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So stirbst Du nicht: Wie geht gesund?
Alexander Friedrich
·29 Min
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Transkript Wort für Wort, zum Aufklappen.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Wissen nervt auf diesem wunderschönen YouTube-Kanal. Heute geht es darum, wie man eigentlich gesund wird und bleibt. Wie geht gesund? Das ist zwar ein schrecklicher Titel, aber irgendwie kriegt man Gesundheit auch nicht wirklich sexy kommuniziert. Und ich weiß, dass ihr wahrscheinlich maximal drei bis fünf Minuten Aufmerksamkeitsspanne habt, bevor ihr denkt, gesund zu sein ist gar nicht so interessant, ich will reißerische Themen haben.
Deswegen drehen wir es heute mal um. Ich erzähle euch in den ersten fünf Minuten, was ihr alles machen müsst, und erkläre es euch danach. Man kann seine Gesundheit sehr schnell anpacken und gesünder werden.
Die einfachsten Dinge rattere ich schnell runter. Das Erste ist Übergewicht. Hoffentlich hat das mittlerweile jeder verstanden: Schwer übergewichtig zu sein ist eine ganz doofe Idee. Aber auch wirklich zu viel auf den Rippen zu haben, ist nicht gut. Vor allen Dingen kombiniert mit Punkt zwei, nämlich Bewegungsmangel.
Wir machen alle zu wenig Sport und bewegen uns zu wenig. Es gibt Leute da draußen, die haben 500 Schritte am Tag im Bewegungsprofil, das ist katastrophal. Also: mehr bewegen, mehr aufstehen, mehr die Muskulatur nutzen, mehr Sport machen, Kraftsport und Cardiotraining.
Dritter Punkt, Schlaf und Stress. Den muss ich leider ein bisschen in Klammern setzen, denn es ist eine doofe Floskel zu sagen, schlaf besser, reduzier Stress. Ja, ihr solltet Stress reduzieren, ja, ihr solltet besser schlafen. Aber wir müssen realistisch sein, es gibt Dinge, die kann man nicht einfach lösen. Und wenn, dann nur mit so viel Aufwand, dass sich Kosten und Nutzen verschieben.
Hast du Kinder, die dich nachts wach machen, hast du gelitten. Hast du Schichtarbeit, hast du gelitten. Hast du eine 70-Stunden-Woche, weil du CEO eines großen Unternehmens bist, hast du gelitten. Das ist einfach so. Klar kannst du es mit ein bisschen Meditation versuchen, oder mal Urlaub machen. Alles cool, aber da sind wir uns hoffentlich einig, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
Wenn es nicht anders geht, müssen wir trotzdem das optimieren, was wir beeinflussen können. Beim Schlaf also die Dinge optimieren, die man optimieren kann: kühl schlafen, dunkel schlafen. Und wenn man die Zeit nicht verlängern oder nicht regelmäßig schlafen kann, muss man zusehen, dass das bisschen Schlaf, das man hat, optimal genutzt wird. Also vorher auch mal das Handy weglegen, vielleicht nicht den Thriller am Abend gucken und dann im Bett die Decke anstarren, weil man noch auf 180 ist. Sondern wirklich Schlaf priorisieren und versuchen, Stress zu reduzieren.
Ein weiterer Punkt, der mit allen anderen einhergeht, primär mit dem Übergewicht, ist die Ernährung. Bei der Ernährung gibt es einen ganz einfachen Hebel, den ihr sofort nutzen könnt, um sofort gesünder zu sein: mehr Ballaststoffe essen. Das ist auch das Thema, das dieses Jahr rauf und runter gebetet werden wird. Und das stimmt auch.
Nur kurzer Disclaimer: Bitte esst jetzt nicht auf einen Schlag 30 Gramm mehr Ballaststoffe. Das wird eure Verdauung nicht gut finden. Langsam, Stückchen für Stückchen, zwei, drei Gramm mehr pro Tag. Guckt, dass ihr in der Woche fünf bis zehn Gramm mehr macht, und dann schaut, was euer Magen-Darm-Trakt macht. Findet er es cool oder nicht? Ziel sind trotzdem 25 bis 30 Gramm Ballaststoffe am Tag, das solltet ihr einbauen.
Gleichzeitig solltet ihr zusehen, dass ihr mehr Protein zu euch nehmt. Richtung 1,2 bis 1,5 Gramm pro Kilogramm sollten es mindestens sein. Wenn ihr viel Sport macht, gerne mehr, Richtung 2 Gramm. Bei starken Diäten auch bis zu 2,2 Gramm pro Kilogramm. Eventuell auch mehr, aber das ist für die meisten nicht notwendig, so hohe Defizite fahren die wenigsten, und so niedrig im Körperfettanteil sind sie auch nicht. Alles so um die 2 bis 2,2 Gramm ist eine tolle Hausnummer. Wenn ihr das hinbekommt, macht das.
Ob ihr das über tierisches Protein reinkriegt, über Milchprodukte oder über pflanzliche Quellen, ist vollkommen egal. Hauptsache, ihr kriegt am Ende genug Protein rein. Bei den Fettsäuren passt auch auf, versucht auf ein passendes Profil zu kommen. Also ein bisschen Omega-3, auch gescheite Fettquellen nutzen, beispielsweise mal ein gutes Olivenöl. Aber habt auch keine Angst vor den bösen Saaten- und Samenölen, denn die sind von der Datenlage her deutlich besser als Butter. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass ihr keine Butter mehr essen dürft. Im Gegenteil, wenn ihr Bock auf Butter morgens an euren Eiern habt, esst das. Ach so, ja, die Eier solltet ihr auch essen.
Jetzt waren wir bei den wichtigsten Punkten. Wir haben noch ein paar Add-ons, die wir nennen müssen. Nämlich Nahrungsergänzungsmittel. Alle kaufen bei H.P.N, mit egal welchem Code, weil ihr dann bei mir landet.
Das ist aber ein ganz wichtiger Punkt, denn es heißt Ergänzungsmittel. Wenn ihr Supplemente nehmt, auch wenn es unsere sind, auch wenn es die besten der Welt sind, die innovativsten und komplexesten und in ihrer Kategorie die mit der stärksten Wirkung: Es sind Ergänzungen. Wenn ihr einen Scheiß-Lebensstil habt, bringen euch diese Dinge nur sehr begrenzt etwas.
Deswegen fokussiert euch bitte auf die Basics, dafür braucht ihr auch die meiste Zeit. Wenn ihr dann nebenbei noch etwas dazupackt, cool. Aber bitte nicht verschieben und denken, ich kann jetzt weiterfuttern, wie ich möchte, ich habe ja ein tolles Supplement von H.P.N genommen. Nehmen solltest du es trotzdem, ich brauche Geld, eine Yacht, ganz wichtig. Aber bitte nicht so übernehmen.
Nächster Punkt: Peptide, Biohacking und Medikamentenmissbrauch. Das müssen wir ansprechen, denn das Thema Abnehmspritze ist sehr groß geworden. Ganz liberal und offen meine Meinung dazu: Wenn ihr deutlich besser abnehmen könnt oder überhaupt nur abnehmen könnt, weil ihr noch nicht die Routine habt, nicht die Disziplin, oder andere Probleme habt, beispielsweise Erkrankungen: Nutzt diese Medikamente, alles in Ordnung.
Geht zu einem Arzt, besprecht das mit ihm, achtet auf die Nebenwirkungen. Und macht vor allen Dingen nicht die Fehler, die alle anderen machen, nämlich gar nichts zu tun, das Ding reinzuhämmern und dann nichts mehr zu essen. Sondern macht die Basics: gescheit trainieren gehen, Krafttraining, und nicht nur ein bisschen Bewegung, sondern richtiges Training und Cardio. Und vor allen Dingen gescheit essen mit genug Protein und Ballaststoffen.
Andere Medikamente zu missbrauchen macht wenig Sinn. Fatburner könnt ihr immer wegessen. Egal, was ihr euch da an Zeug reinschmeißt, selbst wenn es Schwarzpulver ist, gibt es wirklich, du lachst, aber es gibt es. Funktioniert auch, ist trotzdem keine gute Idee.
Ihr werdet bei solchen Dingen immer das Problem haben: Wenn ihr die Basics nicht macht, bringen sie nichts. Auch in Bezug auf, ich möchte gesund sein, Longevity. Die Grundlagen machen den Großteil eurer Langlebigkeit aus. Denkt an das Pareto-Prinzip. Den Großteil eurer Gesundheit macht ihr über ganz klassisch Ernährung, Sport, Schlaf, Stress. Und keine Laster haben, nicht saufen und nicht rauchen, aber das sollte selbsterklärend sein.
Wenn ihr dann extra Medikamente oder Supplemente nehmt, ist das die Kirsche obendrauf. Wenn sie überhaupt etwas bringen. Aber das ist die Büchse der Pandora, dafür brauche ich ein eigenes Video, das kommt auch irgendwann.
Zum Thema Peptide und Longevity, ein tolles Paradox: Ich nehme Research Chemicals, weil ich länger leben möchte, ohne Datenlage. Ja, okay. Einmal Hirn aufgemacht, reingeschissen und wieder zugemacht, alles klar.
Kommen wir zum letzten Punkt, damit wir die erste Rubrik abschließen können, nämlich Laster. Schlechte Lebensgewohnheiten, Einstellungen und Aktivitäten. Es sollte selbsterklärend sein, dass jede Form von Drogenmissbrauch, sei es Alkohol, Rauchen oder schlimmere Drogen, nicht gut ist. Alles, was irgendwo ein Extrem ist, ist nicht gut.
Das soll wohlgemerkt nicht legitimieren, dass man sagt, ein bisschen Drogen ist okay. Das ist auch nicht korrekt. Da stimmt das mit der Dosis, die das Gift macht, nicht. Es ist immer Gift. Man kann sich bewusst dafür entscheiden, sich selbst zu vergiften, in Form von Alkohol, und sagen, schmeckt schon, ich habe Bock auf einen Aperol. Kannst du machen, das ist deine Entscheidung. Aber du musst dir bewusst sein, was diese Entscheidung mit sich bringt. Das ist beim Rauchen so, und bei harten Drogen noch viel schlimmer.
Diese Dinge sind die Grundlage für ein gesundes Leben. Ich wiederhole es: nicht zu dick sein, damit indirekt die Ernährung optimieren. Bewegung aufbauen, Bewegungsmangel reduzieren, und im nächsten Schritt Sport treiben. Krafttraining ist eigentlich non-negotiable, wir müssen Krafttraining machen. Aber wenn ihr darauf noch keinen Bock habt, macht irgendetwas anderes. Geht Tennis spielen, macht was. Egal was. Und kommt dann irgendwann zum Krafttraining, weil du die Muskulatur später fürs Alter brauchst.
Schlaf und Stress: Wir können versuchen, das in unserem möglichen Rahmen zu optimieren. Wenn es nicht besser geht, geht es nicht besser, dann macht das Beste daraus, und gut ist. Dann Ernährung optimieren, wie gesagt Ballaststoffe und Protein, bei den Fetten aufpassen, und in Bezug auf Übergewicht einfach nicht zu viel essen. Wohlgemerkt gerne mit den kulinarischen Dingen dabei.
Ein Punkt, den man auch anführen könnte, ist die psychische Gesundheit. Allgemein: Wie geht es mir? Auch ein wichtiger Punkt, um gesund zu sein, den muss ich aber nach hinten verlagern, weil er komplexer ist. Und logischerweise: keine Medikamente missbrauchen, keine Laster aufbauen. Wenn man diese Laster hat, minimieren. Und wenn nicht, sich bewusst machen, okay, das, was ich hier mache, ist nicht gut, vielleicht sollte ich gerade deswegen umso mehr auf die anderen Dinge achten.
Nahrungsergänzungsmittel könnt ihr gerne nehmen, vor allen Dingen, wenn sie von H.P.N sind, aber bitte hier die Kirche im Dorf lassen. Diese Dinge können euch unterstützen, sie können Nährstoffmängel ausgleichen, sie können bei Blutfettwerten etwas helfen. Aber sie sind eine Ergänzung, ihr müsst immer die Basics dazu machen.
Ihr könnt vielleicht fünf Prozent gesünder sein, wenn ihr alle Supplemente nehmt. Vielleicht zehn, wenn sie von H.P.N sind. Aber das ist faktisch immer noch für die Tonne, wenn der andere Teil eures Lebens nicht optimiert ist. Dann ist es ein Tropfen auf den heißen Stein.
Das ist die Rubrik, bei der wir sagen müssen: Wenn ihr diese Dinge alle umsetzt, werdet ihr sofort gesünder sein.
Jetzt zum nächsten wichtigen Punkt, um gesund zu sein, nämlich der mentalen Ebene. Die ist stark mit dem vorher Angesprochenen verbunden. Das kann bei einem Raucher sein, der zwei, drei Tage nicht rauchen kann und sich dann sehr schlecht fühlt. Auf der anderen Seite kann es dir auch schlecht gehen, wenn du dich permanent überisst und dann in den Spiegel guckst und dich nicht mehr wohlfühlst.
Das Problem ist, dass das wieder Pauschalaussagen sind, die ich hier eigentlich nicht treffen möchte. Wichtig ist aber: Wenn ihr gesund sein möchtet, müsst ihr euch wohlfühlen und Dinge im Leben machen, an denen ihr Spaß habt und auf die ihr euch freut.
Ein wichtiger Punkt als alter Spielverderber: Es gibt sehr viele Dinge im Leben, die machen keinen Spaß. Beispielsweise Buchhaltung. Echt scheiße, nicht cool. Muss ich machen, denn wenn ich es nicht mache, kommt der Fiskus, und ich gehe in die Zelle. Nicht gut. Es gibt also Dinge, die muss man einfach machen.
Für viele ist das, so blöd es klingt, leider der Job. Weil der Job nun mal die Rechnungen bezahlt. Das bedeutet nicht, dass ihr euch eurem Schicksal ergeben und sagen sollt, mein Leben ist scheiße. Sondern einfach erwachsen mit der Situation umgehen. Okay, ich mache einen Job, der meine Rechnungen bezahlt, damit bin ich nicht ganz so happy. Was kann ich außerhalb meines Jobs tun, damit es mir besser geht?
Ihr seid eures Glückes Schmied. Ja, die Welt ist nicht prickelnd, gefühlt scheißt man euch tagtäglich vor die Haustür, so geht es mir auch. Aber ich kann aus meiner Position sagen: Wenn du dir den Arsch aufreißt, wirst du dein Ziel erreichen. Manche haben es einfacher, ich hatte es nicht so einfach, und trotzdem habe ich es geschafft.
Verliert nie die Hoffnung, macht was aus euch, versucht, vorwärtszukommen. Findet etwas, das euch erfüllt. Und wenn das nicht im Job ist, dann findet ein Hobby, das euch erfüllt. Aber diese Dinge sollten euch nicht davon abhalten, gesund zu leben. Denn nur mit einem gesunden Leben könnt ihr euren Hobbys nachgehen und dem Job nachgehen, damit ihr die Rechnungen bezahlen und leben könnt.
Kurz zusammengefasst: Wenn ihr so lange wie möglich leben möchtet und gleichzeitig so gut wie möglich. Denn lange leben mit schlechtem Leben, nicht cool. Lange leben mit gutem Leben, gut. Das ist die Prämisse, die wir alle haben. Deswegen achtet darauf, dass ihr euch um euch selbst kümmert. Schaut, was ihr noch machen könnt, sei es Job, Partnerschaft, oder allgemein, wie ihr euch fühlt. Vielleicht fühlt ihr euch nicht wohl, weil ihr euch in eurem Körper nicht wohlfühlt. Dann könnt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Seid ehrlich mit euch, lügt euch nicht selbst an. Seid aber gleichzeitig nicht zu hart zu euch und stellt euch nicht permanent selbst unter den Pantoffel mit, ich kriege nichts hin. Nein, kriegst du hin. Glaub an dich, mach was aus dir, du wirst es schaffen. Gib Gas. Die, die nicht Gas geben, sind die, die hinten runterfallen. Deswegen brauchst du dich gar nicht aufzugeben. Mach was.
Zurück zum Thema. Ich will jetzt in einem guten Tempo durch, damit die Aufmerksamkeitsspanne bleibt. Ich gehe noch mal zurück zu den Punkten, damit wir nicht drumherum eiern, sondern auf die wirklichen Tipps kommen.
Erster Punkt, Übergewicht. Kalorien rein gegen Kalorien raus. Das ist die Message überhaupt. Jeder, der sagt, dass das nicht funktioniert, ist ein Trottel. Der ist dumm, wirklich dämlich. Mit dem brauchst du dich nicht zu unterhalten, du drehst auf den Fersen und gehst. Einfach stehen lassen.
Das bedeutet aber nicht, dass Abnehmen für jeden gleich schwer oder gleich einfach ist. Es gibt Dinge, die euren Kalorienhaushalt verschieben können. Euer Defizit kann nicht gegeben sein, obwohl ihr denkt, es ist gegeben. Gleichzeitig könnt ihr Hunger haben, dann ist es für euch schwieriger, das Defizit einzuhalten. Der einfachste Weg dagegen ist Wissen: verstehen, wie ihr euren eigenen Körper dahin lenken und wie ihr ihn zum Teil ein bisschen austricksen könnt. Schwere, Ballaststoffe und Fette kombinieren, damit ihr keine Hungerprobleme bekommt. Dazu bitte das Video von letzter Woche anschauen, da habe ich in Ruhe darüber geredet.
Zweiter Punkt: Bewegungsmangel, Aktivität und Training. Ziemlich einfach. Versucht, so 5.000 Schritte am Tag anzupeilen, dann 7.000, dann 10.000. Der positive Effekt von 10.000 Schritten ist: Wenn ihr irgendwann merkt, oh Mist, ich habe heute nicht genug Schritte gemacht, wird eure allgemeine Aktivität auch besser. Ihr solltet primär die Aktivität sehen und nicht die Schritte. Also, ich muss jetzt mal aufstehen, ich saß zu lange, ich muss meine Knie wieder bewegen und nicht nur sitzen. Aktivität nach oben schrauben, super gut.
Dann: Macht Sport, Cardio in irgendeiner Art, wo ihr die Herzrate hochschiebt. Ein-, zweimal die Woche, sei es Tennis, Squash, Fußball mit den Jungs, scheißegal. Beweg dich, fahr Fahrrad, geh laufen, irgendwas. Hauptsache, die Herzrate geht hoch. Fang mit einem Zeitrahmen an, der dir passt. Wenn es am Anfang 15 Minuten sind, dann sind es 15 Minuten. Selbst wenn es 10 Minuten sind. Hauptsache, du machst etwas.
Nächster wichtiger Punkt, und das ist der, den eigentlich alle machen müssen: Krafttraining. Mindestens zweimal die Woche, bitte, eher dreimal. Und dann ganz klassisch Push, Pull, Beine. Also Vorderseite, alles was drückt, alles was zieht, und einmal bitte Beine. Gut ist, das reicht. Das reicht für die Gesundheit, das reicht für den Muskelerhalt, das reicht für, ich sehe besser aus. Bitte machen.
Darum kann ich euch nur bitten, weil das einer der größten Punkte ist, den ganz viele Menschen vergessen. Muskulatur im Alter ist essenziell, für euer Immunsystem und vor allen Dingen später, wenn ihr im höheren Alter seid: Ihr fallt dann nicht mehr. Und wenn ihr euch damit befasst, wie viele Menschen Komplikationen aufgrund von Stürzen haben, wird euch mulmig. Deswegen jetzt Muskulatur aufbauen. Muskulatur ist nämlich sehr viel einfacher zu halten, als sie aufzubauen. Also: jetzt machen.
Nächster Punkt ist Schlaf und Stress. Schlaf habe ich schon angesprochen: dunkel schlafen, kühl schlafen, Richtung 18 Grad. Keine extrem aufregenden Dinge kurz vor dem Schlafengehen, das ist eine doofe Idee. Körper und Geist beruhigen, vielleicht doch mal das Buch rausholen und nicht unbedingt den Thriller im Fernsehen gucken.
Stress, was soll ich dir sagen. Ich bin selbst ein HB-Männchen, ich rege mich wegen der kleinsten Dinge sehr schnell auf. Das ist über die letzten Jahre besser geworden, aber es ist nun mal meine Charaktereigenschaft. Ich versuche mich zu bessern, aber das sind kleine Schrittchen. Meditation bringt mir nichts, vielleicht bringt es euch etwas, mir leider nicht. Man muss alles drumherum so planen, dass man den Stress reduziert. Ich weiß, was mich auf die Palme bringt, deswegen versuche ich das zu vermeiden. Ist Mikromanagement, aber besser als nichts.
Heißt, beim Schlaf das machen, was geht. Wenn Schichtarbeit oder Kinder etwas kaputtmachen, einfach stehen lassen. Ihr macht das, was ihr verändern könnt. Punkt.
Nächster Punkt, wieder Ernährung. Ganz wichtig: Versucht kochen zu lernen. Das ist das Allerwichtigste, was ich euch raten kann. Denn man kann viele einfache Gerichte sehr viel leckerer machen und von den Makronährstoffen deutlich optimieren. Und versucht, Lebensmittel zu verstehen, versucht, Kalorien zu verstehen.
Sobald ihr dieses Wissen habt, verändert sich auch eure Beziehung zum Essen. Ihr habt dann nicht mehr diese Ohnmacht, dieses, oh, ich darf das aber nicht, ich muss jetzt dies und das. Sondern ihr erweitert gleichzeitig kulinarisch euren Horizont. Dadurch könnt ihr viele verschiedene Dinge essen, ausprobieren, Spaß haben und tolle Erinnerungen schaffen.
Versteht dabei, dass alles auch irgendwo zyklisch ist. Es ist okay, auch beim Thema Übergewicht, mal ein paar Kilo zu viel auf den Rippen zu haben, weil man einen tollen Urlaub hatte oder viel Stress und etwas Leckeres gegessen hat. Alles in Ordnung. Man muss nur ehrlich mit sich sein und sagen, okay, das ist der Status quo, ich muss jetzt etwas tun.
Und wenn ihr dann nicht diese Ohnmacht habt, sondern wisst, was ihr tun müsst, weil ihr euren Körper verstanden habt, dann ist das die beste Situation. Dann könnt ihr entspannter durchs Leben gehen. Und dann werdet ihr automatisch wieder gesünder, weil ihr euch nicht komplett im Kopf verrückt macht mit, jetzt bin ich zu schwer, was soll ich tun. Sondern ihr wisst, was ihr zu tun habt. Und wenn ihr diesen Schritt mehrfach gegangen seid, werdet ihr immer ruhiger. Irgendwann wisst ihr haargenau, was zu tun ist, und dann ist das wie jeder andere Tag auch. Macht man einfach nebenbei.
Zu den Punkten Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente und Peptide könnte ich hier ewig ausführen, was du von unserem Sortiment nehmen solltest oder was du allgemein an Supplementen nehmen solltest, wo eine Mangellage besteht, wo tolle Pflanzenextrakte sind. Das sind alles Pauschalaussagen, die ich an dieser Stelle nicht treffen möchte, auch wenn es mir wahrscheinlich Euros bringen würde.
Damit müsst ihr euch zwangsläufig selbst auseinandersetzen. Hast du Probleme mit Gelenkschmerzen? Hast du Probleme mit Blutfettwerten? Dann guck bitte einmal auf der Webseite, was du davon brauchen könntest. Ich kann nichts pauschal empfehlen, außer ganz einfache Sachen. Sieh zu, dass du auf dein Omega kommst, das kannst du auch mit der Ernährung machen, machen die meisten aber nicht, es ist nicht zu kompliziert, du brauchst einfach ein bisschen Fischöl. Vitamin D, genau dasselbe, auch einfach. Wenn du eine Grundversorgung haben willst, kannst du den MultiCore nehmen. Jetzt mache ich doch noch Werbung, bin ich richtig gut. Dann bist du schon ziemlich gut ausgestattet. Kannst noch ein bisschen Kreatin mitnehmen, weil du ja trainieren gehen musst, das haben wir gerade festgehalten, dann wird dein Training eventuell noch etwas effizienter.
Alles andere ist optional. Ob du etwas für den Schlaf haben willst, etwas, das dich entspannt, für deine Gelenke, deine Blutfettwerte, für mehr Haare. Ja, funktioniert zu einem gewissen Grad.
Um da noch auf den Punkt zu kommen: Bei Nahrungsergänzungsmitteln bin ich liberaler. Bei den ganzen Peptiden und allem anderen mit Blick auf Longevity: Lass es sein. Don't do it. Es ist Quatsch, es gibt keine Datenlage. Die Chance, dass das Ding verunreinigt ist und da etwas drin ist, wovon du keine Ahnung hast, sei es ein bisschen Quecksilber, ist nicht geil.
Wenn es irgendwann etwas gibt, das pharmazeutisch bewiesen dein Leben verlängert, was es garantiert irgendwann geben wird, weil das eine Goldgrube ist, dann kannst du das gerne machen. Solange das nicht der Fall ist, ignoriere es. Ganz einfach.
Die Abnehmspritze ist wieder etwas anderes, das habe ich schon erklärt. Wenn es euch hilft und ihr dadurch einen Kickstart habt, wenn ihr Erfolge habt, eure Compliance besser wird und ihr euer Leben umstellt, eine Ernährungsumstellung macht: Macht das, aber bitte mit ärztlicher Begleitung. Ganz wichtig.
Zu guter Letzt noch der Punkt Laster, in Form von Alkohol, Rauchen und Co. Auch hier ist es ähnlich wie beim Stress. Klar kann ich jetzt sagen, hör auf zu rauchen. Ich weiß nicht, wie viele Menschen dir das in deinem Leben schon gesagt haben, wenn du Raucher bist. Deswegen weiß ich nicht, ob ich die Autorität besitze, da irgendetwas zu verbessern. Die meisten wissen das.
Und wenn du bewusst weißt, was du da tust, und sagst, das gehört zu meinem Leben, ich habe Bock drauf, ich will so weitermachen, so be it. Dann sieh nur zu, dass du den ganzen anderen Rest richtig machst. Dann machst du das Beste, was du für deine Situation machen kannst. Gut ist. Keine Hard Feelings. Jeder muss für sich entscheiden, was er für gut befindet.
Beim Trinken genauso. Es gibt einen Unterschied zwischen, ich trinke ab und zu gerne mal Wein, und Komasaufen, was aus meiner Generation kam. Riesengroßer Unterschied. Nichtsdestotrotz ist auch das regelmäßige Trinken von einem Glas Wein nicht gesund. Punkt. Es ist natürlich nicht so schädlich, wie sich anderthalb Liter Wodka in den Körper zu schütten, das ist eindeutig. Deswegen auch da: bewusst konsumieren, mäßig konsumieren, wenn es zur Geselligkeit passt und du sagst, da habe ich jetzt Bock drauf, das gibt einen tollen Abend, tolle Erinnerungen. So be it. Wer bin ich, euch das zu verbieten.
Denn das ist die Ableitung, auf die ich kommen möchte. Gesund sein und Longevity sollen nicht langweilig sein. Ihr sollt nicht den ganzen Tag nur Grünkohl fressen und kein Steak mehr essen, weil rotes Fleisch ja schrecklich sein könnte. Und den ganzen Tag irgendeine LED-Therapie machen, damit die Haut makellos wird und ihr am Ende aussieht wie ein Vampir, ein bisschen so weiß wie die Wand.
Wenn du Bock drauf hast, mach das. Aber viele empfinden das nicht unbedingt als tolles Leben, als viel Lebensqualität. Deswegen müsst ihr für euch die Balance finden zwischen gesund und Lebensqualität. Ein langweiliges Leben ist oft nicht sehr erfüllend, da sind wir wieder bei der mentalen Gesundheit.
Euer Ziel sollte es sein, eine Lebensaufgabe zu haben oder Dinge im Leben, die euch dazu motivieren, jeden Tag aufzustehen, Spaß zu haben, etwas zu machen. Ja, das Leben kann scheiße sein, aber unterm Strich sollte es Spaß machen, weil ich sonst mit dem Longevity nicht so rosig sehe, selbst wenn du alles andere super machst.
Deswegen achtet darauf, lasst euch nicht einreden, dass Longevity maximaler Verzicht ist. Das darf man nicht, das darf man nicht. Nein. Du machst das, was für dich richtig ist, und am besten so, dass du es lange durchhalten kannst. Dann hast du eigentlich alles geschafft, was es im Bereich Longevity gibt. Natürlich kannst du hier und da noch ein paar Stellschrauben verbessern, vielleicht irgendwann mit Medikamenten, wenn sie zugelassen sind.
Und ganz wichtig: Lasst euch dieses gesunde Leben nicht von irgendwelchen Blaulichtbrillen tragenden Dreckssäcken kaputt machen, die euch sagen, oh nein, die E-Nummer macht dich platt. Nein. Weil sie versuchen, dir auf Basis der Angst, dass du nicht lange lebst, irgendeinen anderen Scheiß zu verkaufen. Und das sollte nicht funktionieren.
In dem Sinne: Habt Spaß im Leben. Ihr wisst jetzt, was ihr zu tun habt, nämlich das, was ihr eh schon alle wusstet. Tief im Inneren wusstet ihr das, könnt ihr ehrlich sein. Und das setzt ihr einfach um. Und setzt es so um, wie ihr es könnt, in eurem Tempo. Seid ehrlich mit euch. Und selbst wenn ihr ein langsames Tempo habt, ist das egal. Hauptsache, ihr kommt weiter vorwärts, Schrittchen für Schrittchen.
Sobald die ersten Erfolge da sind, sobald du sagst, okay, ich habe mein Übergewicht reduziert, stabil. Ich gehe zweimal die Woche trainieren, stabil. Jetzt gehe ich dreimal die Woche. Ich habe nebenbei angefangen, ein bisschen Rad zu fahren. Das ist geil, das ist eine tolle Reise, daran kannst du Spaß haben. Und so soll es sein. Einen Schritt nach dem anderen, immer Schrittchen für Schrittchen.
Deswegen: Bleibt gesund. Wenn ihr nicht gesund seid, werdet gesund. Und falls ihr nicht gesund werden könnt, trotzdem gute Besserung, ich glaube an euch. Vielen Dank fürs Einschalten, lasst euch nicht von irgendwelchen Menschen verrückt machen, macht die Basics. Dann sehen wir uns nächste Woche wieder, macht's gut, ciao.
Ach so, ich habe es wieder vergessen. Bitte abonnieren, liken, kommentieren und bei H.P.N einkaufen, ich brauche ja doch noch ein paar Euros. In dem Sinne, tschüss.
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