Papain
Zuletzt geprüft am
Enzyme
Carica papaya · Papayotin · Carica-Papain · Papaya-Proteinase
Auf einen Blick
- Was es ist
- Ein pflanzliches, eiweißspaltendes Enzym aus der Gruppe der Cystein-Proteasen, gewonnen aus dem Milchsaft der unreifen Frucht der Papaya (Carica papaya)
- Herkunft
- Wird durch Anritzen der Schale noch grüner, unreifer Papayafrüchte gewonnen. Der austretende milchige Saft (Latex) wird getrocknet und zu Rohpapain weiterverarbeitet, gereinigte Formen folgen danach
- Wirkform in Studien
- Uneinheitlich. Äußerlich meist als Papain-Harnstoff-Gel oder -Salbe zum Wunddebridement, teils zusammen mit dem Farbstoff Chlorophyllin. Oral fast immer als Bestandteil eines Mehrenzym-Gemischs zusammen mit weiteren Proteasen wie Trypsin, Bromelain oder pankreatischen Enzymen. Eine Humanstudie, die Papain oral als alleinigen Wirkstoff prüft, haben wir nicht gefunden
- Übliche Studiendosis
- Äußerlich meist 2 bis 8 Prozent Papain in Gel oder Salbe, aufgetragen auf die Wunde. Bei akuter Anwendung gegen einen Speiseröhrenverschluss ein Teelöffel Papainlösung in Wasser als Einmalgabe. Für eine tägliche orale Nahrungsergänzung mit Papain allein liegt uns keine eigene Dosis-Wirkungs-Studie vor
- Bekannt geworden durch
- Die traditionelle Nutzung der Papayafrucht zur Verdauungsunterstützung und als Fleischzartmacher, dazu den jahrzehntelangen klinischen Einsatz von Papain-Harnstoff-Zubereitungen beim Debridement chronischer Wunden
- Verträglichkeit
- Kann bei Haut- und Schleimhautkontakt sowie beim Verzehr allergische Reaktionen bis zur Anaphylaxie auslösen, besonders bei einer bestehenden Latexallergie. Siehe Sicherheit
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Abbau von abgestorbenem Gewebe bei chronischen Wunden wie Druckgeschwüren, Beingeschwüren und Verbrennungen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Mehrere systematische Übersichtsarbeiten sehen für Papain-Harnstoff-Zubereitungen beim Wunddebridement nur begrenzte Evidenz, die überwiegend aus unkontrollierten oder methodisch schwachen Studien stammt.
Ausführlicher Nachweis
Eine 2008 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit wertete alle zwischen Januar 1960 und Februar 2008 veröffentlichten prospektiven und retrospektiven Studien aus, die enzymatisches Debridement mit Collagenase oder Papain-Harnstoff bei Druckgeschwüren, Beingeschwüren oder Verbrennungswunden verglichen [1]. Ihr eigenes Urteil zu Papain fällt zurückhaltend aus, wörtlich sei die Evidenz begrenzt, wonach eine Papain-Harnstoff-Zubereitung nekrotisches Material aus Druckgeschwüren schneller entferne als Collagenase-Salbe, der Fortschritt zur eigentlichen Wundheilung sei dagegen uneindeutig [1]. Eine 2012 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit durchsuchte gezielt den Zeitraum 1987 bis 2010 nach Arbeiten zu Papain und Wundheilung und fand überwiegend deskriptive Studien, Fallserien und Fallberichte, dazu genau eine randomisierte kontrollierte Studie [2]. Papain sei danach bei Wunden unterschiedlicher Ursache und in verschiedenen Heilungsstadien ohne spezifische Kontraindikation einsetzbar und wirksam gewesen, zugleich seien Brennen und Schmerzen als Nebenwirkung berichtet worden, und die Autoren fordern ausdrücklich weitere Studien mit strengerer Methodik [2]. Eine 2020 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit zu Verbrennungswunden durchsuchte den Zeitraum 1969 bis 2019 und kommt für Papain zu dem Schluss, es liege nicht genug Evidenz vor, um seinen klinischen Wert zu belegen, im Unterschied zu Collagenase und Bromelain, für die mehr kontrollierte Studien vorliegen [3]. Keine der drei Übersichtsarbeiten berichtet ein gepooltes Effektmaß speziell für Papain. Die 2008 und 2012 veröffentlichten Übersichtsarbeiten decken einen überlappenden Zeitraum ab, ihre Studienbestände treffen sich aber kaum, weil die Einschlusskriterien auseinandergehen. Die Arbeit von 2008 nahm ausschließlich vergleichende prospektive und retrospektive Studien auf, die Arbeit von 2012 fand fast nur deskriptive Arbeiten, Fallserien und Fallberichte und genau eine randomisierte kontrollierte Studie. Sie sind hier deshalb als zwei Einordnungen mit unterschiedlichem Zuschnitt behandelt und nicht als doppelter Beleg derselben Primärstudien.
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02
Wundflächenverkleinerung bei venösen Beingeschwüren im direkten Vergleich zu einem wirkstofffreien Kontrollgel, ohne Unterschied
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
In der einzigen randomisierten Studie mit einer echten Kontrollgruppe ohne Wirkstoff verkleinerte sich die Wundfläche unter Papain-Gel nicht stärker als unter dem Kontrollgel, die Arbeit selbst bezeichnet die Verkleinerung in allen drei Gruppen als ähnlich. Der Papain-Arm war mit 19 Geschwüren klein.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten, doppelblinden kontrollierten Studie wurden 55 Patientinnen und Patienten mit insgesamt 63 chronischen venösen Beingeschwüren auf drei Gruppen verteilt, Fibrin-Gel (21 Geschwüre), 8-prozentiges Papain-Gel (19 Geschwüre) und ein wirkstofffreies Carbopol-Kontrollgel (23 Geschwüre), mit Nachuntersuchung alle 15 Tage über zwei Monate [4]. Die Wundfläche verkleinerte sich in den drei Gruppen um 14,3 Prozent, 21,1 Prozent und 30,4 Prozent, in dieser Reihenfolge, der größte Zahlenwert steht damit bei der wirkstofffreien Kontrollgruppe und nicht bei Papain, die Arbeit selbst bezeichnet die Verkleinerung in allen drei Gruppen jedoch ausdrücklich als ähnlich und weist keinen Unterschied zwischen den Gruppen aus [4]. Die Arbeit selbst zieht das Fazit, weder Fibrin-Gel noch Papain-Gel hätten die Wundheilung im Vergleich zur Kontrolle verbessert [4]. Ein Effektmaß mit Konfidenzintervall für die Gruppenunterschiede nennt das Abstract nicht, ein freier Volltext liegt uns nicht vor. Die Wirkung wurde in dieser doppelblinden Studie mit echter wirkstofffreier Kontrolle geprüft und nicht gefunden, deshalb die Stufe nicht bestätigt. Als Vorbehalt bleibt, dass der Papain-Arm nur 19 Geschwüre umfasste und ein Effektmaß mit Konfidenzintervall für den Gruppenunterschied fehlt, ein kleiner Vorteil ist damit nicht ausgeschlossen.
Quellen: 4
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03
Unterstützung der Eiweißverdauung bei oraler Einnahme als Nahrungsergänzung
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gezielt nach Humanstudien zu oral eingenommenem Papain und Verdauung gesucht und keine gefunden, die Papain als alleinigen Wirkstoff bei Menschen mit oder ohne Verdauungsbeschwerden prüft.
Ausführlicher Nachweis
Gezielte Suchen zu Papain in Verbindung mit Verdauung, Proteinverdaulichkeit, Dyspepsie, Verdauungsenzym-Präparaten, Magenentleerung und Blähungen ergaben ausschließlich lebensmitteltechnologische Arbeiten zur Fleischzartheit und zu simulierter Verdauung im Labor, eine Studie, die Papain nur als Laborreagenz zur Schleimanalyse im Urin nutzte, sowie eine placebokontrollierte Studie zu einem Mehrenzym-Präparat bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung, die keine auf Papain allein zurückführbare Wirkung auf Verdauungssymptome fand. Keine dieser Arbeiten prüft eine orale Papain-Supplementierung bei Erwachsenen auf einen Verdauungsendpunkt. Die verbreitete Zuschreibung, Papain verbessere als Nahrungsergänzung die Verdauung, bleibt damit ungeprüft.
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04
Linderung von Muskelkater nach intensivem Lauftraining, in einer Studie mit einem Neun-Stoff-Enzymgemisch, in dem Papain der kleinste Bestandteil war
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gezielt nach Humanstudien zu Papain und Muskelkater gesucht und keine gefunden, die Papain allein prüft. Die einzige einschlägige Arbeit prüfte ein Gemisch aus neun Enzymen, angeführt von pankreatischen Enzymen und Trypsin. Ein eigener Beitrag von Papain lässt sich daraus nicht ablesen.
Ausführlicher Nachweis
Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Papain in Verbindung mit Muskelkater, verzögert einsetzendem Muskelschmerz und Erholung der Muskelkraft ergab eine einzige einschlägige Arbeit, und die prüfte Papain nicht allein. In dieser kontrollierten Studie, im Quellenverzeichnis als Arbeit von Miller und Kollegen aus dem Jahr 2004 geführt, liefen 10 gematchte Männerpaare 30 Minuten bei minus 10 Prozent Gefälle mit 80 Prozent der geschätzten maximalen Herzfrequenz bergab. Beginnend einen Tag vor der Belastung und über insgesamt vier Tage nahmen die Teilnehmenden viermal täglich zwei Tabletten mit zusammen 325 mg pankreatischen Enzymen, 75 mg Trypsin, 50 mg Papain, 50 mg Bromelain, 10 mg Amylase, 10 mg Lipase, 10 mg Lysozym und 2 mg Chymotrypsin ein, oder ein Placebo. Die Verumgruppe zeigte eine bessere Erholung der Muskelkraft und geringere Zeichen von verzögertem Muskelkater als die Placebogruppe. Das Abstract nennt weder Effektmaße noch Konfidenzintervalle für die einzelnen Messgrößen. Papain stellt in diesem Präparat mit 50 mg von insgesamt 522 mg nur einen kleinen Teil, das mengenmäßig größte Einzelenzym ist pankreatisches Enzym vor Trypsin. Ein Anteil von Papain am beobachteten Effekt ist aus dieser Studie nicht isolierbar, deshalb zählt sie hier nicht als Beleg für Papain. Eine Humanstudie, die Papain allein auf Muskelkater prüft, haben wir nicht gefunden.
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05
Verringerung von Entzündungsmarkern im Blut bei oraler oder äußerlicher Anwendung
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Papain und Entzündungsmarkern wie dem CRP-Wert ergab keine Studie, die eine orale oder äußerliche Papain-Anwendung mit einem Entzündungsmarker beim Menschen in Verbindung bringt.
Ausführlicher Nachweis
Die Suchbegriffe Papain zusammen mit Entzündung und mit C-reaktivem Protein lieferten überwiegend Arbeiten, in denen Papain als Werkzeug in Tiermodellen dient, etwa um in Mäusen eine Atemwegsentzündung auszulösen, oder als Vergleichsobjekt in Struktur- und Bindungsstudien anderer Proteine, nicht als geprüfte Nahrungsergänzung beim Menschen. Eine Humanstudie, die eine orale oder äußerliche Papain-Gabe mit einer Veränderung von Entzündungsmarkern im Blut verknüpft, wurde dabei nicht gefunden.
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06
Gewichtsabnahme und Stoffwechselaktivität bei oraler Einnahme
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Eine gezielte Suche nach Humanstudien zu Papain und Gewichtsabnahme oder Stoffwechsel ergab keinen einzigen Treffer.
Ausführlicher Nachweis
Eine gezielte Suche zu Papain in Verbindung mit Gewichtsabnahme, Stoffwechsel und Fettverdauung beim Menschen ergab keine Studie. Die verbreitete Zuschreibung, Papain kurble als Nahrungsergänzung den Stoffwechsel an oder unterstütze eine Gewichtsabnahme, bleibt damit vollständig ungeprüft.
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07
Schädigung und Abtötung von Darm-Fadenwürmern im Tiermodell durch Angriff auf die Wurmhülle
Nur Labor und TierEinordnung und Einschränkungen
In Mäusen und in Zellversuchen schädigten aus Papayasaft gewonnene Cystein-Proteasen, darunter Papain, gezielt die Schutzhülle von Darmwürmern und senkten Wurmzahl und Eiausscheidung. Am Menschen ist das nicht geprüft.
Ausführlicher Nachweis
In einer Tierstudie an Mäusen, die mit dem Darmwurm Trichuris muris infiziert waren, verringerte roher Papayasaft sowohl die Wurmlast als auch die Eiausscheidung deutlich, und die enzymatische Aktivität überstand die Magenpassage bis in den Blinddarm [6]. In einer zweiten, ebenfalls an Mäusen durchgeführten Studie mit dem Darmwurm Heligmosomoides polygyrus senkte Papayasaft dosisabhängig die Eiausscheidung um mehr als 90 Prozent und die Wurmlast um 80 Prozent bei der höchsten geprüften Enzymkonzentration von 133 nmol, und die Wirkung ließ sich durch den cysteinproteasespezifischen Hemmstoff E-64 vollständig blockieren, was die Cystein-Proteasen als wirksame Bestandteile bestätigt [7]. Mukosa-Architektur und Zahl von Mastzellen und Becherzellen unterschieden sich zwischen behandelten und unbehandelten Tieren nicht. Eine dritte Arbeit an frei lebenden und an Mäuse-Fadenwürmern in Zellversuchen zeigte mittels Immunhistochemie und Elektronenmikroskopie, wie pflanzliche Cystein-Proteasen der Papain-Familie das Strukturprotein der Wurmhülle abbauen und so die Wurmhülle zerstören [8]. Alle drei Arbeiten fanden an Mäusen oder in Zellversuchen statt, keine an Menschen, und prüften rohen Papayasaft als Gemisch mehrerer Cystein-Proteasen der Papain-Familie, nicht isoliertes Papain allein.
Studien im Detail
Enzymatisches Debridement bei chronischen Wunden
Drei systematische Übersichtsarbeiten aus den Jahren 2008, 2012 und 2020 haben den Einsatz von Papain, meist als Papain-Harnstoff-Zubereitung, beim Abtragen von abgestorbenem Gewebe aus chronischen Wunden untersucht. Alle drei kommen zu einem zurückhaltenden Urteil, das von begrenzter bis unzureichender Evidenz spricht, gestützt überwiegend auf unkontrollierte oder methodisch schwache Studien. Ein gepooltes Effektmaß nennt keine der Arbeiten. Die einzige randomisierte Studie mit einer echten wirkstofffreien Kontrollgruppe, ein Vergleich von Papain-Gel, Fibrin-Gel und Kontrollgel bei venösen Beingeschwüren, fand keinen Vorteil von Papain gegenüber der Kontrolle, der Zahlenwert der Wundflächenverkleinerung lag unter der Kontrolle sogar höher, die Arbeit bezeichnet die drei Werte selbst aber als ähnlich.
Orale Anwendung als Verdauungsenzym
Trotz gezielter Suche fand sich keine Humanstudie, die Papain als alleinigen Wirkstoff bei oraler Einnahme auf einen Verdauungsendpunkt hin prüft. Die vorhandenen Arbeiten zu Papain und Verdauung stammen aus der Lebensmitteltechnologie und simulieren die Verdauung im Labor, nicht am Menschen.
Muskelkater nach intensiver Belastung
Eine kontrollierte Studie an 20 Männern fand nach bergab laufen bedingtem Muskelkater eine bessere Erholung unter einem Neun-Enzym-Präparat als unter Placebo [5]. Papain war darin mit 50 mg der kleinste Einzelbestandteil neben deutlich höher dosiertem pankreatischem Enzym und Trypsin, ein eigener Beitrag von Papain lässt sich aus der Studie nicht herauslösen.
Tier- und Laborstudien
Zur Wirkung auf Darm-Fadenwürmer liegen ausschließlich Tier- und Laborstudien vor. In zwei Mäusestudien senkte roher Papayasaft, der Papain als eine seiner Cystein-Proteasen enthält, Wurmlast und Eiausscheidung deutlich, in einer davon dosisabhängig und durch einen cysteinproteasespezifischen Hemmstoff blockierbar. Eine dritte Arbeit zeigte in Zellversuchen an frei lebenden und an parasitären Fadenwürmern den Mechanismus, den Abbau des Strukturproteins der Wurmhülle. Alle drei Arbeiten fanden an Mäusen oder in Zellversuchen statt und prüften den rohen Pflanzensaft als Gemisch, nicht isoliertes Papain. Eine Übertragbarkeit auf den Menschen ist damit nicht gezeigt.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Papain zählt zu den bekannten Auslösern des Latex-Frucht-Syndroms. Eine Querschnittsuntersuchung schloss ausdrücklich nur 11 Menschen ein, die sowohl eine im Hauttest gesicherte Latexallergie als auch eine Papaya-bedingte Anaphylaxie in der Vorgeschichte hatten, das gemeinsame Auftreten beider ist dort also Einschlusskriterium und kein Ergebnis. Als Ergebnis berichtet die Arbeit, dass 63,3 Prozent dieser Menschen bereits im Hauttest selbst eine anaphylaktische Reaktion zeigten [9]. Menschen mit bekannter Latexallergie sollten bei Papain-haltigen Produkten, ob zum Verzehr oder zur äußerlichen Anwendung, besonders vorsichtig sein.
Zur oralen Einnahme in großer Menge liegt eine retrospektive Fallserie zur medizinischen Notfallanwendung vor, nicht zur Nahrungsergänzung, in der 69 Personen mit einem Speiseröhrenverschluss durch Fleisch eine Papainlösung tranken. Bei keiner Person kam es dabei zu einem Durchbruch der Speiseröhrenwand [10]. Diese Anwendung erfolgte einmalig, unter Aufsicht und in einer anderen Situation als eine tägliche Nahrungsergänzung, ein Rückschluss auf die Sicherheit einer dauerhaften oralen Einnahme lässt sich daraus nicht ziehen.
Papain kann bei äußerlicher Anwendung auf offenen Wunden brennen und schmerzen. Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten und zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Humanstudie vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist deshalb sinnvoll.
Quellen zum Nachlesen
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04
RCT, doppelblind, drei Arme, n gleich 55 Patienten mit 63 Geschwüren, 2 Monate · 2017
Fibrin gel versus papain gel in the healing of chronic venous ulcers, A double-blind randomized controlled trial
de Araújo IC, Defune E, Abbade LP, Miot HA, Bertanha M, de Carvalho LR, Ferreira RR, Yoshida WB. Phlebology
Zur Zuschreibung: 02
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- 06
- 07
- 08
- 09
- 10
Bei H.P.N
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