht gut belegt.
Ausführlicher Nachweis
Eine 2017 im Volltext geprüfte Meta-Analyse wertete 8 randomisierte Studien mit 587 Teilnehmenden mit Fettleber aus [1]. Gegenüber der Kontrollgruppe sank AST um 6,57 UI/L (95-Prozent-Intervall minus 10,03 bis minus 3,12, p gleich 0,0002) und ALT um 9,16 UI/L (minus 16,24 bis minus 2,08, p gleich 0,01) [1]. In der Untergruppe mit Mariendistel als alleinigem Wirkstoff fiel der Effekt kleiner aus als im Gesamtergebnis, dafür genauer und mit weniger Streuung (AST minus 5,44 UI/L, minus 8,80 bis minus 2,08, p gleich 0,002; ALT minus 5,08 UI/L, minus 7,85 bis minus 2,32, p gleich 0,0003) [1]. Zwei Angaben aus dem Volltext gehören dazu. Die Kontrollgruppe dieser Arbeit war nur zum Teil ein Placebo, daneben standen Pioglitazon, Metformin, Simvastatin, Vitamin E, ein traditionelles chinesisches Präparat und Lebensstilmaßnahmen [1]. Und die Streuung zwischen den Studien war hoch, I-Quadrat 68 Prozent beim AST aus 6 Studien und 90 Prozent beim ALT aus 8 Studien [1]. Die Arbeit wurde von zwei chinesischen Forschungsförderern finanziert, die Autoren erklären keinen Interessenkonflikt [1]. Eine 2024 veröffentlichte, größere Meta-Analyse über 26 Studien mit 2375 Teilnehmenden mit Fettleber fand dieselbe Richtung, ALT minus 12,39 (minus 19,69 bis minus 5,08) und AST minus 10,97 (minus 15,51 bis minus 6,43), bei erklärtermaßen keinem Interessenkonflikt [2]. Zu dieser Arbeit lag uns nur der Abstract vor, kein freier Volltext, die Einschlusstabelle konnten wir deshalb nicht selbst prüfen. Eine 2025 im Volltext geprüfte, noch größere Übersichtsarbeit über 55 Studien mit 3545 Teilnehmenden mit unterschiedlichen Leberschädigungen fand ebenfalls einen Rückgang von AST (Effektstärke minus 0,670, minus 0,931 bis minus 0,408) und ALT (minus 0,912, minus 1,177 bis minus 0,646), ohne fremde Finanzierung [3]. In der Untergruppenanalyse dieser Arbeit war der Effekt bei Fettleber (AST minus 0,916, minus 1,437 bis minus 0,394; ALT minus 0,847, minus 1,261 bis minus 0,432) und bei viraler Hepatitis belegt, bei arzneimittelbedingter und bei alkoholbedingter Leberschädigung dagegen nicht [3]. Drei weitere Befunde derselben Arbeit gehören daneben. Erstens weist sie für AST wie für ALT eine belegte Verzerrung durch bevorzugt veröffentlichte Ergebnisse aus, der Trichterplot ist unsymmetrisch, der Egger-Test ergibt p gleich 0,017 für AST und p kleiner 0,0001 für ALT, der Begg-Test p gleich 0,0039 und p kleiner 0,0001, und eine Korrektur dieser Verzerrung rechnet die Arbeit nicht [3]. Zweitens war der Effekt bei einem Körpermasseindex ab 30 weder beim AST noch beim ALT belegt, also gerade nicht in der Gruppe, in der eine Fettleber am häufigsten vorkommt [3]. Drittens fanden sich die deutlicheren Senkungen bei Tagesdosen bis 140 mg und Einnahmedauern bis 2 Monate und nicht bei höheren Dosen oder längerer Einnahme, während die Meta-Regression über alle Studien gar keinen Zusammenhang mit Dosis, Alter, Körpermasseindex oder Dauer fand [3]. Die drei Übersichtsarbeiten prüfen überwiegend denselben, mit der Zeit gewachsenen Studienbestand und sind deshalb kein dreifach unabhängiger Beleg, sondern eine Bewertung, die mit mehr eingeschlossenen Studien deutlicher ausfällt. Warum die Stufe belegt lautet und nicht gut belegt, die Richtung ist über alle drei Arbeiten hinweg stabil und der Vergleich ist einer zwischen den Gruppen. Dagegen stehen die von der größten Arbeit selbst ausgewiesene Publikationsverzerrung, die hohe Streuung zwischen den Studien, die teils aktiven statt inerten Kontrollarme und der Umstand, dass hier ein Laborwert im Blut gemessen wird und kein Krankheitsverlauf.
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02
Blutfette (Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, Triglyzeride) bei Erwachsenen mit Fettleber im Ultraschall
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Die kleinere, ältere Übersichtsarbeit fand keinen Unterschied zu Placebo bei Cholesterin und Triglyzeriden, die größere und neuere Übersichtsarbeit über einen breiteren Studienbestand dagegen schon.
Ausführlicher Nachweis
In der im Volltext geprüften Übersichtsarbeit von 2017 (8 Studien, 587 Teilnehmende) unterschieden sich Triglyzeride (7 Studien, 409 Teilnehmende, p gleich 0,78) und Gesamtcholesterin (2 Studien, 166 Teilnehmende, p gleich 0,80) nicht zwischen Verum- und Kontrollgruppe [1]. Die Autoren führen das selbst auf die geringe Zahl auswertbarer Studien zu diesem Endpunkt zurück [1]. Die 2024 veröffentlichte, größere Übersichtsarbeit über 26 Studien mit 2375 Teilnehmenden berichtet dagegen einen Rückgang von Gesamtcholesterin (Effektstärke minus 0,85, minus 1,23 bis minus 0,47), Triglyzeriden (minus 0,62, minus 1,14 bis minus 0,10) und LDL-Cholesterin (minus 0,81, minus 1,31 bis minus 0,31) sowie einen Anstieg von HDL-Cholesterin (plus 0,46, plus 0,03 bis plus 0,89) [2]. Da die neuere Arbeit den Studienbestand der älteren mit umfasst, sind beide kein unabhängiges Gegenpaar, sondern ein gewachsener Bestand, der bei mehr Studien einen Effekt zeigt, den die kleinere Stichprobe noch nicht auflösen konnte. Die Arbeit von 2024 ist beim Verlag unter Creative Commons frei zugänglich, ein PMC-Eintrag fehlt nur. Ihr Literaturverzeichnis führt unter anderem die Studie von Hashemi, die auch in der Arbeit von 2017 steckt, die Überschneidung ist damit belegt und nicht bloß vermutet. Die vollständige Einschlusstabelle lag uns nicht vor. Die Stufe bleibt deshalb bei Hinweise.
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03
Aktivitätsscore in der Gewebeprobe bei Erwachsenen mit bioptisch gesicherter Leberzellverfettung und -entzündung, in zwei unabhängigen Studien ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In zwei unabhängigen, placebokontrollierten Studien mit zusammen 177 Teilnehmenden erreichte der vorab festgelegte histologische Aktivitätsscore unter Mariendistel-Extrakt nicht häufiger die geplante Verbesserung als unter Placebo.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie in Malaysia erhielten 99 Erwachsene mit bioptisch gesicherter Leberzellverfettung und -entzündung sowie einem Aktivitätsscore von mindestens 4 über 48 Wochen dreimal täglich 700 mg Mariendistel-Extrakt oder Placebo [4]. Der primäre Endpunkt, ein Rückgang des Aktivitätsscores um mindestens 30 Prozent in der erneuten Gewebeprobe, wurde in der Verumgruppe nicht häufiger erreicht als unter Placebo (32,7 gegenüber 26,0 Prozent, p gleich 0,467) [4]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall für diesen Vergleich nennt das Abstract nicht, ein freier Volltext lag uns nicht vor. In der unabhängigen, US-amerikanischen SyNCH-Studie erhielten 78 Erwachsene mit derselben Einschlussgröße (Aktivitätsscore mindestens 4) über 48 Wochen dreimal täglich 420 mg, 700 mg des Präparats Legalon oder Placebo [5]. Der primäre Endpunkt, ein Rückgang des Aktivitätsscores um mindestens 2 Punkte, wurde in keiner Dosisgruppe häufiger erreicht als unter Placebo (15 und 19 gegenüber 12 Prozent, p gleich 0,79) [5]. Auch hier nennt der im Volltext geprüfte Text kein Effektmaß mit Konfidenzintervall für diesen Vergleich [5]. Die Studie wurde zunächst über ein Kooperationsabkommen des US-amerikanischen National Center for Complementary and Alternative Medicine finanziert, die Finanzierung ging 2009 an den Hersteller des Präparats, Rottapharm|Madaus, über, der die Studie danach als investigatorinitiierte Studie weiterführte [5]. Zwei unabhängige, plazebokontrollierte Studien haben denselben vorab festgelegten Endpunkt geprüft und den Unterschied nicht gefunden, das trägt die Stufe Nicht bestätigt. Dass keine der beiden ein Effektmaß mit Intervall nennt, bleibt als Vorbehalt bestehen, eine kleine Verbesserung ließe sich bei diesen Fallzahlen nicht sicher ausschließen.
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04
Leberfibrose nach Gewebeprobe und Lebersteifigkeit, sekundärer Endpunkt in einer Studie mit bioptisch gesicherter Leberzellverfettung und -entzündung
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Als sekundärer Endpunkt derselben malaysischen Studie war der Anteil mit rückläufiger Fibrose in der Gewebeprobe und in der gemessenen Lebersteifigkeit unter Mariendistel-Extrakt höher als unter Placebo, während der primäre Endpunkt derselben Studie keinen Unterschied zeigte.
Ausführlicher Nachweis
In der oben beschriebenen Studie an 99 Erwachsenen (700 mg dreimal täglich über 48 Wochen) war der Anteil mit einem Rückgang der Fibrose in der Gewebeprobe um mindestens 1 Stufe in der Verumgruppe höher als unter Placebo (22,4 gegenüber 6,0 Prozent, p gleich 0,023), ebenso der Anteil mit einem Rückgang der gemessenen Lebersteifigkeit um mindestens 30 Prozent (24,2 gegenüber 2,3 Prozent, p gleich 0,002) [4]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall nennt das Abstract für keinen der beiden Vergleiche, ein freier Volltext lag uns nicht vor [4]. Es handelt sich um einen sekundären Endpunkt einer einzelnen Studie, während der primäre Endpunkt, der Aktivitätsscore, in derselben Studie keinen Unterschied zeigte, siehe eigene Zeile. Die unabhängige SyNCH-Studie fand für die Fibrose keinen begünstigenden Effekt der Verumgruppe, der Rückgang der Fibrose fiel dort sogar in der Placebogruppe am stärksten aus, ohne dass sich das von den Verumgruppen absicherte [5].
Quellen: 4
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05
Leberenzyme und Virusmenge im Blut bei Erwachsenen mit im Blut nachgewiesenem Hepatitis-C-Virus, auch bei hoher Dosierung nach erfolgloser Vorbehandlung, ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In der bislang größten placebokontrollierten Studie senkte auch die dreifach übliche Dosis weder die Leberenzyme noch die Virusmenge im Blut stärker als Placebo, eine Übersichtsarbeit über fünf kleinere Studien kam zum selben Schluss, ohne dass ein Effektmaß für den Gruppenunterschied selbst vorliegt.
Ausführlicher Nachweis
In der SyNCH-Studie, einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an vier US-Zentren, erhielten 154 Erwachsene mit im Blut nachgewiesenem Hepatitis-C-Virus und einer ALT von mindestens 65 U/L, bei denen eine vorherige Interferon-Therapie erfolglos geblieben war, über 24 Wochen dreimal täglich 420 mg, 700 mg Mariendistel-Extrakt (Legalon) oder Placebo [6]. Die mittlere Veränderung der ALT unterschied sich nicht zwischen den Gruppen (Placebo minus 4,3 U/L, 95-Prozent-Intervall minus 17,3 bis 8,7; 420 mg minus 14,4, minus 41,6 bis 12,7; 700 mg minus 11,3, minus 27,9 bis 5,4; p gleich 0,75), ebenso wenig die Virusmenge (Placebo plus 0,07 log10 IU/mL, minus 0,05 bis 0,18; 420 mg minus 0,03, minus 0,18 bis 0,12; 700 mg plus 0,04, minus 0,08 bis 0,16; p gleich 0,54) [6]. Diese Werte sind die Veränderung je Gruppe gegenüber dem eigenen Ausgangswert und kein einzelnes Effektmaß für den direkten Unterschied zwischen Verum und Placebo, die Intervalle der 420-mg-Gruppe reichen zudem weit auf beide Seiten der Null. Ein einzelnes Effektmaß für den direkten Gruppenunterschied liegt damit nicht vor, und die weiten Intervalle der 420-mg-Gruppe lassen einen kleinen Effekt offen. Geprüft und nicht gefunden wurde die Wirkung in der bislang größten Studie zu dieser Frage dennoch, das trägt die Stufe Nicht bestätigt. Finanziert wurde die Studie über mehrere Kooperationsabkommen der US-amerikanischen National Institutes of Health, das Studienmedikament und das Placebo stammten als Sachspende vom Hersteller Rottapharm|Madaus, der laut eigener Angabe der Autoren keinen Einfluss auf Design, Auswertung oder Publikation hatte [6]. Mehrere Autoren, darunter der Erstautor, geben im Volltext eigene Forschungsgelder von Rottapharm|Madaus an, ein Punkt, den das PubMed-Feld zur Interessenerklärung nicht zeigt [6]. Eine 2014 im Volltext geprüfte Meta-Analyse über 5 randomisierte Studien mit 222 Verum- und 167 Placebo-Teilnehmenden mit Hepatitis C, darunter die SyNCH-Studie, fand ebenfalls keinen Unterschied bei Virusmenge (p gleich 0,09 über alle Darreichungsformen, p gleich 0,19 nur oral) und ALT (p gleich 0,45) [7]. Ein gepooltes Effektmaß mit Intervall stand in dieser Arbeit nur als Grafik zur Verfügung, nicht als Zahl im Text. Eine neuere, breitere Übersichtsarbeit über verschiedene Ursachen von Leberschäden fand über alle "virale Hepatitis" gebündelten Studien hinweg einen Effekt auf ALT und AST, mischt dabei aber unterschiedliche Dosen, Dauern und vermutlich auch Hepatitis B mit Hepatitis C und ist damit kein Gegenbeweis speziell für Hepatitis C [3]. Eine gezielte Suche nach einer neueren Übersichtsarbeit speziell zu Mariendistel-Extrakt und Hepatitis C (auch mit dem Suchbegriff "hepatitis C virus RNA meta-analysis") fand keine nach 2014 veröffentlichte Arbeit, die Lage ist seither unseres Wissens nicht neu zusammengefasst worden.
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06
Gesamtsterblichkeit bei Erwachsenen mit Leberschädigung durch Alkohol oder durch das Hepatitis-B- oder -C-Virus, ohne Unterschied zu Placebo
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In einer Cochrane-Übersichtsarbeit über 18 Studien mit 1088 Teilnehmenden unterschied sich die Gesamtsterblichkeit unter Mariendistel-Extrakt nicht von Placebo.
Ausführlicher Nachweis
Die im Volltext geprüfte Cochrane-Übersichtsarbeit wertete 18 randomisierte Studien mit 1088 Erwachsenen mit alkoholbedingter oder durch das Hepatitis-B- oder -C-Virus verursachter Leberschädigung aus [8]. Die Gesamtsterblichkeit unterschied sich nicht zwischen Mariendistel-Extrakt und Placebo oder keiner Behandlung (relatives Risiko 0,78, 95-Prozent-Intervall 0,53 bis 1,15) [8]. Auch bei Komplikationen der Lebererkrankung (relatives Risiko 0,95, 0,83 bis 1,09) und bei der Leberhistologie fand sich kein Unterschied [8]. Die methodische Qualität der eingeschlossenen Studien war insgesamt niedrig, nur 28,6 Prozent erfüllten die vorab definierten Qualitätsmerkmale [8]. Einer der drei Autoren legt offen, an einem älteren, in dieser Übersicht mitverwendeten Bericht und einer Meta-Analyse zu Mariendistel mitgewirkt zu haben, ansonsten sind keine Interessenkonflikte bekannt [8]. Die Übersichtsarbeit selbst zieht den Schluss, dass die Ergebnisse den Nutzen von Mariendistel bei diesen Lebererkrankungen infrage stellen und belastbare, gut geplante Studien fehlen [8]. Die Cochrane-Übersichtsarbeit stammt aus dem Jahr 2007. Eine gezielte Suche nach einer neueren Cochrane- oder anderen Übersichtsarbeit zur Sterblichkeit unter Mariendistel-Extrakt bei alkoholbedingter oder viraler Lebererkrankung fand keine aktuellere Arbeit zu diesem Endpunkt, die Cochrane Library hat diese Übersicht unseres Wissens seither nicht aktualisiert.
Quellen: 8
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07
Leberbezogene Sterblichkeit bei Erwachsenen mit Leberschädigung durch Alkohol oder durch das Hepatitis-B- oder -C-Virus, ein Effekt nur in den methodisch schwächeren Studien
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In derselben Übersichtsarbeit war die leberbezogene Sterblichkeit über alle 18 Studien niedriger unter Mariendistel-Extrakt, in der Untergruppe der methodisch hochwertigeren Studien allein verschwand der Unterschied.
Ausführlicher Nachweis
In derselben Cochrane-Übersichtsarbeit war die leberbezogene Sterblichkeit über alle 18 eingeschlossenen Studien unter Mariendistel-Extrakt niedriger als unter Placebo oder keiner Behandlung (relatives Risiko 0,50, 95-Prozent-Intervall 0,29 bis 0,88) [8]. In der vorab geplanten Untergruppenanalyse allein der methodisch hochwertigeren Studien war dieser Unterschied nicht mehr abgesichert (relatives Risiko 0,57, 0,28 bis 1,19) [8]. Das ist derselbe Studienbestand, aufgeteilt nach Qualität, und kein zweiter unabhängiger Befund, weshalb die Zeile nicht als Widerspruch zwischen zwei Quellen geführt wird, sondern als ein einzelner Befund, dessen Robustheit von der Studienqualität abhängt. Die Autoren selbst werten das als Hinweis auf einen möglichen Verzerrungseffekt der methodisch schwächeren Studien [8].
Quellen: 8
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08
Insulinresistenz (HOMA-IR) bei Erwachsenen mit Stoffwechsel- oder Lebererkrankung
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine Übersichtsarbeit über sechs Studien mit 673 Teilnehmenden fand eine knapp signifikante Verbesserung der Insulinresistenz, uneinheitlich zwischen den untersuchten Erkrankungen und ohne Effekt auf den nüchtern gemessenen Insulinspiegel.
Ausführlicher Nachweis
Eine 2025 veröffentlichte Meta-Analyse wertete 6 randomisierte Studien mit 673 Teilnehmenden aus dem Iran, Ägypten und Italien aus, alle nach eigener Bewertung mit niedrigem Verzerrungsrisiko [9]. Der Homeostasis Model Assessment of Insulin Resistance (HOMA-IR) verbesserte sich unter Mariendistel-Extrakt gegenüber Placebo (gewichtete mittlere Differenz minus 2,29, 95-Prozent-Intervall minus 4,55 bis minus 0,03, p gleich 0,047), das Intervall reicht damit knapp bis an die Nullwirkung heran [9]. Der nüchtern gemessene Insulinspiegel unterschied sich nicht (minus 2,56, minus 7,60 bis 2,48, p gleich 0,862) [9]. In der Untergruppenanalyse besserte sich die Insulinresistenz bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und bei Menschen mit alkoholbedingter Leberzirrhose, nicht dagegen bei Menschen mit Fettleber [9]. Die Autoren erklären keinen Interessenkonflikt und schließen selbst, dass die Evidenz für eine Wirkung auf Insulinresistenz und -sensitivität insgesamt begrenzt ist [9]. Ein freier Volltext lag uns nicht vor.
Quellen: 9
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09
Hautbild bei Erwachsenen mit unreiner, entzündungsneigender Haut im Vergleich zu oralem Doxycyclin
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer kleinen Studie ohne Placebogruppe war orales Mariendistel-Extrakt bei einem von zwei Bewertungsmaßen der Hautunreinheiten dem Antibiotikum Doxycyclin unterlegen, beim anderen nicht unterschiedlich.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten Studie erhielten 60 Erwachsene mit unreiner, entzündungsneigender Haut über einen festgelegten Zeitraum entweder orales Mariendistel-Extrakt, orales Doxycyclin oder beides zusammen, je 20 Personen pro Gruppe [10]. Beim Bewertungsmaß Global Acne Grading System unterschied sich die Besserung unter Mariendistel-Extrakt nicht von Doxycyclin (p gleich 0,260), beim Bewertungsmaß Acne Severity Index war Mariendistel-Extrakt Doxycyclin unterlegen (p gleich 0,021) [10]. Die Kombination beider Wirkstoffe war numerisch, aber nicht statistisch absichert besser als Doxycyclin allein (p gleich 0,9 beziehungsweise 0,5) [10]. Eine Placebogruppe gab es nicht, sodass sich keine Aussage treffen lässt, ob Mariendistel-Extrakt gegenüber gar keiner Behandlung wirkt. Zur Interessenlage macht die Arbeit keine Angabe, ein freier Volltext lag uns nicht vor.
Quellen: 10
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10
Schutz vor Krebs oder Einfluss auf das Tumorwachstum beim Menschen
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gezielt gesucht und keine Humanstudie zu einer Schutzwirkung vor Krebs oder einem Einfluss auf das Tumorwachstum gefunden, nur Studien zum Schutz von Leber und Niere während einer Chemotherapie, eine andere Fragestellung.
Ausführlicher Nachweis
Eine Suche zu Mariendistel-Extrakt und Krebs (26 Treffer unter den starken Studientypen) ergab überwiegend Arbeiten zum Schutz von Leber und Niere während einer Chemotherapie sowie eine Netzwerk-Meta-Analyse zur Vorbeugung eines Hand-Fuß-Syndroms unter Capecitabin, keine davon prüft eine Schutzwirkung vor Krebs selbst oder einen Einfluss auf das Tumorwachstum beim Menschen. Diese Chemotherapie-Begleitstudien beantworten eine andere Frage als die verbreitete Zuschreibung einer krebshemmenden Wirkung und werden hier deshalb nicht als Beleg dafür geführt.
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11
Verdauung und Gallenfluss beim Menschen
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gezielt gesucht und keine kontrollierte Humanstudie zu einer Wirkung auf Verdauung, Gallenproduktion oder Gallenfluss gefunden.
Ausführlicher Nachweis
Eine Suche zu Mariendistel-Extrakt und Gallenfluss, Galle oder Verdauung ergab keine kontrollierte Humanstudie zu einer choleretischen Wirkung oder zu Verdauungsbeschwerden, nur ältere, thematisch nicht einschlägige Treffer und pharmakologische Arbeiten ohne Bezug zu einem Verdauungsendpunkt.
Studien im Detail
Leberenzyme und Blutfette bei Fettleber
Drei Übersichtsarbeiten aus den Jahren 2017, 2024 und 2025 werten zusammengenommen einen wachsenden Bestand randomisierter Studien zu Mariendistel-Extrakt bei Menschen mit erhöhten Leberwerten und im Ultraschall festgestellter Fettleber aus. Alle drei finden eine Senkung von ALT und AST gegenüber der jeweiligen Kontrollgruppe. Diese Kontrollgruppe war in der Arbeit von 2017 nur zum Teil ein Placebo, daneben standen Pioglitazon, Metformin, Simvastatin, Vitamin E, ein chinesisches Präparat und Lebensstilmaßnahmen. In der Untergruppe der alleinigen Einnahme fiel der Effekt kleiner aus als im Gesamtergebnis, dafür streuten die Studien dort weniger. Die 2025 veröffentlichte, im Volltext geprüfte Arbeit zeigt zusätzlich, dass der Effekt auf Leberenzyme bei Fettleber und bei viraler Hepatitis nachweisbar ist, bei arzneimittelbedingter oder alkoholbedingter Leberschädigung dagegen nicht. Das spricht dafür, dass die Wirkung von der Ursache der Leberschädigung abhängt und keine allgemeine Eigenschaft ist, die bei jedem Leberschaden gleich greift. Dieselbe Arbeit nennt aber drei Dinge, die den Befund dämpfen. Ihre eigene Prüfung auf bevorzugt veröffentlichte Ergebnisse fällt für AST und ALT belegt aus, und sie rechnet diese Verzerrung nicht heraus. Bei einem Körpermasseindex ab 30 war der Effekt nicht mehr belegt, also gerade nicht dort, wo eine Fettleber am häufigsten vorkommt. Und die deutlicheren Senkungen fanden sich bei niedrigen Dosen bis 140 mg und kurzen Einnahmedauern bis zwei Monaten, nicht bei den hohen Dosen, mit denen geworben wird.
Bei den Blutfetten ist das Bild uneinheitlicher. Die kleinere, ältere Arbeit von 2017 fand weder bei Triglyzeriden noch bei Gesamtcholesterin einen Unterschied zu Placebo, während die größere Arbeit von 2024 einen Rückgang von Gesamtcholesterin, Triglyzeriden und LDL-Cholesterin sowie einen Anstieg von HDL-Cholesterin berichtet. Da die neuere Arbeit auf einem breiteren, den älteren Bestand einschließenden Studienpool beruht, ist das kein Widerspruch zwischen zwei unabhängigen Befunden, sondern eher ein Effekt, der erst mit mehr Studien statistisch sichtbar wird. Ohne freien Volltext der 2024er-Arbeit lässt sich das nicht abschließend prüfen.
Leberhistologie, Fibrose und Lebersteifigkeit bei Steatohepatitis
Zwei unabhängige, gut kontrollierte Studien haben geprüft, ob Mariendistel-Extrakt bei bioptisch gesicherter Leberzellverfettung und -entzündung den histologischen Aktivitätsscore verbessert, eine in Malaysia an 99 Personen mit 700 mg dreimal täglich, die andere als SyNCH-Studie in den USA an 78 Personen mit 420 oder 700 mg dreimal täglich, beide über 48 Wochen. In keiner der beiden Studien wurde der vorab festgelegte primäre Endpunkt in der Verumgruppe häufiger erreicht als unter Placebo. Beide Arbeiten berichten dazu allerdings nur Prozentwerte und einen p-Wert, kein Effektmaß mit Konfidenzintervall. Der Vorbehalt bleibt deshalb bestehen, dass eine kleine Verbesserung bei diesen Fallzahlen unentdeckt geblieben sein könnte. Geprüft und nicht gefunden wurde die Wirkung in beiden Studien dennoch.
Die malaysische Studie fand als sekundären Endpunkt trotzdem einen Vorteil bei der Fibrose: Sowohl der Rückgang der Fibrose in der erneuten Gewebeprobe als auch der Rückgang der gemessenen Lebersteifigkeit fiel unter Mariendistel-Extrakt häufiger aus als unter Placebo. Die SyNCH-Studie konnte das nicht bestätigen, dort verbesserte sich die Fibrose sogar in der Placebogruppe am stärksten. Beide Ergebnisse zusammen sprechen dafür, dass eine mögliche Wirkung auf die Leberstruktur, wenn überhaupt vorhanden, klein und nicht in jeder Studie reproduzierbar ist.
Hepatitis C und Sterblichkeit bei chronischer Lebererkrankung
Für Hepatitis C liegt mit der SyNCH-Studie die bislang größte placebokontrollierte Untersuchung vor, 154 Personen, bei denen eine vorherige Interferon-Therapie erfolglos geblieben war, erhielten 24 Wochen lang die dreifache übliche Dosis oder Placebo. Weder die Leberenzyme noch die Virusmenge im Blut unterschieden sich zwischen den Gruppen. Eine Übersichtsarbeit über fünf kleinere Studien, darunter dieselbe Studie, kommt zum selben Ergebnis. Die Finanzierung wechselte während der Studie von einer öffentlichen Förderung zum Hersteller des geprüften Präparats, mehrere Autoren geben eigene Forschungsgelder derselben Firma an, ein Punkt, der im PubMed-Feld zur Interessenerklärung nicht auftaucht und nur im Volltext steht.
Zur Sterblichkeit bei alkoholbedingter oder viraler Leberschädigung liegt eine Cochrane-Übersichtsarbeit über 18 Studien mit 1088 Teilnehmenden vor. Die Gesamtsterblichkeit unterschied sich nicht von Placebo. Die leberbezogene Sterblichkeit war über alle 18 Studien niedriger, dieser Unterschied verschwand aber, sobald nur die methodisch hochwertigeren Studien betrachtet wurden, ein klassisches Muster für einen Effekt, der zumindest teilweise auf Verzerrungen in den schwächeren Studien zurückgeht.
Insulinresistenz und Haut
Zur Insulinresistenz liegt eine Übersichtsarbeit über sechs Studien mit 673 Teilnehmenden vor. Der HOMA-IR-Wert verbesserte sich gegenüber Placebo, das Konfidenzintervall reicht dabei aber knapp bis an die Nullwirkung heran, und die Untergruppenanalyse zeigt den Effekt bei Typ-2-Diabetes und alkoholbedingter Leberzirrhose, nicht aber bei Fettleber. Zur Haut liegt uns eine einzelne, kleine Studie ohne Placebogruppe vor, die orales Mariendistel-Extrakt bei unreiner, entzündungsneigender Haut mit dem Antibiotikum Doxycyclin vergleicht, mit gemischtem Ergebnis und ohne Aussage zur Wirkung gegenüber gar keiner Behandlung.
Abgrenzung, einfacher Extrakt gegenüber Silibinin-Phytosom
Ein Teil der in diesem Eintrag zitierten Studien, insbesondere die zu Hepatitis C und zur Leberhistologie bei Steatohepatitis, prüft nicht den einfachen Mariendistel-Extrakt, sondern ein an Phosphatidylcholin gebundenes Silibinin-Phytosom unter Handelsnamen wie Legalon, Realsil oder Siliphos. Diese Bindung verändert die Aufnahme des Wirkstoffs im Körper deutlich und macht das Präparat zu einem anderen Molekül als den frei löslichen Extrakt. Wo im Nachweistext ein Handelsname genannt ist, handelt es sich um dieses gebundene Präparat und nicht um einen austauschbaren Silymarin-Extrakt.
Sicherheit und Wechselwirkungen
In den meisten kontrollierten Studien war Mariendistel-Extrakt in oraler Einnahme mit Placebo vergleichbar gut verträglich, auch in Dosen von bis zu 2100 mg pro Tag über mehrere Monate. Gelegentlich berichtet wurden Magen-Darm-Beschwerden.
Mariendistel gehört zur Familie der Korbblütler. Bei einer bekannten Allergie gegen andere Pflanzen dieser Familie, etwa Gänseblümchen, Ringelblumen oder Beifuß, ist Vorsicht angebracht.
Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten, die über die Leber verstoffwechselt werden, liegt uns keine eigene geprüfte Humanstudie vor. Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns ebenfalls keine eigene geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.
Quellen zum Nachlesen
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01
Meta-Analyse, 8 RCT, n gleich 587 · 2017
The therapeutic effect of silymarin in the treatment of nonalcoholic fatty disease, A meta-analysis (PRISMA) of randomized control trials.
Zhong S, Fan Y, Yan Q, Fan X, Wu B, Han Y, Zhang Y, Chen Y, Zhang H, Niu J. Medicine (Baltimore)
- 02
-
03
Meta-Analyse, 55 Studien, n gleich 3545 · 2025
Are alterations needed in Silybum marianum (Silymarin) administration practices? A novel outlook and meta-analysis on randomized trials targeting liver injury.
Shahsavari K, Ardekani SS, Ardekani MRS, Esfahani MM, Kazemizadeh H, Jamialahmadi T, Iranshahi M, Khanavi M, Hasanpour M. BMC Complement Med Ther
Zur Zuschreibung: 01
- 04
-
05
RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 78, 48 Wochen · 2019
Silymarin in non-cirrhotics with non-alcoholic steatohepatitis, A randomized, double-blind, placebo controlled trial.
Navarro VJ, Belle SH, D'Amato M, Afdhal N, Brunt EM, Fried MW, Reddy KR, Wahed AS, Harrison S. PLoS One
Zur Zuschreibung: 03
-
06
RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, n gleich 154, 24 Wochen · 2012
Effect of silymarin (milk thistle) on liver disease in patients with chronic hepatitis C unsuccessfully treated with interferon therapy, A randomized controlled trial.
Fried MW, Navarro VJ, Afdhal N, Belle SH, Wahed AS, Hawke RL, Doo E, Meyers CM, Reddy KR. JAMA
Zur Zuschreibung: 05
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- 08
- 09
- 10
Bei H.P.N
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