Süßholz-Extrakt
Zuletzt geprüft am
Pflanzenextrakte
Glycyrrhiza glabra · Lakritzwurzel · Süßholzwurzelextrakt · Licorice Root Extract · Glycyrrhiza-Extrakt
Auf einen Blick
- Was es ist
- Ein Extrakt aus der Wurzel des Süßholzstrauchs, dessen namensgebender und am besten untersuchter Inhaltsstoff das Saponin Glycyrrhizin (Glycyrrhizinsäure) ist. Im Körper entsteht daraus 18-beta-Glycyrrhetinsäure. Ein deglycyrrhizinierter Extrakt (DGL), dem das Glycyrrhizin gezielt entzogen wurde, ist ein eigenes Produkt mit eigener, hier getrennt behandelter Studienlage
- Herkunft
- Eine mehrjährige Schmetterlingsblütlerin aus dem Mittelmeerraum und Teilen Asiens. Verwendet wird die Wurzel und das Rhizom, seit Jahrtausenden als Süßungsmittel und in der traditionellen Medizin verschiedener Kulturen
- Wirkform in Studien
- Die meisten Sicherheitsstudien prüfen einen wässrigen, getrockneten Wurzelextrakt mit angegebenem Glycyrrhizingehalt oder Lakritzware mit deklariertem Glycyrrhizinsäuregehalt. Ältere Arbeiten zu Virusinfektionen prüfen dagegen intravenöses Glycyrrhizin als Arzneimittel, ein völlig anderes Zubereitungs- und Anwendungsmuster als eine orale Nahrungsergänzung. Mehrere der hier zitierten Studien zu einzelnen Beschwerdebildern prüfen zudem Kombinationspräparate oder topische Zubereitungen, nicht den oralen Extrakt allein
- Übliche Studiendosis
- In der maßgeblichen Dosis-Eskalationsstudie 108 bis 814 Milligramm Glycyrrhizin täglich über 4 Wochen. Das frühere Scientific Committee on Food der Europäischen Kommission bewertet 100 Milligramm Glycyrrhizinsäure pro Tag für die meisten Bevölkerungsgruppen als gesundheitlich unbedenklich, ohne daraus einen förmlichen Grenzwert abzuleiten. Einzelne Anwendungsstudien zu anderen Beschwerdebildern reichen von einer einmaligen Gurgellösung mit 0,5 Gramm bis zu nicht näher bezifferten Tagesmengen in Kombinationspräparaten
- Bekannt geworden durch
- Die jahrtausendealte Verwendung als Süßungsmittel, etwa in Lakritzwaren, und als traditionelles Mittel bei Husten, Magenbeschwerden und Entzündungen in der ägyptischen, chinesischen und europäischen Heilkunde
- Verträglichkeit
- In geringen, für die Ernährung üblichen Mengen gut verträglich. Bei dauerhafter Einnahme größerer Glycyrrhizinmengen sind Blutdruckanstieg, Kaliumverlust, Wassereinlagerungen und Kopfschmerzen dokumentiert, siehe Sicherheit
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Blutdruck und Serum-Kalium bei täglicher Einnahme von 814 Milligramm Glycyrrhizin über 4 Wochen, ansteigend beziehungsweise abfallend gegenüber den niedrigeren Dosisgruppen, bei 380 Milligramm nur eine Absenkung der Plasma-Renin-Aktivität
BelegtEinordnung und Einschränkungen
In einer Dosis-Eskalationsstudie an 24 gesunden Erwachsenen traten Blutdruckanstieg, Kaliumabfall und Wassereinlagerung ausschließlich in der höchsten Dosisgruppe mit 814 Milligramm Glycyrrhizin täglich auf. In der Gruppe mit 380 Milligramm fand sich neben einem Studienabbruch wegen Kopfschmerzen nur eine Absenkung der Plasma-Renin-Aktivität, bei 108 und 217 Milligramm nichts davon.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten, kontrollierten Studie erhielten 4 Gruppen zu je 6 gesunden Frauen und Männern über 4 Wochen gestufte Tagesdosen eines getrockneten, wässrigen Süßholzwurzelextrakts mit 108, 217, 380 beziehungsweise 814 Milligramm Glycyrrhizin [1]. Eine Placebogruppe ohne jede Süßholzgabe gab es nicht, der Vergleich läuft zwischen den vier Dosisgruppen. In den beiden niedrigsten Gruppen (108 und 217 Milligramm) traten keine bedeutsamen Effekte auf [1]. In der Gruppe mit 380 Milligramm musste eine Frau nach 2 Wochen wegen Kopfschmerzen aus der Studie ausscheiden, in der Gruppe mit 814 Milligramm ein Mann mit familiärer Vorbelastung für Bluthochdruck wegen eines Blutdruckanstiegs und eine Frau, die zugleich orale Kontrazeptiva einnahm, wegen Blutdruckanstieg, erniedrigtem Kalium und Wassereinlagerung in den Beinen [1]. In der 814-Milligramm-Gruppe zeigte sich außerdem nach 1 Woche ein vorübergehender Abfall des Serum-Kaliums und nach 2 Wochen eine Gewichtszunahme, in beiden oberen Gruppen (380 und 814 Milligramm) eine Absenkung der Plasma-Renin-Aktivität [1]. Die Autoren schließen daraus, dass bei Gesunden erst die beiden höchsten Dosen unerwünschte Wirkungen auslösten, begünstigt durch eine bereits bestehende Veranlagung oder die gleichzeitige Einnahme oraler Kontrazeptiva [1]. Ein freier Volltext dieser älteren Arbeit liegt uns nicht in einer online zugänglichen Fassung vor, ausgewertet wurde das vollständige, zahlenreiche Abstract. Diese Einzelstudie steht nicht allein. Das frühere Scientific Committee on Food (SCF) der Europäischen Kommission wertete 2003 die damals verfügbare Literatur zu Glycyrrhizinsäure aus und kam, ohne daraus einen formalen täglichen Aufnahmegrenzwert (ADI) ableiten zu können, zu dem Schluss, dass eine maximale Aufnahme von 100 Milligramm Glycyrrhizinsäure pro Tag für die meisten Bevölkerungsgruppen gesundheitlich unbedenklich ist [12]. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigte diese Einschätzung 2023 erneut und beschreibt denselben Mechanismus wie oben, eine Hemmung des Enzyms 11-beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase Typ 2 durch den Glycyrrhizin-Metaboliten, wodurch Cortisol am mineralkortikoiden Rezeptor der Niere wirkt und Natrium zurückgehalten sowie Kalium ausgeschieden wird [13].
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02
Erniedrigter Kaliumspiegel, Renin- und Aldosteronwert bei Personen mit bereits aufgetretenen Anzeichen einer Süßholz-bedingten Stoffwechselveränderung
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Bei 97 Personen mit bereits aufgetretenem Blutdruckanstieg oder Wassereinlagerung unter Süßholz-haltigen Präparaten war ein bestimmter Glycyrrhizin-Abbaustoff im Blut umso höher, je niedriger Kalium, Renin und Aldosteron lagen. Eine Vergleichsgruppe ohne Beschwerden fehlt.
Ausführlicher Nachweis
In einer retrospektiven, multizentrischen Querschnittsstudie wurden 97 Personen eingeschlossen, die bereits Anzeichen einer Süßholz-bedingten Stoffwechselveränderung gezeigt hatten, nämlich einen Blutdruckanstieg oder eine neu aufgetretene beziehungsweise verstärkte Wassereinlagerung unter der Einnahme Süßholz-haltiger pflanzlicher Zubereitungen [2]. Bei diesen Personen fand sich eine hohe Serumkonzentration eines bestimmten Glycyrrhetinsäure-Metaboliten im Zusammenhang mit niedrigeren Werten von Kalium, Renin und Aldosteron [2]. Die Untersuchung schließt keine Vergleichsgruppe von Personen ohne solche Anzeichen ein, ein Kausalnachweis ist aus einem Querschnittsdesign an bereits betroffenen Personen nicht ableitbar, und ein Zusammenhang zwischen der Metabolit-Konzentration selbst und Blutdruck oder Wassereinlagerung ließ sich in der Arbeit nicht statistisch sichern [2]. Die Studie bestätigt aber den in Quelle 1 beschriebenen Mechanismus auf der Ebene einzelner Messwerte bei Menschen, bei denen die Nebenwirkung bereits aufgetreten war.
Quellen: 2
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03
Körperliche Entwicklung, Testergebnisse zu Sprache, Gedächtnis und Verhaltensauffälligkeiten bei rund 8-jährigen Kindern nach hoher mütterlicher Süßholzaufnahme in der Schwangerschaft, in einer einzelnen finnischen Kohorte
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft mindestens 500 Milligramm Glycyrrhizin wöchentlich gegessen hatten, schnitten mit 8 Jahren in einzelnen Sprach- und Gedächtnistests schwächer ab und zeigten mehr Verhaltensauffälligkeiten als Kinder von Müttern mit sehr geringem Verzehr. Die Datenerhebung war rückblickend, und die Autoren selbst nennen die Befunde vorläufig.
Ausführlicher Nachweis
In einer finnischen Kohortenstudie an 321 gesunden, 1998 als Einlinge geborenen Kindern wurde die von den Müttern während der Schwangerschaft rückblickend berichtete Süßholzmenge in drei Gruppen eingeteilt, hoch (mindestens 500 Milligramm Glycyrrhizin je Woche), mäßig und gering bis keine (0 bis 249 Milligramm je Woche) [3]. Im Alter von 8,1 Jahren zeigte die Gruppe mit hoher Exposition gegenüber der Gruppe mit geringer bis keiner Exposition niedrigere Werte in Untertests zu sprachlichen und visuell-räumlichen Fähigkeiten sowie zum narrativen Gedächtnis (Differenzen zwischen minus 0,31 und minus 0,41 Standardabweichungen, p kleiner 0,05) und höhere Chancen auf externalisierende Verhaltensauffälligkeiten, Aufmerksamkeitsprobleme, Regelverstöße und Aggression (Odds Ratios zwischen 2,15 und 3,43, p kleiner 0,05) [3]. Die Effekte auf die kognitiven Testwerte erschienen dosisabhängig [3]. Die Autoren selbst bewerten den Befund als Hinweis auf eine mögliche Programmierung durch übermäßige Cortisolexposition des Fetus und raten von übermäßigem Süßholzverzehr in der Schwangerschaft ab, ohne einen Kausalzusammenhang als bewiesen darzustellen [3]. Die Bewertung durch das Bundesinstitut für Risikobewertung und das norwegische Vitenskapskomiteen for mat og miljø (VKM) fällt zurückhaltender aus, siehe Einordnung unten.
Quellen: 3
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04
Speichel-Cortisol-Tagesverlauf und Cortisolreaktion auf einen Stresstest bei denselben Kindern, nach hoher mütterlicher Süßholzaufnahme höher als nach geringer Aufnahme
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Bei denselben Kindern lag der morgendliche Cortisol-Anstieg nach hoher mütterlicher Süßholzaufnahme 19 bis 33 Prozent höher als nach geringer Aufnahme, ebenso die Cortisolwerte während eines Stresstests. Dieselben Einschränkungen wie bei der Zeile zur kognitiven Entwicklung gelten auch hier.
Ausführlicher Nachweis
In derselben Kohorte von 321 Kindern wurde bei einer Untergruppe der Tagesverlauf des Speichel-Cortisols sowie die Cortisolreaktion auf den Trier Social Stress Test for Children gemessen [4]. Gegenüber der Gruppe mit geringer bis keiner mütterlichen Glycyrrhizin-Exposition (0 bis 249 Milligramm je Woche) hatte die Gruppe mit hoher Exposition (mindestens 500 Milligramm je Woche) einen 19,2 Prozent höheren morgendlichen Cortisol-Gipfel, eine 33,1 Prozent steilere morgendliche Anstiegskurve, eine 15,4 Prozent größere Fläche unter der morgendlichen Cortisolkurve und einen 30,8 Prozent höheren Ausgangswert im Stresstest, mit durchgehend erhöhten Werten während des gesamten Testverlaufs (jeweils p kleiner 0,05) [4]. Die Effekte erschienen dosisabhängig [4]. Dieselbe Forschungsgruppe fand in einer Nachuntersuchung derselben Kinder im Alter von rund 12,5 Jahren dagegen keinen Unterschied mehr bei den Cortisolwerten zwischen den Expositionsgruppen, bei in dieser späteren Untersuchung fortbestehenden Unterschieden bei Körpergröße, Gewicht, Pubertätsentwicklung und Intelligenztestwerten [5]. In dieser Nachuntersuchung waren Mädchen mit hoher mütterlicher Exposition größer (mittlerer Unterschied 0,4 Standardabweichungen, 95-Prozent-Intervall 0,1 bis 0,8) und schwerer (0,6 Standardabweichungen, Intervall 0,2 bis 1,9) und erreichten einen 7 Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten (Intervall 3,1 bis 11,2) bei 3,3-fach höheren Chancen auf Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsprobleme (Intervall 1,4 bis 7,7) als Kinder mit geringer Exposition [5]. Zur Einordnung dieser gesamten Befundreihe siehe die Zeile zur kognitiven Entwicklung und die Sicherheits-Einordnung unten.
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05
Eradikationsrate von Helicobacter pylori als Zusatz zu einer Antibiotika-Standardtherapie über 2 Wochen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer Studie mit 120 Eingeschlossenen, von denen 110 auswertbar blieben, stieg die Eradikationsrate durch die Zugabe von zweimal täglich 380 Milligramm eines Süßholzpräparats zur Standard-Antibiotikakombination von 62,5 auf 83,3 Prozent. Das Präparat stammt von einem iranischen Pharmaunternehmen.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten, kontrollierten Studie an 120 Personen mit positivem Urease-Schnelltest erhielt eine Gruppe eine zweiwöchige, auf Clarithromycin basierende Dreifach-Antibiotikatherapie, die andere dieselbe Therapie zusätzlich mit Süßholz [6]. Die Eradikationsrate lag in der Süßholz-Gruppe bei 83,3 Prozent gegenüber 62,5 Prozent in der Kontrollgruppe, ein statistisch gesicherter Unterschied [6]. Die Tabelle im Volltext weist den Anteil bestehender Magengeschwüre mit 35,0 Prozent in der Süßholzgruppe und 30,0 Prozent in der Kontrollgruppe aus, das Abstract nennt dagegen für beide Gruppen 30 Prozent [6]. Der Methodenteil des frei zugänglichen Volltextes nennt die eigene Dosis, ein Fertigpräparat mit dem Namen D-Reglis zu 380 Milligramm zweimal täglich, hergestellt von einem iranischen Pharmaunternehmen [6]. Wie viel Glycyrrhizin darin steckt, sagt der Volltext nicht. Von den 120 Eingeschlossenen beendeten 110 die Studie, die Prozentwerte 83,3 und 62,5 beziehen sich auf diese 110 und nicht auf alle 120 [6]. Süßholz wurde hier ausschließlich als Zusatz zu einer Antibiotikakombination geprüft, nicht als alleinige Einnahme, und die Wirkung lässt sich deshalb nicht auf den Extrakt allein zurückführen. Die Autoren erklären keinen Interessenkonflikt [6].
Quellen: 6
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06
Häufigkeit und Stärke von Halsschmerzen nach einer Operation, nach einmaligem Gurgeln mit einer Süßholzlösung vor der Narkose
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Nach einer einmaligen Gurgellösung mit 0,5 Gramm Süßholz vor einer Rücken-Operation hatten 20 Personen in den ersten 24 Stunden seltener und schwächer Halsschmerzen als 20 Personen, die nur Wasser gegurgelt hatten.
Ausführlicher Nachweis
In einer randomisierten, einfachblinden Studie gurgelten 20 Erwachsene vor einer geplanten Rückenoperation 5 Minuten vor der Narkoseeinleitung 30 Sekunden lang mit einer Lösung aus 0,5 Gramm Süßholz in Wasser, 20 weitere nur mit Wasser [7]. Häufigkeit und Stärke von Halsschmerzen nach der Operation waren in Ruhe und beim Schlucken zu allen gemessenen Zeitpunkten (0, 2, 4 und 24 Stunden) in der Süßholz-Gruppe niedriger (p kleiner 0,05), außer bei der Stärke in Ruhe nach 24 Stunden, dort ohne gesicherten Unterschied [7]. Auch Husten nach dem Entfernen des Beatmungsschlauchs trat in der Süßholz-Gruppe seltener auf (p kleiner 0,05) [7]. Nebenwirkungen unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht [7]. Geprüft wurde eine einmalige Gurgellösung unmittelbar vor einem chirurgischen Eingriff unter Narkose, keine wiederholte orale Einnahme als Nahrungsergänzung, und die Studie war einfach- statt doppelblind sowie klein.
Quellen: 7
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07
Sodbrennen und Beschwerden durch aufsteigende Magensäure nach einer dafür anfälligen Mahlzeit unter einem Kaugummi mit Süßholzextrakt als einem von mehreren Bestandteilen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer Cross-over-Studie mit 24 Betroffenen besserten sich Sodbrennen und aufsteigende Magensäure unter einem Kaugummi mit Süßholz, Papain, Apfelessig und Kalziumcarbonat stärker als unter einem Placebo-Kaugummi. Der Anteil von Süßholz an dieser Wirkung lässt sich aus der Mischung nicht bestimmen.
Ausführlicher Nachweis
In einer doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie mit einwöchiger Auswaschphase kauten 24 Personen mit wiederkehrenden Reflux-Beschwerden nach einer reflux-auslösenden Testmahlzeit entweder einen Kaugummi mit Kalziumcarbonat, Süßholzextrakt, Papain und Apfelessig oder einen Placebo-Kaugummi [8]. Der Herzschmerz-Wert (0 bis 10 Zentimeter auf einer visuellen Analogskala, gemittelt von 15 bis 240 Minuten nach der Mahlzeit) lag mit dem Verum-Kaugummi bei 0,81 gegenüber 1,45 unter Placebo (p gleich 0,034), der Säurereflux-Wert bei 0,72 gegenüber 1,46 (p gleich 0,013) [8]. Für Schmerzen, Übelkeit und Aufstoßen zeigte sich eine Tendenz zugunsten des Verum-Kaugummis ohne statistische Sicherung [8]. Geprüft wurde eine Mischung aus vier Bestandteilen, der Anteil des Süßholzextrakts an der beobachteten Wirkung lässt sich daraus nicht isolieren, und die Studiengröße von 24 Personen ist klein.
Quellen: 8
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08
Schmerzen bei einer strahlentherapiebedingten Mundschleimhautentzündung unter einem Süßholz-Mundfilm, ohne Unterschied zu einem entzündungshemmenden Vergleichspräparat
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Bei 60 Personen unter einer Kopf-Hals-Bestrahlung linderte ein Mundfilm mit Süßholz die Schmerzen ebenso gut wie ein Mundfilm mit dem entzündungshemmenden Wirkstoff Triamcinolonacetonid. Eine Placebogruppe gab es nicht.
Ausführlicher Nachweis
In einer doppelblinden, randomisierten Studie erhielten 30 Personen unter einer Kopf-Hals-Bestrahlung einen Mundfilm mit Triamcinolonacetonid, 30 weitere einen Mundfilm mit Süßholz [9]. Die anhand einer visuellen Analogskala erfassten Schmerzwerte sanken in beiden Gruppen über die Behandlungswochen (p kleiner 0,05), ohne dass sich die beiden Gruppen im direkten Vergleich in den einzelnen Wochen unterschieden [9]. Eine Kontrollgruppe ohne jede Wirkstoffanwendung gab es nicht, verglichen wurden zwei aktive Zubereitungen miteinander. Ein Gleichstand mit einem etablierten entzündungshemmenden Vergleichspräparat ist ein schwächerer Beleg als ein Unterschied zu Placebo, und geprüft wurde eine topische Anwendung auf der Mundschleimhaut, keine orale Einnahme.
Quellen: 9
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09
Verdauungsbeschwerden und Magenschleimhautschutz unter deglycyrrhiziniertem Süßholzextrakt (DGL)
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Trotz gezielter Suche fanden wir keine plazebokontrollierte Humanstudie speziell zu deglycyrrhyziniertem Süßholzextrakt und Verdauungsbeschwerden. Die traditionell dafür angeführten älteren Arbeiten erschienen in unserer Suche nicht mit prüfbarer PMID.
Ausführlicher Nachweis
Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "deglycyrrhizinated licorice" "dyspepsia" und "deglycyrrhizinated licorice" "ulcer" sowie mit "gastric", alle Publikationstypen, beschränkt auf Humanstudien, ergab das keinen einzigen Treffer. Die breitere Suche mit den PubMed-Suchbegriffen "licorice" "peptic ulcer", alle Publikationstypen, fand ausschließlich Übersichtsarbeiten, ein Kombinationspräparat zu Mundschleimhaut und einzelne Arbeiten zu anderen Fragestellungen, keine plazebokontrollierte Studie speziell zu DGL. DGL ist ein eigenes Produkt, dem das Glycyrrhizin gezielt entzogen wurde, siehe Steckbrief. Eine oft zitierte ältere Studienlage zu DGL bei Magengeschwüren aus den 1970er und 1980er Jahren ließ sich in unserer Recherche nicht mit einer gegen PubMed geprüften Kennung auffinden und wird deshalb hier nicht behauptet.
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10
Antivirale Wirkung bei oraler Einnahme, etwa bei akuten Atemwegsinfekten oder Lippenherpes
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gezielt gesucht und keine Humanstudie zur oralen Einnahme gefunden. Die gefundenen Humanstudien zu Glycyrrhizin und Viruserkrankungen prüfen ein intravenös verabreichtes Arzneimittel oder eine Kombination mit einem anderen Wirkstoff, nicht die orale Einnahme als Nahrungsergänzung.
Ausführlicher Nachweis
Die Suche mit den PubMed-Suchbegriffen "glycyrrhizin" "herpes", alle Publikationstypen, ergab unter anderem eine ältere vergleichende Studie an Personen mit Gürtelrose, in der intravenöses Glycyrrhizin neben Aciclovir, Gammaglobulin und Interferon-beta als eines von mehreren Arzneimitteln verglichen wurde [10], sowie eine Arbeit, in der Glycyrrhizin-Gel als Trägerstoff für den antiviralen Wirkstoff Idoxuridin diente, nicht als eigenständiges Mittel [11]. Beide Arbeiten prüfen weder eine orale Einnahme noch den Extrakt allein, sondern ein intravenöses Arzneimittel oder eine Wirkstoffkombination, wie sie in Japan seit Jahrzehnten unter dem Namen Stronger Neo-Minophagen C bei Leber- und Hauterkrankungen im Einsatz ist. Für die orale Einnahme eines Süßholzextrakts als Nahrungsergänzung bei einer akuten Atemwegs- oder Herpesinfektion haben wir keine damit vergleichbare placebokontrollierte Humanstudie gefunden.
Studien im Detail
Blutdruck, Kalium und der zugrunde liegende Mechanismus
Die wichtigste Einzelstudie zur Dosisabhängigkeit ist die 1994 veröffentlichte Arbeit von Bernardi und Kollegen. Vier Gruppen zu je sechs gesunden Erwachsenen erhielten über vier Wochen gestufte Glycyrrhizinmengen zwischen 108 und 814 Milligramm täglich. Erst ab 380 Milligramm traten einzelne unerwünschte Wirkungen auf, bei 814 Milligramm bei zwei von sechs Teilnehmenden so ausgeprägt, dass sie die Studie abbrachen. Eine Placebogruppe gab es nicht, doch der Vergleich zwischen den vier Dosisgruppen zeigt ein klares, dosisabhängiges Muster, das zu dem seit Jahrzehnten beschriebenen Wirkmechanismus passt.
Eine 2019 veröffentlichte japanische Querschnittsstudie hat bei 97 Personen, die bereits Anzeichen einer Süßholz-bedingten Stoffwechselveränderung zeigten, einen bestimmten Glycyrrhetinsäure-Metaboliten im Blut identifiziert, dessen Konzentration mit niedrigeren Kalium-, Renin- und Aldosteronwerten einherging. Eine Vergleichsgruppe ohne Beschwerden fehlt, die Studie bestätigt aber den Mechanismus auf der Ebene einzelner Messwerte bei bereits betroffenen Personen.
Süßholzverzehr in der Schwangerschaft
Eine finnische Forschungsgruppe hat dieselbe, 1998 geborene Kohorte von rund 320 bis 380 Kindern zweimal untersucht, im Alter von rund 8 und rund 12,5 Jahren, und dabei bei Kindern von Müttern mit hohem Süßholzverzehr in der Schwangerschaft wiederholt Unterschiede bei kognitiven Testwerten, Verhaltensauffälligkeiten, Cortisolwerten und, in der späteren Untersuchung, bei Körpergröße und Pubertätsentwicklung gefunden. Die Befunde sind in ihrer Konsistenz über zwei Untersuchungszeitpunkte hinweg bemerkenswert, beruhen aber auf einer einzigen Kohorte mit rückblickend erfasstem Verzehr und einem erheblichen Schwund der Teilnehmenden. Die ausführliche Einordnung durch die zuständigen Behörden steht im Abschnitt Sicherheit oben.
Weitere untersuchte Anwendungen
Zu einer Reihe weiterer, teils sehr unterschiedlicher Anwendungen liegen einzelne kleine Studien vor, von der Zugabe zu einer Antibiotikatherapie gegen Helicobacter pylori über ein einmaliges Gurgeln vor einer Operation bis zu einem Kaugummi gegen Sodbrennen und einem Mundfilm gegen strahlentherapiebedingte Schleimhautentzündung. Keine dieser Studien prüft die alleinige orale Einnahme eines Süßholzextrakts als Nahrungsergänzungsmittel über einen längeren Zeitraum, die Einzelheiten stehen in der Wirkungstabelle oben.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Süßholz-Extrakt ist der Stoff in diesem Kompendium, bei dem die Sicherheit vor jeder anderen Frage steht. Der namensgebende Inhaltsstoff Glycyrrhizin hemmt bei anhaltender Einnahme größerer Mengen ein Enzym, das Cortisol in der Niere normalerweise unschädlich macht. Wirkt das nicht mehr, verhält sich Cortisol dort wie ein Hormon, das Natrium zurückhält und Kalium ausscheidet. Die Folgen sind ein Blutdruckanstieg, ein Kaliumabfall, Wassereinlagerungen im Gewebe und Muskelschwäche, ein Zustand, der in der Fachliteratur Pseudoaldosteronismus heißt.
Eine kontrollierte Dosis-Eskalationsstudie an gesunden Erwachsenen fand Blutdruckanstieg, Kaliumabfall und Wassereinlagerung erst in der höchsten Gruppe mit 814 Milligramm Glycyrrhizin täglich. Bei 380 Milligramm zeigte sich nur eine Absenkung der Plasma-Renin-Aktivität und ein Studienabbruch wegen Kopfschmerzen, bei 108 und 217 Milligramm nichts davon. Das frühere Scientific Committee on Food der Europäischen Kommission bewertete auf Basis der damals verfügbaren Literatur eine tägliche Aufnahme von 100 Milligramm Glycyrrhizinsäure für die meisten Bevölkerungsgruppen als gesundheitlich unbedenklich, ohne daraus einen förmlichen Grenzwert abzuleiten, und wies zugleich darauf hin, dass die tatsächliche Aufnahme in der Bevölkerung eher unterschätzt als überschätzt werde. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat diese Einschätzung 2023 erneut bestätigt und empfiehlt Menschen mit Blutdruckproblemen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes sowie Schwangeren, auf einen dauerhaften Verzehr größerer Süßholzmengen zu verzichten.
Innerhalb der EU besteht keine gesetzliche Höchstmenge für Glycyrrhizinsäure in Lebensmitteln. Nach der Lebensmittelinformationsverordnung müssen Süßwaren ab einem Gehalt von 100 Milligramm Glycyrrhizinsäure je Kilogramm den Hinweis „enthält Süßholz“ tragen, ab 4 Gramm je Kilogramm zusätzlich den Warnhinweis, bei erhöhtem Blutdruck einen übermäßigen Verzehr zu vermeiden. Für Nahrungsergänzungsmittel mit Süßholzwurzelextrakt gilt eine solche Kennzeichnungspflicht nicht in gleicher Weise, weshalb Du den Glycyrrhizingehalt eines Produkts nicht allein am Etikett ablesen kannst, wenn er dort nicht ausdrücklich angegeben ist.
Zur Frage, ob ein hoher Süßholzverzehr in der Schwangerschaft die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes beeinträchtigt, liegt eine finnische Kohortenstudie vor, die bei Kindern stark verzehrender Mütter niedrigere Werte in einzelnen kognitiven Tests und mehr Verhaltensauffälligkeiten fand. Das BfR und das norwegische VKM haben genau diese Studien geprüft und kommen zu dem Schluss, dass die Daten wegen der rückblickenden Erfassung des Verzehrs, des hohen Schwunds der ursprünglichen Kohorte und unklarer klinischer Bedeutung der gefundenen Unterschiede keinen verlässlichen Kausalzusammenhang belegen. Die Autorinnen und Autoren der Originalstudien bestätigen das in einer eigenen Stellungnahme selbst. Unter Berücksichtigung dieser Unsicherheit gilt die vorsorgliche Empfehlung, während der Schwangerschaft auf einen dauerhaften Verzehr größerer Süßholzmengen zu verzichten, aus Sicht der Behörden weiterhin.
Ein deglycyrrhizinierter Extrakt (DGL), dem das Glycyrrhizin gezielt entzogen wurde, trägt diese Sicherheitsrisiken nach dem zugrunde liegenden Wirkmechanismus nicht in demselben Maß, weil ihm gerade der dafür verantwortliche Inhaltsstoff fehlt. Er trägt im Gegenzug auch nicht die für Glycyrrhizin dokumentierte Studienlage zu anderen Wirkungen. Ein Produkt mit der Bezeichnung Süßholz-Extrakt ohne den ausdrücklichen Hinweis „deglycyrrhiziniert“ oder „DGL“ enthält in aller Regel Glycyrrhizin.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Blutdruckmedikamenten, entwässernden Medikamenten (Diuretika), Kortisonpräparaten oder Herzglykosiden ist wegen der beschriebenen Wirkung auf den Mineralhaushalt ärztliche Rücksprache sinnvoll, ebenso bei einer bestehenden Nierenerkrankung.
Quellen zum Nachlesen
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01
Kontrollierte Dosis-Eskalationsstudie ohne Placeboarm, n gleich 24 (4 Gruppen zu je 6), 4 Wochen · 1994
Effects of prolonged ingestion of graded doses of licorice by healthy volunteers
Bernardi M, D'Intino PE, Trevisani F, Cantelli-Forti G, Raggi MA, Turchetto E, Gasbarrini G. Life Sci
Zur Zuschreibung: 01
-
02
Retrospektive, multizentrische Querschnittsstudie, n gleich 97, ausschließlich Personen mit bereits aufgetretenen Anzeichen · 2019
Identification of glycyrrhizin metabolites in humans and of a potential biomarker of liquorice-induced pseudoaldosteronism, a multi-centre cross-sectional study
Takahashi K, Yoshino T, Maki Y, Ishiuchi K, Namiki T, Ogawa-Ochiai K, Minamizawa K, Makino T, Nakamura T, Mimura M, Watanabe K. Arch Toxicol
Zur Zuschreibung: 02
-
03
Prospektive Kohortenstudie mit rückblickend erfasster Exposition, n gleich 321, Kinder im Alter von 8,1 Jahren · 2009
Maternal licorice consumption and detrimental cognitive and psychiatric outcomes in children
Räikkönen K, Pesonen AK, Heinonen K, Lahti J, Komsi N, Eriksson JG, Seckl JR, Järvenpää AL, Strandberg TE. Am J Epidemiol
Zur Zuschreibung: 03
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04
Prospektive Kohortenstudie mit rückblickend erfasster Exposition, n gleich 321, Kinder im Alter von 8,1 Jahren · 2010
Maternal prenatal licorice consumption alters hypothalamic-pituitary-adrenocortical axis function in children
Räikkönen K, Seckl JR, Heinonen K, Pyhälä R, Feldt K, Jones A, Pesonen AK, Phillips DI, Lahti J, Järvenpää AL, Eriksson JG, Matthews KA, Strandberg TE, Kajantie E. Psychoneuroendocrinology
Zur Zuschreibung: 04
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05
Nachuntersuchung derselben Kohorte, n gleich 378, Kinder im Alter von rund 12,5 Jahren · 2017
Maternal Licorice Consumption During Pregnancy and Pubertal, Cognitive, and Psychiatric Outcomes in Children
Räikkönen K, Martikainen S, Pesonen AK, Lahti J, Heinonen K, Pyhälä R, Lahti M, Tuovinen S, Wehkalampi K, Sammallahti S, Kuula L, Andersson S, Eriksson JG, Ortega-Alonso A, Reynolds RM, Strandberg TE, Seckl JR, Kajantie E. Am J Epidemiol
Zur Zuschreibung: 04
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07
RCT, einfachblind, n gleich 40 (20 vs 20), einmalige Gurgellösung · 2009
An evaluation of the efficacy of licorice gargle for attenuating postoperative sore throat, a prospective, randomized, single-blind study
Agarwal A, Gupta D, Yadav G, Goyal P, Singh PK, Singh U. Anesth Analg
Zur Zuschreibung: 06
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08
RCT, doppelblind, plazebokontrolliert, Cross-over mit 1 Woche Auswaschphase, n gleich 24, Kombinationspräparat · 2015
Effect of GutsyGum, A Novel Gum, on Subjective Ratings of Gastro Esophageal Reflux Following A Refluxogenic Meal
Brown R, Sam CH, Green T, Wood S. J Diet Suppl
Zur Zuschreibung: 07
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09
RCT, doppelblind, aktive Vergleichsgruppe ohne Placebo, n gleich 60 (30 vs 30) · 2017
Comparison of triamcinolone acetonide mucoadhesive film with licorice mucoadhesive film on radiotherapy-induced oral mucositis, a randomized double-blinded clinical trial
Ghalayani P, Emami H, Pakravan F, Nasr Isfahani M. Asia Pac J Clin Oncol
Zur Zuschreibung: 08
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10
Vergleichende Studie, intravenöses Glycyrrhizin als eines von mehreren geprüften Arzneimitteln, kein oraler Extrakt · 1990
Effect of glycyrrhizin on pain and HLA-DR antigen expression on CD8-positive cells in peripheral blood of herpes zoster patients in comparison with other antiviral agents
Aikawa Y, Yoshiike T, Ogawa H. Skin Pharmacol
Zur Zuschreibung: 10
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Bei H.P.N
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