Molybdän

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Spurenelemente

Molybdenum · Molybdat · Natriummolybdat · Ammoniummolybdat

H.P.N · Datenstand 2026-09-08 · 8 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Ein essentielles Spurenelement, das im Körper als Cofaktor eines Molybdän-Pterin-Komplexes (Molybdopterin) in vier bekannten Enzymen wirkt, Sulfitoxidase, Xanthinoxidoreduktase, Aldehydoxidase und die mitochondriale amidoxim-reduzierende Komponente. Diese Enzyme sind am Abbau schwefelhaltiger Aminosäuren, am Abbau von Purinen zu Harnsäure und am Abbau aromatischer Aldehyde beteiligt
Herkunft
Kommt in nahezu allen Lebensmitteln in Spuren als lösliches Molybdat vor. Hülsenfrüchte, Getreide und Getreideprodukte, Innereien und Nüsse liefern die größten Mengen, Brot und andere Getreideprodukte sind laut europäischen Verzehrserhebungen der größte Einzelbeitrag zur täglichen Aufnahme. Die mittlere Zufuhr Erwachsener liegt in europäischen Erhebungen zwischen 58 und 157 Mikrogramm pro Tag, je nach Land
Wirkform in Studien
In den zitierten Bilanzstudien und in Nahrungsergänzungsmitteln überwiegend als wasserlösliches Molybdat-Salz (Natrium- oder Ammoniummolybdat). In der einzigen großen Interventionsstudie zur Sterblichkeit als Bestandteil eines sogenannten Molybdän-Hefe-Komplexes, zusammen mit Vitamin C. Nicht zu verwechseln mit Tetrathiomolybdat, einer chemisch andersartigen, verschreibungspflichtigen Molybdän-Verbindung, die in pharmakologischer Dosierung gezielt Kupfer im Körper bindet und bei Morbus Wilson eingesetzt wird, siehe Abgrenzung
Übliche Studiendosis
30 Mikrogramm pro Tag in Kombination mit Vitamin C in der einzigen großen Interventionsstudie zur Sterblichkeit, siehe Wirkungen. Die von der EFSA abgeleitete angemessene Zufuhr (Adequate Intake) für Erwachsene liegt bei 65 Mikrogramm pro Tag, der EU-Nährstoffbezugswert (NRV) für die Lebensmittelkennzeichnung bei 50 Mikrogramm pro Tag
Mangel
Ein Molybdänmangel bei ansonsten gesunden Menschen ist nicht beschrieben. Die Essentialität von Molybdän für den Menschen stützt sich im Kern auf einen einzigen veröffentlichten Fallbericht unter künstlicher Ernährung ohne Molybdän-Zusatz, siehe Wirkungen und die nähere Einordnung unten. Getrennt davon steht ein sehr seltener angeborener Enzymdefekt, der Molybdän-Cofaktor-Mangel, der nicht durch eine molybdänreichere Ernährung behebbar ist, siehe unten
Rechtlicher Rahmen der Angabe
Die einzige zugelassene Angabe zu Molybdän gilt nur für Lebensmittel, die die Bedingung "Quelle von Molybdän" nach Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 erfüllen, das sind mindestens 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts (7,5 Mikrogramm) je angegebener Verzehrportion. Der Nährstoffbezugswert selbst steht in Anhang XIII der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011
Sicherheitshinweis
Die Europäische Kommission führt für Molybdän einen Gesamt-Obergrenzwert (Tolerable Upper Intake Level, UL) von 0,6 Milligramm (600 Mikrogramm) pro Tag für Erwachsene, abgeleitet im Jahr 2000 vom damaligen Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss (SCF) aus einer Tierstudie zur Fortpflanzungstoxizität mit einem Unsicherheitsfaktor von 100, seither von der EFSA unverändert weitergeführt (Stand der Zusammenstellung August 2025). Für Kinder gelten je nach Alter niedrigere Werte zwischen 0,1 und 0,5 Milligramm pro Tag, siehe Sicherheit
Verträglichkeit
In der einzigen zitierten großen Interventionsstudie (30 Mikrogramm pro Tag in Kombination mit Vitamin C über bis zu drei Jahrzehnte Beobachtung) wurden keine eigenständig auf Molybdän zurückgeführten Nebenwirkungen berichtet

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Normale Verstoffwechslung schwefelhaltiger Aminosäuren (behördliche Grundfunktion)

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene EFSA-Angabe. Molybdän trägt zu einer normalen Verstoffwechslung schwefelhaltiger Aminosäuren bei. Die Angabe beschreibt die normale physiologische Grundfunktion des Nährstoffs bei ausreichender Versorgung, nicht einen zusätzlichen Nutzen einer Einnahme über den Bedarf hinaus.

    Ausführlicher Nachweis

    Nach Verordnung (EU) Nr. 432/2012, gestützt auf die zugrunde liegende EFSA-Bewertung (EFSA-Gremium NDA, EFSA Journal 2010, Kennung ID 313), trägt Molybdän zu einer normalen Verstoffwechslung schwefelhaltiger Aminosäuren bei [1]. Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die die Mindestanforderungen an eine Molybdänquelle nach Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 erfüllen, mindestens 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts je angegebener Verzehrportion [1][3], der Nährstoffbezugswert selbst liegt bei 50 Mikrogramm pro Tag nach Anhang XIII der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 [2]. Die konsolidierte Fassung der Verordnung (Stand der von uns geprüften Fassung, August 2025) führt den Molybdän-Eintrag unverändert seit 2012, eine Änderung oder Streichung ist nicht erfolgt. Wie bei jeder derartigen Angabe zu einem essentiellen Nährstoff beschreibt der zugelassene Wortlaut die normale physiologische Grundfunktion bei ausreichender Versorgung, nicht einen zusätzlichen Effekt einer Einnahme über den Bedarf hinaus. Die wissenschaftliche Substanziierung dieser Grundfunktion stützt sich unter anderem auf den in einer eigenen Wirkungszeile beschriebenen Einzelfallbericht zu Molybdänmangel unter künstlicher Ernährung und auf die bekannte enzymatische Rolle von Molybdän, nicht auf Interventionsstudien an bereits ausreichend versorgten Menschen [4][6]. Im selben Bewertungsverfahren wurde eine zweite, parallel geprüfte Angabe zu Molybdän (Kennung ID 341, Schutz von DNA, Proteinen und Lipiden vor oxidativer Schädigung) nicht in die Liste der zugelassenen Angaben aufgenommen, sie steht deshalb nicht im Anhang der Verordnung (EU) Nr. 432/2012, wir haben den Anhang darauf durchgesehen und dort ausschließlich die eine, oben genannte Angabe zu Molybdän gefunden [1].

    Quellen: 1, 2, 3, 4, 6

  2. 02

    Anteil von Menschen mit Harnsäurewerten oberhalb des üblichen Schwellenwerts, in Bezug zur gemessenen Molybdän-Belastung in Beobachtungsstudien, ohne Interventionsdaten

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Meta-Analyse aus Beobachtungsstudien fand bei höherer gemessener Molybdän-Belastung ein niedrigeres Risiko für erhöhte Harnsäurewerte im Blut. Es handelt sich um Querschnitts- und Kohortendaten zu einer bestehenden Belastung, nicht um eine Supplementierungsstudie, ein ursächlicher Effekt einer zusätzlichen Einnahme ist daraus nicht ableitbar.

    Ausführlicher Nachweis

    Eine 2022 veröffentlichte systematische Übersicht und Meta-Analyse wertete 20 Beobachtungsstudien (19 Querschnittsstudien und eine Kohortenstudie, zusammen 63283 Teilnehmende) zum Zusammenhang zwischen der gemessenen Belastung mit verschiedenen Metallen und erhöhten Harnsäurewerten im Blut aus [12]. Für Molybdän fand sich bei höherer gemessener Belastung ein niedrigeres gepooltes Quotenverhältnis für erhöhte Harnsäurewerte (Odds Ratio 0,804, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,724 bis 0,975), gestützt auf 3 der 20 eingeschlossenen Studien, bei einer berichteten Heterogenität von 0 Prozent [12]. Ein freier Volltext war für uns nicht auffindbar, ausgewertet wurde ausschließlich das Abstract, weshalb weder die 3 einzelnen Studienpopulationen noch die Art der gemessenen Belastung (Blut, Urin oder Umweltmessung) noch deren Ursprung (Ernährung oder Umweltexposition) für uns nachprüfbar sind [12]. Alle eingeschlossenen Studien prüfen einen Zusammenhang zwischen einer bereits bestehenden, gemessenen Belastung und dem Harnsäurewert zu einem Zeitpunkt, keine davon eine Supplementierung mit zusätzlichem Molybdän. Die Richtung der Kausalität ist aus einem Quotenverhältnis dieser Art nicht ableitbar, und ein umgekehrter Zusammenhang (ein veränderter Harnsäurestoffwechsel beeinflusst die Molybdän-Aufnahme oder -Ausscheidung) lässt sich nicht ausschließen. Der Zusammenhang betrifft zudem eine andere Enzymgruppe (Xanthinoxidase, Purinabbau) als die oben zugelassene Angabe zur Verstoffwechslung schwefelhaltiger Aminosäuren, beide beruhen zwar auf demselben Molybdän-Cofaktor, sind aber zwei getrennte Stoffwechselwege. Eine gezielte Suche nach randomisierten oder kontrollierten Interventionsstudien zu einer zusätzlichen Molybdän-Einnahme und Harnsäure oder Gicht bei Menschen (PubMed-Suchbegriffe "molybdenum" "gout", mit und ohne Beschränkung auf den Publikationstyp) ergab keinen einzigen Treffer zu einer solchen Studie.

    Quellen: 12

  3. 03

    Gesamtsterblichkeit und Schlaganfallsterblichkeit über bis zu 30 Jahre in einer chronisch nährstoffarmen Bevölkerung, unter täglicher Kombination von Vitamin C und Molybdän, Gesamtsterblichkeit ohne Unterschied

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In der einzigen großen Interventionsstudie mit Molybdän als Studienarm veränderte die Kombination aus Vitamin C und Molybdän die Gesamtsterblichkeit über bis zu 30 Jahre nicht, während die Schlaganfallsterblichkeit statistisch signifikant niedriger lag. Molybdän wurde nie allein geprüft, sein eigener Anteil ist nicht bestimmbar, und die Bevölkerung war zu Studienbeginn chronisch nährstoffarm ernährt, anders als eine bereits ausreichend versorgte Bevölkerung. Der in derselben Studie gefundene Anstieg der Krebssterblichkeit ist ein Schadenssignal und steht deshalb in einer eigenen Zeile.

    Ausführlicher Nachweis

    Die Linxian General Population Nutrition Intervention Trial randomisierte 1985 in einer ländlichen Region Chinas mit chronisch niedriger Nährstoffzufuhr und einer der weltweit höchsten Raten an Speiseröhren- und Magenkrebs 29584 Erwachsene zwischen 40 und 69 Jahren nach einem 2-hoch-4-faktoriellen Design auf vier Kombinationen, Faktor A (Vitamin A plus Zink), Faktor B (Riboflavin plus Niacin), Faktor C (Vitamin C 120 Milligramm plus Molybdän 30 Mikrogramm pro Tag als Molybdän-Hefe-Komplex) und Faktor D (Selen, Vitamin E, Betacarotin), jeweils die Hälfte der Teilnehmenden erhielt einen gegebenen Faktor, die andere Hälfte nicht [9]. Die Intervention lief 5,25 Jahre, öffentlich finanziert vom US National Cancer Institute und der Chinesischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften, ohne Angabe eines kommerziellen Interessenkonflikts [9][11]. In der ursprünglichen Auswertung nach 5,25 Jahren zeigte sich für Faktor C kein signifikanter Effekt auf die Gesamtsterblichkeit, ohne dass die Originalarbeit dafür ein eigenes Effektmaß mit Intervall nennt [9]. Eine Nachbeobachtung nach 15,25 Jahren fand für Faktor C weiterhin keinen Effekt auf die Gesamtsterblichkeit (Hazard Ratio 0,97, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,94 bis 1,01), bei jüngeren Teilnehmenden unter 55 Jahren zum Zeitpunkt der Randomisierung dagegen eine niedrigere Sterblichkeit (Hazard Ratio 0,89, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,83 bis 0,96), eine statistisch gesicherte Wechselwirkung mit dem Alter [10]. In derselben Nachbeobachtung war Faktor C mit einer niedrigeren Sterblichkeit an Schlaganfällen verbunden (Hazard Ratio 0,92, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,86 bis 0,99), ein Effekt, der erst in der Nachbeobachtungszeit auftrat und während der eigentlichen Interventionsphase nicht bestand, während sich zugleich ein statistisch nicht ganz gesicherter Anstieg der kombinierten Speiseröhren- und Magenkardia-Krebssterblichkeit zeigte (Hazard Ratio 1,08, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,00 bis 1,17) [10]. Die Autoren dieser Nachbeobachtung bezeichnen den Anstieg des Krebsrisikos unter Vitamin C und Molybdän selbst als überraschend und den bekannten antioxidativen Eigenschaften von Vitamin C entgegengesetzt, ohne eine Erklärung dafür anzubieten [10]. Eine weitere Nachbeobachtung über 25 Jahre nach Ende der Intervention (insgesamt bis zu 30 Jahre, 19734 Todesfälle) bestätigt für Faktor C keinen Effekt auf die Gesamtsterblichkeit (Hazard Ratio 0,99, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,96 bis 1,02), findet aber über den gesamten Zeitraum eine statistisch signifikant höhere Krebssterblichkeit insgesamt (Hazard Ratio 1,06, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,01 bis 1,12) und eine signifikant höhere Sterblichkeit an Magenkardia-Krebs (Hazard Ratio 1,14, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,02 bis 1,26), bei gleichzeitig bestätigter, statistisch signifikant niedrigerer Schlaganfallsterblichkeit (Hazard Ratio 0,93, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,89 bis 0,98) [11]. Bei Personen, die die Intervention erst nach dem 55. Lebensjahr begannen, war die Krebssterblichkeit insgesamt unter Faktor C höher (Hazard Ratio 1,10, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,02 bis 1,19), bei jüngeren Teilnehmenden zeigte sich dieser Anstieg nicht [11]. Die Studie prüfte durchgehend nur die Kombination aus Vitamin C und Molybdän, nie Molybdän allein, ein eigenständiger Beitrag von Molybdän zu einem der genannten Befunde lässt sich aus dem faktoriellen Design nicht heraustrennen. Die Ausgangsbevölkerung war zudem chronisch nährstoffarm ernährt, mit einer der höchsten Speiseröhrenkrebsraten weltweit, eine Übertragung auf eine bereits ausreichend versorgte Bevölkerung ist auf dieser Grundlage nicht möglich. Die geprüfte Molybdän-Menge von 30 Mikrogramm pro Tag liegt zudem unterhalb der von der EFSA abgeleiteten angemessenen Zufuhr von 65 Mikrogramm, eine Aussage zu höheren Dosen lässt sich daraus nicht ableiten.

    Quellen: 9, 10, 11

  4. 04

    Krebssterblichkeit über bis zu 30 Jahre in derselben chronisch nährstoffarmen Bevölkerung und unter derselben täglichen Kombination aus Vitamin C und Molybdän, erhöht statt gesenkt, ein Schadenssignal

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    In derselben Studie lag die Krebssterblichkeit unter der Kombination aus Vitamin C und Molybdän über bis zu 30 Jahre statistisch signifikant höher als ohne, am deutlichsten bei Krebs der Magenkardia und bei Menschen, die die Einnahme erst nach dem 55. Lebensjahr begannen. Das ist ein Schadenssignal und kein ausgebliebener Nutzen. Molybdän wurde nie allein geprüft, sein eigener Anteil daran ist nicht bestimmbar, und die geprüfte Menge lag unterhalb der von der EFSA abgeleiteten angemessenen Zufuhr.

    Ausführlicher Nachweis

    In der 25 Jahre nach Ende der Intervention fortgeführten Nachbeobachtung derselben Linxian-Studie (insgesamt bis zu 30 Jahre, 19734 Todesfälle) lag die Krebssterblichkeit insgesamt unter Faktor C (Vitamin C 120 Milligramm plus Molybdän 30 Mikrogramm täglich) höher als ohne diesen Faktor (Hazard Ratio 1,06, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,01 bis 1,12), ebenso die Sterblichkeit an Magenkardia-Krebs (Hazard Ratio 1,14, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,02 bis 1,26) [11]. Bei Personen, die die Einnahme erst nach dem 55. Lebensjahr begannen, war die Krebssterblichkeit insgesamt unter Faktor C höher (Hazard Ratio 1,10, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,02 bis 1,19), bei jüngeren Teilnehmenden zeigte sich dieser Anstieg nicht [11]. Bereits die Nachbeobachtung nach 15,25 Jahren hatte einen Anstieg der kombinierten Speiseröhren- und Magenkardia-Krebssterblichkeit gezeigt, damals gerade an der Grenze der statistischen Sicherung (Hazard Ratio 1,08, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,00 bis 1,17) [10]. Die Autoren bezeichnen diesen Anstieg selbst als überraschend und den bekannten antioxidativen Eigenschaften von Vitamin C entgegengesetzt, ohne eine Erklärung anzubieten [10]. Die Studie prüfte durchgehend nur die Kombination, nie Molybdän allein, ein eigenständiger Beitrag von Molybdän lässt sich aus dem faktoriellen Design nicht heraustrennen [9]. Die geprüfte Molybdän-Menge von 30 Mikrogramm pro Tag liegt unterhalb der von der EFSA abgeleiteten angemessenen Zufuhr von 65 Mikrogramm, und die Ausgangsbevölkerung war chronisch nährstoffarm ernährt, eine Übertragung auf eine bereits ausreichend versorgte Bevölkerung ist auf dieser Grundlage nicht möglich [4][9].

    Quellen: 9, 10, 11

  5. 05

    Geringere Empfindlichkeit gegenüber Sulfiten bei einer zusätzlichen Einnahme, bei Menschen ohne bekannten Mangel

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gezielt nach Humanstudien zu einer zusätzlichen Molybdän-Einnahme und einer geringeren Sulfit-Empfindlichkeit gesucht und keine gefunden.

    Ausführlicher Nachweis

    Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "molybdenum supplementation" "sulfite detoxification", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, 0 Treffer. Gesucht mit den Suchbegriffen "molybdenum" "sulfite sensitivity", ebenfalls ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, 2 Treffer, davon keiner zurechenbar, eine Arbeit prüft Sulfit-Radikale in einem Mäuse-Lungenmodell, die andere ist eine biochemische Arbeit zur Sulfitoxidase-Aktivität von Cytochrom c ohne Bezug zu einer Molybdän-Einnahme beim Menschen. Gesucht mit den Suchbegriffen "molybdenum" "sulfite", beschränkt auf Metaanalysen, Übersichtsarbeiten und randomisierte Studien am Menschen, 1 Treffer, das ist die unten in eigenen Abschnitten behandelte Leitlinie zum angeborenen Molybdän-Cofaktor-Mangel, kein Beleg zu einer zusätzlichen Einnahme bei Menschen ohne diesen Enzymdefekt. Die in älteren Übersichtstexten verbreitete Zuschreibung, eine zusätzliche Molybdän-Einnahme verringere die Empfindlichkeit gegenüber Sulfiten in Lebensmitteln bei Menschen ohne bekannten Mangel, konnten wir mit keiner Humanstudie belegen.

  6. 06

    Schutz vor Schwermetallen bei einer zusätzlichen Einnahme, bei Menschen ohne bekannten Mangel

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gezielt nach Humanstudien zu einer zusätzlichen Molybdän-Einnahme und einem Schutz vor Schwermetallen gesucht und keine gefunden.

    Ausführlicher Nachweis

    Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "molybdenum supplementation" "heavy metal detoxification", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, 0 Treffer. Gesucht mit den Suchbegriffen "molybdenum" "heavy metal", beschränkt auf Metaanalysen, Übersichtsarbeiten und randomisierte Studien am Menschen, 2 Treffer, davon keiner zurechenbar, eine Arbeit ist eine genomweite Assoziationsstudie zu Blutspiegeln toxischer Metalle ohne Interventionsarm, die andere eine Übersicht zu Risikofaktoren für Gesichtsspalten bei Säuglingen. Bei einer breiteren, nicht auf starke Studientypen eingegrenzten Suche zu Molybdän und Quecksilber fand sich unter vielen umweltmedizinischen Arbeiten auch ein einzelner, 1982 veröffentlichter Titel zu einer schützenden Wirkung von Molybdän gegenüber der akuten Giftigkeit von Quecksilberchlorid, dafür liegt uns bei PubMed weder ein Abstract noch ein freier Volltext vor, sodass sich Tierart, Dosis und Ergebnis nicht nachprüfen lassen, dieser Titel zählt deshalb nicht als zurechenbarer Beleg. Eine Übersichtsarbeit zum Kupferhaushalt beschreibt zwar einen chemischen Mechanismus, über den Molybdän zusammen mit Schwefelverbindungen Kupfer binden kann, siehe Sicherheit, das ist aber eine Wechselwirkung mit einem Nährstoff, kein belegter Schutz vor einem toxischen Schwermetall beim Menschen [13]. Eine kontrollierte Humanstudie zu einer zusätzlichen Molybdän-Einnahme und einem Schutz vor Blei, Quecksilber oder Cadmium fanden wir nicht.

    Quellen: 13

  7. 07

    Funktion des Immunsystems bei einer zusätzlichen Einnahme, bei Menschen ohne bekannten Mangel

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gezielt nach Humanstudien zu einer zusätzlichen Molybdän-Einnahme und einer Wirkung auf das Immunsystem gesucht und keine gefunden.

    Ausführlicher Nachweis

    Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "molybdenum supplementation" "immune function", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, 0 Treffer. Gesucht mit den Suchbegriffen "molybdenum" "immune function", beschränkt auf Metaanalysen, Übersichtsarbeiten und randomisierte Studien am Menschen, 1 Treffer, nicht zurechenbar, eine Arbeit zu Plasma-Eiweißmustern bei immunmodulierender Ernährung nach Magen-Darm-Krebs-Operationen, in der Molybdän nicht die geprüfte Maßnahme ist. Eine Humanstudie, die eine zusätzliche Molybdän-Einnahme bei Menschen ohne bekannten Mangel gegen eine Kontrollgruppe auf einen Immunparameter prüft, fanden wir nicht.

  8. 08

    Energieproduktion und körperliche Leistungsfähigkeit bei einer zusätzlichen Einnahme, bei Menschen ohne bekannten Mangel

    Keine Studien gefunden
    Einordnung und Einschränkungen

    Wir haben gezielt nach Humanstudien zu einer zusätzlichen Molybdän-Einnahme und einer Wirkung auf Energiestoffwechsel oder körperliche Leistungsfähigkeit gesucht und keine gefunden.

    Ausführlicher Nachweis

    Gesucht mit den PubMed-Suchbegriffen "molybdenum supplementation" "energy metabolism", ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, 0 Treffer. Gesucht mit den Suchbegriffen "molybdenum supplementation" "physical performance", ebenfalls ohne Beschränkung auf Humanstudien und Publikationstyp, 0 Treffer. Gesucht mit den Suchbegriffen "molybdenum" "energy metabolism" und "molybdenum" "physical performance", jeweils beschränkt auf Metaanalysen, Übersichtsarbeiten und randomisierte Studien am Menschen, je 0 Treffer. Die enzymatische Rolle von Molybdän beim Abbau von Purinen zu Harnsäure über die Xanthinoxidase wird in älteren Übersichtstexten häufig zu einer allgemeinen Aussage über Energieproduktion verkürzt, eine Humanstudie, die eine zusätzliche Molybdän-Einnahme bei Menschen ohne bekannten Mangel gegen eine Kontrollgruppe auf einen Leistungs- oder Stoffwechselparameter prüft, fanden wir nicht.

Studien im Detail

Der Einzelfallbericht, der die Essentialität für den Menschen begründet

Die Grundlage dafür, Molybdän überhaupt als für den Menschen essentiellen Nährstoff einzustufen, ist schmal. Abumrad und Kollegen beschrieben 1981 einen 24 Jahre alten Mann mit Morbus Crohn und Kurzdarmsyndrom, der wegen dieser Erkrankung 12 Monate lang ausschließlich künstlich ernährt wurde, mit einer Lösung ohne Molybdän-Zusatz. In dieser Zeit entwickelte er ein Krankheitsbild aus schnellem Herzschlag, schneller Atmung, starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Nachtblindheit und zentralen Gesichtsfeldausfällen, das bis zu Ödemen, Teilnahmslosigkeit, Orientierungslosigkeit und Bewusstlosigkeit fortschritt. Begleitend fanden sich ein hoher Methionin-Spiegel und ein niedriger Harnsäure-Spiegel im Blut sowie eine verringerte Ausscheidung von Sulfat, Thiosulfat und Harnsäure im Urin. Eine Anpassung der Ernährungslösung mit weniger Schwefel blieb wirkungslos, eine Behandlung mit Ammoniummolybdat besserte das Krankheitsbild dagegen innerhalb von 30 Tagen deutlich und normalisierte die Blut- und Urinwerte schrittweise [6]. Diese Fallbeschreibung stammt nicht aus einer eigenen Lektüre der Originalarbeit, bei PubMed ist dazu nur der Titel hinterlegt, sondern aus der wörtlichen Wiedergabe im EFSA-Gutachten zu den Referenzwerten für Molybdän von 2013 [4]. Klinische Zeichen eines Molybdänmangels bei ansonsten gesunden Menschen sind nach demselben Gutachten nicht beschrieben [4].

Der angeborene Enzymdefekt, kein Ernährungsproblem

Getrennt von diesem seltenen Einzelfall unter künstlicher Ernährung steht der Molybdän-Cofaktor-Mangel, eine autosomal-rezessive, genetisch bedingte Erkrankung der Leber-Biosynthese des Molybdän-Cofaktors mit drei bekannten Subtypen. Sie führt zu einem vollständigen Ausfall aller Molybdoenzyme von Geburt an, mit Fütterungsproblemen und Krampfanfällen kurz nach der Geburt, neurologischen und Entwicklungsstörungen, geistiger Behinderung, Linsenverlagerung im Auge und meist frühem Tod [4]. Eine aktuelle Konsensus-Leitlinie bestätigt diese Einordnung und beschreibt für einen der drei Subtypen (Typ A) inzwischen eine ursächliche Behandlung mit dem Wirkstoff Fosdenopterin [7]. Diese Erkrankung lässt sich nicht durch eine molybdänreichere Ernährung oder durch eine Nahrungsergänzung beheben, weil der Defekt in der körpereigenen Herstellung des Cofaktors liegt, nicht in der Zufuhr des Spurenelements selbst. Auch die ESPEN-Leitlinie zu Mikronährstoffen ordnet einen Molybdänmangel praktisch ausschließlich als Thema der künstlichen, parenteralen oder enteralen Ernährung ein, nicht als Thema der Ernährung gesunder Menschen [8].

Die große chinesische Bevölkerungsstudie zu Vitamin C und Molybdän

Die einzige umfangreiche Interventionsstudie, die Molybdän überhaupt als eigenen Studienarm enthält, ist die Linxian General Population Nutrition Intervention Trial. Sie randomisierte 1985 in einer Region Chinas mit chronisch niedriger Nährstoffzufuhr und einer der weltweit höchsten Speiseröhren- und Magenkrebsraten 29584 Erwachsene nach einem faktoriellen Design auf vier Nährstoff-Kombinationen, darunter Faktor C mit 120 Milligramm Vitamin C und 30 Mikrogramm Molybdän täglich [9]. Über die ursprüngliche Interventionsphase von 5,25 Jahren hinaus wurde die Bevölkerung mehrfach nachbeobachtet, nach 15,25 Jahren und erneut nach bis zu 30 Jahren [10][11].

Für die Gesamtsterblichkeit zeigte sich in keiner dieser Auswertungen ein Effekt von Faktor C, das Konfidenzintervall lag durchgehend eng um 1 (zuletzt Hazard Ratio 0,99, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,96 bis 1,02) [11]. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich aber zwei gegenläufige Signale nach Todesursache. Die Sterblichkeit an Schlaganfällen war unter Faktor C niedriger, ein Effekt, der erst in der Nachbeobachtungszeit auftrat, nicht während der eigentlichen fünfjährigen Intervention, und der sich über beide späteren Nachbeobachtungen bestätigte (Hazard Ratio 0,92 nach 15,25 Jahren, 0,93 nach bis zu 30 Jahren) [10][11]. Zugleich stieg die Krebssterblichkeit insgesamt und insbesondere die Sterblichkeit an Magenkardia-Krebs, ein Befund, den die Autorinnen und Autoren der 15-Jahres-Nachbeobachtung selbst als überraschend bezeichnen, weil er den bekannten antioxidativen Eigenschaften von Vitamin C entgegensteht, ohne dass sie eine Erklärung dafür anbieten [10][11].

Einordnung, drei Vorbehalte gelten für die gesamte Studie gleichermaßen. Erstens wurde durchgehend nur die Kombination aus Vitamin C und Molybdän geprüft, nie Molybdän allein, ein eigenständiger Beitrag von Molybdän zu einem der beiden gegenläufigen Befunde lässt sich aus dem Studiendesign nicht herausrechnen. Zweitens war die Ausgangsbevölkerung chronisch nährstoffarm ernährt, eine Übertragung auf eine bereits ausreichend versorgte Bevölkerung ist auf dieser Grundlage nicht möglich. Drittens lag die geprüfte Molybdän-Menge von 30 Mikrogramm pro Tag unterhalb der von der EFSA abgeleiteten angemessenen Zufuhr von 65 Mikrogramm, eine Aussage zu höheren Mengen lässt sich daraus nicht ableiten.

Harnsäure und Molybdän-Belastung in Beobachtungsstudien

Eine 2022 veröffentlichte Meta-Analyse aus 20 Beobachtungsstudien zu Metallen und erhöhten Harnsäurewerten im Blut fand für eine höhere gemessene Molybdän-Belastung ein niedrigeres gepooltes Risiko, gestützt auf 3 der 20 eingeschlossenen Studien [12]. Uns lag dazu nur das Abstract vor, weder die einzelnen Studienpopulationen noch die Art der gemessenen Belastung ließen sich damit nachprüfen. Wichtiger noch, alle eingeschlossenen Studien sind Querschnitts- oder Kohortenbeobachtungen einer bereits bestehenden Belastung, keine Supplementierungsstudie, eine Aussage über die Wirkung einer zusätzlichen Einnahme lässt sich daraus nicht ableiten.

Wonach wir gesucht und nichts Zurechenbares gefunden haben

Die im Umlauf befindlichen Zuschreibungen zu Molybdän gehen deutlich über die eine zugelassene EFSA-Angabe hinaus und behaupten häufig einen zusätzlichen Nutzen einer Supplementierung bei der Entgiftung von Sulfiten, beim Schutz vor Schwermetallen, bei der Funktion des Immunsystems und bei der Energieproduktion beziehungsweise körperlichen Leistungsfähigkeit. Für keine dieser vier Zuschreibungen fanden wir bei einer gezielten Suche eine Humanstudie, die eine zusätzliche Molybdän-Einnahme bei Menschen ohne bekannten Mangel gegen eine Kontrollgruppe prüft, die genauen Suchbegriffe und Trefferzahlen stehen in den jeweiligen Wirkungszeilen. Das ist angesichts der Studienlage insgesamt zu erwarten, ein Mangel an Molybdän ist bei ansonsten gesunden Menschen praktisch nicht beschrieben, und Interventionsstudien prüfen fast immer eine Wirkung bei einem angenommenen oder nachgewiesenen Mangel.

Abgrenzung, Molybdän als Nährstoff gegenüber Tetrathiomolybdat als Arzneistoff

Tetrathiomolybdat ist eine chemisch andere Molybdän-Verbindung als die in Nahrungsergänzungsmitteln üblichen Molybdat-Salze. Es bindet Kupfer im Körper stark und wird in pharmakologischer, ärztlich verordneter Dosierung gezielt zur Senkung des Kupferspiegels bei Morbus Wilson eingesetzt, einer erblichen Kupferspeicherkrankheit, mit dem Ziel, überschüssiges Kupfer aus dem Körper zu entfernen [13]. Diese Anwendung verfolgt damit die entgegengesetzte Absicht zu einer Molybdän-Nahrungsergänzung, die den Molybdän-Bedarf decken soll, und sagt nichts über Nutzen oder Sicherheit einer gewöhnlichen Molybdän-Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel aus. Wer auf Studien zu Tetrathiomolybdat stößt, sollte diese nicht mit Studien zu einer Molybdän-Nahrungsergänzung verwechseln.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Die Europäische Kommission führt für Molybdän aus allen Quellen zusammen (Nahrung und Nahrungsergänzung) einen Gesamt-Obergrenzwert (Tolerable Upper Intake Level, UL) von 0,6 Milligramm pro Tag für Erwachsene, einschließlich Schwangere und Stillende. Dieser Wert wurde im Jahr 2000 vom damaligen Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss (SCF) aus einer Tierstudie zur Fortpflanzungs- und Entwicklungstoxizität abgeleitet, mit einem Unsicherheitsfaktor von 100 auf einen NOAEL von 0,01 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag angewendet. Die EFSA führt diesen Wert seit ihrer Gründung unverändert weiter, zuletzt bestätigt in einer Zusammenstellung mit Stand August 2025, ohne dass bislang eine eigene Neubewertung stattgefunden hätte, wie sie für andere Spurenelemente in den letzten Jahren erfolgt ist [5]. Für Kinder gelten je nach Alter niedrigere, auf das Körpergewicht bezogene Werte zwischen 0,1 Milligramm pro Tag (1 bis 3 Jahre) und 0,5 Milligramm pro Tag (15 bis 17 Jahre) [5].

Eine Übersichtsarbeit zum Kupferhaushalt beschreibt einen bei Wiederkäuern gut belegten Mechanismus, nach dem Molybdän zusammen mit Schwefelverbindungen im Verdauungstrakt schwer resorbierbare Kupfer-Thiomolybdat-Komplexe bildet und dadurch die Kupferaufnahme verringern kann. Die Arbeit ordnet diesen Mechanismus als teilweise auch beim Menschen relevant ein, ohne eine bestimmte Dosis oder ein bestimmtes Risiko für die übliche Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel zu benennen [13]. Die pharmakologische Nutzung dieses Mechanismus mit dem Arzneistoff Tetrathiomolybdat, siehe Abgrenzung, zeigt, dass eine ausreichend hohe Molybdän-Zufuhr grundsätzlich in den Kupferhaushalt eingreifen kann, sagt aber nichts über ein Risiko bei den in Nahrungsergänzungsmitteln üblichen, deutlich niedrigeren Mengen aus.

Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegt uns keine eigene geprüfte Humanstudie vor. Zu Schwangerschaft und Stillzeit gilt nach der oben genannten Einordnung derselbe Obergrenzwert wie für andere Erwachsene, eine darüber hinausgehende eigene Studienlage liegt uns nicht vor, eine ärztliche Rücksprache vor einer Nahrungsergänzung ist in dieser Lebensphase grundsätzlich sinnvoll.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    Rechtsakt auf Grundlage abgeschlossener EFSA-Bewertung (EFSA Journal 2010, 8(10), 1745) · 2012

    Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel, die sich nicht auf die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie nicht auf die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern beziehen, Anhang, Eintrag Molybdän

    Europäische Kommission Amtsblatt der Europäischen Union, konsolidierte Fassung

    Zur Zuschreibung: 01

  2. 02

    Rechtsakt · 2011

    Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Anhang XIII (Nährstoffbezugswerte)

    Europäisches Parlament und Rat Amtsblatt der Europäischen Union, konsolidierte Fassung

    Zur Zuschreibung: 01

  3. 03

    Rechtsakt · 2006

    Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, Anhang (Bedingungen für "Quelle von"-Angaben zu Vitaminen und Mineralstoffen)

    Europäisches Parlament und Rat Amtsblatt der Europäischen Union, konsolidierte Fassung

    Zur Zuschreibung: 01

  4. 04

    Behördliches Gutachten (Referenzwerte) · 2013

    Scientific Opinion on Dietary Reference Values for molybdenum

    EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA) EFSA Journal

    Zur Zuschreibung: 01

  5. 05

    Behördliche Zusammenstellung · 2025

    Overview on Tolerable Upper Intake Levels as derived by the Scientific Committee on Food (SCF) and the EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA), Version 11

    EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA) EFSA, zusammenfassendes Behördendokument

  6. 06

    Einzelfallbericht · 1981

    Amino acid intolerance during prolonged total parenteral nutrition reversed by molybdate therapy

    Abumrad NN, et al. Am J Clin Nutr

    Zur Zuschreibung: 01

  7. 07

    Leitlinie, systematische Literatursuche · 2024

    Consensus guidelines for the diagnosis and management of isolated sulfite oxidase deficiency and molybdenum cofactor deficiencies

    Schwahn BC, et al. J Inherit Metab Dis

  8. 08

    Leitlinie, Konsensusverfahren · 2022

    ESPEN micronutrient guideline

    Berger MM, et al. Clin Nutr

  9. 09

    RCT, 2-hoch-4-faktorielles Design, n gleich 29584, 5,25 Jahre Intervention · 1993

    Nutrition intervention trials in Linxian, China, supplementation with specific vitamin/mineral combinations, cancer incidence, and disease-specific mortality in the general population

    Blot WJ, et al. J Natl Cancer Inst

    Zur Zuschreibung: 03, 04

  10. 10

    Nachbeobachtung derselben RCT, 15,25 Jahre Gesamtlaufzeit · 2009

    Total and cancer mortality after supplementation with vitamins and minerals, follow-up of the Linxian General Population Nutrition Intervention Trial

    Qiao YL, et al. J Natl Cancer Inst

    Zur Zuschreibung: 03, 04

  11. 11

    Nachbeobachtung derselben RCT, bis zu 30 Jahre Gesamtlaufzeit, n gleich 19734 Todesfälle · 2018

    Effects of Nutrition Intervention on Total and Cancer Mortality, 25-Year Post-trial Follow-up of the 5.25-Year Linxian Nutrition Intervention Trial

    Wang SM, et al. J Natl Cancer Inst

    Zur Zuschreibung: 03, 04

  12. 12

    Systematische Übersicht und Meta-Analyse, 20 Beobachtungsstudien, n gleich 63283 · 2022

    A systematic review and meta-analysis of the hyperuricemia risk from certain metals

    Gu T, et al. Clin Rheumatol

    Zur Zuschreibung: 02

  13. 13

    Übersichtsarbeit · 2012

    Copper imbalances in ruminants and humans, unexpected common ground

    Suttle NF. Adv Nutr

    Zur Zuschreibung: 06

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