Selen

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Spurenelemente

Selenium · Se

H.P.N · Datenstand 2026-08-19 · 16 Zuschreibungen im Überblick

Auf einen Blick

Was es ist
Ein essenzielles Spurenelement, Bestandteil von mehr als 25 Selenoproteinen im Körper, darunter die Glutathionperoxidasen, die Thioredoxin-Reduktasen und die Dejodasen der Schilddrüse
Wirkform in Studien
Humanstudien verwenden ganz überwiegend Selenmethionin, Natriumselenit oder selenangereicherte Hefe (deren Hauptform ebenfalls Selenmethionin ist, aber nicht ausschließlich), seltener Selenocystein. Die Formen unterscheiden sich in Aufnahme, Einlagerung und Ausscheidung. Eine aktuelle Meta-Analyse zu Schilddrüsen-Autoantikörpern fand laut Volltext bei einer auf Selenmethionin beschränkten Sensitivitätsanalyse für den TPOAb-Endpunkt einen gleich starken oder stärkeren Effekt als in der Gesamtauswertung, eine zweite Übersicht über weitgehend denselben Studienbestand nennt Selenmethionin ausdrücklich wirksamer als Natriumselenit oder Selenhefe und belegt das mit einer Untergruppenauswertung, in der nur Selenmethionin die TPOAb-Werte nach 3 Monaten signifikant senkte (7 Studien, SMD minus 0,67, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 1,17 bis minus 0,16), ohne einen statistischen Test auf einen Unterschied zwischen den Formen; beide Angaben beziehen sich ausschließlich auf diesen einen Laborwert (TPOAb), nicht auf einen klinischen Endpunkt. Welche Form die große Sicherheitsstudie verwendete, aus der die aktuelle EFSA-Obergrenze und das Diabetessignal stammen, steht bei Sicherheit
Übliche Studiendosis
Rund 100 bis 200 Mikrogramm Selen pro Tag in den meisten Interventionsstudien zu Schilddrüse und Immunfunktion, teils über Monate bis mehrere Jahre. Die großen Sicherheitsstudien zu Krebsvorbeugung beziehungsweise Diabetesrisiko nutzten durchgehend 200 Mikrogramm pro Tag über mehrere Jahre. Referenzmenge (NRV) 55 Mikrogramm pro Tag [4], adäquate Zufuhr laut EFSA 70 Mikrogramm pro Tag für Erwachsene [5], Obergrenze (UL) 255 Mikrogramm pro Tag [6]
Rechtlicher Rahmen der Angaben
Die sechs zugelassenen Angaben zu Selen gelten nur für Lebensmittel, die die Bedingung "Quelle von Selen" erfüllen [1]. Der Nährstoffbezugswert (NRV) für Selen liegt bei 55 Mikrogramm pro Tag (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII) [4]. Als "Quelle von" gilt ein Erzeugnis, wenn es mindestens 15 Prozent des NRV je 100 Gramm (8,25 Mikrogramm) bei anderen Erzeugnissen als Getränken liefert, mindestens 7,5 Prozent je 100 Milliliter (4,125 Mikrogramm) bei Getränken, oder bei Einzelportionspackungen mindestens 15 Prozent je Portion (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Anhang) [2]. Bei Nahrungsergänzungsmitteln wird dafür die empfohlene Tagesportion herangezogen (Richtlinie 2002/46/EG, Artikel 8 Absatz 2) [3], also ebenfalls 8,25 Mikrogramm als Schwelle. Nahrungsergänzungsmittel mit einer für Selen üblichen Tagesmenge erreichen diese Schwelle in aller Regel deutlich; anders als bei manchen anderen Nährstoffen ist hier also nicht die Schwelle das Problem, sondern die Nähe zur Sicherheits-Obergrenze, siehe Sicherheit
Zusammenspiel
Selen ist Cofaktor der Thioredoxin-Reduktase, die oxidiertes Ubichinon zu aktivem Ubichinol regeneriert, eine mechanistische Synergie mit Coenzym Q10. Die randomisierte KiSel-10-Studie an 443 über 70-jährigen schwedischen Personen aus einer selenarmen Region fand unter der Kombination aus Selen und Coenzym Q10 gegenüber Placebo eine niedrigere kardiovaskuläre Sterblichkeit und niedrigere NT-proBNP-Werte, siehe Was die Studien im Einzelnen zeigen. Dosis und Ausgangswert dieser Kohorte (200 Mikrogramm Selen pro Tag als selenangereicherte Hefe, mittleres Ausgangs-Plasmaselen von nur 67 Mikrogramm pro Liter) nennt erst eine spätere Substudie [25], nicht die ursprüngliche Mortalitätspublikation [24]. Die Studie prüfte nur die Kombination, der eigenständige Beitrag von Selen lässt sich daraus nicht heraustrennen
Verträglichkeit
In den zitierten Studien zur Schilddrüse überwiegend gut vertragen, die größere der beiden Meta-Analysen fand keinen Unterschied in der Rate unerwünschter Ereignisse gegenüber der Kontrollgruppe (Odds Ratio 0,89; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,46 bis 1,75; 16 Kohorten, 1339 Teilnehmende). Die kleinere und neuere Übersicht über weitgehend denselben Studienbestand kommt zum gegenteiligen Ergebnis und findet unerwünschte Ereignisse unter Selen häufiger (relatives Risiko 3,90; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,11 bis 13,66; p=0,03, nur 5 auswertbare Studien), genannt werden Magenbeschwerden, Durchfall, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei chronischer Überdosierung (ab etwa 330 bis 450 Mikrogramm pro Tag) sind Haarausfall, brüchige Nägel mit weißen Flecken, Zahnschäden, Knoblauchgeruch der Atemluft und neurologische Beschwerden beschrieben, siehe Sicherheit

Was diesem Stoff zugesprochen wird

Was die Studien hergeben.

Jede Zuschreibung hat ihre eigene Bewertung. So liest Du die Studienlage.

  1. 01

    Normale Funktion des Immunsystems

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung. Gilt nur für Lebensmittel, die die Bedingung 'Quelle von Selen' erfüllen, siehe Steckbrief-Zeile zum rechtlichen Rahmen. Beschreibt die Grundfunktion, nicht einen zusätzlichen Nutzen einer Einnahme über den Bedarf hinaus, dazu weiter unten die Zeilen zur Immunfunktion

    Quellen: 1

  2. 02

    Schutz der Zellen vor oxidativem Stress

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung. Gilt nur für Lebensmittel, die die Bedingung 'Quelle von Selen' erfüllen

    Quellen: 1

  3. 03

    Normale Schilddrüsenfunktion

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung. Gilt nur für Lebensmittel, die die Bedingung 'Quelle von Selen' erfüllen. Beschreibt die Grundfunktion, nicht einen zusätzlichen Effekt bei bereits ausreichender Versorgung, dazu weiter unten die Zeilen zu Schilddrüsen-Autoantikörpern

    Quellen: 1

  4. 04

    Normale Spermabildung

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung. Gilt nur für Lebensmittel, die die Bedingung 'Quelle von Selen' erfüllen. Beschreibt die Grundfunktion, dazu weiter unten die Zeilen zur Spermienmotilität

    Quellen: 1

  5. 05

    Erhaltung normaler Haare

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung. Gilt nur für Lebensmittel, die die Bedingung 'Quelle von Selen' erfüllen

    Quellen: 1

  6. 06

    Erhaltung normaler Nägel

    Behördlich gesichert
    Einordnung und Einschränkungen

    Zugelassene Angabe nach abgeschlossener EFSA-Bewertung. Gilt nur für Lebensmittel, die die Bedingung 'Quelle von Selen' erfüllen

    Quellen: 1

  7. 07

    Schilddrüsen-Autoantikörper (TPOAb) und TSH bei Menschen mit chronischer Autoimmunthyreoiditis ohne Hormonersatztherapie, gegenüber der Kontrollgruppe aus Placebo oder keiner Behandlung gesenkt

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine aktuelle systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 35 randomisierten Studien (Literatursuche bis Januar 2023) fand bei Menschen mit chronischer Autoimmunthyreoiditis ohne begleitende Hormonersatztherapie unter Selen gegenüber der Kontrollgruppe eine gesenkte TSH-Konzentration (standardisierte Mittelwertdifferenz minus 0,21; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,41 bis minus 0,02 laut Tabelle 2 und Ergebnistext des Volltextes, das Abstract derselben Arbeit nennt abweichend minus 0,43 bis minus 0,02; 7 Kohorten, 869 Teilnehmende, I²=0 Prozent) sowie, unabhängig von einer Hormonersatztherapie, gesenkte TPOAb-Werte (SMD minus 0,96; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 1,36 bis minus 0,56; 29 Kohorten, 2358 Teilnehmende, I²=90 Prozent, also sehr hohe Heterogenität). Die Kontrollgruppe bestand laut Abbildungslegende des Volltextes aus Placebo oder aus keiner Behandlung, mehrere eingeschlossene Studien waren unverblindete Vergleiche ohne Placebo; ein reiner Placebovergleich ist das gepoolte Ergebnis also nicht. Laut Volltext, das Abstract selbst nennt diese Aufschlüsselung nicht, stufen die Autoren die Evidenzqualität getrennt nach Endpunkt ein, für TSH moderat, für TPOAb dagegen niedrig; für TPOAb weist dieselbe Tabelle zusätzlich einen Hinweis auf Publikationsbias aus (Rangkorrelationstest p=0,04). Ebenfalls nur im Volltext zu finden, in der Gesamtpopulation aller 26 Kohorten, also einschließlich der Menschen unter Hormonersatztherapie, war TSH gegenüber der Kontrollgruppe nicht signifikant gesenkt (SMD minus 0,21; 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,43 bis 0,01; 2063 Teilnehmende); signifikant war der Effekt nur in der kleineren Untergruppe ohne Hormonersatztherapie (7 Kohorten). Bei TPOAb zeigte sich laut Volltext in 10 von 31 Kohorten (32 Prozent) ein einzeln signifikanter Rückgang, in den übrigen 21 (68 Prozent) keine signifikante Veränderung, bei einer Heterogenität von I²=90 Prozent. Die Angabe zum Verzerrungsrisiko bezieht sich im Volltext auf den primären Endpunkt TSH und nicht auf die TPOAb-Kohorten, von den 31 Studien mit TSH-Angabe hatten 19 (61 Prozent) ein hohes Verzerrungsrisiko, bei 12 (39 Prozent) bestanden einzelne Bedenken, und nur 6 (19 Prozent) waren prospektiv registriert; eine getrennte Angabe für die TPOAb-Studien macht die Arbeit nicht. In einer eigenen Sensitivitätsanalyse (laut Volltext, das Abstract selbst nennt diese Untergruppenanalyse nicht) blieb der TPOAb-Effekt gleich stark oder wurde stärker, wenn nur Studien mit mehr als 100 Mikrogramm Selen pro Tag oder nur Studien mit Selenmethionin ausgewertet wurden, zwei getrennte Untergruppenanalysen, nicht dieselbe. Eine zweite, neuere systematische Übersicht aus 21 Studien wertet weitgehend denselben Studienbestand aus und ist deshalb kein zweiter, unabhängiger Beleg, sondern die kleinere Auswertung desselben Feldes. Für TPOAb kommt sie zum gleichen Ergebnis (SMD minus 0,46 nach 3 Monaten, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 0,74 bis minus 0,18, und SMD minus 0,80 nach 6 Monaten, minus 1,38 bis minus 0,21), für TGAb dagegen nicht, dort sank der Wert nach 3 Monaten signifikant (SMD minus 0,46, minus 0,79 bis minus 0,12), während die größere Arbeit für TGAb keinen Unterschied fand (SMD minus 0,27, minus 0,59 bis 0,06). Diese zweite Arbeit nennt für die Selenform einen Zahlenwert, in ihrer Untergruppenauswertung senkte nur Selenmethionin die TPOAb-Werte nach 3 Monaten signifikant (7 Studien, SMD minus 0,67, 95-Prozent-Konfidenzintervall minus 1,17 bis minus 0,16), die Untergruppen mit Natriumselenit und Selenhefe zeigten keinen signifikanten Effekt; einen statistischen Test auf einen Unterschied zwischen den Formen gibt es nicht, es ist ein indirekter Vergleich zwischen Studien. Ein älterer Übersichtsartikel fasst die Datenlage so zusammen, dass Selen die Antikörpertiter senkt, ohne dass sich bislang eine Verbesserung im klinischen Verlauf zeigt, dazu die Zeilen zu Wohlbefinden und Lebensqualität weiter unten. Wegen der niedrigen Evidenzqualität für den TPOAb-Endpunkt selbst, der sehr hohen Heterogenität, des Hinweises auf Publikationsbias und des hohen Verzerrungsrisikos in der Mehrheit der eingeschlossenen Studien hier als 'belegt' geführt, nicht als 'gut belegt'

    Quellen: 7, 9, 10

  8. 08

    Wohlbefinden beziehungsweise Stimmung bei Menschen mit Autoimmunthyreoiditis, uneinheitlich zwischen älteren Einzelstudien und der größten aktuellen Studie

    Widersprüchlich
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Meta-Analyse aus 4 älteren, kleinen randomisierten Studien fand gegenüber Placebo eine signifikant höhere Chance auf eine berichtete Verbesserung von Wohlbefinden oder Stimmung (relatives Risiko 2,79; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,21 bis 6,47; p=0,02). Im Detail, laut Volltext, das Abstract selbst nennt nur die gepoolte Kennzahl: Zwei der vier Studien nutzten den SF-12-Fragebogen und fanden unter 200 Mikrogramm Natriumselenit pro Tag über 3 Monate eine signifikante Verbesserung, eine dritte Studie nutzte den SF-36-Fragebogen und fand nach 6 Monaten Selengabe bei Menschen ohne Hormonersatztherapie keine signifikante Veränderung, eine vierte Studie berichtete ohne eigenen statistischen Test verbesserte Stimmung, verbesserten Schlaf und weniger Erschöpfung bei 25 von 34 Teilnehmenden unter 200 Mikrogramm Selenmethionin pro Tag über 6 Monate, gegenüber 15 von 31 in der Placebogruppe. Die deutlich größere und neuere CATALYST-Studie (412 randomisierte Teilnehmende, siehe folgende Zeile) fand dagegen mit dem umfassenderen, krankheitsspezifischen ThyPRO-39-Fragebogen keinen Unterschied im zusammengesetzten Lebensqualitäts-Score nach 12 Monaten. Beide Fragen sind nicht identisch: Die ältere Meta-Analyse misst eine dichotome, selbstberichtete Verbesserung mit generischen Fragebögen, CATALYST einen krankheitsspezifischen, kontinuierlichen Summenscore; auch die eingeschlossenen Selenformen unterscheiden sich (überwiegend Natriumselenit und Selenmethionin in der älteren Meta-Analyse gegenüber selenangereicherter Hefe in CATALYST). Bei so unterschiedlicher Methodik und gegenläufigem Ergebnis hier als widersprüchlich geführt, nicht als bestätigter Nutzen

    Quellen: 8, 10

  9. 09

    Lebensqualität (ThyPRO-39) bei Menschen mit Autoimmunthyreoiditis unter Levothyroxin-Behandlung, ohne Unterschied zu Placebo

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Die bislang größte randomisierte, doppelblinde Studie zu dieser Frage (CATALYST-Studie, 412 randomisierte Teilnehmende mit einem TPOAb-Wert von mindestens 100 IE pro Milliliter, bei Studienbeginn 85 Prozent Frauen) gab täglich 200 Mikrogramm Selen als selenangereicherte Hefe oder Placebo zusätzlich zur laufenden Levothyroxin-Behandlung über 12 Monate; 332 Teilnehmende (81 Prozent) schlossen die Studie ab, von diesen waren 82 Prozent Frauen. Der zusammengesetzte Lebensqualitäts-Score (ThyPRO-39) unterschied sich nach 12 Monaten nicht zwischen den Gruppen, verglichen mit Placebo (28,8 Punkte, 95-Prozent-Konfidenzintervall 24,5 bis 33,6, gegenüber 28,0 Punkten, 95-Prozent-Konfidenzintervall 24,5 bis 33,1; p=0,602), auch nicht nach Aufteilung nach Erkrankungsdauer, Ausgangs-TPOAb oder Selenstatus zu Studienbeginn. Die TPOAb-Werte waren nach 12 Monaten in der Selengruppe niedriger als unter Placebo (1995 Kilo-Internationale-Einheiten pro Liter, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1512 bis 2512, gegenüber 2344, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1862 bis 2951; p=0,016), wobei sich die beiden Intervalle breit überlappen; der Unterschied wirkte sich nicht auf die Levothyroxin-Dosis oder das Verhältnis von freiem Trijodthyronin zu freiem Thyroxin aus. Die Studie verwendete selenangereicherte Hefe, nicht Selenmethionin; ob die Form den Nullbefund bei der Lebensqualität mitbestimmt, lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht belegen, weil die eingangs zitierte Sensitivitätsanalyse ausschließlich den TPOAb-Endpunkt betraf und Formen dort nicht direkt gegen Lebensqualität gegeneinander verglichen wurden. Die Studie ist neuer als die Literatursuche der oben zitierten Meta-Analyse (Suchschluss Januar 2023) und darin nicht enthalten. Zu einer älteren, andersartig erhobenen Wohlbefinden-Kennzahl mit gegenteiligem Ergebnis siehe die vorstehende Zeile. Prüfpräparat und Placebo dieser Studie stellte die Firma Pharma Nord, und ein Koautor hält nach eigener Angabe Anteile an einem Unternehmen zur Bestimmung des Selenstatus; beides steht nur im Volltext, das Feld zum Interessenkonflikt in PubMed ist leer. Da es sich um einen Nullbefund handelt, spricht die Firmenbindung hier nicht gegen das Ergebnis, sie gehört aber genannt

    Quellen: 7, 8

  10. 10

    Immunfunktion (Antikörper- und Zellparameter) bei Menschen mit bereits ausreichender Selenversorgung, kein zusätzlicher Nutzen in aktueller Meta-Analyse

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine systematische Übersicht und Meta-Analyse experimenteller Humanstudien (9 randomisierte Studien, 5 aus Nordamerika, 4 aus Europa, 8 bis 48 Wochen Dauer, sowohl anorganische als auch organische Selenformen) untersuchte gezielt, ob eine Selenzufuhr über die empfohlene Zufuhr hinaus die Immunfunktion bei gesunden Menschen verbessert. Immunglobulin- und Leukozytenkonzentrationen veränderten sich unter Selengabe nicht wesentlich, und eine Dosis-Wirkungs-Analyse zeigte, dass ein Plasmaspiegel oberhalb von 100 Mikrogramm pro Liter weder IgA noch T-Zellen weiter erhöhte; für natürliche Killerzellen fand sich ein umgekehrt u-förmiger Zusammenhang mit weniger Zellen sowohl unterhalb als auch oberhalb von 120 Mikrogramm pro Liter. Der einzige durchgehend positive Befund war eine höhere Lyseaktivität der natürlichen Killerzellen, dafür nennt das Abstract keine Dosis-Wirkungs-Auswertung. Konkrete Effektmaße mit Konfidenzintervall für die Hauptzielgrößen (Immunglobuline, Leukozyten) nennt das Abstract nicht, deshalb hier nicht als 'nicht bestätigt' geführt. Die Autoren selbst ziehen den Schluss, die verfügbare Evidenz stütze eine Selen-Supplementierung über die empfohlene Zufuhr hinaus zur Verbesserung der Immunfunktion nicht

    Quellen: 11

  11. 11

    Antikörperantwort auf eine Grippeimpfung bei älteren Menschen mit marginaler Selenversorgung, in zwei Studien ohne Unterschied zur Kontrollgruppe

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Zwei randomisierte, kontrollierte Studien haben bei älteren Menschen mit marginaler Selenversorgung die Antikörperantwort auf eine Grippeimpfung gemessen, und keine der beiden fand einen Unterschied zur Kontrollgruppe. Die erste, eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an gesunden 50- bis 64-Jährigen mit einem Ausgangs-Plasma-Selenspiegel unter 110 Nanogramm pro Milliliter (sechs Gruppen, 12 Wochen Selenhefe oder zwiebelbasierte Selenzufuhr in Dosen von 50 bis 200 Mikrogramm pro Tag) fand laut Volltext weder bei den systemischen grippespezifischen Antikörpern (IgG1 und IgG3) noch beim mukosalen IgA im Speichel eine Veränderung durch Selen, die beobachteten Anstiege ließen sich allein der Impfung zuordnen. Die zweite, eine randomisierte, placebokontrollierte Studie an 119 institutionalisierten Menschen ab 60 Jahren, die über 8 Wochen ein Mikronährstoffpräparat mit der Referenzmenge aller Vitamine und Spurenelemente erhielten, fand trotz signifikant gestiegener Serum-Selenwerte keinen Unterschied in der Serokonversionsrate gegenüber drei Grippe-Impfantigenen, verglichen mit Placebo (H1N1 41 gegenüber 49 Prozent, p=0,374; H3N2 49 gegenüber 58 Prozent, p=0,343; Typ B 41 gegenüber 40 Prozent, p=0,944); diese Studie gab Selen als Teil eines Multi-Mikronährstoff-Präparats, der eigenständige Beitrag von Selen lässt sich daraus nicht isolieren. An diesem Endpunkt widersprechen sich die beiden Arbeiten also nicht, sie stimmen überein. Ein zweiter, nur in der ersten Studie erhobener Endpunkt betrifft einzelne Zellparameter der Impfantwort, die je nach Dosis und Darreichungsform sowohl günstiger als auch ungünstiger ausfielen (unter anderem mehr T-Zell-Proliferation, aber weniger Granzym B in CD8-Zellen bei 200 Mikrogramm Selenhefe pro Tag); dieser Zellbefund stammt aus einer einzelnen Studie ohne unabhängige Bestätigung und trägt keine eigene Stufe. In beiden Studien ist die untersuchte Bevölkerung nicht durchgehend als Selenmangel definiert, sondern als marginal oder im unteren Normalbereich versorgt, und keine der beiden Arbeiten verwendete Selenmethionin als alleinige Form. Selenhefe und Placebo der ersten Studie stellte die Firma Pharma Nord, was nur in der Danksagung des Volltextes steht, während die Interessenerklärung derselben Arbeit keine Interessenkonflikte nennt. Eine dritte, oft im selben Zusammenhang zitierte Studie an 42 gesunden Männern prüfte keine Impfantwort, sondern die zellvermittelte Immunantwort auf Hautteste, dazu die folgende Zeile. Zur Stufe. Weder der frei zugängliche Volltext der tragenden Studie noch die zitierten Abstracts berichten für diesen Endpunkt ein Effektmaß mit 95-Prozent-Intervall, sondern nur Mittelwerte, Prozentwerte und p-Werte. Ohne Intervall lässt sich nicht zeigen, wie gross ein übersehener Unterschied noch sein könnte, das Ausbleiben ist damit nicht gezeigt, sondern nur nicht gefunden. Die Zeile steht deshalb auf hinweise statt auf nicht bestaetigt, der Nullbefund selbst bleibt unverändert stehen.

    Quellen: 12, 13

  12. 12

    Zellvermittelte Immunantwort (verzögerte Hautreaktion) bei gesunden Männern beim Wechsel von niedriger zu höherer Selenzufuhr, in einer Studie unterschiedlich

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine randomisierte, kontrollierte Studie an 42 gesunden Männern gab über 48 Wochen entweder 300 Mikrogramm Selen pro Tag als selenreiche Bäckerhefe oder eine selenarme Hefe. Geprüft wurden unter anderem verzögerte Hautreaktionen (delayed-type hypersensitivity, DTH) auf fünf Antigene (unter anderem Mumps, Candida, Tetanus), keine Impfung. In der niedrig dosierten Gruppe entwickelte sich überraschend eine Anergie der Hautreaktion (also ein Ausbleiben der erwarteten Immunreaktion) sowie mehr natürliche Killerzellen und mehr Interleukin-2-Rezeptor-tragende T-Zellen; in der hoch dosierten Gruppe blieb die Hautreaktion normal. Serum-Immunglobuline, Differentialblutbild, Lebensqualität und Krankheitstage unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht. Die Blut-Selenkonzentration stieg durch die Supplementierung um 50 Prozent. Einzelne, kleine Primärstudie (n=42) ohne unabhängige Bestätigung, deshalb hier nicht höher als Hinweise eingestuft. Das Abstract nennt die verwendete Form (Bäckerhefe), aber nicht, welcher Anteil davon Selenmethionin war

    Quellen: 14

  13. 13

    Spermienmotilität bei Männern mit eingeschränkter Motilität und niedrigem Ausgangs-Selenstatus, in einer älteren Studie erhöht

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine randomisierte, doppelblinde Studie an 69 Männern einer Kinderwunschsprechstunde mit eingeschränkter Spermienmotilität gab über 3 Monate entweder Placebo, Selen allein oder Selen zusammen mit den Vitaminen A, C und E. Die Spermiendichte unterschied sich in keiner Gruppe. Die Spermienmotilität stieg in beiden Selengruppen gegenüber einem leichten Rückgang unter Placebo; im ursprünglichen Dreigruppenvergleich war dieser Unterschied jedoch nicht signifikant. Da die zusätzliche Vitamingabe für sich genommen keinen Unterschied machte, legten die Autoren nachträglich beide Selengruppen zusammen und verglichen sie erneut mit Placebo: Auf dieser Basis erreichten die zusammengelegten Selengruppen gegenüber Placebo signifikant höhere Plasma-Selenwerte (p<0,001) und eine signifikant höhere Spermienmotilität (p=0,023); die Signifikanz ergab sich also erst aus diesem nachträglichen Zusammenlegen, nicht aus dem ursprünglichen, randomisierten Dreigruppenvergleich. Nicht alle Teilnehmenden sprachen an, 56 Prozent zeigten ein Ansprechen. 5 der behandelten Männer erreichten während der Studie eine Vaterschaft, laut Abstract 11 Prozent der Selengruppen, gegenüber keinem in der Placebogruppe; das Abstract nennt dafür keinen eigenen statistischen Test. Die Autoren selbst beschreiben das Ergebnis als Bestätigung einer früheren Studie zu Selen und Spermienmotilität bei niedrigem Ausgangs-Selenstatus, ohne diese Studie im Abstract namentlich zu nennen; eine systematische, unabhängige Bestätigung für dieses Kollektiv liegt uns nicht vor. Das Abstract nennt kein Konfidenzintervall für die Motilitätsdifferenz, nur den p-Wert, und es handelt sich um eine einzelne, kleine Primärstudie, deshalb hier nicht höher als Hinweise eingestuft. Welche Selenform verwendet wurde, nennt das Abstract nicht

    Quellen: 15

  14. 14

    Spermienmotilität bei Männern mit bereits ausreichender Ernährung und hoher zusätzlicher Selenzufuhr, in einer kontrollierten Ernährungsstudie gegenüber dem eigenen Ausgangswert verringert

    Hinweise
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine randomisierte, kontrollierte Ernährungsstudie an 11 gesunden Männern in ständiger stationärer Beobachtung hielt alle Teilnehmenden zunächst 21 Tage auf einer gemeinsamen Diät mit 47 Mikrogramm Selen pro Tag, danach 99 Tage entweder auf 13 oder auf 297 Mikrogramm Selen pro Tag aus natürlichen Lebensmitteln. Verglichen mit dem eigenen Ausgangswert sank der Anteil beweglicher Spermien in der Hochdosisgruppe bis Woche 13 um 32 Prozent und lag am Studienende 18 Prozent unter dem Ausgangswert; einen direkten statistischen Vergleich gegen die Niedrigdosisgruppe zum Studienende nennt das Abstract nicht. Die Selenkonzentration im Samenplasma stieg in der Hochdosisgruppe um 50 Prozent, im Spermium selbst veränderte sie sich nicht, und die Serum-Androgene blieben in beiden Gruppen gleich; in der Hochdosisgruppe sank freies Trijodthyronin und stieg TSH, die Autoren vermuten hierin einen möglichen Mechanismus für die Motilitätsabnahme. Die Autoren weisen selbst darauf hin, dass eine verringerte Motilität nicht zwingend eine geringere Fruchtbarkeit bedeutet, halten angesichts zunehmender Selen-Supplementierung in der Allgemeinbevölkerung aber größere Studien für nötig. Einzelne, kleine Primärstudie (n=11) ohne unabhängige Bestätigung, deshalb hier nicht höher als Hinweise eingestuft. Die geprüften 297 Mikrogramm pro Tag aus der Nahrung liegen bereits oberhalb der aktuellen EFSA-Obergrenze von 255 Mikrogramm pro Tag, siehe Sicherheit

    Quellen: 16

  15. 15

    Kardiovaskuläre Ereignisse bei Selen-Supplementierung, ohne Effekt in randomisierten Studien

    Nicht bestätigt
    Einordnung und Einschränkungen

    Eine Meta-Analyse aus 16 randomisierten, kontrollierten Studien (mediane Selendosis 100 Mikrogramm pro Tag, Studiendauer 6 bis 114 Monate) fand gegenüber Kontrollgruppen keinen statistisch signifikanten Effekt der Selen-Supplementierung auf kardiovaskuläre Ereignisse (relatives Risiko 0,91; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,74 bis 1,10); das Intervall reicht von einer 26-prozentigen Risikosenkung bis zu einer 10-prozentigen Risikoerhöhung und schließt einen moderaten Nutzen damit nicht aus, auch wenn die Autoren selbst von einem Nulleffekt sprechen. Dieselbe Arbeit fand in prospektiven Beobachtungsstudien einen günstigeren Zusammenhang zwischen dem natürlichen Selenstatus und kardiovaskulären Ereignissen, begrenzt auf einen engen Bereich von 55 bis 145 Mikrogramm Selen pro Liter Blut. Eine neuere systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 43 randomisierten Studien über mindestens 24 Wochen bestätigt laut Volltext: Selen allein war den ergänzenden Abbildungen zufolge weder mit kardiovaskulären Ereignissen noch mit kardiovaskulärer Sterblichkeit, Krebs, Krebssterblichkeit oder Gesamtsterblichkeit assoziiert; für Selen allein nennt weder das Abstract noch der frei zugängliche Volltext ein eigenes Zahlenpaar, nur den Verweis auf die ergänzenden Abbildungen. Die Autoren stufen laut Abstract die Evidenzqualität nach GRADE für Selen allein als niedrig ein, für die Antioxidantien-Mischungen als moderat. Nur wenn Selen Teil einer Mischung mehrerer Antioxidantien war, zeigte sich gegenüber Mischungen ohne Selen ein günstigerer Effekt auf die kardiovaskuläre Sterblichkeit (relatives Risiko 0,77; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,62 bis 0,97) und die Gesamtsterblichkeit (relatives Risiko 0,90; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,82 bis 0,98), ohne dass sich der Beitrag von Selen aus dieser Kombination heraustrennen lässt. Eine große Übersichtsarbeit zu 27 Mikronährstoffen und 884 randomisierten Studien (883.627 Teilnehmende) bestätigt an anderer Stelle qualitativ, dass Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E und Selen keinen Effekt auf kardiovaskuläre Ereignisse oder die Typ-2-Diabetes-Häufigkeit zeigten, ohne dafür selenspezifische Zahlenwerte zu nennen, dazu die folgende Zeile. Die Übersicht aus 43 randomisierten Studien stammt von einer Arbeitsgruppe, deren Erstautor in der Interessenerklärung des Volltextes Honorare, Beratungs- oder Vortragstätigkeiten unter anderem für Herbalife Nutrition Institute, Herbalife International, Nutritional Fundamentals for Health und Pacific Health Laboratories angibt, also für Anbieter von Nahrungsergänzung, während dieselbe Arbeit im Ergebnis dafür plädiert, Selen in Antioxidantien-Mischungen aufzunehmen; das Feld zum Interessenkonflikt in PubMed ist leer, die Bindung steht nur im Volltext

    Quellen: 17, 18, 21

  16. 16

    Typ-2-Diabetes-Häufigkeit bei langfristiger Selen-Supplementierung, in Studien an Menschen ohne anfänglichen Selenmangel erhöht, ein Schadenssignal

    Belegt
    Einordnung und Einschränkungen

    Die ursprüngliche, unerwartete Beobachtung stammt aus der sekundären Auswertung einer randomisierten, placebokontrollierten Studie (NPC-Studie) an 1202 Erwachsenen ohne Typ-2-Diabetes zu Studienbeginn aus einer Region mit niedriger Selenzufuhr im östlichen Teil der USA (200 Mikrogramm Selen pro Tag als Selenhefe gegenüber Placebo, im Mittel 7,7 Jahre, Ausgangs-Plasmaselen 114,0 plus/minus 21,5 Mikrogramm pro Liter in der Placebogruppe): Unter Selen entwickelten verglichen mit Placebo mehr Teilnehmende einen Typ-2-Diabetes (12,6 gegenüber 8,4 Fälle je 1000 Personenjahre; Hazard Ratio 1,55; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,03 bis 2,33). Eine Analyse nach Terzilen des individuellen Ausgangs-Plasmaselens verglich jeweils Selen gegenüber Placebo innerhalb desselben Terzils, nicht die Terzile untereinander: Im untersten Terzil (bis 105,2 Mikrogramm pro Liter) betrug die Hazard Ratio 1,13 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,58 bis 2,18), im mittleren Terzil (105,3 bis 121,6) 1,36 (0,60 bis 3,09), im obersten Terzil (über 121,6) 2,70 (1,30 bis 5,61); der Effekt von Selen gegenüber Placebo war also am stärksten bei den Teilnehmenden mit dem höchsten Ausgangswert innerhalb dieser insgesamt eher niedrig versorgten Studienregion. Die deutlich größere SELECT-Studie, die einzige der hier genannten mit reinem L-Selenomethionin, prüfte dieselbe Frage an 17.766 randomisierten, gesunden Männern; laut der Evidenztabelle der EFSA-Bewertung [6], das Abstract von [6] nennt diese Einzelstudienwerte nicht, lag deren Ausgangs-Serumselen im Mittel bereits höher (135 bis 138 Mikrogramm pro Liter), und die Zahl der Typ-2-Diabetes-Fälle unterschied sich zwischen 200 Mikrogramm Selen pro Tag und Placebo nicht (724 gegenüber 699 Fälle; relatives Risiko 1,07; 99-Prozent-Konfidenzintervall 0,94 bis 1,22). Eine Meta-Analyse aus 5 randomisierten Studien, durchgehend 200 Mikrogramm Selen pro Tag gegenüber Placebo und einschließlich sowohl der NPC- als auch der SELECT-Studie, fand einen gepoolten, statistisch von der Null verschiedenen Effekt (relatives Risiko 1,11; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,01 bis 1,22 laut einer unabhängigen Übersicht, beziehungsweise 1,00 bis 1,24 mit denselben 5 Studien und 22.227 Teilnehmenden, davon 92 Prozent Männer, laut der eigenen Berechnung der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA); die SELECT-Studie allein macht dabei laut EFSA 85 Prozent des Gewichts der gepoolten Schätzung aus. Auf dieser Grundlage kommt die EFSA in ihrer umfassenden Unsicherheitsanalyse zu dem Schluss, es bestehe aus randomisierten Studien heraus eine Evidenz für eine positive und kausale Beziehung zwischen Selenzufuhr und Typ-2-Diabetes-Risiko mit mittlerer Sicherheit ('moderate level of certainty'); Messungen der Glukosetoleranz, der Insulinresistenz und der Blutzuckerkontrolle in denselben und weiteren Studien stützten diesen Zusammenhang allerdings nicht. Die fünf gepoolten Studien widersprechen einander dabei nicht, die EFSA gibt für die Zusammenfassung eine Heterogenität von I²=2,2 Prozent an (p=0,394), und der Punktschätzer der SELECT-Studie (1,07) liegt auf derselben Seite wie der gepoolte Wert (1,11), dessen Konfidenzintervall er einschließt. Die SELECT-Studie ist damit kein Gegenbefund, sondern eine einzelne, für diesen Endpunkt zu schwach besetzte Studie, die den gepoolten Schadensbefund nicht ausschließt; deshalb steht diese Zeile auf belegt und nicht mehr auf widersprüchlich. Eine große Übersichtsarbeit zu 27 Mikronährstoffen findet für Selen an anderer Stelle qualitativ keinen Effekt auf die Typ-2-Diabetes-Häufigkeit, ohne dafür eigene Zahlenwerte zu nennen; als Gegenbeleg wiegt das wenig. Eine narrative Übersichtsarbeit ordnet den Befund so ein, dass eine zusätzliche Selengabe bei Menschen mit bereits ausreichender bis hoher Selenversorgung das Diabetesrisiko erhöhen könnte, während Menschen mit niedrigem Status eher profitieren, entsprechend einem u-förmigen Zusammenhang zwischen Selenstatus und gesundheitlichen Effekten. Gemeint ist hier ein Schadensbefund und kein ausgebliebener Nutzen, die Zeile beschreibt eine unter langfristiger Zufuhr von 200 Mikrogramm pro Tag häufiger aufgetretene Erkrankung. Welche Selenform in der Sicherheitsbewertung der EFSA tragend war, siehe Sicherheit

    Quellen: 6, 19, 20, 21, 22

Wichtig zur Einordnung: Die sechs behördlich gesicherten Funktionen beschreiben, wozu der Körper Selen braucht. Sie sagen nicht, dass eine zusätzliche Einnahme über den Bedarf hinaus einen weiteren Nutzen bringt. Ob das für Schilddrüse und Immunfunktion zutrifft, ist die Frage, die die Zeilen weiter unten stellen, und die Antwort hängt entscheidend davon ab, ob der Ausgangs-Selenstatus bereits ausreichend war oder nicht.

Studien im Detail

Schilddrüsen-Autoantikörper

Die aktuellste und umfangreichste Meta-Analyse [7] fasst 35 randomisierte Studien zusammen und findet bei Menschen mit chronischer Autoimmunthyreoiditis ohne Hormonersatztherapie eine gesenkte TSH-Konzentration und, unabhängig davon, ob eine Hormonersatztherapie läuft, gesenkte TPOAb-Werte. Die Autoren selbst stufen die Evidenzqualität getrennt nach Endpunkt ein: für TSH moderat, für TPOAb dagegen niedrig, und in der Gesamtpopulation einschließlich der Menschen unter Hormonersatztherapie war der TSH-Effekt nicht signifikant. Die Heterogenität zwischen den 29 Kohorten zum TPOAb-Effekt ist mit einem I² von 90 Prozent sehr hoch; nur in 10 von 31 Kohorten war der Rückgang einzeln signifikant, und 19 von 31 Studien hatten laut Volltext ein hohes Verzerrungsrisiko. Die größte und methodisch strengste Einzelstudie zu dieser Frage, die CATALYST-Studie [8], erschien erst nach dem Suchschluss dieser Meta-Analyse und zeigt zwar eine niedrigere TPOAb-Konzentration unter Selen, aber keinen Unterschied beim krankheitsspezifischen Lebensqualitäts-Score (ThyPRO-39) nach 12 Monaten, auch nicht in der nach Selenstatus zu Studienbeginn aufgeteilten Untergruppe. Eine ältere Übersichtsarbeit [9] bestätigt dasselbe Muster für den Biomarker TPOAb. Eine unabhängige, neuere Meta-Analyse [10] kommt für TPOAb ebenfalls zu einer Senkung, findet aber, anders als CATALYST, in einer eigenen gepoolten Auswertung aus vier älteren, kleineren Studien eine signifikant höhere Chance auf eine berichtete Verbesserung von Wohlbefinden oder Stimmung. Weil beide Arbeiten unterschiedliche Erhebungsinstrumente, unterschiedliche Selenformen und unterschiedlich große, unterschiedlich alte Studienbestände verwenden, stehen sie in der Tabelle oben als zwei getrennte, gegenläufige Zeilen, nicht als eine gemeinsame Aussage zum klinischen Nutzen.

Immunfunktion

Drei unterschiedliche Fragen ergeben drei unterschiedliche Antworten. Bei Menschen mit bereits ausreichender Selenversorgung findet die aktuellste Meta-Analyse [11] keinen durchgehenden Zusatznutzen einer weiteren Selengabe. Bei älteren Menschen mit marginalem oder niedrigem Selenstatus und einer echten Grippeimpfung ist das Bild uneinheitlich: Eine Studie [12] findet je nach Dosis und Form sowohl günstige als auch ungünstige Effekte auf einzelne Zellparameter, eine andere [13], bei der Selen Teil eines Multi-Mikronährstoff-Präparats war, findet trotz gestiegener Serumwerte keinen Unterschied bei der Serokonversion. Eine dritte, oft im selben Zusammenhang zitierte Studie [14] prüfte gar keine Impfung, sondern die zellvermittelte Immunantwort auf Hautteste (delayed-type hypersensitivity): Sie zeigt, dass eine höhere Selenzufuhr eine unter niedrigerer Selenzufuhr auftretende Anergie der Hautreaktion verhindert, ohne dass sich das in Lebensqualität oder Krankheitstagen niederschlägt.

Spermienmotilität

Auch hier zeigt sich ein statusabhängiges Bild, allerdings jeweils nur anhand einzelner, kleiner Studien. Bei Männern mit eingeschränkter Motilität und vermutlich niedrigem Ausgangsstatus verbesserte eine Selengabe die Motilität [15], wobei die Signifikanz erst nach nachträglichem Zusammenlegen zweier Behandlungsgruppen erreicht wurde, nicht im ursprünglichen, randomisierten Dreigruppenvergleich. Bei gesunden Männern mit einer ohnehin ausreichenden Ausgangsdiät verringerte eine hochdosierte zusätzliche Selenzufuhr von 297 Mikrogramm pro Tag aus der Nahrung die Motilität gegenüber dem eigenen Ausgangswert [16], bei gleichzeitig veränderten Schilddrüsenwerten. Beide Studien sind zu klein für eine höhere Einstufung, zusammen zeichnen sie aber dasselbe Bild wie bei Schilddrüse und Immunfunktion: Nutzen bei niedrigem Status, möglicher Nachteil bei bereits ausreichender Versorgung.

Herz-Kreislauf und Diabetes

Für Selen allein zeigen zwei unabhängige Meta-Analysen [17, 18] keine statistisch signifikante Assoziation mit kardiovaskulären Ereignissen; das Konfidenzintervall der ersten (0,74 bis 1,10) schließt dabei sowohl eine spürbare Risikosenkung als auch eine leichte Risikoerhöhung ein, und die zweite stuft die Evidenzqualität für Selen allein selbst als niedrig ein. Bei Typ-2-Diabetes ist das Bild uneinheitlicher, als es zunächst wirkt: Die randomisierte NPC-Studie [19] (Selenhefe, niedriger Ausgangs-Selenstatus) fand eine erhöhte Häufigkeit, am stärksten bei den Teilnehmenden im obersten Terzil ihres individuellen Ausgangswerts; die deutlich größere SELECT-Studie mit reinem L-Selenomethionin an Männern mit bereits höherem Ausgangswert fand dagegen keinen Unterschied. Eine gepoolte Auswertung aus beiden und drei weiteren Studien [20] bleibt trotzdem statistisch von der Null verschieden, weil die kleineren, positiven Studien das Bild mitbestimmen. Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA kommt in ihrer eigenen Analyse derselben 5 Studien [6] zu einer Einschätzung mit mittlerer Sicherheit für einen ursächlichen Zusammenhang, obwohl Messungen der Glukosetoleranz und Insulinresistenz in denselben und weiteren Studien diesen Zusammenhang nicht stützen. Eine sehr große, aktuelle Übersichtsarbeit über 27 Mikronährstoffe [21] findet für Selen qualitativ keinen Effekt auf beide Endpunkte, nennt dafür aber keine eigenen Zahlenwerte und wiegt als Gegenbeleg entsprechend wenig. Eine narrative Übersichtsarbeit [22] ordnet den Befund so ein, dass der Nutzen einer Selengabe vom Ausgangsstatus abhängt und bei bereits ausreichender bis hoher Versorgung ins Gegenteil kippen kann, was zur SELECT-Studie nicht sauber passt, da deren Teilnehmende einen mittleren, nicht extrem hohen Ausgangswert hatten.

Kombination mit Coenzym Q10

Außerhalb der eigenständigen Selen-Wirkungen steht die KiSel-10-Studie [24]: Bei 443 über 70-jährigen schwedischen Personen aus einer selenarmen Region senkte die Kombination aus Selen und Coenzym Q10 gegenüber Placebo über 5,2 Jahre die kardiovaskuläre Sterblichkeit von 12,6 auf 5,9 Prozent (p=0,015) und die NT-proBNP-Werte. Dosis und Ausgangswert nennt erst eine spätere Substudie derselben Kohorte [25]: 200 Mikrogramm Selen pro Tag als selenangereicherte Hefe (Markenform SelenoPrecise) zusammen mit 200 Milligramm Coenzym Q10 (Markenform Bio-Quinon) über 48 Monate, bei einem mittleren Ausgangs-Plasmaselen von nur 67 Mikrogramm pro Liter, entsprechend einer geschätzten Zufuhr von etwa 35 Mikrogramm pro Tag und deutlich unterhalb der als optimal angesehenen 110 Mikrogramm pro Liter. Das Studienpräparat stammte teilweise von einem beteiligten Hersteller (Pharma Nord), die Studie selbst wurde akademisch durchgeführt. Weil nur die Kombination geprüft wurde, lässt sich der Anteil von Selen an diesem Ergebnis nicht bestimmen, und das Ergebnis widerspricht nicht dem oben berichteten Nullbefund für Selen allein [17, 18]: Die Studienpopulation war ausdrücklich selenarm versorgt, deutlich niedriger als in den meisten anderen hier zitierten Studien, und Coenzym Q10 kann einen eigenständigen Beitrag leisten.

Tier- und Laborstudien

Keine eigene Recherche zu Tier- oder Zellmodellen für diesen Eintrag durchgeführt. Die zitierten Quellen sind ausschließlich Humanstudien, Übersichtsarbeiten über Humanstudien und behördliche Bewertungen.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Selen hat einen ungewöhnlich engen Abstand zwischen empfohlener Zufuhr und Sicherheits-Obergrenze. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 2023 eine tolerierbare Gesamtzufuhr (Obergrenze, UL) von 255 Mikrogramm Selen pro Tag für Erwachsene festgelegt [6] und damit die vorherige Obergrenze des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses (SCF) aus dem Jahr 2000 von 300 Mikrogramm pro Tag nach unten korrigiert. Grundlage der neuen, niedrigeren Obergrenze ist eine an der randomisierten SELECT-Präventionsstudie beobachtete Zunahme von Haarausfall (Alopezie) ab einer Gesamtzufuhr von rund 330 Mikrogramm pro Tag (relatives Risiko 1,28, 99-Prozent-Konfidenzintervall 1,01 bis 1,62, gegenüber Placebo), auf die zusätzlich ein Unsicherheitsfaktor von 1,3 angewendet wurde [6]. Die SELECT-Studie verwendete reines L-Selenmethionin (200 Mikrogramm pro Tag) an mehr als 17.000 randomisierten, gesunden Männern mit einem im Mittel bereits höheren Ausgangs-Serumselen von 135 bis 138 Mikrogramm pro Liter; dieselbe Studie liefert außerdem, mit 85 Prozent Gewichtsanteil, den größten Beitrag zu der weiter unten beschriebenen Diabetes-Meta-Analyse, obwohl sie selbst dort keinen Unterschied zeigte, siehe die entsprechende Wirkungszeile. Chronische Überdosierung (Selenose) zeigt sich typischerweise ab etwa 330 bis 450 Mikrogramm pro Tag mit brüchigen, verdickten Nägeln mit weißen Flecken, brüchigem Haar bis zu Haarausfall, Zahnverfärbung und -schäden, Knoblauchgeruch der Atemluft, Hautveränderungen und neurologischen Beschwerden wie Müdigkeit, Kribbeln in den Gliedmaßen und unsicherem Gang [6], [23]. Nach Einschätzung der EFSA überschreiten Erwachsene die Obergrenze über die normale Ernährung kaum, mit Ausnahme regelmäßiger Konsumierender von Paranüssen oder von Nahrungsergänzungsmitteln mit hoher Selendosis [6].

Für Nahrungsergänzungsmittel gilt allgemein: Wer mehrere selenhaltige Präparate gleichzeitig einnimmt oder zusätzlich regelmäßig Paranüsse isst, sollte die Mengen aus allen Quellen addieren, weil sich Selen kumulativ auf die Zufuhr auswirkt und die Obergrenze für die Gesamtzufuhr aus Nahrung und Nahrungsergänzung zusammen gilt, nicht je Präparat einzeln.

Neben der Alopezie-Frage gibt es einen zweiten Sicherheitsbefund, der in der Studienlage selbst uneinheitlich ist: Die randomisierte NPC-Studie [19] und eine gepoolte Auswertung aus 5 randomisierten Studien [20] finden unter langfristiger, hochdosierter Selengabe (200 Mikrogramm pro Tag über mehrere Jahre) bei Menschen ohne anfänglichen Selenmangel eine erhöhte Typ-2-Diabetes-Häufigkeit; die deutlich größere SELECT-Studie allein zeigt dagegen keinen Unterschied. Die europäische Lebensmittelbehörde kommt in ihrer eigenen, auf denselben 5 Studien beruhenden Unsicherheitsanalyse dennoch zu einer Einschätzung mit mittlerer Sicherheit für einen ursächlichen Zusammenhang [6], während eine große Übersichtsarbeit zu 27 Mikronährstoffen [21] qualitativ keinen Effekt findet, ohne dafür eigene Zahlenwerte zu nennen; siehe die entsprechende Wirkungszeile für die Einzelheiten und die dort genannten Einschränkungen. Der Befund betrifft eine deutlich längere Einnahmedauer (mehrere Jahre) als in den meisten anderen zitierten Studien.

Zu Wechselwirkungen zwischen Selen und Medikamenten liegt uns keine eigene, geprüfte Quelle vor.

Quellen zum Nachlesen

  1. 01

    Rechtsakt auf Grundlage abgeschlossener EFSA-Bewertungen · 2012

    Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel

    Europäische Kommission Amtsblatt der Europäischen Union

    Zur Zuschreibung: 01, 02, 03, 04, 05, 06

  2. 02

    Rechtsakt · 2006

    Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, Anhang (Bedingungen für nährwertbezogene Angaben, unter anderem "Quelle von" Vitaminen und Mineralstoffen)

    Europäisches Parlament und Rat Amtsblatt der Europäischen Union, konsolidierte Fassung

  3. 03

    Rechtsakt · 2002

    Richtlinie 2002/46/EG über Nahrungsergänzungsmittel, Artikel 8 (Kennzeichnung der Nährstoffmenge pro empfohlener Tagesdosis)

    Europäisches Parlament und Rat Amtsblatt der Europäischen Union, konsolidierte Fassung

  4. 04

    Rechtsakt · 2011

    Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Anhang XIII (Nährstoffbezugswerte und signifikante Menge an Vitaminen und Mineralstoffen)

    Europäisches Parlament und Rat Amtsblatt der Europäischen Union, konsolidierte Fassung

  5. 05

    Wissenschaftliches Gutachten der EFSA · 2014

    Scientific Opinion on Dietary Reference Values for selenium.

    EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA) EFSA J

  6. 06

    Wissenschaftliches Gutachten der EFSA · 2023

    Scientific opinion on the tolerable upper intake level for selenium.

    EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA), et al. EFSA J

    Zur Zuschreibung: 16

  7. 07

    Systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 35 RCTs · 2024

    Selenium Supplementation in Patients with Hashimoto Thyroiditis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials.

    Huwiler VV, et al. Thyroid

    Zur Zuschreibung: 07, 09

  8. 08

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, n=412 · 2024

    Selenium supplementation and placebo are equally effective in improving quality of life in patients with hypothyroidism.

    Larsen C, et al. Eur Thyroid J

    Zur Zuschreibung: 08, 09

  9. 09

    Übersichtsarbeit · 2020

    Selenium in thyroid disorders - essential knowledge for clinicians.

    Winther KH, et al. Nat Rev Endocrinol

    Zur Zuschreibung: 07

  10. 10

    Systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 21 Studien, n=1610 · 2025

    Clinical efficacy of selenium supplementation in patients with Hashimoto thyroiditis: A systematic review and meta-analysis.

    Zhang H, et al. Medicine (Baltimore)

    Zur Zuschreibung: 07, 08

  11. 11

    Systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 9 RCTs · 2023

    Selenium and immune function: a systematic review and meta-analysis of experimental human studies.

    Filippini T, Fairweather-Tait S, Vinceti M. Am J Clin Nutr

    Zur Zuschreibung: 10

  12. 12

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie · 2017

    Selenium supplementation has beneficial and detrimental effects on immunity to influenza vaccine in older adults.

    Ivory K, et al. Clin Nutr

    Zur Zuschreibung: 11

  13. 13

    Randomisierte, kontrollierte Studie, n=119 abgeschlossen · 2004

    Can a short period of micronutrient supplementation in older institutionalized people improve response to influenza vaccine? A randomized, controlled trial.

    Allsup SJ, et al. J Am Geriatr Soc

    Zur Zuschreibung: 11

  14. 14

    Randomisierte, kontrollierte Studie, n=42 · 2009

    The effect of selenium supplementation on DTH skin responses in healthy North American men.

    Hawkes WC, Hwang A, Alkan Z. J Trace Elem Med Biol

    Zur Zuschreibung: 12

  15. 15

    Randomisierte, doppelblinde, kontrollierte Studie, n=69 · 1998

    The effect of oral selenium supplementation on human sperm motility.

    Scott R, et al. Br J Urol

    Zur Zuschreibung: 13

  16. 16

    Randomisierte, kontrollierte Ernährungsstudie, n=11 · 2001

    Effects of dietary selenium on sperm motility in healthy men.

    Hawkes WC, Turek PJ. J Androl

    Zur Zuschreibung: 14

  17. 17

    Meta-Analyse aus 16 Beobachtungsstudien und 16 RCTs · 2016

    Selenium status and cardiovascular diseases: meta-analysis of prospective observational studies and randomized controlled trials.

    Zhang X, Liu C, Guo J, Song Y. Eur J Clin Nutr

    Zur Zuschreibung: 15

  18. 18

    Systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 43 RCTs · 2020

    Selenium, antioxidants, cardiovascular disease, and all-cause mortality: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials.

    Jenkins DJA, et al. Am J Clin Nutr

    Zur Zuschreibung: 15

  19. 19

    Sekundäranalyse einer randomisierten, placebokontrollierten Studie, n=1202 · 2007

    Effects of long-term selenium supplementation on the incidence of type 2 diabetes: a randomized trial.

    Stranges S, et al. Ann Intern Med

    Zur Zuschreibung: 16

  20. 20

    Systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 5 RCTs (plus Beobachtungsstudien) · 2018

    Selenium exposure and the risk of type 2 diabetes: a systematic review and meta-analysis.

    Vinceti M, Filippini T, Rothman KJ. Eur J Epidemiol

    Zur Zuschreibung: 16

  21. 21

    Systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 884 RCTs zu 27 Mikronährstoffen · 2022

    Micronutrient Supplementation to Reduce Cardiovascular Risk.

    An P, et al. J Am Coll Cardiol

    Zur Zuschreibung: 15, 16

  22. 22

    Narrative Übersichtsarbeit · 2012

    Selenium and human health.

    Rayman MP. Lancet

    Zur Zuschreibung: 16

  23. 23

    Scoping Review · 2023

    Selenium - a scoping review for Nordic Nutrition Recommendations 2023.

    Alexander J, Olsen AK. Food Nutr Res

  24. 24

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, n=443 (KiSel-10) · 2013

    Cardiovascular mortality and N-terminal-proBNP reduced after combined selenium and coenzyme Q10 supplementation: a 5-year prospective randomized double-blind placebo-controlled trial among elderly Swedish citizens.

    Alehagen U, et al. Int J Cardiol

  25. 25

    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Substudie derselben KiSel-10-Kohorte, n=414 · 2024

    Supplementation with selenium and coenzyme Q10 in an elderly Swedish population low in selenium - positive effects on thyroid hormones, cardiovascular mortality, and quality of life.

    Alehagen U, Alexander J, Aaseth JO, Larsson A, Opstad TB. BMC Med

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