Essentielle Aminosäuren
Zuletzt geprüft am
Aminosäuren
EAA · EAAs · essenzielle Aminosäuren · unentbehrliche Aminosäuren · Essential Amino Acids
Auf einen Blick
- Was es ist
- Die neun Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann und deshalb aus der Nahrung aufnehmen muss, nämlich Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Ein EAA-Präparat ist ein Gemisch dieser neun in freier, kristalliner Form
- Vorkommen
- In jedem vollständigen Nahrungseiweiß, also in Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten und Molkenprotein, in unterschiedlicher Zusammensetzung auch in Hülsenfrüchten, Soja und Getreide. Wer genug Eiweiß isst, nimmt sie damit bereits auf
- Abgrenzung
- Der wichtigste Punkt dieses Eintrags. Vier Dinge werden im Sprachgebrauch vermischt und sind in Studien vier verschiedene Interventionen. Ein vollständiges EAA-Gemisch aus allen neun, ein BCAA-Gemisch aus nur drei (Leucin, Isoleucin, Valin), ein Eiweißpulver wie Molkenprotein, und eine einzelne Aminosäure wie Leucin. Eine Studie zu BCAA oder zu Molkenprotein trägt keine Aussage für ein EAA-Gemisch. Zu Leucin, Isoleucin und Valin gibt es eigene Einträge, deren Belege hier nicht wiederholt werden
- Wirkform in Studien
- Fast immer ein leucinbetontes Gemisch freier Aminosäuren als Getränkepulver. Der Leucinanteil schwankt erheblich, von rund 19 Prozent in einer Bettruhestudie über rund 33 Prozent bis zu 40 bis 42 Prozent in den Arbeiten mit japanischen Präparaten. Eine der meistzitierten akuten Arbeiten gab zusätzlich 35 g Saccharose, eine mehrmonatige Studie prüfte ein Mehrstoffpräparat mit Kreatin und Vitamin D, und ein Bettruhe-Präparat enthielt gar kein Tryptophan und damit acht der neun
- Übliche Studiendosis
- Akute Einzelgaben von 3 bis 15 g, Dauergaben von 3 bis 15 g täglich über 8 Wochen bis 6 Monate. Die Autoren einer 22-wöchigen Studie rechnen ihre 15 g täglich in etwa 30 g hochwertiges Eiweiß um, also rund 0,4 g Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht zusätzlich
- Wogegen verglichen wurde
- Die zweite Frage, an der sich alles entscheidet. Die meisten Arbeiten vergleichen EAA gegen ein eiweißfreies Placebo, gegen Kohlenhydrate oder gegen Training allein. Nur wenige vergleichen gegen eine ebenbürtige Eiweißmenge aus der Nahrung, und genau die ist im Alltag die eigentliche Alternative. Ein Vorteil gegenüber nichts ist deshalb ein schwächerer Befund, als er klingt
- Verträglichkeit
- In den vorliegenden Studien gut vertragen, ernsthafte Nebenwirkungen wurden nicht berichtet. Eine 22-wöchige Studie mit 15 g täglich fand keine Verschlechterung der Insulinempfindlichkeit bei älteren Menschen mit mittlerer Eiweißzufuhr
Was diesem Stoff zugesprochen wird
Was die Studien hergeben.
Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.
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01
Anstieg der Muskelproteinsynthese in den Stunden nach einer Einzelgabe, ein Gruppenvergleich liegt nur aus einer Arbeit an sechs Personen vor, deren Getränk zusätzlich 35 g Zucker enthielt
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Von den drei Arbeiten vergleicht nur eine zwischen den Gruppen, an sechs Personen, und ihr Verum enthielt neben den Aminosäuren 35 g Zucker, das Placebo nicht. Die zweite misst allein vorher gegen nachher, die dritte hat gar keine Vergleichsgruppe.
Ausführlicher Nachweis
Rasmussen und Kollegen gaben 2000 sechs Teilnehmenden (3 Männer, 3 Frauen) eine und drei Stunden nach einer Krafteinheit ein Getränk mit 6 g essenziellen Aminosäuren und 35 g Saccharose oder ein aromatisiertes Placebo, im gekreuzten Aufbau mit Isotopenmarkierung und arteriovenöser Bilanz am Bein [1]. Phenylalanin-Nettobilanz und Muskelproteinsynthese lagen danach höher als vor dem Getränk und höher als unter dem entsprechenden Placebo (p kleiner 0,05), der Proteinabbau veränderte sich nicht [1]. Das ist ein echter Gruppenvergleich, aber an sechs Personen, und das Verum enthielt zusätzlich 35 g Zucker, das Placebo nicht. Markofski und Kollegen prüften 2019 den akuten Anstieg im Rahmen einer 24-wöchigen randomisierten Studie an 45 ausgewerteten von 50 randomisierten gesunden, nicht gebrechlichen älteren Menschen (Durchschnittsalter 72 Jahre) [3]. Die fraktionelle Syntheserate stieg nach 0,2 g je Kilogramm Körpergewicht eines EAA-Gemischs mit 40 Prozent Leucin in beiden EAA-Armen an, vor der Intervention von 0,0497 auf 0,1020 und von 0,0593 auf 0,0977 Prozent pro Stunde (p gleich 0,0222 und p gleich 0,00527), in den beiden Placeboarmen dagegen nicht [3]. Diese Werte sind Vorher-Nachher-Vergleiche innerhalb derselben Person, ein ausgewiesener Unterschied zwischen Verum und Placebo mit Effektmaß und Intervall wird nicht berichtet, die Placeboarme dienen hier als Vergleichsgruppe ohne eigenen Test [3]. Church und Kollegen führten 2020 die Daten von vier eigenen Isotopenstudien zusammen und fanden, dass die maximale EAA-Konzentration im Blut die stärkste Vorhersagegröße der Syntheserate nach der Mahlzeit war (R hoch 2 gleich 0,524, p kleiner 0,001), mit einer Regressionsschätzung von rund 34 Prozent mehr Syntheserate je Verdopplung der EAA-Konzentration [14]. Diese dritte Arbeit hat gar keine Vergleichsgruppe. Sie rechnet eine Regression über 134 Messungen aus vier eigenen Versuchen desselben Labors an ausschließlich männlichen Teilnehmenden, ein Placebo kommt darin nicht vor [14]. Der Volltext nennt im Funding-Statement fünf Geldgeber aus der Lebensmittelwirtschaft, nämlich das National Pork Board, das Egg Nutrition Center, Adesso LLC, den Beef Checkoff und die Zespri Group Limited, und in der Interessenerklärung zwei Autoren als Erfinder auf Patenten zu Aminosäure-Zusammensetzungen sowie einen als Anteilseigner von Essential Blends, LLC und The Amino Company, Inc. [14]. Die Stufe steht auf Hinweise, weil von den drei Arbeiten nur eine überhaupt zwischen Gruppen vergleicht, das an sechs Personen tut und dabei 35 g Zucker mitgibt, die die Placebogruppe nicht bekam. Sie sagt ausdrücklich nichts darüber, ob dieser Anstieg größer ist als nach einer entsprechenden Eiweißmahlzeit, und nichts darüber, ob aus ihm über Wochen Muskelmasse wird, siehe die eigenen Zeilen dazu.
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02
Muskelproteinsynthese im unmittelbaren Vergleich zu einer weit größeren Menge Molkenprotein, ohne Unterschied zwischen beiden
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
3 g eines leucinreichen EAA-Gemischs regten die Synthese bei 16 älteren Frauen genauso stark an wie 20 g Molkenprotein. Eine einzelne kleine Studie, an der ein Aminosäurehersteller beteiligt war.
Ausführlicher Nachweis
Bukhari und Kollegen verglichen 2015 an 16 älteren Frauen (Durchschnittsalter 66 Jahre, je 8 pro Gruppe) 3 g eines leucinreichen EAA-Gemischs mit 40 Prozent Leucin gegen 20 g Molkenprotein, jeweils in Ruhe und nach 6 mal 8 Beinstreckungen bei 75 Prozent der Einwiederholungslast, mit Phenylalanin-Isotopenmarkierung [2]. Insulin und EAA im Blut stiegen unter Molkenprotein deutlich stärker an (p kleiner 0,001), die Muskelproteinsynthese jedoch in beiden Gruppen gleich stark, nach der Mahlzeit von 0 bis 2 Stunden und nach Mahlzeit plus Belastung von 0 bis 4 Stunden [2]. Die Autoren schließen daraus, das Molkenprotein biete gegenüber dem niedrig dosierten Gemisch keinen Vorteil [2]. Drei Einschränkungen. Erstens sind es acht Personen je Arm, und die Anstiege sind wieder gegen den eigenen Nüchternwert gemessen, der Gruppenvergleich besteht in einem nicht belegten Unterschied zwischen zwei kleinen Gruppen, wofür kein Effektmaß mit Intervall berichtet wird [2]. Zweitens ist die Aussage einseitig verwertbar. Sie zeigt, dass 3 g des Gemischs für den kurzfristigen Synthesereiz reichten, sie zeigt nicht, dass das Gemisch besser wirkt. Drittens gehört einer der Autoren laut Verfasserangabe der Arbeit der Ajinomoto Company Incorporated in Tokio an, einem Hersteller von Aminosäuren, während das Interessenkonflikt-Feld bei PubMed leer bleibt [2]. Eine Meta-Analyse zu Präparaten mit hohem Anteil verzweigtkettiger Aminosäuren berichtet in einer Untergruppenauswertung ebenfalls einen größeren Zuwachs der Griffkraft unter EAA als unter Molkenprotein, nennt dafür im Abstract jedoch weder Effektmaß noch Intervall noch die Zahl der beteiligten Arbeiten [15].
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03
Ganzkörper-Eiweißaufbau nach dem Krafttraining im unmittelbaren Vergleich zu verzweigtkettigen Aminosäuren allein, ohne Unterschied zwischen beiden
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Ein vollständiges Gemisch und ein reines BCAA-Getränk hielten bei 12 Personen gleich viel Leucin zurück. Die Studie wurde von einem Hersteller bezahlt, der das geprüfte Gemisch entwickelt hat.
Ausführlicher Nachweis
Aguilera und Kollegen prüften 2025 im gekreuzten, doppelblinden Aufbau an 12 gesunden, freizeitsportlich aktiven Erwachsenen (8 Männer, 4 Frauen, Durchschnittsalter 24 Jahre) nach 60 Minuten Ganzkörper-Krafttraining drei Getränke, ein EAA-Gemisch mit 9,15 g Gesamt-EAA aus 2 g Dileucin und 1 g Leucin, ein BCAA-Getränk mit 3 g Leucin, 1,5 g Isoleucin und 1,5 g Valin, und ein zum EAA-Getränk stickstoffgleiches Kollagen-Hydrolysat [8]. Die Leucin-Rückhaltung als Maß des Ganzkörper-Eiweißaufbaus war zwischen EAA-Gemisch und BCAA praktisch gleich, 215,72 plus minus 42,45 gegenüber 219,15 plus minus 45,26 Mikromol je Kilogramm (p gleich 0,68), beide lagen weit über dem Kollagen-Hydrolysat mit 37,25 plus minus 8,16 (p kleiner 0,0001) [8]. Für die Muskelproteinsynthese zeigte sich nur eine Tendenz (p gleich 0,086), in den paarweisen Vergleichen mit einer großen Effektstärke des EAA-Gemischs gegenüber Kollagen (dz gleich 1,47), einer mittleren gegenüber BCAA (dz gleich 0,81) und praktisch keiner zwischen BCAA und Kollagen (dz gleich 0,002) [8]. Der stickstoffgleiche Vergleichsarm ist hier Kollagen-Hydrolysat, ein bewusst unvollständiges Eiweiß ohne Tryptophan, und damit kein Beleg gegenüber einem hochwertigen Nahrungseiweiß. Drei Mitautoren sind laut Interessenerklärung Angestellte von Iovate Health Sciences und haben die geprüften Präparate entwickelt, die Finanzierung stammt laut Funding-Statement des Volltexts von derselben Firma [8]. Zur Einordnung, Jackman und Kollegen zeigten 2017 an 10 jungen, krafttrainierten Männern, dass bereits 5,6 g reine BCAA nach dem Training die myofibrilläre Syntheserate gegenüber Placebo um 22 Prozent anhoben (0,110 plus minus 0,009 gegenüber 0,090 plus minus 0,006 Prozent pro Stunde, p gleich 0,012), ordnen diesen Anstieg aber selbst als geringer ein als den nach einem vollständigen Eiweiß [9]. Zwei kleine Arbeiten mit unterschiedlichen Endpunkten, aus denen kein Gleichstand der beiden Präparateformen folgt, sondern ein bislang nicht gezeigter Unterschied.
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04
Magere Körpermasse und Muskelmasse unter mehrwöchiger bis mehrmonatiger Einnahme, in allen vorliegenden Arbeiten ohne Unterschied zur Vergleichsgruppe
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
Vier Studien und eine Meta-Analyse fanden keinen Zuwachs an Muskelmasse gegenüber Placebo oder Training allein. Die Intervalle sind zu weit, um einen kleinen Effekt auszuschließen.
Ausführlicher Nachweis
Markofski und Kollegen gaben 2019 in einem zweifaktoriellen Aufbau 45 ausgewerteten gesunden älteren Menschen 24 Wochen lang täglich 15 g EAA oder Placebo, mit oder ohne dreimal wöchentliches Ausdauertraining [3]. Gesamt- und Beinmagermasse veränderten sich in keiner der vier Gruppen, die Beinmagermasse lag im EAA-Arm vor und nach der Intervention bei 13,9 Kilogramm [3]. Die Fettmasse stieg im EAA-Arm ohne Training um 1 Kilogramm, ohne die statistische Schwelle zu erreichen (p gleich 0,060) [3]. Zwischen dem akuten Anstieg der Muskelproteinsynthese und der Veränderung der Beinmagermasse bestand kein Zusammenhang (R hoch 2 gleich minus 0,0008) [3]. Kim und Kollegen gaben 2021 130 japanischen Frauen über 65 Jahren mit verminderter Muskelmasse, aber ohne verminderte Griffkraft und Ganggeschwindigkeit, drei Monate lang täglich 3 g Aminosäuren oder Placebo, beide Gruppen trainierten [4]. Für Muskelmasse und Kraft als Hauptzielgrößen gab es keine belegte Wechselwirkung zwischen Gruppe und Zeit [4]. Vieillevoye und Kollegen ließen 2010 29 junge Männer 12 Wochen schwer trainieren, 15 mit einem EAA-Kohlenhydrat-Präparat, 14 mit Placebo [5]. Muskelmasse und Maximalkraft stiegen in beiden Gruppen an, ein Unterschied zwischen ihnen wird nicht berichtet, belegt war allein ein Unterschied in der Muskelarchitektur [5]. Die Tagesdosis nennt das Abstract nicht. Xie und Kollegen fassten 2026 neun randomisierte Studien mit 496 im Durchschnitt 78,3 Jahre alten Teilnehmenden zusammen, die nach den gängigen Messkriterien zugleich eine verminderte Muskelmasse und eine verminderte Kraft oder Ganggeschwindigkeit aufwiesen [7]. Für den Skelettmuskelmasse-Index fanden sie zwischen Krafttraining plus Aminosäuren und Krafttraining allein keinen belegten Unterschied (standardisierte Mittelwertdifferenz 0,63 bei einem 95-Prozent-Intervall von minus 0,39 bis plus 1,65, I hoch 2 gleich 91,2 Prozent), ebenso wenig für die Muskelmasse der Gliedmaßen (0,13 bei einem Intervall von minus 0,39 bis plus 0,66, I hoch 2 gleich 68,6 Prozent) [7]. Beide Intervalle enthalten die Null und reichen weit in den Bereich eines bedeutsamen Zuwachses, ein Ausbleiben ist damit nicht bewiesen, sondern nicht gefunden. Die Stufe steht auf Nicht bestätigt, weil der Zuwachs an Muskelmasse über Wochen bis Monate in vier Studien und einer Meta-Analyse geprüft wurde und sich in keiner davon zeigte. Zwei Einschränkungen zu dieser Meta-Analyse. Erstens prüften nur drei ihrer neun Arbeiten ein EAA-Gemisch, vier prüften HMB, eine Leucin und eine BCAA, die gepoolte Zahl beschreibt also nicht EAA allein [7]. Zweitens verwendeten die drei EAA-Arbeiten 3 bis 6 g täglich, also das untere Ende des in Einzelstudien üblichen Bereichs [7].
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05
Griffkraft, Ganggeschwindigkeit und Gehtests im Verbund mit Krafttraining, in der Untergruppe der Arbeiten mit einem EAA-Gemisch ohne Unterschied zum Training allein
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
Der gepoolte Vorteil stammt aus den Arbeiten zu Leucin und HMB. In der Untergruppe der EAA-Studien blieb er aus, und eine Übersicht über 15 Studien fand ebenfalls keinen Zusatznutzen.
Ausführlicher Nachweis
Xie und Kollegen berichten 2026 über dieselben neun randomisierten Studien mit 496 im Durchschnitt 78,3 Jahre alten Teilnehmenden einen gepoolten Vorteil von Krafttraining plus Aminosäuren gegenüber Krafttraining allein für die Griffkraft (standardisierte Mittelwertdifferenz 0,69 bei einem 95-Prozent-Intervall von plus 0,04 bis plus 1,35, I hoch 2 gleich 87,9 Prozent) und für die Ganggeschwindigkeit (0,64 bei einem Intervall von plus 0,02 bis plus 1,25, I hoch 2 gleich 84,1 Prozent), stufen die Sicherheit dieser Belege nach GRADE aber selbst als niedrig bis sehr niedrig ein [7]. Entscheidend ist die Untergruppenauswertung nach Präparateform, die die Arbeit in Tabelle 3 führt. Für die Griffkraft trugen die Leucin-Arbeiten mit 1,84 (Intervall plus 1,17 bis plus 2,51) den größten Anteil, die EAA-Arbeiten dagegen 0,46 bei einem Intervall von minus 0,51 bis plus 1,44 und damit keinen belegten Vorteil [7]. Für die Ganggeschwindigkeit lag die HMB-Untergruppe bei 1,12 (Intervall plus 0,27 bis plus 1,98), die EAA-Untergruppe bei 0,13 mit einem Intervall von minus 0,35 bis plus 0,61 [7]. Der Fließtext derselben Arbeit nennt für diesen Vergleich abweichende Zahlen (HMB 1,01 mit Intervall plus 0,36 bis plus 1,66 gegenüber EAA minus 0,10 mit Intervall minus 0,50 bis plus 0,29), beide Fassungen zeigen in dieselbe Richtung, welche die richtige ist, geht aus der Arbeit nicht hervor [7]. Thomas und Kollegen werteten 2016 fünfzehn kontrollierte Studien mit 917 Teilnehmenden im Durchschnittsalter von 77,4 Jahren aus und fanden, dass eine Eiweiß- oder EAA-Zulage die Wirkung eines Krafttrainings auf Kraft, Muskelgröße, Körperzusammensetzung und Alltagsfunktion nicht belegt verstärkt, mit Ausnahmen bei drei Kraft- und zwei Körperzusammensetzungsmaßen [6]. Ihre eigenen Meta-Analysen bezeichnen die Autoren wegen methodischer Unterschiede als nicht schlüssig, ein Effektmaß mit Intervall wird für die Gesamtaussage nicht berichtet [6]. Diese Übersicht prüft ganz überwiegend Eiweißpräparate, nur zwei ihrer fünfzehn Arbeiten setzten ein freies EAA-Gemisch ein, mit 12 g beziehungsweise 6 g täglich [6]. Die 6-g-Arbeit von Kim und Kollegen aus dem Jahr 2012 steht zugleich in der Einschlusstabelle der Meta-Analyse von Xie und Kollegen [6][7]. Beide Übersichten sind an dieser Stelle also kein voneinander unabhängiger Beleg. Markofski und Kollegen berichten 2019 einen Anstieg der isokinetischen Beinkraft von 72,8 auf 84,6 Newtonmeter allein in der Gruppe mit EAA und Ausdauertraining (p gleich 0,0336) [3]. Das ist ein Vorher-Nachher-Vergleich innerhalb dieser Gruppe. Die beiden Placebogruppen stiegen im selben Zeitraum von 52,7 auf 58,3 und von 64,5 auf 71,6 Newtonmeter, ein statistischer Vergleich zwischen den Gruppen wird nicht berichtet, und der EAA-Arm ohne Training veränderte sich mit 65,2 auf 66,4 Newtonmeter praktisch nicht [3].
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06
Erhalt von Muskelmasse und Kraft während 28 Tagen strenger Bettruhe, in der einzigen Arbeit dazu ohne eine Vergleichsgruppe ohne Aminosäuren
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Alle drei Gruppen bekamen EAA, eine Gruppe ohne EAA gab es nicht. Wer nur EAA bekam und nicht trainierte, verlor am meisten Muskel und Kraft.
Ausführlicher Nachweis
Brooks und Kollegen ließen 2008 31 Männer zwischen 31 und 55 Jahren 28 Tage strenge Bettruhe mit einem um 8 plus minus 6 Prozent verringerten Kalorienangebot einhalten, gefolgt von 14 Tagen aktiver Erholung [10]. Alle Teilnehmenden erhielten an sechs Tagen der Woche ein Getränk mit 15 g essenziellen Aminosäuren in 35 g Saccharose, verteilt auf 1,4 g Isoleucin, 1,3 g Histidin, 2,8 g Leucin, 2,4 g Lysin, 1,5 g Methionin, 2,4 g Phenylalanin, 2,0 g Threonin und 1,2 g Valin, also acht der neun essenziellen Aminosäuren ohne Tryptophan [10]. Die drei Gruppen unterschieden sich allein darin, ob zusätzlich Krafttraining stattfand und wann das Getränk dazu eingenommen wurde, nämlich nur Aminosäuren ohne Training (n gleich 7), Training mit dem Getränk 3 Stunden danach (n gleich 12) oder Training mit dem Getränk 5 Minuten davor (n gleich 12) [10]. Eine Gruppe ohne Aminosäuren gab es nicht. Damit lässt die Arbeit keine Aussage darüber zu, ob das Getränk selbst etwas bewirkt hat, sie vergleicht ausschließlich Trainingsformen. Die Muskelfläche im mittleren Oberschenkel sank in der Gruppe ohne Training um 11 Prozent, in den Trainingsgruppen um 3 und 4 Prozent (p gleich 0,05), die Kraft der unteren Gliedmaßen um 22 Prozent gegenüber 8 und 6 Prozent (p kleiner 0,05) [10]. Fettmasse und Fetteinlagerung im Oberschenkel nahmen in der Gruppe ohne Training zu (plus 3 und plus 14 Prozent) und in den Trainingsgruppen ab [10]. Nach der Erholungsphase holte die Gruppe ohne Training am wenigsten auf [10]. Der Befund der Arbeit ist also ein Beleg für Krafttraining und keiner für die Aminosäuren. Wer nur das Getränk bekam, verlor in vier Wochen ein Neuntel seiner Oberschenkelmuskulatur und ein Fünftel seiner Beinkraft.
Quellen: 10
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07
Muskelkater und Muskelschädigungsmarker nach ungewohnter Belastung, nur bei mehrtägiger Einnahme und nur in einem von zwei Versuchen
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
In einer kleinen gekreuzten Studie waren Muskelkater und Blutwerte niedriger, aber nur wenn das Präparat vier Tage lang weiter eingenommen wurde. Bei Einnahme nur um die Belastung herum zeigte sich nichts.
Ausführlicher Nachweis
Nosaka und Kollegen prüften 2006 in einem doppelblinden, gekreuzten Aufbau ein Präparat aus neun essenziellen und drei nicht essenziellen Aminosäuren an zwei Belastungen der Ellenbogenbeuger [11]. Im ersten Versuch wurde das Präparat 30 Minuten vor der Belastung nach 10 Stunden Nüchternheit und unmittelbar danach gegeben, im zweiten Versuch 30 Minuten vor der Belastung (2 bis 3 Stunden nach dem Frühstück), unmittelbar danach und an acht weiteren Zeitpunkten über vier Tage [11]. Im ersten Versuch bestand kein belegter Unterschied zwischen den Bedingungen [11]. Im zweiten Versuch lagen Kreatinkinase, Aldolase, Myoglobin und der berichtete Muskelkater unter dem Aminosäurepräparat niedriger als unter Placebo [11]. Das Abstract nennt weder die Teilnehmerzahl noch die Dosis noch ein Effektmaß mit Intervall, der Volltext lag uns nicht vor [11]. Geprüft wurde ein Gemisch aus zwölf Aminosäuren und damit nicht ein reines EAA-Präparat. Aus dem Unterschied zwischen den beiden Versuchen folgt allenfalls, dass die Einnahmedauer wichtiger sein könnte als der Zeitpunkt um die Belastung herum. Ein zweiter, unabhängiger Beleg für diesen Befund liegt uns nicht vor.
Quellen: 11
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08
Insulinempfindlichkeit unter 15 g täglich über 22 Wochen bei gesunden älteren Menschen, ohne Unterschied zur Placebogruppe
Nicht bestätigtEinordnung und Einschränkungen
Eine Sorge, die sich in dieser Studie nicht bestätigt hat. Die tägliche Zulage verschlechterte die Insulinempfindlichkeit nicht, weder mit noch ohne Ausdauertraining.
Ausführlicher Nachweis
Randolph und Kollegen werteten 2020 dieselbe zweifaktorielle Studie aus, in der 42 gesunde, nicht zuckerkranke ältere Menschen 22 Wochen lang täglich 15 g EAA oder Placebo einnahmen, mit oder ohne dreimal wöchentliches, überwachtes Gehtraining [12]. Anlass war der Verdacht, dauerhaft erhöhte Aminosäurespiegel könnten die Insulinempfindlichkeit verschlechtern, denn eine akute Aminosäureinfusion tut das [12]. Der Matsuda-Index als Hauptzielgröße zeigte einen Haupteffekt des Trainings (p gleich 0,0121) und keinen Haupteffekt der Aminosäuren (p gleich 0,5969) [12]. Ohne Training sank die Insulinempfindlichkeit unter Placebo gegenüber dem eigenen Ausgangswert (p gleich 0,0033) und unter EAA nicht (p gleich 0,2471), ein Gruppenvergleich dieser beiden Verläufe mit Effektmaß und Intervall wird nicht berichtet [12]. Die Autoren ordnen ihr Ergebnis selbst zurückhaltend ein. Teilnehmende mit einer Eiweißzufuhr unter 0,66 oder über 1,5 g je Kilogramm Körpergewicht und Tag waren ausgeschlossen, und 15 g EAA entsprechen etwa 30 g hochwertigem Eiweiß, was für eine Verschlechterung möglicherweise zu wenig war [12]. Ein Nullbefund an rund vierzig Personen über 22 Wochen ohne berichtetes Intervall beweist kein Ausbleiben. Die Stufe steht auf Nicht bestätigt, weil die befürchtete Verschlechterung über 22 Wochen geprüft wurde und sich nicht zeigte.
Quellen: 12
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09
Muskelmasse, Maximalkraft und Muskelleistung unter einem EAA-haltigen Mehrstoffpräparat mit Kreatin und Vitamin D
HinweiseEinordnung und Einschränkungen
Eine 12-Wochen-Studie an 38 Personen fand Vorteile gegenüber Placebo. Das Präparat enthielt neben den Aminosäuren Kreatin, Vitamin D und eine weitere Mischung, dem Gemisch allein ist der Befund deshalb nicht zuzurechnen.
Ausführlicher Nachweis
Negro und Kollegen gaben 2019 in einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie 38 gesunden älteren Menschen (8 Männer, 30 Frauen, Durchschnittsalter 68,9 Jahre) zwölf Wochen lang zweimal täglich ein Mehrstoffpräparat aus essenziellen Aminosäuren, Kreatin, Vitamin D und einer als Muscle Restore Complex bezeichneten Mischung oder ein Placebo [13]. Gegenüber der Placebogruppe stiegen der Vitamin-D-Spiegel im Blut (plus 11,72 Nanogramm je Milliliter, p kleiner 0,001), die fettfreie Masse der Beine (plus 443,7 g, p kleiner 0,05), die Muskelmasse der Gliedmaßen (plus 0,53 Kilogramm, p kleiner 0,05), die maximale Willkürkontraktion (plus 1,38 Kilogramm, p kleiner 0,05) und die Spitzenleistung (plus 9,87 Watt, p kleiner 0,05) [13]. Der Volltext führt in Tabelle 3 zu jedem dieser Werte ein 95-Prozent-Intervall, für die maximale Willkürkontraktion 0,57 bis 2,19 Kilogramm, für die Spitzenleistung 3,58 bis 16,15 Watt und für den Vitamin-D-Spiegel 8,74 bis 14,70 Nanogramm je Milliliter [13]. Dieselbe Tabelle zeigt, woher der Gruppenunterschied kommt. In der Verumgruppe stieg die maximale Willkürkontraktion um 0,52 Kilogramm, in der Placebogruppe sank sie um 0,86 Kilogramm, und die Spitzenleistung fiel dort um 5,04 Watt [13]. Der ausgewiesene Vorteil von 1,38 Kilogramm ist damit zu einem größeren Teil ein Rückgang unter Placebo als ein Zuwachs unter dem Präparat. Die myoelektrischen Ermüdungsmaße veränderten sich weder gegenüber dem Ausgangswert noch zwischen den Gruppen [13]. Die geprüfte Zubereitung ist nicht die, über die diese Seite spricht. Neben den Aminosäuren enthielt sie mindestens drei weitere wirksame Bestandteile, und der deutlichste Einzelbefund ist der Anstieg des Vitamin-D-Spiegels, also die Wirkung eines dieser Begleitstoffe. Welchen Anteil das Aminosäuregemisch an den übrigen Ergebnissen hat, lässt die Arbeit offen. Die Autoren erklären, es bestehe kein Interessenkonflikt [13].
Quellen: 13
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10
Immunfunktion, Antikörperbildung und Häufigkeit von Infekten
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gesucht und keine Studie am Menschen gefunden, die ein vollständiges EAA-Gemisch auf Immunwerte oder auf die Zahl der Infekte geprüft hätte.
Ausführlicher Nachweis
Gesucht wurde in PubMed mit den Suchbegriffen "essential amino acids" "immune function" sowie mit den Zusätzen antibody und infection, jeweils mit und ohne Beschränkung auf Humanstudien und mit und ohne Beschränkung auf starke Studientypen. Die Treffer betreffen ausnahmslos anderes, nämlich Beobachtungsdaten zu Aminosäurespiegeln im Blut von Krankenhauspatienten, verzweigtkettige Aminosäuren in der Chirurgie und Infusionsstudien mit einzelnen Aminosäuren. Keine einzige Arbeit prüft die orale Gabe eines vollständigen EAA-Gemischs an gesunden Menschen mit einem immunologischen Endpunkt. Die verbreitete Zuschreibung stützt sich auf die unbestrittene Tatsache, dass Antikörper aus Aminosäuren gebaut werden. Das ist eine Aussage über den Bedarf und keine über den Nutzen einer zusätzlichen Zufuhr bei gedecktem Bedarf.
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Stimmung, Schlafqualität und geistige Leistungsfähigkeit
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gesucht und keine Studie am Menschen zu einem vollständigen EAA-Gemisch gefunden. Die Belege dazu betreffen einzelne Aminosäuren und stehen in deren eigenen Einträgen.
Ausführlicher Nachweis
Gesucht wurde in PubMed mit den Suchbegriffen "essential amino acids" "mood" und "sleep quality", jeweils mit und ohne Beschränkung auf starke Studientypen. Gefunden wurden Arbeiten zu einzelnen Aminosäuren und zu Eiweißhydrolysaten, etwa ein tryptophanreiches Eihydrolysat bei Frauen mittleren Alters und eine Kombination aus Lysin und Arginin, aber keine Arbeit zu einem vollständigen Gemisch aller neun. Die Zuschreibung geht auf die Rolle von Tryptophan als Vorstufe von Serotonin und von Phenylalanin als Vorstufe von Dopamin zurück. Beide Stoffe haben eigene Kompendium-Einträge, in denen die zugehörige Evidenz steht. Ob ein Gemisch, das alle neun gleichzeitig anhebt und damit auch die um denselben Transporter ins Gehirn konkurrierenden Aminosäuren, dieselbe Wirkung hat wie eine einzelne davon, ist eine eigene Frage und uns nicht geprüft bekannt.
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Blutfettwerte, Cholesterin und Kreislaufgrößen
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gesucht und keine Studie am Menschen gefunden, die ein EAA-Gemisch auf Blutfette oder Kreislaufwerte geprüft hätte.
Ausführlicher Nachweis
Gesucht wurde in PubMed mit den Suchbegriffen "essential amino acids" "LDL cholesterol" und "lipid profile", mit und ohne Beschränkung auf starke Studientypen. Die Treffer betreffen den Aminosäuregehalt von Lebensmitteln, Beobachtungsdaten und einzelne Aminosäuren, keine Arbeit prüft ein orales EAA-Gemisch mit einem Blutfett- oder Kreislaufendpunkt. Die im Umlauf befindliche Zuschreibung stützt sich auf Lysin und Methionin als Einzelstoffe und auf deren Rolle im Stoffwechsel, nicht auf eine Studie zum Gemisch.
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Haut, Haare und Nägel
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gesucht und keine Studie am Menschen zu einem EAA-Gemisch gefunden.
Ausführlicher Nachweis
Gesucht wurde in PubMed mit den Suchbegriffen "essential amino acids" "skin elasticity" und "collagen synthesis skin", mit und ohne Beschränkung auf starke Studientypen. Gefunden wurde eine kontrollierte Studie zu einem fermentierten Milchgetränk, dessen Aminosäuregehalt nur beschreibend erwähnt wird, dazu Zellversuche. Keine Arbeit prüft ein orales EAA-Gemisch mit einem hautbezogenen Endpunkt. Die Zuschreibung leitet sich daraus ab, dass Kollagen und Keratin Aminosäuren enthalten. Das ist wieder eine Aussage über den Baustoff und keine über den Nutzen einer zusätzlichen Zufuhr.
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Ausdauerleistung und Ermüdung während einer Belastung
Keine Studien gefundenEinordnung und Einschränkungen
Wir haben gesucht und keine Studie am Menschen gefunden, die ein EAA-Gemisch auf Ausdauerleistung oder Ermüdung geprüft hätte.
Ausführlicher Nachweis
Gesucht wurde in PubMed mit den Suchbegriffen "essential amino acids" "endurance performance" und "fatigue", mit und ohne Beschränkung auf starke Studientypen. Gefunden wurden Übersichtsarbeiten zur Sporternährung im Allgemeinen, eine Arbeit zu vegetarischer Ernährung und eine zu Stoffwechselmarkern nach Seegang, aber keine kontrollierte Studie, die ein EAA-Gemisch gegen Placebo auf eine Ausdauerleistung oder auf das Ermüdungsempfinden geprüft hätte. Die Zuschreibung stammt aus der Literatur zu verzweigtkettigen Aminosäuren und zur zentralen Ermüdung. Diese Arbeiten prüfen BCAA und nicht ein vollständiges Gemisch, und sie gehören in die Einträge zu Leucin, Isoleucin und Valin.
Studien im Detail
Zwei Fragen, ohne die keine Zeile dieses Eintrags zu verstehen ist
Erstens, was genau wurde gegeben. Vier Dinge tragen im Alltag denselben Namen und sind in Studien vier verschiedene Interventionen. Ein vollständiges Gemisch aller neun essenziellen Aminosäuren. Ein BCAA-Gemisch aus nur drei von ihnen, nämlich Leucin, Isoleucin und Valin. Ein Eiweißpulver wie Molkenprotein, das alle neun enthält, aber gebunden in Eiweißketten und begleitet von den elf nicht essenziellen. Und eine einzelne Aminosäure wie Leucin. Eine Studie zu BCAA belegt nichts für ein EAA-Gemisch, eine Studie zu Molkenprotein ebenso wenig. Ein großer Teil der Literatur, die für EAA-Präparate angeführt wird, prüft in Wahrheit eines der drei anderen Dinge. Deshalb steht in jeder Zeile dieses Eintrags, was tatsächlich verabreicht wurde, mit Menge und Leucinanteil.
Zweitens, wogegen verglichen wurde. Die meisten Arbeiten stellen das Gemisch einem eiweißfreien Placebo, einem Kohlenhydratgetränk oder dem Training allein gegenüber. Das beantwortet die Frage, ob Aminosäuren im Körper etwas auslösen. Es beantwortet nicht die Frage, die sich beim Kauf stellt, nämlich ob ein Gemisch mehr bringt als dieselbe Eiweißmenge aus Quark, Fleisch oder einem Molkenproteinpulver. Ein Vorteil gegenüber nichts ist ein schwächerer Befund, als er klingt, wenn die übliche Alternative Eiweiß aus der Nahrung ist.
Dazu kommt eine dritte Eigenheit dieses Forschungsfeldes, die beim Lesen der Studien immer wieder auftaucht. Der am häufigsten berichtete Endpunkt ist die Muskelproteinsynthese, gemessen als Einbaurate markierter Aminosäuren über wenige Stunden. Ihr Anstieg wird meist gegenüber dem Nüchternwert derselben Person angegeben und nicht gegenüber einer Placebogruppe. Ein Satz wie "die Synthese stieg signifikant an" kann deshalb bedeuten, dass sie nach dem Essen höher lag als vorher. Das tut sie nach jeder Eiweißmahlzeit.
Die akute Wirkung auf die Muskelproteinsynthese
Rasmussen und Kollegen gaben im Jahr 2000 sechs Teilnehmenden eine und drei Stunden nach einer Krafteinheit ein Getränk mit 6 g essenziellen Aminosäuren und 35 g Saccharose oder ein aromatisiertes Placebo. Gemessen wurde mit markiertem Phenylalanin und einer arteriovenösen Bilanz am Bein. Nettobilanz und Syntheserate lagen nach dem Aminosäuregetränk höher als vorher und höher als unter dem Placebo, der Abbau blieb unverändert. Das ist einer der wenigen echten Placebovergleiche in diesem Feld, allerdings an sechs Personen, und das Verum enthielt zusätzlich 35 g Zucker.
Markofski und Kollegen maßen 2019 dasselbe im Rahmen einer 24-wöchigen Studie an 45 ausgewerteten gesunden älteren Menschen. Nach 0,2 g je Kilogramm Körpergewicht eines Gemischs mit 40 Prozent Leucin stieg die Syntheserate in beiden Aminosäurearmen an, in den beiden Placeboarmen nicht. Auch hier ist der berichtete Anstieg ein Vorher-Nachher-Vergleich innerhalb derselben Person.
Church und Kollegen führten 2020 die Daten von vier eigenen Isotopenstudien zusammen und fanden, dass die Höhe des EAA-Spiegels im Blut nach der Mahlzeit die Syntheserate am besten vorhersagt. Ihre Regressionsschätzung lautet, eine Verdopplung der Blutkonzentration gehe mit rund 34 Prozent mehr Syntheserate einher. Zwei Autoren dieser Arbeit sind als Erfinder auf Patenten zu Aminosäure-Zusammensetzungen genannt, einer ist an zwei Firmen beteiligt, die solche Präparate vertreiben.
Einordnung. Dass ein EAA-Gemisch die Muskelproteinsynthese für einige Stunden anhebt, ist belegt. Damit ist gezeigt, dass der Reiz ankommt, und nichts darüber, ob er größer ist als nach einer Eiweißmahlzeit und ob aus ihm über Wochen Muskelmasse wird. Die 24-Wochen-Studie hat beides in derselben Personengruppe gemessen und fand keinen Zusammenhang zwischen dem akuten Anstieg und der Veränderung der Beinmagermasse.
Der Vergleich mit Molkenprotein und mit verzweigtkettigen Aminosäuren
Bukhari und Kollegen verglichen 2015 an 16 älteren Frauen 3 g eines leucinreichen Gemischs gegen 20 g Molkenprotein, in Ruhe und nach einer Belastung der Beinstrecker. Insulin und Aminosäuren im Blut stiegen unter dem Molkenprotein deutlich stärker, die Muskelproteinsynthese in beiden Gruppen gleich stark. Die Autoren schließen daraus, das Molkenprotein biete keinen Vorteil gegenüber dem niedrig dosierten Gemisch. Zu lesen ist der Befund in eine Richtung. Er zeigt, dass 3 g für den kurzfristigen Reiz ausreichten. Er zeigt nicht, dass das Gemisch mehr bewirkt als Eiweiß. Acht Personen je Gruppe, und einer der Autoren gehört laut Verfasserangabe einem Aminosäurehersteller an, während das Interessenkonflikt-Feld leer bleibt.
Aguilera und Kollegen verglichen 2025 an 12 jungen Erwachsenen nach einer Krafteinheit ein Gemisch mit 9,15 g Gesamt-EAA gegen ein reines BCAA-Getränk und gegen ein stickstoffgleiches Kollagen-Hydrolysat. Gemisch und BCAA hielten praktisch gleich viel Leucin zurück, beide weit mehr als das Kollagen. Für die Muskelproteinsynthese zeigte sich nur eine Tendenz zugunsten des Gemischs. Der stickstoffgleiche Vergleichsarm ist hier ein bewusst unvollständiges Eiweiß und damit kein Beleg gegenüber einem hochwertigen Nahrungseiweiß. Die Studie wurde von dem Hersteller finanziert, der das geprüfte Gemisch entwickelt hat, drei Mitautoren sind dort angestellt.
Jackman und Kollegen zeigten 2017, dass bereits 5,6 g reine BCAA nach dem Training die myofibrilläre Syntheserate gegenüber Placebo um 22 Prozent anhoben, ordnen diesen Anstieg aber selbst als geringer ein als den nach einem vollständigen Eiweiß. Zusammengenommen ist die Frage, ob ein vollständiges Gemisch mehr bewirkt als BCAA allein, damit weder beantwortet noch ausgeschlossen.
Muskelmasse, Kraft und Alltagsfunktion über Wochen und Monate
Hier wird die Lage dünn. Markofski und Kollegen gaben 45 gesunden älteren Menschen 24 Wochen lang täglich 15 g. Gesamt- und Beinmagermasse veränderten sich in keiner der vier Gruppen. Die isokinetische Beinkraft stieg allein in der Gruppe mit Aminosäuren und Ausdauertraining, gemessen gegen deren eigenen Ausgangswert, ein statistischer Vergleich zwischen den Gruppen wird nicht berichtet. Die Fettmasse nahm in der Gruppe mit Aminosäuren ohne Training um ein Kilogramm zu, knapp unterhalb der statistischen Schwelle.
Kim und Kollegen gaben 2021 130 japanischen Frauen über 65 Jahren drei Monate lang täglich 3 g Aminosäuren oder Placebo, beide Gruppen trainierten. Für Muskelmasse und Kraft als Hauptzielgrößen gab es keine belegte Wechselwirkung zwischen Gruppe und Zeit. Vieillevoye und Kollegen ließen 2010 29 junge Männer 12 Wochen schwer trainieren, die eine Hälfte mit einem EAA-Kohlenhydrat-Präparat. Muskelmasse und Maximalkraft stiegen in beiden Gruppen, ein Unterschied zwischen ihnen wird nicht berichtet.
Xie und Kollegen fassten 2026 neun randomisierte Studien mit 496 im Schnitt 78 Jahre alten Teilnehmenden zusammen. Krafttraining plus Aminosäuren war dem Krafttraining allein bei Griffkraft, Ganggeschwindigkeit und zwei Funktionstests überlegen, bei Muskelmasse nicht. Die Autoren stufen die Sicherheit dieser Belege selbst als niedrig bis sehr niedrig ein, und die Streuung zwischen den Studien ist außerordentlich groß.
Der wichtigste Teil dieser Arbeit steht in ihrer Tabelle 3. Von den neun Studien prüften nur drei ein EAA-Gemisch, vier prüften HMB, eine Leucin und eine BCAA. Getrennt nach Präparateform stammt der Vorteil bei der Griffkraft aus den Leucin-Arbeiten und der bei der Ganggeschwindigkeit aus den HMB-Arbeiten. In der Untergruppe der EAA-Arbeiten bleibt beides aus. Die gepoolte Zahl beschreibt also nicht das, wonach hier gefragt wird.
Thomas und Kollegen kamen 2016 über einen anderen Weg zum selben Bild. Sie werteten fünfzehn kontrollierte Studien mit 917 Teilnehmenden im Durchschnittsalter von 77 Jahren aus und fanden, dass eine Eiweiß- oder EAA-Zulage die Wirkung eines Krafttrainings nicht belegt verstärkt. Auch diese Übersicht prüft ganz überwiegend Eiweißpräparate, nur zwei ihrer Arbeiten setzten ein freies Gemisch ein. Und sie ist von der neueren Meta-Analyse nicht unabhängig, denn eine Studie steht in beiden Einschlusstabellen.
Bettruhe, Muskelkater und Stoffwechselwerte
Brooks und Kollegen ließen 2008 31 Männer 28 Tage strenge Bettruhe mit leichtem Kaloriendefizit einhalten. Diese Arbeit wird häufig als Beleg für essenzielle Aminosäuren angeführt, und sie ist keiner. Alle drei Gruppen bekamen dasselbe Getränk mit 15 g täglich, eine Gruppe ohne Aminosäuren gab es nicht. Verglichen wurden ausschließlich Trainingsformen. Wer nur das Getränk bekam und nicht trainierte, verlor in vier Wochen 11 Prozent seiner Oberschenkelmuskelfläche und 22 Prozent seiner Beinkraft, während die trainierenden Gruppen 3 und 4 Prozent der Muskelfläche und 8 und 6 Prozent der Kraft verloren. Der Befund der Studie ist ein Beleg für Krafttraining.
Nosaka und Kollegen prüften 2006 ein Gemisch aus neun essenziellen und drei nicht essenziellen Aminosäuren an zwei Belastungen der Ellenbogenbeuger. Wurde es nur vor und unmittelbar nach der Belastung eingenommen, zeigte sich nichts. Wurde es über vier Tage weiter eingenommen, lagen Muskelkater und Muskelschädigungsmarker niedriger als unter Placebo. Teilnehmerzahl, Dosis und Effektmaße stehen nicht im Abstract, der Volltext lag uns nicht vor.
Randolph und Kollegen gingen 2020 einer Sorge nach. Eine akute Aminosäureinfusion verschlechtert die Insulinempfindlichkeit, also lag die Frage nahe, ob eine tägliche Zulage über Monate dasselbe tut. In derselben Studiengruppe wie oben, 42 gesunde ältere Menschen über 22 Wochen mit 15 g täglich, zeigte sich kein Haupteffekt der Aminosäuren auf den Matsuda-Index. Die Autoren schränken selbst ein, dass Menschen mit sehr niedriger oder sehr hoher Eiweißzufuhr ausgeschlossen waren und 15 g etwa 30 g hochwertigem Eiweiß entsprechen, was für eine Verschlechterung möglicherweise zu wenig war.
Eine Studie, die oft für das Gemisch angeführt wird und ein anderes Präparat prüfte
Negro und Kollegen fanden 2019 an 38 gesunden älteren Menschen über zwölf Wochen Vorteile bei fettfreier Masse, Muskelmasse der Gliedmaßen, Maximalkontraktion und Spitzenleistung. Geprüft wurde ein Mehrstoffpräparat aus essenziellen Aminosäuren, Kreatin, Vitamin D und einer weiteren Mischung. Der deutlichste Einzelbefund der Arbeit ist der Anstieg des Vitamin-D-Spiegels im Blut, also die Wirkung eines der Begleitstoffe. Welchen Anteil das Aminosäuregemisch an den übrigen Ergebnissen hat, lässt die Arbeit offen.
Abgrenzung zu Leucin, Isoleucin, Valin und Molkenprotein
Zu Leucin, Isoleucin und Valin gibt es eigene Einträge mit eigener Studienlage, und die wird hier bewusst nicht wiederholt. Die kurze Fassung des Unterschieds. Leucin ist die Aminosäure mit dem stärksten eigenständigen Signal an die Muskelproteinsynthese, und die meisten Präparate sind deshalb leucinbetont, mit Anteilen zwischen 19 und 42 Prozent. Für Isoleucin und Valin liegt zu Muskelaufbau und Regeneration am Menschen praktisch nichts vor, was sie einzeln prüft, sie sind fast immer nur Teil eines Gemischs.
Daraus folgt eine Frage, die dieser Eintrag nicht beantworten kann. Wenn ein EAA-Präparat zu 40 Prozent aus Leucin besteht und Leucin allein die Synthese anregt, wie viel des gemessenen Effekts gehört dann dem Gemisch und wie viel dem Leucin darin. Keine der hier ausgewerteten Arbeiten hat ein vollständiges Gemisch gegen die gleiche Menge reines Leucin geprüft.
Gegenüber Molkenprotein besteht der sachliche Unterschied darin, dass ein Gemisch freier Aminosäuren schneller im Blut ankommt und keine nicht essenziellen Aminosäuren mitbringt. Ob daraus ein Vorteil wird, ist offen. Die einzige direkte Vergleichsmessung fand keinen Unterschied in der Muskelproteinsynthese, und zwar bei einer erheblich kleineren Menge des Gemischs.
Sicherheit und Wechselwirkungen
In den vorliegenden Humanstudien war die orale Einnahme von 3 bis 15 g täglich über bis zu sechs Monate gut verträglich, ernsthafte Nebenwirkungen wurden nicht berichtet. Die 22-wöchige Studie mit 15 g täglich fand keine Verschlechterung der Insulinempfindlichkeit bei gesunden älteren Menschen mit mittlerer Eiweißzufuhr. Sie schloss Teilnehmende mit sehr niedriger oder sehr hoher Eiweißzufuhr aus, für diese Gruppen gilt der Befund also nicht.
Eine belastbare Obergrenze für ein vollständiges Gemisch liegt uns nicht vor. Die vorhandenen Dosis-Eskalationsdaten betreffen einzelne Aminosäuren und stehen in deren eigenen Einträgen. Eine Zulage von 15 g entspricht rechnerisch etwa 30 g hochwertigem Eiweiß und ist damit für sich genommen keine ungewöhnlich große Eiweißmenge.
Jedes EAA-Gemisch enthält Phenylalanin. Wer aufgrund einer angeborenen Stoffwechselbesonderheit auf Phenylalanin achten muss, hält vor der Einnahme ärztliche Rücksprache. Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegt uns keine eigene geprüfte Humanstudie vor. Zu Schwangerschaft und Stillzeit liegt uns keine eigene geprüfte Quelle vor, eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme ist in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll.
Quellen zum Nachlesen
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Randomisierte Studie, gekreuzt, plazebokontrolliert, n gleich 6, akute Einzelgabe 6 g EAA plus 35 g Saccharose · 2000
An oral essential amino acid-carbohydrate supplement enhances muscle protein anabolism after resistance exercise
Rasmussen BB, Tipton KD, Miller SL, Wolf SE, Wolfe RR. J Appl Physiol (1985)
Zur Zuschreibung: 01
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02
Randomisierte Studie, Parallelgruppen, n gleich 16 (je 8), 3 g leucinreiches EAA-Gemisch gegen 20 g Molkenprotein · 2015
Intake of low-dose leucine-rich essential amino acids stimulates muscle anabolism equivalently to bolus whey protein in older women at rest and after exercise
Bukhari SS, Phillips BE, Wilkinson DJ, Limb MC, Rankin D, Mitchell WK, Kobayashi H, Greenhaff PL, Smith K, Atherton PJ. Am J Physiol Endocrinol Metab
Zur Zuschreibung: 02
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Randomisierte Studie, für die Zulage doppelblind, zweifaktoriell, 50 randomisiert und 45 ausgewertet, 15 g EAA täglich, 24 Wochen · 2019
Effect of Aerobic Exercise Training and Essential Amino Acid Supplementation for 24 Weeks on Physical Function, Body Composition, and Muscle Metabolism in Healthy, Independent Older Adults, A Randomized Clinical Trial
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Randomisierte Studie, plazebokontrolliert, n gleich 130 (je 65), 3 g Aminosäuren täglich plus Training, 3 Monate · 2021
The additive effects of exercise and essential amino acid on muscle mass and strength in community-dwelling older Japanese women with muscle mass decline, but not weakness and slowness, a randomized controlled and placebo trial
Kim H, Kojima N, Uchida R, Somekawa S, Inoue N, Kobayashi H, Osuka Y. Aging Clin Exp Res
Zur Zuschreibung: 04
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Randomisierte Studie, plazebokontrolliert, n gleich 29 (15 gegen 14), EAA plus Kohlenhydrate, 12 Wochen Krafttraining · 2010
Effects of a combined essential amino acids/carbohydrate supplementation on muscle mass, architecture and maximal strength following heavy-load training
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Systematische Übersichtsarbeit, 15 kontrollierte Studien, n gleich 917, Durchschnittsalter 77,4 Jahre · 2016
Protein Supplementation Does Not Significantly Augment the Effects of Resistance Exercise Training in Older Adults, A Systematic Review
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Systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse, 9 randomisierte Studien, n gleich 496, davon 3 mit EAA, 4 mit HMB, 1 mit Leucin, 1 mit BCAA · 2026
Combined resistance training and amino acid-based supplementation for sarcopenia in older adults, a systematic review and meta-analysis
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Dileucine-supplemented essential amino acids support whole-body anabolism after resistance exercise and serum-stimulated cell-based anabolism
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Branched-Chain Amino Acid Ingestion Stimulates Muscle Myofibrillar Protein Synthesis following Resistance Exercise in Humans
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Resistance training and timed essential amino acids protect against the loss of muscle mass and strength during 28 days of bed rest and energy deficit
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Effect of essential amino acid supplementation and aerobic exercise on insulin sensitivity in healthy older adults, A randomized clinical trial
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Zur Zuschreibung: 08
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Effects of 12 Weeks of Essential Amino Acids (EAA)-Based Multi-Ingredient Nutritional Supplementation on Muscle Mass, Muscle Strength, Muscle Power and Fatigue in Healthy Elderly Subjects, A Randomized Controlled Double-Blind Study
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Zusammengefasste Auswertung von vier eigenen Isotopenstudien, Regressionsanalyse · 2020
Essential Amino Acids and Protein Synthesis, Insights into Maximizing the Muscle and Whole-Body Response to Feeding
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Systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse, 35 randomisierte Studien zu Präparaten mit hohem Anteil verzweigtkettiger Aminosäuren · 2022
Effects of branched-chain amino acid-rich supplementation on EWGSOP2 criteria for sarcopenia in older adults, a systematic review and meta-analysis
Bai GH, Tsai MC, Tsai HW, Chang CC, Hou WH. Eur J Nutr
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