Shoden® Ashwagandha Extrakt
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Pflanzenextrakte
Withania somnifera · Ashwagandha · Withania-somnifera-Extrakt · Winterkirsche · Schlafbeere
Auf einen Blick
- Was es ist
- Ein patentierter, hoch standardisierter Wurzelextrakt der Pflanze Withania somnifera, Markenname Shoden, mit mindestens 35 Prozent Withanoliden
- Herkunft
- Südasien, seit langem in der ayurvedischen Anwendung gebräuchlich
- Wirkform in Studien
- Standardisierter Extrakt mit 35 Prozent Withanolidglykosiden. Die meisten Ashwagandha-Studien nutzen andere Extrakte wie KSM-66, Sensoril oder generische Wurzelextrakte mit anderer Standardisierung und anderer Dosis, deren Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf Shoden übertragbar sind
- Übliche Studiendosis
- Shoden-spezifische Studien nutzten 21 bis 240 mg Extrakt beziehungsweise Withanolidglykosid pro Tag. Studien mit anderen Extrakten meist 300 bis 600 mg Extrakt pro Tag
- Zeit bis zur Wirkung
- Belegte Effekte nach 6 bis 8 Wochen durchgehender Einnahme, Akuteffekte sind nicht der Studienschwerpunkt
- Verträglichkeit
- In den ausgewerteten Studien meist gut verträglich. Vereinzelt milde Magen-Darm-Beschwerden
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Wahrgenommener Stress, uneinheitlich je Extrakt (Perceived Stress Scale)
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Meta-Analyse aus 9 RCTs mit 558 Teilnehmenden und verschiedenen Extrakten senkte die Perceived Stress Scale um 4,72 Punkte (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 8,45 bis minus 0,99). Die einzige Shoden-spezifische Studie wertete gar keine Stress-Subskala getrennt aus, sie analysierte nur Gesamtwerte, und ihr DASS-21-Gesamtwert aus Depression, Angst und Stress verfehlte im Gruppenvergleich die Signifikanz (p=0,096). Eine neuere Studie mit einem anderen Extrakt fand auf der Perceived Stress Scale keinen Unterschied zum Placebo (p=0,867)
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02
Angst-Symptome (Angst-Scores wie die Hamilton-Angst-Skala)
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Drei Übersichtsarbeiten mit überwiegend anderen Extrakten als Shoden zeigen sinkende Angst-Scores, sie sind aber kein dreifacher Beleg. Die größte poolt für Angst 10 der 14 eingeschlossenen RCTs, ausschließlich an Menschen mit einer psychischen Störung, Gesunde waren nach Protokoll ausgeschlossen (SMD minus 1,62, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 2,66 bis minus 0,57, I-Quadrat 94 Prozent, nach Herausnahme der Ausreißerstudie minus 1,13, minus 1,65 bis minus 0,60), bei nachgewiesener Publikationsverzerrung. Die fünf Angst-RCTs der zweiten Übersicht (n=254, minus 5,96 Punkte, I-Quadrat 98 Prozent) stecken sämtlich in diesen zehn, die dritte (9 RCTs, n=558, minus 2,19 Punkte) führt dieselben Kernstudien und zusätzlich die Shoden-Studie selbst. Diese Shoden-Studie zeigt einen signifikanten, aber moderaten Rückgang der Hamilton-Angst-Skala gegenüber Placebo (p=0,040) bei 240 mg pro Tag, finanziert vom Shoden-Hersteller Arjuna Natural
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03
Cortisol (Speichel- oder Serum-Cortisol)
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Zwei Übersichtsarbeiten mit überwiegend anderen Extrakten zeigen sinkendes Cortisol (9 RCTs, n=558, minus 2,58 Mikrogramm pro Deziliter, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 4,99 bis minus 0,16; 23 RCTs, n=1706, SMD minus 1,18, p kleiner 0,04). Die kleinere der beiden führt die Shoden-Studie selbst in ihrem Bestand, sie ist deshalb kein von ihr unabhängiger Beleg, und beide teilen sich ältere Primärstudien. Die Shoden-Studie zeigt einen Rückgang des Morgencortisols um 23 Prozent gegenüber einem um 0,5 Prozent gestiegenen Placebowert (Gruppenvergleich p kleiner 0,001), finanziert vom Shoden-Hersteller Arjuna Natural
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04
Schlafqualität
BelegtEinordnung und Einschränkungen
Shoden-spezifische RCT an 150 Erwachsenen mit nicht erholsamem Schlaf, 120 mg pro Tag, 6 Wochen, subjektive Schlafqualität plus 72 Prozent gegenüber plus 29 Prozent unter Placebo (p kleiner 0,001), Aktigraphie zeigte gegenüber Placebo bessere Schlafeffizienz, Gesamtschlafzeit, Einschlaflatenz und Wachzeit nach dem Einschlafen. Die Studie wurde vom Shoden-Hersteller Arjuna Natural finanziert, eine herstellerunabhängige Wiederholung liegt uns nicht vor. Gestützt wird sie von einer Übersicht über nur 4 RCTs an Menschen mit Schlafstörung oder psychischer Störung (SMD minus 1,35, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 1,79 bis minus 0,91) und von einer zweiten, die sich auf zwei derselben Studien stützt
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05
Testosteron bei Männern
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Zwei Shoden-spezifische RCTs mit unterschiedlichem Ergebnis, eine (n=57, 21 mg Withanolidglykoside pro Tag, übergewichtige Männer 40 bis 70 Jahre) fand einen 14,7 Prozent stärkeren Anstieg als Placebo (p=0,010), eine andere (n=60, 240 mg Extrakt pro Tag, gestresste Erwachsene) fand einen Anstieg im Zeitverlauf (p=0,038), aber keinen signifikanten Unterschied zum Placebo (p=0,158). Eine Meta-Analyse über 23 RCTs mit verschiedenen Extrakten fand ebenfalls einen Anstieg bei Männern, ohne im Abstract genanntes Konfidenzintervall
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06
Kraft und Muskelumfang bei Krafttraining
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Mehrere RCTs mit generischem Wurzelextrakt oder mit Sensoril, nicht Shoden, zeigen bei begleitendem Krafttraining größere Zuwächse als Placebo, etwa Bankdrücken plus 46,0 gegenüber plus 26,4 kg (n=57, 600 mg pro Tag, 8 Wochen) oder Kniebeuge plus 19,1 gegenüber plus 10,0 kg (n=38, Sensoril 500 mg pro Tag, 12 Wochen). Eine Shoden-spezifische Untersuchung zu Kraft und Muskelmasse liegt uns nicht vor
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07
Kognitive Leistung, Gedächtnis und Aufmerksamkeit
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Zwei RCTs mit generischem Wurzel- oder Blattextrakt, nicht Shoden, zeigen Verbesserungen bei Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstests, etwa Worterinnern und Reaktionszeit (n=59, 225 mg pro Tag) oder episodisches und Arbeitsgedächtnis (n=120, 600 mg pro Tag). Eine Shoden-spezifische Studie zur Kognition liegt uns nicht vor
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08
Schilddrüsenwerte (TSH, T3, T4), abhängig vom Ausgangswert
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Bei Erwachsenen mit erhöhtem TSH-Ausgangswert (4,5 bis 10 Mikroeinheiten pro Liter) senkte ein Wurzelextrakt, nicht Shoden, TSH signifikant und veränderte T3 und T4 gegenüber Placebo (n=50, 600 mg pro Tag). Eine Meta-Analyse über 23 RCTs an überwiegend allgemeinen erwachsenen Populationen fand dagegen keinen Effekt auf TSH oder T3, nur einen moderaten Anstieg von T4. Eine Sicherheitsstudie an Gesunden ohne erhöhten TSH-Wert fand keine Veränderung. Keine dieser Studien nutzte Shoden
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09
Allgemeine Immunfunktion
Studienlage offenEinordnung und Einschränkungen
Wird verbreitet zugeschrieben. Die einzige gefundene Humanstudie prüft Ashwagandha als Zusatz zu einer antibiotischen Standardtherapie bei einer bestimmten Atemwegsinfektion und misst dort Immunzellzahlen, das ist keine Untersuchung der allgemeinen Immunfunktion bei Gesunden und nicht zurechenbar. Eine eigene Recherche zu gesunden Populationen steht aus
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10
Antioxidative Wirkung im Körper
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine RCT mit generischem Wurzelextrakt, nicht Shoden, an 50 gesunden sportlichen Erwachsenen (300 mg zweimal täglich, 8 Wochen) fand einen signifikant höheren Antioxidanzspiegel gegenüber Placebo (p kleiner 0,0001), ein genauer Messwert steht im Abstract nicht. Eine Shoden-spezifische Untersuchung liegt uns nicht vor
Quellen: 16
Studien im Detail
Wahrgenommener Stress
Arumugam und Kollegen werteten 2024 [1] neun randomisierte, placebokontrollierte Studien mit 558 Teilnehmenden aus, mit unterschiedlichen Ashwagandha-Extrakten und Dosen. Die Perceived Stress Scale sank im Mittel um 4,72 Punkte (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 8,45 bis minus 0,99).
Die einzige Studie, die ausdrücklich Shoden einsetzte (Lopresti und Kollegen 2019 [2], n=60, 240 mg pro Tag, 60 Tage, gestresste Erwachsene), wertete gar keine Stress-Subskala getrennt aus, analysiert wurden nur die Gesamtwerte, und der DASS-21-Gesamtwert aus Depression, Angst und Stress verfehlte im Gruppenvergleich die Signifikanz (p=0,096). Eine neuere Studie mit einem anderen standardisierten Extrakt (Witholytin, Smith und Kollegen 2023 [3], übergewichtige Erwachsene zwischen 40 und 75 Jahren, 200 mg zweimal täglich) fand auf der Perceived Stress Scale, dem primären Endpunkt der Studie, keinen Unterschied zum Placebo (p=0,867).
Einschränkung: Die positiven Befunde stammen überwiegend aus anderen Extrakten als Shoden.
Angst-Symptome
Drei Übersichtsarbeiten fassen randomisierte Studien mit überwiegend anderen Extrakten als Shoden zusammen. Marchi und Kollegen 2025 [4] schlossen 14 Studien mit 360 behandelten und 353 Kontroll-Teilnehmenden ein, mediane Dosis 600 mg pro Tag. In die Angst- Auswertung gingen davon zehn Studien ein, nicht alle vierzehn. Eingeschlossen waren ausschließlich Menschen mit einer psychischen Störung, Studien an gesunden Freiwilligen waren nach Protokoll ausgeschlossen. Die gepoolte standardisierte Mittelwertdifferenz betrug minus 1,62 (95-Prozent- Konfidenzintervall minus 2,66 bis minus 0,57) bei sehr hoher Heterogenität von 94 Prozent, nach Herausnahme der Ausreißerstudie minus 1,13 (minus 1,65 bis minus 0,60). Die Autoren fanden zudem eine Publikationsverzerrung (Egger p kleiner 0,001), keine der eingeschlossenen Studien berichtete ein negatives Ergebnis. Fatima und Kollegen 2024 [5] fanden in 5 Studien mit 254 Teilnehmenden einen Rückgang der Hamilton-Angst-Skala um 5,96 Punkte (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 10,34 bis minus 1,59), bei sehr hoher Heterogenität von 98 Prozent. Arumugam und Kollegen 2024 [1] berichten minus 2,19 Punkte auf einer ähnlichen Angst-Skala.
Die drei Übersichten sind kein dreifacher Beleg. Alle fünf Angst-Studien bei Fatima (Andrade 2000, Khyati 2013, Langade 2019, Langade 2021, Fuladi 2021) stecken auch in den zehn von Marchi, und das Literaturverzeichnis von Arumugam führt dieselben Kernstudien sowie die Shoden-Studie [2] selbst. Die einzige Shoden-spezifische Studie (Lopresti 2019 [2]) zeigt einen signifikanten, aber moderaten Rückgang der Hamilton-Angst-Skala (p=0,040) bei 240 mg pro Tag.
Cortisol
Arumugam und Kollegen 2024 [1] berichten einen Rückgang des Serum-Cortisols um 2,58 Mikrogramm pro Deziliter (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 4,99 bis minus 0,16). Fornalik und Kollegen 2026 [6] werteten 23 Studien mit 1706 Teilnehmenden aus, verschiedene Extrakte gepoolt, und berichten eine standardisierte Mittelwertdifferenz von minus 1,18 (p kleiner 0,04). Die kleinere der beiden Übersichten führt die Shoden-Studie [2] in ihrem Bestand, ihr Ergebnis und das der Einzelstudie sind damit kein getrennter Beleg, und beide Übersichten teilen sich ältere Primärstudien. Die Zahl unabhängiger Datenpunkte ist kleiner, als die Studienzahl allein nahelegt.
Die Shoden-spezifische Studie (Lopresti 2019 [2]) zeigt einen Rückgang des Morgencortisols um 23 Prozent, während der Placebowert um 0,5 Prozent stieg, der Gruppenvergleich über die Zeit ist signifikant (p kleiner 0,001). Die Studie wurde von Arjuna Natural finanziert, dem Hersteller von Shoden, der auch Prüf- und Placebopräparat herstellte, und ein Autor war für die Mitteleinwerbung zuständig.
Schlafqualität
Deshpande und Kollegen 2020 [7] prüften in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie an 150 gesunden Erwachsenen mit nicht erholsamem Schlaf 120 mg Shoden pro Tag über 6 Wochen. Die selbstberichtete Schlafqualität stieg um 72 Prozent gegenüber 29 Prozent unter Placebo (p kleiner 0,001). Per Aktigraphie verbesserten sich Schlafeffizienz, Gesamtschlafzeit, Einschlaflatenz und Wachzeit nach dem Einschlafen gegenüber Placebo.
Marchi und Kollegen 2025 [4] und Fatima und Kollegen 2024 [5] stützen den Befund mit anderen Extrakten. Bei Marchi beruht die Schlafauswertung auf nur vier Studien an Menschen mit Schlafstörung oder psychischer Störung, standardisierte Mittelwertdifferenz minus 1,35 (95-Prozent-Konfidenzintervall minus 1,79 bis minus 0,91) bei mittlerer Heterogenität von 53 Prozent, eine Sensitivitätsanalyse war bei dieser Studienzahl nach Angabe der Autoren nicht möglich. Fatima fand mehrere, aber nicht alle Schlafparameter signifikant besser, bei sehr hoher Heterogenität, und stützt sich dabei auf die beiden Langade-Studien, die auch bei Marchi enthalten sind.
Einschränkung: Die einzige Shoden-spezifische Studie zur Schlafqualität arbeitete mit 120 mg Extrakt pro Tag und wurde vom Shoden-Hersteller Arjuna Natural finanziert. Eine vom Hersteller unabhängige Wiederholung liegt uns nicht vor.
Testosteron bei Männern
Zwei Shoden-spezifische Studien kommen zu unterschiedlicher statistischer Signifikanz. Lopresti und Kollegen 2019 [8] gaben übergewichtigen Männern zwischen 40 und 70 Jahren mit leichter Erschöpfung über 8 Wochen täglich 21 mg Withanolidglykoside (n=57 zu Studienbeginn). Der Anstieg des Speicheltestosterons fiel 14,7 Prozent größer aus als unter Placebo (p=0,010), der Anstieg von DHEA-S 18 Prozent (p=0,005). Auf die klinischen Endpunkte der Studie, Erschöpfung, Vitalität und sexuelles Wohlbefinden, schlug sich das nicht durch, dort gab es keinen signifikanten Unterschied zum Placebo. Auch diese Studie wurde von Arjuna Natural finanziert, die Interessenerklärung verneint gleichwohl einen Konflikt. In der bereits genannten Studie an gestressten Erwachsenen [2] stieg Testosteron bei Männern im Zeitverlauf (p=0,038), aber nicht signifikant stärker als unter Placebo (p=0,158).
Fornalik und Kollegen 2026 [6] berichten über 23 Studien mit verschiedenen Extrakten einen Testosteronanstieg bei Männern, ohne im Abstract genanntes Konfidenzintervall.
Einschränkung: Die beiden Shoden-spezifischen Studien arbeiteten mit deutlich unterschiedlichen Dosen, 21 mg Withanolidglykoside pro Tag in der positiven Studie gegenüber 240 mg Extrakt pro Tag in der Studie ohne signifikanten Unterschied zum Placebo.
Kraft und Muskelumfang
Drei randomisierte Studien mit begleitendem Krafttraining nutzen andere Extrakte als Shoden. Wankhede und Kollegen 2015 [9] gaben jungen Männern mit wenig Trainingserfahrung 8 Wochen lang 600 mg Wurzelextrakt pro Tag (n=57), Bankdrücken verbesserte sich um 46,0 gegenüber 26,4 kg unter Placebo (p=0,001), Beinstrecken um 14,5 gegenüber 9,8 kg (p=0,04). Verma und Kollegen 2023 [10] fanden in einer achtwöchigen Studie an 80 Erwachsenen mit 600 mg Wurzelextrakt pro Tag größere Zuwächse bei Kraft, Muskelumfang und Ausdauer. Ziegenfuss und Kollegen 2018 [11] prüften 500 mg Sensoril pro Tag bei 38 Männern über 12 Wochen, mit größeren Zuwächsen bei Kniebeuge (plus 19,1 gegenüber plus 10,0 kg) und Bankdrücken (plus 12,8 gegenüber plus 8,0 kg).
Einschränkung: Keine dieser Studien nutzte Shoden, eine direkte Übertragung auf den Shoden-Extrakt ist nicht ohne Weiteres möglich.
Kognitive Leistung, Gedächtnis und Aufmerksamkeit
Leonard und Kollegen 2024 [12] gaben 59 gesunden jungen Erwachsenen 225 mg eines liposomalen Wurzel- und Blattextrakts pro Tag über 30 Tage. Worterinnern, Bildwiedererkennung und Reaktionszeiten im Stroop-Test verbesserten sich gegenüber Placebo. Kale und Kollegen 2026 [13] prüften an 120 Erwachsenen mit selbstberichteten Konzentrationsproblemen 600 mg Wurzelextrakt pro Tag über 8 Wochen, episodisches Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis und Aufmerksamkeitsgenauigkeit verbesserten sich signifikant gegenüber Placebo.
Einschränkung: Keine Shoden-spezifische Studie zur Kognition liegt uns vor.
Schilddrüsenwerte
Sharma und Kollegen 2018 [14] gaben 50 Erwachsenen mit erhöhtem Ausgangs-TSH-Wert zwischen 4,5 und 10 Mikroeinheiten pro Liter 8 Wochen lang 600 mg Wurzelextrakt pro Tag. TSH, T3 und T4 veränderten sich gegenüber Placebo signifikant (TSH p kleiner 0,001, T3 p=0,003, T4 p=0,01). Fornalik und Kollegen 2026 [6] fanden dagegen in einer Meta-Analyse über 23 Studien an überwiegend allgemeinen erwachsenen Populationen keinen Effekt auf TSH oder T3, nur einen moderaten Anstieg von T4 (plus 0,61 Mikrogramm pro Deziliter, p=0,02). Verma und Kollegen 2021 [15] fanden bei 80 gesunden Freiwilligen ohne erhöhten TSH-Ausgangswert keine signifikante Veränderung der Schilddrüsenwerte.
Einschränkung: Der Effekt hängt in diesen Daten sichtbar vom Ausgangswert ab, keine der drei Studien nutzte Shoden.
Antioxidative Wirkung im Körper
Tiwari und Kollegen 2021 [16] gaben 50 gesunden, sportlich aktiven Erwachsenen 8 Wochen lang 300 mg Wurzelextrakt zweimal täglich. Der gemessene Antioxidanzspiegel im Blut stieg gegenüber Placebo signifikant (p kleiner 0,0001), ein genauer Messwert steht im Abstract nicht.
Einschränkung: Generischer Wurzelextrakt, keine Shoden-spezifische Untersuchung.
Tier- und Laborstudien
Ein mechanistischer Übersichtsartikel (D'Cruz und Andrade 2022 [17]) fasst Tier- und Zelldaten zusammen. In Tiermodellen zeigt Ashwagandha antioxidative Aktivität, wirkt modulierend auf GABA- und andere Neurotransmittersysteme und fördert im Modell die synaptische Plastizität. Diese Daten stammen aus Zell- und Tiermodellen und sind hier nicht als Wirkung für den Menschen aufgeführt. Aus Zell- und Tierdaten folgt keine Aussage über die Wirkung beim Menschen.
Sicherheit und Wechselwirkungen
In den ausgewerteten randomisierten Studien war Ashwagandha in den geprüften Dosen überwiegend gut verträglich, mit vereinzelten milden Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Bauchbeschwerden [14]. Eine Sicherheitsstudie an 80 gesunden Freiwilligen über 8 Wochen fand keine relevanten Veränderungen bei Blutbild-, Leber- und Schilddrüsenwerten [15].
Eine systematische Übersicht zu reproduktionstoxikologischen Fragen (Tallon und Kollegen 2026 [18]) findet in Tiermodellen keine relevante Reproduktionstoxizität bei üblichen Dosen und in den vorliegenden Humanstudien keine Effekte auf Schilddrüsenfunktion, Hormonhaushalt oder reproduktive Gesundheit, hält historische Berichte zu einer abtreibungsfördernden Wirkung aber für methodisch nicht ausreichend belegt oder widerlegt. Wer schwanger ist, stillt oder Medikamente gegen Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen nimmt, sollte die Einnahme ärztlich abklären.
Zu Wechselwirkungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten liegt uns keine eigene Quelle vor.
Quellen zum Nachlesen
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02
RCT, doppelblind, placebokontrolliert, n=60, Shoden 240 mg pro Tag · 2019
An investigation into the stress-relieving and pharmacological actions of an ashwagandha (Withania somnifera) extract: A randomized, double-blind, placebo-controlled study.
Lopresti AL, et al. Medicine (Baltimore)
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03
RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Witholytin, nicht Shoden · 2023
Exploring the efficacy and safety of a novel standardized ashwagandha (Withania somnifera) root extract (Witholytin®) in adults experiencing high stress and fatigue in a randomized, double-blind, placebo-controlled trial.
Smith SJ, Lopresti AL, Fairchild TJ. J Psychopharmacol
Zur Zuschreibung: 01
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08
RCT, doppelblind, placebokontrolliert, Crossover, n=57, Shoden Beads 21 mg Withanolidglykoside pro Tag · 2019
A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Crossover Study Examining the Hormonal and Vitality Effects of Ashwagandha (Withania somnifera) in Aging, Overweight Males.
Lopresti AL, Drummond PD, Smith SJ. Am J Mens Health
Zur Zuschreibung: 05
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10
RCT, doppelblind, placebokontrolliert, multizentrisch, n=80, Wurzelextrakt, nicht Shoden · 2023
Effects of Ashwagandha (Withania somnifera) standardized root extract on physical endurance and VO2max in healthy adults performing resistance training.
Verma N, et al. F1000Res
Zur Zuschreibung: 06
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RCT, doppelblind, placebokontrolliert, n=50, Wurzelextrakt, nicht Shoden · 2018
Efficacy and Safety of Ashwagandha Root Extract in Subclinical Hypothyroid Patients, A Double-Blind, Randomized Placebo-Controlled Trial.
Sharma AK, Basu I, Singh S. J Altern Complement Med
Zur Zuschreibung: 08
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RCT, doppelblind, placebokontrolliert, n=50, Wurzelextrakt, nicht Shoden · 2021
A double-blind, randomized, placebo-controlled trial on the effect of Ashwagandha (Withania somnifera dunal.) root extract in improving cardiorespiratory endurance and recovery in healthy athletic adults.
Tiwari S, Gupta SK, Pathak AK. J Ethnopharmacol
Zur Zuschreibung: 10
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Bei H.P.N
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